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Hat Media Ventures noch eine Zukunft?


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Hallo,

nach dem Disput Jay Rifkins mit Hans Zimmer, über die Ghostwriter, frage ich mich ob Media Ventures selber noch eine Zukunft hat.

Mal abgesehen von der Tatsache das die off. Website von Media Ventures schon seit geraumer Zeit nicht verfügbar ist auf Grund von Wartungsarbeiten, ist das Niveau der Scores die von Media Ventures produziert worden sind, immer tiefer gesunken.

Alles hört sich im Endeffekt gleich an.

Früher fand ich die Zimmer-Scores klasse, aber mittlerweile wird einem doch sehr schnell langweilig wenn man einen aktuellen Score hört.

Wie seht ihr das?

Gruss Marcus

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Wer hat hier JEHOVA gesagt? :D

Man darf die MV-Scores halt nicht zu oft hören ;-) Ich sebst mag es immer noch. Aber das sit ja bekanntlich Geschmackssache. Mit "Ring" hat ja Zimmer auch wieder mal "was anderes" gemacht. Und "Last Samurai" ist ja auch nicht wirklich MV-Einheitsbrei (zumindest nicht 100%-ig).

Eine überarbeitete Webseite würde mich übrigens auch sehr freuen...

Markus

PS: Wer der Meinung ist, dass ich auf "meinen" Hans nix kommen lasse hat vollkommen recht ;)

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Wer hat hier JEHOVA gesagt? :mat_repli

Man darf die MV-Scores halt nicht zu oft hören ;-) Ich sebst mag es immer noch. Aber das sit ja bekanntlich Geschmackssache. Mit "Ring" hat ja Zimmer auch wieder mal "was anderes" gemacht. Und "Last Samurai" ist ja auch nicht wirklich MV-Einheitsbrei (zumindest nicht 100%-ig).

Eine überarbeitete Webseite würde mich übrigens auch sehr freuen...

Markus

PS: Wer der Meinung ist, dass ich auf "meinen" Hans nix kommen lasse hat vollkommen recht ;)

Hi Markus,

erstmal: Bitte nicht steinigen. :D

Naja das mit dem nicht zu oft hören ist so eine Sache. Wenn bei jeder größeren Produktion plötzlich ein Komponist nach dem anderen durch MV-Leute ersetzt wird (es gibt durchaus Ausnahmen) und sich alles gleich anhört, ist es nicht grad einfach weg zu hören.

Es zum Beispiel sehr schade gewesen das Alan Silvestri durch Klaus Badelt & Co bei Pirates of the Carribean ersetzt wurde. Gut, der Score klingt wieder typisch nach MV weil Jerry Bruckheimer das so wollte. :music:

Trotzdem ist das doch langweilig.

Ich selber höre z.B. Zimmer Scores gerne, aber zuviel kann einem das echt verderben.

Gruss Marcus

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  • 10 Monate später...

Bei Zimmers Musik hat man manchmal das Gefühl, als würde einfach immer wieder das gleiche motivische Material verwendet, nur in minimal abgeänderter Form. Irgendwie schablonenhaft und wenig eigenständig. :)

SPANGLISH hab ich vor ein paar Tagen bekommen, den fand ich passagenweise ganz schön.

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Bei Zimmers Musik hat man manchmal das Gefühl, als würde einfach immer wieder das gleiche motivische Material verwendet, nur in minimal abgeänderter Form. Irgendwie schablonenhaft und wenig eigenständig. :)

SPANGLISH hab ich vor ein paar Tagen bekommen, den fand ich passagenweise ganz schön.

Sagt mal, wieso hat jeder den Spanglish Soundtrack ausser ich ? Alle Expanded oder Complete Scores sind für mich leicht zu bekommen, aber warum nicht diese CD. Ich versteh das einfach nicht. Sag doch mal bitte wo du die her hast.

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Meiner Meinung nach liegt der MV-Sound in seinen letzten Atemzügen. Die "Dinosaurier" dieser Gattung werden zwar weiterhin im Filmscore-Business tätig sein, aber ich glaube, der typische Jerry-Bruckheimer-"Klopperfilm" ist stark vom Aussterben bedroht, und mit ihm seine Musik.

