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Geschrieben
vor 15 Minuten schrieb Mistermaffay:

Traditionelle Rollen, die ganz klar weiß sind, auf einmal (ohne Sinn und Verstand) schwarz zu besetzen. Ob es nun Arielle war oder (noch deutlich markanter) ein Snape, der in der Quelle (den Büchern) als eindeutig weiß beschrieben wird. Wieso den auf einmal schwarz besetzten?!

Arielle ist ein Fabelwesen, da sehe ich keinen Nutzen darin, die statistisch durchschnittliche Verteilungen phänotypischer Merkmale auf Basis von Herkunft auf solche Fantasyfiguren zu übertragen.

Wo wir beim Phänotyp sind: In mediterranen Gegenden und haben viele Menschen einen dunkleren Teint als Leute, die in Mitteleuropa geboren wurden und dort aufgewachsen sind. Somit wären zumindest die meisten Figuren in der Odyssee keinesfalls "ganz klar weiß" und Matt Damon und Anne Hathaway "ethnisch" falsch besetzt.

Es ist übrigens sehr interessant, sich verschiedene Darstellungen von Helena aus unterschiedlichen Jahrhunderten und Kunstepochen anzuschauen. Diane Kruger repräsentiert eben das 00er-Jahre-schlanke-Blondinen-Ideal, das eher einen nordischen Typ repräsentiert als einen mediterranen. So gesehen war TROY vom Casting auch ziemlich "daneben", aber das hat eben viele nicht gestört, weil sie es gewohnt waren, als ethnische Gruppe in Hollywoodblockbustern nicht vertreten zu sein - oder eben, weil  es normal war, überwiegend weiße Gesichter auf der Leinwand zu sehen.

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb TheRealNeo:

Sehe darin keine Idiotie in einem Fantasy-Stoff wie der Odyssee...

"Die Menschen" sind hoffentlich nur eine Minderheit und merken irgendwann, dass es eine Unterschied macht, ob man immer nur weiße Menschen abbildet oder mehr Vielfalt auf die Leinwand bringt.

Nur ist es ja offensichtlich, dass hier nach Vielfalt besetzt wurde. Wenn etwas auf Vorlagen beruht, sollte man dieser auch schon treu bleiben und sie nicht aus Repräsentationsgründen abändern, was letztlich nur bedeutet, dass nach Quote besetzt wird.

James Bond ist laut den Büchern ein Weißer. Wenn man jetzt für diese Rolle einen schwarzen oder asiatischen Schauspieler nimmt ist es doch offensichtlich, dass man ihn in erster Linie genommen hat, weil er schwarz bzw. asiatisch ist und nicht, weil er perfekt für James Bond ist.

Ich fand den neuen Snow White ja sehr unterhaltsam, aber das da Asiaten und Schwarze im mittelalterlichen Deutschland rumgerannt sind und auch deutsche Namen trugen, ist schlicht auf Quote zurückzuführen.

Man hätte Snow White auch mit einer asiatischen oder schwarzen Schauspielerin besetzen können, denn die Begründung für ihren Namen lag ja darin, dass Sie im Schneesturm geboren wurde und von daher wäre die Hautfarbe dann auch egal gewesen. Nur den Arsch hatte man dann wieder nicht in der Hose.

Ich halte nichts davon, Vorlagen wegen einer bestimmten Quote abzuändern. 

Geschrieben
vor 19 Minuten schrieb TheRealNeo:

Was würde das denn bei Bond charakterlich verändern und wie viele aus dem Publikum kennen überhaupt die Bücher?
Finde ich eher ein schwaches Argument...

Warum hat man nicht Harry Potter mit einem scharzen Schauspieler besetzt, sondern Snape? Was hätte es an Harrys Charakter geändert? Man hat es gemacht, weil man eine Quote durchdrücken wollte, aber letztlich keinen Arsch in der Hose hatte, dies konsequent durchzuziehen.

Geschrieben

Was soll denn das mit der Quote? Das man dahinter immer Kalkül sehen muss. Und selbst wenn es eine Quote ist...ohne scheint es ja nicht zu funktionieren und man bekommt nur Weißbrot auf der Leinwand zu sehen...nicht gerade repräsentativ.
Und ich glaube mit Snape hat man es sich schwerer gemacht als mit Harry. :D

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Geschrieben

Um mal zur Musik zurückzukommen.

