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Gast Sayarin
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Geiler Track - hört sich zwar genauso an wie Mickey Krause oder BB Jürgen, aber "Ich hab Dich auch schon mal schlanker geseh'n" ist genau der richtige Titel für diejenigen, die Spaß am Musikhören und guter Laune haben.

Irgendwie fehlt mir aber die gewisse Binnensatzspannung.

Die hat Buddy scheinbar beabsichtigt vergessen.

:o:music::D

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Us (Peter Gabriel)

Super Album. Peter Gabriels Output war qualitativ immer sehr hochwertig, schade eigentlich, dass er nicht mehr so viel Beachtung findet wie in den späten 80er-/Anfang der 90er-Jahre, wo auch die Mainstream-Radiosender ihn rauf und runter gespielt haben. Zugegebermaßen ist das letzte Studio-Album auch von 2002. Wär cool, wenn da mal wieder was kommt.

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Us (Peter Gabriel)

Super Album. Peter Gabriels Output war qualitativ immer sehr hochwertig, schade eigentlich, dass er nicht mehr so viel Beachtung findet wie in den späten 80er-/Anfang der 90er-Jahre, wo auch die Mainstream-Radiosender ihn rauf und runter gespielt haben. Zugegebermaßen ist das letzte Studio-Album auch von 2002. Wär cool, wenn da mal wieder was kommt.

Für mich definitiv das beste Gabriel-Album, obwohl das bei den tollen Sachen, die er gemacht hat, schon schwierig ist zu sagen. Aber ich verbinde auch viel Persönliches mit den Songs, von daher bin ich da etwas befangen...:o.

Gabriel hat ja immer noch sein Real-World-Label, da ist er wohl genug mit ausgelastet, ausserdem gab´s vor zwei Jahren eine ausgedehnte Tour durch Südamerika, von der es jetzt bei einer speziellen Seite "offizielle" Bootlegs zu kaufen gibt (von Gabriel selbst). Wenn du das Album "Big Blue Ball" noch nicht kennst, solltest du auch da mal reinhören, ist zwar kein reines Gabriel-Album, aber er singt auf einigen der Tracks und die Songs sind echt klasse.

Ebenfalls noch nicht aus der Welt ist eine Reunion mit Genesis. Geplant war das wohl schon für 2007, aber Gabriel konnte aus terminlichen Gründen nicht, sodass Banks, Collins und Rutherford wieder als Trio auf Tour gingen. Gitarrist Steve Hackett blieb aussen vor, weil es die Viererbesetzung ja nur drei Jahre gab nach Gabriels Weggang und wenn, dann wollten sie wieder zu fünft auftreten, was Hackett auch begrüsste und den anderen dreien viel Erfolg bei der Tour wünschte.

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Von Genesis kenn ich bisher nur Songs aus der Collins-Ära - und die finde ich zu mainstreamig - waren die mit Gabriel origineller?

Ein ganz grosses JA...:o...Genesis zählen nicht umsonst zu den grossen Vier des Prog-Rock, die Sachen mit Gabriel waren wesentlich vielseitiger, aber auch experimenteller, wenngleich die Musik aber nicht so experimentell war wie die der frühen Pink Floyd beispielsweise, Genesis legten immer wert auf melodisches Material, auch wenn es Stücke gibt, die an die 20 Minuten dauern.

Es gibt eine 3-CD-Box, die Platinum Collection, dort sind eigentlich alle wichtigen Genesis-Songs aus allen Dekaden vertreten, der Kauf lohnt sich, auch wenn du dann wohl mit CD 1, den Collins-Jahren, weniger anfangen kannst, bei den älteren Sachen hört man aber schon, dass Collins schon damals ein verdammt guter Schlagzeuger war, aber sein musikalischer Einfluss wurde erst Ende der 70er, als auch Steve Hackett die Band verlassen hatte, deutlicher.

