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Soundtrack Board

Sebastian Schwittay

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Alle Inhalte von Sebastian Schwittay

  1. Einer der wenigen Goldsmiths, die ich noch gar nicht kenne, auch nicht aus Clips oder Ausschnitten. Ich lasse mich überraschen - und freue mich, dass es mal wieder eine Goldsmith-Erstveröffentlichung bei Intrada geworden ist. Jetzt bitte noch THE DON IS DEAD und THE MAN.
  2. Würde auch sagen, dass die Verwendung von Spotify unumgänglich ist - insbesondere für diejenigen, die an der anstehenden Jahresumfrage teilnehmen möchten. Nicht, dass wieder nur ein oder zwei Tracks gehört werden, und dann gesagt wird, man kenne die Scores.
  3. RENEGADES (Jack Sholder, USA 1989) Großstadtcop (Kiefer Sutherland) und Reservatsindianer (Lou Diamond Phillips) müssen sich zusammentun, um gestohlene antike indianische Lanze von einer Bande Juwelenräuber zurückzubekommen. Oberflächlich betrachtet eher konventionell geschriebenes Buddy-Movie, das im Detail aber doch einige interessante Normabweichungen offenbart. Die übliche heterosexuelle Prägung des Subgenres muss man eher mit der Lupe suchen, und am Ende, wenn sich Sutherland und Phillips in pittoresker Wiesenlandschaft voneinander verabschieden, wird es regelrecht romantisch. Nach NIGHTMARE 2 schon der zweite Sholder, dem ich latenten Gay-Content attestieren würde. THE HARD WAY (John Badham, USA 1991) Badhams hysterischster Film. Eigentlich alles prima (Woods, Fox, Lang, die Musik, die Action-Setpieces, New York als Kulisse) - bis auf das gewisse Quäntchen Wahnsinn, das dann doch zu viel wird, und das Fass zum Überlaufen bringt. NOMADS (John McTiernan, USA 1986) Ein Anthropologe kommt in Los Angeles Nomadengeistern auf die Spur, die sich als Straßen- und Motorradgangs manifestieren - nach seinem Tod erlebt eine Ärztin seine Entdeckungen als Visionen nach. McTiernans Debüt ist eine spannende Reflexion über Mythologie und Spiritismus im urbanen Raum, neben Bernard Roses CANDYMAN vielleicht der interessanteste Film dieser Art. Das gemächliche, fast meditative Tempo, die fiebrige Atmosphäre und die Beschränkung auf wenige Schauplätze verbindet den Film innerhalb von McTiernans Oeuvre am ehesten noch mit PREDATOR - ansonsten steht der Film schon recht singulär im Schaffen des Regisseurs. Unterschätzt!
  4. Immerhin endlich mal wieder eine Goldsmith-Erstveröffentlichung, und keine Expandierung.
  5. Von mir gibt's da nix - bin weder ein Freund von Tiomkin im Allgemeinen, noch von DIAL M FOR MURDER im Speziellen. Gehe mit Stefan d'accord, dass das ein musikalisch eher wenig ergiebiger Score ist. Da hätten sie sich was anderes zum Start aussuchen sollen. Ich sehe das Projekt schon scheitern... so groß ist das Interesse daran in der Fan-Gemeinde eh nicht.
