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Hollywood Records: Thomas Newman - BRIDGE OF SPIES


Stempel
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Aber war das nicht klar?

 

Das positive bis begeisterte Echo der US-Kritik lässt mich jedenfalls schon mal - negativ - aufhorchen.

 

Was soll man schon erwarten?

Bestimmt wieder einen modernen Spielberg-Langweiler.

 

Interessant ist für mich diesmal nur der Handlungsort.

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Was soll man schon erwarten?

Bestimmt wieder einen modernen Spielberg-Langweiler.

 

Wenn ich mir so die letzten zehn bis fünfzehn Jahre anschaue, dann kann ich da vieles bei Spielberg entdecken, aber sonderlich viel Langeweile nicht. Auch recht nüchtern betrachtet.

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Ich bin mir sicher, der Film wird handwerklich erste Sahne sein - soweit war der einschlägigen Fachpresse zu entnehmen - jedoch wie immer, wenn der Meister Botschaftskino im Historiengewand anfasst, wird es wohl hier und da auch (für Nicht-Amerikaner) unerträglich botschafteln und alles brav in Spielbergs amerikanische Apfelkuchenform gepresst sein: der Mensch sei edel, hilfreich, aufrecht und Tom Hanks und Gott bewahre dass da irgendwelche allzu quere Zwischentöne stören.

 

DER SPION DER AUS DER KÄLTE KAM it ain't.

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Ich bin mir sicher, der Film wird handwerklich erste Sahne sein - soweit war der einschlägigen Fachpresse zu entnehmen - jedoch wie immer, wenn der Meister Botschaftskino im Historiengewand anfasst, wird es wohl hier und da auch (für Nicht-Amerikaner) unerträglich botschafteln und alles brav in Spielbergs amerikanische Apfelkuchenform gepresst sein: der Mensch sei edel, hilfreich, aufrecht und Tom Hanks und Gott bewahre dass da irgendwelche allzu quere Zwischentöne stören.

 

DER SPION DER AUS DER KÄLTE KAM it ain't.

 

Wer Appellkino grundsätzlich unerträglich findet, wird ja hoffentlich klug genug sein, einen Bogen machen zu können. Ich für meinen Teil spreche dem Herrn Spielberg eher eine leichte Feder in dieser Sache zu. Aber l’essentiel est invisible pour les yeux.

 

In sechs Tagen wird man womöglich musikalisch mehr wissen.

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Wenn ich mir so die letzten zehn bis fünfzehn Jahre anschaue, dann kann ich da vieles bei Spielberg entdecken, aber sonderlich viel Langeweile nicht. Auch recht nüchtern betrachtet.

Dem kann ich nur uneingeschränkt zustimmen!

Ich freue mich auf den neuen Spielberg-Film. Mal sehen, vielleicht wird das der erste Newman-Score werden, der mir gefallen wird.

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Ach, also MINORITY REPORT, WAR OF THE WORLDS und MUNICH waren - abgesehen von einzelnen Schnitzern - schon prima, ebenfalls THE LOST WORLD als kleiner, düsterer Abenteuer-Reißer. Unsympathisch ist mir eher das jüngste Spielberg-Kino der letzten 5 Jahre: weihevolles Langweiler-Kino mit moralisch ganz klaren Standpunkten - wie sami schon richtig bemerkt hat. Sonntag-Abend-Unterhaltung für's spießige Bildungsbürgertum.

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Sonntag-Abend-Unterhaltung für's spießige Bildungsbürgertum.

 

Aus dem Grund sehe ich mir Tim & Struppi auch stets nur in meinem roten Pullunder an.

Hier wird das Klischee aus der Kritik dermaßen invers geführt, dass es einem die Haare zu Berge steigen lässt. Als ob die Geschichten um MINORITY REPORT etc. nicht ebenso deutliche Standpunkte vertreten hätten. Diese Form der Kritik führt sich doch selbst an den Abgrund.

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Is halt bisserl schoad, wenn gestandene Recken wie Spielberg (und jüngst Ridley Scott, dessem murksigem MARTIAN ich Dienstag beiwohnen musste) hervorragendes Handwerk abliefern, aber letztlich (inhaltlich) altbackene Filme dabei herauskommen.

