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Komponist NJ Whitey: Keine Lust, für umsonst zu arbeiten


ronin1975
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netter Antwortbrief vom Komponisten von CSI u.a.

 

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Quelle: http://www.digitalmusicnews.com/permalink/2013/11/06/whitey

 

es geht schon länger in LA den Bach runter, für was für Gehälter selbst jemand wie Ottman gefragt wird zu arbeiten ist manchmal kaum zu glauben...

Bearbeitet von Souchak
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Jaja, Geiz ist (un)geil. wobei es natürlich auch spannend ist, mal zu sehen, wie weit da die Spanne im aktuellen Geschäft ist - wieviel bekommt ein John Williams für einen Spielfilm-Score, wieviel ein Ramin Djawadi oder Henry Jackman, wieviel ein Max Richter?

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also in Deutscheland is gerne mal so, zumindest beim Fernsehen, dass man sagt "kriegst ja die Gema, Gehalt is nicht"...

 

Williams kriegt sicher ne Million, ebenso JNH, Zimmer, Horner... ausser die machen eben kleine Filme, wo sie auch nur kleine Scores zu aufnehmen und oder halt einfach gerne das Projekt machen...

 

was so Djawadi und Co. bekommen würd mich auch interessieren, ein Teil davon geht auch an RCP dann hab ich mal gehört...

 

ein Komponist, den ich jetzt auch persönlich kenne hat für einen netten Actionfilm (jetzt kein Sommerfilm, aber auch keine C-Ware) 40000 Dollar geboten bekommen... wenn man nun mal rechnet das is ca. 2 Monate Arbeit, 10 Prozent an den Agenten, Steuerabzüge etc... dann bleibt da so viel nicht von über... nen Orchesterscore war das selbstredend auch nicht dann.

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Das gehört kaum hierher, aber das Honorar-Modell von RCP finde ich auch hoch interessant: Kriegen da alle eine Art Festgehalt (plus entsprechendem "Bonus" bei der Veröffentlichung "eigener" Scores)? Oder ist das eher so eine Management-Sache, wo jeder Prozente an die Chefs abführt und ansonsten in-house für jede Tätigkeit (orchestrieren, dirigieren, "additional music") extra abgerechnet wird?

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Ein sehr wichtiges Thema!

 

Erstmal bin ich tief beeindruckt von Whitey! Wie oft kommt es denn bitte vor das ein Komponist/Musiker sich mal wirklich traut einem Produzenten die Stirn zu bieten! Davor habe ich Respekt. Nur SO kann es laufen damit sich was bessert. Das Problem ist das immer noch zu viele für zu wenig Geld arbeiten. Hatten das Thema jetzt auch im Studium unter Kommilitonen. Solange es noch Komponisten gibt die diese niedrigen Gehälter akzeptieren, wird sich wohl kaum etwas ändern. Und ich verstehe das! Ich würde es wahrscheinlich auch tun um Referenzen zu bekommen und Erfahrung zu sammeln. Aber heißt das deswegen gleich das man umsonst oder für sehr wenig Geld arbeiten muss? Und das alles trifft anscheinend nicht nur auf weniger populäre Komponisten zu.

 

Man müsste es machen wie die Drehbuchautoren damals. Wenn alle Komponisten sich weigern würden für solche Gehälter zu arbeiten, DANN würde sich was ändern. Aber das ist wie immer nur Wunschdenken. Es fehlt einfach das Verständniss für die Arbeit die in der Musik steckt. Dafür was dieser Job eigentlich Wert ist und wie viel er dem Film eigentlich bringt! Argumente nennt Whitey in seiner Mail ja genug.

 

Ich verweise hier noch mal auf den "Was verdienen Komponisten Thread" http://www.soundtrack-board.de/topic/6047-was-verdienen-komponisten/. Der zeigt auch noch mal wie weit auch innerhalb der Branche die Schere auseinander geht.

 
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gute Frage... dazu wird sich kaum einer äussern... ich denke mal, Bedingung ist, dass das alles mit im Studio gemacht wird, wofür Hans dann ordentlich Miete und Rechnung stellt...

 

theoretisch könnt ich mir ein Festgehalt vorstellen, plus der Komponist dann ja gut selber extra mit Royalties/Gema dann verdient...

 

von spanischen Komponisten krieg ich auch nur Horrorstories zu hören was Gehälter angeht. Selbst einer wie Velazquez, der jetzt ja ein paar Megahits da hatte muss sich Gehaltsvorstellungen anhören, dass ihm gerne der Kragen platzt... Null Wertschätzung und wie so oft in der Branche Film "ein anderer machts immer gerne billiger!"...

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Ich kann die Lohn- und Honorar-Drückerei ja verstehen: Jeder kann heute mit dem Laptop schon Filmmusik oder wenigstens "Filmmusik" machen, da wird es immer schwerer zu erklären, warum man X Dollar oder Euro haben möchte oder -OMG!- ein richtiges, womöglich namhaftes Orchester.