  6. Das freut mich auch sehr - ist gekauft!
  7. SPARTACUS (Stanley Kubrick, USA 1960) Anfang des Monats endlich mal ganz gesehen, kannte ihn vorher immer nur auszugsweise aus dem Fernsehen. Vor allem dank Alex Norths expressiv-modernistischer Musik ein wahrlich funkensprühendes Hieb- und Stich-Ballett, dessen mitreißende Choreographie über manche agitatorische Plattitüde des Drehbuchs hinwegsehen lässt. Kubrick hätte gut daran getan, North bei 2001 zu behalten. TERROR AT RED WOLF INN (Bud Townsend, USA 1972) Eine Studentin gewinnt ein Urlaubswochenende in einem abgelegenen Hotel auf dem Land, deren Betreiber - ein älteres Ehepaar - sie und die anderen Gäste einen nach dem anderen filetieren und verspeisen wollen. Einer der vielen Filme, die in den 70ern und 80ern über gruselige alte Leute gedreht wurden - neben Pete Walkers FRIGHTMARE und John Houghs AMERICAN GOTHIC auch einer der stimmungsvollsten. Mit Shyamalans THE VISIT als aktuellem Beispiel ließe sich daraus eine schöne und verstörende Reihe programmieren. METRO (Thomas Carter, USA 1997) Ein unaufgeregter und gar nicht so 90er-typischer Großstadt-Krimi, vom Gefühl her näher an einem 70er-Jahre-Thriller wie DIRTY HARRY als an den Touchstone-Actionproduktionen des gleichen Jahrgangs. Eddie Murphy gelingt die ernsthafte Darstellung des Cops, der glaubt, immer alles bewältigen zu können, dann aber doch ganz schön ins Straucheln gerät, überraschend gut. Auch unterschätzt: Michael Wincott (ROBIN HOOD: PRINCE OF THIEVES) als psychopathischer Gegenspieler. FRIGHT NIGHT (Tom Holland, USA 1985) Ein Jugendlicher, der bei seiner Freundin nicht zum Schuss kommt, entdeckt, dass ein Vampir in die Nachbarschaft gezogen ist. Netter Meta-Horrorfilm, der einige Topoi des Vampirfilm-Genres (der Vampir als sexueller Konkurrent) hübsch aufbereitet und einige prägnante Bilder für den aalglatten Vampir des Yuppie-Zeitalters findet. Abseits der genussvoll ausgekosteten Genre-Klischees bietet Holland aber doch zu wenig Genuines, um wirklich fesseln zu können. Insgesamt so la la. DIE ENDLOSE NACHT (Will Tremper, BRD 1963) Wegen schlechtem Wetter stranden auf dem Berliner Flughafen Tempelhof zahlreiche Passagiere. Der vernebelte Flughafen, auf dem nichts mehr geht, wird zum Sinnbild einer Gesellschaft, in der die menschlichen Verbindungen auch nicht mehr funktionieren. Gescheiterte und suchende Existenzen prallen aufeinander, aber es entsteht nichts daraus. Heutzutage natürlich von gefühlt einer Million ähnlich konzipierter Ensemble-Dramen überlagert (von Altman, über Hanekes 71 FRAGMENTE, bishin zu BABEL und L.A. CRASH), im zeitspezifischen Kontext dennoch ziemlich bemerkenswert. Faszinierend: eine junge Hannelore Elsner als mysteriöse Schauspielerin, deren Backstory nie wirklich aufgelöst wird, und die am Ende völlig ohne Erklärung mit zwei jungen Ganoven (einer davon der junge Ulli Lommel) von dannen zieht. DOWN AND OUT IN BEVERLY HILLS (Paul Mazursky, USA 1986) Ein Obdachloser (Nick Nolte) wird von einer reichen Familie in Beverly Hills aufgenommen, und motiviert alle Familienmitglieder zu Selbstreflexion und Selbsterkenntnis. Witzige Variation auf Pier Paolo Pasolinis TEOREMA (1968), der eigentlich genau das gleiche erzählt, nur eben nicht als Komödie. Die berühmte Szene in TEOREMA, wo der aufgenommene Fremde Physiotherapie am kranken Vater praktiziert, kommt in ganz ähnlicher Weise auch in Mazurskys Film vor.
