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Soundtrack Board

Relativity Media Soundtracks/Sony Classical: HOW TO TRAIN YOUR DRAGON 2 von John Powell & Jónsi


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Empfohlene Beiträge

Die wenigsten hier im Board sind geschult in Musikanalyse. Ich selber spiele seit über 30 Jahren Waldhorn aber ein musiktheoretische Analyse traute ich mir zu. Insofern können nur die wenigsten hier alle, für eine ehrliche Bewertung notwendigen Aspekte einer Filmmusik würdigen. Du hast natürlich recht, wenn du schreibst das bei einer positiven Wertung wie "schön" auch deren Antithese statthaft sein müsste. Ich höre die Bezeichnung "Unschön" hier allerdings das erste Mal (korrigier mich wenn ich mich irre) und das im Zusammenhang mit einer Filmmusik die ich durchaus schätze.

 

Im Zusammenhang mit diesem Score lese ich das auch das erste Mal. Aber nicht das erste Mal davon, dass sich Sebastians Musikverständnis teilweise von dem einer Mehrheit unterscheidet. Und darum geht es doch letztendlich: Ob mein Gegenüber nun deutsch, plattdeutsch, chinesisch, griechisch oder musikanalytisch spricht, ich gehe immer erst einmal davon aus, dass wir uns in der Mitte zum Verständnis treffen müssen, eben weil wir doch gerade bei uns bekannten Menschen davon ausgehen können, dass sie nicht der Boshaftigkeit verfallen sind.  ;) (Verfasser von Post #151 mal ausgenommen).

 

Und wissenschaftlich objektiv ist vor allem auch, dass sich die Bedeutung oder der Zustand eines Objektes von Blickwinkel zu Blickwinkel verändert, weshalb manche wohl deutlich objektiver schreiben, als es ihnen vielleicht bewusst sein mag.  ^_^

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"unschöne" Musik. Da sträuben sich mir ehrlich gesagt die Nackenhaare.

 

Bei diesem Fazit bleibe ich für mich auch. Die Musik kultiviert ein Klangideal, das mir beim Anhören auf Dauer unangenehm ist. Ich habe irgendwann einfach nur noch das Gefühl, dass die Musik meine Gehörgänge wie dicke Watte ausstopft. Ähnlich "unschöne" Hörerlebnisse sind für mich - neben vielem von Hans Zimmer - sämtliche von Howard Shores Musiken für die LORD OF THE RINGS-Reihe. Die kann ich sogar noch weniger ab als den aktuellen Powell.

 

Ich bevorzuge ein transparentes Klangbild, bei dem jederzeit alle Stimmen klar trennbar sind und einzeln wahrgenommen werden können. Und das ist eben nicht nur eine Sache der Aufnahme, sondern auch der Komposition. Und dieser durchsichtige, ökonomische Satz hat meiner Meinung nach auch künstlerisch einen höheren Anspruch (und damit für mich eine höhere Wertigkeit), da wenige Möglichkeiten zur Verhüllung (von Form, kontrapunktischen Linien, etc.) bestehen und der Komponist dadurch tendenziell exakter und stringenter arbeitet - sei es kontrapunktisch (Goldsmith) oder Effekt-orientiert (Kamen). Hauptsache die Ökonomie des Orchestersatzes stimmt.

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Dann dürften für dich aber auch etliche Golden-Age Scores nicht in Frage kommen, denn da kann man teilweise auch nicht unbedingt von einem sehr transparenten Klangbild sprechen (Bernard Herrmann mal ausgenommen). Bei LOTR ist mir das allerdings auch noch nicht aufgefallen aber den goutier ich ohnehin nicht "am Stück" sondern in kleineren Dosen.

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Ein großer Fan der Spätromantik war ich noch nie, aber in den 40ern und 50ern war bei Filmmusikaufnahmen wenigstens noch ein sehr trockenes Klangbild ohne viel Hall en vogue.

 

Aber stimmt schon: einen reduzierten MALTESE FALCON von Adolph Deutsch oder einen spröden Herrmann ziehe ich eigentlich jedem Alfred-Newman-Score vor.

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  • 1 Monat später...

Habe mir auf Empfehlung mal die letzten Seiten durchgelesen und ein paar mal ordentlich schmunzeln müssen. Es ist schon lustig wie Menschen sich an so kleinen "Missverständnissen" und "Kommunikationsfehlern" aufheizen können.

Um die Diskussion nicht noch mehr gegen die Wand zu fahren äußere ich mich deshalb mal lieber nicht zu allen Themen der letzten Tage. Ein paar Dinge würde ich aber gern ansprechen.

 

Ich persöhnlich kann die Kritik von Sebastian die in die Richtung des "Klangs und des Mixings" geht nachvollziehen. Über die Art uns Weise wurde schon genug diskutiert.

Da ich ein Semester lang Mixing und eines Mastering hatte, fühle ich mich kompetent genug dazu etwas zu sagen :

 

Zu viel Raum lässt eine Aufnahme matschig wirken und die Stimmen verschwimmen. Wenn dann noch einige Instrumentengruppen unnötig doppelt besetzt werden, erhält man sehr schnell dieses Klangbild. Es kann also sehr gut sein das bei bestimmten Scores dieser Eindruck entsteht. Für mich ist das eher eine Sache des richtigen Recordings im richtigen Raum und ein Thema des richtigen Mixings und Masterings. Mann könnte ja mal des Spaßes wegen, aus Powells HTTYD2 ein paar Tiefen und tiefe Mitten herausdrehen. Vieleicht würde es Sebastian und einigen anderen dann schon besser gefallen. Vieleicht habe ich mal wieder Lust auf ein kleines Mastering. Dann teste ich das mal.

