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James Horner


Antineutrino
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Aber zurück zum Thema: wie es mir scheint, wird die Annahme dass er mittlerweile als Kassengift (sprich Zitatensammlung + schwieriger Umgang) verschrien ist wohl die zutreffendste sein. Schade. Gleich mal den ROCKETEER einlegen. ;-)

 

Die Kassengift-These ist nicht belegbar, nicht nach AVATAR und AMAZING SPIDER-MAN. Vorstellbar ist eher - das passt auch zu meinem persönlichen Eindruck - dass Horner als Quengel-Trine und Diva bei vielen Studios und Produzenten auf die böse Liste gerutscht ist...

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Aber zurück zum Thema: wie es mir scheint, wird die Annahme dass er mittlerweile als Kassengift (sprich Zitatensammlung + schwieriger Umgang) verschrien ist wohl die zutreffendste sein. Schade. Gleich mal den ROCKETEER einlegen. ;-)

 

Carsten, wenn man gutes Neues nur als "Mehr von liebgewonnenem Alten" definiert (Rocketeer, really?), dann wird man mit kaum einem Komponisten der Jetzt-Zeit glücklich. Es hat schon einen Grund, dass auch der verehrte Kollege Horner seit PAGEMASTEr & Co. sowas nicht mehr macht.

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Gerade die aufgezählten Jungs "Giacchino, Desplat, Beltrami, Eshkeri, Tyler, Korzniowski" sind eigentlich alles andere als Einheitsbrei. Die haben schon ihre eigenen Stimmen und orchestrale Fähigkeiten.

 

Aber zu Horner: Ich denke, hier macht es auch die Mischung. Das Ringen um den eigenen Anteil macht sich mit dem Alter (der ein oder andere Knochen mag sich bemerkbar machen) sicherlich auch nicht einfacher. Zwangsläufig muss dergleichen ja nicht nur mit einer Blacklist der Produzenten zu tun haben. Auf der anderen Seite kommen ja eben auch neue Namen dazu, die halt abliefern.

Weiß jemand, ob er sich vielleicht jüngst n Motorrad gekauft hat? Das erklärt in diesem Alter so einiges.

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Die Kassengift-These ist nicht belegbar, nicht nach AVATAR und AMAZING SPIDER-MAN. Vorstellbar ist eher - das passt auch zu meinem persönlichen Eindruck - dass Horner als Quengel-Trine und Diva bei vielen Studios und Produzenten auf die böse Liste gerutscht ist...

 

AVATAR ist kein Gegenbeweis, das ist eine Reaktivierung einer 12 Jahre alten Erfolgspartnerschaft, SPIDER-Man ok, aber ein Score macht noch keinen Sommer und sonst ging da, verglichen mit JNH und Co., nicht viel. Und ob Horner heute so viel divenhafter auftritt als 1995 ist auch nicht belegbarer als die These, dass Leute ihn für die eingeschränkte Art seines "Produkts" zu teuer finden.

Weiß jemand, ob er sich vielleicht jüngst n Motorrad gekauft hat? Das erklärt in diesem Alter so einiges.

 

Er ist aktiver Pilot.

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Carsten, wenn man gutes Neues nur als "Mehr von liebgewonnenem Alten" definiert (Rocketeer, really?), dann wird man mit kaum einem Komponisten der Jetzt-Zeit glücklich. Es hat schon einen Grund, dass auch der verehrte Kollege Horner seit PAGEMASTEr & Co. sowas nicht mehr macht.

 

Welchen Grund soll denn das haben? Es geht einfach darum, dass der Hörgeschmack des Massenpublikum doch überhaupt nicht mehr auf so etwas geeicht ist. Solche Meisterwerke wie TLBT oder AMERICAN TAIL und Co. wären doch Perlen vor die Säue. Ich kann mich kaum mehr überwinden ins Kino zu gehen, weil nur noch solch schrecklicher actionbeladener Stumpfsinn (vor allem aus Hollywood) kommt. Da ist doch kaum mehr etwas dabei (und ich meine jetzt keine 4850503zigste Comicverfilmung) die einen hinter dem Ofen hervorlockt. Und das hat nichts mit Sentimentalität zu tun.

