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Boneking

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  1. Vollkommen d'accord. Aber wie so alles im Leben, den Mittelweg zu gehen ist immer schwierig. Es ist heikler eine Balance zu finden aus gegensätzlichen Ideen und Einflüssen, die sich trotzdem organisch anfühlt. Es ist leichter entweder das komplette Gegenteil einer Idee zu fahren oder genau diese Idee...
  2. Ich bin jetzt bei der Sichtung von Picard Season 3 noch etwas voran gekommen und ich muss dir beipflichten. Nicht dass die 3 Season von Picard nicht unterhaltsam wäre und durchaus spannende Momente hat (und auch die Musik den einen oder anderen coolen Moment) aber den "throw everything but the kitchen sink" Approach der Produzenten, den sie nach dem "Misserfolg" der ersten beiden Seasons bei den Fans eingeschlagen haben, ist doch ein bisschen übertrieben. So nach dem Motto: In den ersten beiden Seasons machen wir was komplett anderes, als das was sich die Fans wünschen und in der dritten Season machen wir dann das genaue Gegenteil und präsentieren etwas, was schon ein bisschen den Geruch von Fan Fiction hat. Da wird wirklich alles verwurstet, was ich bei TNG oder DS9 toll fand und trotzdem bekomme ich beim Sehen Bauchschmerzen. Warum? Weil es eben ziemlich platt gemacht wird und nicht subtil eingewoben wird. Zitieren ist nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal. Aber ich wiederhole mich. Rant over...
  3. Ich habe auch nix gegen Fanservice an sich. Allerdings mag ich diesen dann eher subtil. Als Gegenbeispiel: Star Wars Episode 7 fand ich schrecklich. Wenn die Macher den Look, das Feeling der alten Trilogie beibehalten hätten, aber storytechnisch nicht einfach Episode 4 in größer kopiert hätten, wäre ich zufrieden gewesen. Auch ein ganz furchtbares Beispiel für mich: Star Trek: Into Darkness. Die vermeintliche Todesszene aus Wrath of Khan einfach zu kopieren ist einfach peinlich gewesen. In solchen Fällen finde ich Fan Service doof, weil einfach Szenen, Sprüche etc. beinahe 1 zu 1 kopiert werden. Da verlässt man sich meiner Meinung nach zu arg auf den Wiedererkennungswert von alten Szenen als sich was neues auszudenken. Das finde ich einfach unkreativ. Fan Service in Bezug auf Look, Style und Figuren, die sich so verhalten wie man es von ihnen aus früheren Filmen erwartet -vielleicht könnte man es eine subtile Hommage nennen- finde ich hingegen ok. Bei Star Trek Picard Season 3 bin ich gespalten. Auf der einen Seite storytechnisch echt wesentlich besser als Season 1 und 2. Und musikalisch hat Stephen Barton definitiv mehr drauf als Jeff Russo (der kann meiner Meinung nach nix). Der Mann kennt sich mit Orchestrierung und Harmonik aus. Finde es auch nicht schlimm gelegentlich die alten Themen auszupacken, aber es passiert mir zu häufig und auch an unpassenden Stellen.
  4. Ein Orchester wurde bei dem Score eingesetzt, aber in der Tat eher in einem hybriden Stil zusammen mit Sound Design und Synths. Ich vermute du meinst mit "orchestral" nicht nur die Instrumentierung sondern auch einen eher symphonischen Stil. Der ist bei diesem Score tatsächlich nur gegen Ende zu hören...
  5. Anscheinend wurde auch mit echtem Orchester gearbeitet und nicht nur mit Samples. Damit wäre dieser Eindruck auch erklärbar.
  6. Zum neuen Slasher von Ti West haben Tyler Bates und Timothy Williams einen ungewöhnlich großorchestralen und üppigen Score geschrieben: Hier kann man schon mal das Hauptthema hören: https://www.youtube.com/watch?v=zyyNa5Lul18&ab_channel=TylerBates-Topic
  7. Jupp, habe sie mir auch vorbestellt, als ich die Clips gehört habe. Tolle Aufnahmequalität wie immer bei Chandos und interpretatorisch auch erste Sahne
  8. Der 7/8 bei Sauron ist sicherlich rhythmisch interessant. Aber auf harmonischer Seite passiert leider nicht viel. Statisch und für mich nicht besonders interessant
  9. Ich glaube er wird von manchen auch Lorne Barf genannt
  10. Hmm, Galadriel hat an manchen Stellen ganz nette harmonische Wendungen, die mich manchmal an Joe Hisaishi erinnern, aber Sauron ist absolut generisch und nichtssagend. Hoffe der Rest des Scores ist etwas interessanter
  11. Es ist Natalie Holt https://www.vanityfair.com/hollywood/2022/04/obi-wan-kenobi-composer-natalie-holt-john-williams
  12. Der Produzent/Director ist der Boss. Wenn die sagen, ich möchte hier mehr Synths dann machste das. Sonst haste vielleicht Pech und wirst rejected. Ein Komponist ist nur ein Dienstleister und muss das machen was von Seiten der Produktion gewollt ist. Die wenigsten können einfach das komponieren was sie selbst für sinnvoll halten.
