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Sebastian Schwittay

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Alle Inhalte von Sebastian Schwittay

  1. Williams hat seine Stücke im Arbeitsprozess wohl sicher bis zur letzten Note im Kopf. Und gerade das Herausschneiden von Takten, die für den Filmschnitt drin sein müssen, aber den musikalischen Fluss hemmen, ist eine Sache, die eigentlich jeder Komponist macht, der an der Struktur seiner Musik interessiert ist. Gerade bei einem meisterlichen Satz wie "The Ferry Scene", der auch konzertant bestehen kann. Das Stück war ihm berechtigterweise enorm wichtig, hat er es auf dem Album schließlich sofort als zweiten Track gesetzt, was er sonst gerne mit Konzertversionen macht (siehe TINTIN oder ATTACK OF THE CLONES). Hach ja, die Freuden der Albumdramaturgie!
  2. Gibt da aber schon ganz ausgezeichnete Sachen: neben unbekannteren Perlen wie DISTURBING BEHAVIOR (1998) und der insgesamt sehr originellen NIGHTMARE ON ELM STREET-Reihe finde ich auch Filme wie URBAN LEGEND, I KNOW WHAT YOU DID LAST SUMMER und HALLOWEEN H:20 teils sehr gewitzt und gut inszeniert. Gestern habe ich mal wieder THE FACULTY gesehen, der ist - neben dem hervorragenden Beltrami-Score - auch zumindest sehr unterhaltsam. Von den tollen Klassikern der 70er und 80er müssen wir gar nicht erst anfangen: BLACK CHRISTMAS, SLEEPAWAY CAMP, THE BURNING... ❤️ Ja, SCREAM 4 ist wirklich der schwächste Score der Reihe, vor allem klangästhetisch. Man hört dem Score die Flickerei aus Samples und schlechter Performance des Slovak Symphony Orchestra durchgehend an. Zum Glück gab es 2011 mit SOUL SURFER und DON'T BE AFRAID OF THE DARK einen starken Ausgleich. Als stärksten Score der Reihe sehe ich immer noch den dritten. Hat mitunter die anspruchsvollsten avantgardistischen Passagen aller vier Scores.
  3. Ui, Intradas HOOSIERS hab ich damals verpasst. Was für den Weihnachtswunschzettel.
  4. Die "Extended Version" der "Ferry Scene" ist wirklich ein Witz sondergleichen. Bei 1:49 ist ein Takt mehr Liegeton der Streicher drin. Das folgende Posaunen-Sforzando bei 1:51 hat Williams für's Album einen Takt vorgezogen, damit die Musik an der Stelle nicht so stehen bleibt. Bei 2:57 sind zwei Pauken-Sechzehntel mehr drin, die hat er für's Album auch rausgenommen. Und am Ende sind 2 Sekunden mehr Stille hintendran. In Partiturform wären das insgesamt exakt 2 (!) Noten und ein übergebundener Akkord mehr. Vielleicht springen manche CDs genau an den beiden oben erwähnten Stellen in "The Ferry Scene" um eine halbe Sekunde, dann wäre es wieder die "Album Version".
