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Soundtrack Board

Sebastian Schwittay

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Alle Inhalte von Sebastian Schwittay

  1. Mittlerweile sind - wohl im Zuge der Oscarnominierungen - die längeren Filmversionen der meisten Tracks aufgetaucht. Wild! Und die Harfen-Version von "Trio for Willa", die ich echt gerne auf dem Album gehabt hätte:
  2. Da ein breites Ausdrucksspektrum für mich ein ganz wichtiges Qualitätskriterium ist (Romantik, Modernismus, Fokus mal auf Klangfarbe, mal auf Rhythmus, mal auf Melodie usw.), würde ich Jerry Goldsmiths ALIEN nennen. Ist halt leider nicht in der Form realisiert worden, wie es hätte sein sollen. Scores, die nur einen Stil oder Ausdrucksmodus kennen, würde ich hingegen eher ausschließen wollen. Einen komplett spätromantischen Score wie THE SEA HAWK beträfe das genauso wie einen PLANET OF THE APES.
  3. Ich bin kein Fan von Michael Manns Filmen, aber derzeit juckt es mir in den Fingern, endlich mal seine Filmographie zu vervollständigen. Jüngst habe ich zwei Filme gesehen, die ich noch nicht kannte, und die ich - trotz der ideologischen Probleme, die ich mit seinen Weltentwürfen habe - zu seinen besseren Filmen zählen würde: THIEF (1981) "With my wife, with my kids, that's my whole life. [...] Little hoochie coo, drop of energy, wham-bam, magic sand... There's something sacred there." Robert Proskys Loblied auf die Familie präsentiert THIEFs unangenehm chauvinistischen Blick auf die Welt – und damit den Charakter sämtlicher Michael-Mann-Filme – in a nutshell. Frauen und Kinder sind dazu da, Männern Energie zu geben; sie sind Erfüllungsgehilfen männlichen Glücks und männlicher Ambition. Tuesday Welds Frauenfigur ist letztlich auch nur dazu da, James Caans Männerknast-Geschichten zuzuhören. Die Frau als Erholungsstätte, als Publikum, als Empfängerin, als Mülleimer – nie jedoch individuell gezeichnet, nie mit einem Willen ausgestattet, der der tristen Welt der Männergeschäfte etwas Eigenes entgegensetzen könnte. Trotzdem: visuell ist THIEF Manns schönster Film, und er hat – auch nicht selbstverständlich für den Regisseur – ein überzeugend stringentes Musikkonzept. Zu einem großen oder gar philosophischen Film wird THIEF dadurch natürlich nicht. MANHUNTER (1986) Bunte Sonnenuntergänge und stressige Forensik – MANHUNTERs Einfluss auf amerikanische Tatortermittlungs-Serien wie „CSI“ und „Law and Order“ ist nicht zu unterschätzen. Das Herz des Films ist sicherlich Tom Noonans Killerfigur und sein Verhältnis zur blinden Joan Allen – hier blitzt eine zärtliche Schönheit auf, wie sie in Manns Schaffen nur selten zu erleben ist. Das Vorgehen des Killers – die ermordeten Familien als Spiegel fürs eigene Ego zu missbrauchen – ist natürlich ein Mann-Motiv par excellence, aber es bleibt so abstrakt eingebettet in eine spannende und durchaus bewegende Geschichte, dass MANHUNTER wohl als die erträglichste Ausformung des Mann’schen Machismo gesehen werden kann.
  4. Danke für die tolle Gesamtdarstellung, @Osthunter! Ich finde die Musik auch sehr stark und höre immer mal wieder Auszüge daraus - komplett am Stück funktioniert es aufgrund der Länge und der extremen Dunkelheit der Musik nicht so gut. Ich muss hier unbedingt noch eine längere 45-Minuten-Suite zusammenstellen. Ich beschäftige mich seit letztem Jahr intensiver mit den Filmmusiken von Alfred Schnittke, und ich finde es faszinierend, wieviele Gemeinsamkeiten es zwischen Schnittke und Youngs Zugang bei NOSFERATU gibt. Das sehr kompakte, Baukasten-ähnliche Kompositionsprinzip, die überlappende Polyphonie, die Verwendung der Orgel... Tatsächlich hat ja auch Frank Strobel die Schnittke-Musiken dirigiert bzw. neu eingespielt.