Der Grund ist ganz einfach: Der Geschmack des Publikums ändert sich sehr schnell. Wie liebten wir doch früher unsere gemütlichen, krachenden Schwarzenegger-Stallone-Movies! Und wo sind sie heute?...

Die Zeiten ändern sich, und die Frage ist, ob sich Leute wie Nick Glennie-Smith, Klaus Badelt, Harald Kloser, Harry Gregson-Williams oder Trevor Rabin den neuen gegebenen Umständen anpassen können. Ich fürchte (hoffe?) fast nicht.

Für Hansi Zimmer ist SPANGLISH oder etwa AS GOOD AS IT GETS schon die richtige Richtung. Ich denke mal, er wird sich den geänderten Umständen am ehesten und schnellsten fügen. Aber wer weiß schon, was die Zukunft bringt?... :)

Cheers, Tom

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bei jerry goldsmith hatte ich die letzten jahre auch immer wiederkehrende erlebnisse beim hören, genauso bei john williams. aber diese "götter" der filmmusik zu kritisieren endet ja meist in einer schlammschlacht :)

ein goldsmith ist ein goldsmith, das liegt nunmal an jerrys stil in der orchesterbesetztung. ich habe nicht so viel ahnung wie man das jetzt genau nennt, aber ein goldsmithscore hört sich von den verwendeten instumenten her nunmal wie eine goldsmith an, die bläser, die streicher, findet man in jedem score seit den 80ern wieder, nur mit anderen melodien. kann man da nicht auch von "ideenlos" reden ? von onkel horner will ich mal gar nicht anfangen :)

zimmers musik aus den 80ern hat nichts mehr mit seinen werken aus den 90ern zu tun, und jetzt ist er halt bei dem gladiator stil. aber er ändert seine richtung alle paar jahre ganz gewaltig. das sich alles gleich anhört ist doch blödsinn. ob der trend von elektronisch gemischter musik jetzt wieder zu rein orchestraler musik geht, wage ich zu bezweifeln.

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bei jerry goldsmith hatte ich die letzten jahre auch immer wiederkehrende erlebnisse beim hören, genauso bei john williams.

Gleiches ist mir ebenfalls bei Jerry aufgefallen.

Ich denke aber, dass es etwas mit seiner Krankheit zu tun hatte und er deshalb nicht mehr wirklich neues bringen konnte.

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Na, ich weiß ja nicht. HGW war und ist für mich bislang nur eine Art Abziehbild oder Ableger seines Mentors Zimmer. Es gibt nichts, was ihn soundmäßig von Zimmer abhebt. Sein neuestes Werk "Team America" belegt dies anschaulich.

Er wird nur momentan öfter "gecastet", weil Zimmer sich wohl mehr auf genauestens ausgewählte Projekte konzentriert und nicht mehr in der Breite arbeitet wie früher. Also... nimmt man einfach den Ziehsohn Gregson-Williams.

Vom Talent her halte ich John Powell für unabhängiger und zukunftsträchtiger.

Cheers, Tom

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  • 2 Wochen später...

ist der thread eigentlich noch aktuell?

egal auch, ich sag trotzdem was dazu. :D

Das Problem bei Hans Zimmer ist, dass nicht überall wo Hans Zimmer draufsteht auch Hans Zimmer drin ist. Hans Zimmer ist der Alphawolf bei Media-Ventures. Darunter befinden sich einige Main-Composer wie zum Beispiel Klaus Badelt, dann gibt es noch ne ganze Menge Assistant-Composers, Sounddesigner bis runter zum Maintainship (Azubi).

Wenn nun ein Film von Media-Ventures vertont wird, dann steht in den Credits nur der Name der Main-Composer, obwohl von dem nicht alles Klangmaterial stammt.

Überlegen wir uns mal, wie Hans Zimmer arbeitet. Wir überspringen mal die ganze Vertriebs- und Verkaufsschiene (Vertrieb und Verkauf ist etwas was Hans Zimmer fast noch besser kann als komponieren :) ), auch lassen wir so Dinge wie Spotting-Session, Temp-Track etc. ausser Acht.

