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Marc Streitenfeld vertont Ridley Scotts ROBIN HOOD


Dom
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Schließe mich Prinz an, Streitenfeld hat zwar mit American Gangster und dem Guten Jahr zwar überzeugt, aber für so ein Projekt wäre eben Gregson-Williams ganz klar die bessere Wahl gewesen. Ich berufe mich mal nebenbei auf eine Aussage von Marc Streitenfeld, wo nach er lieber ruhige oder Dokumentar Filme vertonen würde. Bei allem respekt, nach Clash of Titans der nächste fehlgriff. Schade.

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Schließe mich Prinz an, Streitenfeld hat zwar mit American Gangster und dem Guten Jahr zwar überzeugt, aber für so ein Projekt wäre eben Gregson-Williams ganz klar die bessere Wahl gewesen. Ich berufe mich mal nebenbei auf eine Aussage von Marc Streitenfeld, wo nach er lieber ruhige oder Dokumentar Filme vertonen würde. Bei allem respekt, nach Clash of Titans der nächste fehlgriff. Schade.

und warum wäre gregson-williams die bessere wahl gewesen? hast du schon mal von streitenfeld musik zu so einem film gehört, sodass mann beide kompositionen vergleichen kann?

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Die einen sagen "Ist von ABC, kann ja nur schlecht sein", die anderen meinen "Cool, was Neues von XYC ... MUSS geil sein". Und das hat hier auch stellenweise nichts mehr mit Erwartungshaltung zu tun, sondern beruht einzig und allein auf der Tatsache, daß einige im Laufe der Jahre eine absolute Abneigung gegen gewisse Komponisten (meinetwegen auch Magix-Music-Maker-Loop-Zusammen-Bastler) aufgebaut haben.

Bernd, ich habe überhaupt keine ablehnende Haltung gegenüber Streitenfeld. Lieferte er einen großorchestralen und tollen Score mit vielen Themen ab (das sind meine Erwartungen) dann hat er gar nichts zu verlieren. Wird seine Musik meinen Erwartungen nicht gerecht, dann kann ich der Musik ergo auch nichts abgewinnen. Nach dem Gangster-Gewaber, von dem ich auch mehr erwartet hatte, hege ich nicht allzu große Hoffnungen. Freuen würde ich mich trotzdem. In der Hinsicht bin ich aber eher Realist als Optimist.

Wie oft wurde schon geschrieben, daß die Musik PERFEKT zum Film paßt, aber stand-alone nicht hörenswert ist? Hast Du nicht auch mal irgendwann ähnliches von Dir gegeben? Hier aber wird schon alles (Darsteller und Musik) verrissen, bevor überhaupt irgendetwas zu sehen/hören ist.

Sicherlich ist dieses hier ein Forum für Musik. Aber muß man denn schon vorab die Musik bewerten, weil man weiß, wer sie komponiert? Und um nichts anderes geht es hier doch gerade (mal wieder).

BigMac hat doch schon gesagt, dass es sich bei allen Äußerungen lediglich um Vorahnungen, Vermutungen, Erwartungen (nenne es wie du willst) handelt. Und verrissen wurde der Film auch nicht.

Vergleich die Musik ... GERNE !!! ... aber bitte erst dann, wenn Du auch was von Streitenfeld gehört hast. Was Du derzeit allenfalls vergleichen kannst, sind Namen:

Der große Korngold gegen den Zimmer-Lehrling Streitenfeld.

GERNE werde ich die Musiken für dich vergleichen, wenn es soweit ist. Im Moment kann ich dir nur sagen, welche Assoziationen der Name Streitenfeld bei mir hervorruft. Und das sind keine guten. Bei Korngold verhält es sich anders. Sein toller THE ADVENTURES OF ROBIN HOOD läuft überigens gerade im Player :(

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Ach herrje...

Wenn jemand bekannt gibt, dass Scotts neuer Film von Streitenfeld unterlegt wird, was soll denn da sonst passieren, als dass Leute ihre Meinungen, Ahnungen und Wünsche bekannt geben? Und wenn diese nicht neutral sind oder in irgendeiner Weise Bedenken ob der Qualität geäußert werden springt wieder die andere Seite auf und bittet die Skeptiker, erstmal abzuwarten. Dann würde hier bis zur Premiere des Films nichts passieren.

Bernd, ich habe keine Lust und schon gar keine Motivation, dich zu zerreißen, allerdings preschst du in deiner aggressiven Argumentation schon etwas rücksichtslos heran. Da die höhnische Bemerkung, dass ja keiner, der aus der Zimmer-Schmiede kommt, zu nichts fähig wäre, in Zitaten meines Beitrags eingerahmt ist, beziehe ich sie einfach mal auf mich und muss dir entschieden widersprechen. Ich habe mich besonders über "Body of lies" und "American Gangster" sehr positiv geäußert, wie du in dem "Komponistenfundstücke zum Hören" nachlesen kannst. Außerdem habe ich mich auch, immer wenn es um Zimmer gint, bemüht, mich sehr differenziert zu äußern. Und auch da habe ich stets meine positive Einstellung gegenüber seines Frühwerkes und diverser Komödien- und Independentscores nachgeschoben sowie meine positive Meinung u "Projekt Peacemaker", der mir trotz einiger Kritikpunkte sehr gut gefällt, weil er auch von den Medien noch nicht so totgelatscht wurde wie FdK (mit dem ich ja ohnehin so meine Probleme habe) und "The Rock".