  5. Der einzig gute Track aus dem originalen Material, das Max Richter für HAMNET geschrieben hat: eine recht schöne, wenn auch nicht sonderlich komplexe Passacaglia.
  6. Wieder ein paar aktuelle Filme: HAMNET (Chloé Zhao, GB/USA 2025) Chloé Zhaos Blick auf Kunst ist ein sehr trister, Biographie-zentrierter: große Kunstwerke lassen sich, so die implizite These ihres Films, in erster Linie über das persönliche Drama erklären, das ein Künstler durchlitten hat. Dass es sich bei dem Protagonisten um William Shakespeare handelt, wird zudem erst nach ungefähr der Hälfte des Films deutlich – eigentlich könnte HAMNET auch das Porträt eines beliebigen Bürgers der Mittelschicht des elisabethanischen Zeitalters sein. Die Frage ist, wieso Zhao dieses Konzept nicht einfach durchzieht. Indem sie Shakespeare als Figur von historischer Relevanz wählt, scheint sie ihrem eigenen Blick auf den normalen Menschen (bzw. auf die Allgemeingültigkeit menschlicher Erfahrung in dieser Epoche) bereits zu misstrauen; die Perspektive muss durch die Berühmtheit ihrer Figur „geadelt“ werden. Andererseits ist der Erkenntnisgewinn über die Figur Shakespeares innerhalb dieses Ansatzes bestenfalls küchenpsychologisch interessant. Der gute William war traurig ob des tragischen Verlauf seines Familienlebens, also schreibt er „Hamlet“. Nun denn. Die diskursive Verdummung, die ihr Film betreibt, erreicht im Finale ihren Höhepunkt, wenn Max Richters totgespieltes „On the Nature of Daylight“ großen, tiefen Einblick in Genese und geistigen Gehalt von Shakespeares Kunst vortäuschen soll. Das Stück ist herrlich, und es verärgert, für welch prätentiöse Scharlatanerei es mittlerweile missbraucht wird. Da lobe ich mir die melodramatische, unanmaßende B-Movie-Konnotation, mit der Scorsese das Werk in SHUTTER ISLAND verwurstet. (Dass Max Richters Score für den Oscar nominiert wurde, ist gelinde gesagt überraschend, so ist das wesentliche emotionale Element der Vertonung eben das prä-existente „On the Nature of Daylight“ – und kein originales Stück. Mit dieser Begründung wurden jahrzehntelang Filmmusiken für die Nominierung disqualifiziert. Nun scheint der Umstand, dass der wichtigste Moment einer Filmmusik gar nicht für den Film komponiert wurde, plötzlich keine Rolle mehr zu spielen. Kurios!) ANACONDA (Tom Gormican, USA 2025) Fast alles an Sonys Meta-Persiflage auf Luis Llosas starbesetzten B-Tierhorror ANACONDA (1997) wirkt unaufrichtig und eingehegt. Wahrscheinlich liegt das in der Natur der Sache, wenn große Konzerne teure Filme über die Underground-Verarbeitung ihrer eigenen Stoffe machen. Schön immerhin: der Quatsch mit dem Wildschwein und der Auftritt von Randy Edelmans seifigem Original-Hauptthema von 1997. EDDINGTON (Ari Aster, USA/GB/FI 2025) Als riesiger Fan von NEEDFUL THINGS – sowohl von Kings Roman als auch von Fraser C. Hestons großartiger Verfilmung – schlägt mein Herz natürlich auch für Asters EDDINGTON, bei dem der Teufel in Gestalt eines neuartigen Atemwegsvirus (oder einer undurchsichtigen Tech Company, je nach Sichtweise) in eine amerikanische Kleinstadt Einzug hält und bestehende soziale Konflikte eskalieren lässt. Wie bei King fliegen sowohl die städtischen Makro- wie auch die privaten Mikrokosmen in die Luft: Familie, das Kernthema der Aster-Filme, diesmal in breitestem Spektrum gedacht. Wahrer Aster-Horror kommt im letzten Kapitel auf, wenn Sheriff Cross die Früchte seiner Bemühungen erntet – locked-in in der Hölle häuslicher Pflege, während es die Schwiegermutter nebenan mit dem Hausbediensteten treibt. Asters Ankündigung einer Fortsetzung ist entweder ein bitterböser Scherz, oder der Teufelskerl meint es tatsächlich ernst. Ich tippe auf Letzteres. SIRĀT (Oliver Laxe, ES/F 2025) In der ersten Hälfte ein durchaus nicht reizloser Arthouse-SORCERER – bis der Film anfängt, seine empathisch eingeführten Figuren auf ziemlich niederträchtige Weise eine nach der anderen sadistisch hinzurichten. Mancher wird das wohl als „existenzialistisches Kino“ missdeuten, tatsächlich ist es nur eine gehässige Manipulation des Zuschauers, die Spaß am Sterben- und Leiden-Lassen hat, und aus der ein stumpfes, menschenfeindliches Weltbild spricht. Oliver Laxe muss ein unangenehmer Zeitgenosse sein. Ein hässlicher, schwarzer Film für hässliche, schwarze Seelen.
