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La-La Land Records: FIRST KNIGHT (2-Disc Set) - Jerry Goldsmith
Mephisto antwortete auf Lars Potrecks Thema in Scores & Veröffentlichungen
Doch, in der Tat fehlten da besonders das zweite Stück im Film, als Lancelot nach dem Schwertkampf mit dem einen gesprochen hat und über's Feld reitet und dann wie König Artus mit seinen Rittern auszieht und die ganzen Echo-Fanfaren zu hören sind. Wenn man jetzt noch die ganze Trommelei während des Spießrutenlaufs mit einrechnet (die allerdings ja auf der Bootleg enthalten waren) kann es sein, dass es knapp wird. Stattdessen gab es dann ja auch eine Konzertsuite, von der ich keine Ahnung hatte, welche Einspielung das war. Alternative Versionen gibt es besonders von der großen Heiratsszene "A new life", da gibt's mindestens zwei weitere Versionen. Wahrscheinlich werden es insgesamt "nur" 95 Minuten auf 2 CDs, aber immerhin haben wir's dann komplett. Da muss ich hier widersprechen, wenn man an Sachen wie "Boys from Brazil oder "The Fury" denkt, ist es sehr wichtig, die Albumaufnahmen mit auf das Album zu packen und da man die ganzen alternativen Titel nicht mit auf eine CD kriegt - warum nicht auch gleich ein paar Albumversionen wiederveröffentlichen? Im Falle von "First Knight" wird das aber wahrscheinlich nicht der Fall sein, denn da wurden ja die Filmeinspielungen 1:1 auf der CD veröffentlicht. -
La-La Land Records: FIRST KNIGHT (2-Disc Set) - Jerry Goldsmith
Mephisto antwortete auf Lars Potrecks Thema in Scores & Veröffentlichungen
Das stimmt allerdings, Ronin, die Streicher klingen recht blass. Ich hoffe ja auch ein bisschen auf "dickeren" Klang bei dem neuen Album. BigMac, wenn man die kurze Fanfare als Einleitungsstück nimmt, dann hätte man ja locker das über zwei Minuten lange Stück mit der bombastischen Variante des Lancelot-Themas und dann noch das fette Malagand-Thema mit den col legno Streichern draufpacken können. Ich meinte irgendwo mal gelesen zu haben, dass es Goldsmith war, der die beiden Themen nicht auf dem Album haben wollte...naja, das Booklet abwarten. -
La-La Land Records: FIRST KNIGHT (2-Disc Set) - Jerry Goldsmith
Mephisto antwortete auf Lars Potrecks Thema in Scores & Veröffentlichungen
Ich dachte nur, es gäbe mehr Trekkies als Richard-Gere-Fans da draußen, aber stimmt, wir haben ja auch mal diskutiert, dass für viele Trekkies nicht auch gleich die komplette Musik wichtig ist. Trotzdem - Williams' "Family Plot" hält sich doch auch erstaunlich lange bei Varèse. Letzten Endes wird man es nie wirklich verstehen können und daher freue ich mich jetzt einfach auf das endgeile "Lancelot"-Thema und das herrliche "Malagand"-Thema! Wuuuh huuuuuu!!! P.S.: Schön, dass Du hier wieder schreibst, BigMac! P.P.S.: Warum wollte Goldsmith eigentlich weder Malagant noch Lancelot auf dem Album haben? -
La-La Land Records: FIRST KNIGHT (2-Disc Set) - Jerry Goldsmith
Mephisto antwortete auf Lars Potrecks Thema in Scores & Veröffentlichungen
Episch! Absolut episch! Auf 2 CDs dürfte dann ja wirklich nichts mehr fehlen! Ich habe noch die gepresste "längere" Fassung im Digipack, die auch schon immer ein tolles Hörerlebnis war, aber wenn man Botnicks Bänder zur Verfügung hatte dürfte das bedeuten: Mehr alternative Aufnahmen und eine bessere Klangqualität. Davon 5000 Stück? Super! Die dürften sich auch etwas länger halten als "Star Trek", glaube ich. Aber früher oder später werde ich garantiert zuschlagen -
