112 Beiträge in diesem Thema

vor 1 Minute schrieb Sebastian Schwittay:

War nur ein Beispiel. Dieser Trend zu komplexen und betont cleveren Erzählstrategien kulminiert bei Nolan, findet sich aber v.a. auch im "Quality TV" (Serien wie THE WIRE, DEXTER, HOUSE OF CARDS oder DAMAGES) und mittlerweile auch überall dort, wo umfangreiche Erzähluniversen unterhalten werden, eben im Bereich der Franchises. Der heutige Zuschauer ist da schon ziemlich auf Linie gebracht.

findest? und was ist daran schlimm, dass versucht wird, auch inhaltliche qualität in filmen und serien unterzubringen? zumindest bei den von dir genannten beispielen. ich finde es z.bsp furchtbar, wenn zwanghaft z.bsp. die marvel filme auf "intelligent" getrimmt werden, nur um sie besser als den nächsten Transformers oder Pirates Of The Caribbean aussehen zu lassen.

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vor 3 Stunden schrieb Trekfan:

Und da haben wir sie wieder, die herablassende Arroganz der Forumsoberschicht! ;)

Man beachte den Smiley. Nicht, dass das sonst zu einer Grundsatzdiskussion ausartet. :) 

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vor 6 Minuten schrieb Lars Potreck:

und was ist daran schlimm, dass versucht wird, auch inhaltliche qualität in filmen und serien unterzubringen?

Per se natürlich nichts. In den 60ern und 70ern wurde auch inhaltliche Qualität in Filmen untergebracht, aber eben nicht mit dieser "schaut her, wie clever das alles ist"-Attitüde. Wenn ich mir z.b. frühe John-Frankenheimer-Filme wie THE MANCHURIAN CANDIDATE oder SECONDS anschaue, sehe ich da genauso viel Komplexität und inhaltliche Qualität wie bei Nolan oder einer supercleveren modernen TV-Serie, nur eben ohne die große Selbstdarstellung.

Außerdem - und das finde ich wie gesagt am schlimmsten - hat der aktuelle Komplexitäts- und Qualitäts-Trend die Zuschauer konditioniert: man schaut heute einen Film immer mehr mit der Sorge, irgendetwas zu verpassen oder nicht zu verstehen und verliert dabei das aus den Augen, was das eigentlich Interessanteste am Film ist: die Feinheiten der Inszenierung, der Atmosphäre und der Farben; die Schauplätze, die Ausstattung, die Musik... also all das, was die Wirkung eines Films am meisten ausmacht. Anstatt z.B. einfach mal in der Stimmung einer Location zu schwelgen oder eine dynamische mise-en-scène zu genießen, wird sich auf Handlungsverläufe und logisches Verhalten von Figuren konzentriert. Der Zuschauer ist zum kleinen Sherlock erzogen worden, ist jetzt quasi selbst Drehbuchspezialist - und statt zu bewundern und sich treiben zu lassen, will er den Filmemachern ihren Job erklären, es am liebsten selber besser und cleverer machen. Und die Studios richten sich mittlerweile auch danach und lesen König Kunde jeden Wunsch von den Lippen ab. Eine komische und mir persönlich sehr unsympathische Entwicklung.

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vor 2 Minuten schrieb Sebastian Schwittay:

Per se natürlich nichts. In den 60ern und 70ern wurde auch inhaltliche Qualität in Filmen untergebracht, aber eben nicht mit dieser "schaut her, wie clever das alles ist"-Attitüde. Wenn ich mir z.b. frühe John-Frankenheimer-Filme wie THE MANCHURIAN CANDIDATE oder SECONDS anschaue, sehe ich da genauso viel Komplexität und inhaltliche Qualität wie bei Nolan oder einer supercleveren modernen TV-Serie, nur eben ohne die große Selbstdarstellung.

