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Dunge_Onmaster

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Leistungen von Dunge_Onmaster

Alter Forumshase

Alter Forumshase (4/4)

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  1. Kann ich bestätigen. Kann man auch im Spektrogramm sehen, wenn man die 1992er- mit der 2026-Version vergleicht (oben jeweils die Waveform-Ansicht, unten das Spektrum bis 19.000 Hz). Das alte Mastering klingt definitiv wärmer, da die Höhen weniger präsent gemixt sind. Es fällt auch auf, dass modernes Mastering oft eine stärkere Dynamikkompression aufweist; d. h. der Abstand von sehr lauten zu sehr leisen Passagen verringert ist. Kann man auch in den beiden Beispielen deutlich erkennen. Das kommt mir ehrlich gesagt aber sehr entgegen, da ich Musik meist zum Sport, Arbeiten, Fahrrad- und Autofahren höre. Das ist natürlich nur bis zum einen Gewissen Maß akzeptabel. Es darf nicht dazu führen, dass man überhaupt keine Dynamikunterschiede mehr hat. Das gegenteilige Extrem nervt mich aber ehrlich gesagt noch mehr: riesige Sprünge zwischen Laut und Leise. Das ist leider sehr üblich bei Aufnahmen klassischer Musik und bei Varèse-CDs aus den 80ern und 90ern. Vieles habe ich für meine Playlisten deshalb selbst editiert, um diese Lautstärkenunterschiede anzugleichen. Extremes Beispiel: das Neueinspielungsalbum „The Alien Trilogy“ von 96. Über weite Strecken ist dieses Album einfach viel zu leise geregelt. Wie mit so ziemlich allen anderen Dingen auch kommt es auf ein gesunden Mittelmaß an. A Meal and a Bath, 1992er-Version: Und die Variante von 2026:
  2. Na toll... ein weiteres Franchise, das durch seelenlos-generisches Ethno-Gedudel und trailerhafte Stampfostinati versaut wird. Aber soll mir wurscht sein. Hätte es mir eh niemals angesehen. Schade nur um Williams' musikalisches Erbe.
  3. Als großer Holdridge-Fan würde ich das sofort kaufen, wenn es ausschließlich als digitale Version angeboten werden würde. Keine Lust auf die völlig überzogenen Portokosten und den eventuellen Stress und die Zusatzkosten bezüglich Zoll. Ich bin endgültig raus aus dem CD-Game. Entweder rein digital oder gar nicht. Letztlich hör ich Musik abgesehen vom Auto eh nicht mehr über physische Medien. Meine gesamte Sammlung ist seit Jahren digital.
  4. Danke für die Info. Das war mir tatsächlich gar nicht bewusst... Also als Hommage würde ich das wirklich nicht mehr bezeichnen. Harmonik und Melodie sind praktisch ein zu eins übernommen. Lediglich Instrumentierung und musikalischer Gestus (Tempo, Dynamik etc.) sind angepasst. Wie wenig Wengenmayr 2001 selbst an musikalischen Ideen dazu beigesteuert hat, merkt man an der gesichtslosen, fast schon wie eine Kontrapunkt-Stimme wirkenden Tonfolge seines sog. Abahachi-Themas des 2025er-Sequels, bei dem er Siegels Melodie offensichtlich nicht mehr verwenden durfte. Ich war und bin einer großer Fan des Themas zum ersten Teil und mir war bis heute nicht bewusst, dass die Melodie von einem ganz anderen Komponisten stammte. Den Rechtsstreit finde ich absolut nachvollziehbar.
  5. Als Hintergrundmusik sehr beruhigend find ich auch die Ambient-Tracks zu Lands of Lore 2 und 3 von David Arkenstone und Frank Klepacki:
  6. Komplett mit analogen Synthies erstellter Ambientscore aus den 80ern: Nightflyers (1987) von dem leider viel zu früh verstorbenen Doug Timm. Zwar „nur“ Game-Musik, aber mein absolute Favorit, wenn es um unheimliche, sphährenhafte Ambientstimmung geht, ist seit gut 20 Jahren Robyn Millers genialer Score zum Myst-Nachfolger Riven (1997). Die perfekte Hintergrundmusik für Gruselromane.