Die Vorankündigungs-Veröffentlichungs-und-Gerüchte-Küche (Teil 2)
Mephisto antwortete auf Marcus Stöhrs Thema in Scores & Veröffentlichungen
Habe den Film vor Urzeiten mal gesehen und fand den ganz nett. Den Titelsong habe ich auf der "Kabel 1 Western Movie Hits". Naja, dann werden wohl wirklich die Hörproben entscheiden. -
Die Vorankündigungs-Veröffentlichungs-und-Gerüchte-Küche (Teil 2)
Mephisto antwortete auf Marcus Stöhrs Thema in Scores & Veröffentlichungen
Welcher Newman wäre denn das? Alfred Newman wäre nämlich wiederum interessant. -
Die Vorankündigungs-Veröffentlichungs-und-Gerüchte-Küche (Teil 2)
Mephisto antwortete auf Marcus Stöhrs Thema in Scores & Veröffentlichungen
Argh, okay! Danke, Hilde. Naja, die Golden Age Scores von Intrada haben mich selten wirklich interessiert, also bin ich auch eher auf den obskuren Score gespannt. -
Die Vorankündigungs-Veröffentlichungs-und-Gerüchte-Küche (Teil 2)
Mephisto antwortete auf Marcus Stöhrs Thema in Scores & Veröffentlichungen
Wer könnte denn ein Komponist SOME REGARD HIGH sein? Damit scheiden ja schonmal Goldsmith, Williams, Horner etc. aus. Also eher ein unbekannter Komponist oder ein umstrittener? Ein Western aus den 60ern mit John Wayne? Doch nicht etwa "True Grit", oder? Das würde zwar von der Zeit passen, aber irgendwie sind mir da 1000 zu wenig. -
Diese limitierten CDs nähern sich dem Ausverkauf...
Mephisto antwortete auf Thomas Nofzs Thema in Filmmusik Diskussion
Hab' ich alle drei. North and South kenne ich bis jetzt nur aus der (fantastischen) Serie und da ich immer alles gerne komplett habe, kann für mich etwas nicht zu lang sein Ich finde die Veröffentlichung sehr lobenswert und seine Lieblingssachen kann sich dann ja jeder selbst zusammenstellen. -
Ich habe einen Bekannten, bei dem ist Gergiev in Ungnade gefallen, weil er Mahler 3 zu Beginn "viel zu schnell" dirigiert hat. Ich selbst habe Gergiev mit Mahler 9 live erlebt und habe nichts Negatives zu äußern. Von Ozawa kenne ich auch nur Mahler-Einspielungen, aber auch da keine Beanstandungen. Zwischen den beiden würde ich also ein bisschen mehr zu Ozawa tendieren, aber wirklich Experte bin ich - besonders in Sachen Tschaikowsky-Aufnahmen - nicht.
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Kritzerland: Philippe Sardes PIRATES
Mephisto antwortete auf ein Thema in Scores & Veröffentlichungen
Danke. Das kam irgendwie für mich halt nicht rüber, ob die Kritzerland "neu arrangiert" oder eben "komplett" ist -
Kritzerland: Philippe Sardes PIRATES
Mephisto antwortete auf ein Thema in Scores & Veröffentlichungen
Auf dem Soundtrackcollector sind leider keine Laufzeiten gelistet. Weiß denn jemand, wie lange die CD sein wird und ob's noch mehr Musik als auf der Varèse sein wird? -
Vielen Dank für die Hilfe. Habe mir jetzt die Tsunami zugelegt (Tsunami-CDs scheinen mittlerweile gerne recht schnell von der Bildfläche zu verschwinden), aber wenn anscheinend dasselbe Grundmaterial vorhanden war frage ich mich, warum dann nicht beide CDs dieselbe Länge haben. Wie dem auch sei, vielleicht kommt ja bald eine legale vollständige Ausgabe raus.