Es gab ja in der Vergangenheit schon öfters Zugänge mit poppiger Musik zu historischen Stoffen (MARIE ANTOINETTE; A KNIGHT'S TALE), wo ich das Gefühl hatte, dass das gar nicht so kritisch betrachtet wurde. Mitunter vielleicht, weil die Filme klar historisch freier an ihre inhaltichen Themen rangingen?

Je nachdem, wie das Orchester dann wirklich gar nicht eingesetzt und wie Synths, denke ich könnte das in Richtung eines THE NORTHMAN gehen...
Oder zum Beispiel Peter Gabriel damals für THE LAST TEMPTATION OF CHRIST (kann man das "historische" natürlich auch wieder in Frage stellen. :D)hatte ja auch einen ganz anderen Ansatz als "orchestral-klassisch".
Denke nicht, dass es in die Tyler Bates 300-Richtung geht...eher dann die des Vorbilds: Goldenthals TITUS. 
 

 

Geschrieben

1997 gab es den TV Zweiteiler The Odyssey. Der Score stammte von Eduard Artemjew. Er hatte Orchester und Synths eingesetzt. Ob Budget bedingt oder aus künstlerischen Gründen weiß ich nicht. Das hat durchaus funktioniert. Hier kann man sich den Score anhören.

 

Geschrieben

Da ich meine Seele schützen möchte, erwähne ich die Kritikquellen nicht.

Es ist ja nicht nur die Woke-Quote (die aber der größte Batzen an Testpublikumskritik ist, auch bei anderen Filmen, aber das ist leider das neue, linksextreme Hollywood), sondern der Film soll viel zu düster und extrem depressiv gezeichnet sein und viel zu moderne Texte enthalten, wo man sich voll von der theatralischen Historienepos-Sprache (die man hier aber perfekt hätte inszenieren können) verabschiedet haben soll.

Angeblich ist der Film auch zu 90% Drama und Fantasy kommt kaum vor (obwohl er als Fantasy-Opus beworben wird).

Neuinterpretationen können Chancen sein, aber die bisherigen Testzuschauer waren nicht begeistert. 

Was die angeblich billig wirkenden und historisch falschen Kostüme angehen soll: Da sind die Bibelfilme der 50er und 60er auch nicht besser. Das kann ich persönlich verkraften und sehe darüber hinweg. 

Angeblich hat Elliott Page schon für eine andere Rolle Szenen gedreht, man hat ihn aber als Elpenor umbesetzt, was der jungen und nicht allzu tapferen Figur dann doch näher kommt.

Naja, entweder wir der Film der größte Blockbuster aller Zeiten, oder bleibt weit hinter Oppenheimer zurück.

 

  • Like 1
Geschrieben

Der Name Christopher Nolan zieht ja durchaus, wie man an Oppenheimer gesehen hat. Von daher werden denke ich zumindest am Anfang die Leute ins Kino rennen, alleine weil es einen neuen Christopher Nolan Film gibt. 

Geschrieben

"linksextreme Hollywood" 😄 ... einmal linksextrem nachschlagen bitte. Aber Deutschland soll ja auch mehr Probleme von links als von rechts haben...Quatsch!

Die Bewerbung als Fantasy-Opus muss mir bisher entgangen sein.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb TheRealNeo:

Was soll denn das mit der Quote? Das man dahinter immer Kalkül sehen muss. Und selbst wenn es eine Quote ist...ohne scheint es ja nicht zu funktionieren und man bekommt nur Weißbrot auf der Leinwand zu sehen...nicht gerade repräsentativ.
Und ich glaube mit Snape hat man es sich schwerer gemacht als mit Harry. :D

Mmmh... "Professor Snape. Meister der dunklen Künste!" Leute anders zu besetzen, als sie in Büchern beschrieben werden oder in früheren Filmen dargestellt wurden, geht mir grundsätzlich gegen den Strich. Solche Filme meide ich immer. Es würde mich auch mächtig ärgern, wenn man Axel Foley oder Benjamin Sisko zu einem Weißen oder Asiaten ändern würde.

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb TheRealNeo:

Aber Deutschland soll ja auch mehr Probleme von links als von rechts haben...Quatsch!

