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Schocktober / Hooptober ... aber filmmusikalisch ... Interesse?


TheRealNeo
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Gerade eben schrieb Trekfan:

Ich mag Jo, weil es ein tolles Stück Thrillerscoring um 1970 ist. Bei "Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe" zündet die Underscore nicht bei mir, aber das Hauptthema ist grandios, da stimme ich zu. Auch eine tolle und gelungene Hommage an das Star Trek Thema von Alexander Courage.

 

 

Was Du da ausgebuddelt hast, ist mein zweitliebstes Thema von ihm.

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1. Oktober

Christopher Young – Hush (Original Motion Picture Score) (2012, CD) -  DiscogsChristopher Young – Hush (Original Motion Picture Score) (2012, CD) -  DiscogsChristopher Young – Hush (Original Motion Picture Score) (2012, CD) -  Discogs

HUSH - Christopher Young

Wir steigen ein mit Christopher Young und seinem Score zu dem Film HUSH (1998, Eisige Stille), der 2012 von Intrada auf CD veröffentlicht wurde.

Hush (1998) - IMDb

Der Film ist ein Thriller-Drama, das von der Dynamik zwischen Schwiegermutter und Schwiegertochter handelt. Die Handlung dreht sich um Helen (gespielt von Gwyneth Paltrow) und ihren Ehemann Jackson (Jonathan Schaech), die sich entscheiden, von New York in sein abgelegenes Familienanwesen zu ziehen. Dort lebt auch Jacksons Mutter Martha (Jessica Lange), die sich zunächst freundlich zeigt, aber bald eine zunehmend unheimliche Kontrolle über das Leben des Paares zu übernehmen versucht.

Christopher Young – Filme, Bio und Listen auf MUBI

Passend zum Filmtitel beginnt der Score mit der bekannten Melodie von 'Hush, little Baby', doch sollte man sich davon natürlich nicht zu sehr einlullen, denn im Laufe des 18-minütigen Opening-Tracks, wird diese Atmosphäre immer wieder gebrochen.
Wobei es auch noch ein eingängiges Love Theme gibt, welches als Anker der Musik dient. Generell hat die Musik zum Teil etwas magisches, wo nach und nach das Mysteriöse und Bedrohliche eindringt, hier in Form von Streichern.

Ich würde aber Tracks wie "Little Baby" (jeder Track wurde nach einem Wort aus dem bekannten Einschlaflied benannt), also sehr 'unaufgeregt' bezeichnen, was die Musik betrifft. Klare Melodien und einzelne Instrumente, die hier langsam eine Stimmung aufbauen, die jederzeit brechen kann und doch etwas friedliches hat. Aber für einen Thriller dann doch ein auffallend ruhiger Score in seinen ersten Hälfte, was man vielleicht Young, wenn man ihn in eine Schublade stecken will, womöglich gar nicht zugetraut hätte.

Aber hier schafft er es wirklich gelungen mit dem Lullaby-Theme zu spielen und immer wieder mit Streichern oder Klavier die Stimmung zu brechen. Mit einfachsten Mitteln, aber so lassen sich schön die einzelnen Instrumente und ihre Funktionen bzw. Wirkungen durch leichte Veränderungen heraushören.

Der Film kam ja nicht besonders gut an (Jessica Lange wurde für eine goldene Himbeere nominiert) und es mag verwundern, dass die Idee mit dem Einschlaflied für den Titel und auch die Musik erst spät in der Produktion kam, bildet es doch nun fast schon das Fundament.

Die CD schließt übrigens mit einer 15-minütigen Konzertsuite, die Young extra für das Album erstellt hatte, mit dem Hintergedanken und der Hoffnung, dass sie auch mal live gespielt wird, neben anderen Scores von ihm.

Schönes Album, leider oop und so nur noch im überteuerten, dreistelligen Bereich auf CD zu finden.

 

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2. Oktober

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THE LAST HOUSE ON THE LEFT - John Murphy
Das Remake von The Last House on the Left aus dem Jahr 2009 ist eine Neuauflage des berüchtigten Horrorfilms von 1972, der von Wes Craven inszeniert wurde. Das Original gilt als ein Meilenstein des Exploitation-Horrors und war wegen seiner extremen Gewalt umstritten. Der 2009er-Film, unter der Regie von Dennis Iliadis, bleibt der Grundprämisse treu, peppt das alles aber natürlich den 2000er gemessen etwas auf.
The Last House on the Left (2009) - IMDb
Die Geschichte dreht sich um eine Familie, die in einer abgelegenen Hütte Urlaub macht. Ihre Tochter und deren Freundin werden von einer Gruppe flüchtiger Krimineller brutal angegriffen. Als die Täter Zuflucht im Haus der Eltern suchen, ohne zu wissen, dass dies die Eltern eines ihrer Opfer sind, nimmt die Familie Rache.
John Murphy on Scoring Iconic Themes & Working with Director Danny Boyle —  Composer Magazine
 
