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Alle Inhalte von Sebastian Schwittay
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Sebastian Schwittay antwortete auf Scorechasers Thema in Film & Fernsehen
Vampire im Doppelpack: DAYBREAKERS (Michael Spierig, Peter Spierig) Die originelle Grundidee des Films, die mittlerweile bekannt sein dürfte, sorgt für eine ansprechende erste halbe Stunde mit cooler Optik und vielen netten Vampirwelt-Details, doch dann flacht der Film zusehends ab, die Logik-Löcher mehren sich und das Finale ist hektisch und lieblos dahingeschludert, als wollte man den Abspann unbedingt noch vor Minute 90 ansetzen lassen. Eine halbe Stunde mehr hätte der Entwicklung der Story nicht geschadet, so wirkt der Film schlicht "abgewürgt" und unfertig. Auch die Charaktere sind allesamt nicht sonderlich interessant gezeichnet und im wahrsten Sinne des Wortes blutleer - Willem Dafoe ist besonders blass und selbst mein Liebling Sam Neill hat mich ziemlich kalt gelassen. Immerhin hat er einen netten Abgang beschert bekommen. Christopher Gordons Musik ist bis auf wenige Passagen ("In the Sun", "Resurrection") viel zu leise abgemischt, fällt kaum auf und vermag daher auch nur wenige echte dramat(urg)ische Akzente zu setzen. Viele Details, ja sogar ganze Einsätze von Solo-Instrumenten sind im Film gar nicht mehr wahrzunehmen - und da kommt dann auch wieder einmal die Frage auf, warum sich gute Filmkomponisten wie Gordon dermaßen ins Zeug legen, wenn die Kinobesucher 50 % dessen, was komponiert wurde, eh nicht mitbekommen. Insgesamt bin ich also eher enttäuscht als angetan - meine Vorbehalte, die ich anfangs gegen die Regisseure hatte, haben sich bestätigt. Trotz storytechnisch wirklich origineller Ausgangsposition war wohl einfach damit zu rechnen, dass Filmemacher, die ein Debüt wie UNDEAD zu verantworten haben, wohl auch bei ihrem zweiten Film nichts wirklich Berauschendes abliefern würden. A RETURN TO SALEM´S LOT (Larry Cohen) Da ich Tobe Hoopers Erstverfilmung des berühmten King-Vampirromans eigentlich schon immer ganz nett fand, habe ich hier mal einen Blick riskiert. Gelohnt hat es sich jedoch nicht - das einzig Sehenswerte an diesem Trash-Fetzen, der mehr Vampirfilm-Parodie als echter Vampirfilm ist, dürfte der Auftritt von Regisseur Samuel Fuller als gealterter Vampirjäger sein. Darüber hinaus hatte ich erhebliche Mühe, den Film fertig zu schauen - ich habe ganze vier Anläufe gebraucht. -
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Sebastian Schwittay antwortete auf Scorechasers Thema in Film & Fernsehen
So, nun auch bei mir neu: DAYBREAKERS (Michael Spierig, Peter Spierig) -
Die große Filmmusik-Schatzkiste: Interviews, Videos & vieles mehr
Sebastian Schwittay antwortete auf ein Thema in Komponisten Diskussion
Wieder ein sehr informatives und aufschlussreiches Gordon-Interview. Und was seine Lieblingskomponisten angeht (Adams, Corigliano, Beltrami...), muss man wirklich sagen: der Mann hat Geschmack. -
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Sebastian Schwittay antwortete auf Scorechasers Thema in Film & Fernsehen
Gerade die Szene, die du ins Spoiler-Feld gesetzt hast, finde ich einfach nur widerwärtig. Ich mag provokantes Kino - aber hier verkommt die Provokation zum reinen Selbstzweck. In meinen Augen ist CRANK 2 weder "kreativ" noch in irgendeiner Weise sarkastisch oder zynisch, sondern einfach nur ekelhaft und prollig. SALT (Phillip Noyce) Unoriginelles Drehbuch, blasse Figuren und unspektakuläre Actionszenen, die dennoch ähnlich unübersichtlich und verwackelt in Szene gesetzt sind wie die Verfolgungsjagden im letzten Bond-Film. Unvorstellbar, dass Robert Elswit (verdienterweise für THERE WILL BE BLOOD mit dem Kamera-Oscar ausgezeichnet) diesen Film fotografiert hat. RAW DEAL (John Irvin) Letzten Samstag-Abend aus Langeweile im Fernsehen gesehen... war die reinste Zeitverschwendung. Vorhersehbarer, billiger Klopperfilm und auf verdammt unangenehme Weise typisch 80er. Wohl einer der miesesten Arnie-Streifen ever. -