 

Ich bin mir sicher BOS wird deutlich besser als der Scott, aber es gibt bei Spielberg diesen furchtbaren Oscarkino-Gendefekt, manifestiert durch breitenwirksamste Kompromisshudelei, wo wieder tausend Worte tränenreich sagen müssen, was ein "cooler" Regisseur mit einem kurzen Blick geklärt hätte.

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Is halt bisserl schoad, wenn gestandene Recken wie Spielberg (und jüngst Ridley Scott, dessem murksigem MARTIAN ich Dienstag beiwohnen musste) hervorragendes Handwerk abliefern, aber letztlich (inhaltlich) altbackene Filme dabei herauskommen.

 

Ich bin mir sicher BOS wird deutlich besser als der Scott, aber es gibt bei Spielberg diesen furchtbaren Oscarkino-Gendefekt, manifestiert durch breitenwirksamste Kompromisshudelei, wo wieder tausend Worte tränenreich sagen müssen, was ein "cooler" Regisseur mit einem kurzen Blick geklärt hätte.

 

Ja, aber das ist ja das Problem der Rezeption durch Publikum und Kritiker. Spielberg und Scott zeichnen sich schon seit relativ früher Zeit mit der Gleichung aus, opulent, medienwirksam und in genau dieser Art eben nicht kompromissbereit zu sein. Spielberg hat doch mit geprägt, was wir heute unter diesen Oscarfilmen verstehen. Wer nach kritischem, ambivalentem Kino sucht, der muss doch bei Scott und Spielberg nicht suchen, nicht einmal wenn die Filme düsterer scheinen und es Anleihen dieser beiden Richtungen gibt.

Die Huldigung dieser Größen mit jedem neuen Film finde ich genauso Banane wie die ebenso stringente "Kritik", die eben auch nur darauf beruht, dass es gestandene Größen sind. Offensichtlich scheint diese Größe dermaßen ein Dorn im Auge, dass das eigene Unwohlbefinden mit der geschmacklichen Ausrichtung gerne als Kritik verkauft wird. Diese Form der Rezeption ist doch mit Spatzen auf Kanonen schießen.

Einfach mal den Zug passé fahren lassen, ohne gleich mit "Kritik" aufwarten zu müssen, die Altes permanent wiederkäut. Schaffen die meisten doch bei den meisten anderen Filmen und Filmschaffenden auch, aber wenn Spielberg draufsteht, hat jeder ne Meinung, die mit Glück aus der Ferne der Kritik zuwinken kann. Und nein, dass ist kein Albernes: "Dann seht ihn euch eben nicht an."

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Is halt bisserl schoad, wenn gestandene Recken wie Spielberg (und jüngst Ridley Scott, dessem murksigem MARTIAN ich Dienstag beiwohnen musste) hervorragendes Handwerk abliefern, aber letztlich (inhaltlich) altbackene Filme dabei herauskommen.

 

Ich bin mir sicher BOS wird deutlich besser als der Scott, aber es gibt bei Spielberg diesen furchtbaren Oscarkino-Gendefekt, manifestiert durch breitenwirksamste Kompromisshudelei, wo wieder tausend Worte tränenreich sagen müssen, was ein "cooler" Regisseur mit einem kurzen Blick geklärt hätte.

 

Das wirklich Schlimme daran....sie konnten es mal.

 

Das selbe gilt übrigens auch für John Carpenter und George Lucas.

Bearbeitet von Stempel
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Ein Hoch auf den Tag, an dem diese Ansichten auch mal fundiert begründet werden und nicht einfach mal so in den Raum geworfen werden.

Und was daran schlimm sein soll, wenn man nach über vierzig Jahren nicht mehr in der Sturm und Drang Phase steckt, erschließt sich mir auch nicht.

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Begründung:

Die Frühwerke der genannten Regisseure begeistern mich fast außnahmslos bis zum heutigen Tag.

Deren aktueller Output ist für mich fast außnahmslos langweilig.....

 

Ich weiß ja, dass du immer nur deine eigene Meinung zum besten gibst, aber warum verkaufst du das dann als Sachverhalte?

Ist es so schwer "Früher gefiel mir ihr Output besser" (oder Ähnliches) als "Sie konnten es mal" zu schreiben? Es darf doch wohl der Verdacht bestehen, dass eine wie ein Sachverhalt formulierte Aussage auch wie ein Sachverhalt aufgenommen wird. (Zumal ich auch glaube, dass einige sich sogar alleine aufgrund des Geschmacks in der Sache im Recht sehen, wäre verblüffend unmenschlich, wenn es nicht so wäre). Im Gegenzug wären geschrieben Sachverhalte nett, die nicht nach Geschmack müffeln.