John Murphy dürfte am meisten für seine Musik zu SUNSHINE (2007) bekannt sein und da für seine 'Adagio in D Minor' oder eben auch für seine Scores zu 28 DAYS LATER (2002) und 28 WEEKS LATER (2007), zweiterer ist morgen bei mir dran. Und auch hier erkennt man ihn u.a. an seinen E-Gitarren, die hier aber nicht zu prominent bzw. oft eingesetzt werden.
War sowas wie die Adagio sucht, wird beim 5 Track 'The Boathouse' fündig, aber dieser Track bildet dann schon eine Ausnahme bzw. klingt sehr danach, dass er eben genau das nochmal machen sollte, was er bei SUNSHINE komponiert hat.
Generell wird man hier wahrscheinlich enttäuscht sein, wenn man nach einer spannenden oder ausgefeilten Instrumentierung sucht. Murphy arbeitet mehr im melodischen Bereich und sein Beitrag zum Film wurde auch viel mehr für die emotionale und gefühlvolle Note gelobt, die seine Musik dem Film gegeben hat. So findet man hier mehr atmosphärische Klangteppiche als klassische Horror-Momente in der Musik.
Das hat hier und da seinen Reiz und ist nicht unspanennd, aber wie kategorisiert es Sebastian manchmal so schön...das ist mehr FILM-Musik als Film-MUSIK. :)
Denn die Melodien, welche vornhemlich in der ersten Hälfte auftauchen, sind teilweise dann doch zu rar bzw. wenig eingängig oder durchlaufen eine Entwicklung, womit das Album hier nicht eine Art rote Faden bekommt.
 
Die Musik wurde damals von LaLaLandRecords auf einer rund 45 Minuten langen CD veröffentlicht. Beim Label selbst (wo es zum Ende hin für 5 Dollar zu erwerben war) gibt es das Album nicht mehr, aber gebraucht findet man es noch zu humanen Preisen.
 

 

 

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3. Oktober

28 Weeks Later (Original Motion Picture Soundtrack) — John Murphy | Last.fm

28 WEEKS LATER - John Murphy

Und John Murhphy darf gleich nochmal. Ironischer Zufall, dass es gestern den Verdacht auf das Marburg-Virus gab, welcher sich heute erstmal zum Glück als falsch entpuppt hat.

Review: 28 WEEKS LATER

28 WEEKS LATER ist ein britischer Horrorfilm von Regisseur Juan Carlos Fresnadillo, der 2007 als Fortsetzung zu 28 DAYS LATER (2002) veröffentlicht wurde. Der Film spielt in einem dystopischen Szenario, in dem ein hoch ansteckendes Virus, das sogenannte "Wutvirus", Großbritannien in Chaos und Verwüstung gestürzt hat.

Die Geschichte setzt 28 Wochen nach den Ereignissen des ersten Films ein. Das Virus hat fast die gesamte Bevölkerung Großbritanniens ausgelöscht, doch nun scheint die Epidemie eingedämmt zu sein. Die US-Armee leitet eine groß angelegte Wiederbesiedlung Londons, und die Stadt wird als sicher erklärt. Die Handlung folgt der Familie Harris: Vater Don und seine beiden Kinder Andy und Tammy, die aus einem Flüchtlingslager in London zurückkehren.
Doch die scheinbare Sicherheit ist trügerisch: Das Virus kehrt zurück, als Don auf seine infizierte Ehefrau trifft. Durch einen verhängnisvollen Kuss infiziert er sich selbst, und das Virus beginnt sich erneut auszubreiten. Der Ausbruch führt zu einem erneuten Ausnahmezustand, und die Militärführung gerät zunehmend außer Kontrolle. Während die Stadt ins Chaos stürzt, kämpfen Andy und Tammy ums Überleben.

John Murphy (composer) - Wikipedia

Ähnlich wie seine Adagio zu SUNSHINE, war auch sein Score zu 28 DAYS LATER so ikonisch, dass dieser oft in verschiedensten Zusammenhängen kopiert und wiederverwendet wurde. Die Gitarren-Riffs gepaart mit den Drums und Piano wurden zu einer Art Handschrift von ihm und tauchen hier auf dem Album gleich im zweiten Track folgerichtig als "28 Theme" wieder auf.
Doch man wird dem Album nicht gerecht, würde man es nur hierauf beschränken.
Anders als bei THE LAST HOUSE ON THE LEFT, finde ich, dass hier die emotionale Kraft der Musik besser funktioniert und zusammengehalten wird. Die Melodien sind klarer und eingäniger und die Vertonung abwechslungsreicher.

Ich kann das Album und die Musik nur wärmstens allen empfehlen, die etwas mit dem Stil von Murphy anfangen können. Der Wechsel an emotionalen Tracks und aggressiveren Parts ist gelungen und man findet hier auch Tracks, die die Musik etwas länger laufen, als beispielsweise in den dazugehörigen Stellen im Film der Fall ist.

Die Musik wurde von LaLaLandRecords auf einem knapp 75 Minuten langen Album veröffentlicht, wobei davon 13 Minuten ein abschließendes Interview mit John Murphy sind. Die CD war auf 1500 Exemplare limitiert und ist mittlweile oop.
Anders als bei THE LAST HOUSE ON THE LEFT ist hier auch ein etwas ausführlicheres Booklett dabei gewesen.

 

 

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