  7. Stimmt, sind beide aus W-Uppervalley und ich schätze mal, die Dreh-Location sollte dir durchaus bekannt vorkommen... Sehr spannende Sache mit den Parallelen, auch historisch: Zusammen mit Oktavparallelen seit der Renaissance in der westlichen Musik absolut verpönt und galten als satztechnischer Kompositionsfehler, wenn sie denn mal mutmaßlich aus Versehen auftraten. Das „immer“ würde ich allerdings so nicht unterstreichen. Fast alle Gittarenriffs im Hardrock- und Metal-Genre bauen seit den späten 60ern auf Powerchords auf und das sind nichts anderes als Quint- oder Quartparallelen (Letzteres = sog. reversed powerchord). => Im Bereich Filmmusik kommen Parallelen immer wieder zum Einsatz, wenn der Satz maximal energisch bis brutal rüberkommen soll. Auf Anhieb fällt mir jetzt Dennis McCarthys Ouvertüre zu Star Trek: Generations ein. Da schiebt er direkt zu Beginn im Blech nebeneinander liegende Dur-Akkorde stufenweise hin und her ohne dass es auch nur ansatzweise mittelalterlich klänge. => Aber freut mich, dass euch meine kleine Klavier-Fantasie gefällt! PS: Ich habe auch eine Klavier-App auf dem Handy... 🙈
  8. Hallo zusammen, habe die Herbsttage genutzt, um ein altes Stück aufzupolieren, das ich vor knapp 15 Jahren geschrieben habe. Inspirationsquelle war Schloss Burg an der Wupper, eine mittelalterliche Burganlage aus dem 12. Jahrhundert in der Nähe von Solingen (NRW). Natürlich ist ein mittelalterliches Klavierstück strenggenommen schon aufgrund des Instruments ein Widerspruch in sich. Trotzdem habe ich versucht, heutzutage als typisch mittelalterlich wahrgenommene Stilismen einzubauen: Quint- und Quartparallelen, Verwendung Kirchentonarten (v. a. Phrygisch) 6/8-Takt, punktierte Ryhthmik, konstanter Puls aus Vierteln und Achteln, stufenweise fortschreitende, grundtonlastige Harmonik etc... Nur Weniges davon ist aus musikhistorischer Sicht tatsächlich authentisch, aber das war auch nicht mein Anspruch. Die Wirkung stand im Vordergrund. Würde mich interessieren, was ihr davon haltet. LG Dustin
  9. Interessanter Punkt bezüglich der Zeitlosigkeit! Ich war am Sonntag übrigens in Wuppertal in einer konzertanten Rheingold-Aufführung und dabei ist mir nochmal aufgefallen, wie unglaublich modern die Orchester-Passagen (z. B. das Vorspiel, der Nibelheim-Auf- und Abstieg und am Ende der Einzug der Götter nach Walhall) auch heute noch, also über 150 Jahre später, wirken. Das klassische oder eher gesagt spätromantische Symphonie-Orchester ist ein absolut zeitloser Klangkörper! Vielleicht auch einer der Gründe, warum sich Goldsmith in den 90ern wieder verstärkt darauf verlassen hat und Synthesizer hier und da nur als zusätzliche Stimme und Klangfarbenerweiterung eingesetzt hat. Im Falle von Air Force One ist sind mir keine Synths aufgefallen. PS: Das „dass“ da oben hätte natürlich ein „das“ sein sollen. Sorry, mein innerer Monk musste das nochmal klarstellen. Es nervt an diesem Forum, dass man seine Beiträge nicht mehr nachträglich korrigieren kann, selbst wenn noch niemand im Thread geantwortet hat.
  10. Sehr fragwürdig Einschätzung, mit der du in Filmmusikkreisen äußerst isoliert dastehen dürftest (s. z. B. Diskussionen im FSM-Board)... vor allem, wenn man sich das gesichtslose Ethno-Gedudel anschaut, dass Horner innerhalb weniger Tage als Ersatz für Yared fabriziert hat. Zurück zum Thema: Goldsmiths Musik ist der von Randy Newman in der Unterstützung des Films aber weit überlegen. Ich finde auch, dass das in der Hijack-Scene am deutlichsten wird. Hier eine wirklich hervorragende Analyse anhand des Klavierauszugs:
  11. Danke für's Verschieben. 👍 Ja, absolut. In jedem Fall gut, dass es auch heutzutage noch Produzenten in Hollywood zu geben scheint, die einen eher experimentellen, avantgardistischen Ansatz wertzuschätzen wissen und eben nicht nur diesen Einheitsbrei aus schablonenhaften Non-Stop-Ostinati einerseits und strukturlosem Soundcollagen-Brei anderseits akzeptieren.