Für das Best-of-Album "Turn it on again" von 1999 kam es ja zu einer kleinen Reunion, Genesis spielten mit Gabriel und Hackett das Stück "Carpet Crawlers" aus dem 1974er-Album "The lamb lies down on broadway" neu ein, auf der Platinum Collection befindet sich allerdings die Originalversion.

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Von Genesis kenn ich bisher nur Songs aus der Collins-Ära - und die finde ich zu mainstreamig - waren die mit Gabriel origineller?

Muss dem anderen Alex hier eindeutig zustimmen.

Die Geschichte der Band Genesis lässt sich grob in fünf Schaffensphasen einteilen, von denen zwei klar hervorstechen; die eine wegen ihres musikalisch- künstlerischen Anspruchs und ihrer anhaltenden Bedeutung für progressive Rockmusik, die andere wegen ihres kommerziellen Erfolgs. Nach der Selbstfindungsphase beginnt die große progressive Phase, deren Sound besonders durch die Stimme von Peter Gabriel, die Keyboardflächen von Tony Banks und die sphärische E- Gitarre von Steve Hackett geprägt ist - im Kern geht's dabei um die Alben "Nursery Crime", "Foxtrot", "Selling England by the Pound" und "The Lamb lies down on Broadway". Phil Collins beweist sich in dieser Zeit als hervorragender Drummer, der auch schwierigste rhythmische Figuren meistert. Nach Gabriels Ausscheiden 1974 übernimmt Collins auch das Mikro, und es kommt eine Übergangsphase mit den durchaus gelungenen Alben "Trick of the Tail" und "Wind and Wuthering". Dann scheidet auch Hackett aus, Bassist Mike Rutherford übernimmt die E- Gitarre, und beginnend mit "And then there were three" wird die Musik immer seichter, poppiger und kommerziell erfolgreicher. Ab jetzt ist jedes Genesis- Album langweiliger als das vorige, auch wenn zwischendurch nochmal einzelne großartige Songs wie "Home by the Sea / Second Home by the Sea" herausstechen. Schließlich kommt es so weit, dass sich die Musik kaum noch von Collins Soloplatten unterscheidet - und irgendwann merkt Collins es selbst und verlässt Genesis. Banks und Rutherford lösen die Band jedoch trotzdem nicht auf, sondern machen mit "Calling all Stations" ihr bislang schwächstes Album, auch wenn Ersatzmann Ray Wilson (von Stiltskin) sehr sympathisch ist und klasse singen kann. Seitdem ist gottseidank Ruhe.

Marillion waren in ihrer Frühphase so stark von Genesis (zur Gabriel- Zeit) beeinflusst, dass man sie als billige Kopie abstempelte.

Ansonsten ist Genesis das erste Buch aus der Bibel... Schöpfung, Sündenfall, Sintflut, Abraham der Stammvater, Jakob der Betrüger, Josef der Träumer... :o

Alex

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Muss dem anderen Alex hier eindeutig zustimmen.

Die Geschichte der Band Genesis lässt sich grob in fünf Schaffensphasen einteilen, von denen zwei klar hervorstechen; die eine wegen ihres musikalisch- künstlerischen Anspruchs und ihrer anhaltenden Bedeutung für progressive Rockmusik, die andere wegen ihres kommerziellen Erfolgs. Nach der Selbstfindungsphase beginnt die große progressive Phase, deren Sound besonders durch die Stimme von Peter Gabriel, die Keyboardflächen von Tony Banks und die sphärische E- Gitarre von Steve Hackett geprägt ist - im Kern geht's dabei um die Alben "Nursery Crime", "Foxtrot", "Selling England by the Pound" und "The Lamb lies down on Broadway". Phil Collins beweist sich in dieser Zeit als hervorragender Drummer, der auch schwierigste rhythmische Figuren meistert. Nach Gabriels Ausscheiden 1974 übernimmt Collins auch das Mikro, und es kommt eine Übergangsphase mit den durchaus gelungenen Alben "Trick of the Tail" und "Wind and Wuthering". Dann scheidet auch Hackett aus, Bassist Mike Rutherford übernimmt die E- Gitarre, und beginnend mit "And then there were three" wird die Musik immer seichter, poppiger und kommerziell erfolgreicher. Ab jetzt ist jedes Genesis- Album langweiliger als das vorige, auch wenn zwischendurch nochmal einzelne großartige Songs wie "Home by the Sea / Second Home by the Sea" herausstechen. Schließlich kommt es so weit, dass sich die Musik kaum noch von Collins Soloplatten unterscheidet - und irgendwann merkt Collins es selbst und verlässt Genesis. Banks und Rutherford lösen die Band jedoch trotzdem nicht auf, sondern machen mit "Calling all Stations" ihr bislang schwächstes Album, auch wenn Ersatzmann Ray Wilson (von Stiltskin) sehr sympathisch ist und klasse singen kann. Seitdem ist gottseidank Ruhe.