Hans Zimmer komponiert für einen neuen Film meist ein mittellanges Stück, wo einfach nur Ideen, Motive, Themen irgendwie aneinandergereiht sind. Ein solches Stück hat oft so um die 30-45 Minuten Musik. Dieses bekommen nun seine Assistant-Composers mit entsprechenden Bearbeitungshinweisen zur weiteren Ausarbeitung und Anpassung an den Film.

Nur einige wenige Themen, meistens wichtige Leitmotive, arbeitet Hans noch selbst aus. Natürlich gibt er im Verlaufe der gesamten Produktion weiter Anweisungen und ist natürlich der Entscheidungsträger. Er drückt somit der ganzen Produktion natürlich schon seinen Stempel auf.

Aber, die ganze Musik ist eigentlich gar nicht nur von ihm. Er gibt nur gewissermassen die Richtung vor.

Hans Zimmer ist zudem nicht nur mit komponieren beschäftigt. Er tüftelt auch gerne an Sounds rum (Sounddesign), engagiert sich sehr daran sein Kapital zu vermehren, zum Beispiel auch durch gezielte Investitionen für Produkte wie Steinberg Nuendo, und er ist der Mann bei Media-Ventures wo die Filme ranschafft. Fast keiner in Hollywood kann das so gut wie er.

Er weiß sich und seine Firma optimal zu verkaufen. Er kann unvorbereitet in ein Meeting mit einem Produzenten stolpern, der eigentlich auf ein Demo wartet, und nur mit einer lapidaren kurzen Liveperfomance wirkt er dann dennoch überzeugend.

Die Frage von euch wäre berechtigt, woher ich meine das alles zu wissen.

Natürlich nicht aus erster Hand, aber immerhin aus zweiter. :D

Sagen wir mal so, ich kenne weitläufig jemanden, der bei Media-Ventures arbeitet, und der hat mir halt einige wirklich interessante Dinge erzählen können. :D

Gruß,

Markus

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  • 1 Jahr später...
Hallo, nach dem Disput Jay Rifkins mit Hans Zimmer, über die Ghostwriter, frage ich mich ob Media Ventures selber noch eine Zukunft hat. Mal abgesehen von der Tatsache das die off. Website von Media Ventures schon seit geraumer Zeit nicht verfügbar ist auf Grund von Wartungsarbeiten, ist das Niveau der Scores die von Media Ventures produziert worden sind, immer tiefer gesunken.

Alles hört sich im Endeffekt gleich an.

Früher fand ich die Zimmer-Scores klasse, aber mittlerweile wird einem doch sehr schnell langweilig wenn man einen aktuellen Score hört. Wie seht ihr das?

Gruss Marcus

Ich glaube voll und fest daran, dass MV eine Zukunft hat. Man kann den Komponisten der MV (nicht nur Zimmer) zwar vorwerfen, dass es "Einheitsbrei" ist was sie produzieren, aber gerade die Synthesizer und die rhythmischen Schichtmotive sind zum Markenzeichen dieser Klangfabrik geworden. Ferner muss man der MV-Schmiede anrechnen, dass in keiner anderen Klangfabrik so viele junge und neue Filmmusiker arbeiten und eine Karrierechance erhalten. Wenn man sich z.B. mal Kompositionen von Harry Gregson-Williams und co. anhört bevor sie zu MV und unter die Fittiche von Hans Zimmer kamen, kann man ab ihrer Arbeit in der MV eine starke musikalische Verbesserung in den Kompositionen feststellen. Das mag daran liegen, dass Zimmer einen unheimlich großen Druck auf die Musiker ausübt (das geht aus unzähligen Interviews hervor), aber auch daran, dass die Musiker Stücke schreiben und Zimmer sich dann für die jungen Talente Zeit nimmt und sagt: Das geht so, das ist Mist.... Man könnte sagen, dass die Musiker in der MV noch einmal eine zweite musikalische Ausbildung erhalten. Sonst wäre eine so starke musikalische Verbesserung nicht anderes zu erklären.

Zudem, da gebe ich einem Amazonkunden der einen Bericht über Zimmer und MV im Zusammenhang von "Fluch der Karibik II" geschrieben hat recht, bringt MV die meist verkauften und erfolgreichsten Soundtracks auf den Markt. MV- Soundtracks verkaufen sich besser als Soundtracks von John Williams oder anderen Komponisten. Das bestätigen Marktanalysen usw. Zudem kommt, dass die Regisseure mit ihren Filmen Schlange bei MV stehen. Zimmer kommt mit dem Komponieren nicht hinterher und gibt dann Arbeiten an seine Schützlinge und anderen MV-Musiker ab. Schaut euch mal das Kinoprogramm an und wer dazu Musik schrieb:

- The Da Vinci Code (Hans Zimmer) MV!

