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Der Hobbit - Smaugs Einöde War gestern im Kino, 3D ohne HFR. Die Liebe zum Detail ist auch im zweiten Teil des Hobbits zu spüren. Die Kulissen und Sets sind echt toll. Vieles ist exakt so nachgebaut, wie es im Buch beschrieben ist, und ich hatte den Eindruck, dass mir die Bilder bekannt vorkommen, weil ich es mir beim Lesen so oder so ähnlich vor dem inneren Auge ausgemalt hatte, z.B. Beorns Haus oder in Teilen auch der Düsterwald mit den Riesenspinnen. Auch die Szene im Kellerverließ des Elbenschlosses, als Bilbo die Zwerge zur Flucht in die Fässer steckt, ist dem Original genau nachempfunden. Überhaupt sind alle Stationen der Zwergenreise zum Einsamen Berg auch irgendwie im Film abgebildet, sodass die urspüngliche Tolkien-Geschichte auf jeden Fall wie ein roter Faden erhalten bleibt. Der Rest ist allerdings ausgeschmückt bis zum geht nicht mehr. Wenn ich böse wäre, könnte man auch sagen aufgeblasen. Es ist natürlich verständlich, dass die Fimemacher nicht einfach nur linear die Reise der Zwerge abbilden und etwas mehr Fleisch in die Suppe bekommen wollen. Und den Gedanken, jetzt schon auf die große Herr-der-Ringe-Geschichte zu verweisen, indem man schon den späteren Bösewicht Sauron ins Spiel bringt, der seine Kräfte für den großen Schlag sammelt, ist auch gar nicht mal so dumm, zumal Gandalf auch im Buch die Zwergengemeinschaft am Düsterwald verlässt, weil ihn - im Buch nicht näher ausgeführte - wichtige Angelegenheiten drängen. Diese Lücke ist natürlich durch die Drehbuchautorin geschickt gefüllt worden, um den größeren Zusammenhang der Geschichte darzustellen. Auch finde ich es verständlich, dass man mit der Elbin Tauriel eine Frauenfigur einführen wollte, weil die ganze Unternehmung doch sonst zu arg nach Zwergenschweiß riechen würde ( siehe auch http://www.spiegel.de/kultur/kino/der-hobbit-smaugs-einoede-mittelerde-strahlt-im-mittelteil-a-938083.html). Letzlich bleibt die Quotenfrau Tauriel doch nur eine Nebenfigur ohne nennenswerten Einfluss auf den Verlauf der Erzählung. Ebenso wie der ihr zur Seite gestellte Legolas, der nach der späteren HdR-Erzählung zwar vom Volk der Waldelben abstammt, aber im originalen Hobbit-Buch auch nicht vorkommt. Und damit all die Nebenfiguren, die es im Buch gar nicht gibt, auch was zu tun haben, lässt man sie bei allen möglichen - buchfremden - Gelegenheiten gegen richtig fiese Orks kämpfen, bis die Schwarte kracht. Das ist alles toll und mitreißend choreografiert, nimmt aber gewaltig viel Filmzeit in Anspruch, dass es mir zumindest etwas zu viel wurde. Das gleiche gilt auch für die Szenen mit dem wirklich grandios animierten Drachen Smaug unter dem Berg. Da Smaug der zentrale Feind der Hobbit-Geschichte ist, braucht er sicher auch etwas mehr Raum im Film. Allerdings ist mir hier der Kampf der Zwerge mit dem Drachen etwas zu lang geraten - bis zu einem völlig abrupeten Filmende nach fast 3 Stunden. Manchmal ist weniger doch mehr. Der Film ist insgesamt ziemlich rasant inszeniert mit virtuosen Kamerafahrten und schnellen Schnitten. Da wurde auch das 3D-Schauen mitunter anstrengend. Überhaupt fand ich die räumliche Bildwirkung des 3D weniger beeindruckend als noch in Teil 1. Durch das Schwergewicht auf die Action nehmen einige Episoden des Buches im Film weniger Raum ein, wie z.B. die Nacht im Hause des Gestaltwandlers Beorn. Dieser Teil der Erzählung hat im Buch deutlich mehr Atmosphäre, ebenso wie die tagelange Reise durch den Düsterwald. Beide Episoden sind im Film recht kurz abgehandelt. Hätte man hier mehr Filmzeit aufgewendet, wäre die Balance sicherlich zugunsten einer epischereren Erzählweise verschoben worden, was dem Film besser gestanden hätte. Aber da warte ich noch mal ein Jahr, bis die Extended-Fassung auf BluRay herauskommt. Dass nicht so das richtige Epenfeeling aufkommen will, liegt auch ein Stück an Howard Shores suboptimaler Filmmusik. Warum er hier nicht ähnlich markante Leitthemen und Motive platziert und auskostet wie in den HdR-Musiken bleibt mir nach wie vor ein Rätsel. Fazit Sehr actionlastig und rasant inszeniert zulasten einer epischen Atmosphäre. Die Handlung wird in Teilen mächtig aufgebläht, was den Film unnötig in die Länge zieht. Grandiose Sets und viel Liebe zum Detail.