 

AVATAR und SPIDERMAN finde ich gar nicht mehr hornertypisch, sehr elektronisch (auch dass eine fürchterliche Entwicklung und Anbiederung an die Hörgewohnheit der Massen) und sind in keiner Weise ein Beispiel für gelungene Kompositionen.

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Sicher nicht, nur lese ich bei dir zwischen den Zeilen, dass du dich auch nicht wirklich mit neuen Scores und Komponisten beschäftigst, was an mangelnder Affinität zu moderneren Stilkreuzungen zu tun haben mag aber so pauschal auch nicht stehen gelassen werden sollte. Ein Desplat z. B. hat in den letzten 10 Jahren bei weitem mehr Quantität und Qualität geliefert, als ein Horner.

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Ich hatte das Vergnügen mich mit Maestro Horner in Wien unterhalten zu können und kann Dir sagen, dass Horner heutzutage lieber Konzertwerke komponieren möchte als sich um Filmmusik zu kümmern, da er von der heutigen Hollywood-Situation nicht wirklich erfreut ist, was ich verstehen kann!

Bezüglich Romeo & Juliet findest Du im jeweiligen Thread mehr Infos zu Horners Score ;)

Carsten, wenn Du einen orchestralen Score mit schönen Themen hören möchtest, dann hör Dir mal Jack the Giantslayer von John Ottman an ... Da wirst Du Ohren machen ;)

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Ich kann den Thread über ROMEO & JULIET nicht finden, kann mal jemand den Link hier bitte reinsetzen? :)

 

Tja, das hört sich etwas beleidigt an, wenn er sagt, er möchte nur noch KOnzertmusik schreiben. Gut, dann soll er es tun, solange es sich wieder anhört wie in den späten 80er-Jahren kann er das gerne tun. Ich hoffe das Konzert in Wien hat ihn ein wenig wachgerüttelt und ihm gezeigt zu was er früher mal fähig war.

 

@Csongor: Hast du ihn mal wegen LAND BEFORE TIME angesprochen? Bezüglich bester Score etcpepe? :-) Wenn ja, was hat er gesagt?

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Ich hatte das Vergnügen mich mit Maestro Horner in Wien unterhalten zu können und kann Dir sagen, dass Horner heutzutage lieber Konzertwerke komponieren möchte als sich um Filmmusik zu kümmern, da er von der heutigen Hollywood-Situation nicht wirklich erfreut ist, was ich verstehen kann!

 

Wieso macht er das dann nicht einfach?

 

Ich kann den Thread über ROMEO & JULIET nicht finden, kann mal jemand den Link hier bitte reinsetzen? :)

 

Bütte sehr: http://www.soundtrack-board.de/topic/11709-abel-korzeniowski-romeo-and-juliet/

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@Babis: Danke!

 

@Csongor: Ich habe jetzt gerade mal ind en JACK THE GIANT SLAYER (Ottman) reingehört. Also ist ja ganz gefällig, aber auch hier: dumpfe unterstützende Elektronik und eher mittelmäßige Orchestrationen. Das ist einfach nicht meins. Immer wieder das gleiche rhythmisch geprägte "Hau auf die PAuke"-Szenario. Sowas kennt man doch von Arnold, Debney und Konsorten schon massenweise. Sowas wie Williams, Goldsmith, Rozsa wächst einfach nicht mehr nach.

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 Sowas wie Williams, Goldsmith, Rozsa wächst einfach nicht mehr nach.

 

Ich stimme dir zu und wir scheinen auch sonst so ziemlich mit unseren Meinungen übereinzustimmen.

