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Jafar

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  1. Habe dee Score jetzt einmal komplett bewußt durch gehört und bin abseites jeder Emotionaliät der Meinung, daß es ein großartiges Werk ist. Auch wenn die Musik nicht so aufdringlich ist, wie z.B. bei einem Close Encounter oder E.T. oder Star Wars, kreiert jeder Track eine atemberaubende Atmosphäre. Ich habe den Film noch nicht gesehen und konnte daher die Musik komplett ohne Einfluß der Bilder aus dem Film aufsaugen. Von Dahinplätschern kann für mich keine Rede sein, da jeder Track für sich meine Fantasy antriggert und Szenen in meinem Kopf entstehen, was sie im Film untermahlen könnten. Alles in allem ein ruhiger Score, der aber für mich eine enorme Spannung aufbaut. Auch in den Tracks, die nicht explizit auf Action abziehlen. Für mich wirklich ein sehr starker Williams und ein eindeutiger Oscar-Kandiat, und es wäre aus meiner Sicht kein Gefälligkeitsoscar. Bisher für mich der stärkste Score in diesem Jahr, der mir auf die Ohren gekommen ist. Ich konnte früher mit seinen ruhigeren und zurückhaltenden Werken auch noch nicht so viel anfangen. Ich habe mich mit Always lange Zeit sehr schwer getan. Im Kontext von E.T., Indiana Jones und co. habe ich damals aber so gar keinen Zugang finden können. Das ist heute anders (und hat nichts mit Fanboy zu tun :)). Ich liebe es, wie er die Musik orchestriert und die einzelnen Instrumente mit unterschiedlichsten Motiven versieht, die erst im Zusammenspiel ihre Wirkung entfallten. Ich hoffe meine Frau und ich schaffen es heute Abend in den Film. Jetzt möchte ich Film und Musik zusammen erleben :). Freue mich schon riesig darauf. Das hängt allerdings davon ab, wie fit wir heute Abend noch sind. Mein Frau hat heute Frühschicht und wir sind seit 4:45 Uhr wach.
  2. Ich weiß genau, was Du meinst. Mich hat das emotional auch ziemlich gepackt, sowohl glücklich und gleichzeitig traurig. Der gute Johnny ist in den letzten 4 Jahren deutlich gealtert und er ist der letzte noch Lebende meiner 3 großen Filmmusikhelden, die meine Filmmusikleidenschaft so maßgeblich geprägt haben: Ennio Morricone Jerry Goldsmith und eben John Williams Im Grunde habe ich seit Star Wars Episoder VII jeden seiner Scores persönlich gefeiert, immer mit dem Wissen, daß es vermutlich sein letzte große Filmmusik sein könnte. Und dennoch hat er alle 3 neuen Star Wars Filme und noch den 5. Indy vertont, und er hat wirklich nicht gekleckert, sondern geklotzt. Auch sein sehr ruhiger Score zu Spielbergs Biographie The Fabelmans hat mich trotz seiner Kürze sehr berührt und es wäre OK gewesen, wäre es seine letzte große Arbeit. Um so glücklicher bin ich, daß er noch mal einen großen Soundtrack für einen Fantasy/Science Fiction Stoff abgeliefert hat. Ich habe den Score heuter erst einmal nebenbei durchhören können und ich bin ziemlich begeistert und es berührt mich, wenn ich den Mitschnitt sehe, wo er im (Roll-) Stuhl sitzend das Orchester dirigiert für einen Film seines Freundes Steven Spielberg. Und ich wünsche mir wirklich, daß er dafür noch einen Oscar für die beste Filmmusik bekommt; auch wenn es nur ein "Gefälligkeits" Oscar ist. Hey, hier bin ich Fanboy und es wäre nun wirklich nicht der erster Gefälloigkeits Oscar. Morricones Hateful 8 war schließlich auch einer, und ich habe es im gegönnt, auch wenn es weder in dem Jahr