  12. Ich bleib dabei: Der mit weitem Abstand beste Score des Jahres 2024. Nicht nur Quantität und Qualität der verwendeten Themen und Motive sind beeindruckend, sondern auch deren zahlreichen Variationen und Verarbeitungen. Ich bin wirklich froh, dass wir so etwas heutzutage noch geboten bekommen. Zum Ein- und Nachlesen über die musikalische Konzeption des Projekts empfehle ich einmal mehr seinen hervorragenden Blog, der auch nicht mit Notenbeispielen geizt. https://bearmccreary.com/the-lord-of-the-rings-producing-season-two/
  13. Mit Greenwood kann ich leider gar nichts anfangen. Seine Instrumentierungen mögen sehr innovativ daher kommen und im Angesicht der nach wie vor massiv Zimmer-verseuchten Primitivisierung ist das auf jeden Fall ein großer Pluspunkt. Auf mich wirken die Kompositionen aber oft etwas prätentiös, handwerklich ungeschickt und im Film schlicht und einfach deplatziert. Eine gesunde Mischung aus archetypischem Hollywood-Scoring (Zusammenarbeit mit einem geschulten Orchestrator?) und seiner nicht von der Hand zu weisenden avantgardistischen Kreativität würde mich vielleicht überzeugen.
  14. Klingt spannend! 😮 Den Vortrag hätte ich wirklich gerne gehört. Wer sich übrigens vertiefter mit Yareds Score, dessen thematischem Unterbau (samt Notenbeispielen) sowie den auch aus zwischenmenschlicher Sicht mehr als zweifelhaften Umständen der Ablehnung beschäftigen will, dem empfehle ich diese beiden frei zugänglichen FSM-Ausgaben: https://www.filmscoremonthly.com/backissues/viewissue.cfm?issueID=104&fbclid=IwAR3YTIoy_W81Skkpc6XyyCmVaCBZez5CL8UcZS-nFBgW52SQf1FAIDVQLUU (S. 28 ff.) https://www.filmscoremonthly.com/backissues/viewissue.cfm?issueID=97&fbclid=IwAR0wMgv2ykGvBPtxvF3P-j5L5E8E5_i0AkmJyKHyno33ObbaQFO_AKRSFsI (S. 18 ff.)
  15. Äußerst fragwürdige Einschätzung. Die Musik hat natürlich eine gewisse archaische, fast schon opernhafte Größe, was angesichts des Stoffs auch mehr als angemessen erscheint. Poledouris ist mit Conan 1982 einen ähnlichen Weg gegangen und dies, wie wohl jeder von uns weiß, äußerst erfolgreich. Wie vermeintliche „Sandalenfilm-Musik“ à la Rozsa klingt Yareds Original aber nun wirklich nicht (vgl. Ben Hur, Quo Vadis etc.). Die Musik ist auch keineswegs „altbackener“ als etwa die der Star-Wars-Prequels aus derselben Zeit. Gefloppt ist die Testvorführung, weil der Film Probleme auf ganz anderer Ebene hat, die dann aber ohne aufwendige Nachdrehs nicht mehr zu ändern gewesen wären. Ein Austausch des Scores erschien den Studienverantwortlichen da als die letzte Möglichkeit, den Film ohne zeitliche Verzögerung vielleicht doch noch zu retten; zumindest finanziell. Einen Score von diesem Kaliber würde ich mir auch sehr für The Odyssey wünschen! Nur das können wir wohl vergessen, wenn man Nolans musikalische Präferenzen so betrachtet. Nur mal zum Vergleich: Der Aufmarsch der Griechen vor den Toren Trojas zu Yareds Original... ...und hier mit Horners Alternative: Kann sich jeder selbst ein Urteil zu bilden, welche Musik die Szene stärker unterstützt. Nutze ich übrigens auch gerne im Musikunterricht.
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