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Man muß ja auch einfach realistisch gesehen sagen: Daß jemand mit 94 über 80 Minuten Score in einer festgelegten Zeit schreiben und für Alles und Jedes verantwortlich sein soll, ist schon äußerst viel verlangt. Man sollte doch mehr als froh sein, daß Williams zumindest die wichtigsten Teile der Partitur noch allein hinbekommen hat.
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Auch im jwfan-Forum gibts dazu einige Äußerungen von Leuten, die offenbar genaueres wissen. Etwa diese: "He may not like temp-track personally, but he has to work with them because that's a common thing in editing. There are many cases where the temp-track is obvious. Island Fanfare from Jurassic Park was temp-tracked by Theme from Silverado Susan motif from The Patriot was temp-tracked by Once Upon a Time in America Bringing Joey Home, and Bonding was temp-tracked by Jack Sparrow" "Going to School from Memoirs of a Geisha that was evidently temped with that David Byrne piece from Last Emperor has always been the ideal outcome for temp love, where Williams follows the temp but also goes off in totally his own direction. Too bad he didn’t do that more here."
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Im jwfan-Forum wurde in den letzten Tagen ja auch die wirklich genau gleiche Rythmusbegleitung in einem Track von Desplats ZERO DARK THIRTY (Track 6 "Northern Territories") wie in dem DISCLOUSRE-Track "Dive" ab Minute 2:45 diskutiert mit dem witzigen Kommentar: "Desplat must be kinda proud that Williams stole some of his music from Zero Dark Thirty". Wer es selbst nachlesen möchte: https://www.jwfan.com/forums/index.php?/topic/38247-disclosure-day-ost-album-music-discussion-no-film-spoilers/page/2/#comments Ich gehe daher schon stark davon aus, daß zumindest ein paar Desplat-Stücke ursprünglich als Temp Track bei DISCLOSURE angelegt worden waren, zumal eben ein Randy Kerber auch an einigen Desplat-Scores immer mitgearbeitet hat. Ein bißchen was könnte daher auf sein Konto gehen.
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Caldera: IRIS/FELICE... FELICE... (Loek Dikker)
Caldera Records erstellte ein Thema in Scores & Veröffentlichungen
Caldera Records proudly presents Loek Dikker’s scores for the films “Iris” from 1987 and “Felice… Felice…” from 1998. Both films featured here revolve around an individual entering foreign territory. For Iris, the veterinarian who gives the first film featured here its title, this foreignness is largely figurative. For years, the thirty-year-old has lived with her older husband, an architect, in a big city. Tensions have started to simmer. One day, she leaves her husband to move to an unfamiliar village to begin again. But she soon finds that the local population resents her as a foreigner. It comes as it must: an implosion upends her life. Loek Dikker’s score for “Iris” proved central to the film’s impact. The composer had started writing for film only a few years before. The buoyant main title – modeled on a Latin American bolero – initially suggests lightness. For Dikker, it expressed Iris’s vitality. As hostility mounts, the music darkens. It reflects the unease of her rural surroundings. In the finale, acceptance brings the bolero back. It completes the arc. Peter Delpeut’s film “Felice… Felice…”, loosely inspired by Felice Beato, explores the tension between illusion and truth. In 1895 (the year of the first film screening), photographer Beato returns to Japan after some time away. Once a pioneering photojournalist who captured raw life in Asia, he has abandoned photography. Johan Leysen plays him with sorrowful gravitas: a man hollowed by loss, still mourning his wife, O-Kiku, whom he met in the when he first set foot in Japan. Director Peter Delpeut’s gentle, wise and moving