der beste Score, noch ein seinem Gesamtwerk ein besonderer Score war. Er hatte bis dato nicht einen einzigen Oscar für einen Original Soundtrack bekommen. Johnny würde ich so einen Oscar auch noch mal gönnen. Ich war auch gant verwundert, daß er noch keinen Ehrenoscar für sein Lebenswerk erhalten hat. Worauf wartet die Academy? Schließlich hat er wie kein anderer das Hollywood-Kino seit den 60er maßgeblich geprägt, von den Katastrophen-Filmen über Star Wars, Indy, E.T., Superman bis zu den "ernsten" Filmen wie Schindlers Liste, Private Ryan, Amistad, Lincoln und wieder zurück in die Harry Potter Fantasy und noch viel mehr. Mir gefällt sein neues Werk ausgeprochen gut und stehe dazu, daß ich hier ein emotionaler Fanboy bin und das wohl nicht wirklich neutral beurteilen kann .... ... und auch gar nicht will Ich freue mich über die tolle Musik, weil ich davon ausgehe, daß das wohl seine letzte große Arbeit war. Lasse mich aber gerne eines anderen belehren. Gruß Jafar
  3. Geht mir genauso. Star Wars muß nicht zwingend einen Williams Sound haben, aber es muß schon einer ran, der SciFi-Action einfallsreich vertonen kann. Beim Mandalorianer und zuletzt bei Ahsoka hat das schon recht gut funktioniert. Ich hoffe ich irre mich was Thomas Newman angeht, aber ich erwarte hier musikalisch nix Besonderes.
  4. Es sind schon ein paar mehr als nur Track 2 auf CD 3 Im Vergleich zu meiner 2 CD Version ist der komplette Block 50th Anniversary Extras ALBUM AND FILM SCORE RECORDING (5 Tracks) neu und im Block FILM SCORE RECORDING unter den ganzen Alternates auch fast die Hälfte der Tracks neu. Ich gestehe, daß meine Jagd- und Sammlerinstinkte schon getriggert sind 😁 und ich fürchte, daß ich zuschlagen würde. Allein schon um mein Kompletisten-Fetisch zu befriedigen.
  5. Die Kritik aus dem You Tube Video kann ich leider nicht nachvollziehen. Gerade wenn der neuen Version vorgeworfen wird, sie klänge härter und weniger nach fliegen 🤔 Habe mir gerade beide Versionen direkt hintereinander angehört. In meine Empfindung ist es geanu umgekehrt. Die voll, aber luftigere und differenzierter Orchestrierung/Mischung klingt für mich in der neuen Version "noch mehr" nach fliegen. Ich habe das Gefühl, daß das Höhrgefühl bei vielen durch die übermäßige Komprimierung und den künstlichen Bombast verdorben sind, daß ein natürlicher Orchestersound gar wertgeschätzt wird.
  6. Und gute Musik. Höre mir gerade den neuen Soundtrack intensiver an und bin sehr positiv überrascht. Während des Films ist mir das gar nicht so aufgefallen, aber jetzt beim hören der reinen Musik gefällt mir diese Neueinspielung mehr. Soweit ich das beurteilen kann, hat John hier ein deutlich größeres Orchester zur Verfügung und er hat deutlich weniger Hans-Zimmer-Media-Venture-Bombast verwendet, sondern mehr auf die natürlich Klang und Dynamik der einzelnen Instrumente gesetzt. Klingt für mich im tutti deutlich voller und dennoch differenzierter, weil man auch die leiseren Instrumente dennoch sauber orten und wahrnehmen kann. Das komm besonders gut bei den Folk-Themen mit Flöten, Bodhran und Sackpfeifen zur Geltung. Das klingt alles natürlicher und luftiger. Mir gefällts. Ich möchte keine Version heraus stellen. Es gefallen mir beide. Der erste ist eine Animationsscore, was man auch deutlicht hört, und dieser hier ist eine "Realverfilmnt" (Soweit man bei den ganzen animierten Charakteren von Realfilm