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horner1980

La La Land Records: Bruce Broughton, Joel McNeely, John Debney und Andrew Cottee - THE ORVILLE (TV-Serie)

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vor 2 Stunden schrieb Trekfan:

Der hat nur die Pilotfolge vertont.

Darüber habe ich mich auch schon immer gewundert, warum er danach nicht mehr zum Zug kam?

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Broughton ist fast 76 und eine Partitur für großes Orchester mit allen klangfarblichen und rhythmisch-harmonischen Nuancen (also nicht im "Stile" etwa Brian Tylers, wo das Holz durchgängig die Streicher doppelt) stellt tatsächlich eine Heidenarbeit dar. Vor allem wenn man selbst auch noch orchestriert; was wie ich finde schon Aufgabe des Komponisten selbst sein sollte. Deshalb auch allen  Respekt an den Johnny, dass er für diese mit "Star Wars" betitelten Disney-Filmchen noch die Musik geschrieben hat.Williams ist nochmal 13 Jahre älter als Broughton und das verdient wirklich größte Anerkennung. Soweit ich weiß, notiert er nach wie vor ohne digitale Hilfsmittel (Notationsprogramme, DAW etc.). Das wird bei Broughton ähnlich sein. 

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vor 3 Stunden schrieb ronin1975:

Warum ist denn Broughton nicht mehr dabei?

Weil er womöglich nicht mehr wollte. Bruce dürfte wohl zufrieden damit sein das Thema und die Musik für die Pilot-Episode beigesteuert zu haben. Für Season 3 hat er aber sein Thema neu arrangiert. 

Zitat

The great Bruce Broughton recording his season 3 main title arrangement for #TheOrville

Posted by Seth MacFarlane (SethMacFarlane), Fri Feb 21, 3:33 pm32

ERU5_bpU4AAlGuv.jpg

 

vor 34 Minuten schrieb Dunge_Onmaster:

Broughton ist fast 76 und eine Partitur für großes Orchester mit allen klangfarblichen und rhythmisch-harmonischen Nuancen (also nicht im "Stile" etwa Brian Tylers, wo das Holz durchgängig die Streicher doppelt) stellt tatsächlich eine Heidenarbeit dar. 

Bruce ist in guter Verfassung, soweit ich das noch über Facebook mitbekommen habe. So eine außergewöhnliche Arbeit ist es für ihn aber auch nicht 20-25 Minuten Musik für eine weitere Episode beizusteuern. Williams hat mit 87 Jahren noch drei Stunden epische Musik für Star Wars IX komponiert. Bruce schreibt schnell, wie er mir mal erzählt hat und das glaube ich ihm aufs Wort. Er dürfte aber kein Interesse haben am Vertonen einer weiteren Episode. Dafür schreibt er noch hin und wieder kurze Konzertwerke. 

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"So eine außergewöhnliche Arbeit ist es aber auch nicht 20-25 Minuten Musik für eine weitere Episode beizusteuern. "  Du würdest dich wundern... ;) Ich habe das früher auch total unterschätzt. Gerade die Orchestrierung frisst sehr viel Zeit, selbst MIT Notenprogramm. Klar, Broughton hat jahrzehntelange Erfahrung, aber mal eben nebenbei komponiert sich orchestrale Musik mit diesem Qualitätsstandard definitiv nicht.   

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vor 39 Minuten schrieb Dunge_Onmaster:

"So eine außergewöhnliche Arbeit ist es aber auch nicht 20-25 Minuten Musik für eine weitere Episode beizusteuern. "  Du würdest dich wundern... ;) Ich habe das früher auch total unterschätzt. Gerade die Orchestrierung frisst sehr viel Zeit, selbst MIT Notenprogramm. Klar, Broughton hat jahrzehntelange Erfahrung, aber mal eben nebenbei komponiert sich orchestrale Musik mit diesem Qualitätsstandard definitiv nicht.   