Meine neueste DVD / Blu-ray
Sebastian Schwittay antwortete auf Scorechasers Thema in Film & Fernsehen
Bei uns im Saturn gab´s DAYBREAKERS gestern leider noch nicht, sie hatten ihn noch nicht mal im Computer. Hoffentlich am Montag dann... Bei mir neu: [REC]² (Jaume Balagueró, Paco Plaza) BAD LIEUTENANT: PORT OF CALL - NEW ORLEANS (Werner Herzog) PLAY MISTY FOR ME (Clint Eastwood) -
Blutiges Zelluloid: Horror- und Actionfilme
Sebastian Schwittay antwortete auf ein Thema in Film & Fernsehen
Nunja, Denken bereitet mir gelegentlich auch Vergnügen. Aber ich entscheide mich manchmal eben auch zwischen Anspruchsvollem und der reinen Unterhaltung. Gerade vorhin habe ich mal wieder James Camerons TRUE LIES gesehen - das ist perfektes Actionkino, das ich auch nur "zum Vergnügen" anschaue. Aber politisch motiviertes Arthaus-Horrorkino wie NIGHT OF THE LIVING DEAD könnte ich so gar nicht konsumieren, da schaltet zumindest bei mir der Intellekt ganz automatisch ein. -
Blutiges Zelluloid: Horror- und Actionfilme
Sebastian Schwittay antwortete auf ein Thema in Film & Fernsehen
Bernd, du stellst wieder Dinge in Frage, über die in der Film- und Medienwissenschaft seit Jahrzehnten ein Konsens herrscht. Der sozialkritische, linke Horrorfilm hat mit Romeros DEAD-Filmen seine wichtigsten Vertreter und hat innerhalb seines zeitlichen Kontext ganz sicher eine Metaebene bzw. eine politische Message, genau wie EASY RIDER oder TAXI DRIVER. Dass viele Zombie-Filme der Folgezeit einfach nur den Erfolg um Romero ausschlachten und hauptsächlich Kohle mit primitiven Gewaltdarstellungen machen wollten, ist klar, steht aber auf einem ganz anderen Blatt. -
Blutiges Zelluloid: Horror- und Actionfilme
Sebastian Schwittay antwortete auf ein Thema in Film & Fernsehen
Ich bin auch der Meinung, dass sich das Zombie-Genre langsam aber sicher tot läuft (bis auf einige Ausnahmen, z.B. [REC]), aber die genannten Romero-Filme solltest du dir wirklich ansehen, insbesondere NIGHT OF THE LIVING DEAD ist einer der wichtigsten Filme seiner Zeit, auch über die Grenzen des Horrorgenres hinaus. Im aufkommenden "New Hollywood" der späten Sechziger wird Amerika zunehmend von innen heraus zersetzt, fremde Bedrohungen wie Außerirdische (als Parabel auf eine Invasion des Kommunismus) nehmen immer mehr ab und der Horror kommt aus der Gesellschaft selbst. Und die Ur-Form des Zombies ist eben eine Verköperung genau dieses Gedankens - von daher steckt hinter dem "Phänomen Zombie", wie es von Romero geprägt wurde, schon etwas mehr als reiner Ekeleffekt. -
BSX-Records: Jerry Goldsmith "The Going up of David Lev"
Sebastian Schwittay antwortete auf scorefuns Thema in Scores & Veröffentlichungen
Klasse, tolle Ausgrabung! Wohl eine der obskursten unbekanntesten Goldsmith-Musiken der Siebziger. Lasse ich mir nicht entgehen. -
Dann verweise ich nochmal auf meine Goldenthal- und Gordon-Empfehlungen. Von Goldenthal wären dann außer den genannten Scores auch noch Sachen wie IN DREAMS, BATMAN FOREVER, DEMOLITION MAN, PET SEMATARY und THE BUTCHER BOY empfehlenswert. Und was das Silver Age anbelangt, würde ich noch einiges von David Shire empfehlen, z.B. THE TAKING OF PELHAM 1-2-3 oder THE HINDENBURG.