"Dermaßen schlecht geredet", finde ich, habe ich die Entscheidung Scotts nicht, ich habe lediglich meine Befürchtungen geäußert. Ob und wie viele sich die Klamotten vom Leib reißen, um bei Zimmer ein Praktikum zu machen steht hier überhaupt nicht zur Debatte. Es ging mir nur darum, dass viele RCP-Komponisten eine komplette musikalische Ausbildung haben, wie zum Beispiel HGW. Streitenfeld jedoch kann das nicht von sich sagen. Das ist ja auch in erster Linie nicht allzu schlimm. Bei solchen Songwriter-Scores wie "Body of lies" und düsterem Sounddesign für "American Gangster" haut das ja auch hin. Dafür muss man relativ wenig vom Komponieren verstehen, besonders in Anbetracht der ganzen Wichtel, die einem RCP_Mann ja ganz gerne mal zur Seite stehen (Achtung! Das ist keine Kritik an der Vorgehensweise!)

Für einen Robin Hood Film stelle ich mir halt einen recht hübschen orchestralen Abenteuerscore vor. Meine (schwer erfüllbaren) Wünsche in Hinblick auf die Scott-Verfilmung wurden hier zwar nicht 100%ig zerstört, aber mal ehrlich, glaubt einer hier wirklich, dass Streitenfeld einen komplett orchestralen Abenteuerscore komponieren wird? Die andere Frage ist, ob er überhaupt fähig ist, durch ein bloßes Praktikum und ein paar Filme, die er alle mit viel elektronischem Hilfszeug komponiert hat, mit reichem Themenmaterial und filigraner Intsrumentierung umzugehen? Das sind doch einfach berechtigte Zweifel, wenn man sich das Schaffenswerk und die Biographie des Komponisten ansieht. Wenn verboten werden soll, dass sich Leute auf einer solchen Basis die erste Meinung bilden, dann befinden wir uns ganz schnell in der "Fahrenheit 451"-Situation.

Auf die Frage, was zu einem Film passt und was nicht, lässt sich nicht vollständig klären. Wie schon im Zimmer-Thread vor einigen Tagen diskutiert emfpindet jeder anders, was zu einem Film passt. Thomas Nofz wünschte sich zu "Matsre and Commander" zum Beispiel mehr Swashbuckling, ich mir zu "Fluch der Karibik" einen traditionellen Piratenscore und kein Aufbereiten irgendwelcher Militär-Actionthrillermusik. Für mich würde thnische Weltmusik mit Duduk und Lisa Gerrard-Gesängen ebensowenig zu einem Robin-Hood-Film passen wie Thomas Newmans typische Dramenuntermalung. Im Übrigen unterstellst du Newman, er könne nur seichtes Piano-Geplänkel schreiben, dabei hast du seine Version des "Robin-Hood"-Films noch nicht gehört. Vielleicht würde er ja auch einen ganz tollen Score nach deinem Geschmack liefern. Ich hätte mir eher etwas verspielt großorchestrales wie von Williams gewünscht. Und nein, Williams ist alles andere als mein Lieblingskomponist (kann man auch in einem anderen Thread nachlesen), aber hier würde sein leicht verspielter Stil wirklich mal passen. Welchem Komponisten ich die Chance auch noch gönnen würde, ist ja mittlerweile ein ziemlicher Selbstgänger.

Da ich Streitenfeld einfach nicht zutraue, einen großorchestralen Score zu schreiben, wie ich ihn mir wünschen würde, kann ich mich nur noch an die Hoffnung klammern, dass es ein bisschen folkloristisch wird. England verfügt über schöne Volksmusiken. Schon Vaughan Williams hat diesen typsche englischen Volksstil hübsch eingefangen. Vielleicht könnte Streitenfeld ja mit solchem Material arbeiten. Da England Scotts Heimatland ist könnte er doch genug Anreize geben.

Die Sache mit den Fußstapfen geschieht zwangsläufig, ebenso wie die Vergleiche zwangsläufig gezogen werden. Natürlich werden Leute sagen, nachdem sie aus dem Scott-Film kommen "Der mit Kevin Costner hat mir besser/schlechter gefallen". Warum darf ich denn nicht etwa "Psycho" mit der Neuverfilmung vergleichen? Man vergleicht doch auch Scott-Filme untereinander. Warum ich zwei Filme mit der gleichen Thematik nicht miteinander vergleichen soll oder die Musik, mit der sie unterlegt wurde, ist mir schleierhaft.

