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  1. Letzte Stunde
  2. Der einzig gute Track aus dem originalen Material, das Max Richter für HAMNET geschrieben hat: eine recht schöne, wenn auch nicht sonderlich komplexe Passacaglia.
  3. Wieder ein paar aktuelle Filme: HAMNET (Chloé Zhao, GB/USA 2025) Chloé Zhaos Blick auf Kunst ist ein sehr trister, Biographie-zentrierter: große Kunstwerke lassen sich, so die implizite These ihres Films, in erster Linie über das persönliche Drama erklären, das ein Künstler durchlitten hat. Dass es sich bei dem Protagonisten um William Shakespeare handelt, wird zudem erst nach ungefähr der Hälfte des Films deutlich – eigentlich könnte HAMNET auch das Porträt eines beliebigen Bürgers der Mittelschicht des elisabethanischen Zeitalters sein. Die Frage ist, wieso Zhao dieses Konzept nicht einfach durchzieht. Indem sie Shakespeare als Figur von historischer Relevanz wählt, scheint sie ihrem eigenen Blick auf den normalen Menschen (bzw. auf die Allgemeingültigkeit menschlicher Erfahrung in dieser Epoche) bereits zu misstrauen; die Perspektive muss durch die Berühmtheit ihrer Figur „geadelt“ werden. Andererseits ist der Erkenntnisgewinn über die Figur Shakespeares innerhalb dieses Ansatzes bestenfalls küchenpsychologisch interessant. Der gute William war traurig ob des tragischen Verlauf seines Familienlebens, also schreibt er „Hamlet“. Nun denn. Die diskursive Verdummung, die ihr Film betreibt, erreicht im Finale ihren Höhepunkt, wenn Max Richters totgespieltes „On the Nature of Daylight“ großen, tiefen Einblick in Genese und geistigen Gehalt von Shakespeares Kunst vortäuschen soll. Das Stück ist herrlich, und es verärgert, für welch prätentiöse Scharlatanerei es mittlerweile missbraucht wird. Da lobe ich mir die melodramatische, unanmaßende B-Movie-Konnotation, mit der Scorsese das Werk in SHUTTER ISLAND verwurstet. (Dass Max Richters Score für den Oscar nominiert wurde, ist gelinde gesagt überraschend, so ist das wesentliche emotionale Element der Vertonung eben das prä-existente „On the Nature of Daylight“ – und kein originales Stück. Mit dieser Begründung wurden jahrzehntelang Filmmusiken für die Nominierung disqualifiziert. Nun scheint der Umstand, dass der wichtigste Moment einer Filmmusik gar nicht für den Film komponiert wurde, plötzlich keine Rolle mehr zu spielen. Kurios!) ANACONDA (Tom Gormican, USA 2025) Fast alles an Sonys Meta-Persiflage auf Luis Llosas starbesetzten B-Tierhorror ANACONDA (1997) wirkt unaufrichtig und eingehegt. Wahrscheinlich liegt das in der Natur der Sache, wenn große Konzerne teure Filme über die Underground-Verarbeitung ihrer eigenen Stoffe machen. Schön immerhin: der Quatsch mit dem Wildschwein und der Auftritt von Randy Edelmans seifigem Original-Hauptthema von 1997. EDDINGTON (Ari Aster, USA/GB/FI 2025) Als riesiger Fan von NEEDFUL THINGS – sowohl von Kings Roman als auch von Fraser C. Hestons großartiger Verfilmung – schlägt mein Herz natürlich auch für Asters EDDINGTON, bei dem der Teufel in Gestalt eines neuartigen Atemwegsvirus (oder einer undurchsichtigen Tech Company, je nach Sichtweise) in eine amerikanische Kleinstadt Einzug hält und bestehende soziale Konflikte eskalieren lässt. Wie bei King fliegen sowohl die städtischen Makro- wie auch die privaten Mikrokosmen in die Luft: Familie, das Kernthema der Aster-Filme, diesmal in breitestem Spektrum gedacht. Wahrer Aster-Horror kommt im letzten Kapitel auf, wenn Sheriff Cross die Früchte seiner Bemühungen erntet – locked-in in der Hölle häuslicher Pflege, während es die Schwiegermutter nebenan mit dem Hausbediensteten treibt. Asters Ankündigung einer Fortsetzung ist entweder ein bitterböser Scherz, oder der Teufelskerl meint es tatsächlich ernst. Ich tippe auf Letzteres. SIRĀT (Oliver Laxe, ES/F 2025) In der ersten Hälfte ein durchaus nicht reizloser Arthouse-SORCERER – bis der Film anfängt, seine empathisch eingeführten Figuren auf ziemlich niederträchtige Weise eine nach der anderen sadistisch hinzurichten. Mancher wird das wohl als „existenzialistisches Kino“ missdeuten, tatsächlich ist es nur eine gehässige Manipulation des Zuschauers, die Spaß am Sterben- und Leiden-Lassen hat, und aus der ein stumpfes, menschenfeindliches Weltbild spricht. Oliver Laxe muss ein unangenehmer Zeitgenosse sein. Ein hässlicher, schwarzer Film für hässliche, schwarze Seelen.