Marillion waren in ihrer Frühphase so stark von Genesis (zur Gabriel- Zeit) beeinflusst, dass man sie als billige Kopie abstempelte.

Ansonsten ist Genesis das erste Buch aus der Bibel... Schöpfung, Sündenfall, Sintflut, Abraham der Stammvater, Jakob der Betrüger, Josef der Träumer... :o

Alex

Sehr schön erläutert, Alex, wobei ich aber sagen muss, dass mir "Calling all stations" eigentlich ganz gut gefällt, ist sowas wie der "böse Bruder" des "We can´t dance"-Albums, voller Songs über Entfremdung, Verlust und Einsamkeit. Besonders mag ich von dem Album den Titeltrack und "Uncertain Weather", letzterer hat einfach einen tollen Refrain. Mit Collins wäre so ein Album niemals entstanden, wobei aber witzigerweise im Booklet der Platinum Collection auch auf den Einfluss der jeweiligen Frontmänner eingegangen wird. Dort schreibt Collins, dass es nicht er war, Zitat "who f***ed up Genesis", im Bezug auf die Vorwürfe älterer Fans, die Band in den Mainstream geführt zu haben, sondern dass alles immer Entscheidungen aller waren, also auch die Richtungsänderung der Musik.

Gabriel stieg ja damals aus wegen musikalischer Differenzen, aber auch, weil sich in der Öffentlichkeit die Band immer mehr zu "Gabriel & Co." entwickelt hatte, was zu Spannungen innerhalb der Band führte. Ausserdem gab es zu diesem Zeitpunkt Probleme bei der Geburt von Gabriels erster Tochter und er wollte sich mehr um die Familie, als um Musik kümmern, was wiederrum der Rest der Band, die damals alle noch kinderlos waren, nicht nachvollziehen konnte. In seinem ersten Solo-Hit "Solsbury Hill" verarbeitet Gabriel die schlimmen Erfahrungen jener Zeit und stichelt im Text auch gegen seine ehemaligen Bandkollegen.

Steve Hackett wiederrum verliess dann 1977 die Band, weil ihm erstens die Richtung, in die sich die Band entwickelte, nicht gefiel (Banks wollte, dass die Songs keyboardlastiger werden) und zweitens, weil man ihm nicht erlaubte, mehr eigenes Material bei den Alben unterzubringen.

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Sehr schön erläutert, Alex, wobei ich aber sagen muss, dass mir "Calling all stations" eigentlich ganz gut gefällt, ist sowas wie der "böse Bruder" des "We can´t dance"-Albums, voller Songs über Entfremdung, Verlust und Einsamkeit.

