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Soundtrack Board

Alexander Grodzinski

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Alle Inhalte von Alexander Grodzinski

  1. Das "Problem" mit der Musik von ALIEN 3 ist einfach die chaotische Produktionsgeschichte des Filmes. Fincher stand von Anfang an auf Kriegsfuß mit den Produzenten und dem Studio. Das führte schon während der Dreharbeiten zu viel Stress und Ärger und auch die Post-Pro lief nicht sonderlich reibungslos. Es ist daher ja auch bezeichnend, dass Fincher als Einziger nicht an irgendwelchem Bonusmaterial zum Film teilgenommen hat. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Fincher sogar nicht mehr über den Film sprechen will. Goldenthals Musik wurde in der Post-Pro dann eben, ähnlich wie die von Goldsmith und Horner zuvor, teilweise zweckentfremdet, zerschnitten, verschoben. Auf der Blu-ray gibt es ja auch eine Special Edition des Filmes, die der Vision von Fincher am nähesten kommen soll, auch wenn Fincher nichts mit der Schnittfassung zu tun hat. Hier hört man die Musikschnitte schon recht deutlich, vor allem bei verlängerten Szenen, bei denen die Musik einfach geloopt oder zwei Stücke aneinander geschnitten wurden. Goldenthal komponierte aber Stücke für Szenen, die entweder rausgeflogen sind, gekürzt oder an andere Stellen im Film geschoben wurden. Deshalb hört man auf dem Album eben manche Stücke nicht so, wie sie im Film zu hören sind. Das hier dürfte die Doku sein, die auch auf der Blu-ray-Box zu finden ist. Die Dokus zu allen Filmen sind da sehr empfehlenswert, da dort auch mal Tacheles geredet wird, was die Produktionsbedingungen betrifft. Goldenthal kommt ab ca. Minute 56 zu Wort (Es ist leider nicht das komplette Making of. Goldenthal redet da mehr über seine Musik). Hat zwar nix mit Alien 3 zu tun, aber Goldsmith kann man immer zuhören.
  2. Der Film wurde von der berühmt-berüchtigten Cannon-Schmiede produziert, die zu dem Zeitpunkt damals kurz vor dem Bankrott stand. Die hätten sich Williams gar nicht leisten können oder wollen, obwohl sie das Geld gern rausgeblasen haben, wie beim im gleichen Jahr enstandenen MASTERS OF THE UNIVERSE, bei dem immerhin Bill Conti ein großes Orchester zur Verfügung hatte. Aber beide Filme, sowohl SUPERMAN IV, als auch MASTERS OF THE UNIVERSE, floppten im Kino und besiegelten damit das Ende der Cannon-Filmproduktion. In der Superman-FSM-Box ist SUPERMAN IV ja schon mit zwei CDs vertreten, die randvoll sind. Ob LLL da nun so viel Neues zu bieten hat?
  3. Wenn man sich so ansieht, was von BSX/Dragon's Domain in diesen Volumes veröffentlicht wird, dann arbeiten die scheinbar den Sampler "The Snow Files" ab. "Conundrum" und "20.000 Leagues under the sea" gibt es ja schon als Einzelveröffentlichung, ebenso wie "Oldest Living Confederate Widow Tells All" und "Disturbing Behaviour". Die Akte-X-Sachen wurden von LLL abgedeckt. Bleiben also noch ein paar TV-Musiken übrig.
  4. Das hatte mich auch schon gewundert. 2000 Stück wäre doch schon ungewöhnlich hoch für zwei Scores zu obskuren TV-Filmen von Mark Snow, die heute wohl kaum einer noch kennt. Selbst die populären X-Akten verkaufen nicht mal eben 3000 Stück von einer Veröffentlichung. Aber gut, dann ist die CD auf ebenso viele Exemplare limitiert wie Volume One. Ich habe natürlich gleich nach der Ankündigung bestellt und runtergeladen. Aber ich kam noch nicht zum Hören.