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Ich kann die Lohn- und Honorar-Drückerei ja verstehen: Jeder kann heute mit dem Laptop schon Filmmusik oder wenigstens "Filmmusik" machen, da wird es immer schwerer zu erklären, warum man X Dollar oder Euro haben möchte oder -OMG!- ein richtiges, womöglich namhaftes Orchester.

 

"Jeder" kann vieleicht Musik mit dem Laptop machen. Aber wenn ein Regisseur Filmmusik und Qualität möchte, dann wird er wohl um einen Komponisten drum rum kommen. Da gehört ja mehr dazu als einfach nur Musik zu machen. Kann mir auch nicht vorstellen das dieses Argument bei Produzenten ganz oben steht. Das ist einfach zu haltlos...

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"Jeder" kann vieleicht Musik mit dem Laptop machen. Aber wenn ein Regisseur Filmmusik und Qualität möchte, dann wird er wohl um einen Komponisten drum rum kommen. Da gehört ja mehr dazu als einfach nur Musik zu machen. Kann mir auch nicht vorstellen das dieses Argument bei Produzenten ganz oben steht. Das ist einfach zu haltlos...

 

Es ging mir nicht darum, ob etwaige Billig-Lösungen gut sind oder Sinn machen. Aber ich weiss auch *hust* anderen Medien-Bereichen, dass die Entscheider am Geldhahn gerne so argumentieren, um an der Preis/Honorar-Schraube zu drehen ("Aus Budget-Gründen werden die Honorare an 1. September um 15 Prozent gesenkt")...

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Zwar kein Komponist, aber Bruce Campbell hat in seinem Buch "If Chins Could Kill: Confessions Of A B-Movie-Actor" kurz auch etwas über sein Honorar für ARMY OF DARKNESS geschrieben und erläutert, was davon am Ende übrig bleibt.

 

 

"Just to pick a figure out of the air,  let´s start with 500.000$ - a king´s ransom. Now get your calculators out and stay with me. First thing you do is substract 25% of that amount to cover agents and managers - $125.000. That leaves you with a whooping $375.000. Okay, before you buy that big house, slice that figure in half - between federal and state taxes, all at the highest rate, and someone to prepare a more complex tax return, you´re left with $187.500. That was fast, wasn´t it?

But wait, there is more - if you had been divorced just prior to ARMY, your ex would be entitled to half of the take from that film. After taxes that´s $93.750, and it leaves you with the same amount.

You´re thinking, "That´s still some serious coin!". I couldn´t agree more, but between a long production schedule and studio squabbling, ARMY took two years to complete, so crunch those numbers again and divide by two - that leaves you with $46.875 a year. You, too, can become a rich movie star."

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Zwar kein Komponist, aber Bruce Campbell hat in seinem Buch "If Chins Could Kill: Confessions Of A B-Movie-Actor" kurz auch etwas über sein Honorar für ARMY OF DARKNESS geschrieben und erläutert, was davon am Ende übrig bleibt.

Ich glaube er übertreibt n bisschen. Und da sind auch Ausgaben drin die man sicher nicht verallgemeinern kann. Glaube eine über 500.000er Gage kann man nicht meckern. Aber ich verstehe was er damit sagen will...

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Zwar kein Komponist, aber Bruce Campbell hat in seinem Buch "If Chins Could Kill: Confessions Of A B-Movie-Actor" kurz auch etwas über sein Honorar für ARMY OF DARKNESS geschrieben und erläutert, was davon am Ende übrig bleibt.

 

Nix gegen Brucey, aber dass man Steuern zahlen und Geld an die Ex überweisen muss, halte ich jetzt nicht für das ganz tragische Schicksal.

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Ich glaube er übertreibt n bisschen. Und da sind auch Ausgaben drin die man sicher nicht verallgemeinern kann. Glaube eine über 500.000er Gage kann man nicht meckern. Aber ich verstehe was er damit sagen will...

Dass man das nicht verallgemeinern kann, ist schon klar. Aber die meisten Sachen, Kosten für Manager und Agenten, Steuerabgaben, Steuerklasse, Honorar dividiert durch die Dauer des Engagements, dürften für einen Komponisten, der in den USA an einem relativ großen Film arbeitet, auch nicht so anders ausfallen.

Nix gegen Brucey, aber dass man Steuern zahlen und Geld an die Ex überweisen muss, halte ich jetzt nicht für das ganz tragische Schicksal.

Darum ging es ja auch gar nicht, sondern darum, was auch von einem relativ hohen Gehalt von 500.000 Dollar bleiben KÖNNTE.

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eben... :-)

 

und gerne hört man ja auch das Argument von Leuten, die nicht beim Film arbeiten "Ach die tun mir aber leid... ich verdien soviel ja auch nicht! Können ruhig für mein Gehalt arbeiten..."... was ja ein idiotischer Vergleich ist, schliesslich gehts a) um Kunst und Kreativität, wie will man die geldmässig bewerten... und B) hat ein Komponist auch wohl etwas mehr Verantworung für ein Millionprojekt und c) ist das gerne mal 8 Wochen arbeiten rund um die Uhr, mit Stress, den sich meine Sekretärin nie geben würde...