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Ich darf an der Stelle Magdi Aboul-Kheir aus dem Cinemusic-Forum zitieren, der sehr treffend geschrieben hat:
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Die HFR-Variante wurde letztes Jahr leider in keinem Kino bei mir in der Nähe angeboten, sodass ich den Hobbit 1 in "normalem" 3D digital angeschaut habe. Ich bin durchaus neugierig, mir dieses HFR mal anzusehen, alleine um mal mitreden zu können. Ich habe am WE die frisch erschienene Extended-Fassung vom Hobbit auf BluRay (mangels entsprechender Technik zuhause nur 2D) angeschaut und muss sagen, dass ich den 3D-Effekt nicht sonderlich vermisst habe. Man kann ihn sich in 2D gut anschauen. Und: Er hat mir nach ca. einem Jahr, seitdem ich ihn im Kino gesehen hatte, sogar besser gefallen als damals beim ersten Anschauen. Da fand ich ihn o.k., aber die Euphorie, die ich nach dem ersten HdR 2001 verspürt hatte, war nicht mehr da. Dennoch bleibe ich der Reihe wohl gesonnen und freue mich auf Teil 2. Vielleicht sogar in HFR.
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Das Ring-Thema ist auch etwas, das ich als genialen Wurf bezeichnen würde. Da muss man sagen: Bravo
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Ich habe habe mir die Musik noch mal zu Gemüte geführt und bleibe bei meiner Meinung. Ich sage es mal so: Bis auf das wirklich schöne Zwergenthema besteht der erste Score aus jeder Menge heißer Luft oder anders ausgedrückt: gehobenem Schweigen. Ehrlich, ich kann nicht verstehen, wie man sich das über 2 CDs anhören mag. Das gilt in verstärktem Maße auch noch mal für den Score zum zweiten Film. Was hier als Highlights angeführt wird, insbesondere Forest River, My Armor ist Iron, ist in meinen Ohren nur nerviges Getöse. Da ist es mir auch völlig schnurz, wenn das handwerklich ach so toll komponiert sein soll, was ich gar nicht mal finde, weil das begrenzte musikalische Vokabular durch die Verwendung eines gewaltigen Orchesterapparates aufgebläht wird, um die Schwächen zu kaschieren. Das war auch schon bei den HdR-Scores so. Nur hatte Shore dort im Unterschied zum Hobbit ansprechendes Themenmaterial präsentiert und anständig variiert, so dass man über die Schwächen gerne hinweghören und auch seine Freude daran haben mochte. Das fehlt mir beim Hobbit fast völlig.
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Um es vorweg zu nehmen: Ich bin nach dem ersten Hören wenig begeistert, hatte es nach dem schwachen ersten Sore auch nicht anders erwartet. Der zweite sackt sogar noch tiefer ab: Nach einer halben Stunde strukturlosem, athematischem Geschrammel und Gebratze bin ich zum letzten Stück vorgesprungen und hab dort endlich sowas wie eine Melodie ausmachen können. Smaug-Thema? Was für ein Thema? Furchtbar.
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Für mich kommt der TIOMKIN in Frage. Schon fast einer der - selten gewordenen - Must-Haves für mich.
