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Soundtrack Board

Sebastian Schwittay

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  1. Möchte ich teilweise revidieren: auf dem Album gefällt er mir deutlich besser als im Film - differenzierter und facettenreicher, im Film bleiben irgendwie nur die dauernden Wiederholungen von "Ron's Theme" hängen... Abgesehen davon erinnert mich die Bläser- und Klavier-dominierte Schwermut Blanchards immer ein wenig an den schwarzhumorigen Sound Carter Burwells. Gerade bei BLACKKKLANSMAN wäre es wohl ziemlich aufs Gleiche hinausgekommen, wenn Burwell den vertont hätte. Was meint ihr?
  2. @sami, warst du nicht recht angetan von Daniel Harts THE OLD MAN & THE GUN? Ich nominiere dann mal noch: BLACKKKLANSMAN, Terence Blanchard ... den ich zwar nicht übermäßig interessant finde, aber immerhin haben wir dann alle Oscarnominierungen zusammen.
  3. Nur weil die Filmhandlung motivische Rückschlüsse zulässt? In der Musik selbst ist ja wirklich gar nichts Wagner-artiges zu hören. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass du allein mit dem Zimmer-Wagner-Vergleich auch nur annähernd 30 Seiten zusammenbekommst. Ich würde dir eher empfehlen, die Einflüsse Wagners in der modernen Filmmusik am Beispiel mehrerer Filmmusiken und Filmkomponisten aufzuspüren. Empfehlen kann ich diesbezüglich das Werk Elliot Goldenthals, dessen BATMAN-Filmmusiken nahezu vollgestopft sind mit Wagner-Verweisen und stilistischen Bezügen. In seinen Adagio-Sätzen (etwa in TITUS oder FINAL FANTASY) wirst du auch fündig werden. Direkte Zitate gibt es da zwar auch nicht, aber es geht dir ja generell eher um das stilistische Erbe, nehme ich an...
  4. Direkte Zitate sind mir auch nie aufgefallen, bis eben auf die (von dir erwähnte) sehr charakteristische Chromatik in INTERSTELLAR - siehe Track über mir. Das könnte man aber auch als allgemeines spätromantisches Stilmittel sehen. Bei INCEPTION erinnere ich mich an gar nichts dergleichen.
  5. Zumal man hier auch gar nicht groß interpretieren, sondern einfach nur aufmerksam den Konflikten der Figuren folgen muss...
  6. Und Giacchino ist bislang noch gar nicht dabei... Naja, mir soll's recht sein. Dann schiebe ich noch hinterher: OPERATION FINALE, Alexandre Desplat (Gibt zumindest drei, vier tolle Tracks her.)
  7. Kommenden Donnerstag ist hier Schluss. Was mir auffällt: niemand hat bisher die Desplat-Scores außer ISLE OF DOGS nominiert. Und auch die Jóhannsson-Scores neben MANDY sind noch nicht dabei. Mochtest du nicht THE MERCY sehr gerne, @horner1980?
  8. Anmaßend warst eigentlich du. Dein obiger Beitrag ist in einem Ton verfasst, der impliziert, dass es völlig hirnrissig sei, BRIDESMAIDS so (positiv) zu interpretieren, wie ich es getan habe. Wenn du den Film so oberflächlich und verkürzt wahrnehmen willst, ist das deine Sache. Aber wettere nicht gegen andere, die sich über Filme mehr Gedanken machen wollen als du.
  9. Für wieviel wird die denn mittlerweile gehandelt?
  10. In Sachen Holzbläser-fokussierter Filmmusik? Die Musik zu Peter Stricklands THE DUKE OF BURGUNDY ist noch ein schönes, aktuelleres Beispiel:
  11. Es spricht der Connaisseur (der sich, wohlgemerkt, 17 mal hintereinander den gleichen Multiplex-Kintopp für's gemeine Volk reinzieht...). Erweitere mal deine Rezeptionsgewohnheiten ein wenig. Oder verzichte alternativ darauf, deinen eingeschränkten Blick zu verabsolutieren.
  12. Echt, auch bei Technicolor? Hatte mit 70mm noch nicht viel zu tun, was Projektion und Reparatur anbelangt, nur mit 35mm. Kann aber auch mit dem Material zusammenhängen - Kodak ist z.B. sehr farbbeständig, Agfa dagegen gar nicht.
  13. In der Tat. Klasse, Stephan! Der Film ist auch eine echte Perle.
  14. Ja, ist tatsächlich ein Repack der Amaray, zumindest laut OFDb: https://ssl.ofdb.de/view.php?page=fassung&fid=1065&vid=402645 Also, wer die alte grüne Billo-Amaray für Versandkosten loswerden möchte, möge sich bei mir melden.
  15. Achso, ist das die gleiche BD wie die Amaray-VÖ mit dem grünen Cover? Gut, das Mediabook sieht in der Tat schick aus, das würde ich auch behalten. Ich bestell sie dann halt mal für sechs Euro auf Amazon. Möchte schon das Bewegtbild vergleichen.