meditation on the nature of memory explores a changing Japan, cultural differences, and our fear of forgetting and of being forgotten. It demanded a delicate score. Composer Loek Dikker had the difficult task of developing music that captures Beato’s restlessness, his hope and desire, while at the same time providing the appropriate musical accompaniment for the photographs of a lost place. Loek Dikker sought a balance between the East and the West. He wanted his music to flow almost imperceptibly. The 71st CD-release of Caldera Records features a detailed booklet text by Stephan Eicke and elegant artwork by Luis Miguel Rojas. The CD was mastered by Richard Moore and produced by Stephan Eicke and Loek Dikker. Iris 1. Opening Titles (4:05) 2. Martha’s Broken Glass (1:06) 3. Frank and Iris in Love (2:15) 4. Frank and Iris in the Garden (1:25) 5. The Ominous Dinner (1:42) 6. Quarrels at a Safe Home (2:05) 7. How Iris’ Heart Sings (2:27) 8. At the Café Ball Haus (2:32) 9. The Rape (2:07) 10. The Red Glove (1:27) 11. End Titles (3:17) Felice… Felice… 12. Opening Titles (2:31) 13. Okoma Faints (1:24) 14. The Search for O-Kiku Begins (1:41) 15. The Empty Room (2:14) 16. Let’s Go to Onomichi (3:05) 17. To the Fuji Yama (1:17) 18. Ueno Talks About O-Kiku (2:51) 19. Let’s Go to Yokohama! (1:37) 20. Felice’s Confession (2:33) 21. Felice’s Bad Dream (1:26) 22. Okama Dies (2:21) 23. Felice Finds O-Kiku (1:59) 24. Epilogue (2:29) 25. End Credits (1:27) For more information and sound clips, please visit: https://www.caldera-records.com/felice-felice -
Du beschreibst es sehr treffend - ich kann mich dir nur anschließen. Die Gemeinsamkeiten dieser beiden Tracks sind zu groß um es als Zufall abzutun. Warum eine Größe wie John Williams bei einem recht unbekannten Desplat Score abschreiben sollte, erschließt sich mir aber nicht so ganz. Hier vermute ich eher, dass seine „Ghostwriter“ dies zu verantworten haben. Sei‘s drum - die Wahrheit werden wir ohnehin nicht erfahren.
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d-udo folgt jetzt dem Inhalt: SUCHE BAND AUS FILM "RICHY GUITAR"
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Quatsch. Nicht jede Krachmacher Combo der 80er aus Berlin waren automatisch die Neubauten, die meines erachtens viel zu überwertet waren. Wie Alexander schon sagte - Es waren die Notorischen Reflexe.
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"Allerwelts-Minütchen" triffts zumindest für mich ziemlich gut. Wenn der Williams-Score wirklich so sehr aus einem Guß und über die 64 Minuten des Albums hinweg ein exzellentes Hörerlebnis wäre, dann dürfte es so ein recht banales "Allerwelts-Minütchen" eben gar nicht geben, das man genausogut streichen könnte. Das ist zumindest bei mir der entscheidende Punkt. Und daß fast dasselbe langweilig dahinschlierende Minütchen auch noch zu Beginn des Tracks eines lange zuvor komponierten Desplat-Scores auftaucht, finde ich doch etwas kurios. Williams übernimmt ja gegen Ende des Tracks (so gegen 3:30) auch noch den hüpfenden Synthie-Bass von Desplat, der mir ohnehin hier ziemlich überflüssig erscheint. Überhaupt hängt mir der komplette Track viel zu sehr durch und ist mir schlicht zu langweilig auch in den restlichen drei Minuten mit der etwas reizlosen ewigen Sequenzierung des einen fallenden Motivs zusammen mit der ständigen ostinaten Begleitung - für mich musikalisch einfach zu ziellos. Zu den überzeugenden Tracks auf dem Album gehört er für mich jedenfalls nicht und das von Desplat übernommene "Allerwelts-Minütchen" macht das alles für mich leider Gottes dann noch etwas belangloser. Der Track kommt ja im Film so ziemlich gegen Ende vor und fällt dort gar mal nicht so besonders auf, aber ich hätte mir da von Williams doch was deutlich prägnanteres, auch weitaus thematischer angelegteres gewünscht.