  7. Meiner Meinung nach die beiden ausdrucksstärksten Scores des Jahrgangs, weil sie mit sehr unterschiedlichen Stilformen arbeiten (Modernismus, Pop, Klassizismus), und dabei durchaus die sophistication einer Konzertkomposition versprühen:
  8. Gerne! Wenn irgendetwas hier in diesem Thread unverschämt ist, dann dieser respektlose, die Arbeit an unserer Umfrage geringschätzende Kommentar. Deine Verachtung gegenüber aktiven Mitgliedern, die hier etwas auf die Beine stellen wollen, zeigst du ja schon seit Jahren. Aber ich wäre schön blöd, mir hier von Leuten wie dir die Laune verderben zu lassen. Wünsche allen weiterhin viel Freude beim Entdecken und 2025 Revue-Passieren-Lassen!
  9. Ich auch, und trotzdem schaffe ich es, nebenher mal die hier geposteten Tracks laufen zu lassen. Wenn es aufhorchen lässt, hört man mehr. Wenn nicht, dann nicht. Habe ich gesagt, dass man jeden Score Note für Note studiert haben muss, um hier voten zu dürfen? Aber sich mal ein bisschen durch die Vorschläge zu klicken, dürfte für jemanden, der sich für Filmmusik interessiert, wirklich nicht zu viel verlangt sein. Sonst frage ich mich: warum bist du überhaupt in einem Filmmusik-Forum?
  10. Bitte hört euch durch die nominierten Musiken! Ihr habt fast zwei Wochen Zeit! Hier nur seine 5-6 Favoriten anzuklicken ist - zumindest in Runde 1 - nicht Sinn der Sache. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber scheinbar muss man es jedes Jahr wieder betonen.
  11. Herzlich Willkommen zu unserer Board-Abstimmung zum beliebtesten Score des Jahrgangs 2025! In den letzten zwei Wochen habt ihr ja noch Einiges nominiert - dieses Jahr sind es wieder 72 Scores, so viele wie zuletzt 2022. Wählt bitte in der ersten Runde BIS ZU 30 FAVORITEN. Die erste Runde läuft bis Samstag, 14. Februar, 23:59 Uhr. Nutzt die Zeit, um euch Scores anzuhören, die ihr noch nicht kennt, und stellt ebenfalls gerne eure Favoriten in Form von YouTube-, Spotify- oder anderen Links vor! Viel Spaß!
  12. Es wurden 72 Scores nominiert: 28 YEARS LATER, Young Fathers AIMING HIGH, Diego Baldenweg, Lionel Baldenweg, Nora Baldenweg ALIEN: EARTH, Jeff Russo AMERICANA, David Fleming THE AMERICAS, Hans Zimmer, Anže Rozman, Kara Talve ANACONDA, David Fleming ASTÉRIX & OBÉLIX: LE COMBAT DES CHEFS, Mathieu Alvado AVATAR: FIRE AND ASH, Simon Franglen BALLAD OF A SMALL PLAYER, Volker Bertelmann BALLERINA, Joel J. Richard, Tyler Bates BONE LAKE, Roque Baños & Ben Cherney BUGONIA, Jerskin Fendrix CAPTAIN AMERICA: BRAVE NEW WORLD, Laura Karpman