  8. Außerdem - einige interessante Buddy-Movies nachgeholt: METRO (Thomas Carter, 1997) RENEGADES (Jack Sholder, 1989) THE HARD WAY (John Badham, 1991) Noch mehr Badham: SHORT CIRCUIT (John Badham, 1986) BD-Update eines 90er-Favoriten: BLOWN AWAY (Stephen Hopkins, 1994) Sammlungserweiterung McTiernan (NOMADS kenne ich noch gar nicht, bin gespannt): NOMADS (John McTiernan, 1986) MEDICINE MAN (John McTiernan, 1992)
  9. Der Film ist ja ziemlich populär unter Genre-Fans, vielleicht deshalb die 1000 Stück...
  10. Ist eine erweiterte Fassung von "The Starkiller", mit mehr Material als Einleitung und Ausklang. EDIT: Ah, in der FB-Gruppe wurde schon aufgelöst...
  11. Ein paar nachträgliche Geburtstagsgeschenke von Freunden: A TOUCH OF ZEN (King Hu, 1971) PSY (Wladislaw Pasikowski, 1992) DOWN AND OUT IN BEVERLY HILLS (Paul Mazursky, 1986) MANHATTAN BABY (Lucio Fulci, 1982)
  12. Oh, das ist ja cool. Brauche ich dann auch mal...
  13. Da klingst du nun wie die Produzenten, die nach Argumenten suchen, die Altlasten loszuwerden. Würde man Hyams nochmal machen lassen und ihm ein ordentliches Budget an die Hand geben, kämen sicher noch ein paar schöne Filme zustande. Badham scheint mir sogar noch motivierter, so viel wie der noch macht und sich auf Festivals feiern lässt. Und Ruben war ein fähiger Allrounder, der mit MONEY TRAIN auch im Actionfach souverän abgeliefert hat. Es geht da um das bescheidene, ökonomische und klassizistische Filmhandwerk - das will heute einfach keiner mehr. Wenn ein Frankenheimer heute noch leben würde, wäre der auch schon lange abgesägt. Ziemlich trist.
  14. Ich hoffe nur, sie stampfen die Serie aufgrund geringer Verkaufszahlen nicht ein, bevor sie zu THE SENTINEL kommen.
  15. Da klingt die von FSM veröffentlichte Originalaufnahme doch nun wirklich ausgezeichnet für ihr Alter - und neu eingespielt gibt es ja zumindest die 10-minütige Suite unter Charles Gerhardt. Bin da auch ganz auf Seiten von Ralf und Stefan. Neueinspielungen bitte eher von Musiken, die diskographisch kaum bis gar nicht erschlossen sind.
  16. Ist mir auch neu. Muss ich bei Gelegenheit mal recherchieren.
  17. Wie meinst du? Dass er nur noch selten größere Filme macht/machen darf, ist ja eher Auszeichnung als Tadel. Wieviele fähige Leute aus den 80ern und 90ern wurden mittlerweile schon aussortiert und aufs Abstellgleis verfrachtet... Joseph Ruben, Peter Hyams, John Badham, Andrew Davis...
  18. Bin auch durchaus interessiert an dem Film. Immerhin war mit Jon Turteltaub ein Veteran am Werk, und nicht wieder irgendein Greenhorn...
  19. Habe den Film die Tage mal wieder gesehen, und mehr als 15-16 Minuten Musik sind ohnehin nicht im Film. Das meiste davon ist in der Tat in der ersten Filmhälfte - und dann nochmal im letzten Akt. Zwischen Minute 40 und 75 ist eine ganze Weile überhaupt kein Score, nur mal ein Stück Source Music ("Jonny's Bar"). Die 14-Minuten-Suite in der Alhambra-Box dürfte dann wirklich alles Wesentliche umfassen.
  20. Ist doch ein ganz großartiger Film. Aber ich erinnere mich, dass du Kelly Reichardt generell nicht so positiv gegenüberstehst...
