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  1. Letzte Stunde
  2. Spannende These 🤔. Ich liebe Herrmann‘s Score zu CAPE FEAR und sehe ihn auch als absolutes Highlight im Schaffen dieses Filmmusik-Gottes. Aber du meinst, dass sein Score (in den 90ern von Elmer Bernstein adaptiert) nicht mehr zum 90er Jahre Remake passt? Ich würde dir zwar gern widersprechen, aber du hast wohl recht. Da blendet mich meine musikalische Liebe für dieses Meisterwerk. Aber ja, wenn ich jetzt nochmal darüber nachdenke wirkte die Musik eher übergestülpt und nicht organisch passend. Hmmm🤔
  3. Mir reichen 1-2 intensive Hördurchgänge, klar. Ich gebe dir zwar recht, dass sich der Eindruck erweitert und verfeinert mit den darauffolgenden Wochen, Monaten und Jahren - aber dennoch wird sich ein Score wie DISCLOSURE DAY, der im Mittelfeld von Williams‘ Schaffen rumdümpelt, gewiss nicht als Meisterwerk entpuppen. Ich habe in meinem Leben schon unzählige tausende und abertausende Stunden Musik gehört 🤷🏼 da brauche ich nicht 10 Durchläufe um einen Score einordnen zu können. Schade, dass du emotional wirst, statt mal darüber nachzudenken wie ich es gemeint haben könnte. Selbstredend ist DISCLOSURE DAY stilistisch nicht mit CATCH ME IF YOU CAN zu vergleichen. Darum ging es aber auch nie 🤷🏼. Es ging um das stimmige Gesamtprodukt, das aus Williams‘ Oeuvre angenehm hervorsticht und starken Wiedererkennungswert hat - ganz anders als DISCLOSURE DAY. Und die Parallelen zu A.I. hab ich hier im Forum als erster bemerkt bzw verschriftlicht, mein Lieber wer lesen kann…..
  4. Gestern habe ich den Film geschaut und ehrlich gesagt fand ich ihn gar nicht so schlecht. Klar, auch ich hatte etwas mehr erwartet, und ein paar Handlungen waren schon ziemlich dumm oder zumindest sehr simpel geschrieben! Gerade beim Drehbuch hätte man definitiv mehr rausholen können. Trotzdem muss ich sagen, dass mich der Film gut unterhalten hat. Ich fand auch nicht, dass sich die Szenen unnötig in die Länge gezogen haben. Im Gegenteil: Für mich war der Film recht kurzweilig. Das Ende ist sicher Geschmackssache und darüber kann man wohl streiten... haha. Was für mich wirklich gut funktioniert hat, waren die Musik und die Cinematography. Das hatte schon diesen typischen Spielberg-Vibe, den man aus seinen neueren Filmen kennt. Vor allem die Kamerafahrten während den Autofahrten haben mich stark an Krieg der Welten erinnert. Auch die Musik passte für mich sehr gut zum Geschehen und hat die Stimmung schön getragen, ohne zu aufdringlich zu sein. Man hört direkt, dass es von Williams ist. Alles in allem hat für mich die Musik gut zusammengepasst. Kein perfekter Film und sicher mit einigen Schwächen, vor allem beim Drehbuch, aber ich wurde gut unterhalten und fand ihn insgesamt besser, als es manche Kritiken vermuten lassen. Ansehen werde ich den Film aber trotzdem kein 2. mal, und kaufen muss ich ihn mir auch nicht. Den Score werde ich mir aber sicherlich noch ein paar mal gönnen.
  5. Was für Quellen und Fakten ?! Ich sprach ja von Deutschland bzw. der deutschen (oder heutzutage eher „deutschen“ )Bevölkerung. Und ja, bei einem der Hobbit Teile hast du recht (ich glaube bei Teil 1 war es so, muss aber nochmal nachschauen). Aber in über 95% seiner Werke hat Howard Shore alles selbst gemacht. Aber wieder sehr bezeichnend, dass du dir das EINE Beispiel rauspickst, bei dem er keine Zeit hatte und es jemand anderes machen musste. 👏🏼
  6. Wir sind hier zunehmend überhaupt nicht mehr einer Meinung. Immer öfter bügelst du hier mit vorschnellen Urteilen über starke und gehaltvolle Musik, während du die Auffassungen anderer Foren-Mitglieder arrogant abkanzelst statt sie als Anregung aufzufassen oder deine eigene Perspektive zu bereichern. "Ich habe mir meine Meinung bereits gebildet", krakeelst du selbstsicher, einen Tag nachdem das Album erschienen ist. WTF? Wenn ich eines aus meiner "Sozialisation" im Cinemusic-Forum - und durch die Beschäftigung mit (ernsthafter) Filmmusikkritik in den frühen 2000ern - gelernt habe, dann dass sich starke Filmmusik oft erst durch mehrere Hördurchgänge erschließt. Dein grotesk selbstbewusstes Auftreten bei völligem Am-Kern-des-Gegenstands-Vorbei erinnert mich ein bisschen an mein 16-jähriges Ich, das damals zurecht von Michael Boldhaus und Co. zurechtgewiesen wurde... Setz dich mal hin, vertief dich in den Score und poste in einer Woche was zur Musik, wenn du sie gehört hast. Ein völlig unsinniger Vergleich. Ähnlich gelagerte Williams-Musiken, die sich zum Vergleich anböten, wären A.I., MINORITY REPORT, z.T. auch WAR HORSE, was die pastoralen Vaughan-Williams-Einflüsse betrifft, oder auch THE FABELMANS, in der Behandlung von Solo-Klavier und -Harfe. Aber nun ganz sicher nicht CATCH ME IF YOU CAN.