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La-La Land Records: IT´S A MAD, MAD, MAD WORLD - Ernest Gold
Mephisto antwortete auf peter-anselms Thema in Scores & Veröffentlichungen
Ich habe bislang keine Veröffentlichung. Film sowie Musik sind bisher an mir vorbei gegangen, aber wie es scheint, ist mit dieser Veröffentlichung auch eine Anschaffung der alten Kritzerland-Scheibe überflüssig, da sich das von denen wiederveröffentlichte LP-Programm ja auf der zweiten CD dieses Sets findet mit dem bisher unveröffentlichten Score auf CD 1. So schnell werde ich mir das wahrscheinlich nicht zulegen, mal gucken. Ich persönlich habe ja nichts gegen Wiederveröffentlichungen. Es gibt momentan einfach so viel zu kaufen, so viel Neues, so vieles, was man immer auf die lange Bank geschoben hat und so Vieles, was verramscht wird. Meinetwegen kann sich diese CD ein paar Monate halten. -
Gestern Nacht lief ja auf Arte der Originalfilm "Cape Fear - Ein Köder für die Bestie" mit einer recht interessanten Herrmann-Musik. Der Sondtrack-Collector sagte mir, dass es die Originalaufnahmen (nicht die von Bernstein für die Neuverfilmung umarrangierte Musik) nur eine CD von "Soundstage" - also ein Bootleg wahrscheinlich - gibt sowie auf einer Tsunami-CD. Ein grober Vergleich der jeweiligen Lsufzeiten und Titelnamen zeigte mir, dass die Tsunami-CD anscheinend einige Minuten kürzer läuft als die Soundstage-Ausgabe. Weiß jemand, was bei dem "Cape Fear"-Anteil auf der Tsunami-CD fehlt?
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Tadlow Music: Taras Bulba (Franz Waxman)
Mephisto antwortete auf Bastets Thema in Scores & Veröffentlichungen
Wirklich eines von Waxmans ganz großen Werken. Freue mich auch über diese tollen Neuigkeiten...obwohl, ein Pauker, der erstmal entspannt Kaugummi kaut? Sowas geht ja eigentlich nicht... -
Veröffentlichung (USA) - MAX STEINER: Don Juan
Mephisto antwortete auf Beaverhausens Thema in Scores & Veröffentlichungen
Also in solchen Fällen muss ich sagen, dass meiner Meinung nach beide Veröffentlichungen eine Daseinsberechtigung haben. Natürlich ist es toll, die Originaleinspielung zu hören, die auch oft vom Komponisten selbst dirigiert wurde und mit dem Film synchron ist, aber wie gesagt, manchmal st die Klangqualität kein Genuss oder wichtige elemente der Orchestrierung gehen im Rauschen unter, wenn ich da mal an "She" von Steiner in der Version von Azetaten denke... Oder wenn die Bänder verschollen sind. Lieber habe ich "Conan" dann komplett neu eingespielt, als dass ich mir eine furchtbar schlechte Bootleg-Fassung des kompletten Scores anhöre. Das ist ja jedem selbst überlassen, was er kauft. Früher oder später habe ich sowieso beide CDs hier stehen P.S.: Ich hoffe doch ganz stark, dass das nicht die finale Abmischung ist, denn teilweise spielt das Orchester bei den scharfen Rhythmen nicht ganz zusammen, da muss man noch einiges um ein paar Millisekunden verschieben... -
Die Vorankündigungs-Veröffentlichungs-und-Gerüchte-Küche (Teil 2)
Mephisto antwortete auf Marcus Stöhrs Thema in Scores & Veröffentlichungen
Ab wann soll das denn starten? -
(Film)Musik: Fühlen und/oder Verstehen?
