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  1. Letzte Stunde
  2. Weshalb würdest Du die eher als Motive statt Themen bezeichnen? Vielleicht lassen ja auch noch andere Dinge als musikalische Entwicklung und Harmonik aufhorchen. Jeder hat andere Schwerpunkte, die man an Musik ansprechend finden kann.
  3. Heute
  4. Würde ich eher als Motive bezeichnen. Darüber hinaus halt auch kaum musikalische Entwicklung oder Harmonik, die aufhorchen lässt. Einfach unauffällige, funktionale Filmmusik. In knapp 24 Stunden ist die Runde zu Ende.
  5. Haben beide jeweils ein sehr eingängiges prägnantes Thema und lassen sich gut in einem Rutsch durchhören.
  6. Leider auch extrem bildbezogen und funktional, ähnlich wie ANACONDA. Eigentlich seltsam, dass gerade diese beiden Flemings hier weitergekommen sind.
  7. Ich habe vorher die Diskussion dazu hier im Forum nicht weiter verfolgt. Deshalb hatte ich die Erwartung auf einen eher krawalligen, hektischen Actionscore. Ich war dann doch überrascht, dass der Score großteils flächig, episches Sounddesign oder melodisches Ambient meiner Empfindung nach ist. Da ich durchaus was für Stücke übrig habe die sich simpel aber emotional aufbauen und entwickeln gefiel mir ein Großteil der Musik überraschend gut. Die Laufzeit von über 2 Stunden ist natürlich absoluter Overkill und vieles wiederholt sich. Hier wäre die Hälfte mehr als ausreichend gewesen. Ich habe den Film nicht gesehen kann mir aber gut vorstellen, dass die Musik durchaus passend zu den Bildern ist. 6 von 10 Punkten von mir https://metalhead.club/@drmusic/116125860135247281
  8. Ich verkaufe die Intrada-CD von Donaggios CRAWLSPACE für 19 Euro inklusive Versand. Bei Interesse gerne melden.
  9. Verbinski hat auch an 11 der Stücke auf dem Soundtrack mitgeschrieben und zwei sind alleine von ihm. Das fade Endresultat ist somit nicht nur Zanelli, sondern auch Verbinski anzulasten. Hier die Trackliste aus der hans-zimmer.com Facebook Gruppe. 01 - Man From The Future (1:23) Geoff Zanelli, Gore Verbinski 02 - Run, Piggies! (2:26) Geoff Zanelli, Gore Verbinski 03 - Who's Ready To Save The Future? (3:21) Geoff Zanelli 04 - Malibuboo (2:33) Geoff Zanelli 05 - Ingrid's Theme (2:23) Geoff Zanelli, Gore Verbinski 06 - Teenagers (1:45) Geoff Zanelli, Gore Verbinski 07 - Analog Prince (Sunrise) (1:54) Geoff Zanelli 08 - Snowballs In Hell (1:18) Geoff Zanelli 09 - Good Luck, Have Fun, Don't Die (2:29) Gore Verbinski 10 - Make It Count (2:23) Geoff Zanelli, Gore Verbinski 11 - Kitty Centaur (2:36) Geoff Zanelli 12 - The Room (3:15) Gore Verbinski 13 - All Is Lost/The Princess Returns (2:09) Geoff Zanelli 14 - You Think I Should Keep It? (6:53) Geoff Zanelli, Gore Verbinski 15 - Empty Nest (2:15) Geoff Zanelli, Gore Verbinski 16 - Off The Grid (3:17) Geoff Zanelli 17 - Mindfucks (1:43) Geoff Zanelli, Gore Verbinski 18 - This Is Gonna Suck (3:37) Geoff Zanelli 19 - Fuck Your Future! (3:36 Geoff Zanelli, Gore Verbinski 20 - Blood And Cake (1:40) Geoff Zanelli, Gore Verbinski 21 - Something Sinister (1:39) Geoff Zanelli, Gore Verbinski 22 - Cellular Hypnosis (1:27) Geoff Zanelli
  10. Ich schließe mich deiner Meinung an. Es gab beispielsweise bei TROY ja ebenfalls einen extremen Zeitdruck für Horner (auch nur circa zwei Wochen). Für TROY musste er sogar noch mehr Musik schreiben als für ALIENS. Auch wenn die Qualität gewiss darunter litt, muss man ihm ein besonderes Talent für sehr schnelles Scoring zuschreiben. Anderes Extrembeispiel: Rózsa und North hatten für BEN-HUR bzw SPARTACUS circa 12 Monate Zeit! Ich finde es immer wieder erstaunlich was aber auch in kürzester offenbar möglich ist.