 

was Brucey auch damit meint, is das man so ein Gehalt ja nicht für einen Tag Arbeit einstreicht (ausser man war Marlon Brando und foppte die Producer)... sowas kann sich gerne ja ewig hinziehen...

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Außer, man ist der Cleaner, siehe RCP für PIRATES oder Goldsmith für AFO. Dann kann man die die Summe schon relativ genau auf die 2 Wochen bis zum Starttermin aufteilen... ;)

...und im Falle von RCP nochmal durch acht (oder so) Leute teilen. :D Wobei Goldsmith bei AFO ja auch nicht alleine zugange war...

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In dem verlinkten Blog finden sich übrigens auch wunderbare andere Beispiele, z. B. eine Band, die für lau die Weihnachtsbeschallung von Feiern im Weißen Haus beschallen durfte: "Sorry, no budget!"

 

Mir ist derlei aus dem unsäglichen Mediengeschäft Berlins ja nicht unvertraut - eine Freundin biss kürzlich auch wieder ungebremst in die Tischkante, als ihr ein großes Verlagshaus mit S trotz vorhandener mehrjähriger Berufserfahrung freudestrahlend offerierte, ihr erstes halbes Dienstjahr doch im Quasi-Praktikantenstatus für 500€ zu arbeiten. Das schlimme daran ist ja nicht mal das nicht vorhandene Gehalt, sondern der Moment, in dem du in einem millionenschweren Glaspalast sitzt und von hochbezahlten Mittelklasse-Personalern solche Angebot jovial ins Gesicht gesagt bekommst.  :wandsch

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jaujau... weil irgendnen Doofie machts halt auch umsonst...

 

dass das bei den Komponisten nicht besser wird im Gegensatz zu den Autoren liegt halt daran, dass sie keine Gewerkschaft haben... aber selbst das wäre wahrscheinlich nicht so wild für Hollywood, weil man sich dann halt existierende Musik lizensieren würde...

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Ich finde das nicht so merkwürdig. Die arbeiten immer fidel alleine vor sich hin, man kennt sich höchstens sehr flüchtig von irgendwelchen Preisverleihungen etc. Die können dann auch nur bestenfalls ahnen, für welches Geld und zu welchen Konditionen die Kollegen arbeiten. Das ist dann gleichermaßen ignorance is bliss wie - von Studio- oder Produzentenseite - divide et impera.

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Ich finde das nicht so merkwürdig. Die arbeiten immer fidel alleine vor sich hin, man kennt sich höchstens sehr flüchtig von irgendwelchen Preisverleihungen etc. Die können dann auch nur bestenfalls ahnen, für welches Geld und zu welchen Konditionen die Kollegen arbeiten. Das ist dann gleichermaßen ignorance is bliss wie - von Studio- oder Produzentenseite - divide et impera.

 

Komponisten sind, so habe ich den Eindruck, bis auf wenige Außnahmen (Zimmer) eher Einzelgänger was ihre Arbeit betrifft. Selten schreiben mehrere Komponisten zusammen an einem Soundtrack. Also sitzt man folglich die meiste Zeit alleine in seiner Kammer und arbeitet. In wie weit das jetzt Einfluss darauf hat, ob man bereit ist sich untereinander über Branchenmissstände auszutauschen und sich dagegen zu organisieren, kann ich nicht einschätzen. Aber irgendeinen Grund muss es geben. Kann gut sein das man Angst hat das man dann eben druch Sourcemusic ersetzt wird. Wobei eigentlich klar ist das Regisseure das nicht durchhalten würden. Die Qualität der Filme würde viel zu stark sinken.

 

Es ist wahrscheinlich wie mit Wahlen...Viele wollen das sich was ändert, sind aber zu faul oder haben zu wenig Hoffnung auf Besserung, als das sie wirklich hingehen. Oder ihnen geht es noch zu gut....

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Electronic-musician-White-009.jpg

Standing up for his rights … Whitey
 

The electronic artist Whitey has used social networking services to share an email he sent to a London television production company that speaks out against the refusal to pay artists for their services.

While we're unable to see the original email sent by TV company Betty – which makes "modern and high-quality popular formats and factual television series", such as The Joy of Teen Sex and Freaky Eaters – the artist's response suggests that the firm had asked the musician to provide a licence, and claimed that Betty had "no budget for music". Whitey's email, which laments the industry's "culturally ingrained disdain for the musician", has since gone viral, with thousands of shares and likes on Facebook and retweets on Twitter voicing a growing dissatisfaction among artists who feel abused by the television industry.

 

At the end of the email, Whitey warns Betty that he intends to post it online, hoping to see "a public discussion begin about this kind of industry abuse of musicians". His message echoes comments by Thom Yorke and Nigel Godrich on their decision to take down Atoms for Peace, Ultraísta and Thom Yorke solo albums from Spotify this summer, and David Byrne's recent claim that "the internet will suck all creative content out of the world".


 

http://www.theguardian.com/music/2013/nov/07/whitey-tv-company-music-free-email

Bearbeitet von Souchak
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