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Sebastian Schwittay

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Alle Inhalte von Sebastian Schwittay

  1. DER RICHTER UND SEIN HENKER - Ennio Morricone - 12 TRON LEGACY - Daft Punk - 12 HOW TO TRAIN YOUR DRAGON - John Powell - 13 (-1) HATARI! - Henry Mancini - 10 THE BROOD - Howard Shore - 13 (+1) PIRATES - Philippe Sarde - 08 ADVENTURES OF DON JUAN - Max Steiner - 19  MATCHSTICK MEN - Hans Zimmer - 10
  2. Unter den unnötigen La-La-Land-Expandierungen der letzten Jahre sicher eine der unnötigsten.
  3. Vorsicht: nach Csongors Plus ist HOW TO TRAIN YOUR DRAGON jetzt bei 13, nicht bei 11.
  4. Ganz vergessen, der war ja auch Teil meines Flixbus-Programms... Ich hätte den irgendwie gerne gemocht - klappte aber nicht: im Gegensatz zu ähnlichen Heavy/Hardrock-Orchester-Fusionen, etwa aus dem Hause Goldenthal (S.W.A.T.), ist das hier in erster Linie pöbelig, prollig und stumpf. Weder nutzt Wallfisch das Konzept und die Besetzung für interessante klangfarbliche Kollisionen (wie es spannender geht: siehe auch hier Goldenthal), noch gibt es harmonisch oder melodisch reizvolle Momente. Wallfisch vertont auch hier wieder nur das nackte Klischee (hier der Marke "kerniger Männerspaß"), und fügt dem keine einzige Nuance, keinen einzigen Moment des Feinsinns hinzu. Musikalisches wasteland, in jeder Hinsicht.
  5. Bei mir sind die Kritikpunkte in beiden Fällen ganz andere: bei Giacchino der dünne Orchestersatz und die Grundlagen-Harmonik, bei Desplat die Bildbezogenheit und Monotonie von manch säuseliger Dramenmusik...
  6. DER RICHTER UND SEIN HENKER - Ennio Morricone - 11 (+1) GET CARTER - Roy Budd - 19 HOW TO TRAIN YOUR DRAGON - John Powell - 12 (-1) LADYHAWKE - Andrew Powell - 05 THE BROOD - Howard Shore - 12 (+1) PIRATES - Philippe Sarde - 07 ADVENTURES OF DON JUAN - Max Steiner - 17 MATCHSTICK MEN - Hans Zimmer - 10
  7. WAR OF THE WORLDS - John Williams - 20 (+1) - in die Hall of Fame GET CARTER - Roy Budd - 19 HOW TO TRAIN YOUR DRAGON - John Powell - 13 (-1) LADYHAWKE - Andrew Powell - 04 THE BROOD - Howard Shore - 11 (+1) PIRATES - Philippe Sarde - 08 ADVENTURES OF DON JUAN - Max Steiner - 16 MATCHSTICK MEN - Hans Zimmer - 10 neu: DER RICHTER UND SEIN HENKER (Ennio Morricone) DER RICHTER UND SEIN HENKER - Ennio Morricone - 10 GET CARTER - Roy Budd - 19 HOW TO TRAIN YOUR DRAGON - John Powell - 13 LADYHAWKE - Andrew Powell - 04 THE BROOD - Howard Shore - 11 PIRATES - Philippe Sarde - 08 ADVENTURES OF DON JUAN - Max Steiner - 16 MATCHSTICK MEN - Hans Zimmer - 10
  8. Du meinst also, man könne die Horrorscores von Wallfisch und Gordon nicht vergleichen, nur weil sie nicht exakt den gleichen Film vertont haben? Folglich wäre der Vergleich von Komponisten nur möglich, wenn es Paralleluniversen gäbe? Manchmal habe ich das Gefühl, dass du nur aus Prinzip dekonstruieren willst. Die Frage, wieso er dann nicht auch so elaboriert komponiert hat wie Grusin, Goldsmith und Williams, bleibt aber offen. Die Vorgaben waren ja nicht unbedingt die schlechtesten.
  9. WAR OF WORLDS - John Williams - 18 (+1) GET CARTER - Roy Budd - 17 HOW TO TRAIN YOUR DRAGON - John Powell - 13 (-1) LADYHAWKE - Andrew Powell - 06 UNDER FIRE - Jerry Goldsmith - 20 (+1) - in die Hall of Fame PIRATES - Philippe Sarde - 07 ADVENTURES OF DON JUAN - Max Steiner - 16 MATCHSTICK MEN - Hans Zimmer - 12 neu: THE BROOD (Howard Shore) WAR OF WORLDS - John Williams - 18 GET CARTER - Roy Budd - 17 HOW TO TRAIN YOUR DRAGON - John Powell - 13 LADYHAWKE - Andrew Powell - 06 THE BROOD - Howard Shore - 10 PIRATES - Philippe Sarde - 07 ADVENTURES OF DON JUAN - Max Steiner - 16 MATCHSTICK MEN - Hans Zimmer - 12 Howard Shores erster Score für David Cronenberg - eine herrmanneske Musik für 12 Streicher:
  10. Hätte den Film aber sicher auch etwas konventioneller und langweiliger gemacht. Im Umfeld der 80er-Hollywood-Fantasy finde ich den Film - auch mit der Musik - schon sehr eigenwillig-schön.