  11. Zur wirklich grandiosen, bitterbösen, absurden SF Komödie von Gore Verbinski gibts leider einen nur recht faden Score von Geoff Zanelli... sagen wir mal die Musik war funktional im Film und tat was sie tun sollte... is hier und da auch mal für nen Lacher gut, im Großen und Ganzen aber wirkt sie skurilerweise uninspiriert (und handwerklich auch wenig gekonnt...aber naja, was erwartet man von Zanelli?)... vielleicht wär eine verrückte Musik auch letztlich zuviel für den eh schon überbordenden Film gewesen und eine unauffällige 0815 Musik war ggfs doch das Richtige... egal... der Film macht unglaublich viel Spaß und legt die Meßlatte für das Jahr 2026 schon jetzt sehr hoch... wer den Score gerne getrennt von den Bildern hören will, nun denn: der lustige Trailer/Abspannsong ist übrigens von Gore Verbinski selbst geschrieben und performed :-)))) aber leider nicht auf dem Album noch sonst wo zu kriegen... schade...
  12. Gestern
  13. Meiner Ansicht nach sind die Scores zu ALIEN, ALIENS und ALIEN³ jeweils eigenständig, künstlerisch überzeugend und absolut ebenbürtig. Natürlich orientieren sich alle drei in gewisser Weise an den von Jerry Goldsmith für ALIEN etablierten musikalischen Ideen und Klangwelten, entwickeln diese jedoch jeweils in eine eigene Richtung weiter. Besonders hervorzuheben ist, dass James Horner für ALIENS unter enormem Zeitdruck arbeitete und seinen Erzählungen zufolge statt sechs Wochen weniger als drei Wochen zur Verfügung hatte, um etwa 70 Minuten Musik zu komponieren und aufzunehmen. Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis umso bemerkenswerter. Die Komposition von Elliot Goldenthal für ALIEN³ ist darüber hinaus herausragend und stellt für mich einen eigenständigen, künstlerisch äußerst anspruchsvollen Beitrag innerhalb der Reihe dar. Von „Overscoring“ kann aus meiner Sicht daher keinesfalls die Rede sein.
  14. Letzte Woche
  15. Wäre jedenfalls erstaunlich, wenn sich von dem Friedhofer nun tatsächlich doch noch Bänder im Columbia-Archiv eingefunden haben. Nur vergleichbar mit solchen Ausnahmefällen wie Steiners THE CAINE MUTINY, Leonard Bernsteins ON THE WATERFRONT oder Goldsmiths FACE OF A FUGITIVE, denn in den wenigsten Fällen sind ja ansonsten gerade Columbia-Scores aus der Zeit der 50er überhaupt noch auffindbar.
  16. Hat Roger Feigelson mir geschrieben. Der Titel steht schon lange auf seiner Liste. Scheint eine Verhandlungssache mit Sony zu sein.
  17. Woher kommt denn die Info? Sehe bei FSM jedenfalls noch nichts.
  18. Kommt eventuell von Intrada...
  19. Wundert mich! Allein der arythmisch anmutende Beginn von "Traffic Jam" und der Übergang zum operatischen Bösewichttema ab 0:18 ist doch schon ultra kunstvoll gestaltet. Und "Copter Chase": abgesehen davon, dass ein durchgehender 7/8 nicht unbedingt Standard fürs 2000er-Actionscoring war, ist der Track ja auch unglaublich akademisch-formalistisch gestaltet mit seinen (absteigenden) Terrassen-förmigen Strukturen. Dazu kommt die Beltrami-typisch modernistische Orchestrierung, der ziemlich solide Kontrapunkt und eine - das muss man schon sagen - ziemlich radikal anmutende "Mechanik" des Satzes, der wirklich alles Menschliche ausgetrieben zu sein scheint. Ein hysterisches Perpetuum mobile, könnte man sagen, und eine schöne Fortführung seiner Maschinenmusik aus TERMINATOR 3 oder HELLBOY ("Fireproof").
  20. Deine Argumentation zu Alien3 gehe ich absolut mit
  21. Ich bin meistens deiner Meinung, Sebastian. Aber bei Beltrami‘s Die Hard kann ich leider argumentativ nicht mitgehen bzw dir nicht folgen. Ich habe mir die genannten Tracks eben nochmal angehört - das klingt für mich nach langweiligem Standard-Action Scoring aus dieser Zeit. Ich mag Beltrami (für seine Horror Scores und beispielsweise den grandiosen KNOWING) sehr gerne, aber seine Arbeit für DIE HARD gibt mir überhaupt nichts.