In Hinblick auf meine Ansicht über einen typischen Robin-Hood-Darsteller: Willst du mir jetzt meinen Geschmack streitig machen? Dass du teilweise wirklich lächerliche Besetzungsvorschläge äußerst wie "Rowan Atkinson" zeigt, dass du nur auf bloße Provokation aus bist. Jim Carrey hat für mich übrigens mit der "Truman Show" und dem "Mondmann" bewiesen, dass er ein klasse Schauspieler ist. Was regt dich denn daran auf, dass mein Robin Hood vielleicht ein bisschen anders aussieht als Crowe, den ich übrigens in den anderen Scott-Filmen jeweils für sehr gut besetzt halte?

Über die Äußerung, dass Korngolds "Robin Hood" eine "olle Kamelle" ist, schreibe ich nur so viel, als dass sie immerhin im 20.Jahrhundert geschrieben wurde. Schon interessant, sich über Äußerungen wie "Schrott" in diversen RCP-Threads aufzuregen, aber wirklich etablierte Musik als "Olle Kamelle" zu bezeichnen.

Wenn man nur nach dem Alter gehen würde, dann wäre Beethovens "große Fuge" oder Neunte Symphonie ja auch nur 'ne "olle Kamelle". Dass der 1936-Robin-Hood-Film nichts von seinem Charme eingebüßt hat und auch die Musik immernoch frisch und lebendig klingt (besonders in diversen Neuaufnahmen) zeigen auch, dass hier nicht von einer "ollen Kamelle" geredet werden kann, es sei denn, du kennzeichnest es als deine eigene Meinung. Wenn der Errol-Flynn-Film tatsächlich eine "olle Kamelle" ist, wieso wird er dann mit ewig vielen DVD-Veröffentlichungen honoriert und wieso machen sich so viele die Mühe, auch die Musik neu einzuspielen und herauszubringen?

Irgendwie habe ich den Eindruck, dich stört (interessanetrweise nur in bestimmten Fällen), dass einige Leute etwas unglücklich mit der Wahl des Komponisten sind und hast diesen Beitrag mal schnell zusammengeschraubt, um möglichst provokant den Zeigefinger zu erheben. Dabei ist deine Argumentation nicht allzu weit von der deines Lieblingsgegners Ronin entfernt. Ich selber habe mich auch öfters als großer Ridley-Scott-Fan geäußert und BigMac seine Meinung nicht streitig gemacht, dass ihn der Film wahrscheinlich langweilen wird. Da hätte ich ja auch sagen können: "Du hast den Film noch gar nicht gesehen, woher weißt du denn, ob der genau so langatmig wird wie...", denn BigMac äußerte sich zu einer reinen Geschmacksfrage und begründete seine Bedenken ob des Unterhaltungswertes genau so, wie ich es mit der Qualität und der Angemessenheit der Musik tue.

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Irgendwie habe ich den Eindruck, dich stört (interessanetrweise nur in bestimmten Fällen), dass einige Leute etwas unglücklich mit der Wahl des Komponisten sind und hast diesen Beitrag mal schnell zusammengeschraubt, um möglichst provokant den Zeigefinger zu erheben.

Nur kurz: Mich stört es ALLGEMEIN lediglich, wenn bei der Nennung bestimmter Komponisten-Namen SOFORT die Erwartungshaltungen ins Bodenlose zurückgeschraubt werden, andere Komponisten vorgeschlagen werden oder grundlos geschrieben wird, daß das ja eh nichts werden kann.

Kein von uns bzw. Euch kann sich einrteil darüber bilden, was Streitenfeld abliefern wird.

So denke nicht nur ich, sondern auch andere. Der einzige Unterschied ist, daß ich zu meiner Meinung stehe und andere lieber nichts schreiben, weil es sonst wieder Streit gibt.

Fortsetzung folgt ...

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was ich nicht ganz verstehe ist, wie man in diesem fall eine vorahnung haben kann. wenn bekanntgegeben worden wäre, dass hans zimmer o. john williams o. james horner o. harry gregson-williams o. james newton howard die musik schreiben werden, dann könnte man so etwas wie eine (positive o. negative) vorahnung haben. aber auch nur weil diese komponisten derartige filme schon vertont haben. somit kann man sich denken, wie der adventure-score ungefähr klingen könnte. streitenfeld hat bis jetzt jedoch nur eine liebeskomödie, einen 70er jahre thriller und einen nahost-thriller vertont. nichts adventure-mäßiges dabei. somit habe ich keine ahnung wie seine komposition ungefähr klingen könnte. ich habe ja keine vergleichsmöglichkeiten.

und nur weil sein werdegang nicht dem eines typischen komponisten entspricht, heißt das noch lange nicht, dass er nicht viel kann. zumal er ja nicht erst seit gestern dabei ist. er hat wohl schon genug einblick bekommen, bei den ganzen score-aufnemen, bei denen er schon dabei war. irgendwas wird er ja wohl dabei auch gelernt haben.