  16. Aber warum sich immer nur auf das Offensichtliche konzentrieren? Letztendlich ist das ja alles nur selten reiner Selbstzweck, zumindest bei BRIDESMAIDS schien mir die Szene schon Ausdruck des zentralen Themas des Films zu sein. Habe mal kurz meine Einschätzung von damals rausgekramt:
  17. Wieviel willste denn haben? Ich wollte da jetzt ehrlich gesagt nicht nochmal zehn Euro hinlegen, nur für den Vergleich. Also, für den Fall, dass du oder jemand anders sie eh abgeben würde... Versand würde ich aber übernehmen.
  18. Ja, wie gesagt, ein Vergleich würde mich da mal reizen. Habe mir kürzlich schon die neue Bluray zugelegt, jetzt brauche ich noch die alte...
  19. Technicolor ist farbstabil, da gibt es eigentlich keine Rotstiche. Ansonsten: klar, Zersetzungserscheinungen habe ich jetzt ausgeklammert. Ich bin von einer Kopie in gutem Zustand ausgegangen. Die Farben sollen ja eigentlich kräftig sein. Und das Rauschen bzw. stärkere Filmkorn gerade in dunkleren Bereichen ist ja auch normal. Ebenso das besonders tiefe Schwarz, in dem Bildinformationen zwangsläufig verloren gehen - aber eben auch verloren gehen müssen, weil es sonst einfach beschissen aussieht (furchtbar, wenn die Leute von den Labels meinen, sie müssten dunkle Bereiche aufhellen, weil Bildinformationen verloren gehen - das ist gewollt, und wenn man das aufhellt, wird das Schwarz zu einem furchtbar hässlichen, digitalen Hellgrau, das überhaupt nicht mehr nach analogem Film aussieht). Mich interessiert in der Hinsicht nun echt mal der Unterschied zwischen der alten FOG-Bluray von 2008 und der neuen 4K-Restaurierung, die unlängst veröffentlicht wurde. Ich kenne beide noch nicht, kenne den Film nur aus DVD-Zeiten - habe aber so meinen Verdacht, welche Bluray davon tatsächlich schlechter aussieht...
  20. Du meinst dann auch sowas wie Feigs eigenen BRIDESMAIDS? Der hat mich damals ja auch völlig weggepustet - ein kleines Meisterwerk!
  21. Wie kann man denn nach Jahren der Beschäftigung immer noch an solche Ammenmärchen glauben? Die Entscheidung nimmt keine allwissende Entität vor, sondern viele Abstimmende, die das schlussendliche Ergebnis vor Bekanntgabe am Oscar-Abend nicht kennen. Somit können auch keine "Trostpreise" vergeben werden. Was die Scores betrifft: ISLE OF DOGS ist viel zu schroff, karg und unmelodisch - von allen Nominierten der unwahrscheinlichste Sieger, ein absoluter Außenseiter. Auch Britell ist etwas zu unscheinbar für den Oscar, außerdem hat der Film nicht genug Buzz. Wird also entweder Shaiman (wenn die Leute emotional abstimmen), oder Blanchard/Göransson (wenn mit politisch-aktivistischem Bewusstsein gevotet wird).
  22. Das lief alles mehr oder weniger parallel ab. Naiv, das anzunehmen. Die STAR WARS-Filme werden in der Essenz mittlerweile von Kathleen Kennedy und ihrem engsten Kreis konzipiert - Abrams gehört zu diesem Kreis, aber halt auch nur, weil er mit Kennedy und Co. konform geht. Was passiert, wenn Regisseure in diesem System eigene Ideen haben, konnte man bei SOLO sehen, wo die Regisseure gefeuert wurden. Umso verwunderlicher ja auch die Existenz von THE LAST JEDI. Den hat nicht Johnson "durchgeboxt", sondern es war wohl (Produzenten-)Konsens, diesen doch erfrischend seltsamen Film zu machen. War aber vielleicht auch die Strategie: der erste Film ein Crowd-Pleaser, um die Fans zu binden, dann einen kontroversen Mittelteil, der alle aufschreien lässt (aber gesehen haben ihn natürlich trotzdem alle, weil der erste so beliebt war), und am Ende die Aussicht auf "Versöhnung" durch Abrams' Rückkehr. So oder so: die kreative Kontrolle haben bei diesen Filmen die Leute in den Chefetagen.
  23. Alles klar, dann nehmen wir ihn für 2019 mit rein.
  24. Unter denen, die Danny Elfmans und Steve Barteks PSYCHO-Neueinspielung für das 1998er-Remake kennen, schien mir immer ein relativer Konsens zu herrschen, dass es sich hier um die beste Interpretation der Musik handelt. Oder hatte ich da einen falschen Eindruck? Ansonsten fällt mir auf die Schnelle auch kein weiteres Beispiel ein.
  25. Singer war/ist in einen Fall sexuellen Missbrauchs verwickelt bzw. ist Beschuldigter - logischerweise wird sein Name im aktuellen politischen Klima dann nicht mehr erwähnt. Es gibt nicht nur Autorenkino. Viele der großen Studioproduktionen, insbesondere die großen Marvel-Projekte, sind in erster Linie Produzentenkino, bei dem der Regisseur nach Maßgaben des Studios den Film realisiert, aber keine oder nur sehr wenig künstlerische Kontrolle hat. Wieso sollte man also z.B. BLACK PANTHER für die beste Regie nominieren?
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