  5. Snow Files of the Week: "Main Title/Double Wide/Unplugged at Bishop Flats" aus dem Film "Disturbing Behavior" (1998). Der etwas holprige deutsche Titel lautet "Dich kriegen wir auch noch". Nachdem "Scream" 1996 ein großer Erfolg wurde, setzte sich eine ganze Flut von Teenie-Horrorfilmen in Bewegung. "Disturbing Behavior" ist zwar kein Slasher-Film, aber passt dennoch in diese Welle der Genre-Filme Ende der 90er. Regie führte David Nutter, der bereits die ersten beiden Episoden der ersten Staffel "MillenniuM" inszeniert hatte. Er war also vertraut mit Mark Snows Musik und die beiden kannten sich. Für "Disturbing Behavior" komponierte Mark einen düsteren Ambient-Score, der von einem Hauptthema und kleinen Motiven durchzogen wird. Mit dem Film wurde auch das Score-Album veröffentlicht, welches immer noch günstig zu bekommen ist. Viel Spaß beim Hören!
  6. MIMIC kam erst später und war vielleicht ja auch von BASIC INSTINCT "inspiriert". Im Booklet zur Volume 2 steht aber auch, dass Snows Musik von BASIC INSTINCT beeinflusst war, weil die Produzenten das so wollten.
  7. Danke für die Blumen. Aber einfacher kannst du es doch gar nicht haben, auch andere Musik von Mark zu entdecken. Zumal einiges davon im Stile der X-Akten gehalten ist. Aber Scores wie PRIVATE FEARS IN PUBLIC PLACES, LES HERBES FOLLES und DISTURBING BEHAVIOUR solltest du mal eine Chance geben. Besonders letzterer hat die düsteren Klangflächen der X-Akten zu bieten.
  8. Je mehr man sich damit beschäftigt, desto besser wird sie. Es hat eben nicht mehr viel mit den alten Staffeln gemein, aber schon der Kinofilm ging damals neue Wege. Die dritte Staffel ist für mich ein Abbild dessen, wo Lynch in seiner Kunst momentan steht, wenn man das so sagen kann. Sprich, die Staffel ist mehr wie INLAND EMPIRE, denn wie BLUE VELVET. Oberflächlich betrachtet eine Aneinanderreihung von Szenen, die teilweise keinerlei Bezug zu irgendwas zu haben scheinen. Aber je mehr Puzzleteile man entdeckt, desto mehr Verbindungen offenbaren sich dem Zuschauer. Das Feeling der alten Staffeln hatte ich eigentlich gar nicht. Das wirkte alles wie eine Twin-Peaks-Parallelwelt, was es ja vielleicht auch war, je nachdem, wie man das Puzzle zusammensetzt. Ein paar Sachen fand ich ehrlich gesagt etwas zäh. Das hätte man auch straffen können und dennoch wäre das Erlebnis da gewesen. Vielleicht wären die ursprünglich geplanten zehn Folgen statt der gedrehten 18 Folgen doch besser gewesen. Toll fand ich, wie Lynch längst nicht mehr lebende oder nicht mehr verfügbare Darsteller alter Charaktere in die neue Staffel einbaute. Besonders berührend fand ich hier den Abschied der Log Lady. Die Schauspielerin, Catherine Coulson, befand sich zum Zeitpunkt der Dreharbeiten bereits im Endstadium ihrer Krebserkrankung. Sie ist in den neuen Folgen immer nur am Telefon im Gespräch mit Hawk zu sehen und bei ihren letzten Gespräch sagt sie zu Hawk dann auch "I'm dying." Ihre letzten Zeilen spricht sie dann auch direkt in die Kamera. Und tatsächlich ist Catherine Coulson, kurz nachdem sie ihre Szenen abgedreht hat, gestorben. Das ist auch nicht das einzige Mal, dass die neue Staffel die vierte Wand durchbricht und sich quasi verbindet mit unserer, realen Welt. David Bowie, der zum Zeitpunkt der Dreharbeiten zwar noch lebte, aber es ablehnte, seine Rolle als Agent Jeffries wieder einzunehmen, taucht als riesige, sprechende Teekanne wieder auf, auch wenn Lynch meinte, dass es keine Teekanne ist. Bowie lehnte die Rolle übrigens nicht ab, weil er nicht mitmachen wollte, sondern, weil er zu dem Zeitpunkt ebenfalls schon sichtbar gezeichnet von seiner Krebserkrankung war und er diese so lange wie möglich geheim halten wollte, um