  22. Du weißt, was ich meine. Ich beziehe mich auf die durchaus polemische Verwendung des Begriffs zur Beschreibung des modernen Actionscorings. Horner 1986 war da Lichtjahre davon entfernt. "ein Ostinato-Actionscore eben" war Aliens für meine Begriffe nicht. Als jemand, der Musik aus Spaß an der Sache affektiv und nicht analytisch hört als Laie.
  23. Welche Musik besteht denn aus "reinen Ostinati"? Das müsste dann ja eine reine Schlagwerk-Komposition sein. Ich weiß schon, worauf du hinaus willst. Ich begreife "Ostinato" allerdings nicht so pejorativ-abwertend wie weite Teile der deutschen Filmmusikkritik. Es ist einfach eine effiziente Vertonungsstrategie.
  24. In Horners Aliens ist aber im Actionscoring mehr los als reine Ostinati. Das war eben doch noch 1986.
  25. Naja, ein Ostinato-Actionscore eben, wie ihn Goldsmith mit CAPRICORN ONE zum ersten Mal formuliert hat und dann in den 80ern populär wurde. Das war schon ein Schritt in die Ökonomisierung von Actionfilmmusik. Stark gemacht, keine Frage, ich möchte ALIENS oder ähnliche Scores keinesfalls herabwürdigen. Aber was Goldenthal gemacht hat, war dieser ganzen Sphäre halt in gewisser Weise enthoben.
  26. Ich persönlich schätze Goldenthals Alien Musik auch sehr, wobei ich seit der letzten Sichtung des Films auch zu der Sichtweise tendiere, dass die Musik streckenweise zu dick aufträgt. Es gibt doch schon lange die Kritik an dem Score, dass er ein Paradebeispiel für "Overscoring" ist. Und ist Aliens wirklich ein "ökonomischer" Score? Kommt darauf an, womit du darauf abzielst. Denn die Actionmusik aus der Musik hat geradezu stilbildend in der Filmmusik gewirkt und klingt nicht gerade ökonomisch im Sinne einer effizienten, sparsamen Ressourcennutzung.
  27. Bei den meisten Beispielen sprechen wir von feineren Unterschieden, die sicher auch die Grenze zum Subjektiven berühren (elaborierterer Orchestersatz bei Goldsmith als bei Silvestri, thematisches Material in BTTF 3 besonders griffig, etc.). Aber der Unterschied zwischen ALIENS und ALIEN³ ist doch schon eklatant. ALIENS ist ein stark gemachter, aber ökonomischer Hollywood-Score, während ALIEN³ regelrecht kunstmusikalische Ansprüche an den Sound des Franchises stellt - sowohl das Gesamtkonzept als auch die verfrickelte Avantgarde-Schreibe lassen erkennen, dass da ein junger Konzertkomponist am Werk war, den Hollywood nur ganz peripher interessiert. Wie gut das dann trotzdem als FILMmusik funktioniert und wie "ikonisch" viele Sounds von Goldenthal für die Reihe geworden sind, ist dabei natürlich erstaunlich. Als autonome Musik würde ich ALIEN³ daher schon nochmal auf eine andere Stufe stellen als ALIENS, der viele Ideen auch einfach von Goldsmith übernommen hat (Echoplex-Ideen, Pendelmotive, etc.).
  28. Bei Vergleichen lässt sich immer streiten. Ob der Eine von musikalischer Handwerklichkeit und Rafinesse spricht und der Andere von purem, persönlichem Gefallen. Den Starthread von Mistermaffay zitiert, finde ich z.B. Gary Changs Musik zum ersten UNDER SIEGE besser als Poledouris‘ Musik zur Fortsetzung. Mag man dann auf mich einprügeln, aber es ist halt so.
  29. Ich würde bei Kamen und Beltrami von Gleichstand sprechen oder von "anders". "Müdigkeit" wie du das oben nennst, mag es bei Kamen beim dritten Teil gegeben haben. Bei Alien sehe ich bei Horner und Goldenthal auch Gleichstand, nur eine andere Herangehensweise. Goldsmiths Score zu Aliens thront über allen anderen Musiken, das würde ich auch sagen. Aber der Horner ist stark auf seine Art und für meine Begriffe kein "Abfallen". Die drei BttF Scores geben sich alle nichts. Habe gerade letzte Woche alle drei Filme zum ersten Mal seit Jahrzehnten in einem Rutsch gesehen. Im Grunde drei schöne Musiken, die sich alle nicht groß voneinander unterscheiden. Schönes neues thematisches Material im dritten Score. Die beiden Mummy Scores geben sich für mich auch nichts, Gleichstand.
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