CASTLEVANIA NOCTURNE SEASON 2, Trevor Morris, Trey Toy CHABOS, Hannah von Hübbenet CLAIR OBSCUR: EXPEDITION 33, Lorien Testard CREATION OF THE GODS II: DEMON FORCE, Gordy Haab DALLOWAY, Philippe Rombi DEADPOOL VR, Christopher Young, Gil Young DONGJI RESCUE, Atli Örvarsson DORA AND THE SEARCH FOR SOL DORADO, Kenny Wood DRACULA, Danny Elfman DIE DREI ??? UND DER KARPATENHUND, David Reichelt EDDINGTON, Bobby Krlic, Daniel Pemberton EDEN, Hans Zimmer ELIO, Rob Simonsen ESCAPE NET, Lolita Ritmanis ETERNITY, David Fleming F1, Hans Zimmer THE FANTASTIC FOUR: FIRST STEPS, Michael Giacchino FOUNTAIN OF YOUTH, Chris Benstead FRANKENSTEIN, Alexandre Desplat GHOST OF YOTEI, Toma Otowa GUNDAM: NEXT UNIVERSAL CENTURY, Evan Call HAMNET, Max Richter HEDDA, Hildur Gudnadóttir HOLLAND, Alex Somers HOLLOW KNIGHT: SILKSONG, Christopher Larkin HOME IS THE OCEAN, Diego Baldenweg, Lionel Baldenweg, Nora Baldenweg L‘HOMME QUI RÉTRÉCIT, Alexandre Desplat A HOUSE OF DYNAMITE, Volker Bertelmann HOW TO TRAIN YOUR DRAGON, John Powell INVISIBLE NATION, Wei-San Hsu IT: WELCOME TO DERRY, Benjamin Wallfisch JAY KELLY, Nicholas Britell JURASSIC WORLD: REBIRTH, Alexandre Desplat KAAMELOTT - DEUXIÈME VOLET: PARTIE 1, Alexandre Astier DAS KANU DES MANITU, Ralf Wengenmayr THE KING OF KINGS, Kim Tae-seong THE LIFE OF CHUCK, The Newton Brothers LITTLE SIBERIA, Panu Aaltio THE LONG WALK, Jeremiah Fraites MISSION: IMPOSSIBLE - THE FINAL RECKONING, Max Aruj, Alfie Godfrey NUREMBERG, Brian Tyler ONE BATTLE AFTER ANOTHER, Jonny Greenwood THE OVAL PORTRAIT, Andrew Morgan Smith PLAY DIRTY, Alan Silvestri RED SONJA, Sonya Belousova, Giona Ostinelli RUMPELSTILTSKIN, Simone Cilio THE SHROUDS, Howard Shore SINNERS, Ludwig Göransson SIRĀT, Kangding Ray STRANGER THINGS (Season 5), Kyle Dixon, Michael Stein SUPERMAN, John Murphy, David Fleming SWORD OF THE SEA, Austin Wintory THUNDERBOLTS*, Son Lux TRON: ARES, Nine Inch Nails WAKE UP DEAD MAN, Nathan Johnson WASHINGTON BLACK, Cameron Moody WEAPONS, Ryan Holladay, Hays Holladay, Zach Cregger WICKED: FOR GOOD, John Powell, Stephen Schwartz ZOOTOPIA 2, Michael Giacchino -------------------------------------------------------------------- Die Nominierungsphase ist beendet.
  13. Contis FOR YOUR EYES ONLY wäre wohl mein ungeschlagener Favorit, was diesen Stil betrifft.
  14. Bitte hier noch einen Link zur Promo setzen, sonst kann ich das nicht berücksichtigen. Lief bereits Ende 2024 regulär in den USA im Kino, und das digitale Album wurde auch bereits am 6. Dezember 2024 veröffentlicht.