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Intrada: PREDATOR (Alan Silvestri)
Sebastian Schwittay antwortete auf neos Thema in Scores & Veröffentlichungen
Müssen sich kurze Tracks und ein gut geschnittenes Höralbum widersprechen? Ich erinnere z.B. an Goldsmiths LOONEY TUNES... Ich hab die neue Intrada-CD zwar schon bekommen, allerdings noch nicht gehört - aber mich nervt es schon irgendwie, dass der tolle Track "Payback Time" ans Ende eines siebenminütigen Cue-Zusammenschnitts gesetzt wurde. -
Veröffentlichung Intrada: THE CORE - Christopher Young
Sebastian Schwittay antwortete auf Osthunters Thema in Scores & Veröffentlichungen
Den brauche ich dann schon mal nicht... unter den vielen blassen Actionscores von Young ist das IMO einer der blassesten. -
Hat, soweit ich weiß, in angetrunkenem Zustand einen Fußgänger überfahren. AVATAR hatte keine originelle Geschichte. Und nur weil sich andere Plot-mäßig auch nicht mehr Mühe geben (obwohl man auch ein bisschen über große Studio-Produktionen und Blockbuster-Kino hinaus blicken kann), macht das die klischeehafte Story von AVATAR noch lange nicht besser. Visuell ist der Film natürlich bahnbrechend, keine Frage.
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Auweia, Fortsetzungen und Remakes bis zum Abwinken... da wird wohl jeder irgendwie auf seine Kosten kommen, oder? Ich selbst bin nur auf wenige dieser Neuauflaugen wirklich gespannt, darunter auf den fünften INDY, das HELLRAISER-Remake und insbesondere SILENT HILL 2. Hoffentlich wird aus letzterem noch was, denn der Drehbuchautor (der auch den ersten Film geschrieben hat) sitzt immer noch im Knast...
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Auha, da gibt´s ne Menge... mal sortiert nach "Epochen": Golden Age: - THE ROBE, THE EGYPTIAN (Alfred Newman) - PRINCE VALIANT, TARAS BULBA (Franz Waxman) - NORTH BY NORTHWEST, THE DAY THE EARTH STOOD STILL, BENEATH THE 12-MILE REEF (Bernard Herrmann) - MUTINY ON THE BOUNTY (Bronislau Kaper) Silver Age: - CLEOPATRA, SPARTACUS, A STREETCAR NAMED DESIRE (Alex North) - THE COBWEB (Leonard Rosenman) - OMEN-Trilogie, PLANET OF THE APES, FREUD, TORA! TORA! TORA!, ALIEN, STAR TREK: THE MOTION PICTURE, POLTERGEIST (Jerry Goldsmith) - alte STAR WARS-Trilogie, JAWS, CLOSE ENCOUNTERS OF THE THIRD KIND (John Williams) ab den 80ern: - INDIANA JONES-Trilogie, JURASSIC PARK, JFK (John Williams) - THE MUMMY, AIR FORCE ONE, LOONEY TUNES: BACK IN ACTION (Jerry Goldsmith) - ALIEN³, INTERVIEW WITH THE VAMPIRE, COBB (Elliot Goldenthal) - BATMAN, BATMAN RETURNS, SLEEPY HOLLOW (Danny Elfman) - BACK TO THE FUTURE, PREDATOR, MOUSE HUNT (Alan Silvestri) - DIE HARD, ROBIN HOOD: PRINCE OF THIEVES, LICENCE TO KILL (Michael Kamen) - ON THE BEACH, MOBY DICK, SALEM´S LOT (Christopher Gordon) ... nur ein paar Beispiele.