Es schadet nicht, ein wenig zu recherchieren, wie viel (überaus komplizierte, anspruchsvolle) Musik Broughton für diverse Anlässe schreibt und darüber hinaus, wie viel er durch die Welt reist um diese aufzuführen und Lesungen zu geben. Er wirkt nicht müde oder gebrechlicher - im Gegenteil, er ist tatsächlich jemand, der sich beim Gespräch mit dir immer noch im Schneidersitz in seinen Bürostuhl setzt, um jetzt mal aus dem Nähkästchen zu plaudern.
Tut mir Leid, deiner Aussage so widersprechen, aber Broughton, Williams, Altman, Newman, Young, bis zuletzt Morricone,... all diese hochqualifizierten Komponisten kommen aus einer Zeit, in der es zum täglich Brot gehörte, wöchentlich so viel Musik zu liefern. Besonders Broughton, wie auch alle genannten, orchestrieren ihre Skizzen so detailliert, dass es für die endgültige Partitur wirklich nur eine reine Übertragungsfrage an die Kopisten ist. Dazu gibt es ja auch genügend Material "da draußen" welches man studieren kann. Für diese Komponisten gehört Orchestration zum Komponieren dazu. Deswegen hat John Williams mittlerweile auch keine wirklichen, offiziellen Orchestratoren mehr. Pope, Karam und co. wurden größtenteils von den Kopisten bei JoAnn Kane abgelöst.
Klar, ich will damit nicht sagen, dass es viel Arbeit ist eine halbe Stunde Musik auf den Punkt zum Bild zu komponieren. Aber diese Komponisten/innen können es. Weil es ihr Job ist. 
By the way ist Bruce Broughton in Sibelius fast schneller als ich ... ich notiere eine Seite volle Orchesterbesetzung in 5-10 Minuten.

 

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Zitat

By the way ist Bruce Broughton in Sibelius fast schneller als ich ... ich notiere eine Seite volle Orchesterbesetzung in 5-10 Minuten.

 

Tja, dann bin ich wohl einfach nur verdammt langsam... :D🙈 Ich brauche für Tutti-Passagen mindestens das Zehn- bis Zwanzigfache an Zeit. Aber es ist eben auch auch nicht mein täglich Brot. ;) 

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vor einer Stunde schrieb Dunge_Onmaster:

Gerade die Orchestrierung frisst sehr viel Zeit, selbst MIT Notenprogramm. Klar, Broughton hat jahrzehntelange Erfahrung, aber mal eben nebenbei komponiert sich orchestrale Musik mit diesem Qualitätsstandard definitiv nicht.   

John Williams schafft es 1 - 1,5 Minuten Musik pro Tag zu komponieren. Da reden wir aber von Harry Potter oder Star Wars-Qualität mit der Hand geschrieben und fertig orchestriert. Chris Young schreibt pro Tag ca. 3 Minuten fertige Musik. Einmal musste innerhalb von 3 Tagen 21 Minuten Musik abliefern. Das ist enorm viel! Er schrieb die Musik mithilfe von mehreren Orchestratoren und schaffte es mit wenig Schlaf rechtzeitig.

Zu seinen Dallas-Zeiten hat Bruce jede Woche eine Episode vertont. Dabei hatte er ein 18 Mann-Orchester zur Verfügung. Um nicht immer gleich zu klingen, hat er die Zusammensetzung des Orchesters von Episode zu Episode geändert. The Orville hat im Gegensatz zu Dallas ein 74-Mann großes Orchester. Ein Notenfeuerwerk (á la Harry Potter) gibt es bei Orville ja nicht, da können sich locker 3 Minuten Musik pro Tag ausgehen ... und glaub mir, Bruce schafft mit "Sibelius" oder mit der Hand sogar weit mehr als das! :) 

Viel mehr wie eine gute Woche braucht ein Veteran wie Bruce für eine Episode nicht. ;) 

 

Übrigens gibt es hier ein sehr interessantes Interview mit Bruce Broughton von Gorka Oteiza aus dem Jahr 2017 wo er unter anderem über seine Film- und TV-Scores erzählt:

Zitat

How did you get on the project, and how did you approach the music? What can we expect to find there?

Seth called and he said, “Would you be interested in doing a television show?” And I said, “Well, what is it?” And he said, “It’s a sci-fi dramedy. But I want the music to play…”. See, the thing about Seth that’s different is he’s very musical. I mean, he’s a really bright guy, and he is incredibly focused on what he does. I don’t know how he gets through a day doing all the stuff he has to do, but he’s very specific about what he wants. So he said, “…Dramedy. The music plays the drama. Doesn’t play the comedy. The comedy will be done by the show”. So on this particular episode, the opening episode, it is very much that way. It’s a little bit like Star Trek, the TV show.

Was it fun working there?