sprechen kann 🤭) In einem Interview mit dem Regisseur (ich glaube TV-Spielfilm) hat er zumindest gesagt, daß sie bei der Neuverfilmung die Drachen langsamer und reptilienartiger animiert haben und nicht mehr im Cartoon-style wie im Animationsfilm. Dem hat John Powell mit seiner Orchestrierung meine Meinung nach Rechnung getragen. Es klingt nicht mehr nach einem Animationsfilm. Zudem bin ich der Meinung, daß ihm die Zusammenarbeit mit John Williams bei Solo gut getan hat. In den neu arrangierten Stücken uns besonders in den neuen Passagen wirkt er für mich in der Instrumentierung und Orchstrierung deutlich verspielter und ich mußte das eine oder andere mal an Williams denken und fühlte mich an seinen Far and awas erinnert, der ja ähnlich Folk-Themen und "klassische" Filmmusik vereint hat. So seher ich auch den Hans-Zimmer-Bombast von der Animationsversion liebe, die Themen hier mal in voller und weniger verfälschter Orchesterdynamik zu hören, macht mir riesigen Spaß. Wer einmal die Star Wars Fanfare Live von einem Orchester in einem Konzertsaal gehört hat, weiß was ich meine. An die Kraft eines synfonischen Orchesters kommt bisher kein mir bekanter Zimmer-Bombast ran Ich möchte die Version der Musik auf keinen Fall missen.
  7. Ja die Szene war lang, hat aber inhaltlich wenig zu bis gar nichts zur Story beigetragen. Da fand ich die längern Dialoge mit Astrid, in der sie ihre Motivation und Ziele zur Sprache bringt, deutlich wichtiger. Sie will nicht nur die beste Drachtöterin und Kämpfering werden, sondern sie will Stammesoberhaupt werden und macht Hicks damit nicht nur im Drachentraining Konkurrenz, sodern sie attakiert in persönlich in seiner Postion als Sohn vom Häuptling der sonst i.d.R. der Nachfolger würde. Darum ging es mir in meiner Kritik ober aber gar nicht, sonderm daß der Rest nicht nur inhaltlich sondern Kameraeinstellung für Kameraeinstellung, Actionchoreographie bis hin zum Schnitt 1:1 der Aninmationsfilm ist. Als Vergleich nehme ich mal Aladdin oder den jüngsten Lili & Stich, wo man sich deutlich freier von der Animationsvorlage gelöst hat. Gerade Aladdin hat ja im Showdown ein komplett andere Inszenierung. Da klebt Drachenzähmen am meisten von allen mir bekannten Realverfilmungen der letzten Jahre an der Animationsvorlage. Nichts desto trotz gefällt mir die Version und ich möchte sie nicht missen, ich hätte mir nur gerade in den Actionsequenzen gerade am Ende eine erweiterte Inszenierung gewünscht. Mir ging das im Original schon immer irgendwie zu schnell. Das hätte man bei dieser Gelegenheit etwas spannungsvoller aufbauen können. Bleibt ja trotzdem ein guter Film
  8. Die Zahl der zsätzlichen Szenen ist aber äußerst überschaubar. Zudem hat man eine (meiner Meinung nach) nicht ganz unwichtige Szene nach Hick's erstem Drachflug weggelassen, aus der hervor geht, daß die Drachen innerlich nicht so feuerfest sind wie es scheint, was am Ende für den großen Schlußkampf nicht ganz unwichtig ist. In der Realverfilmung ist Hick's Strategie nicht nachvollziehbar und wirkt im Gegensatz zum Animationsfilm nicht geplant, sondern eher zufällig erfolgreich. Das fand ich tatsächlich schade. Der Rest ist bis auf wenige Ausnahmen eine 1:1 Verfilmung. Der Animationsfilm wirkt tatsächlich als Previz. Im Gegensatz ist Lilo und Stitch deutlich weiter weg vom Animationsfilm, wobei hier beide auch immer noch sehr nah bei einander sind.