  5. Ein persönlicher Rückblick anlässlich meiner neuerlichen 35mm-Wiedersichtung des Films (Text von Letterboxd): THE CASSANDRA CROSSING (George P. Cosmatos, GB/Italien/Deutschland/USA 1976) THE CASSANDRA CROSSING war im Jahr 2004 einer der ersten Filme, der als Schnittstelle zwischen meiner (Retro-)Filmmusik- und Filmbegeisterung fungierte. Jerry Goldsmiths Musik kannte ich zu diesem Zeitpunkt bereits auswendig – wie fast alles andere von ihm aus den 60er und 70er Jahren, was ich mir bis dato in schicken Luxus-CD-Editionen amerikanischer Boutiquenlabels zugelegt hatte; die dazugehörigen Filme waren mir größtenteils unbekannt. Mit THE CASSANDRA CROSSING fiel der Startschuss für eine intensivere Goldsmith-Rezeption „am Film“: zuerst in einer ARD-Ausstrahlung, später von einer britischen DVD wurde George P. Cosmatos starbesetzter Katastrophenthriller meine erste Begegnung mit Goldsmiths dramaturgischer Meisterschaft in Verbindung mit den Filmbildern – es folgte ein langsames, kritisches Umdenken in Bezug auf eine (damals?) populäre Form der Filmmusikkultur, die den Film zu einer interessanten Kuriosität am Rande, zum Stichwortgeber für die musikalischen Höchstleistungen der geliebten Komponisten degradierte. Oktober 2020, 16 Jahre später: ich sehe THE CASSANDRA CROSSING zum mittlerweile sicher zehnten oder elften Mal, diesmal in der Karlsruher Schauburg, das erste Mal in analoger 35mm-Projektion. Nach wie vor finde ich den Film außerordentlich finster und kaltschnäuzig, besonders für ein kalkuliertes Projekt, das sich offen an den Erfolg amerikanischer Katastrophenfilme der ersten Dekadenhälfte hängen wollte. Carlo Ponti und George Cosmatos zeichnen ein eisiges Bild einer fremdbestimmten, ständig am seidenen Faden hängenden Gesellschaft, deren Schicksal in den Händen korrupter Institutionen und politischer Strategen liegt – toll die als dramaturgische Klammer fungierende Kamerafahrt an die geometrisierte Gebäudefassade der WHO in Genf, die den Zuschauer sofort mit der erkalteten Welt institutioneller Macht konfrontiert (die Fassaden moderner Gebäudekomplexe als Sinnbild repressiver Machtapparate haben vor allem im Paranoiathriller nach Watergate eine gewisse Tradition, siehe auch THE PARALLAX VIEW, 1974). Menschenmaterial wird verheizt wie Kraftstoff, und der Schauplatz des Zuges als schnaubende, unablässig konsumierende Maschine erweckt damit durchaus schauerliche Assoziationen. Goldsmiths Score ist natürlich erhaben, und zweifellos eine der Hauptattraktionen des Films, wenngleich er den Film nie überlagert oder sich dem Zuschauer aufdrängt. Der harsche Modernismus, die extremen Klangfarbenkontraste und die unbarmherzig mechanistische Motorik der Komposition sind der Kälte und Grausamkeit des Films jederzeit angemessen (Goldsmith orchestrierte die Musik komplett selbst und wählte mit dem kratzig aufspielenden Orchester der Unione Musicisti di Roma zudem den perfekten Klangkörper für die Musik). Abseits ihrer bohrenden, zerklüfteten Rhythmik ist die Vertonung aber auch als eindringliches Lamento angelegt, als Klagegesang über das oben beschriebene, kalte Ausgeliefertsein des Individuums – das Hauptmotiv des Films, bestehend aus einem schmerzhaft „aufschreienden“ Sextsprung (ein musikalischer Kassandra-Schrei), bildet dabei das musikalische Genom der gesamten Partitur, wird zum tragischen anmutenden Liebesthema ausgeweitet, und prägt überhaupt fast jedes einzelne Stück des Scores in mannigfaltigen Variationen. Es ist in jedem Fall schwer zu glauben, wie Goldsmith in dieser Schaffensphase ein solches Pensum an hochgradig individuellen Filmvertonungen bewältigen konnte, sprang er doch förmlich von einem Projekt zum Nächsten, und passte sich jedem neuen Film mit äußerster Empathie und maximalem Gestaltungswillen an – so auch den eher „zwischendurch“ vertonten Genrearbeiten wie THE CASSANDRA CROSSING. Ein unterschätzter, bedrückender Katastrophenfilm, der sein Szenario in genau die (angemessene) pessimistische Finsternis taucht, die seinen US-Vorbildern tendenziell eher abgeht. Und ein schönes Beispiel für die Fähigkeit Jerry Goldsmiths, realistische Angstvisionen über Katastrophen, Kriege und Verschwörungen fast noch unbequemer und angsteinflößender zu vertonen als Horror- und andere fantastische Stoffe.
  6. Wobei er ohne Craven wohl auch nichts Gewichtiges dazu hätte schreiben dürfen, nehme ich an. Überhaupt, SCREAM ohne Craven ist halt nur noch die nackte Formel - das einzig Spannende der Filme war Cravens persönlicher, sarkastischer Blick auf das Subgenre.