Mephisto antwortete auf Siddls Thema in Filmmusik Diskussion
Lars, ich kann mich da nur anschließen. Ich finde diese Diskussion auch sehr interessant und meiner Meinung nach sind auch alle mit dem nötigen Respekt dabei . Da macht es doch gleich viel mehr Spaß, zu schreiben. Lars, zu allererst muss ich Dir - zumindest was mich betrifft - Recht geben. Wenn ich im Kino sitze, tue ich das natürlich aus Interesse, aus Neugier aber auch, weil ich einfach mal den Alltag hinter mir lassen möchte. Natürlich fällt mir nicht jede harmonische Wendnung auf und nicht jede leitmotivische Kleinigkeit, aber ich bin mittlerweile einfach doch etwas auf Musik "getrimmt"... Wie dem auch sei, dass 90% der Kinogänger eine (wenn vorhandene) komplexe Filmmusik nicht erfassen können, steht wahrscheinlich auch außer Frage, obwohl ich ebenfalls darauf poche, dass eine vielschichtigere Herangehenswise einem Film nur dienlich sein kann. Das zeigen die ganzen großartigen Goldsmith-Kompositionen zu absoluten prä-Bay-Filmen der 70er und 60er sowie der frühen 80er. Was mich halt stört sind diese immer wieder heruntergekurbelten, genreübergreifenden Schablonen die Alexander schon erwähnte. Darum höre ich auch lieber die früheren damaligen MV-Scores, da das Prinzip frischer war und daher freue ich mich aufrichtig über die neue "Broken-Arrow"-Veröffentlichung. Aber hier in dem Forum schreiben wir ja über Musik, die wir abseits des Films genießen - oft auch ohne den Film zu kennen, denn wer hat schon "Wenn er in die Hölle gehen will dann lass ihn gehen" oder "Zwei höllenhunde vom Teufel zerrissen" gesehen? und daher finde ich es für diese Diskussion, ob man Musik "verstehend und analysierend" oder "emotional" hört, etwas müßig, über die bloße Funktion von Filmmusik zu reden, denn natürlich hebeln wir alle diese Funktion etwas aus, wenn wir eine CD kaufen - von einem Komponistennamen oder durch eine Suite inspiriert - und diese Musik dann losgelöst vom Film hören. Und wie bereits gesagt, ich finde nicht, dass Jablonsky seine Arbeit genausogut macht wie Goldsmith, nur weil sich ein Kinozuschauer in einer Szene gruselt, denn ein Young oder Goldsmith-Grusel ist ein viel beklemmenderer Grusel als das, was ich Jablonsky entnehmen konnte. Dafür ist das Unterbewusstsein viel zu empfindlich. Ich bin ja auch bekennender Freund des Hörens von abgelehnten Filmmusiken und besonders hier zeigt sich oftmals, wie gut eine eher komplexere Musik einem Film getan hätte, der nicht zu den filmischen Meisterwerken gehört. Ob das jetzt derartige musikalische Kaliber wie "Troja" sind oder die eher unbeachteten Sachen wie "Alien Nation". -
(Film)Musik: Fühlen und/oder Verstehen?
Mephisto antwortete auf Siddls Thema in Filmmusik Diskussion
Danke für deinen Eindruck! Eben, bei mir ist's nicht anders. Natürlich fühle ich all diese Sachen. Ich habe sie gefühlt und ich fühle sie immernoch, obwohl ich jetzt weiß, wie's "funktioniert" und genau das ist es, was ich meinte: Analyse macht die Musik niemals "kaputt". Das glaube ich keinem, der das sagt, tut mir Leid. Trotzdem zwinge ich niemandem auf, dass er sich erstmal schön die Partitur angucken soll, bevor er eine CD einlegt. -
(Film)Musik: Fühlen und/oder Verstehen?