bis zum Ende in Ruhe arbeiten zu können. Also insgesamt fand ich die Staffel toll, wenn auch mit einigen Längen. Lynch hat es, wie mit den alten Folgen, geschafft, eine Serie ins Fernsehen zu bringen, die es dort vorher noch nie so gab. Eine weitere Staffel ist noch in der Schwebe, aber laut Lynch würde das sowieso noch einige Jahre dauern, bevor tatsächlich etwas gedreht werden könnte, da auch die Arbeiten an der dritten Staffel sich insgesamt über vier Jahre hinzogen. Aber braucht man noch eine Staffel? Für manche ist das Ende ein Cliffhanger, für andere der perfekte Abschluß. Es gibt noch zwei Bücher zur Serie, die Co-Autor Mark Frost geschrieben hat. Das erste Buch, "The Secret History of Twin Peaks", ist eher eine Chronik der Stadt und der späteren Hauptcharaktere, während das zweite Buch, "Twin Peaks: The Final Dossier", tatsächlich einige Antworten auf Fragen gibt, die in der Serie nicht aufgelöst wurden. Die Bücher entstanden allerdings ohne Mitwirkung von Lynch. Schade fand ich es, dass Badalamenti nicht wirklich viel zu tun hatte in der neuen Staffel. Dafür sind die Sachen, die er beigesteuert hat, umso wirkungsvoller eingesetzt und auch wunderschön. Ein Skandal ist es aber, dass in dem fünf Stunden (!) langen Making of keine Spur von Angelo zu finden ist. Das hat mich schon bei den Staffelboxen von AKTE X genervt. Zwei Serien, die ihren Komponisten so viel verdanken und dann werden sie im Bonusmaterial wie Fußnoten behandelt oder tauchen gar nicht auf.
  9. Die groteske Komödie von John Landis erscheint in limiterter Erstauflage als Mediabook. Den Film kenne ich bisher nicht, ich bin gespannt. Schlock - Das Bananenmonster Noch mehr Schlock. Star Wars: Die letzten Jedi (2D & 3D Steelbook Edition) [3D Blu-ray] [Limited Edition] Und endlich gibt es neues HD-Futter für Spencer/Hill-Fans. Der lange ersehnte CHARLESTON erscheint nun auch endlich in HD. Die Bud Spencer Gauner Box [Blu-ray]
  10. SMALLVILLE ist bald ausverkauft bei LLL:
  11. Varese haut einige Alben und Box-Sets ab $5 raus. Darunter auch limitierte Club-CDs von Williams, Goldsmith und Horner.
  12. Snow Files of the Week: "The Surgeon/Alpine Page/Dude Looks Like A Lady" aus "MillenniuM", Episode "Lamentation" (1996). Diese Folge, geschrieben von Chris Carter selbst, markiert einen Meilenstein innerhalb des "story arcs" von "MillenniuM". Nicht nur sehen wir in der Episode den Tod einer der Nebenfiguren, sondern auch die dämonische Lucy Butler, gespielt von Sarah Jane Redmond, hat hier ihren ersten Auftritt. Sie suchte Frank Black daraufhin auch in den weiteren zwei Staffeln heim. Ausserdem hat der sogenannte "Gehenna Dämon" hier seinen größten Auftritt. Musikalisch hat die Folge auch einiges zu bieten. Mark schrieb ein kurzes Motiv für den psychotischen Dr. Fabricant, welches aber im Verlauf der Folge eher zum Motiv für Lucy Butler wird ("The Surgeon"). Und Mark packte klassische Musik in seinen Score. In "Alpine Page" hören wir ein Stück aus Tschaikowskys "1812 Overture", welches später auch in der X-Files-Episode "Post-Modern Prometheus" auftauchte. Die Tracks stammen vom zweiten Set mit "MillenniuM"-Musik von LLL. Das Set ist auf 2.000 Stück limitiert. Viel Spaß beim Hören!
  13. Heute neu im Angebot: James Newton Howard - Red Sparrow James Horner - Living in the Age of Airplanes
  14. Ebenfalls ein wenig unter dem Radar läuft Spielbergs neuer Film READY PLAYER ONE. Zumindest ist die Marketing-Maschine hier scheinbar nicht so aktiv wie normalerweise bei Filmen dieser Größenordnung. Ob das was mit dem Film selbst zu tun hat? Erfahrt es in meinem neuesten Text. Die Realität ist real – READY PLAYER ONE
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