  7. ... dabei klingen die Ausschnitte auf der Website echt nicht besonders originell, eben so wie man sich die Vertonung eines 30er-Jahre-Hollywood-Settings halt vorstellt. THE ARTIST und der ein oder andere Desplat lassen grüßen. Einen erfrischenden Beigeschmack, wie ihn z.B. Jonny Greenwood in die Period-Pieces THE MASTER und v.a. PHANTOM THREAD eingebracht hat, höre ich hier jetzt noch nicht heraus. Hoffentlich hält der ganze Score noch Spannenderes als diese Kuschel-Jazzsinfonik bereit. Dafür hätte man auch einfach Desplat holen können.
  8. Hm, naja... Leider fast ausschließlich atmosphärisches Gewaber und Gewummer in den ersten 14 Tracks (wenige reizvolle Ausnahmen: die letzte Minute von "Promising Infection" mit den arpeggierten Klavierakkorden, und einige recht stimmungsvolle Momente in "Nurtured by Corruption" und der zweiten Hälfte von "Where Forbidden Spirits Call"). Track 15, "Fervent Supplicants" ist dann echt ganz schön, und erinnert an die bruitistischen Extreme von EXORCISM OF EMILY ROSE. Die beiden Abschlusstracks würde ich auch als Highlights ausmachen, wobei ich da "Where Sentence Is Served" klar dem (harmonisch doch sehr schlichten) letzten Track vorziehen würde. Besonders schön an "Sentence" finde ich nicht mal das Thema der ersten 3 Minuten, sondern die lange Coda ab 3:21, die sich immer mehr chromatisch verdichtet und dann zu einem einzigen Glissando verschwimmt. Das ist schon recht eindrucksvoll. Auf knapp 20 Minuten hörenswertes Material komme ich, wenn ich alle erwähnten Tracks mit reinnehme - auf deutlich weniger, wenn ich die atmosphärischen Tracks bis Track 14 komplett streiche. Für ein Highlight und das Prädikat "sein bester Horrorscore der letzten Jahre" ist mir das zu wenig.
  9. Vielleicht für den ein oder anderen aus dem Rhein-Main-Gebiet interessant: meine diesjährige Reihe fürs Filmkollektiv Frankfurt widmet sich dem amerikanischen und kanadischen Independent-Horrorfilm der 70er Jahre. Neben Bekanntem wie Wes Cravens LAST HOUSE ON THE LEFT (in ungekürzter Kopie) gibt es einige vergessene Schätze der Zeit zu sehen, teilweise erstmalig in Deutschland. Einer der Höhepunkte des Programms ist John D. Hancocks wundervoll impressionistischer Gruselfilm LET'S SCARE JESSICA TO DEATH (1971). Das Programm ist größtenteils auf 35mm, zwei Filme laufen digital. Wenn schon kein aktuelles Kino möglich ist momentan, sollte man wenigstens die Klassiker feiern. Am 7. und 8., sowie am 21. November im Studierendenhaus Frankfurt und im Kino des Deutschen Filmmuseums. Mehr Infos hier: https://www.filmkollektiv-frankfurt.de/veranstaltungen/horror-independents-der-70er-jahre-aus-ubersee Das Programm: Samstag, 7. November (Festsaal im Studierendenhaus) 14:30 Dark August (Martin Goldman, USA 1976, 35mm, OV) 17:00 Don’t Look in the Basement (S.F. Brownrigg, USA 1973, 35mm, OV) 20:00 The Last House on the Left (Wes Craven, USA 1972, 35mm, OV) – ungekürzte US-Kopie! 22:15 Überraschungsfilm (USA 1971, DCP, OV) Sonntag, 8. November (Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum) 12:30 Let’s Scare Jessica to Death (John D. Hancock, USA 1971, 35mm, OmschweU) Sonntag, 8. November (Festsaal im Studierendenhaus) 16:00 Death Weekend (William Fruet, Kanada 1976, 35mm, OV) 18:30 Ganja & Hess (Bill Gunn, USA 1973, DCP, OV) Samstag, 21. November (Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum) 22:30 Deathdream (Bob Clark, USA/Kanada, 1974, 35mm, OmschweU)
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  10. Ich hoffe, du behälst Recht, ronin spricht ja oben von viel Sounddesign. Ich bevorzuge ja eher durchkomponierte Avantgarde. Komme leider erst heute Abend zum Anhören...
