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Soundtrack Board

Sebastian Schwittay

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  1. Genau das war auch meine These mit Blick auf die medialen Entwicklungen der 90er Jahre: dass erst mit dem Aufkommen des Internets, der weiten Verbreitung von PCs, von DVDs, etc. die Grundlagen geschaffen wurden, sich Filmmusik überhaupt komplett "beschaffen" zu können - etwa über das Rippen von Iso-Scores, das Brennen und Vervielfältigen von CDs, usw. Es gab da mal Ende der 90er/Anfang der 2000er eine Internetseite, die "Rare Soundtracks" hieß. Da waren alle Bootlegs gelistet, die in den 90ern zirkulierten, u.a. die berüchtigten Predator-Bootlegs von Alien Records. Fand nur ich das faszinierend? Ich hatte schon das Gefühl, dass zu dieser Zeit ein Hype in der Szene um diese "Complete Scores" bestand.
  2. Das finale Abgabedatum rückt näher, und gerade merke ich, dass ich einen Aspekt nicht so gut überprüft habe bzw. einfach von seiner Richtigkeit ausgegangen bin: Fängt der "Complete Score"-Trend tatsächlich erst in den 90ern an? Ich habe flankierend den Hype um Bootlegs und das Aufkommen von Iso-Scores auf DVDs, sowie die Leserdiskussionen im FSM-Magazin beschrieben - das ist ja tatsächlich alles sehr 90er-exklusiv. Oder gab es tatsächlich schon in den 80ern einen vergleichbaren Hype unter Sammlern, der die unbedingte Filmnähe der Präsentation ("C&C") fordert?
  3. Absolute Zustimmung bzgl. "Germany 1944". Glücklicherweise funktioniert "Tuk Tuk in Tangiers" autonom viel besser. Ist ja auch völlig anders als im Film. Den Track hat Williams sehr schön und musikalisch schlüssig aus zwei Filmstücken zusammeneditiert und dabei die beiden Stücke auch in ihren (ursprünglichen?) Originalstrukturen belassen (im Film sind beide Cues geschnitten).
  4. Ich würde hier aber dennoch - wie immer - erstmal zu den alten Albumfassungen raten. Die haben die musikalisch geschlossene Form, und sind immer vorzuziehen. Leider hat nur die La-La-Ausgabe von JURASSIC PARK den Albumschnitt mit im Gepäck.
  5. Dein Sohn hat Geschmack. Hört der auch sonst Filmmusik oder klassische Musik?
  6. Schade. Kirchentonarten magst du auch nicht? Auch nicht Dur und moll. Vieles von Goldsmith aus den 60ern, 70ern und 80ern wäre dann wohl auch nix für dich.
  7. THE COBWEB sollte man schon kennen. Bekannter Regisseur (Vincente Minnelli), und Rosenmans Musik gilt als erster Hollywood-Score, der Schönbergs Zwölfton-Methode relativ konsequent angewandt hat. Norths 13TH LETTER wurde von Varèse zusammen mit VIVA ZAPATA! auf CD veröffentlicht, letzterer ist auch ein absoluter Klassiker. So speziell sind die Filme in der Tat nicht, wenn man sich ein bisschen mit Film und Filmgeschichte beschäftigt.
  8. Das heißt erstmal nur, dass nun dein Exemplar aus den Restbeständen der ersten Auflage, die im August kurz noch mal reingestellt wurden, verschickt wurde. Die zweite Auflage wird ab 18. Oktober verschickt, ist aber auch schon wieder ausverkauft. Momentan produziert Disney also gar nicht weiter nach, sondern wartet auf die Zweitauflage aus dem Presswerk.
  9. Wäre vor allem deswegen gut, weil es noch keine Edition zur Omni-Partitur gibt, zu der man gescheit mitlesen könnte. Das Album ist teilweise schon stark arrangiert bzw. zusammengeschnitten (was ich grundsätzlich ja immer befürworte, aber so lässt sich die Musik eben schwer mit Noten studieren).
  10. Dann wird das mit den FINAL DESTINATION-Scores wohl nie was. Ärgerlich, auch für das Standing von Frauen in der Filmmusik, dass das erste von einer Frau vertonte Franchise diskographisch weiterhin völlig unerschlossen bleibt.
  11. Hat es eigentlich einen spezifischen Grund, wieso sich Albumpräsentationen von Filmmusik in den 60er Jahren meist zwischen 30 und 35 Minuten Dauer bewegen, wo doch die Gesamtdauer der LP schon damals - ohne Qualitätseinbußen - bei ca. 50 Minuten lag? Waren Re-Use-Fees damals schon ein limitierender Faktor?