Außerdem - und das finde ich wie gesagt am schlimmsten - hat der aktuelle Komplexitäts- und Qualitäts-Trend die Zuschauer konditioniert: man schaut heute einen Film immer mehr mit der Sorge, irgendetwas zu verpassen oder nicht zu verstehen und verliert dabei das aus den Augen, was das eigentlich Interessanteste am Film ist: die Feinheiten der Inszenierung, der Atmosphäre und der Farben; die Schauplätze, die Ausstattung, die Musik... also all das, was die Wirkung eines Films am meisten ausmacht. Anstatt z.B. einfach mal in der Stimmung einer Location zu schwelgen oder eine dynamische mise-en-scène zu genießen, wird sich auf Handlungsverläufe und logisches Verhalten von Figuren konzentriert. Der Zuschauer ist zum kleinen Sherlock erzogen worden, ist jetzt quasi selbst Drehbuchspezialist - und statt zu bewundern und sich treiben zu lassen, will er den Filmemachern ihren Job erklären, es am liebsten selber besser und cleverer machen. Und die Studios richten sich mittlerweile auch danach und lesen König Kunde jeden Wunsch von den Lippen ab. Eine komische und mir persönlich sehr unsympathische Entwicklung.

seh ich auch so, nur wenn charakterzeichnung und handlungsweisen völlig unsinnig sind, kann das einem das filmvergnüngen schon versauen. ich kenne diesen Alien noch nicht, aber man nehme z.bsp. die Fast & Furious reihe, die ich momentan schaue. alles andere als intelligente filme, aber tolle locations, fette action, sympthaische figuren, ansehnliche kameraarbeit, etc.... bei teil 7 alles unwichtig, da das wichtigste bei dieser reihe, nämliche action, komplett versagt. was die figuren da alles mitmachen, kompletter blödsinn. was sollen denn farben, ausstattung, musik, schauplätze da noch raushauen? gar nix.... sicherlich ist es aber auch so, dass die intelligenteste handlung nix bringt, wenns von technischer seite her nicht ansprechend ungesetzt wird. also ne balance sollte schon gefunden werden.

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vor 31 Minuten schrieb Lars Potreck:

nur wenn charakterzeichnung und handlungsweisen völlig unsinnig sind, kann das einem das filmvergnüngen schon versauen.

Ich kenne sowas nicht, habe ich noch nie erlebt. Ich lasse mich auf die Logik des Films vollkommen ein und denke mir nie, was mehr Sinn gemacht hätte. Außerdem sind menschliche Handlungsweisen so vielfältig, dass auch das vollkommen Irrationale nichts Ungewöhnliches ist. Finde ich meist sogar spannender, wenn sich Figuren jenseits der Rationalität bewegen.

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vor 2 Stunden schrieb Sebastian Schwittay:

Ich kenne sowas nicht, habe ich noch nie erlebt. Ich lasse mich auf die Logik des Films vollkommen ein und denke mir nie, was mehr Sinn gemacht hätte. Außerdem sind menschliche Handlungsweisen so vielfältig, dass auch das vollkommen Irrationale nichts Ungewöhnliches ist. Finde ich meist sogar spannender, wenn sich Figuren jenseits der Rationalität bewegen.

es passiert mir auch nicht oft und die logik ist dann auch nicht das problem sonder eher die glaubwürdigkeit der figuren oder szenen. siehe z.bsp. Fast & Furious 7 oder Indy 4. darunter leidet für mich dann der unterhaltungswert.

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also so schwachsinnige Handlungsweisen, die jeder Glaubwürdigkeit entbehren wie zb. "ich muss mich JETZT mal waschen" in ALIEN COVENANT und dann läuft die Tuse ALLEIN durch eine grosse Burg SONSTWOHIN wo sie gerade noch grässliche Monster hat ihre Freunden fressen sehen... also sowas hat wirklich keinen Unterhaltungswert, das ist einfach nur noch den Zuschauer für doof verkaufen... 

aber stimmt schon, dass eine innere Logik in einem Film ich schon akzeptieren kann (sagen wir mal UPSIDE DOWN... dass 2 Planeten ja nicht so dicht aneinander stehen können und sich nicht drehen, das nehm ich einfach da so hin... is halt Fantasy/SF... wenn man sich daran schon stört braucht man den Film gar nicht erst ansehen)

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vor 12 Stunden schrieb ronin1975:

also so schwachsinnige Handlungsweisen, die jeder Glaubwürdigkeit entbehren wie zb. "ich muss mich JETZT mal waschen" in ALIEN COVENANT und dann läuft die Tuse ALLEIN durch eine grosse Burg SONSTWOHIN wo sie gerade noch grässliche Monster hat ihre Freunden fressen sehen... also sowas hat wirklich keinen Unterhaltungswert, das ist einfach nur noch den Zuschauer für doof verkaufen...