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Du meine Güte... habe mir das gerade mal vergleichend angehört. Wer um alles in der Welt empfand dieses Allerwelts-Minütchen des Desplat-Tracks so wahnsinnig prägnant, dass er/sie sich beim Williams-Track "disclosure..." daran erinnert fühlte? @Soundtrack Composer, du? Das sind a-moll-Quinten als Liegetöne mit Kleinterz- und Sekund-Tupfern im hohen Klavier. Das erreicht nicht mal Schöpfungshöhe. Und die Unterschiede sind ja dann auch viel charakteristischer als die Gemeinsamkeiten: die bei Desplat ab 0:55 einsetzenden Bassstimmen bewegen sich viel schneller und "sphärischer", während die Celli bei Williams geradlinig und melodisch verlaufen. Und die Hauptidee des Williams-Tracks ist ja eh die schmerzlich fallende Sekunde des Englischhorns bei 2:07, und später auch der anderen Holzbläser. Diese Idee findet man im Desplat-Track nirgends. Hier mal beide Tracks im Vergleich, dass sich alle Mitlesenden ein Bild dieser Spitzfindigkeit machen können:
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Der "modernste" Track ist btw gar nicht "disclosure..." oder gar "dive..." - die im Detail beide sehr Williams-typisch sind - , sondern "kxce..." mit seiner konventionellen Moll-Figur, die ständig auf andere Tonstufen geschoben wird. Ein absolutes Klischee in der Spannungsvertonung seit den frühen 2000ern. Dass Williams hier nochmal derart in moderne Scoring-Konventionen eintaucht, hätte ich nicht für möglich gehalten.
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Es sind wirklich sehr schöne, oben von Dir erwähnte Tracks im gesamten Score, das ist völlig klar und da stimme ich absolut überein, aber gerade beim minimalistischen Stück "Disclosure" hat es mich gestern doch selbst überrascht, wie stark - und andere haben es hier ja weiter oben auch schon erwähnt - Williams da von Desplats ET APRÈS von 2008 abgekupfert hat - einen reinen Zufall kann man das wohl kaum mehr nennen. Ich habe den Desplat vor vielen Jahren mal gehört, aber gar nicht mehr so genau im Kopf gehabt. Erst jetzt nach den Hinweisen nochmals genauer reingehört und da muß ich einfach sagen: Dermaßen abkopiert - sogar mit dem tanzbaren Synthi-Bass mit dabei - geht mir persönlich denn doch ein bißchen zu weit und bin ich von Williams in der Art auch sonst nicht gewohnt. Das ist echt schade, daß man sich hier anscheinend so eng an die Vorlage, die offenbar als Temp Track diente, geklammert hat. Du brauchst nur mal einen Track wie "The Messenger" von dem Desplat anzuhören und die erste Minute ist fast identisch mit dem ganzen Anfang von dem "Disclosure"-Track. Mir hat das Ganze natürlich früher bei Desplat schon nicht gefallen und deshalb kein Wunder, weshalb mich die zum Großteil sehr ähnliche Musik natürlich nun auch bei Wiliams stört. Schade, daß Williams hier nicht seine Themen aus den anderen Tracks wie "Listen" weiter verarbeitet hat, sondern daß der Track an sich eher musikalisch ein wenig ins Leere läuft und für mich persönlich deshalb gegenüber den Williams-typischeren etwas abfällt.
