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Mephisto

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  1. Das ist in der Tat ein großes Problem, dass mir bereits viele Desplat-Musiken "verdorben" hat. Ein bisschen wie der fehlende räumliche Klang bei Giacchino hört sich Desplat oft wegen der Abmischung so "schwachbrüstig" an, obwohl die Partituren selbst ein anderes Bild vermitteln.
  2. Was sagt denn der gute James Horner dazu?
  3. Moment mal, weniger als 5% der hier vorgestellten Arbeiten sind überhaupt von Musikstudenten!
  4. Es geht aber um genau DIESES Modell und da tut man sich sehr schwer, die jeweiligen Modelle der Label zu finden, um den Originaleindruck zu wahren.
  5. Der läuft so im Film - wie jedes andere Stück - nicht durch.
  6. Na endlich! Auf diesen Kracher warte ich schon sehr lange. Hans arbeitet hier nicht nur mit einigen originelleren thematischen Ideen, die jenseits von "The Rock" und "Fluch der Karibik" angesiedelt sind, nutzt Elektronik als erweiternde Klangfarbe und nicht als breiiges Gewaber, bedient sich stampfender Perkussion, schickem Lokalkolorit und einer riesigen Blechbesetzung, deren Größe man auch mal hört, und komponiert in ungeraden Taktarten. Diese erweiterte (hoffentlich vollständige) Veröffentlichung ist wirklich ein Grund zum Feiern.
  7. Auch von mir alles alles Gute für das nächste Lebensjahr! Danke, dass Du diese Spielwiese hier am Laufen hälst!
  8. Da gibt's aber offiziell auch nicht viel zum Beschäftigen...ist aber nur eine Frage der Zeit, bis der mit trashigem Cover bei Lalaland rauskommt
  9. Wir denn die Doppel-CD die komplette Musik à la Intrada/FSM beinhalten oder wie die neuen Zimmer-CDs einmal die Album-Version plus eine Bonus-CD mit Suiten?
  10. Das hat Bastet doch mal gut auseinander gerechnet, wie viel man da auf dem Marktplatz an Amazon blechen darf. BlasterBeam, Threads wie diese stellen ohne Frage eine Bereicherung für das Forum dar, aber ich fürchte, einige Nutzer hier werden Probleme haben, Dir zu folgen, wenn Du weiter derartkryptisch-kreative Zeilen verfasst. Es ist gut, wenn Du Dein Ding machst, die Frage ist nur, ob es der Kommunikation dienlich ist.
  11. Ich habe mich vor langer Zeit hier um Forum mal sehr ausgiebig über sein "Frühwerk" ausgelassen, also alles, was bis zur 1. Symphonie von ihm auf CD veröffentlicht wurde. Da der gute Mann 96 Jahre alt geworden ist und bis zum 92. komponiert hat (18 Symphonien nach seinem 80. Geburtstag), ist das Frühwerk bis zu seinem 40. Lebensjahr gerechnet. Müsste noch im Klassik-Thread zu finden sein.
  12. "Nur einmal war ich krank!"
  13. Das ist eine schöne Idee, Sebastian! Da mein Lieblingsinstrument die Violine ist, haben es Violinkonzerte bei mir meistens einfach. Mit Brahms komme ich schlichtweg weniger klar, das ganze methamatische Tonalitätsgeratter, das sich als wilde Leidenschaft verkaufen möchte, geht mir bei seinem Konzert ebenso schnell auf den Zeiger wie die Tatsache, dass man von dem voll besetzten Orchester ohnehin hauptsächlich die Streicher hört. Mit der Instrumentation der deutschen Hochromantik (Brahms, Schumann) habe ich ohnehin so meine Probleme, da waren die Franzosen den Deutschen um einiges Voraus. Dass Strauss, der herrlich orchestrierte, zu Beginn seiner Karriere noch als "oberflächig" bezeichnet wurde, weil er sich auf schillernde Orchestertechnik verstand, sagt da einiges. An dieser Stelle möchte ich dann mal wieder für Havergal Brian Werbung machen, von dessen Violinkonzert in C-Dur mir besonders der dritte Satz ans Herz gewachsen ist. Wie auch bei Brians Symphonien sollte man zu Beginn weniger auf einzelne thematische Ideen achten, sondern das imposante Spiel von Orchester und Violine als ein aufwühlendes Stimmungsbild betrachten, das (Brian-typisch) auf einmal abreißt. Dann erklingt bei 2:47 die "zweite Abteilung": Auf die erste mitreißende Passage kommt englische Folkloristik par excellence, die in ihrer Simplizität auch besonders deswegen greift, weil sie im enormen, vielleicht entspannenden Gegensatz zu der ersten Abteilung des Satzes steht. Diese bei Naxos erschienene Aufnahme ist nicht die Beste, gibt aber in okayen Eindruck von der Musik. Die beste Einspielung gibt es auf dieser hervorragenden CD mit einigen weiteren Schmankerln: http://www.amazon.de/Havergal-Brian-SYMPHONY-Overture-Kindergarten/dp/B009XB1CI6/ref=sr_1_11?s=music&ie=UTF8&qid=1398952225&sr=1-11&keywords=havergal+brian
  14. Wie...nicht aus dem Herzen?!?!? So etwas von einem Komponisten zu lesen, der in den 20ern seine größten Erfolge gefeiert hat und sehr wohl in der Kunstszene der damaligen Zeit verkehrt sein dürfte, ist irgendwie verdammt unsympathisch. Da hat er nicht zwangsweise unrecht, zumal in der Neuen Musik viel Mist komponiert wird. Dennoch muss man bedenken, dass es sich so schon immer verhielt, egal ob zu Bachs Zeiten, zu Mozarts Zeiten oder in der Filmmusik heute. Das Bitten um Populismus in der Musikkritik und dem anbiedern an die rückständigen Wünsche des Publikums in der Kunst steht Gott sei Dank diametral Waxmans Musik, die sehr wohl über einen harschen Modernismus verfügt, entgegen.