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was ich nicht ganz verstehe ist, wie man in diesem fall eine vorahnung haben kann. wenn bekanntgegeben worden wäre, dass hans zimmer o. john williams o. james horner o. harry gregson-williams o. james newton howard die musik schreiben werden, dann könnte man so etwas wie eine (positive o. negative) vorahnung haben. aber auch nur weil diese komponisten derartige filme schon vertont haben. somit kann man sich denken, wie der adventure-score ungefähr klingen könnte. streitenfeld hat bis jetzt jedoch nur eine liebeskomödie, einen 70er jahre thriller und einen nahost-thriller vertont. nichts adventure-mäßiges dabei. somit habe ich keine ahnung wie seine komposition ungefähr klingen könnte. ich habe ja keine vergleichsmöglichkeiten.

Na die schon erwähnte Kristallkugel lässt sowas zu ;)

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Bernd, ich habe keine Lust und schon gar keine Motivation, dich zu zerreißen, allerdings preschst du in deiner aggressiven Argumentation schon etwas rücksichtslos heran.

Meinetwegen kannst Du das ruhig machen, aber bedenke einfach mal, daß Lars, Konsti und ich die einzigen vernünftigen Argumente gebracht haben:

Man kann etwas erst dann bewerten, wenn man es gehört hat.

Erwartungshaltungen oder Ahnung hin oder her - wartet doch einfach generell solange mit einem Urteil ab, nachdem ihr auch etwas gehört habt. Um mehr geht es mir persönlich doch nicht. ;)

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Was ich mich nur gerade frage: Hätte ich geschrieben: "Jeeeii! Streitenfeld schreibt die Musik! Das wird bestimmt 'ne richtig geile Sache. Scotts Film wird ihn schon richtig schön inspirieren! Das Album ist so gut wie gekauft!"

- - - Hättest du dich da auch beschwert nach dem Motto: "Moment mal, du weißt ja gar nicht, wie's klingt. Vielleicht solltest du mal den Film abwarten, bevor du die Erwartungshaltung in den Himmel schraubst!"?

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Also erstmal danke für die ehrliche Antwort. Es ist richtig, dass negative Bemerkungen eine Diskussion eher ermöglichen, als positive. Was will man bei Letzterem auch schon groß antworten als "Find' ich auch." Allerdings wäre es halt ein wenig einfacher, wenn auf spekptische Bemerkungen ein konstruktiver Beitrag folgen würde als bloßes "Haudrauf". Denn warum ich persönlich nicht ungestraft meine Meinung über die Besetzung äußern darf, habe ich immer noch nicht ganz verstanden. Ich habe genau genommen auch nur 50% der Rolle Crowes in diesem Film kritisert, denn wie gesagt, als Sheriff kann ich ihn mir prächtig vorstellen. Ich finde es ohnehin spannend, ihn mal als Bösewicht zu erleben.

Als Robin Hood habe ich mir jedoch als Kind, als ich die Bücher las oder irgendwie davon hörte, einen galanten Mitt-Zwanziger mit keckem Lächeln, jugendlichen Augen und markantem Gesicht vorgestellt. Daher war ich weder mit Lex Barker noch mit Kevin Costner wirklich zufrieden. Errol Flynn kam meinen Vorstellungen da schon am Nächsten. Crowe ist allerdings kein Mitt-Zwanziger, sein Lächeln ist entweder sanft oder hart und das Gesicht ist symphatisch, aber markant? Das war es mal zu "Gladiators" Zeiten.

Ebenso wenig bin ich darüber aufgeklärt, warum ich Filme mit gleichem Inhalt nicht vergleichen darf. Warum darf ich nicht sagen: "Lex Barker hat mir Robin Hood zu hölzern und austauschbar dargestellt. Kevin Costner war irgendwie das Kind seiner Zeit. So eine Darstellung konnte eigentlich nur aus den 90ern kommen, genau wie Flynn im goldenen Zeitalter Hollywoods verankert ist. Letztere haben also beide ihren Charme, aber Flynn besticht durch sein flinkes Auftreten ein bisschen mehr als der costnertypische Costner. Als Marian fand ich DeHavilland allerdings nicht sooo toll, während Basil Rathbone und Alan Rickman beide gleichwertig den Bösewicht brillant verkörperten. In der Costner-Version gefiel mir dieser Satanisimus nicht so sehr, obwohl die Hexe wirklich beeindruckend war. Über die ein Jahr später entstandene Verfilmung möchte ich nichts sagen...die war zu schwach."

Das waren jetzt alles Vergleiche. Warum ist sowas nicht legitim?

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natürlich kann man skeptisch sein oder sich halt darüber freuen. nur bei einigen schwingt hier immer schon so ne art gewissheit mit. gut, dann wär der thread jetzt nur eine seite lang statt 3 und es würde erst bei film- und scoreveröffentlichung weiter gehen, aber das wär doch auch in ordnung. und was mich auch stört ist, dass es sich immer um die eine bestimmte komponistengruppe handelt, bei der sofort genörgelt wird. diejenigen, die dieser komponistengruppe aufgeschlossener sind wettern ja auch nicht sofort, wenn williams, elfman, young usw. einen neuen score in der pipeline haben und vielleicht sogar noch einen RCP-komponisten ersetzen.