Das sind schon verarbeitenswerte Themen. Wenn's jetzt noch gute Songs wären, wär's okay. :o:D

Dort schreibt Collins, dass es nicht er war, Zitat "who f***ed up Genesis", im Bezug auf die Vorwürfe älterer Fans, die Band in den Mainstream geführt zu haben, sondern dass alles immer Entscheidungen aller waren, also auch die Richtungsänderung der Musik.
Schon klar. Nach den "künstlerischen" Jahren haben die drei Überlebenden gemeinsam beschlossen, endlich auch mal richtig Kohle zu machen - hat ja funktioniert. Nachvollziehbar, aber nicht unbedingt bewundernswert.
Gabriel stieg ja damals aus wegen musikalischer Differenzen, aber auch, weil sich in der Öffentlichkeit die Band immer mehr zu "Gabriel & Co." entwickelt hatte, was zu Spannungen innerhalb der Band führte. Ausserdem gab es zu diesem Zeitpunkt Probleme bei der Geburt von Gabriels erster Tochter und er wollte sich mehr um die Familie, als um Musik kümmern, was wiederrum der Rest der Band, die damals alle noch kinderlos waren, nicht nachvollziehen konnte. In seinem ersten Solo-Hit "Solsbury Hill" verarbeitet Gabriel die schlimmen Erfahrungen jener Zeit und stichelt im Text auch gegen seine ehemaligen Bandkollegen.
Öffentliches Gestichel find ich daneben. So kann's halt gehen, wenn man sich als selbstverliebter Frontmann mit einer zu exaltierten Bühnenshow zum alleinigen Bandmittelpunkt hochstilisiert. Am Ende hat trotzdem jeder gekriegt, was er wollte: Gabriel bekam die Freiheit, künstlerische Anerkennung und verdiente auch ordentlich Kohle, Collins bekam Superstarstatus und megaviel Kohle, aber viel weniger künstlerische Anerkennung, für Banks blieb wenigstens Kohle. Rutherford hatte nebenbei mit den Mechanics auch noch ein paar ganz nette, aber wenig bedeutsame Softrock- Mainstreamhits. Hackett erarbeitete sich mit Soloplatten und dem GTR- Projekt immerhin einen gewissen Insider- Status.
Steve Hackett wiederrum verliess dann 1977 die Band, weil ihm erstens die Richtung, in die sich die Band entwickelte, nicht gefiel (Banks wollte, dass die Songs keyboardlastiger werden) und zweitens, weil man ihm nicht erlaubte, mehr eigenes Material bei den Alben unterzubringen.
Schade eigentlich. Ich persönlich finde, dass das Zusammenspiel zwischen Banks und Hackett den Genesis- Sound stärker geprägt hat als die Stimme Gabriels. Das beweisen IMHO die zwei Übergangsalben nach Gabriels Ausstieg.

Alex

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Das sind schon verarbeitenswerte Themen. Wenn's jetzt noch gute Songs wären, wär's okay. :o:D

Schon klar. Nach den "künstlerischen" Jahren haben die drei Überlebenden gemeinsam beschlossen, endlich auch mal richtig Kohle zu machen - hat ja funktioniert. Nachvollziehbar, aber nicht unbedingt bewundernswert.

Öffentliches Gestichel find ich daneben. So kann's halt gehen, wenn man sich als selbstverliebter Frontmann mit einer zu exaltierten Bühnenshow zum alleinigen Bandmittelpunkt hochstilisiert. Am Ende hat trotzdem jeder gekriegt, was er wollte: Gabriel bekam die Freiheit, künstlerische Anerkennung und verdiente auch ordentlich Kohle, Collins bekam Superstarstatus und megaviel Kohle, aber viel weniger künstlerische Anerkennung, für Banks blieb wenigstens Kohle. Rutherford hatte nebenbei mit den Mechanics auch noch ein paar ganz nette, aber wenig bedeutsame Softrock- Mainstreamhits. Hackett erarbeitete sich mit Soloplatten und dem GTR- Projekt immerhin einen gewissen Insider- Status.

Schade eigentlich. Ich persönlich finde, dass das Zusammenspiel zwischen Banks und Hackett den Genesis- Sound stärker geprägt hat als die Stimme Gabriels. Das beweisen IMHO die zwei Übergangsalben nach Gabriels Ausstieg.