  7. Heute
  8. Früher musste Musik halt auch ausgleichen, was Sound nicht liefern konnte. Und Geschmack hat sich halt auch verändert… fällt mir Cape Fear zb ein weil die Serie grad neu ist. Ich fand Bernsteins Musik zum alten Film passend, aber im Remake zu einem 90er Film nicht mehr. Da nervte mich das Getöse schon.
  9. Zum Glück hat man es aber zumindest diesmal nicht so gemacht, dass man deshalb in Deutschland alle Sommerstarts später gelegt hat. Dafür finden dann Teile der WM auch zu sehr tief in der Nacht statt.
  10. In Deutschland jedenfalls ist es alle zwei Jahre in der Sommerzeit - ob EM oder WM - immer dasselbe: Es wirkt sich knallhart auf das Kinogeschäft aus. Und da baucht nur noch schönes Wetter hinzukommen - dann ist alles vorbei. Merkt man schon heute: Aufgrund des nun doch schöneren Wetters als ursprünglich für heute angekündigt und natürlich dem Deutschland-Spiel um 19 Uhr kann nicht mal mehr der gestern noch prognostizierte 200er-Besucherschnitt pro Kino bei DISCLOSURE DAY gehalten werden. Das geht jetzt tatsächlich was das Gesamtergebnis übers Wochenende angeht noch etwas weiter in den Keller runter.
  11. Howard Shore hat doch beim Hobbit, so zumindest die Berichte/Vorwürfe, auch nicht mehr alles selbst gemacht. Auf zwei Seiten wird das Gegenteil berichtet, aber von "baden gehen" kann ja nicht die Rede sein, wenn er weltweit über den Erwartungen startet, aber nur in Deutschland SCARY MOVIE erfolgreicherläuft...aber gut mit Fakten und Quellen hat es nicht jeder so. Also eine Alientechnologie spielt doch sogar eine gewichtige Rolle Film. Leider etwas zu sehr, um den unausgegorenen Drehbuch etwas auszuhelfen...
  12. Klingt dann bisschen nach nem Logikproblem, wenn der Film in der jetzigen Zeit spielt. TV Movie Feeling klingt ernüchternd. Mir vergrault es schon etwas die Atmosphäre, wenn eine TV Serie heute immer noch nach 2000er TV Serie ausschaut. Bei einem Kinofilm ist das ja schon fast Genickbruch. Ich schaue den erst auf Blu-ray.
  13. Habe ja oben auch schon geschrieben, dass das total an Akte X erinnert. Vielleicht tue ich dem Film Unrecht, aber ich hatte im Kino die ganze Zeit das Gefühl, mir einen 70s TV Movie anzusehen. Der obendrein wie für die 70s typisch einen guten eher "low key" Score hat. Überhaupt haben mich die Auto-Verfolgungsjagden im Film sehr an entsprechende 70er/80er Produktionen erinnert. So richtig bedrohlich war die Geheimorganisation im Film auch nie. Keine Hubschrauber oder Drohnen, auch nicht irgendwelche Alientechnologie. Da wirkten die Verschwörer in Akte X bedrohlicher und auch geheimnisvoller. Dieses TV Movie Feeling wurde auch noch durch die CGI Tiere unterstützt, die eben auch nicht hochwertig wirkten. Ich habe mir nach den Trailern nicht viel versprochen, bin aber auch nicht positiv überrascht worden.
  14. Allgemein finde ich es aber traurig, dass DISCLOSURE DAY baden geht an den Kinokassen. Ist bei einem langweiligen Akte X Abklatsch mit Überlänge zwar nicht verwunderlich, aber dennoch bezeichnend, wenn Scary Movie Teil 937482 wohl mehr Zuschauer anzieht… das gibt mal wieder Anlass zur Besorgnis bezüglich der Bevölkerung 😅
  15. Ich spekuliere - offiziell wissen kann ich es nicht. Aber ja, damit hast du recht - wir können nie zu 100% sicher sein, ob das fertige Produkt wirklich komplett aus der Hand von Komponist XY stammt. Nur bei Bernard Herrmann und Howard Shore bin ich mir da recht sicher, da diese Herren alles übernehmen (Orchestrieren, dirigieren, komponieren und [im Falle von Shore sogar noch] produzieren).