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Sowas kommt zwar vor und Aussagen wie "Nach Clash of the Titans der nächste Fehlgriff" sind definitiv nicht schön, aber das sind meiner Meinung nach Einzelfälle. Viele der Leute, die hier gegen Badelt & Co. schreiben, waren mal Badelt-Fans (wenn du dir mal drei Jahre alte Threads durchliest war jeder zweite der Meinung, Badelt würde die geilste Filmmusik schreiben). Diese Leute wurden halt nach und nach enttäuscht und gaben mittlerweile die Hoffnung auf. Als ich aber hier las, dass es eine neue Badelt-CD geben würde zu einem französischem Film, da dachte ich mir "Hmm..das könnte doch was werden." Nicht, weil ich Badelt besonders gut finde (im Gegenteil), sondern weil es mal "Was Anderes" ist. Etwas, was man ihm zutraut, gut zu machen...ein kleiner ruhiger Dramen- oder Komödienscore, bei dem der Schwerpunkt halt auf Melodik, nicht allzu sehr auf Rhythmik und Harmonik liegt (keiner würde bedauern, wenn der Score harmonisch besonders filigran wäre, was aber einfach nicht Badelts Stil ist). Ich kenne keinen Dramen- oder Komödienscore von Badelt, habe also kein direkte Vergleichsmöglichkeit, mich aber positiv drauf eingelassen, weil ich mir halt dachte, dass der Komponist für das Genre (auch wenn es neu für ihn ist) geeignet wäre. Im Übrigen habe ich mich bemüht, nie eine ablehnende Haltung gegenüber irgendeiner bestimmten Komponistengruppe zu zeigen oder überhaupt zu haben.

Es ist nur so, dass es möglich ist, einen kleinen und ruhigen Score filigran zu gestalten. Damit hat man die Möglichkeit, den Score eine größere Wirkung entfachen zu lassen. Gabriel Yareds Score (ja, ich nenne mal wieder meinen Lieblings-Beispiel-Komponisten für derartige Fälle) zu "Unterwegs nach "Cold Mountain" ist wirklich hübsch gearbeitet. Die Liebesszene wurde halt nicht nur von sanften Violinen unterlegt, vielmehr arbeiten die Streicher hier dissonant und interessant. Die "Hymne" verfügt über eine wundervolle Dramaturgie und ist wundervoll orchestiert. Mit dem Themenmaterial geht Yared ebenfalls sehr gekonnt um. Dieser Score ist ein sehr ruhiges und bedächtiges Werk, wird nie bombastisch oder aufbrausend. Man konnte ihm also zutrauen, auch einen großorchestralen Score mit derartigen Eigenschaften zu füllen. Die Vielzahl von Instrumenten konnte er mit diversen Kontrapunkten besetzen. Man traute ihm zu, mit den verschiedenen Klangfarben umzugehen und eine abwechslungsreiche und themenreiche Musik zu schreiben, was er auch mit "Troja" getan hat. Einige hier sind der Überzeugung, es sei der beste Score 2004 gewesen.

Was ich damit sagen will ist, dass wenn jemand bei kleinen Werken filigran und kompositorisch gut arbeitet, dass er dann auch ein großes Orchester mit seinem Können "beschäftigen" könnte. Streitenfeld arbeitete aber schon mit seinen kleinen Besetzungen harmonisch und melodisch sehr einfach. Glaubt hier wirklich ernsthaft jemand, dass Streitenfeld in der Zeit, die er in Hollywood mitmischen darf, neben seinen Aufnahmen und Arbeiten an einfachen kleinen Scores fleißig Partituren gebüffelt oder Kompositionsunterricht genommen hat? Ich befürchte, dass, wenn er mit großen Orchester arbeitet, schlichtweg überfordert wäre, all die Musiker vernünftig zu beschäftigen. Das ist ja auch bei Zimmer meistens der Fall. Da werden einfach die Stimmen verdoppelt und alles klingt groß und aufgeblasen, aber leer. Zwischen den Hauptstimmen ist halt nichts....kein Kontrapunkt oder keine interessant gemachte Füllstimme. Das ist eine Tatsache. Ob es einem nun gefällt oder nicht, ist eine andere Frage, dass RCP-Sachen oftmals von besser ausgebildeten Komponisten als Streitenfeld es nun ist, ziemlich plump orchestriert sind, kann man nicht ernsthaft bestreiten wollen.

Somit kann ich schonmal zwei Schlussfolgerungen ziehen: Entweder sieht Streitenfeld ein, dass er bei einem "vernünftigen" Orchester überfordert wird und greift auf die häufig eingesetzte RCP-Besetzung zurück (Holz und Trompeten zu streichen macht so viel einfacher) und dann würde mich das Ergebnis bei noch so vielen tollen Themen langweilen oder aber er macht irgend etwas Kleines in der Tradition seiner vorherigen Scott-Scores und dann wäre ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden, da ich mir zu Robin Hood einfach schmissiges Orchster wünsche.