  15. Bisher wurden 68 Scores nominiert: 28 YEARS LATER, Young Fathers AIMING HIGH, Diego Baldenweg, Lionel Baldenweg, Nora Baldenweg ALIEN: EARTH, Jeff Russo AMERICANA, David Fleming THE AMERICAS, Hans Zimmer, Anže Rozman, Kara Talve ANACONDA, David Fleming ASTÉRIX & OBÉLIX: LE COMBAT DES CHEFS, Mathieu Alvado AVATAR: FIRE AND ASH, Simon Franglen BALLAD OF A SMALL PLAYER, Volker Bertelmann BALLERINA, Joel J. Richard, Tyler Bates BONE LAKE, Roque Baños & Ben Cherney BUGONIA, Jerskin Fendrix CAPTAIN AMERICA: BRAVE NEW WORLD, Laura Karpman CASTLEVANIA NOCTURNE SEASON 2, Trevor Morris, Trey Toy CHABOS, Hannah von Hübbenet CLAIR OBSCUR: EXPEDITION 33, Lorien Testard CREATION OF THE GODS II: DEMON FORCE, Gordy Haab DALLOWAY, Philippe Rombi DEADPOOL VR, Christopher Young, Gil Young DONGJI RESCUE, Atli Örvarsson DORA AND THE SEARCH FOR SOL DORADO, Kenny Wood DRACULA, Danny Elfman DIE DREI ??? UND DER KARPATENHUND, David Reichelt EDDINGTON, Bobby Krlic, Daniel Pemberton ELIO, Rob Simonsen ESCAPE NET, Lolita Ritmanis ETERNITY, David Fleming F1, Hans Zimmer THE FANTASTIC FOUR: FIRST STEPS, Michael Giacchino FOUNTAIN OF YOUTH, Chris Benstead FRANKENSTEIN, Alexandre Desplat GHOST OF YOTEI, Toma Otowa GUNDAM: NEXT UNIVERSAL CENTURY, Evan Call HAMNET, Max Richter HEDDA, Hildur Gudnadóttir HOLLAND, Alex Somers HOLLOW KNIGHT: SILKSONG, Christopher Larkin HOME IS THE OCEAN, Diego Baldenweg, Lionel Baldenweg, Nora Baldenweg L‘HOMME QUI RÉTRÉCIT, Alexandre Desplat A HOUSE OF DYNAMITE, Volker Bertelmann HOW TO TRAIN YOUR DRAGON, John Powell INVISIBLE NATION, Wei-San Hsu IT: WELCOME TO DERRY, Benjamin Wallfisch JAY KELLY, Nicholas Britell JURASSIC WORLD: REBIRTH, Alexandre Desplat KAAMELOTT - DEUXIÈME VOLET: PARTIE 1, Alexandre Astier DAS KANU DES MANITU, Ralf Wengenmayr THE KING OF KINGS, Kim Tae-seong THE LIFE OF CHUCK, The Newton Brothers LITTLE SIBERIA, Panu Aaltio THE LONG WALK, Jeremiah Fraites MISSION: IMPOSSIBLE - THE FINAL RECKONING, Max Aruj, Alfie Godfrey NUREMBERG, Brian Tyler ONE BATTLE AFTER ANOTHER, Jonny Greenwood THE OVAL PORTRAIT, Andrew Morgan Smith PLAY DIRTY, Alan Silvestri RUMPELSTILTSKIN, Simone Cilio THE SHROUDS, Howard Shore SINNERS, Ludwig Göransson SIRĀT, Kangding Ray STRANGER THINGS (Season 5), Kyle Dixon, Michael Stein SUPERMAN, John Murphy, David Fleming SWORD OF THE SEA, Austin Wintory THUNDERBOLTS*, Son Lux TRON: ARES, Nine Inch Nails WAKE UP DEAD MAN, Nathan Johnson WEAPONS, Ryan Holladay, Hays Holladay, Zach Cregger WICKED: FOR GOOD, John Powell, Stephen Schwartz -------------------------------------------------------------------- Die Nominierungsphase endet am 31. Januar 2026. Bitte immer folgendermaßen nominieren: FILMTITEL, Komponist Also Filmtitel in Großbuchstaben, dann ein Komma und dann den Namen des Komponisten in normaler Schrift.
  16. Interessant, danke! In LE BOSSU klingt es ähnlich Source-Music-artig wie in LANCELOT DU LAC, aber die Verarbeitung in LE CHOC ist schon verblüffend! Für diese mittelalterlichen Idiome hatte er offenbar auch eine Vorliebe, LE JUGE FAYARD ist ja ähnlich konzipiert, auch wenn ich das Thema dort wesentlich prägnanter finde in seiner Beweglichkeit und Dynamik.
  17. Sehe ich nicht so. 2025 war wieder ein starker Jahrgang; mit ONE BATTLE AFTER ANOTHER, BUGONIA, JURASSIC WORLD: REBIRTH, DRACULA und FRANKENSTEIN hatten wir einige große Highlights zu verzeichnen.
  18. Ich nominiere mal noch: EDDINGTON, Bobby Krlic, Daniel Pemberton
  19. Ob wir dieses Jahr noch weniger Scores nominiert bekommen als 2024 und 2023? 2024 hatten wir 54 nominierte Scores, 2023 nur 51. Für 2025 stehen wir derzeit bei 42 Scores.