  15. Werde ich mir früher oder später bestimmt zulegen. Großorchestrale Action von Sauber-Handwerker Broughton ist an einem späten Freitagabend selten bis nie verkehrt.
  16. Das ist ja bei Edelman vorprogrammiert. Wenn ich da auch an Gettysburg oder seinen Anteil bei "Der letzte Mohikaner" und "Mumie 3" denke...brrr. Ist immer schade drum.
  17. Das ist dieses Problem mit dem Aneinanderpappen größtenteils eigenständiger Musiken. Mich nervt sowas sehr, andere finden, dass der Hörfluss dadurch gesteigert word. Des einen Leid, des anderen Freud
  18. Ihr wolltet doch, dass wir da etwas nachsichtiger sind. Jetzt sind wir's, jetzt ist auch wieder nicht gut. Der "Industreabfall" hat die Debatte erst ausgelöst. Seitdem wurde- soweit ich weiß - nicht mehr über die Wortwahl diskutiert.
  19. Zusammen mit der Tremolo-Notierung ergibt "Flatterzunge" durchaus Sinn.
  20. Dieses Stück zeigt, wie wichtig ein guter dramaturgischer Bogen in einem Musikstück ist. Das Thema ist auch hervorragend. Den Rest des Albums muss man allerdings mögen. Mich hat "Medicine Man" in seiner Gänze nie überzeugt, wobei es ja mittlerweile über zwei Jahre her sein dürfte, dass ich den das letzte Mal gehört habe. Sollte ihm vielleicht mal eine Chance geben, wenn ich Lust auf Synth-Gezwitscher und E-Tomtoms über Streicherliegetöne habe.
  21. Also zur auf die CD bezogene Frage: Ich habe die Promo nicht, daher freue ich mich natürlich über diese Veröffentlichung. Zur Tonqualität von "Waxing Elizabeth" auf der LP und der Promo kann ich deshalb nichts sagen, allerdings steht ja in der Pressemitteilung, dass die Promo von Broughtons Privatbändern erstellt wurde, während für diese Ausgabe auf die Studiomaster zurück gegriffen werden konnte. Insofern rechne ich mit einer durchgehend guten Tonquialität. Was die Flut der Veröffentichungen betrifft: Niemand wird gezwungen, die dritte oder vierte Auflage einer Musik zu kaufen. CDs als Wertanlage sind mittlerweile unbrauchbar geworden, als Musikmedium aber immernoch unschlagbar, denn abgesehen von FLAC, das ja noch nicht sehr verbreitet ist, gibt es kein mit Wave vergleichbares Format. Daher greife ich immer - ausschließlich immer! - zur CD Ich habe mich aber nicht geärgert, dass meine "Psycho"-Varèse jetzt im Wert extrem gesunken ist. Ich werde mir auch die Intrada noch zusätzlich kaufen. Das Geld habe ich über und mich zwingt ja keiner.