Alex

So langsam wird das hier der Genesis-Thread...;). Was "Calling all stations" betrifft, ist das wieder mal Geschmacksfrage, ich finde einige der Songs, trotz der Schwäche des ganzen Albums, dennoch sehr hörenswert, aber das sieht natürlich jeder anders. :D Der relative Misserfolg des Albums war aber, meiner Meinung nach, dann doch hauptsächlich im Fehlen Phils begründet, der für viele ja mit Genesis identisch war.

"Öffentliches Sticheln" gab es ja nicht nur bei Genesis, irgendwie hat wohl jede Band, in der es zwei starke Songwriter gibt, einmal Differenzen, die die einzelnen Mitglieder dann in Songs verarbeiten, so gibt es von John Lennon einen Anti-Paul-McCartney-Song, von David Gilmour einen Anit-Roger-Waters-Song und Keith Richards rechnete auch schon in einem Song mit Mick Jagger ab. Dagegen ist "Solsbury Hill" von Gabriel ja eher zurückhaltend, zumal er mehr die fehlende Feinfühligkeit seiner Bandkollegen für seine familiären Probleme thematisiert.

Im Grunde kann man sagen, dass sich Gruppen in der Band gebildet haben, Hackett und Gabriel gingen eher den künstlerischen Weg, Collins und Rutherford bevorzugten den Ruhm und den Erfolg und Banks hat so ein bisschen von allem mitgemacht, brachte sowohl Popalben, als auch klassische Musik heraus.

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So langsam wird das hier der Genesis-Thread...:D.

Ja, und? Stört uns das? :o:D

"Öffentliches Sticheln" gab es ja nicht nur bei Genesis, irgendwie hat wohl jede Band, in der es zwei starke Songwriter gibt, einmal Differenzen, die die einzelnen Mitglieder dann in Songs verarbeiten, so gibt es von John Lennon einen Anti-Paul-McCartney-Song, von David Gilmour einen Anit-Roger-Waters-Song und Keith Richards rechnete auch schon in einem Song mit Mick Jagger ab.

Tja, kann schon sein, aber es muss mir ja nicht gefallen. Ich mag Lennons Solowerk ohnehin nicht so, und sonderlich sympathisch fand ich ihn auch nie, Visionär hin oder her. Richards und Jagger sind wie'n altes Ehepaar, und die Stones rückentwickeln sich seit dreißig Jahren von einer harten Bluesrockband zu einer seelenlosen Geldmaschine. In Bezug auf Gilmour erinnere ich mich lieber daran, wie er dem kranken Drogen- und Psychowrack Barrett nach dessen Pink Floyd- Rauswurf bei seinen musikalischen Soloversuchen geholfen hat. Und daran, dass sie ihm ganz stichelfrei das "Wish you were here"- Album mehr oder weniger gewidmet haben.

Alex

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Ja, und? Stört uns das? :o:D

Tja, kann schon sein, aber es muss mir ja nicht gefallen. Ich mag Lennons Solowerk ohnehin nicht so, und sonderlich sympathisch fand ich ihn auch nie, Visionär hin oder her. Richards und Jagger sind wie'n altes Ehepaar, und die Stones rückentwickeln sich seit dreißig Jahren von einer harten Bluesrockband zu einer seelenlosen Geldmaschine. In Bezug auf Gilmour erinnere ich mich lieber daran, wie er dem kranken Drogen- und Psychowrack Barrett nach dessen Pink Floyd- Rauswurf bei seinen musikalischen Soloversuchen geholfen hat. Und daran, dass sie ihm ganz stichelfrei das "Wish you were here"- Album mehr oder weniger gewidmet haben.

Alex

Nö, muss dir nicht gefallen, ich wollte es nur erwähnt haben...:D.

Dass mit Barrett ist auch so eine Sache, in einem Buch beispielsweise vertrat die Schwester von Syd die These, dass er gar nicht verrückt war, sondern all diese verrückten und unberechenbaren Sachen nur gemacht hat, um seine Bandkollegen zu ärgern, die das Musizieren seiner Meinung nach viel zu ernst nahmen und auch der beginnende, finanzielle Erfolg machte ihm damals zu schaffen, er hatte Angst davor, dass seine Musik dem Ausverkauf zum Opfer fällt.