  9. Hab sie jetzt auch endlich in den Händen. Alles in allem ein recht umfangreiche Fassung. Dennoch kann ich mein olles Bootleg immer noch nicht ausmustern, da sowohl für "When You're all alone (Instrumental)" und "Childhood (gesungen)" komplett andere Fassungen existieren, die auch sehr interessant sind. Seltsam klingen beide Fassungen vom Prolouge (Extendend und Normal). Beide Versionen klingen höher und schneller, als die alte Album Version. Ist der Track Opfer vom Pall-Speedup geworden? Zudem fehlt die Film-Version der End-Credits, die zumindest damals auf der Expanded Edition von La-La-Land enthalten war. Es fehlt nämlich Tinkerbells Thema, dafür ist in der End-Credits-Version die alternative Fassung von "Hook Exit Music" enthalten und somit doppelt auf der CD. Sieht für mich ein bißchen nach einem Fehler in der Zusamenstellung aus. So richtig Ausmustern kann man daher noch keine der bisherigen offiziellen wie auch inoffiziellen Veröffentlichungen. Dennoch ein schönes Set, wo endlich der komplette Ultimate War endlich in einer akzeptablen Klangqualität vorliegt.
  10. Ich finde schön, daß er sein bekanntes Ahsoka-Thema aus Clone Wars und Rebels eingebunden hat, ohne daß die Musik nach Clone Wars und Rebels klingt. Bin positiv überrascht von Serie und Musik. Gruß Jafar
  11. Laut Aussage von CeDe ja. Hier die Antwort, die ich auf meine Reklamation hin erhalten habe: Gruß Jafar
  12. Mir auch, habe aber sofort per Mail reklamiert und auch postwendend Rückantwort erhalten, daß es versehentlich eine Charge Jewel Cases versendet wurde. Ich soll meine CD mit Rechnung und Umtauschgrund zurück senden. Ich habe sie gestern auf den Weg gebracht. Mal sehen, wann der Austausch kommt. Gruß Jafar
  13. Ich habe das Album jetzt auch mehrfach durch, aber immer noch keine einheitlich Meinung. Ein bißchen vermisse ich neue große Themen, dafür ist die Entwicklung der Themen und die musikalische Verbindung der unterschiedlichen Themen und Motive für mich stimmiger als bei EP VII. Gänsehautmoment ist für mich "Sparks", wo das "Luke and Leia"-Thema über das "The Force"-Thema zu "Han-and-Leia" geht um dann in einem zwar simplen aber effektiven dramatischen Underscoring für Lukes großen Auftritt mündet. Solche Entwicklungen, die nicht nur rein funktionell für den Film Sinn ergeben, sondern auch musikalisch auch funktionieren, waren in EP VII ja eher Mangelware. Das gleich gilt für die Einarbeitung des alten TIE-Fighter-Themas, daß hier nicht nur einfach als Motiv kurz angerissen wird, sondern einen prominenten Platz im Actionhöhepunkt hat und auch, die eine oder andere Abwandlung zum Original-Thema erfahren hat. Fakt ist, daß ich das Album gerade rauf und runter höre und es mir noch nicht langweilig geworden ist. Vielleicht hadere ich noch mit meiner Meinung, weil ich eigentlich etwas anderes erwartet hatte (mehrer neu "große" Themen) und mir noch nicht ganz eingestehen will, daß das, was ich bekommen habe, auf andere Weise gut finde, obwohl es nicht meine Erwartung erfüllt hat. Unterschwellig hoffe ich wohl immer noch, auf so ein Meisterwerk wie Ep V, obwohl ich eigenltich weiß, daß Williams uns sowas, wohl nicht mehr wird liefern können. Das ist die Crux mit der Hoffnung Gruß Jafar