  13. IMDB ist bei den Credits meist nicht vollständig. In irgendeinem Interview war tatsächlich von Nicholas Dodd als Orchestrator die Rede.
  14. Ist das Ganze vor allem in der Actionmusik nicht ziemlich zimmrig? Oder tatsächlich eher orchestral und symphonisch so wie der erste Teil von Trevor Jones?
  15. Meine Meinung: Der Oscar sagt null über die musikalische Qualität aus. Ist ja bekannt, dass die Mitglieder der Academy ihre Stimme für was abgeben, das sie in vielen Fällen nicht gesehen oder gehört haben, nach dem Motto. Puh, keine Ahnung was ich in dieser Kategorie ankreuzen soll. Hatte keine Zeit mit die Scores anzuhören. Hach nehme ich mal den Zimmer.
  16. Ja, ich muss sagen, echt gute Aufnahmen. Vielleicht etwas rauher und nicht ganz so polished wie die Originalaufnahmen, aber technisch spielt das Orchester auf hohem Niveau. Ich mag sogar diese etwas aggressivere Herangehensweise in der Interpretation, vor allem in den Blechbläsern, sehr gerne.
  17. Ja, gar nicht übel. In den End Credits hört man am Schluss endlich auch mal die Bassposaune und Tuba in der Basslinie, die unter der Rebel Fanfare abläuft. Bei den Williams Aufnahmen war mir die immer zu leise bzw. zu weichzeichnerisch ? Sagt ein Bassposaunist hehe
  18. Doch, ich weiß es. Cluster sind eng zusammenliegende Töne, die gleichzeitig gespielt werden. Meist recht dissonant, wie z.B. der Intervall der kleinen Sekunde. https://de.wikipedia.org/wiki/Cluster_(Musik) FX Pads sind Sounds aus Sample Libraries, die Komponisten zum komponieren verwenden. Meist handelt es sich um die genannten Cluster, Streichereffekte, dissonante Flächensounds. Manche dieser FX Pads sind sehr leicht rauszuhören. Ich denke, dass Silas so was meinte. Hier ein Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=Es-TRcTBUKI
  19. Große A-List Komponisten sind mittlerweile einfach eine Firma wie jede andere auch. Wenn man sich heute irgendeine Software kauft, weiß man auch nicht, wer jetzt welche Teile programmiert hat. Es läuft dann einfach unter dem Namen Apple oder Microsoft. Dass das nun mittlerweile auch in kreativen Berufen ähnlich läuft ist bedauerlich. Musik ist mittlerweile nur noch ein Produkt, dass an den Mann gebracht werden soll bzw. Im Falle von Soundtracks ein Teil eines Produkts. Aber gerade kreative Menschen entscheiden sich ja häufig für den Beruf des Komponisten, Grafikdesigners etc. um sich künstlerisch auszuleben. Dies ist in einem solchen Umfeld nur noch für wenige Menschen möglich…
  20. Wow, 279 Leute arbeiten bei Remote Control. Das ist deutlich mehr als ich dachte
  21. Vielleicht wird es ja wieder John Powell, wie bei Solo. Darauf könnte auch hindeuten, dass im Gegensatz zu den Görranson Scores, die in LA aufgenommen wurden, Kenobi in London aufgenommen wird, genau wie Solo. Aber zugegeben, ist nur ein schwaches Indiz.
  22. Oh, das könnte was werden. Britell kann was. Man höre sich mal Vice oder auch Don't look up an
  23. Finde, der gehört zu den besseren Giacchino Scores der letzten Jahre. Die Themen finde ich jetzt nicht so wahnsinnig berauschend, aber die Action Musik ist detaillierter als sonst bei Giacchino, auch wenn man natürlich ein bisschen von Williams Stilkopie sprechen kann. Aber kompetent gemacht...
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