  12. Und "To Athens", der "Prologue" mit dem Archimedes-Thema, "Tuk Tuk in Tangiers", das stürmische "The Airport"...? Würde ich nicht drauf verzichten wollen.
  13. Ist doch prima. Disneys Marktforschern war beim ersten Run offenbar nicht klar, dass unter Filmmusik-Sammlern immer noch die CD das gefragteste Medium ist, und sich die wenigen Käufe eher auf die LP konzentrieren würden. Schön immerhin, dass jetzt reagiert wird.
  14. Die Geste von Belloq ist eine fordernde. Macht so überhaupt keinen Sinn.
  15. Genau die beiden erwähnt Wünschel. (Beide in der Hollywood Bowl, das hatte ich oben falsch geschrieben.) Danke!
  16. Super, danke euch! Ulrich Wünschel erwähnt in seinem Aufsatz in "Filmmusik: Ein alternatives Kompendium" auch bereits Tiomkin-Konzerte in den 30er und 60er Jahren (letztere in der Hollywood Bowl), wie ich gerade sehe. Die Filmharmonic-Konzerte dürften dann aber die ersten, richtig erfolgreichen Filmmusik-Konzerte in Europa sein, nehme ich an? Und so richtig in die Vollen geht der Trend ja erst nach der Jahrtausendwende.
  17. Eine etwas allgemeinere Frage, bei der sich erst nach eingehender Beschäftigung herausstellt, dass sie eigentlich gar nicht so leicht zu beantworten ist: Seit wann gibt es eigentlich Filmmusikkonzerte? Diesen Aspekt möchte ich als letzten Punkt meines allgemeinen Überblicks über die Filmmusikkultur auch noch unterbringen, und frage mich dabei, ob sich das zeitlich überhaupt so genau eingrenzen lässt. Fängt die Wertschätzung von Filmmusik im Konzertsaal auch erst mit der Rückkehr der sinfonischen Filmmusik ab Mitte der 70er richtig an, also zur gleichen Zeit, als auch die ersten Zeitschriften und Labels (Varèse) entstehen? Ist das Filmharmonic 75 Concert in der Royal Albert Hall, bei dem Goldsmith eine Suite seiner Themen dirigiert, eins der ersten seiner Art? Oder gibt es Ähnliches schon in den 60ern, evtl. sogar schon in den 50ern? (Beispiele wie Korngolds Violinkonzert, in dem er Teile seiner Filmmusiken verarbeitet, meine ich hier dezidiert NICHT.)
  18. LOL. Jetzt haben die CD zweihundert Leute mehr. Wird für ein paar mehr 500-Dollar-Angebote auf Ebay reichen.
  19. Interessant, diese alte Baum-Darstellung von Siteboard kenne ich schon gar nicht mehr. Ich stieß erst dazu, als es schon das normale, hellblaue Forum war. Danke jedenfalls! Dann gehe ich jetzt mal von 2000 aus.
  20. Ich habe da das Gefühl, als würde ich mir einen Pömpel aufs Ohr drücken. Seltsames, luftleeres Gefühl, fast wie ein Unterdruck. Das zieht regelrecht am Trommelfell. Man drückt ja auch nicht seine Ohren direkt auf Lautsprecher drauf. Die stehen am besten in einem Raum und haben Luft um sich rum.
  21. Kleine Formsache: wisst ihr zufällig, seit wann genau das Cinemusic-Forum besteht? Ich war ab 2001 Mitglied, und die Wayback Machine geht auch nur bis in dieses Jahr zurück. Irgendwie dachte ich aber, dass es dort schon 1999 los ging...
  22. Noise Cancelling/geschlossene Kopfhörer kann ich eh nicht. Verschlimmert meinen Tinnitus und generell Ohrenbeschwerden. Ganz abgesehen davon, dass es schlechter klingt, denn ein guter Klang braucht Luft für Resonanz, sprich: es müssen offene Kopfhörer sein.
  23. Oh, echt? Das wusste ich nicht. Ist das qualitativ gleichwertig, oder wird da über Signalumwandlungen/andere Kanäle/wasauchimmer die Qualität verschlechtert?
  24. Ich hab mir auch noch nie MP3s in 192 KBit/s gezogen. Immer 320. Oder gleich Wave-Dateien.
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