Oh, yeah. A lot of fun. And he likes to work with a big orchestra, so we had a 74-piece orchestra… for a TV show! The musicians thought they’d died and gone to heaven, because we did it like we used to do the orchestral things. Everybody was in the room at the same time. We weren’t doing pieces or sections. And when it was over, the orchestra actually applauded for about three or four minutes. Because they were just so happy to be there. So the music… the theme is very science fiction-y. It’s a big-theme, melodic… Oh, and this is the other thing he said. He said, “You don’t have to do mock-ups. So you just write the music, come to the stage and record it with an orchestra”.

Quelle: http://soundtrackfest.com/en/articles/bruce-broughton-interview/

 

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Find ich schon sehr beeindruckend, mit was für einer Geschwindigkeit bei gleichzeitig (meist) hohen kompositorischen Standards in der Sparte gearbeitet wird. Wobei ich behaupten würde, dass vollbesetzte Action-Passagen in der reinen Kompositionsarbeit nicht notwendigerweise zeitaufwendiger sind als subtil abgestimmte, emotionale Cues in intimerer Besetzung. Vor allem nicht, wenn man digital copy-/pasten kann.

Was mich sehr interessieren würde,  ist,wie lang denn so die spätromantischen Vorreiter des symphonischen Hollywood-Sounds für vergleichbare Kompositionen gebraucht haben. Also Wagner beispielsweise für die Schlusstakte der Götterdämmerung. 

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vor 15 Stunden schrieb Csongor:

The Orville hat im Gegensatz zu Dallas ein 74-Mann großes Orchester.

Das war beim Pilotfilm. Die regulären Folgen hatten aus Kostengründen ein kleineres Orchester.

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Ich habe die Tage versucht mich durch die erste Staffel zu hören aber irgendwie komme ich nicht an diesen Sound ran. Klingt mir etwas zu old school. Kann mir jemand bitte ein paar Beispieltracks nennen in denen z.B bei Goldsmith und Horner geklaut worden ist. ;)

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Ich habe die Serie angeschaut und da sind mir immer wieder Momente aufgefallen wo Horner oder Goldsmith "zitiert" wurden, oder in deren Still komponiert wurde. Aber ich kann mich nicht mehr erinnern, wann und wo das war ... es war auf jeden Fall ein interessantes Ratespiel. Bei manchen Stücken von Joel McNeely hört man etwas Goldsmith heraus. :)  

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Auf so Zitate hatte Broughton vielleicht auch keine Lust... für sowas waren sich Debney und vor allem McNeely ja nie zu schade, auch wenn das alles sicherlich wirklich gewollt ist...

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vor 13 Stunden schrieb TempeltonPeck:

Ich habe die Tage versucht mich durch die erste Staffel zu hören aber irgendwie komme ich nicht an diesen Sound ran. Klingt mir etwas zu old school. Kann mir jemand bitte ein paar Beispieltracks nennen in denen z.B bei Goldsmith und Horner geklaut worden ist. ;)

Vergleiche mal  ,,Exploring the Bio-Ship" von THE ORVILLE Season 1 mit  ,,The Cloud" aus STAR TREK - THE MOTION PICTURE 😉

Und den darauffolgenden Track ,,Finding Alara & Space Battle" mit 

,,The Asteroid Field"  aus THE EMPIRE STRIKES BACK" 

 

Kann dir gerne noch weitere Beispiele nennen

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vor 19 Stunden schrieb TempeltonPeck:

Ich habe die Tage versucht mich durch die erste Staffel zu hören aber irgendwie komme ich nicht an diesen Sound ran. Klingt mir etwas zu old school. Kann mir jemand bitte ein paar Beispieltracks nennen in denen z.B bei Goldsmith und Horner geklaut worden ist. ;)

bei 0:44 ein ziemliches Horner-Direktzitat

https://johndadlez.com/MP3/OrvilleS2/1_17_MFC.mp3

hier bei 0:56

https://johndadlez.com/MP3/OrvilleS2/2_23_LOTOF.mp3

 

 

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Danke für die Beispiele. Klingen echt nicht schlecht und wenn man das mit einem wohlwollenden Augenzwinckern sieht wie die Serie selbst auch passend. Habe es aber wie gesagt nicht durch den Score des Piloten geschafft. Werde wohl noch einen Anlauf wagen aber es gibt so viele andere Score und Fime/Serien zu sehen und zu hören.

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