  14. Das kannste jetzt aber so nicht sagen... Menno nochmal
  15. Das Yoda-Thema habe ich bei EP V auch immer so interpretiert und für mich hat es inhaltlich auch immer gepaßt.
  16. Bei 1492 Conquest of Paradise haben die beiden wieder (erfolgreich?!?) zusammen gearbeitet. Der Krach aus dem ersten Blade Runner sollte hier eigentlich keine Rolle mehr spielen. Zudem hat sich Ridley doch so zimelich mit jedem Komponisten (Goldsmith, Zimmer) schon in den Flicken gehabt. Das ist doch auch nix Neues. Gruß Jafar
  17. Hab mir den Score jetzt mehrmals angehört. Highlights sind für mich das Album-Opening - stark inspiriert von Vangelis Opening des alten Blade Runner - und "Tears in the Rain" - eine Neuinterpretation eines Vangelis-Themas aus dem alten Blade Runner. Die restliche Musik plätschert für mich ohne großen Wiedererkennungswert vor sich hin; zumindest für mich, der den Film noch nicht gesehen hat. Ich hatte mich angesichts der hochwertigen Inspirationsvorlage von Vangelis doch etwas mehr von Hans Zimmer und seinen Schärgen erhofft und erwartet, Schade Gruß Jafar
  18. Naja, der rechte harsche Tonfall wird sicher den einen oder anderen davon abgehalten haben, sich überhaupt zu äußern, um nicht als komplett musiktheoretische Laie vorgeführt und runtergemacht zu werden.
  19. Ich kann mich an einige Diskussionen erinnern (auf die Schnelle viel mir diese hier ein: https://www.soundtrack-board.de/topic/10571-eigener-anspruch-und-filmmusik-im-wandel-der-zeit/?page=9#comment-215560), wo einige der "Gattung" Musiktheoretiker ihren theoretischen Ansatz zur Analyse und Bewertung der Musik als den einzig waren postuliert haben und ander Aspekte wie Emotionen und Assoziationen relativ harsch abgetan haben. Das wirkte zuweilen recht arrogant und man muß da machmal schon ein dickes Fell haben. Das Gefühl "zum Frühstück verputzt zu werden" kann ich zumindest nachvollziehen. Gruß Jafar PS: Ich bin wahnsinnig glücklich, daß es weiter gehen wird.
  20. Ich schließe mich dem dank an Marcus für den langjäjhrigen Betrieb des Forums an. Ich kann die Entscheidung gut verstehen. Ich sehe ja an mir selbst wie wenig Zeit ich für mein Hobby Filmmusik nur noch habe. Dennoch würde ich das Forum sehr vermissen (ich hoffe noch immer auf eine Lösung ), war es doch immer meine erste Anlaufstelle für neue Filmmusiken und Veröffentlichungen. Ohne das Forum hätte ich viele Sachen nicht mitbekommen. Ich war zwar kein regelmäßiger Schreiber, aber habe manch hitzige Diskussison genossen und würde viele von Euch vermissen. Facebook ist für mich keine Option, weil ich dort keinen Account habe und haben werde. Also bleibt mir nur die Hoffnung. Auf alle Fälle möchte ich mich bei Marcus und allen hier für die schönen 12 Jahre, die ich mit und in dem Forum hatte, bedanken.
  21. Puh. Jetzt habe ich mal in die englische Fassung rein gehört. Ich glaube ich weiß jetzt was Du meinst.. Meine Erwartungen hatte ich nach dem Genuß der deutschen Fassung ja schon runter geschraubt und dennoch wurde meine Erwartungen noch unterwandert. Mein Gott, warum zum Geier hat man eigentlich noch mal Emma Watson als Belle gecastet? Als Schauspielerin war sie schon nicht wirklich eine Idealbesetzung für diese Rolle und das liegt nicht daran, daß ich sie in die Harry Potter / Hermine-Schublade gesteckt habe, um sie dort nie wieder heraus zu lassen. Ihr steht die Rolle einer Disney-Prinzessin nicht wirklich. Dazu kommt, daß sie schon nicht wirklich eine schöne Sprechstimme hat und jetzt muß ich feststellen, daß sie weder eine schöne Singstimme hat noch überhaupt gut singen kann. Meine Frau meinte sofort, die klingt wie ein Frosch - eine