Dabei darfst du dann aber auch Richard Wright und Roger Waters nicht vergessen, beide halfen Syd ebenfalls bei der Produktion seiner Solo-Alben, wenngleich Gilmour richtigerweise den Löwenanteil leistete. "Wish you were here" ist tatsächlich ein Album über Barrett, "Shine on you crazy diamond" ist über ihn und nicht zufälligerweise befindet sich der Song "Wish you were here" auf dem Floyd-Best-Of-Album "Echoes" zwischen dem ersten ("Arnold Lane") und dem letzten Song ("Jugband Blues"), den Barrett bei Floyd zum besten gab. Passenderweise beginnt der "Jugband Blues", quasi als Antwort auf die Aussage "Wish you were here", mit Barrets Worten "It´s awfully considerate of you to think of me here, And I´m much obliged to you for making it clear, That I´m not here").

Bei der Produktion des Albums "Wish you were here" kam es dann ja auch zur legendären Begegnung der Band mit ihrem Ex-Sänger. Während "Shine on..." gerade durch die Lautsprecher der Abbey-Road-Studios hallte, kam ein dicker, kahlköpfiger Mann in den Raum. Zuerst erkannte ihn keiner, bis Roger Waters bestürzt feststellte, dass es sich um Syd handelt, auch Richard Wright soll mit den Tränen gekämpft haben, als er sah, was aus Syd geworden war, seitdem sie ihn das letzte Mal sahen, das waren damals knapp 4 Jahre. Aber so plötzlich, wie er auftauchte, war Syd auch wieder verschwunden und danach hat ihn keiner der Bandmitglieder wieder gesehen, das war 1974, im Juni 2006 verstarb Barrett ja leider dann.

Bearbeitet von Alexander Grodzinski
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Dass mit Barrett ist auch so eine Sache, in einem Buch beispielsweise vertrat die Schwester von Syd die These, dass er gar nicht verrückt war, sondern all diese verrückten und unberechenbaren Sachen nur gemacht hat, um seine Bandkollegen zu ärgern, die das Musizieren seiner Meinung nach viel zu ernst nahmen und auch der beginnende, finanzielle Erfolg machte ihm damals zu schaffen, er hatte Angst davor, dass seine Musik dem Ausverkauf zum Opfer fällt.

Das mag sie als seine Schwester so sehen. Sein Leben nach Pink Floyd spricht eine andere Sprache. :o

Alex

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Das mag sie als seine Schwester so sehen. Sein Leben nach Pink Floyd spricht eine andere Sprache. :D

Alex

Er lebte eben komplett zurückgezogen bei seiner Mutter, hat keine Musik mehr gemacht, aber gemalt und war grosser Star-Trek-Fan. :D

Auf dem letzten Floyd-Album "The Division Bell" geht es im Text des Songs "Poles Apart" ja auch um Barrett:

Did you know...it was all going to go so wrong for you

And did you see it was all going to be so right for me

Why did we tell you then

You were always the golden boy then

And that you'd never lose that light in your eyes

Im selben Song gibt es dann aber auch wieder eine "Nachricht" an Roger Waters:

Hey you...did you ever realise what you'd become

And did you see that it wasn't only me you were running from

Did you know all the time but it never bothered you anyway

Leading the blind while I stared out the steel in your eyes

Wobei man sich nun fragen könnte, wer im Text die "Blinden" waren, die Gilmour geführt hat. Mason und Wright oder die Floyd-Fans? :applaus:

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Steve Jablonsky - The Fallen

(aus "Transformers - Revenge of the Fallen")

Gänsehaut pur ... den Track könnte man 1:1 bei SAW 6 verwenden.

Insgesamt ist der Score für mich persönlich grandios, denn die "Herkunft" Jablonskys läßt sich zweifelsohne erkennen. Und genau das ist die Musik, die außerhalb des Filmes für mich einfach hörenswert ist.