- Urmel aus dem Eis (James Dooley) MV!

- Poseidon (Klaus Badelt) MV!

- Ab durch die Hecke (Rupert Gregson-Williams) MV!

- Fluch der Karibik II (Hans Zimmer) MV!

Die Liste könnte ich fortsetzten und TV- Produktionen und der Gleichen lasse ich mal außen vor. Ihr seht, dass MV die meisten Soundtracks liefert. Daher denke ich, nein ich bin mir sogar sicher, dass MV eine Zukunft hat.

Als letzte Sache möchte eine Anmerkung machen, die wahrscheinlich neuen Diskussionsstoff enthält: was passiert wenn andere führende Komponisten ausfallen? John Williams ist nicht mehr der jüngste, von Horner und Silvestri hört man auch nicht mehr so viel wie einst, Hauskomponisten (Shore und co.) schreiben eher selten und andere Komponisten, ich denke da zum Beispiel an Elfmann, werden kaum beauftragt. Hinzu kommt, dass das Studio von James Newton Howard angeblich große finanzielle Schwierigkeiten hat (das habe ich jetzt schon mehrmals gehört). Was passiert wenn das Studio pleite macht? Hans Zimmer wird seinen Freund James Newton Howard mit offenen Arme in der MV-Schmiede empfangen. So hätte die Klangfabrik noch einen führenden Hollywoodkomponisten mehr.

Ich behaupte mal, dass MV in der Zukunft an der Spitze der Soundtracks für Film, TV-und Videospiele steht. Wie seht ihr das?????

Gruß

Melomanie

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In diesem Thread geht es auch um dieses Thema. Meine Meinung dazu ist, dass auch ich es mit Schrecken beobachte, wie die Anzahl der aktuell von MV-vertonten Filme stetig wächst. Natürlich ist es immer Geschmackssache, was man von der Musik als solches hält, aber der Nebeneffekt dabei ist leider, daß Leute wie Basil Poledouris und Bruce Broughton dabei auf der Strecke bleiben, weil ihre Musik nicht massenkompatibel genug ist. CDs mit MV-Scores verkaufen sich tatsächlich sehr gut, aber sieh dir mal an, wer sich diese CDs kauft. Der größte Teil davon dürften Leute sein, die ansonsten garnichts mit Filmmusik zu tun haben, das sind die Leute, die dann auch diese hochqualifizierten Amazon-Kritiken schreiben, so von wegen "Zimmer, der Gott der Filmmusik mit seinem neuen Meisterwerk". Die Talentschmiede, die Zimmer mit den MV ins Leben gerufen hat, in allen Ehren, aber was ist denn das für eine Talentschmiede, in der alle "Schüler" die gleiche Musik machen wie ihr Lehrer? Kurioserweise wenden sich viele ehemalige MVler erst von dieser typischen MV-Musik ab, wenn sie nicht mehr dabei sind oder greifen sie nur noch sporadisch auf, wie HGW und John Powell. Aber mittlerweile wurde Zimmer, was die Experimentierfreudigkeit mit Orchester und PC angeht, schon längst von Leuten wie Angelo Badalamenti überholt, aber den kennen eben nicht so viele Leute wie Zimmer, da seine Musik nicht gerade besonders massenkompatibel ist, aber das ist doch auch kein Kriterium für gute oder schlechte Musik, auch etwas, daß sich millionenfach verkauft, kann großer Mist sein und umgekehrt ist nicht alles, was kaum einer kauft, gleich schlecht. Als große, übertriebene Utopie könnte ich mir vorstellen, daß irgendwann, wenn alle "alten" Komponisten, wie Williams, Silvestri, Elfman usw, mal weg sind oder nicht mehr arbeiten, nur noch MV-Leute oder Ehemalige Filmmusik komponieren und sich dabei so ähneln, daß man nicht mehr weiss, von wem denn nun was ist...;)...und dass Williams oder auch Elfman kaum gebucht werden, stimmt natürlich auch nicht, im Falle von Williams ist das so, daß er sich die Projekte ganz gezielt heraussucht, denn nötig hat er es ja schon lange nicht mehr und wenn eben im ganzen Jahr 2006 kein Projekt dabei ist, welches ihn reizt, dann komponiert er eben nicht für einen Film. Bei Elfman sieht die Sache momentan so aus, daß er nach Charlie und Corpse Bride erstmal eine kleine Auszeit eingelegt hat, um sich auf die kommenden Projekte vorzubereiten. Im Dezember startet Charlotte´s Web mit einem Elfman-Score, im Januar folgt The Visiting mit Elfmans Musik und dann noch Meet the Robinsons, ausserdem erklingt seine Musik auch in Nacho Libre, wenngleich er dort seinen Credit vom Film zurückziehen liess, also an Unterbeschäftigung leidet Elfman noch nicht...;)