  4. Heute
  5. So nun habe ich endlich auch noch aus meiner MISSED OUT Liste DARK OF THE SUN fsm von Jacques Loussier aufstöbern können. Es ist ein fantastischer Score von einem "Nicht" Filmkomponisten.Ein Morricone mässiger soundtrack den ich jedem nur empfehlen kann...auch wenn er nicht leicht zu finden ist.
  6. Weiter mit diversem: Ace Combat 25th Anniversary Concert Geniale Versiohen einige der besten Tracks der Franchise,Go Shinas Sky Captain Style für die Handheld Spinoffs bleibt aussen vor. Jose Pavli-Project Wingman Anniversary Live Orchestra Der Ace Combat Konkurrent hat ähnliche Musik,die sensationelle Medley höre ich sehr oft. Graham Koehne-1914 Ballet So wunderschön wie dramatisch,sehr filmscoreartig Carl Johnson/Mark Watters-Aladdin and the King of Thieves Songs geskippt,gleich zum imposanten Abenteurscore von Batman Animated,Gargoyles (Intrada please!!!) und dem fantastischen unauffindbaren Scifi Action Adventurescore Invasion Amerika Composer. Christopher Tyler Nickel- Concerto for Oboe,Concerto for Piccolo (Kein Dragonball Z Concert sorry) und Concerto for 4 Wagner Tubas Wie bei seiner filmscoreartigen Symphony Nr.2 aber weniger düster und "actionreicher" Next up meine vielleicht grösste Entdeckung bisher.To be continued..
  7. Hab jedes Album von Alexandre Guerre auf Spotify angehört.Alles gut aber neben den bereits erwähnten Vera Fabula mit der unglaublichen Monte Christo Symphony und dem spektakulären Guerreires Amazonas und Fantasia for Guitar and Orchestra (welches von dem fabelhaften Album Fantasia stammt aber dort in brasillianisch geschrieben ist) sind mir folgende Alben besonders aufgefallen: O Tempo eo Vento Schöner Historienfilmscore mit guten Themen,viel Drama und ein grosses Chorfinale. Ballet de Anzul e Vento Wunderschöne Balletmusik Longe Ein Album über das Meer,vergleich mit George Fentons frühen Dokuscores zu dem Thema. Novas Especies Mehr brilliante Naturdokumusik Fantasia Auch der Rest davon toll auch wenn das Guitarrenstück das Highlight bleibt The America Guest Toller Thrillerdramascore,Velazquez meets Herrmann. Concerto Mistico Unter Singles,mehr imposante filmscoreartige Klassik und schliesslich Promenado Tolle abwechslungsreiche Tracks nach Frauen benannt
  8. Man merkt es auch direkt daran, dass die Main Titles zu Airport von der Filmversion abweichen. Die hat Morton Gould später in einer schönen kraftvollen Version mit dem London Symphony Orchestra für einen Sampler eingespielt. Muss aber sagen, dass auf meiner Wunschliste eine expandierte Fassung zu Airport 1975 an höherer Stelle steht. Hatte da große Hoffnungen bei LLL, da die in der Universal-Reihe die beiden späteren Airport Scores gemacht haben. Das ist jetzt auch schon wieder Jahre her und um die Reihe ist es beim Label recht still geworden.
  9. Gestern
  10. Ja, sieht sehr gut aus. Das geht durchs Ziel.
  11. Da ich die Originalaufnahme von AIRPORT (mit etwas mehr als 40 Minuten Score plus rund 20 Minuten Bonus/Alternativ-Tracks) eh seit Jahren auf CDR habe, kann ich das definitiv bestätigen. Das Orchester für die von Stanley Wilson "uncredited" dirigierte Albumaufnahme war etwas kleiner - nur ca. 40 statt 60 Mann und Newman konnte selbst nicht mehr dirigieren, da er bereits zu krank war. Unterschiede zwischen den Aufnahmen sind besonders bei der Handhabung der Streicher hörbar, da ist Newmans Dirigat vorzuziehen, auch ist beim LP-Schnitt meiner Erinnerung nach mehr Hall drin. Vor allem "Emergency Landing" ist kraftvoller und klingt wesentlich dichter im Original, bei den Easy Listening-Tracks sind für mich die Differenzen hingegen weitaus weniger markant. Es gibt beim Original noch vielleicht so zwei, drei dramatischer angelegte Stücke mit je 1-2 Minuten - so etwa eines, das den typisch elegischen und berühmten Streichersound Newmans à la DIARY OF ANNE FRANK oder GREATEST STORY EVER TOLD nochmals ein wenig aufblühen läßt und das auf dem offiziellen LP/CD-Album natürlich fehlt.
