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Habe gestern gelangweilte 40 Minuten dem ersten Durchlauf der CD gehabt. Für mich wirklich nur was als Komplettist. Kann Regisseur Franklin schon verstehen, der den Score laut Booklet als "repetitious" bezeichnet hat.

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Es handelt sich um einen ziemlich repetitiven Score. Das Hauptthema ist in fast jedem Stück zu hören. Als Goldsmith-Fan gefällt mir das jazzige Album aber sehr. 

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vor 37 Minuten schrieb Trekfan:

Habe gestern gelangweilte 40 Minuten dem ersten Durchlauf der CD gehabt. Für mich wirklich nur was als Komplettist. Kann Regisseur Franklin schon verstehen, der den Score laut Booklet als "repetitious" bezeichnet hat.

Goldsmith hat Franklin aber laut Booklet auch passend geantwortet. The composer protested that he was "not one to write a lot of themes for different things". Das geht mal gut, mal auch weniger. :)

 

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Ich bin auch relativ positiv überrascht -ok, das Hauptthema, das wir alle inzwischen kennen, ist sehr präsent, aber es kommt auch hier ganz gut rüber

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Mir gefällt das Album sehr gut und es unterscheidet sich für mich jedenfalls trotz derselben motivischen Grundlage auch signifikant von The Vanishing. Eine Jazz-Färbung ist zwar omnipräsent, aber interessanterweise anders als in seinen früheren 60er- und 70er-Crime-Scores eher unterschwellig, subtil brodelnd über die reduzierte Instrumentierung (Streicher, Solo-Holz, Klavier, drumsethafte Percussion und ganz ohne Blech), ternäre, synkopierte Rhythmik (oft mit binären, synthbetonten Passagen abwechselnd, vgl. Cue "After Hours") und hier und da mal eine angedeutete Blues-Skala in der Klarinette.

Was hier bewusst fehlt, ist die für Jazz typische von Funktionstönen (Septen, Nonen etc.) triefende Harmonik zugunsten einer, ich nenn es mal, eher Score-typischen klassisch geprägten Harmonik vor allem im Raum c-Moll. Das Ergebnis ist ein für mich wunderbar mysteriös-düsterer Lounge-Sound, der die für das Genre Gangster-Crime obligatorische Coolness durch einen einzigartigen Mix aus klassischer Harmonik gewürzt mit einer wohldosierten Prise Jazz anreichert. Als Goldsmithsches Markenzeichen dürfen etwaige Mix-Meter-Passagen (4/4 + 7/8) und Synth-Effekte in eher spannungsgetriebenen Cues (z. B. "New Evidence") natürlich nicht fehlen. 😉

Das Hörerlebnis ist schon aufgrund der in jedem Cue verarbeiteten beiden Grund-Motive ziemlich homegen, was ich grundsätzlich für Hintergrundmusik z. B. zum Lesen/Arbeiten etc. nicht als Manko empfinde. 

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Am 4.7.2021 um 21:15 schrieb Stefan Jania:

Goldsmith hat Franklin aber laut Booklet auch passend geantwortet. The composer protested that he was "not one to write a lot of themes for different things". Das geht mal gut, mal auch weniger. :)

 

find es braucht auch nicht viele Themen, wenns ein schönes gibt, das gut variiert werden kann oder an wichtigen Stellen kommt... wenns aber quasi in jedem Cue immer gleich vorkommt stellt sich da schon das Gähnen ein... da kann man einem durchaus dann mal Faulheit unterstellen... 

das hat Jerry doch aber selten gemacht oder? Also in jedem Cue ein Thema drin....

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Franklin hat ja gesagt, dass er das Thema an sich toll fand, als Jerry ihm das vorgespielt hat. Voller Vorfreude ging er dann in die Recording Sessions und stellte fest: "The theme was all he wrote." :D Andrew Davis schien damit ja auch so seine Probleme zu haben. Bei CHAIN REACTION arbeitete er ja auch mit Jerry und „beklagte" sich auch, dass dieser so monothematisch arbeitet, beziehungsweise Themen nicht so variiert. James Newton Howard hätte das bei THE FUGITIVE viel besser gemacht, laut Davis.