 

Kompositorisch kann man dem mit ökonomischer Orchestrierung sicher entgegen wirken. Oft ist aber gerade der Effekt des "fetten Sounds" erwünscht. Und dann sind eben auch mal 10 Hörner erlaubt. Ob man das nun mag oder nicht ist ein andere Geschichte.

 

Noch etwas zum Hall. Meiner Meinung nach muss ein Orchester atmen können und dazu braucht es einen großen Raum. Das was laut Sebastian in den 50er und 60igern so toll war, nämlich relativ trockene Aufnahmen von Filmmusik finde ich zum Beispiel nicht sehr schön. Beim genussvollen Sehen und hören von Sinbads gefährliche Abendteuer, war dieses Kriterium das Einzige was mich an der Musik gestört hat. Zu nah vorm Gesicht. Das passt einfach nicht zu einer großorchestralen Musik. Der Raum muss natürlich nicht der Größe und der Nachhallzeit eines Konzertsaals entsprechen. Aber das heute die meisten Filmmusiken in schönen Räumen aufgenommen werden und nicht völlig trocken, ist eine tolle Sache. Die Kritik an HdR kann ich diesbezüglich übrigens absolut nicht nachvollziehen. Ein völlig gesundes Verhältnis zwischen Hall- und Trockenanteil. Habe den Soundtrack wirklich einige Male gehört und meine Ohren sollten durch technische Gehörbildung mittlerweile auch ein wenig für solche Parameter geschult sein. Hallanteil ist sicher auch ein subjektives Qualitätsmerkmal einer Musik. Aber bezogen auf das Genre halte ich die meisten Filmmusiken heutzutage für sehr gut gemischt. Und das muss nicht immer Transparenz bedeuten.

 

Ein weiterer Punkt der Diskussion hat mich aufmerken lassen.

 

@Sebastian : Wieso ist für dich so unverständlich, dass ein musikalisch gebildeter Mensch eine bestimmte Musik gut finden kann? Ich würde mich selbst, obwohl ich noch 2 Semester vor mir habe, mal als musikalisch/kompositorisch kompetenten Menschen bezeichnen. Deshalb bin ich doch nicht frei von subjektiven Musikeindrücken. Klär mich mal auf...

 

Zum Schluss möchte ich, auch wenn ich es wahrscheinlich schon oft getan habe, allen die HTTYD2 nicht so dolle fanden ans Herz legen den ersten Teil zu hören. Zählt zu meinen Lieblingsfilmmusiken. Auf negative Kritik bezüglich dieses Scores werde ich aber nicht antworten, da ich befürchte meine Objektivität in Bezug auf dieses Werk vor langer, langer Zeit verloren zu haben ;)

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FYC Promo Score

 

http://www.dwaawards.com/score/

 

Die MP3s, die dort verwendet werden, haben eine Bitrate von 192kbit/s, Gesamtdauer 1h:14m:52s. Falls das jemanden interessiert. :) Weitere interessante Erkenntnisse später, wenn ich alles gehört habe. Aber der Track "Riding the Hatchlings" ist jedenfalls bisher nicht veröffentlicht.

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Die MP3s, die dort verwendet werden, haben eine Bitrate von 192kbit/s, Gesamtdauer 1h:14m:52s. Falls das jemanden interessiert. :) Weitere interessante Erkenntnisse später, wenn ich alles gehört habe. Aber der Track "Riding the Hatchlings" ist jedenfalls bisher nicht veröffentlicht.

 

Habe schon mal durch gezappt. Auch die Tracks mit gleichem Titel wie auf dem Album haben hier teilweise andere Abmischungen bekommen:

- Dargon Race: Hier ist das Intro ohne Schlagzeuge

- Eret educates Hiccup: Neuer Song der nicht auf dem Album enthalten war

- Me Likely: Neuer Song der nicht auf dem Album enthalten war

- War is what he wants: Neuer Song der nicht auf dem Album enthalten war

- I grew facial hair vor you: Neuer Song der nicht auf dem Album enthalten war

- Stoick finds beauty: Das Intro von der Albumversion ist hier nicht enthalten.

- Get'em, sou son of Eret: Neuer Song der nicht auf dem Album enthalten war

- Courting Song (Im Album der Song "For the Dancing and the Dreaming) ist nur die 1. Minute als Intrumentalversion enthalten.

- Riding the Hatchlings: Neuer Song der nicht auf dem Album enthalten war

 

Das mal so auf die Schnelle. Komplett durchgehört habe ich die Version noch nicht.

 

Gruß Jafar

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Hab mir den jetzt mal etwas intensiver anhören können.

Die Mischung der bereits veröffentlichten Albumtracks ist hier deutlich anders. Das ganze ist nicht mehr so auf Bombast getrimmt, sondern klingt natürlichern nach einem echten Orchester.

Beim 1 Track handelt es sich zumindest beim Intro um eine Alternativversion. Es fehlt nicht nur das Schlagwerk auch Tempo und Arrangement sind deutlich anders. Sobald das Hauptthema mit vollem Orchester beginnt scheint es aber die selbe Aufnahme wie vom Album zu sein. Nur in einer etwas "luftigeren" Abmischung.

 

Bei den folgenden Tracks ist die Mischung ähnlich. Ich bin allerdings noch nicht ganz durch (habe etwas ein Drittel intensiver hören können).

 

Gruß Jafar

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