  16. Ist dem denn so? Kerber und Ross werden in ihren Funktionen offiziell ja genannt. Wer wie viel gemacht hat weiß man als Konsument in der Regel doch eh nie,
  17. Ich stimme dem voll und ganz zu. Williams wird diesen Score niemals allein geschrieben haben (was mit 94 Jahren aber auch keine Schande ist). Vermutlich hat er das melodiöse Grundgerüst noch zu Papier bringen können und den Rest haben seine Orchestratoren gemacht. Nur schade, dass man versucht diesen Umstand so zu vertuschen..
  18. Wobei in den anderen europäischen Ländern die WM wohl weniger Einfluss hat? Zumindest ist festzuhalten, dass der in den USA und international über den Erwartungen gestartet ist und trotz des durch Marketings hohen Budgets, konnte man da heutzutage bei so einer Art Film kaum mehr erwarten, dass der definitiv über die 400 Mill. kommt.
  19. Gestern
  20. Offenbar schon https://www.dwdl.de/zahlenzentrale/106813/die_fussballwm_knackt_im_zdf_direkt_die_10millionenmarke/
  21. Gerade eben erst gemerkt: Sorry, ich meinte oben natürlich den Track 3 "Dive" und nicht Track 12 "Signs".
  22. Man darf natürlich auch nicht vergessen, daß hier in Deutschland dieses Wochenende aufgrund der WM so gut wie alle Filme von den Zuschauerzahlen her um mindestens 50% gegenüber der Vorwoche abstürzen. Das ist wie üblich zu der Zeit unaufhaltsam. Insofern ist der Starttermin für DISCLOSURE DAY ohnehin nicht gerade gut gewählt worden - aber der Kinostart muß bei so was heutzutage eben fast immer zeitgleich mit den USA sein, anders geht es kaum noch. Nichtsdestotrotz glaube ich schon, daß gerade beim jüngeren Blockbuster-Publikum heutzutage der Name Spielberg allein nicht mehr eine derartige Zugkraft besitzt wie früher mal - das hat man ja auch schon bei seinen letzten Filmen zumindest hier in Deutschland gesehen. Die Zeiten der 70er, 80er und auch 90er, als Spielberg-Filme oft Kassenknüller waren und der Name allein schon so einige Besucher anlockte, sind längst vorbei. Und dieses Publikum von damals ist natürlich auch älter geworden und in vielen Fällen fürs Kino heute gar nicht mehr vorhanden. In der Großstadt vermutlich noch etwas mehr als in Mittel- und Kleinstädten. Sieht man jetzt auch beim wieder mal gewaltigen Stadt-Land-Gefälle von DISCLOSURE DAY, was die Zahlen betrifft. Die jüngeren Kinogänger hingegen sind sowieso anders gepolt. Sieht man ja daran, wie der x-te Aufguß einer Horrorkomödie in den Multiplexen hierzulande so ganz easy schon wieder funktioniert hat. Manchmal ist es halt wirklich auch ganz einfach, das dementsprechende Publikum abzuholen.
  23. Es ist für mich ein (ohne eine Gewichtung in eine spezielle Richtung) sehr außergewöhnlicher Score. Man erwartet für so einen Film etwas wie Jablonskys Transformers (sprich, dann doch wieder diesen etwas austauschbaren Bombastsound). Daher ist der Score schon sehr speziell. Für mich natürlich gelungen, da ich das Spiel von Brian May als alter Queen-Fan natürlich sofort heraus höre.
  24. Thema Kassenerfolg: Ich empfinde, dass die Werbetrommel für den Film zu früh getrommelt wurde. Gefühlt gab es den ersten Trailer vor einem halben Jahr. Kann sein, dass viele den Film gar nicht mehr so auf dem Radar haben. Oder anhand der Trailerszenen erkennen: „Hmmm, irgendwie habe ich solche Filme schon mal gesehen. Nichts Neues“. Man mag dann falsch liegen, aber ich denke, das wird mit ein Grund sein.
  25. Ich steh' eigentlich nicht so auf Rock-Scores - aber das Album macht stellenweise echt Spaß
  26. Mir gefällt tatsächlich der Teil des Albums ab celestial... ingesamt besser als der Teil davor. Was Spielberg angeht war der Mann für mich noch nie ein Garant für unterhaltsames Filmerlebnis. Habe noch nie einen Film geschaut, nur weil er von Spielberg ist. Hab zwar nicht alle seine Filme aus den letzten 20 Jahren gesehen, aber von denen die ich gesehen hab, gefiel mir nur Bridge of Spies wirklich gut. Ich hab tatsächlich auch nur 2 Spielberg Filme im Kino gesehen. Jurassic Park 2 war nicht so mein Ding und Der Soldat James Ryan schrie aus jedem Bild gebt mir den Oscar. Als Produzent hat er für mich ein glücklicheres Händchen bewiesen.
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