Das waren so in etwa meine Gedankengänge als ich diese Nachricht las. Dass ich im Allgemeinen etwas gegen RCP oder so habe, kann mir niemand vorwerfen. Meine Bedenken fußen auf obig aufgeführten Schlussfolgerungen.

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ich kann deine sichtweise schon nachvollziehen, jedoch ist es einfach ungerecht von vornherein einen score ungehört schlecht zumachen und das auch noch zu 100%er gewissheit (ich mein jetzt nicht dich). man braucht sich nur den "SHANGHAI-KLAUS BADELT" Thread anschauen. Bei den Kommentaren dort bekommt man den eindruck, dass nur noch "GOSSEN-MUSIK" bei rauskommen kann. und bei der nächsten ankündigung eines neuen RCP-Komponisten scores wird wieder so eine diskussion entstehen, ganz sicher.

zu streitenfeld

wenn man sich mal anschaut, bei welchen filmen er mitgewirkt hat, wird man feststellen, dass es kaum BOMBAST-SCORES waren, sondern eher die kleineren sachen. und bei den BOMBAST-SCORES waren es sogar die richtig guten scores. ich finde auch dass BODY OF LIES und A GOOD YEAR sehr gut zum jeweiligen film gepasst haben und auch auf cd hörenswert sind. dies musiken mögen einfache themen und vielleicht auch schlicht orchestriert sein aber das ist doch auch nichts schlimmes. das WALZER-THEME aus A GOOD YEAR finde ich ausgezeichnet. immer an den richtigen stellen im film eingesetzt. das perfekte sommerliche provence-feeling kommt für mich durch dieses thema auf. genauso gut haben die elektronischen elemente zu dem tristen modernen london gepasst. zu einem liebesfilm muss es doch nicht immer überorchestrierte schmalz-musik sein. BODY OF LIES hatte genauso wenig ein sonstwas für raffiniertes thema nötig. es es nunmal mehr "underscoring", na und. ein score wie in MÜNCHEN hätte zu diesem film gar nicht gepasst. der ist viel zu groß für die thematik gewesen, zumal es in BODY OF LIES eher um die politischen aspekte und die vorgehensweisen des cia geht. in MÜNCHEN stehen mehr die menschlichen schicksale der darsteller im vordergrund. da bietet sich thematischere musik natürlich mehr an.

und warum soll streitenfeld es nicht auch hinbekommen. john powell hats ja auch geschafft, wenn man mal die orchestrierung von FACE OFF und JUST VISTING mit den BOURNE und ICE AGE filmen vergleicht. sogar von BOURNE 1 zu BOURNE 2 gabs ne deutliche steigerung.

ich werde mich jedenfalls vom film und score überraschen lassen. wenn er mir nicht gefällt, werde ich das auch zugeben und vernünftig begründen aber nicht aufgrund irgendwelcher vorahnungen schon vorher abwerten.

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Weiß jetzt garnicht was hier einige gegen Scott als Filmemacher haben.Ich finde er hat einige sehr grandiose Filmne hingelegt,auf seinen Robin Hood freue ich mich sehr.Da ich Russell Crowe als Schauspieler ungemein mag und ich den Film von 1991 überhaupt nich so dolle fand.

Als ich denke Scott wird einen guten unterhaltsamen Film abliefern,Streitenfeld überzaugte mich mit seinem enorm passenden,atmosphärisch passenden Score zu Scotts Meisterwerk American Gangster.Ich fand den Score wie den Film sehr gelungen.

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nur so zu info, im MAINTITLES.NET forum geht genauso ne heiße diskussion ab. und im STEVE JABLONSKY thread wird auch wieder über das leidige thema diskutiert. tja ZIMMER + CO. bewegt halt die filmmusik fans auf der ganzen welt, egal ob positiv oder negativ. überhaupt wir über keine "komponistengruppe" mehr geredet als über diese.

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Weiß jetzt garnicht was hier einige gegen Scott als Filmemacher haben.Ich finde er hat einige sehr grandiose Filmne hingelegt,auf seinen Robin Hood freue ich mich sehr.Da ich Russell Crowe als Schauspieler ungemein mag und ich den Film von 1991 überhaupt nich so dolle fand.

Als ich denke Scott wird einen guten unterhaltsamen Film abliefern,Streitenfeld überzaugte mich mit seinem enorm passenden,atmosphärisch passenden Score zu Scotts Meisterwerk American Gangster.Ich fand den Score wie den Film sehr gelungen.

vielen dank! genau meine meinung.

grad erst noch im BLACK RAIN making of ein interview mit Zimmer gesehen. auf seine frage an Scott "How do I not get fired from a Ridley Scott movie?" gab als antwort "Don't write me a symphony. Give me something that's appropriate for the picture."

da ham wirs mal wieder. Scott legt mehr wert auf verbindung film-musik als musik-film. ist nun mal so. den filmen tuts gut!

und Streitenfeld soll mal machen. wenns hinterher nix wird kann man sich immernoch aufregen. AMERICAN GANGSTER fand ich sehr geil. hat den film sehr gut getroffen.

das ding ist einfach das viele Scott filme in letzter zeit monumental daherkommen, aber einfach wenig zu sagen haben. das spiegelt sich vielleicht in der musik ein bischen wieder? bei BODY OF LIES gings mir so...