Oha. Dann schlage ich vor, dass du lieber nichts über die Drahtzieher des Berliner Stromausfalls und die Attentate auf die deutsche Bahn recherchierst... 

Ach so, die Taten werden eh rechts zugeordnet, da man sicherlich ein spezielles Kreuz-Symbol irgendwo entdeckt hat...

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb magnum-p.i.:

Es würde mich auch mächtig ärgern, wenn man Axel Foley oder Benjamin Sisko zu einem Weißen oder Asiaten ändern würde.

Wobei es ja da keine historische Buchvorlage gibt. Damit hätte ich kein Problem. 

Mich ärgert nichts mehr. Die Wahrheit wird mittlerweile zur Lüge verdreht und anders herum. Das aktuelle "demokratische" Hollywood hat mich als zahlenden Zuschauer wie viele andere verloren. Daher schaue ich mit Genuß die Filme und Serien der 50er bis 90er. Damals hatte Seven of Nine noch nicht die Kollegin geküsst, die zuvor in Picard verknallt war...

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb magnum-p.i.:

Mmmh... "Professor Snape. Meister der dunklen Künste!" Leute anders zu besetzen, als sie in Büchern beschrieben werden oder in früheren Filmen dargestellt wurden, geht mir grundsätzlich gegen den Strich. Solche Filme meide ich immer. Es würde mich auch mächtig ärgern, wenn man Axel Foley oder Benjamin Sisko zu einem Weißen oder Asiaten ändern würde.

Ein Reboot von Indiana Jones könnte dahingehend spanned werden.

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb Stese:

Wobei es ja da keine historische Buchvorlage gibt. Damit hätte ich kein Problem. 

Mich ärgert nichts mehr. Die Wahrheit wird mittlerweile zur Lüge verdreht und anders herum. Das aktuelle "demokratische" Hollywood hat mich als zahlenden Zuschauer wie viele andere verloren. Daher schaue ich mit Genuß die Filme und Serien der 50er bis 90er. Damals hatte Seven of Nine noch nicht die Kollegin geküsst, die zuvor in Picard verknallt war...

Zulu hat man in der neuen Trilogie ja auch der Lebensweise des Darstellers aus der Original Serie angepasst, denn ich wüsste nicht, dass Zulu schon immer homosexuell war. Kann mich aber natürlich auch irren.

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb Lars Potreck:

Ein Reboot von Indiana Jones könnte dahingehend spanned werden.

Ich bin gespannter auf das Reboot von James Bond. 

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Lars Potreck:

Sulu hat man in der neuen Trilogie ja auch der Lebensweise des Darstellers aus der Original Serie angepasst...

Das ist ja genau die Frage: Trägt das zur Charakterentwicklung im Verlauf des Filmes bei? Könnten die Drehbuchautoren nicht mal auf die Idee kommen, den Humor der Filme zu steigern wie damals? Theoretisch könnte Sulu von Chekov eine Brille geschenkt bekommen (siehe STAR TREK III)... Dann hätte man mal eine andere Lobbyarbeit getätigt, als immer nur die selben NGOs unterstützt. Sowas könnte man dann als echte "Differenzierung" und "Vielfalt" benennen und wahrnehmen.

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb Stese:

Das ist ja genau die Frage: Trägt das zur Charakterentwicklung im Verlauf des Filmes bei? Könnten die Drehbuchautoren nicht mal auf die Idee kommen, den Humor der Filme zu steigern wie damals? Theoretisch könnte Sulu von Chekov eine Brille geschenkt bekommen (siehe STAR TREK III)... Dann hätte man mal eine andere Lobbyarbeit getätigt, als immer nur die selben NGOs unterstützt. Sowas könnte man dann als echte "Differenzierung" und "Vielfalt" benennen und wahrnehmen.

Überhaupt nicht. Es wird in 5 Sekunden beiläufig abgehakt.

Geschrieben
vor 49 Minuten schrieb Lars Potreck:

Ein Reboot von Indiana Jones könnte dahingehend spanned werden.

Können sie gerne machen, aber einen neuen Indy, egal mit welchem Schauspieler, schaue ich mir nicht mehr an. Die Marke ist einfach zu sehr mit Ford verknüpft, als daß ich da irgendjemand neuen akzeptieren würde.

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