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Filmmusikveranstaltungen (Konzerte, Panels, etc)
Sebastian Schwittay antwortete auf Thomas Nofzs Thema in Filmmusik Diskussion
Ja, ich. Werde wohl von Dienstag dem 14. bis Freitag den 17. in Wien sein. Jonas Uchtmann wird auch da sein. -
2006 hat er mit THE BLACK DAHLIA eine der besten Musiken seiner Karriere abgeliefert. Wenn du auf der Suche nach jazzigen Scores von ihm bist, dürfte der genau das Richtige für dich sein.
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Label - Die Label - Expandierungen vs. Premieren
Sebastian Schwittay antwortete auf Alexander Grodzinskis Thema in Filmmusik Diskussion
Dankbar bin ich LaLaLand für das ein oder andere Release natürlich auch: besonders die SECONDS-Veröffentlichung verdient - bis auf das Cover - größte Anerkennung. So eine nette LaLa-Überraschung darf es dieses Jahr gerne noch mal geben. -
Label - Die Label - Expandierungen vs. Premieren
Sebastian Schwittay antwortete auf Alexander Grodzinskis Thema in Filmmusik Diskussion
Sicher nicht. Aber für mich sind die "Limited Labels" in erster Linie deswegen interessant, weil sie bisher unveröffentlichte filmmusikalische Schätze ans Tageslicht heben - und eben nicht jeden Fan-Favorite in x-ter Auflage mit ein paar Minuten mehr Material unters Volk schmeißen. Lange Zeit war das auch nicht der Fall, und beim Varèse-Club ist das z.B. bis heute nicht so. LaLaLand dagegen ist mittlerweile ein richtiges, quietschbuntes "Pop-Label", das zumindest dem fortgeschrittenen Filmmusikhörer nicht mehr allzu viel bietet - und wenn es dafür wirklich nur noch uneingeschränkt bejubelt wird, und dagegen viele wichtige Varèse-Editionen entweder ignoriert oder schlechtgeredet werden, dann ist einfach Zeit für ein paar kritische Worte. -
Ich habe das Album längere Zeit nicht mehr gehört, aber ich dachte, das wären nur die ersten 2-3 Tracks. Zu lang oder besonders monoton fand ich´s jedenfalls nie. Stimmt, JAWS hatte ich vergessen - die barocke "Tourist Montage" könnte man wirklich als indirektes Vorbild für manchen Crimebuster-Moment in HEARTBEEPS sehen. Eine Rarität bleibt das Ganze in Williams' Schaffen trotzdem.
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Label - Die Label - Expandierungen vs. Premieren
Sebastian Schwittay antwortete auf Alexander Grodzinskis Thema in Filmmusik Diskussion
Gekauft habe ich mir von den CDs keine, aber durch die gängige Methode zumindest die Doppelpräsentation Shapiro/Frizzell einmal quergehört. Und da ist insbesondere der Shapiro sicher saubere Routine à la Arnold oder Debney - aber eben stililstisch völlig uneigenständig und auch technisch kaum mit der Klasse eines Christopher Gordon vergleichbar. Und die Frizzell-Musik fand ich sogar regelrecht belanglos. Von "Verschwendung" habe ich nicht geredet. Um bedeutende Veröffentlichungen handelt es sich trotzdem nicht, selbst wenn in Remote-Control-Zeiten mal ein bisschen mehr echtes Orchester in einer aktuellen Filmmusik Verwendung findet. Da muss schon noch ein bisschen mehr kommen, um die uneingeschränkte "Lobhudelei" zu rechtfertigen. -
Ja, wunderbarer Song und großartiger Film!