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Gab vom Dlf vor ein paar Tagen übrigens einen kurzen, aber schönen Radio-Beitrag zu Jerrys Score: https://www.deutschlandfunkkultur.de/wiederentdeckte-filmmusik-zu-the-public-eye-der-soundtrack.2177.de.html?dram:article_id=500386 Hin und wieder schafft es das Genre Filmmusik dann doch auch noch, jenseits von Williams und Zimmer zur Oberfläche öffentlich-rechtlicher Feuilletons aufzutauchen. ;) 

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Ich habe die CD jetzt hier: Ich finde, dass ist schon ein sehr eleganter, homogener Noir-Score - der  sich durch die Jazz-Elemente durchaus von anderen 90er Goldsmiths absetzt. Ich würde eher The Russia House als Bezugspunkt nennen als unbedingt Basic Instinct. Klar ist das in Goldsmiths-Gesamtwerk kein Meilenstein, aber doch eine schöne Ergänzung.  Der Beitrag bei DLF fasst das eigentlich auch recht schön zusammen.

Die Diskussion, was lieber hätte veröffentlicht werden sollen, erscheint mir zudem ziemlich müßig. Einerseits ist das ziemlich subjektiv. Und andererseits habe ich darauf eh keinen Einfluss. 

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vor 18 Stunden schrieb Mike Rumpf:

IDie Diskussion, was lieber hätte veröffentlicht werden sollen, erscheint mir zudem ziemlich müßig. Einerseits ist das ziemlich subjektiv. Und andererseits habe ich darauf eh keinen Einfluss. 

An sich ist die Diskussion längst durch, aber es wäre doch naiv zu glauben, sie hätte sich nur an dieser einzigen Goldsmith-CD THE PUBLIC EYE entzündet. Hätte ja keiner was gesagt, wenn so ein paar unveröffentlichte Goldsmiths zwischendurch von Intrada gebracht würden  - das war und ist überhaupt nicht das Thema.
Willst Du denn im Ernst gar behaupten, die seit Monaten andauernde und von allen US-Labels durchgezogene totale Überflutung des Marktes mit Goldsmith-CDs - wie es sie in der Art selbst zuvor nie gab - sei auch nur eine ziemlich subjektive Einschätzung?
Und Dir ist sozusagen auf der anderen Seite mehr oder weniger egal, daß ältere auf CD unveröffentlichte Sachen von ganz anderen US-Komponisten genau aus diesen kommmerziellen Gründen heraus (= "Goldsmith sells") so gut wie keine Chance mehr erhalten? Schade, daß diesbezüglich gerade auf Sammlerseite in den Foren kaum noch Leidenschaft auszumachen ist. 

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vor einer Stunde schrieb Stefan Schlegel:

An sich ist die Diskussion längst durch, aber es wäre doch naiv zu glauben, sie hätte sich nur an dieser einzigen Goldsmith-CD THE PUBLIC EYE entzündet. Hätte ja keiner was gesagt, wenn so ein paar unveröffentlichte Goldsmiths zwischendurch von Intrada gebracht würden  - das war und ist überhaupt nicht das Thema.
Willst Du denn im Ernst gar behaupten, die seit Monaten andauernde und von allen US-Labels durchgezogene totale Überflutung des Marktes mit Goldsmith-CDs - wie es sie in der Art selbst zuvor nie gab - sei auch nur eine ziemlich subjektive Einschätzung?
Und Dir ist sozusagen auf der anderen Seite mehr oder weniger egal, daß ältere auf CD unveröffentlichte Sachen von ganz anderen US-Komponisten genau aus diesen kommmerziellen Gründen heraus (= "Goldsmith sells") so gut wie keine Chance mehr erhalten? Schade, daß diesbezüglich gerade auf Sammlerseite in den Foren kaum noch Leidenschaft auszumachen ist. 

Nein, es ist mir nicht egal. Aber ich habe keinen Einfluss auf die Veröffentlichungspolitik der Labels. Natürlich würde ich mir auch eher eine Neueinspielung von Friedhofers "Joan of Arc" als nun das sicher nicht schlechte Black Patch-Duo wünschen. Aber es ist eben keine Frage von entweder-oder. Ein Kickstarter bei Joan of Arc hätte eben nur wenig Aussicht auf Realisierung.