  21. Bin ja gespannt, ob du darauf noch eine Antwort bekommst... Ich bekam keine.
  22. Bisher wurden 24 Scores nominiert: AVENGERS: INFINITY WAR, Alan Silvestri BLACK PANTHER, Ludwig Göransson CHRISTOPHER ROBIN, Geoff Zanelli, Jon Brion GHOST STORIES, Frank Ilfman I KILL GIANTS, Laurent Perez Del Mar ISLE OF DOGS, Alexandre Desplat JIM KNOPF UND LUKAS DER LOKOMOTIVFÜHRER, Ralf Wengenmayr DIE KLEINE HEXE, Diego Baldenweg MATHILDE, Marco Beltrami MAX AND ME, Mark McKenzie THE MIRACLE SEASON, Roque Banos MISSION: IMPOSSIBLE - FALLOUT, Lorne Balfe OCEAN'S EIGHT, Daniel Pemberton OUT OF THE SHADOWS, Christopher Gordon READY PLAYER ONE, Alan Silvestri RED SPARROW, James Newton Howard SGT. STUBBY: AN AMERICAN HERO, Patrick Doyle SOLO: A STAR WARS STORY, John Powell, John Williams SUPER FURBALL, Panu Aaltio WALDLUST: EINE TATORT SINFONIE, Martina Eisenreich WILD: HEART OF HOLLAND, Matthijs Kieboom WILSON'S HEART, Christopher Young A WRINKLE IN TIME, Ramin Djawadi YOU WERE NEVER REALLY HERE, Jonny Greenwood -------------------------------------------------------------------- Die Nominierungsphase endet am 31. Januar 2019. Bitte immer folgendermaßen nominieren: FILMTITEL, Komponist Also Filmtitel in Großbuchstaben, dann ein Komma und dann den Namen des Komponisten in normaler Schrift.
  23. Aber was hätte man denn remastern sollen? Mixing und Mastering sind perfekt, sah ja scheinbar auch Williams selbst so.
  24. Rhythmisch, wie immer, äußerst erfrischender Rubinstein - das Strawinsky-hafte Herumschieben rhythmischer Zellen und ungerader Takte macht großen Spaß und die Synthesizer-Ästhetik macht es auch auf der Soundebene unverwechselbar. Hoffentlich krallt sich Intrada den auch bald mal.
  25. LA SOUPE AUX CHOUX ("Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe") (Jean Girault, Frankreich 1981) Mein erster Louis de Funès. Hatte ich bisher keinerlei Berührung mit. Zwei alte Bauern leben Tür an Tür in einem kleinen Dorf und verbringen ihre Zeit damit, den ganzen Tag Wein zu trinken, Kohlsuppe zu essen - und sich gegenseitig beim Furzen zu überbieten. Eines Tages landet ein Ufo auf dem Feld, und der Außerirdische, der ganz begeistert von der Kohlsuppe ist, bringt Glaude (de Funès) seine verstorbene Frau in junger Form wieder zurück. Die wiederum brennt bald mit einem jungen Motorradfahrer durch. Ein sehr rührender, trauriger Film übers Alt-Werden. Die infantile Furzerei und Sauferei ist das einzige, was die beiden alten Säcke dem Kummer noch entgegen zu setzen haben. Aber sie lassen sich nicht unterkriegen. Hat mir sehr gefallen, schöner Film. BLUE THUNDER (John Badham, USA 1983) Einer der Badhams, die immer total an mir vorbeigegangen sind. Gestern meinen Geburtstag im Kino nachgefeiert, mit einer 35mm-Vorstellung des Films (im Double Feature mit Peter Hyams' NARROW MARGIN). Ein Hubschrauber-Pilot (Roy Scheider) gerät in eine Verschwörung um einen High-Tech-Helikopter-Prototypen. Formal und dramaturgisch bestechender Verschwörungsthriller, der lange im Dunkeln vor sich hin tastet, und schließlich, wenn die konspirativen Verstrickungen offenbar werden, in einem wahnwitzigen Furioso aus dem Schatten (und ins gleißende Tageslicht) tritt - es folgt die völlige Eskalation. Ein Knaller! (Jetzt freue ich mich auf AMERICAN FLYERS und THE HARD WAY, mit der ich meine Retrospektive der noch ungesehenen Badhams fortsetzen werde.)
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