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Veröffentlichung Sony Classical: John Williams - THE BOOK THIEF
Heiko Heinrichs antwortete auf Antineutrinos Thema in Scores & Veröffentlichungen
Ich gebe mal wieder, was ich bereits in einem anderen Forum geschrieben hatte:- 317 Antworten
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Veröffentlichung Sony Classical: John Williams - THE BOOK THIEF
Heiko Heinrichs antwortete auf Antineutrinos Thema in Scores & Veröffentlichungen
Und wenn schon.- 317 Antworten
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Veröffentlichung Sony Classical: John Williams - THE BOOK THIEF
Heiko Heinrichs antwortete auf Antineutrinos Thema in Scores & Veröffentlichungen
Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie hier etwas zerredet wird, das noch keiner wirklich kennt.- 317 Antworten
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- The Book Thief
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Romeo & Juliet (Abel Korzeniowski) Ansprechende Einfachheit So könnte man den neuen Score des polnischen Filmkomponisten zusammendfassend beschreiben: Eine Folge aus 4 Akkorden bildet das Grundgerüst, darüber flirren Streicher und Soloklavier, mal Flöte, Vokalise oder Chor und zwischendurch schält sich eine hübsche kantilenenhafte Melodei heraus. Das ganze wird ein bisschen variiert und nach dem Baukastenprizip neu zusammengesetzt. Klingt alles nicht neu oder sensationell, gibt dem romatischen Sujet dieses zeitlosen Liebesdramas aber ein zeitgemäßes Gewand und geht direkt zu Herzen. Das ist doch auch schon was. Vergleichbare Scores sind W.E. (ebenfalls von Korzeniowky) oder vielleicht Hachiko (von seinem 19 jahre älteren Landsmann Jan A. P. Kaczmarek). Ich mag's.
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- business/industrie
- james horner
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Ich frage mich gerade, ob das geplante Freihandelsabkommen zwischen USA und EU, wenn es denn zu einem erfolgreichen Abschluss kommt, hinsichtlich des Zolls Änderungen mit sich bringt.
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Neue Lavagnino-CD auf Alhambra
Heiko Heinrichs antwortete auf Stefan Schlegels Thema in Scores & Veröffentlichungen
Ich hatte am Samstag dieses schöne Alhambra-Album in der Post, quasi als Geburtstagsgeschenk an mich selbst. Soledad / L'Oceano Ci Chiama (A.F. Lavagnino) Gerade der zweite Titel, L'Oceano Ci Chiama hat es mir da angetan. Das episch-schwelgerische Hauptthema zur Charakterisierung von Meeresstimmung ist fantastisch und nimmt mich sofort ein. Aber der Score wird nicht nur von diesem Thema getragen. Es finden sich gleich mehrere hübsche Melodien und musikalische Einfälle, die man in ihrer Zahl schon als verschwenderisch ansehen möchte. Auch prima finde ich den ersten Score, Soledad mit seinem spanischen Kolorit und üppigen Melodien. Das Titellied ist zwar nicht ganz mein Fall. Das mag vielleicht am Zeitgeschmack liegeen. Wie Lavagnino diese Melodie aber sinfonisch einbindet, ist handwerklich ohne Tadel. Einziger Wermutstropfen bei diesem vollgepackten, aber kurzweiligen Höralbum ist die Qualität des Ausgangsmaterials, aus dem sich leider klanglich wohl nicht sehr viel mehr herausholen ließ. Trotzdem toll, dass so ein Album möglich ist und das auch zu einem sehr fairen Preis. -
Der große Gruß- und Geburtstagsthread
Heiko Heinrichs antwortete auf ein Thema in Neuigkeiten / Feedback / Begrüßung
Danke, Danke, Danke! Freut mich sehr! Ich bin auch reichlich beschenkt worden und lasse meinem Mitteilungsdrang freien Lauf :-): -
Das Thema und vielleicht der ein oder andere Track sind aus meiner Sicht auch das einzig Substantielle an dieser doch eher atmosphärisch-funktionalen Filmmusik. So eine eigene 15-Minuten-Suite mag ich mir da vielleicht noch anhören. Was im Film gut funktioniert, taugt auch CD noch lange nicht, schon gar nicht über mitlerweile 3 Alben. Das war bei Giacchinos "Lost" noch deutlicher: Mir ist schleierhaft, wie man sich sowas über Stunden reinziehen mag. Klärt mich auf!