kleiner britischer Frosch. Ihre Stimme ist dünn, und schwach und hat 0 Volumen. Dazu kommt ein fürchterlicher britischer Akzent der in meinen Ohren so gar nicht zu einem in Frankreich angesiedelten Märchen passen. Sie bekommt ja nicht mal ein anständiges Bonjour hin. Dagegen ist die deutsche Stimme ja wahres Gold. Der restliche Cast überzeugt mich auch nicht wirklich: Ewan McGregor ist zwar redlich bemüht seinem Lumiere einen französischen Akzent zu verpassen, aber es klingt nicht nach einem Franzosen, der versucht englisch zu sprechen, sondern nach einem Briten mit einem Sprachfehler. Er kann zwar grundsätzlich singen, aber eine klassische Musicalnummer à la Be our guest ist eine Nummer zu groß für seine Sangeskunst. Der Darsteller von Gaston kann zwar gut singen, aber ich finde seine Stimme zu hoch. Da fehlt der typische Bass für einen stämmigen Mann, so wie es in allen drei anderen Fassungen der Fall war. Emma Thompsons Version des Titellieds ist war nicht schlecht, aber kommt auch bei weitem nicht an Angela Lansburys Version des Zeichentrick-Originals heran. Das hat mich dann schon gewundert, denn ich weiß das sie singen kann (sogar auf Gälisch siehe Merida) aber ihr Version hat irgendwie kaum Ausstrahlung. Im Gänze klingen alle Darsteller redlich bemüht den musikalischen Anforderungen gerecht zu werden, aber das war es dann auch. Es klingt eher nach Scherstarbeit als nach hochwertiger Sangeskunst. Tatsächlich gefällt mir die deutsche Fassung dieser Neuauflage in allen Punkten besser als das englische Original und das passiert mir nur ganz, ganz selten. Insgesammt hatte ich so eine Hoffnung / Erwartung, daß ich nach dem Genuß des Soundtracks doch noch Lust bekomme mir das Realfilm Remake im Kino anzusehen, aber das Eintrittsgeld spare ich mir. Dafür gefällt mir das Gehörte zuwenig. Um der neuen Musik aus nostalgisch verklärter Erinnerung nicht Unrecht zu tun, habe ich mir auch noch mal die Originaleinspielung und die deutsche Fassung des Zeichentrickfilms angehört. Leider hat sich mein Eindruck bestätigt. Dazwischen liegen tatsächlich Welten. Nicht von Ungefähr hat das Gespann Menken / Ashman damals nachhaltig nicht nur die Musik sondern das ganze Zeichentrickgenre über eine (wenn nicht sogar zwei) Dekade(n) geprägt. Ohne die beiden stünde der Disney-Konzern nicht dort, wo er jetzt steht. Man muß kein Fan der Musik von Menken sein, aber sein Einfluß auf die Vertonung von Zeichentrickfilmen insbesondere als Musicals war nicht gering. Viele sehen ja die vielen Oscarnominierungen als überbewertet an, aber wenn man sich anschaut wie die anderen Zeichentrickstudios versucht haben den Stil zu imitieren, kann man schon von einem Meilenstein in der Filmmusik sprechen. Umso enttäuschender ist für mich diese Neuauflage. Mit der Musik zu der Schönen und das Biest wurde damals meine Leidenschaft für Disney-Soundtracks geweckt und ich verstehe nicht, warum man bei diesem Remake so wenig Wert auf die Musik gelegt hat. Wenn man die Zeichentrickfassung nicht kennt, ist die Version nicht wirklich schlecht, aber wenn ich die Musik zu der Schönen und das Biest genießen möchte, würde ich ohne zu Zögern zu der Orginalfassung des Zeichentrickfilms greifen. Was hat man damals doch für Klasse Stimmen gecastet. Gruß Jafar