Dennoch gibt es auch heutzutage noch manchmal Scores, die selbst so einen verbohrten, ewig gestrigen wie mich überzeugen. ;)

Bei diesem Desplat-Score war ich sehr überrascht und ich denke er könnte auch dir gefallen:

 

573819fddeeb.jpg

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Das habe ich hier auch schon gefragt. Diese Frage hat direkt wohl keiner gestellt. Schade eigentlich...

 

Zumal er doch die ein oder andere Münze im Sparstrumpf haben dürfte. Aber vielleicht mag er sich auch einfach noch nicht ganz mit dem Gedanken anfreunden. In der aktuellen Situation könnte das ja unter Umständen einem Abschied auf Immer gleichkommen.

 

Sowas wie Williams, Goldsmith, Rozsa wächst einfach nicht mehr nach.

 

Dem würde ich mindestens zur Hälfte widersprechen wollen. Zum einen haben wir ganz klar die Situation, dass die aktuelle Scorewelt größtenteils frei von Werken ist, die sowohl in der Breite als auch Tiefe zu überzeugen wissen. Daran lässt sich schwer rütteln. Aber das ist ganz deutlich auch dem schnelllebigen System geschuldet. Was da also an Talenten noch schlummern mag, ist wohl kaum abzusehen. Abgesehen davon, dass die Giacchinos, Korzeniowskis und Desplats oder auch jüngere Vertreter durchaus das Rüstzeug mitbringen, aber eben nicht zu den ganz großen Heldentaten in dieser Welt aufwachsen können. Ich würde behaupten, dass Williams, Goldsmith und Rozsa heute in ihren jüngeren Ausgaben genauso ab einem gewissen Grad verkümmern würden.

 

Aber natürlich auch ab davon, gibt es bei den heutigen Aktiven Qualitäten, die mir die drei genannten Großen nicht bieten konnten und ich die "jungen unbegabten Wilden" daher unter keinen Umständen missen möchte.

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Wieso macht er das dann nicht einfach?

Wird er schon machen wenn er Lust dazu hat, die Frage ist nur, wer finanzit die Aufführung? Er würde gerne ein Ballett komponieren nur lässt es sich schwierig finanzieren.

Übrigens er komponiert lieber für Spielfilme als für Zeichentrickfilme :)

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Sowas wie Williams, Goldsmith, Rozsa wächst einfach nicht mehr nach.

 

Ich stimme dir zu und wir scheinen auch sonst so ziemlich mit unseren Meinungen übereinzustimmen.

 

Was diese kulturpessimistische Grundeinstellung leider nicht richtiger macht. Es gab im Bereich orchestraler Filmmusiken immer ein auf und ab - dicke, zartschmelzende Hollywood-Musik-Tunke war immer wieder - Ende der Sechziger bis Mitte der Siebziger, Ende der Achtziger, etc - völlig aus der Mode, hat aber dann doch mit grossem Knall zurückgefunden. Dass wir nicht in der Zeit von 1975 bis 1985 leben, ist klar, aber irgendwie auch ganz gut so.

 

Deutlich macht Eure Wehmut doch nur eines: Es gibt Enthusiasten, die sich mit Filmmusik als eher historisch-musealem Thema beschäftigen, aber auch welche, die das als lebendige, dynamisch und eben auch vielseitige Kunst- bzw. Stil-Form sehen. Das ist ein Unterschied, der hier zwar oft hochkocht, aber selten  besprochen  wird.

 

 

P.S.: Es gibt nur einen Williams, wer weis welches stereotype Spätwerk Goldsmith heutztage abliefern würde - und für was für eine Art Film sollte Rosza aktuell Musiken schreiben? Pilcher-Verfilmungen beim ZDF?

Sicher nicht, nur lese ich bei dir zwischen den Zeilen, dass du dich auch nicht wirklich mit neuen Scores und Komponisten beschäftigst, was an mangelnder Affinität zu moderneren Stilkreuzungen zu tun haben mag aber so pauschal auch nicht stehen gelassen werden sollte. Ein Desplat z. B. hat in den letzten 10 Jahren bei weitem mehr Quantität und Qualität geliefert, als ein Horner.