  11. Die Konzeption beziehe ich natürlich immer mit ein, klar. Filmmusik ist moderne Programmmusik, und die Betrachtung der Umsetzung des Programms gehört zur musikalischen Betrachtung dazu. Darüber hinaus kenne ich den Score nur aus dem Film, daher enthalte ich mich hier einer Wertung.
  12. Hast du dich mal näher mit Gordons Musik zu DAYBREAKERS befasst? Über das Internet Archive kannst du noch auf meinen FilmmusikWelt-Text von 2010 zugreifen, wo ich das dualistische Oktatonik-Diatonik-Konzept der Musik analysiert habe. So durchdachte musikalische Konzepte, die unbewusst natürlich auch bei musikalisch nicht vorgebildeten Menschen funktionieren, habe ich bei Wallfisch noch nie erlebt. Ganz abgesehen von der Finesse, mit der Gordon formal komponiert, und z.B. (gerade im Kontrapunktischen) immer wieder den Fokus auf einzelne Linien legt, solistische Instrumente hervortreten lässt, etc. Die virtuose Hornlinie am Ende von "Fermentation Tank" (1:52), oder die beeindruckende Mehrstimmigkeit in den Bläsern in "Spreading the Cure" (ab 5:27, später ab 7:00) - sowas findest du in Wallfischs IT nicht mal im Ansatz. Auch die Konzepte, die du bei Wallfisch beschreibst (Kinderchor für Kinderopfer, lyrisches Thema für unschuldige Jugend...) sind ausgetretene Klischees, die du in jeder billigen Fernsehserie findest, wenn es um das Thema geht. Nicht zu vergleichen mit den strukturellen Konzepten von Gordon.
  13. Genau! Und zwar auch den kleinsten, heute fast völlig in Vergessenheit geratenen Filmen - demnächst nehmen wir mal REINCARNATION OF PETER PROUD oder THE TRAVELING EXECUTIONER in die Liste, mal sehen, wieviele Plus-Wertungen die noch bekommen... WAR OF WORLDS - John Williams - 15 (+1) GET CARTER - Roy Budd - 15 HOW TO TRAIN YOUR DRAGON - John Powell - 12 (-1) LADYHAWKE - Andrew Powell - 10 UNDER FIRE - Jerry Goldsmith - 13 (+1) PIRATES - Philipp Sarde - 07 ADVENTURES OF DON JUAN - Max Steiner - 14 MATCHSTICK MEN - Hans Zimmer - 13 LADYHAWKE fand ich im Film teils irritierend (cheesy Synthesizer-Actiontracks zu Mittelalter-Fantasy), teils aber auch melodisch sehr schön. Schwer greif- und bewertbar...
  14. WAR OF WORLDS - John Williams - 11 (+1) GET CARTER - Roy Budd - 13 HOW TO TRAIN YOUR DRAGON - John Powell - 09 (-1) LADYHAWKE - Andrew Powell - 10 L'ETAT SAUVAGE - Pierre Jansen - 02 (+1) PIRATES - Philipp Sarde - 09 ADVENTURES OF DON JUAN - Max Steiner - 13 MATCHSTICK MEN - Hans Zimmer - 12
  15. Ist es eben nicht, das ist ja das Witzige. Musikalisch ist der Score - wie übrigens fast alles von Jansen oder auch Sarde - ebenso raffiniert und geschickt gemacht wie die Goldsmiths, oder auch Shires und Fieldings dieser Zeit. Die Instrumentierung ist eben etwas lichter und transparenter als in Hollywood üblich, was dem Score eine andere klangliche Qualität verleiht - kontrapunktisch und im Einfallsreichtum im Umgang mit den Klangfarben ist es aber genauso brillant. Gerade wegen der Dynamik der Klangfarben mag ich die Musik ja auch so sehr. Danke für die interessanten Eindrücke - ist doch schön, wenn man in einer Musik was entdecken kann, das mit den Rózsa-Anleihen wäre mir jetzt selbst gar nicht aufgefallen. Schade allerdings, dass du den Score vorher nur abgewertet hast, weil dir eine Wertung von mir nicht gefallen hat...
  16. Sehr schön! Die Ausgabe werde ich mir zulegen. Toller Film auch, der anlässlich des Todes von Regisseur Ulli Lommel letztes Jahr auf dem Nürnberger Hofbauer-Kongress lief - im Thread zum Hofbauer-Kongress wurde damals ein bisschen was drüber geschrieben.