  22. Bin jetzt durch die deutsche Fassung durch. Der Eindruck ist aber geblieben. Die neuen Lieder sind alles in allem nicht schlecht, auch das Lied vom Beast. Hier haben sie auf deutsch zumindest eine gute Stimme ausgesucht.Aber so richtige Ohrwurmqualität ist nicht dabei und wirken auf mich nicht so wirklich zugehörig zu dem bestehenden Themenfundus. Das Titellied "Die Schöne und das Biest" ist soweit OK, war aber auch noch nie (auch in der Trickfilmversion) nie mein Lieblingslied und ist für mich schon immer der "schwächste" Song gewesen. In dieser Fassung schlägt er sich ganz passabel. Ist nicht besser aber auch nicht schlechter als die alte Fassung. Die Popversion ist da eine ganz andere Nummer. Ich konnte die eintönigen Standard-Pop-Arrangments der Titellieder noch nie wirklich ausstehen und da ist hier auch nicht anders. Langewiliger gehts schon kaum noch. War die Version von Celin Dion und Peabo Bryson schon langweilig, so ist dieses Cover noch eine Stufe unnötiger. Ich habe mir beide Versionen mal im Vergleich angehört. Celin Dion und Peabo Bryson konnten wenigstens gut singen. Die beiden kommen stimmlich in keinster Weise ran und versuchen das mit gekünstelten (übertriebenen) Schnörkeln zu überspielen, machen aber die ganze Stimmung von dem Lied kaputt, das sich eigentlich durch seine Schlichtheit auszeichnet. Hinzu kommt, daß die neue Fassung noch weniger musikalische Dynamik bietet als der alte Song. Man kann ja drüber weg skippen . Dafür ist der Song Evermore auch in der Popvariante recht gelungen (für eine Popversion). Es macht sich ein bißchen Enttäuschung breit. Ich hatte auf Grund der Größe der Produktion mit einem volleren Klang (größeres Orchester, bessere Sänger, bessere Performance) gerechnet. Leider Fehlanzeige. Wenn man die alte deutsche Fassung nicht kennt, ist der Soundtrack nicht schlecht, aber im direkten Vergleich fällt er gegen die alte Fassung in allen Belangen deutlich ab. Meine persönlichen musikalischen Höhepunkte in der neuen Version sind interessanter Weise Gastons Lied und Tod dem Biest. Die einzigen Lieder, die ihr Potential ausspielen und nicht klingen, als ob der Dirigent ständig auf der Bremse steht und Angst hat zu laut zu werden. Mal sehen wie mir die englische Fassung gefällt. Gruß Jafar
  23. Habe gerade die ersten Hälfte der deutschen CD durch. Erstes Zwischenfazit: 1. Belles Stimme ist zu blas und zu dünn. Besonders "ernüchternd"ist, daß sie sich im Höhepunkt ihrer eigenen Arie nicht gegen Gastons Kraftvoll Stimme durchsetzen kann. 2. Belles Lied und Sei hier Gast sind eine Spur zu langsam. Man hört zwar, daß die Lieder eigentlich "schwungvoll" gedacht waren, aber sind sind ein paar Schläge pro Minute zu langsam. Schade. 3. Sei hier Gast wirkt alles in allem irgendwie unausgewogen: Die schwungvollen Passagen sind eine Spur zu langsam, dafür ist der melancholische Part eine Spur zu hektisch. Immer wenn das Lied gerade in Schwung kommt, wird mit einem Break oder eine erneuten langsamen Passage der Schwung sofort wieder heraus genommen. Das macht das Lied ziemlich zäh. Kein Vergleich zu dem zu Recht Oscar nominierten Arrangement der Zeichentrickversion. 4. Generell wirkt die deutsche Version etwas lieblos eingesungen. In den Stimmen ist im Vergleich zur deutschen Zeichntrick Version weniger Emotion und Ausdruck. Das liegt hier tatsächlich auch nicht an einer "schlechteren" Übersetzung (Die Texte sind in großen Zügen von der Zeichentrickversion übernommen). Entweder hat man der deutschen Version nicht die Zeit gegeben, eine ordentliche Version einzusingen, oder die Sänger(innen) sind deutlich schwächer. 5 Einziges echtes Highlight bisher ist für mich Gastons Lied. Hier passen Stimmen, Tempo und Ausdruck. Gastons Stimmer ist der Zeichentrickversion sehr ähnlich und der Sänger hat eine kraftvolle Stimme mit Ausstrahlung, so wie es sich für einen Macho wie Gaston gehört. Mal hören wie die zweite Hälfte und die englische Fassung ist. Gruß Jafar
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