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vielen dank! genau meine meinung.

grad erst noch im BLACK RAIN making of ein interview mit Zimmer gesehen. auf seine frage an Scott "How do I not get fired from a Ridley Scott movie?" gab als antwort "Don't write me a symphony. Give me something that's appropriate for the picture."

da ham wirs mal wieder. Scott legt mehr wert auf verbindung film-musik als musik-film. ist nun mal so. den filmen tuts gut!

und Streitenfeld soll mal machen. wenns hinterher nix wird kann man sich immernoch aufregen. AMERICAN GANGSTER fand ich sehr geil. hat den film sehr gut getroffen.

das ding ist einfach das viele Scott filme in letzter zeit monumental daherkommen, aber einfach wenig zu sagen haben. das spiegelt sich vielleicht in der musik ein bischen wieder? bei BODY OF LIES gings mir so...

BODY OF LIES ist minimalistische thrillermusik mit nahost-flair. ich finde absolut passend zum film. überhaupt habe ich in den letzten 5-6 jahren keinen poilitischen nahost-thriller gesehen, der einen monumentalen symphonik-soundtrack hatte. sei es SYRIANA, sei es THE KINGDOM, sei es TRAITOR oder MACHTLOS. alle diese filme haben minimalistische nahost-thriller-filmmusik ohne großartiges thema oder verspielte orchestrierung. und diese filme wurden von komonisten vertont, die nach meinung einiger mehr drauf haben als streitenfeld. ich finde aber BODY OF LIES steht diesen filmen musikalisch in nichts nach. somit kann ich auch nicht ganz begreifen was man von diesem film musikalisch großartiges erwartet hat. streitenfeld hat absolut passende und typische musik zu diesem filmthema geschrieben.

ich finde überhaupt, dass ridley scott filmmusik-mäßig bis jetzt noch nie daneben gelegen hat. vorallem finde ich seine einstellung zum thema film vs. filmmusik sehr gut. filmmusik wird immer noch in erster linie für den film komponiert und nicht um ein super hörerlebnis auf cd zu bieten.

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ich finde überhaupt, dass ridley scott filmmusik-mäßig bis jetzt noch nie daneben gelegen hat. vorallem finde ich seine einstellung zum thema film vs. filmmusik sehr gut. filmmusik wird immer noch in erster linie für den film komponiert und nicht um ein super hörerlebnis auf cd zu bieten.
Genau deshalb hatte er auch so ein problem mit goldsmith zu arbeiten. Laut goldsmith hat die musik eigene emotionale aussagen zu treffen die durch den film nicht transportiert werden. Scott dagegen will immer musik, die nur stoisch das reflektiert, was ohnehin schon durch den film offensichtlich ist. Jerry hatte das im interview auf der alien dvd sehr treffend formuliert: "he wanted me to be visual with music but i can't be visual with music that's not what film music should do. Let the director put the visuals on the screen and let me do the emotional aspect!"

Bei ridley scott ist filmmusik immer etwas sehr beiläufiges. Für mich liegt darin keine effektivität, das ist ein einfacher fall von filmmusik, die dem film aus dem weg geht. Insofern wundert es mich nicht, dass er von goldsmith auf zimmer kam und nun in streitenfeld seinen stammkomponisten gefunden hat. Goldsmith ließ sich nicht in dieses korsett zwängen, zimmers musik mochte scott wahrscheinlich durchaus, erkannte aber, dass sie seinem visuellen fetisch nicht genug entgegen kommt weil sie zuviel aufmerksamkeit auf sich zieht (gleiches mag bei vangelis und gregson-williams zutreffen). Streitenfelds arbeit dagegen hält sich immer raus. Scott hat visuell durchaus seine stärken, aber musikalisch sind viele seiner filme nichtssagend.

Bearbeitet von BigMacGyver
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Genau deshalb hatte er auch so ein problem mit goldsmith zu arbeiten. Laut goldsmith hat die musik eigene emotionale aussagen zu treffen die durch den film nicht transportiert werden. Scott dagegen will immer musik, die nur stoisch das reflektiert, was ohnehin schon durch den film offensichtlich ist. Jerry hatte das im interview auf der alien dvd sehr treffend formuliert: "he wanted me to be visual with music but i can't be visual with music that's not what film music should do. Let the director put the visuals on the screen and let me do the emotional aspect!"