  11. Hui. Das Jahr mausert sich doch noch. Erst ein neuer Goldenthal, jetzt ein neuer Horror-Young...
  12. Silvestri trübt erst Ende der 00er Jahre ein, gegen seine Früh-2000er-Arbeiten habe ich nicht viel einzuwenden.
  13. Ich mochte die Motivarbeit und das strukturelle Konzept der Musik sehr gerne, das stimmt. Stilistisch und ästhetisch ist LOGAN allerdings schon sehr dem Sounddesign-Zeitgeschmack verpflichtet, und auch nicht unbedingt das, was ich von Beltrami am liebsten höre. (Ist ungefähr so ein Fall wie Goldenthals neuer THE GLORIAS: ein Score, der sich ästhetisch maskiert, um den Anforderungen des Zeitgeists zu entsprechen... das musikalisch Feinsinnige wandert dagegen in die kleinen, strukturellen Details. ) Ich finde es eben schade, dass Beltrami dieses Feine und Kunstmusikalische kaum noch im Ästhetischen wagt. Mir geht es da auch gar nicht um "kompositorisch ausgereift", sondern um die Expressivität der Ästhetik. Sein dissonanter Kontrapunkt, die schroffen Klangfarbenkontraste im Orchestersatz... mit all diesen distinktiven Stilelementen der früheren Scores hat er einen viel direkteren dramatischen Ausdruck erreicht als heute. Es ist alles so unverbindlich und harmlos geworden bei ihm. Selbst bei LOGAN, der ja im Charakter doch sehr grimmig ist, würde ich das Minimale und Sphärische ebenfalls als Ausdruck dieser Unverbindlich- und Harmlosigkeit sehen.
  14. Sowas habe ich auch noch nicht gesehen: ein "Audiokommentar" zu einem aktuellen Score. Goldenthal hat 11 Tracks aus dem Score mit "Composer Commentary" auf YouTube veröffentlicht.
  15. In der Hölle laufen bestimmt die ganze Zeit John-Powell-Scores in Komplettfassungen. So stelle zumindest ich mir das Inferno vor.
  16. Finde es immer wieder interessant, dass gerade die eher untypischen Scores, die seinen markanten Stil nur sehr am Rande aufblitzen lassen, deine besondere Zustimmung finden. FORD V FERRARI und LOGAN waren ja auch eher Musiken, die sich sehr dem Zeitgeschmack fügen, und seinen Stil eher verstecken als deutlich auszuformulieren. Ähnliches gilt für TROUBLE WITH THE CURVE (auch einer deiner Favoriten, wenn ich mich recht erinnere). Wo stehen für dich eigentlich die Arbeiten in seinem typischeren, schroffen Stil wie MIMIC, FLIGHT OF THE PHOENIX oder KNOWING? A GOOD DAY TO DIE HARD und THE THING waren allerdings auch Gemeinschaftsprojekte, und waren in dem anspruchsvoll-modernistischen Idiom gehalten, das man von Beltrami zu diesem Zeitpunkt noch gewohnt war. Auf der anderen Seite ist UNDERWATER von Brandon Roberts co-komponiert, der in DIE HARD 5 die mitunter virtuosesten Cues geschrieben hat ("Triple Vodka Rhapsody") - und trotzdem ist UNDERWATER generisches Sounddesign. Ich glaube also nicht, dass die Stilaufweichung auf Co-Komponisten und Arbeitsteilung zurückzuführen ist, sondern tatsächlich eher auf die Projekte. Es ist einfach nichts mehr dabei, was einen Score wie I, ROBOT oder FLIGHT OF THE PHOENIX gestatten würde. GODS OF EGYPT war das letzte derartige Projekt.