 

In anderen Lebensbereichen wäre es völlig verquert sich so auszudrücken und aus einem "Ich mag keinen Rosenkohl" ein "Der Rosenkohl schmeckt schlecht" zu machen. Raff ich echt nicht. Will nicht in mein Hirn.

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Babis, ich halte das Ganze für übermäßig feingeistige Sophisterei deinerseits, damit diesen Filme eben partout nicht der Makel der Irrelevanz anhaftet, aber genau da liegt der Kohl im Pfeffer. Diese Art von dreifach abgesichertem, in sattsamsten erzählerischen Fahrwassern und Ideologien schwimmenden Spätwerken sind eben keine seit Jahrzehnten etablierte Marke dieser Regisseure, ganz im Gegenteil, sowas machen auf Nachfrage auch ein Robert Redford (QUIZ SHOW) oder Frank Darabont (GREEN MILE) oder oder oder. 

 

Niemand verlangt, dass Spielberg dass Rad neu erfinden muss, aber ich finde ein bisschen mehr Mut gehört schon dazu, wenn man so eine diffizile Kalte-Kriegs-Geschichte aufrollt. Dass hier wieder Tom Hanks, weinende amerikanische Ehefrauen und die Leitsätze der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung eine zentrale Rolle spielen ist eben auch ein Hinweis darauf, dass sich (wieder einmal) eine betuliche Langeweile in seinen Geschichten eingeschlichen hat, die quasi herausfordert, dass der geneigte Zuschauer, zumal Europäer, zum dezenten Gähnen anstimmt.

 

Wie gesagt, noch kenne ich nur ausgewählte Kritiken, aber die lassen erahnen, dass an entscheidenden Stellen der Film in Klischees versackt und - einfach gesagt - halt uninteressanter ist, als er hätte sein müssen.

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Schön, ein bisschen Schwung.

 

Babis, ich halte das Ganze für übermäßig feingeistige Sophisterei deinerseits,

 

Darauf kannst du wetten.

 

, damit diesen Filme eben partout nicht der Makel der Irrelevanz anhaftet, aber genau da liegt der Kohl im Pfeffer. Diese Art von dreifach abgesichertem, in sattsamsten erzählerischen Fahrwassern und Ideologien schwimmenden Spätwerken sind eben keine seit Jahrzehnten etablierte Marke dieser Regisseure, ganz im Gegenteil, sowas machen auf Nachfrage auch ein Robert Redford (QUIZ SHOW) oder Frank Darabont (GREEN MILE) oder oder oder. 

 

Eben nicht. Der Makel der Filme ist mir gerade noch relativ egal. Ich bin nicht darauf angewiesen, dass Spielberg Filme irgendeinem Maßstab gerecht werden.

Und ich widerspreche vehement: Wenn ich das richtig verstehe, siehst du geraden in den späteren Werken Spielbergs auch eine Anbiederung (von mir aus an die Oscargefühlsduseligkeit). Und ich widerspreche nicht der Analyse, dass die Filme da passend für sind, aber eben doch, dass es sich um eine Anbiederung oder dreifach abgesicherte Geschichte handelt. Spielberg macht Spielberg Filme und die Art und Weise hat sich nicht verändert (Ich spreche nicht von einer Marke, sondern von einer Arbeitsweise - darin mögen wir vielleicht aneinander vorbeireden*), sondern es hat sich eben eine Sättigkeit eingestellt, was in der Natur der Sache liegt. Eine Kopie der Kopie einer Kopie...

Was seine heutige Marke ist, ist eben für einen bestimmten Markt. Aber das wäre es genauso, wenn er sich nicht in sattsamsten erzählerischen Fahrwassern und Ideologien schwimmen würde. Irgendeinen Markt gibt es immer. Wer einen FSK18 Titel herausbringt, biedert sich eben nicht an den Massenmarkt an, sondern an den FSK18 Markt, auch wenn es viel weniger Leute sein sollten.