  20. Danke mal wieder für das Aufzeigen der thematischen Querverweise - LE BOSSU habe ich noch nicht gehört, steht aber weit oben auf meiner Liste. Und da wir gerade bei LE BOSSU sind: Wo gibt es denn in LANCELOT DU LAC ein "Thema", noch dazu ein elegisches Schlussthema? Ich habe den Film vor kurzem im DFF in Frankfurt von 35mm gesehen, und es gibt genau ein (!) Stück für Snare Drums, Dudelsack und Flöte, das sowohl zu Beginn des Films als auch - ganz leicht variiert im Tempo und mit Flöte statt Dudelsack - am Ende eingesetzt wird, siehe YouTube-Link. Das rhythmische Spiel des Dudelsacks bzw. der Flöte würde ich kaum als klassisches Thema bezeichnen, eigentlich hat das Stück sogar eher Source-Music-Charakter. Gibt es hier wieder Musik, die nicht im Film verwendet wurde? Kann mir kaum vorstellen, dass Sarde für jemanden wie Bresson eine besonders große Auswahl an Stücken geschrieben hat.
  21. LA TENTATION D'ISABELLE (Eifersuchtsdrama von Jacques Doillon, 1985) Sardes Komposition für Violine, Kontrabass und Streichquintett kenne ich leider nur in der dreisätzigen 8-Minuten-Suite, die auch auf Spotify zu finden ist. 1985 gab es auch eine LP, auf der über 30 Minuten Musik enthalten sind. Auch in der Kurzfassung eine unglaublich ausdrucksstarke Musik, in der Solo-Violine und Solo-Kontrabass das Streichquintett quasi "einrahmen". Das geschieht auf kompositorisch äußerst elaborierte Art, etwa im "Mouvement 2", wo das Streichquintett einen Satz im pizzicato spielt, während sich darüber und darunter die beiden Einzelstimmen (arco) entwickeln. Wahnsinnig beeindruckend auch der rhythmisch-bohrende dritte Satz, wo die Melodie der Solo-Violine auf ihrem Höhepunkt immer wieder atonal vom Kontrabass konterkariert wird (siehe Video unten bei 0:59 oder 1:26). Ein Moment, der mich jedes Mal aufs Neue völlig wegbläst! Den Film muss ich unbedingt mal sehen - wo bitte kommt dieser dritte Satz in einem solchen Film vor? Eventuell gar nicht, @Stefan Schlegel?
  22. Zusätzlich zu den von dir genannten Fieldings natürlich auch noch: - THE OUTLAW JOSEY WALES Wird halt leider nie passieren. Ein von Universal Pictures in Italien produzierter, mit Ausnahme der Hauptdarsteller fast komplett mit europäischen Darstellern besetzter Liebesfilm, der in Rom spielt. Nicht mehr als eine nette kleine Rarität, aber die Musik ist schön.
  23. Der Partitur nach zu urteilen gibt es bei JFK kaum mehr Material als das, was es bereits auf der Elektra-CD gibt. Und das ist schon mehr, als im Film zu hören ist. Bei SPHERE schließe ich mich natürlich an. Eins der Meisterwerke der 90er-Jahre-Filmmusik, bei dem wirklich jede Minute überzeugt. Die kursierende Komplettversion des Scores ist eine Wucht.
  24. Ein Haufen 90er-Shore, bei dem sich leider überhaupt nichts tut... Einige davon sind wirklich herausragend. - SINGLE WHITE FEMALE (1992) - GUILTY AS SIN (1993) - STRIPTEASE (1996) - GLORIA (1999) u.a. Wahrscheinlich hat Shore selbst den Finger drauf und gestattet anderen Labels nur in Ausnahmen Veröffentlichungen seiner Musik (siehe jüngst SLIVER).
  25. COURS PRIVÉ (Lehrerdrama von Pierre Granier-Deferre, 1986) Diese kurze Musik zu einem Erpressungsdrama im Lehrermilieu hat mich sehr begeistert. Obwohl die Musik, wie Stefan hier schreibt, thematisch auf Sardes PREMIERS DÉSIRS von 1983 basiert, fasziniert mich hier die Instrumentation, genauer gesagt der Einsatz der E-Gitarre, ungemein. So eine klangsinnliche Kombination des Instruments mit einer kammermusikalischen Besetzung kenne ich sonst nur aus den "End Credits" von Goldsmiths FIERCE CREATURES. Gibt es die E-Gitarre denn auch in PREMIERS DÉSIRS? Eher nicht, oder? Anspieltipp: "Labo Photo"
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