  12. jetzt nur noch ca 4700€ - und 3 Tage verbleibend
  13. Herzlich Willkommen
  14. Das kommt darauf an, wie die separaten Tracks wirken. Persönlich mag ich oftmals recht kurze Tracks nicht, aber bei Ifukube oder aber auch bei Herrmann funktionieren sie schon und lassen sich gut durchhören IMO.
  15. Schöne Liste, habe da auch viele Übereinstimmungen! Punkt 9 gibt es bisher doch nur in der LP-Neueinspielung. Falls die gesamte LP eine Albumaufnahme war, aber gehe davon aus.
  16. Hahaha, ja habe ich ebenfalls bereits gesehen. Das macht bestimmt wenig Freude… Sogar viele Tracks unter 30 Sekunden!
  17. Auf Mooliks Liste finden sich auf jeden Fall auch eine ganze Menge von meinen Favoriten.
  18. Ich habe noch sehr viele LPs....und einige sind nach wie vor noch nicht als CD veröffentlicht...zum Beispiel JohnScott's THE LONG DUELL,THE STING 2,THE SOUL OF N.CHARLEY....etc.
  19. Siehe auch die neue FSM Veröffentlichung mit seinen 88 (!!!) Tracks...
  20. Ja ich verstehe was du meinst. Ich bin mir auch sicher, dass Intrada das beste aus dem Quellmaterial gemacht hat. Vermutlich fungiert diese CD aber eher als Souvenir zur TV-Serie. Musikalisch ist das nicht wirklich relevant/interessant (meiner Meinung nach)
  21. Bin ich die Tage durch Zufall drauf gestoßen: Anne Kathrin Dern WOODWALKERS (2024) und WOODWALKERS 2 (2026) Dazu finde ich hier im Forum gar nix. Tolles Hauptthema, das ins Ohr geht
  22. Eines der Genres finde ich in dem ein Komponist vollkommen versagen kann und in generische und uninspirierende Jumpscare Klänge verfallen kann...oder auf KinderLullabies ..wie zum Beispiel ( nur meine Meinung )..fast alle neuen Scores ( z.b IT von B.Wallfish) Somit wären für mich die Top10: 1.Die OMEN Trilogy 2.POLTERGEIST 3.BRIDE OF FRANKENSTEIN 4.THE UNINVITED Victor Young 5.HELLRAISER 6. DRACULA Williams 7. DRACULA Kilar 8.ALIEN ( Ist ja eher ein Horrorfilm denn ein SciFi) 9.JAWS 10.PSYCHO Und eine Handvoll anderer wie THE FURY..THE SENTINEL ..AMITYVILLE HORROR...THE THING etc.
  23. The Homecoming BEST YEARS OF OUR LIVES
  24. BEST YEARS OF OUR LIVES BLACK SUNDAY ADVENTURES OF ROBIN HOOD THE CHAIRMAN THE SECRET OF NIMH
  25. Zähle mal auf! 😁 Die kurzen Laufzeiten der Titel sind aber m. E. für die 1970er und 80er normal, insbesondere, wenn die Folge nur 25 Minuten Laufzeit hat. Ich hatte mir von einigen Serien der 70er und 80er mal die Dauer der Musik in den Folgen notiert und die waren ebenfalls alle sehr kurz. Nur selten gab es mal Titel, die drei Minuten oder auch länger dauerten, oft alles im einminütigen Bereich oder sogar darunter. Es kommt besonders Freude auf, wenn man Don Peakes Knight Rider-Musik hört. Da sind dann schon mal zehn Titel hintereinander zu hören, die kaum mehr als 20 Sekunden dauern. Dennoch hatten auch diese Serien eine musikalische Gesamtlaufzeit von ca. 20 Minuten plus pro Folge, Vor- und Abspann nicht mit einberechnet ("Airwolf" hatte sogar nur ca. 15 Minuten Musik pro Folge, wenn überhaupt.)
  26. 18min Orchesterpower für Stranger Things von Dan Romer und Rob Simonsen:
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