 

Amen, Bruder!

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Was diese kulturpessimistische Grundeinstellung leider nicht richtiger macht. Es gab im Bereich orchestraler Filmmusiken immer ein auf und ab - dicke, zartschmelzende Hollywood-Musik-Tunke war immer wieder - Ende der Sechziger bis Mitte der Siebziger, Ende der Achtziger, etc - völlig aus der Mode, hat aber dann doch mit grossem Knall zurückgefunden. Dass wir nicht in der Zeit von 1975 bis 1985 leben, ist klar, aber irgendwie auch ganz gut so.

 

Deutlich macht Eure Wehmut doch nur eines: Es gibt Enthusiasten, die sich mit Filmmusik als eher historisch-musealem Thema beschäftigen, aber auch welche, die das als lebendige, dynamisch und eben auch vielseitige Kunst- bzw. Stil-Form sehen. Das ist ein Unterschied, der hier zwar oft hochkocht, aber selten  besprochen  wird.

 

 

P.S.: Es gibt nur einen Williams, wer weis welches stereotype Spätwerk Goldsmith heutztage abliefern würde - und für was für eine Art Film sollte Rosza aktuell Musiken schreiben? Pilcher-Verfilmungen beim ZDF?

 

Amen, Bruder!

 

 

100%ige Zustimmung. Du sprachst weise!

 

Immer dieses Gejammer und diese nostalgische Sehnsucht nach den "guten alten Zeiten" in denen noch "richtige" Filmmusik geschrieben wurde.

 

Aufregen kann mich sich über das System, welches es einem Komponisten zu oft nur noch gestattet das zu komponieren was schon einmal erfolgreich war.

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wenn er noch leben würde wäre er doch als neuer haus und hofkomponist bei bruckheimer produktionen wie geschaffen. würde die filme doch musikalisch nur veredeln. ;)

 

Wenn Bruckheimer oder sonstwer so einen Sound haben wollten, würden sie so einen Sound auch bekommen. Und ob das einen Mainstream-Blockbuster "veredeln" würde oder ein fieser Stolperstein für's Publikum wäre, halte ich für eher unklar.

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Besonders ärgerlich ist ja leider, dass sich die Kulturpessimisten mit dem meisten, was es so zu hören gibt, gar nicht mal befassen. Ich glaube kaum, dass Carsten die Greenwood- und Gordon-Scores der letzten Jahre, oder auch Einzelarbeiten wie THE GOOD GERMAN (Newman) - alles kompositorisch herausragende Scores, die nach den "guten alten Zeiten" klingen - überhaupt wahrgenommen hat. Für Stempel gilt eigentlich das gleiche - sorry, Martin. ;)

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Übrigens er komponiert lieber für Spielfilme als für Zeichentrickfilme :)

 

Dann erzähl doch mal was er noch so gesgat hat und lass dir nicht alles so aus der Nase ziehen! ;-)

 

Ich höre übrigens gerade mal wieder BALTO, auch ein kleines wunderbares Schmuckstück.

Besonders ärgerlich ist ja leider, dass sich die Kulturpessimisten mit dem meisten, was es so zu hören gibt, gar nicht mal befassen. Ich glaube kaum, dass Carsten die Greenwood- und Gordon-Scores der letzten Jahre, oder auch Einzelarbeiten wie THE GOOD GERMAN (Newman) - alles kompositorisch herausragende Scores, die nach den "guten alten Zeiten" klingen - überhaupt wahrgenommen hat. Für Stempel gilt eigentlich das gleiche - sorry, Martin. ;)

 

Da hast du sogar recht! Und ich denke um sich eine Meinung zu bilden muss man auch nicht alles kennen und trotzdem erkennen, wie die Zeiten sind. Vielleicht ist das aber auch eine Generationenfrage, nicht wahr?

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