  17. Sperrig? Ich höre mich zurzeit wieder ein wenig durch Beltramis Frühwerk, und bin dahingehend vielleicht etwas "verwöhnt", aber sperrig finde ich an diesem sehr zeitgemäßen Horror-Sounddesign wirklich gar nichts. Es fügt sich - wie du richtig sagst - völlig glatt und reibungslos ins Gesamtbild. Glatt und reibungslos ist auch das erste, was mir generell zur Beschreibung der Musik einfällt. Generisches großorchestrales Getöse auf der einen Seite, bei dem ich Beltramis Personalstil nur noch mit Mühe heraushöre (seine kantigen Modernismen der frühen 2000er sind einem glatten Gleichmacher-Orchestersound gewichen), und schablonenhaften emotionalen Passagen auf der anderen Seite, die kaum noch musikalische Ambitionen erkennen lassen (man denke an vergleichbare Stücke wie das "JC Theme" aus TERMINATOR 3, das noch als ausdrucksstarke Passacaglia (!) gestaltet war). Es ist echt trist, wie Beltrami immer mehr zum Dienstleister für reine Gebrauchsmusik wird, er sich und seine Stimme völlig auflöst in der Anonymität dieser Tage. Seine Musik klingt auch kaum noch nach Kino, eher nach blasser Serienmusik - SCARY STORIES TO TELL IN THE DARK war auch schon so eine herbe Enttäuschung. Wenn nicht gerade John Moore, Alex Proyas oder Tommy Lee Jones auf dem Regiestuhl sitzen, scheint er kaum noch künstlerische Energie in seine Filmarbeiten zu stecken. Leider ist bis auf Weiteres auch kein spannendes Projekt mehr für ihn in Aussicht. Kein SCREAM, Alex Proyas macht nichts mehr, John Moores THE ENGLISHMAN liegt auf Eis, und Del Toro scheint endgültig zu Desplat gewechselt zu sein. Trübe Aussichten.
  18. Mal wieder Beltrami-Wochen: MIMIC (Marco Beltrami) THE WATCHER (Marco Beltrami) FLIGHT OF THE PHOENIX (Marco Beltrami) - größtenteils die auf CD unveröffentlichten Parts, die auf seiner Homepage zu finden sind ❤️ BLADE II (Marco Beltrami) FUNERAL HOME (Jerry Fielding)
  19. Die intensivsten "Horrorpassagen" sind IMO die klanglichen Dickichte aus Col-Legno-Streichern, wuselnden Holzbläsern, Klavier und E-Gitarre in "Appellatron" - den Track habe ich schon mit 12 rauf- und runtergehört, bis ich jede Stimme auswendig kannte. Bis heute auch eins meiner absolut liebsten Goldenthal-Stücke.
  20. Schon seit längerem ein Problem bei Intrada. Die Discs von denen haben regelmäßig Kratzer (zum Glück hat es bei mir bislang noch nicht das Abspielen beeinträchtigt). Vielleicht sollten sie ihre Discs nicht mehr in Mexiko pressen lassen.
  21. Ja? Finde ich eigentlich gar nicht so sehr. Daher wundert es mich auch, dass du bei diesem - abgesehen von ein, zwei Tracks - extrem minimalen Score so begeistert reagierst. Nimm mal den ersten und letzten Score-Track, und evtl. noch "Blood on the Streets" raus. Da bleibt kaum noch was.
  22. Da hast du aber nur den ersten Track gehört, oder? Fast der gesamte Rest: schwerfällig-monotones Underscoring, das selten mal über Liegetöne und Terzen-Gewaber hinauskommt. Bisschen Beat drunter, manchmal etwas lauter ("Take the Hill", "Blood on the Streets"), mit minutenlang ausgehaltenen Akkorden. Echt schwach. Aber ich muss zugeben, mir erschließt sich eh nicht so recht, was alle an Pemberton finden. MOTHERLESS BROOKLYN war klanglich durchaus spannend, aber inhaltlich und strukturell auch sehr zäh. Hatte seit letztem Jahr nicht das Bedürfnis, den nochmal anzuwerfen.
  23. Die "Prelude no. 10" für größeres Streichensemble (bei Minute 23) ist klasse! ❤️ Hoffentlich wird der Zyklus mal veröffentlicht. Tolles Interview auch - über seinen Lehrer Jacob Druckman muss ich mal näher informieren, von dem kenne ich noch gar nichts.
  24. Das "Agitato Dolorosa" ist aber schon etwas noch beeindruckender, gerade was den Horror-Aspekt betrifft.
  25. Ob das an die editorischen Standards der spezialisierten Labels heranreicht? Sieht zumindest nicht danach aus, als ob man da intensiv mit dem verfügbaren Bandmaterial oder gar mit dem Bernstein Estate gearbeitet hätte... Hoffentlich ist es wenigstens nicht direkt von der Filmtonspur genommen...
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