Ist mir nicht mal aufgefallen, da einfach nur ein nebensächliches Horrorfilmklischee. Nach diesem Prinzip müsstest du auch jeden NIGHTMARE ON ELM STREET-, SCREAM- oder sonstigen Slasher-Film unter aller Kanone finden. Doofes Verhalten, das zum raschen Ableben führt, gibt's da auch in jeder zweiten Szene.

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vor 2 Minuten schrieb Sebastian Schwittay:

Ist mir nicht mal aufgefallen, da einfach nur ein nebensächliches Horrorfilmklischee. Nach diesem Prinzip müsstest du auch jeden NIGHTMARE ON ELM STREET-, SCREAM- oder sonstigen Slasher-Film unter aller Kanone finden. Doofes Verhalten, das zum raschen Ableben führt, gibt's da auch in jeder zweiten Szene.

deshalb schaut man sich bei diesen filmreihen die ersten 2-3 teile auch noch wegen der spannung an, die darauffolgenden nur noch wegen der hoffentlich kreativen und blutigen ableben der figuren.

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Es handelt sich ja aber hierbei nicht um einen FREITAG DER 13te Film, sondern um einen Ridley Scott Film. Scott der ja nicht müde wird zu erzählen wie wichtig Prometheus und auch AC sind, wegen Religion und Kreation etc etc... da darf man nun halt aber auch mehr Intelligenz erwarten... und auf dieses Niveau haben sich Alien 1-4 NIE herabgelassen... das gabs in diesem Maße nur in AVP2 und ich bezweifle, dass Scott das als Kompliment verstehen würde.

Ganz ehrlich, im Kino wurde reihenweise "oh man is das beschissen dämlich!" aufgestöhnt als Crudup sich über das Ei beugt... das macht wirklich überhaupt gar keinen Sinn... dass er allein (...) in den Keller folgt... sowas Bescheuertes... da geht dann auch jede Spannung flöten, weil man sich nur noch ärgert.

Reihenweise werden gesichts- und namenlose "Statisten" dahingerafft... eine Schande sowas in den Alien Kanon einreihen zu wollen. Aber gut, der Film läuft enttäuschend. Würde mich nicht wundern, wenn Fox einen dritten Teil cancelt... oder zumindest Scott absägt. Das Budget war gar nicht mal so hoch, rechnen wird sich der Schmonz... aber für Teil 3 müsste da sicher das Budget nochmal runtergehen. Brauchen tut den eh keiner mehr.

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Ich hab den Film jetzt auch gesehen und sehe es wie @Sebastian Schwittay - der Film war unterhaltsam und zwar eben weil ich nicht erwartet habe, dass das da ein völlig logischer Film läuft. Ja, der Captain hat sich absolut dämlich verhalten, aber im Vorfeld wurde bereits die gesamte Figur schon so angelegt, dass da nix gescheites bei rumkommen konnte. Das beginnt doch noch auf der Covenant, als er sich seine Unsicherheit von seiner Frau hat ausreden lassen.

Und um beim Thema zu bleiben: Die Musik fand ich in Ordnung. Nichts tolles, aber auch nichts, was einen an Jed Kurzel zweifeln lassen müsste. Natürlich wird ein Großteil der Atmosphäre durch die Themen von Jerry Goldsmith erzeugt, aber der Rest ist ok.

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Also ich kann zwar bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen warum Sebastian den Film ganz gut fand. Diese B-Movie/Exploitation artige Atmosphäre, diese teilweise dreckig- brutalen und blutigen Sequenzen hatten schon was. Leider hat die ansonsten sehr geleckte und auf epic Movie getrimmte Atmosphäre meiner Meinung nicht zu den B-Movie Ideen gepasst. Und das pseudo philosophische Geschwafel zwischen David und Walter fand ich auch eher schlafinduzierend. Musik von Jed Kurzel ist mir kaum aufgefallen. Ein paar langsame Passagen waren ganz atmosphärisch, die Actionmusik aber völlig belanglos und billig zusammengezimmert...

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