Bei ridley scott ist filmmusik immer etwas sehr beiläufiges. Für mich liegt darin keine effektivität, das ist ein einfacher fall von filmmusik, die dem film aus dem weg geht. Insofern wundert es mich nicht, dass er von goldsmith auf zimmer kam und nun in streitenfeld seinen stammkomponisten gefunden hat. Goldsmith ließ sich nicht in dieses korsett zwängen, zimmers musik mochte scott wahrscheinlich durchaus, erkannte aber, dass sie seinem visuellen fetisch nicht genug entgegen kommt weil sie zuviel aufmerksamkeit auf sich zieht (gleiches mag bei vangelis und gregson-williams zutreffen). Streitenfelds arbeit dagegen hält sich immer raus. Scott hat visuell durchaus seine stärken, aber musikalisch sind viele seiner filme nichtssagend.

ich verstehe was du meinst. in einer liebesszene sollte die musik genau diese emotion transportieren oder der sieg einer mannschafft in einem sportfilm sollte natürlich auch musikalisch entsprechend umgesetzt werden. in beiden fällen darf die musik natürlich nicht vor sich hinplätschern. aber ich finde streitenfeld hat A GOOD YEAR und BODY OF LIES ausgezeichnet untermalt. in A GOOD YEAR hat er das thema "liebe" mit diesem schönen walzerthema untermalt. "frankreich" und "wein" hatten ein eigenes prägnantes thema. "england" und "börse" hatten dafür diese elektronische unterkühlte musik. ich finde die musik ausgezeichnet. die themen sind vielleicht nicht sonst wie originell, aber muss ja auch nicht.

genauso gut gefällt mir die zurückhaltende musik in BODY OF LIES. da wären meiner meinung nach große emotionale themen fehl am platz gewesen. es ist eher spannungmusik unterstützt durch "middle eastern instruments" und entsprechende vocals. die musik steht hier nicht im vordergrund. auch wäre ein großes liebesthema für dicaprio und seiner freundin unpassend gewesen. es ist halt mehr ein politthriller im nahen osten, der nicht anders untermalt wurde als ähnlich gelagerter filme vor ihm. scott hat die richtige musik gefordert und streitenfeld hat sie abgeliefert, meiner meinung nach in beiden fällen.

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Das ist ja der große Witz an der Sache: Streitenfeld hat für "Body of lies" eine passende Musik abgeliefert. Die Musik zu "Ein gutes Jahr" war auch hübsch überlegt, aber hier hätte man meiner Meinung mehr draus machen können. Die Themen hätten etwas interessanter geraten können, die Instrumentierung innerhalb der beiden musikalischen Welten etwas abwechslungsreicher ausfallen können. "American Gangster" war schon echt an der Grenze zum reinen Sounddesign...athmosphrisch, meinetwegen, konnte aber keinesfalls die Athmosphäre der gewählten Sourcemusik noch irgendwelche Spannung erzeugen.

Aber das sind ohne Frage Kleinigikeiten, besonders was "Ein gutes Jahr" betrifft über die ich mich hier auch keinesfalls streiten oder auch nur diskutieren will, denn da hat jeder seine eigenen Ansichten. Das Interessante an der Diskussion hier ist, dass eigentlich niemand wirklich etwas gegen Streitenfeld schrieb, ich hinterfrug einmal seine musikalische Ausbildung und sein Können aber was einzig und allein von Leuten meines Standpunktes kritisiert wurde war die Kombination "Abenteuermittelalterfilm+Streitenfeld". Gegen die von dir verteidigten Werke hat vorheur meines Wissens nach niemand etwas geschrieben, es geht hier ja auch nicht um Streitenfeld, sondern alleine die Tatsache, dass Scotts "Robin Hood"-Film von Streitenfeld vertont wird und somit einige ihre (berechtigten) Zweifel haben, dass sie in diesen Zeiten der elektronikgeschwängerten zwar im Film gut funktionierenden aber oft viel zu distanziert und austauschbar komponierten Filmmusik mal wieder einen schönen satten vollorchestralen schmissigen Abenteuerscore zu hören bekommen und leider sprechen Streitenfelds bisheriger Stil und besonders auch Ridley Scotts Ansichten, dass die Musik halt nicht "dazwischen funken" soll auch dafür.

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Ich find die Diskussion hier ganz schön putzig, aber damit der gute Marc auch mal "zur Wort" kommt, anbei ein Artikel anlässlich des Filmstarts von BODY OF LIES aus dem DER SPIEGEL .

"Klar könnte ich leicht in Klischees verfallen und in emotionalen Momenten noch mal extra draufdrücken, aber das kommt für mich nicht in Frage", sagt der Musiker. So hat er in mühevoller Kleinarbeit mit Streichern und unzähligen anderen Instrumenten vielschichtige, an fernöstliche Musik angelehnte Melodien und Rhythmen geschaffen. "Bei mir kommt nichts aus der Dose oder dem Sampler", erklärt Streitenfeld sein aufwändiges Konzept.

Filmkomponist Marc Streitenfeld: Vom Olympiadorf auf den Hollywood-Olymp - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur

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DAs hört sich mal wieder intressant an, was Streitenfeld sagt, also ich werd dieser Arbeit eine Chance geben, und wenn sie mir im Film gefällt, landet sie eventuell sogar in meiner Sammlung.

Bin immer wieder der meinung, dass man doch viel besser diskutieren kann, wenn man das gehört hat, worüber man diskutiert und nicht immer den Score von vorne hinein schlecht redet.

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