Vermutlich meinst du, dass er aber durch die an den Massenmarkt abgesicherte Arbeitsweise an Potenzial einbüßt, aber eben das wäre auch in jedem anderen Kontext ähnlich, egal welche Nachfrager da am Ende auf der Leiter stehen.

Hat er seinen Biss verloren? Vermutlich ein bisschen, passiert mit den Jahren. Aber dann bewerten wir doch das Werk anhand desselben Genres oder eben daran, was das Werk sein will und nicht daran, was wir in einem Spielberg vor dreißig Jahren sehen wollen. Und diese Werke wollen eindeutig auch nicht ohne eine Portion Pathos und Moral auskommen. Und ab da an wird es eben zum Geschmacksurteil. Hatte den LINCOLN etwa keinen Konflikt?

 

Ich bin ja eben kein Schönwetterschauer, aber keine 1 ist eben auch noch keine 6. Und über Abzüge im Potenzial und der B-Note (bei ihm wohl weniger) lässt sich reden, aber dann doch auch mit der differenzierten Genauigkeit einer Kritik und nicht mit der Leichtigkeit, mit der wir vielleicht ne Fliege verscheuchen würden.

 

 

*Ich möchte dafür als Beispiel George Lucas anführen, der ja bei seinen Nachbearbeitungen seiner alten Filme immer wieder betonte, wie gerne er damals Dinge umgesetzt hätte, die er aber erst ab Mitte der neunziger dank neuer Techniken umsetzen konnte (ein echt hässlicher Jabba in Ep. IV scheint ein gutes Gegenargument). Will heißen, dass Lucas auch schon 1977 so manch überhöhte Idee hatte und glücklicherweise nur nicht die Mittel hatte, um diese umzusetzen. Man glaube doch nicht, dass ein solcher Film entstanden wäre, wenn die CGI Technik vorhanden gewesen wäre. Daher meine These (nicht nur auf die Technik bezogen): Die Arbeitsweisen haben sich nicht sonderlich geändert, die daraus entstandenen Marken vielleicht schon (aber das liegt auch ein gutes Stück bei der Rezeption).

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Und ich widerspreche vehement: Wenn ich das richtig verstehe, siehst du geraden in den späteren Werken Spielbergs auch eine Anbiederung (von mir aus an die Oscargefühlsduseligkeit). Und ich widerspreche nicht der Analyse, dass die Filme da passend für sind, aber eben doch, dass es sich um eine Anbiederung oder dreifach abgesicherte Geschichte handelt. Spielberg macht Spielberg Filme und die Art und Weise hat sich nicht verändert (Ich spreche nicht von einer Marke, sondern von einer Arbeitsweise - darin mögen wir vielleicht aneinander vorbeireden*), sondern es hat sich eben eine Sättigkeit eingestellt, was in der Natur der Sache liegt. Eine Kopie der Kopie einer Kopie...

 

Was seine heutige Marke ist, ist eben für einen bestimmten Markt. Aber das wäre es genauso, wenn er sich nicht in sattsamsten erzählerischen Fahrwassern und Ideologien schwimmen würde. Irgendeinen Markt gibt es immer. Wer einen FSK18 Titel herausbringt, biedert sich eben nicht an den Massenmarkt an, sondern an den FSK18 Markt, auch wenn es viel weniger Leute sein sollten.

Vermutlich meinst du, dass er aber durch die an den Massenmarkt abgesicherte Arbeitsweise an Potenzial einbüßt, aber eben das wäre auch in jedem anderen Kontext ähnlich, egal welche Nachfrager da am Ende auf der Leiter stehen.

 

Aber das ist mir doch am Ende egal, ob da Spielberg draufsteht. Du machst das meiner Meinung nach zu sehr vom Namen abhängig und, noch schlimmer, unterstellst, dass das im Prinzip auch gar nicht anders ginge, wo ich wiederum vehement widerspreche. Spielberg hat bis Mitte der 2000er punktuell durchaus für ihn kühne Wege beschritten, ohne seine "Arbeitsweise" umzustellen. 