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Er weiß sich und seine Firma optimal zu verkaufen. Er kann unvorbereitet in ein Meeting mit einem Produzenten stolpern, der eigentlich auf ein Demo wartet, und nur mit einer lapidaren kurzen Liveperfomance wirkt er dann dennoch überzeugend.

Ich will ganz ehrlich sein, aber heutzutage kommt es mir halt in jeder Branche so vor, als ob weniger Talent als viel mehr "Performance" gefragt ist. Man kann noch so gutes Wissen haben, wenn man sich jedoch nicht richtig verkauft, bleibt man für immer "unten".

Vermutlich hat gerade diese "Überzeugungskraft" aus Zimmer das gemacht was er ist, nämlich eine wirklicher Großverdiener. Und gerade dass Heranschaffen von Projekten, was er angeblich so gut kann, ist natürlich auch wichtig. Je mehr man macht, desto bekannter ist man und desto einfacher stellen sich Produzent den Absatz einer CD vor.

Das dann leider die musikalische Vielfalt darunter leidet ist schade. Auch dass die "Schüler" fast alle die gleiche Musik machen wie ihr "Lehrer" ist natürlich wenig inspiriert als vielmehr aufdiktiert.

Dennoch mag ich Herrn Zimmer und seine Musikschmiede (neben allen anderen guten Komponisten ;) )!

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In diesem Thread geht es auch um dieses Thema. Meine Meinung dazu ist, dass auch ich es mit Schrecken beobachte, wie die Anzahl der aktuell von MV-vertonten Filme stetig wächst. Natürlich ist es immer Geschmackssache, was man von der Musik als solches hält, aber der Nebeneffekt dabei ist leider, daß Leute wie Basil Poledouris und Bruce Broughton dabei auf der Strecke bleiben, weil ihre Musik nicht massenkompatibel genug ist. CDs mit MV-Scores verkaufen sich tatsächlich sehr gut, aber sieh dir mal an, wer sich diese CDs kauft. Der größte Teil davon dürften Leute sein, die ansonsten garnichts mit Filmmusik zu tun haben, das sind die Leute, die dann auch diese hochqualifizierten Amazon-Kritiken schreiben, so von wegen "Zimmer, der Gott der Filmmusik mit seinem neuen Meisterwerk". Die Talentschmiede, die Zimmer mit den MV ins Leben gerufen hat in allen Ehren, aber was ist denn das für eine Talentschmiede, in der alle "Schüler" die gleiche Musik machen wie ihr Lehrer? Kurioserweise wenden sich viele ehemalige MVler erst von dieser typischen MV-Musik ab, wenn sie nicht mehr dabei sind oder greifen sie nur noch sporadisch auf, wie HGW und John Powell. Als große, übertriebene Utopie könnte ich mir vorstellen, daß irgendwann, wenn alle "alten" Komponisten, wie Williams, Silvestri, Elfman usw, mal weg sind oder nicht mehr arbeiten, nur noch MV-Leute oder Ehemalige Filmmusik komponieren und sich dabei so ähneln, daß man nicht mehr weiss, von wem denn nun was ist...;)...und das Williams oder auch Elfman kaum gebucht werden, stimmt natürlich auch nicht, im Falle von Williams ist das so, daß er sich die Projekte ganz gezielt heraussucht, denn nötig hat er es ja schon lange nicht mehr und wenn eben im ganzen Jahr 2006 kein Projekt dabei ist, welches ihn reizt, dann komponiert er eben nicht für einen Film. Bei Elfman sieht die Sache momentan so aus, daß er nach Charlie und Corpse Bride erstmal eine kleine Auszeit eingelegt hat, um sich auf die kommenden Projekte vorzubereiten. Im Dezember startet Charlotte´s Web mit einem Elfman-Score, im Januar folgt The Visiting mit Elfmans Musik und dann noch Meet the Robinsons, also an Unterbeschäftigung leidet Elfman noch nicht...;)