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Ich hatte meine Bestellung für eine Intrada CD am Donnerstag, den 31.01 aufgegeben. Am nächsten Tag erfolgete schon die Versandbestätigung und am Samstag war sie dann im Briefkasten. Besser geht es nicht.
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Gibt es keine anderen Postdienstleister in den USA? FedEx, UPS etc?
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Eure Errungenschaften im November 2012
Heiko Heinrichs antwortete auf Aldridges Thema in Filmmusik Diskussion
Ich meinte natürlich "zutreffend" - und nein: Ich bin nicht besoffen. -
Eure Errungenschaften im November 2012
Heiko Heinrichs antwortete auf Aldridges Thema in Filmmusik Diskussion
Das hast zustreffend und schön gesagt. -
Eure Errungenschaften im November 2012
Heiko Heinrichs antwortete auf Aldridges Thema in Filmmusik Diskussion
Obwohl kein Fan des Noir-Genres, gefällt mir diese Musik in der neuen Intrada-Einspielung außerordentlich gut: Sie brodelt, sie leuchtet, sie pulsiert und strotzt nur so von Kraft. Die Bedenken, die im Vorfeld hinsichtlich der Wahl von Allan Wilson als Dirigenten geäußert wurden, lösen sich aus meiner Sicht bei dieser Aufnahme in Wohlgefallen auf. Das ist für mich in puncto Präsentation ein ganz runde Sache! Auch über die gesamte Spielzeit hängt der Score nicht durch. Die schönen und markanten Themen liefern hier in gekonnten Variationen immer wieder Haltepunkte. -
Was ist das denn bitte für ein Statement?! Keines der eingespielten Alben ist in irgendeiner Weise obskur oder am markt vorbei. Es spricht den Golden-Age-Freund an, wovon es mehr gibt als sich in diesem Forum äußern. Zudem wurden oft Scores eingespielt, zu denen es kaum oder unvollständiges oder gar kein Material gab, bei denen die Filme aber einen gewissen Bekanntheitsgrad haben. Von obskur kann da keine Rede sein!
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- Prometheus Records
- Jerry Goldsmith
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Ich höre gerade folgendes Album...(Teil 2)
Heiko Heinrichs antwortete auf Marcus Stöhrs Thema in Filmmusik Diskussion
Das ist ein sehr solider Score, sehr schön! -
Ich finde Bambi 2 persönlich sehr liebevoll gemacht und würde mir eine anständiges Score-Release wünschen. Auch der Film ist sehr gelungen. Aber zurück zum eigentlichen Thema: Ich bin mit dem Hobbit-Soundtrack in doppelter Hinsicht durch: Mit dem Durchhören und mit dem Ärgern. Da hätte ich nach LOTR doch wesentlich mehr erwartet! Da hat Shore alle Möglichkeiten, was Gutes draus zu machen und greift doch immer wieder zu den gleichen Texturen, die irgendwann nur noch nerven. Ich sehe es so wie Stefan Schleger: Nach einiger Zeit weiß man nicht mehr, was man eben noch gehört hat. Der einzige musikalische Gedanke, der was taugt, das Zwergenlied, reicht bei ihm nicht aus, um den ganzen Score zu tragen. Andere Komponisten hätten aus dem Material des Themas zwei Scores geschrieben. Aber Shore ist eben kein Goldsmith. Vielleicht mag das ja im Film noch zweckdienlich sein. Aber wenn ich der Regisseur gewesen wäre, hätte ich den rausgeschmissen. Also, das war nix. Werde mir die CD daher nicht kaufen.
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- Howard Shore
- WaterTower Records
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Veröffentlichung Tadlow: Miklos Rozsas QUO VADIS?
Heiko Heinrichs antwortete auf ein Thema in Scores & Veröffentlichungen
Ich habe schon bei Tadlow direkt bestellt. Darauf hab ich das ganze Jahr gewartet.