  17. Auch nicht den wilden "Main Title", sprich die ersten zwei Minuten? Das ist doch echt ein wilder Ritt, der durchaus Spaß macht, wenn man vergleichbar Impulsiv-Fetziges von Goldsmith oder Williams aus der Zeit mag. Dass die Filme popkulturell einfach nicht (mehr) geläufig sind, ist natürlich ein Faktor. Überhaupt bei europäischer Filmmusik - die französischen, italienischen und deutschen Filme aus den 60ern bis 80ern spielen für die meisten einfach gar keine Rolle mehr, es dominiert Hollywood. Und deswegen beschäftigt sich die jüngere Generation auch kaum noch mit der dazugehörigen Filmmusik. Morricone ist da eine der wenigen Ausnahmen - bei Philippe Sarde sieht es z.B. schon düster aus... Echt traurig, wenn man bedenkt, dass Leute wie Sarde und Jansen qualitativ auf einer Stufe mit Goldsmith stehen, und wahrscheinlich genauso gefeiert würden, hätten sie in Hollywood komponiert.
  18. Mag sich vielleicht nochmal irgendwer dazu äußern, was genau an L'ETAT SAUVAGE so schlecht sein soll? @Krabat, @bimbamdingdong, @the.lord.of.the.rings, @Csongor?
  19. COMA - Jerry Goldsmith - 17 (+1) GET CARTER - Roy Budd - 11 HOW TO TRAIN YOUR DRAGON - John Powell - 11 (-1) ONCE UPON A TIME IN AMERICA - Ennio Morricone - 17 L'ETAT SAUVAGE - Pierre Jansen - 03 (+1) PIRATES - Philipp Sarde - 10 ADVENTURES OF DON JUAN - Max Steiner - 13 MATCHSTICK MEN - Hans Zimmer - 11
  20. Weil genau diese Anspruchslosigkeit der heutigen Fans mitverantwortlich dafür ist, dass man keine Arbeit mehr in ordentliche Präsentation und Kuratierung steckt. Kippen wir ihnen einfach alles unbearbeitet vor die Füße, und sie jubeln... Um es nochmal deutlich zu machen: Filmmusik braucht dramaturgische Bearbeitung, wenn man sie außerhalb des Films veröffentlichen will - andernfalls wird sie zum reinen Souvenir- und Merchandising-Produkt, und bildet nur die Tonspur des Films ab. Sie hebt sich nicht mehr als etwas eigenes ab, verliert damit im Grunde auch ihre Rechtfertigung, separat rezipiert zu werden. Wenn einem das reicht, bitte... aber damit geht eben die Filmmusikkultur, wie wir sie kennen, ein Stück weit zugrunde. Ich persönlich finde das jedenfalls kacke, und äußere das auch dementsprechend - ungeachtet dessen, ob das nun irgendwen "abschreckt" oder nicht.
  21. Man könnte "abgewinnen" manchmal aber auch durch "sich schönreden" ersetzen. Man bekommt schon das Gefühl, dass sich manche wirklich alles vorsetzen lassen, gerade in Bezug auf Albumkonzeption. Und das ist echt das Letzte, worauf ich Rücksicht nehmen will, wenn ich irgendwas kritisiere.
  22. Genau dieses Fehlen formaler Binnenstrukturen in einzelnen Tracks fand ich bei McCreary immer geradezu stilbildend - im negativen Sinne. Hätte mich echt gewundert, wenn sich das jetzt so plötzlich geändert hätte. Eine Entwertung findet mit diesen unkuratierten Veröffentlichungsformen auf jeden Fall statt. So weit hergeholt finde ich den Vergleich also nicht. Und überhaupt: angesichts der momentanen ästhetischen Flaute in der Mainstream-Filmmusik finde ich ein bisschen provozierendes Anprangern durchaus angebracht - meinetwegen dürfte es noch viel giftiger sein...
  23. COMA - Jerry Goldsmith - 15 (+1)REQUIEM FOR A DREAM - Clint Mansell - 02HOW TO TRAIN YOUR DRAGON - John Powell - 10 (-1)ONCE UPON A TIME IN AMERICA - Ennio Morricone - 15L'ETAT SAUVAGE - Pierre Jansen - 04 (+1)PIRATES - Philipp Sarde - 10ADVENTURES OF DON JUAN - Max Steiner - 13MATCHSTICK MEN - Hans Zimmer - 10 Mich wundert ja, dass COMA kein Minus bekommt. Musikalisch ist der genauso "sperrig" und tendenziell akademisch-modernistisch wie der Jansen, auch auf emotionaler Ebene ist die Musik eher kühl. Liegt es also mal wieder nur am Namen bzw. am fehlenden Hollywood-Helden-Bonus, dass die Musik des "unbekannten Franzosen" abgewertet wird?
  24. Kann ich bei McCreary und seinen bildbezogenen Musiken kaum glauben... Hab von dem Mann bisher kaum etwas gehört, was als eigenständige Musik funktioniert. Besonders trist: die Musiken zu den CLOVERFIELD-Spin-offs.
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