Richtig, Richtig - Einspruch. Ich meinte das so, dass vielleicht in 10-20 Jahren Leute wie Silvestri und co. nicht mehr "da sind". Und wenn Zimmer dann noch Chef ist, wird es mit MV so weitergehen. Ehemalige MV-Mitglieder verändern sich zwar ein bisschen, aber der Stil bleibt gleich. Das was du über Elfmann und Williams geschrieben hast, weiß ich auch. Und bei aller gerechtfertigten Kritik, muss man sagen, dass MV nicht nur Einheitsbrei und Schott rausbringt:) . "Da Vinci Code" zum Beispiel hat auch die härtesten Kritiker überrascht.

Das die lieben Rezenten bei Amazon irgendwo ne' Schraube locker haben, weiß ich auch. Will mir doch letztens einer erzählen, dass die japanischen Elemente aus Last Samurai besser in Lion King gepasst hätten, oder das die Musik von Pearl Harbor perfekt in LOTR gepasst hätte und so.

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Das die lieben Rezenten bei Amazon irgendwo ne' Schraube locker haben, weiß ich auch. Will mir doch letztens einer erzählen, dass die japanischen Elemente aus Last Samurai besser in Lion King gepasst hätten, oder das die Musik von Pearl Harbor perfekt in LOTR gepasst hätte und so.

Was seltsame Amazon-Kritiken angeht, kann ich dir diesen Thread ans Herz legen...;)

Und ich finde auch nicht, daß MV nur Schrott produziert, aber besonders abwechslungsreich sind ihre Scores genrebezogen dann auch nicht, aber es ist dort eben so wie überall: Das, was am meisten Geld einbringt, wird auch weiterhin produziert...leider...;)

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Das die lieben Rezenten bei Amazon irgendwo ne' Schraube locker haben, weiß ich auch.

Ich hoffe du beziehst dich nicht auf alle Amazon-Rezensenten.

Zu dem eigentlichen Thema, oder besser gesagt zu einem ähnlichen Thema: Ich glaube es wäre für Hans Zimmer am besten (Für seine Musik und nicht für sein Geld), wenn er MV verlassen würde. Aufträge würde er wohl trotzdem noch in Massen bekommen, aber vielleicht weniger der Bruckheimer-Sorte, oder vielleicht würde es ihm dann einfacher fallen, sie abzulehnen. Denn wie ich finde liefert Zimmer doch öfters noch sehr gute Scores ab wenn sie zu anderen Filmen sind, bestes Beispiel dafür ist "The DaVinci Code". Es ist nicht mal so, dass ich z.B. Dead Man's Chest nicht mag, aber ich brauche den Score nicht wirklich, es wäre keine Kathastrophe, hätte es ihn nicht gegeben.

Und wenn man sich mal die besten Zimmer-Scores ansieht (Ich behaupte jetzt einfach mal, dass es die besten sind), so sucht man den Namen Bruckheimer vergeblich: Gladiator, Thin Red Line, Beyoond Rangoon, LionKing usw. Okay, ich würde ja auch noch Black Hawk Down dazu zählen, nur war bei dem Bruckheimer ja Mitproduzent.

Ich bin mir sicher, eine Lossage Zimmers von MV, unter der Annahme, dass er sich dann mehr Zeit für seine Arbeit nimmt und sie des öfteren alleine verrichtet, würde schnell einen bemerkbaren Aufwind bei seiner Musik zeigen. Und ich bin auch der Überzeugung, dass er seinen schlechten Ruf, den er ja bei einigen Leuten hat, hauptsächlich durch die anderen MV-Komponisten bekommen hat und nicht durch seine Musik.

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