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Im folgenden Artikel findet Ihr viele wertvolle Antworten auf die Fragen die bereits aufgetaucht sind. „Im Laufe von sieben Aufnahmesessions nahm John Williams mehr als zwei Stunden und 20 Minuten Musik auf. Der Film enthält etwa 82 Minuten Filmmusik. Ein Teil der zusätzlich aufgenommenen Musik wurde für das Soundtrack-Album aufgenommen. Williams begann bereits im vergangenen Frühjahr mit der Komposition. Für die Aufnahmen wurde ein Orchester mit 96 Musikern angeheuert. Die erste Aufnahme fand am 11. September 2025 in den Sony-Studios statt, die kurz zuvor in „John Williams Music Building“ umbenannt worden war. Die Aufnahmen wurden im Herbst und Winter fortgesetzt: Zwei weitere Aufnahmesitzungen fanden im Oktober statt, zwei im Dezember, eine im Januar 2026 und die letzte Sitzung am 20. Februar. Am 19. Dezember 2025 wurde das Orchester von einem 30-köpfigen Frauenchor mit Sopran- und Altstimmen begleitet. Für einige Passagen kam zudem eine Solostimme zum Einsatz.l Holly Sedillos‘ Stimme kam im Film und im Abspann zu hören. Ungewöhnlich war, dass Chor und Orchester gemeinsam aufgenommen wurden. Während viele Komponisten den Chor separat aufnehmen, bevorzugt Williams Aufnahmen mit allen Mitwirkenden gleichzeitig im selben Raum. Im Abspann ist zu lesen, dass die Musik von Williams gemeinsam mit seinen langjährigen Kollegen William Ross und Randy Kerber orchestriert und dirigiert wurde. Jedoch meinen ihm nahestehende Personen, dass Williams die gesamte Partitur selbst orchestrierte und einen Großteil der Aufnahmen selbst dirigierte, meist im Sitzen, gelegentlich aber auch im Stehen.“ Quelle: https://variety.com/2026/artisans/news/disclosure-day-john-williams-steven-spielberg-1236779833/?fbclid=IwZnRzaAScAtVleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZAo2NjI4NTY4Mzc5AAEeGUO9ADq_Y07U1Zlrd8FPabKKnHRrK3MhQmoj_m_LAqPYDOT6QK8FaKJ4be8_aem_Wk58Wa70hRuh1PQKy6DYbA&utm_id=97757_v0_s00_e0_tv2_a1demonldwr1yq
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Ich habe mir den Film DISCLOSURE DAY von Steven Spielberg am Donnerstag mit Freunden im IMAX in der Originalfassung angesehen. Er hat mir sehr gut gefallen, vielleicht sogar mehr wegen seiner technischen Errungenschaften als wegen seines Drehbuchs. Die Oner-Shots sind fantastisch, und die Kameraarbeit ist durchgehend faszinierend. Ich frage mich allerdings, wann die Filmemacher wieder zu einem kraftvollen und ausdrucksstarken Farbeinsatz zurückkehren werden. Eine Szene, die mich besonders beeindruckt hat, ist jene im Motelzimmer, in der die Lichter vorbeifahrender Autos durch die Vorhänge scheinen und wunderschöne, sich ständig verändernde Lichtmuster erzeugen. Emily Blunt liefert eine außergewöhnliche schauspielerische Leistung ab und trägt den Film in vielerlei Hinsicht. John Williams’ Filmmusik ist fantastisch, insbesondere im letzten Drittel des Films. Ein weiteres Meisterwerk und ein wahres Geschenk an die Filmmusik-Fans. Besonders angetan hat es mir das Thema „Listen…“, das auch in „Reprise…“ zu hören ist. Die Actionmusik besitzt wie immer enorme Power, etwa in „Chase…“ und „Unseen…“. „Celestial…“ bietet hingegen puren Zauber. ☺️ Beeindruckt hat mich außerdem, wie modern manche Passagen der Musik klingen. Mit 94 Jahren hat Williams mit „Disclosure…“ wohl eines der modernsten Stücke seiner gesamten Karriere komponiert. Der subtile Synthesizer-Bass wirkt dabei überraschend tanzbar. 🤩 Film und Musik: 9/10
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@Lars Potreck Übrigens: Zum Thema „einschlafen“ habe ich eine (vermutlich) passende Empfehlung für dich: Austin Wintory‘s Video Game Score zu ALIENS: FIRETEAM ELITE Es ist ein sehr spezieller Score, den Wintory (in der Corona Zeit) mit kleiner (Kammermusik-artiger) Besetzung aufgenommen hat -jedoch in getrennten Gruppen. Dann wurde in meisterhafter Kintsugi-Manier am Computer alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammengebastelt. Dazu gibt es auch tolle Einblicke in Form von YouTube Videos auf Wintory‘s Kanal. Jedenfalls glaube ich, dass der Score für dich zum Einschlafen interessant sein könnte, da er (ähnlich wie PLANET OF THE APES) ziemlich unruhig ist und meist keiner Melodie folgt, sondern eher auf Rhythmus und Stimmung setzt.