Mein größter Traum ist nachwievor, genau "diese" Musik am PC selber zusammen zu stricken. Man könnte jeden x-beliebigen Song aus allen Genres im MV-Style "zusammenbraten" und ich fände garantiert alle grandios. :D

So mancher Kritker sollte sich TRANSFORMERS mal auf halbwegs vernünftigen Boxen in voller Lautstärke und ordentlich Bass anhören. Da brennt die Erde und die Nachbarn denke, die Russen würden vor der Tür stehen. :D

Selbst während der ersten 4 Sekunden bei "The Fallen's Arrival" in vollster Lautstärke (auch wenn das keine große Kunst ist) denken alle in der Straße, wir hätten gerade einen Einschlag einer Haubitze hinter uns.

:D:music::applaus:

Anmerkung:

Gestern habe ich mir zum allerersten Mal GHOSTBUSTERS in voller Länge am Stück angehört. Und ich muß leider sagen, daß ich vollkommen gelangweilt war. Sorry ... :D

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Da bist du nicht alleine, Bernd :D Ich war zwar nicht "vollkommen" gelangweilt... fand ein paar Sachen ganz nett...aber für mich ist es weniger was.

Du beziehst Dich doch jetzt auf GHOSTBUSTERS, oder?

Ich habe die CD gestern auch nur durch Zufall beim Aufräumen gefunden und mußte erst einmal das "Kunststoff-Kleidchen" ausziehen, weil ich dachte, "wenn viele danach lechzen, muß der ja top sein".

Klar, da gebe ich Dir Recht, ein paar Sachen (frag mich jetzt nicht nach deren Namen) sind ganz "locker flockig" anzuhören. Aber insgesamt war ich schon ziemlich gelangweilt.

Als Nächstes packe ich dann wohl mal HOME ALONE 2 aus ... in der Hoffnung, daß mir der mehr zusagt. Was soll ich machen, wenn es sich scheibar kompositorisch um ein Meisterwerk handelt, ich aber keinen Spaß beim Hören habe? Ehrlich? Da höre ich mir doch tatsächlich GLADIATOR in der Endlosschleifen-Version an ... und das den ganzen Tag lang. :applaus:

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Als Nächstes packe ich dann wohl mal HOME ALONE 2 aus ... in der Hoffnung, daß mir der mehr zusagt. Was soll ich machen, wenn es sich scheibar kompositorisch um ein Meisterwerk handelt, ich aber keinen Spaß beim Hören habe?

Wer behauptet eigentlich, dass GHOSTBUSTERS ein Meisterwerk ist? Und Williams´ HOME ALONE-Scores mit ihrer dreisten Tschaikowskij-Klauerei... würde ich auch eher in die Kategorie "Routine" packen.

Bei mir läuft grad einiges quer... John Adams´ CHAIRMAN DANCES, Teile der Filmmusik "Snow Storm" von Georgi Swiridow und jetzt "The Great Ocean Road" aus Christopher Gordons ON THE BEACH. :D

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Wer behauptet eigentlich, dass GHOSTBUSTERS ein Meisterwerk ist? Und Williams´ HOME ALONE-Scores mit ihrer dreisten Tschaikowskij-Klauerei... würde ich auch eher in die Kategorie "Routine" packen.

Mir war so, als wären da irgendwie immer alle von begeistert gewesen.

So auch bei INCHON, PREDATOR u.a. - habe ich mich da getäuscht?

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Mir war so, als wären da irgendwie immer alle von begeistert gewesen.

Von TRANSFORMERS waren und sind auch viele begeistert. ;)

:applaus: Earth Song (Michael Jackson)

Ich kann mich vage daran erinnern, dass ich diesen Song als kleiner Junge immer ganz gerne gehört habe, als er im Radio lief. Text habe ich nie verstanden - jetzt erst merke ich, dass es da um Naturschutz geht. :applaus:

Als Kind hatte ich da völlig andere Assoziationen mit der Musik. :)

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