Mit der subjektiven Einschätzung meinte ich  eher die Zufriedenheit mit einzelnen Veröffentlichungen. Nur weil mich etwas nicht interessiert, ist eine Veröffentlichung deshalb noch lange nicht sinnlos oder überflüssig.  Ja, es gibt eine Goldsmith-Häufung - aber spielt die langfristig gesehen so eine große Rolle? Es fehlt vielmehr der Golden Age-Sektor, weil da kommerziell nichts geht. Mehr Leidenschaft, mehr Idealismus fordern? Legitim, aber welcher Hahn kräht danach? Das meinte ich mit müßig.

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vor 1 Stunde schrieb Mike Rumpf:

Ja, es gibt eine Goldsmith-Häufung - aber spielt die langfristig gesehen so eine große Rolle? Es fehlt vielmehr der Golden Age-Sektor, weil da kommerziell nichts geht. Mehr Leidenschaft, mehr Idealismus fordern? Legitim, aber welcher Hahn kräht danach? Das meinte ich mit müßig.

 
Ich finde schon, daß die Goldsmith-Häufung langfristig eine große Rolle spielt. Die Label sind ja nicht dumm und haben genau gemerkt, daß bezüglich älterer US-Scores der Name Goldsmith noch am meisten zieht – nur noch vergleichbar mit Horner und Williams-Titeln ab Ende 70er aufwärts – , weil weltweit nun mal eine große Fanbasis vorhanden ist. Aus den unterschiedlichsten Gründen heraus.  Ein Blick ins FSM-Forum genügt, um zu wissen, wie besessen in Bezug auf Goldsmith eben gesammelt wird und wie viele Komplettisten es gerade bei ihm gibt. Das Board ist voll davon. Darauf kann man aufbauen, aber eben auf nicht viel mehr sobald es in andere Regionen geht.
Klar fehlen die Leute fürs Golden Age heutzutage – nur Vereinzelte sind noch verblieben, die aber nichts ausrichten können. Roger Feigelson kann es sich inzwischen leisten, daß er auf die Frage, ob überhaupt – jetzt abgesehen von der aktuellen Goldsmith-Western-Paaarung – noch ein Golden Age-Titel in einer Originalaufnahme bei Intrada in naher Zukunft zu erwarten ist (und natürlich nicht bloß ein Reissue), nicht mal mehr eine Antwort gibt. Da lohnt sichs dann eben viel eher für ihn, nette Spielchen mit den Goldsmith-Fans zu spielen, weil die Zunft dafür natürlich auch dutzendfach größer ist.
 
Mehr Leidenschaft und mehr Engagement in Hinsicht auf ältere Titel lohnt sich im Prinzip nur dann, wenn eine genügende Anzahl von Sammlern dieselben Interessen hat. Aber genau daran haperts ja: Es sind viel zu wenige hinsichtlich Golden Age überhaupt noch aktiv, die von daher auch bei den Labels nichts bewirken können. Dafür müßte sich eine ganze Kohorte vor allem in den USA finden, um bei Labelchefs überhaupt noch Aufmerksamkeit zu erhalten. Aber wo sind die?
Ein ganz gutes Beispiel für mehr Leidenschaft in Bezug auf alte Sachen: Als ich vor ein paar Monaten herausgefunden hatte, daß die Universität von Illinos eine ganze Reihe von Frank Skinner-Azetaten aus dessen Nachlaß  beherbergt und vor allem bislang nicht identifiziertes Material aus dem Hitchcock-Film SABOTEUR von 1942, hat keiner der US-Sammler bei FSM auf mein Anraten reagiert und bei der Uni überhaupt mal nach diesen historisch wichtigen Dokumenten nachgefragt. Schlußendlich habe ich selber dort hingeschrieben und der zuständige Abteilungsleiter von der Uni war unheimlich nett und hat mir sogar mp3 Files von allen Sachen zukommen lassen. Mir persönlich hat es unheimlich Spaß gemacht, das Meiste zu identifizieren und vor allem die SABOTEUR-Tracks all der Azetate endlich richtig zuzuordnen. Der Witz bei der Sache ist der: Da muß erst jemand aus Deutschland sich dort melden, weil es von den US-Sammlern keiner macht. Das ist doch im Prinzip unfaßbar – und wie man sieht fehlt definitiv die Leidenschaft für so was.
 

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