Mephisto antwortete auf Siddls Thema in Filmmusik Diskussion
Dann zähle ich mich mit einer wichtigen Ergänzung zu Gruppe 2: ...die haben ein (wie auch immer) angeeignetes Fachwissen der Musik betreffend und wenden es selbstständig auf die eigens gehörte Musik an! Wann habe ich denn jemals jemandem abgesprochen, Musik zu fühlen. Ich bin vollkommen der Meinung, dass man Musik emotional hören sollte! Auch Sebastian hat sich diesbezüglich nicht anders geäußert und ich drücke hier niemandem meine Meinung auf. Lars hat folgendes behauptet: Und da habe ich geantwortet: Doch, Einiges (im übertragenden Sinne) und habe dann das Spartacus-Beispiel genannt und mich auf die äußerst wichtige Funktion der Filmmusik berufen, Dinge zu verdeutlichen, die so nicht sichtbar sind. Dazu brachte ich dann noch das Chaplin-Beispiel, um gezielt auf deinen Kommentar einzugehen. Wie manchmal die hörbaren Gedanken einer Figur aus dem Off, die man nicht sehen kann. Wenn z. B. ein Charakter (wie es ja manchmal ganz gerne getan wird) zu Beginn des Films sich selbst aus dem Off vorstellt und man ihn in bestimmten Alltagssituationen begleitet. Er betritt sein Büro und grüßt freundlich seinen Chef und im Off kommt dann seine Erzählstimme (Herr Krause ist ein absolutes Sackgesicht). Das konntest Du der Szene so nicht entnehmen. Wenn also die Freundin des Protagonisten von einem römischen Feldherrn angemacht wird, dann wird sie sich doch wahrscheinlich ihres wahren Geliebten besinnen oder an ihn denken, er ist aber nicht zugegen. Wie also kann man im Film verdeutlichen, dass - auch wenn nur Person a und b zusehen sind - Person c in der Figurenkonstellation eine wichtige Rolle spielt: Man spielt sein Thema, allerdings anders rhythmisiert, sodass ein neues Thema für die Situation "Person a und b auf der Leinwand" entsteht, Person c aber mit einbezogen wird. Ich habe lediglich meine Anschauung hier dargelegt und das ist doch schließlich der Sinn einer solchen Diskussion, oder? Ich teile meine Ansicht mit, spreche dabei aber niemandem sein Recht ab, Musik so hören zu wollen, wie er will, genau so wie ich hier auch nicht das Gefühl habe, dass Frederike oder Lars mir absprechen wollen, mal hin und wieder in Patrituren zu schauen. Stattdessen wird mir hier anscheinend gerade abgesprochen, ein "normaler" Nutzer dieses Forums zu sein, ich räuchte hier meine Beiträge nicht verfassen, da sie fast keinen Interessieren. Ich unterstelle jedoch den meisten Benutzern hier, dass sie wahrscheinlich keine so riesigen Scheuklappen aufhaben, dass sie immer nur ihre Meinung ohne Argumente wiederholen und sonst nichts lesen sondern stattdessen mitlesen und ihre Sichtweise beschreiben. Genauso könnte ich Dich fragen, ob Du nicht einfach mal akzeptieren kannst, dass ich meine Freude daran habe, wenn ich weiß, dass da zehn Hörner spielen! Schließlich betonst Du ja auch, dass Du Musik fühlen willst. Ich habe ja auch niemandem geschrieben: Seht euch meine Musikbeispiele an und findet diese und jene Stelle verdammt geil, wegen der Harmonik! -
(Film)Musik: Fühlen und/oder Verstehen?