  22. Ich glaube, das kommt ganz darauf. Filmmusik ist nunmal eine Begleiterscheinung der Unterhaltungsindustrie, die sich zu einem großen Teil nach dem Massengeschmack richten will oder es zumindest versucht. Dass dabei immer wieder bestimmte Strömungen der jeweiligen Zeit wie die "Swinging Sxties" mit "Mancini", die Popmusik mit der "Reifeprüfung", die Avantgarde in den 70ern, die Synthies in den 90ern ständig einen gewissen Anteil in der Filmmusik ausmachten, Zimmer in den 90ern "Rock für Orchester" schrieb und seit 2005 elektronische Anteile stärker gewichtet wurden, ist der jeweiligen akustischen Mode geschuldet. Daher kommt darauf an, aus welchem "Lager" man kommt. Klar hören Jazz-Enthusiasten lieber entsprechende Scores der 60er und 70er während Liebhaber der Spätromantik lieber in Steiner- oder John-Williams-Klängen schwelgen. Ich persönlich komme ebenfalls aus dem Lager der Spätromantik, der Moderne und der Neuen Musik. Mein musikalisches Empfinden hat sich stark nach der Annahme ausgebildet, Instrumente, die verfügbar sind, auch zu nutzen. Mahler brauchte seine 1000 Musiker/Sänger, um in der 8. Symphonie auszudrücken, was er sagen wollte - ebenso Arnold Schönberg in den Gurre-Liedern. Auch ein Erich Wolfgang Korngold hat seinen Orchesterapparat entsprechend genutzt. Wenn Zimmer allerdings sagte, er schreibe "Rock'n Roll für Orchester", dann bedient er sich anderer Idiome und Muster, die meinen Ansprüchen an orchestrale Musik diametral entgegen gesetzt sind. Dasselbe gilt auch für diese Musik: Poporientierte Leute können hiermit wahrscheinlich viel anfangen, denn insbesondere das vorletzte Stück würde sich wunderbar auf eine Band übertragen lassen. Die hackenden Streicher könnte man in Rhythmusgitarrenriffs übersetzen, das ganze mit einem Rhythmus des Schlagzeugs unterlegen etc. Ein 80-Mann-Orchester, ja, ein 20-Mann-Orchester bräuchte ich dafür aber nicht. Daher denke ich mir: Um die Filmmusik steht es nicht schlechter als früher oder später, ich selber werde von den immergleichen Popidiomen, zu denen ich mich ohnehin nicht hingezogen fühle, nicht wirklich angesprochen. Da finde ich dann doch andere Musik spannender wie dieses Stück von Ligeti - Für nur ein Instrument und nur einen Ton (A in allen Oktaven) geschrieben und dennoch passiert hier so viel mehr als auf vielen anderen 80-Minuten-CDs: http://www.youtube.com/watch?v=4yyjOwf0UFg
  23. Ja, und die war jeden Cent wert...die sechs Jahre konnte ich nämlich im Gegensatz zu manch anderem schon diese Musik genießen und hätte ich das Geld in Zigaretten investiert, dann wäre mir der Vorrat schon nach viel kürzerer Zeit ausgeganen . Ich war ja überrascht, wie gut der Film an sich war, obwohl er natürlich als "Psycho"-Nachfolger weder diese radikale Konsequenz noch die Atmosphäre des Vorgängers hatte. Goldsmith Musik ist wie der Film besser, als man denken möchte. Die vollständige Intrada lege ich mir zu, da kommt ja noch einiges an hübschem Material dazu, wobei das alte Album schon sehr gut geschnitten war.
  24. ...die handwerklich aber sauber gearbeitet sind. Dass Goldsmith keine Komödien konnte, will ich nicht zustimmen, zumindest, da man die Komödien, die er vertont hat, auch nicht über einen Kamm scheren kann. Angefangen bei den eleganten, aber sehr poppigen Flint-Vertonungen (die Filme sind der Hammer - auch heute noch!), Käse wie "S.P.Y.S." zu dem schicken "Fierce Creatures" zu brillanten Americana-Komödienmusiken wie "The Flim-Flam Man" oder "The Travelling Executioner" und drögem "I.Q" finden sich Hui und Pfui. Da zu sagen: "Komödie konnte der nie" ist eine äußerst unreflektierte Aussage, besonders in Hinblick auf die sehr gut gearbeitete, wenn auch klischeehafte Dennis-Musik. Ich glaube, nicht einmal Konsumkritiker Souchak wird mir verübeln, wenn ich zugebe, dass ich mir diese Scheibe natürlich irgendwann mal kaufe und ich kann mir vorstellen, dass andere an der Musik wirklich ihren Spaß haben. Wobei ich hier ja - bewusst wegen Ronins Standpunkt zu den Dante-Filmen (abgesehen von "Looney Tunes" ein interessanter Ansatz) - alle Filme, die mit Genremodi spielen, aber bei denen der komödiantische Aspekt nicht kurz kommt, ausgeklammert habe wie "The Great Train Robbery", "The Prize" etc.
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