 

Es geht mir hier auch nicht um irgendwelche Spielberg-Filme - WAR HORSE zB nehme ich erst gar nicht ernst in dem Zusammenhang - sondern konkret um diesen. Wir alle, behaupte ich mal, sind froh, wenn ein Film frischen Wind ins Theater bringt, dem Zeitgeist voraus ist, erzählerisch neue Wege beschreitet, und so weiter, etc. Und ich finde es nicht zuviel verlangt, dass eben auch dieser versucht, was ein Martin Ritt in den 60ern zustande gebracht hat, nämlich eine (rein) politische Geschichte schnörkellos und spannend aufzurollen, und nicht wieder durch die Hintertür irgendwelchen Schmonzes und Allerweltsliberalitäten á la Hollywood einzuschmuggeln, die hier meiner Meinung nach rein gar nichts zu suchen haben (und wieder einmal von der eigentlichen Geschichte massiv abweichen).

 

Lange Rede, kurzer Sinn: ich schaue mir den Film und werde dann gnadenvoll richten. Bisher vermute ich, wie beschrieben, dass handwerkliche Brillanz wohl im Dienste einer interessanten, aber an wichtigen Stellen leider verwässerten Geschichte stehen. Und sowas stört mich im Kino viel mehr, als richtig schlechte Filme.

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Aber das ist mir doch am Ende egal, ob da Spielberg draufsteht. Du machst das meiner Meinung nach zu sehr vom Namen abhängig und, noch schlimmer, unterstellst, dass das im Prinzip auch gar nicht anders ginge, wo ich wiederum vehement widerspreche. Spielberg hat bis Mitte der 2000er punktuell durchaus für ihn kühne Wege beschritten, ohne seine "Arbeitsweise" umzustellen. 

 

Also bitte, ich bin es ja gerade nicht, der permanent darauf rumreitet, dass es Spielberg ist, der hier zu Werke geht und der es besser könnte. Eben das ist ja mein Punkt. Man möge Werk für Werk beurteilen und sich keine Märchen darum spinnen, was für ein Werk aus welchem Name normativ zu kommen habe.

 

Und ja, das scheint ein wichtiger Punkt unserer Uneinigkeit zu sein, also die Arbeitsweise. Ich gehe in der Analyse ja in vielen Punkten mit, auch was vielleicht die Notwendigkeit von mehr Nüchternheit auf Kosten des Pathos in einem politischen Geflecht angeht (obschon Pathos und Politik seit Jahrtausenden fest miteinander verknüpft sind und es auch auf diese Weise interessante Ansatzpunkte gibt). Aber was die Arbeitsweise angeht, hat sie sich eben meiner Meinung nach nicht verändert, wohl aber die Herangehensweise, die Intention, der jugendliche Schwung, die Sättigung. Das sind alles Faktoren, die da mit reinspielen und die mich zu dem Schluss bringen. Spielberg macht heute Filme, wie Spielberg heute Filme machen möchte, wie Spielberg damals Filme machte, wie er damals Filme machen wollte. Und das führt mich zur These, dass eben die Kritik nicht auf seine Arbeit gerichtet werden sollte, sondern ganz massiv nur auf seine Werke. Und das sehe ich in vielen "Kritiken" eben nicht so, die hervorheben, was anno dazumal mal gewesen ist. Eine Analyse von jedem Werk ist aber etwas anderes als eine Handwischbewegung auf den Namen Spielberg oder Hollywood. Da fordere ich mir, ebenso wie für die Filme, auch mehr Bissigkeit und Kritik, wenn man sich schon äußern möchte.

 

Im Übrigen empfinde ich deine Analysen und Schlussfolgerungen meist als sehr wohlig und stimmig.

Ich werde mir den Film wohl vorerst nicht anschauen, sieht mir aktuell nach Trailer und Szenario zu schleimig und uninteressant aus.

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Als ob die Geschichten um MINORITY REPORT etc. nicht ebenso deutliche Standpunkte vertreten hätten.

 

Da ging es aber wenigstens noch um kaputte, unsympathische Charaktere, soziale Absteiger und um die vergessenen, ekligen Löcher in der Gesellschaft. Seine Zusammenarbeit mit Tom Cruise hat echt die (bislang) letzten interessanten Ergebnisse seiner Karriere gezeitigt.

 

....obgleich ich mir den vierten INDY auch noch ganz gerne anschaue. :)

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Nach 1993 kann ich den Film, der mich einigermaßen unterhalten hat, an einem Finger abzählen.

Kannst du wirklich nichts mit Catch Me If You Can anfangen? So rein gar nichts? Ganz zu schweigen von Minority Report?? Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, was man an diesen beiden Filmen auszusetzen hätte.

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