Mephisto antwortete auf Siddls Thema in Filmmusik Diskussion
Dieser Tag ist heute, denn ich sage nur "Moderne Zeiten"! Was wäre dieser Film - besonders in der zweiten Hälfte - ohne die Musik. Ich habe den Film einmal in Hamburg gesehen, während das Orchester die Musik dazu live gespielt hat. Natürlich gibt es da die Slapstick-Momente, die durch die Musik verstärkt werden, aber auch hier ist die Musik von immenser Bedeutung wie der Essmaschine, die konstruiert wurd, um damit die Arbeiter keine Zeit beim Essen verlieren und die plötzlich durchdreht. Diese vollkommen schrillen Akkorde, das furiose Stimmengewirr zeigen halt auch den tragischen Unterton des leidenden Arbeiters, der hier durch die Habgier seiner Vorgesetzten völlig hilflos gequält wird und auch wenn diese Szene auf einem Slapstick-Fundament fußt hat sie einen ganz wichtigen gesellschaftskritischen Subetxt und das gilt für nahezu alle Chaplin-Filme, ob Du jetzt "Lichter der Großstadt", "The Kid" oder "Goldrausch" nimmst und besonders halt "Moderne Zeiten". Die Musik ist im Stande, Dinge zu transportieren, die halt nicht so sichtbar sind und da ist die Liebesszene aus "Titanic" natürlich ein Beispiel für die bloße Verstärkung einer erzielten Wirkung. Wie aber sieht es denn damit aber beispielsweise mit Norths Themen zu "Spartacus" aus: Das "Freiheits-Thema" kommt in Moll und in Dur vor. Kommt es in Moll, beschreibt es die die tragische Existenz der Sklaven, erst als die Sklaven frei sind, erklingt es in Dur. Das Liebesthema für Spartacus und Varinia jedoch ist fast Note für Note dieselbe Tonfolge, nur mit einem anderen Rhythmus. Hier vereinen sich sozusagen, das Sklavendasein beider Charaktere sowie der Freiheit, wenn sie unter sich sind, denn unter ihresgleichn sind sie frei. Genauso wie das Spartacus-Thema auch als völlig neues Thema in "Crassus meets Varinia" erklingt, wieder mit einem völlig anderen Rhythmus. Auch wenn Spartacus hier nicht zu sehen ist, so ist er durch die Musik repräsentiert, da er als Geliebter von Varinia natürlich eine wichtige Funktion in der Szene hat. Also Lars, hier bin ich nicht deiner Meinung: Es gibt auch jenseits des bloß gehörten und gesehenen Viel zu verstehen und nachzuvollziehen! -
(Film)Musik: Fühlen und/oder Verstehen?
Mephisto antwortete auf Siddls Thema in Filmmusik Diskussion
Richtig! Bestes Beispiel dürfte dafür Max Steiners "King Kong" sein. Bis zu diesem Film hatte man seit dem Siegeszug des Tonfilms bis auf den Vor- und Nachspann komplett auf Filmmusik verzichtet. Erst beim unzufriedenstellenden "King Kong" hatte Max Steiner den Einfall, dem Film eine fast durchgängige Musik zu verpassen und hier merkten Produzenten und Regiesseure, wie wichtig die Musik doch für einen Film ist. Leider wird das heute viel zu sehr vernachlässigt. Klar, Leute wie Waxmann und Goldsmith können einen Score in 2 Wochen komponieren und aufnehmen, aber das ist die Elite! Ein Hans Zimmer braucht halt den längeren Reifeprozess für sein Joker-Thema oder den "Gladiator". Für "Gladiator" hatte er 6 Monate Zeit und diese Musik war für das neue Jahrzehnt absolut wegweisend und neuartig frisch, was Sandalenfilme angeht (dass es das jetzt nicht mehr ist, kann man weder Zimmer noch Scott zum Vorwurf machen). Nehmen wir dagegen "King Arthur", der absolut nur an der Oberfläche klingt und gearbeitet ist oder die ganzen Jablonsky-brummel-Scores. Zimmer komponierte mit "The Ring" ein unglaublich schauerliches Werk, Goldsmiths "Poltergeist" ist legendär und Young macht sich auf dem Gebiet der Horrorscores auch zu recht einen Namen. Auch Carpenter und Clouser haben da wirklich tolle Klangcollagen geschaffen. Dagegen ist Jablonsky nunmal vollkommen oberflächlich und deswegen auch bei Weitem nicht so interessant. Und es ist doch wohl auch den RPC-Fans hier klar, dass zwischen dem Meister Zimmer und seinen Lehrlingen auch ein ziemlicher kreativer Unterschied besteht (bis auf ein paar Ausnahmen) und für einen Djawadi oder Örvasson reichen nun mal leider keine 2 Wochen.