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Soundtrack Board

Sebastian Schwittay

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    10.092
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Bezeichnung

  • Titel
    alter Forumshase

Kontaktinformationen

  • E-Mail
    sschwittay@googlemail.com
  • Website URL
    oddandexcluded.wordpress.com

Profilinformation

  • Geschlecht
    Male
  • Wohnort
    Heidelberg / Mainz
  • Interests
    Filmmusik, Film, klassische Musik (v.a. des 20. Jahrhunderts), Kunst und Kultur, Geschichte, Architektur

Soundtrack Board

  • Lieblingskomponist
    Elliot Goldenthal, Jerry Goldsmith, Christopher Gordon, Michael Kamen, David Shire, Alex North, Marco Beltrami
  • Anzahl Soundtracks & Scores
    ca. 1000

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Leistungen von Sebastian Schwittay

Alter Forumshase

Alter Forumshase (4/4)

2,8Tsd

Reputation in der Community

  1. Und selbst das verstehe ich nicht. Das erste Stück des Films ist das ultra-fette und laute "One Battle After Another", das direkt einen Power-Akzent im Film setzt (und später noch zwei weitere Male an wichtigen Stellen im Film erklingt). Das ist doch Filmmusik, wie man sie sich wünscht: groß, laut, emotional direkt.
  2. Dabei lief FRANKENSTEIN ja nicht mal im Kino... ONE BATTLE AFTER ANOTHER war immerhin ein echter Kinohit des Spätsommers und Herbstes, also gehört haben den Score sicher irgendwie alle. Glaube, die Leute reiben sich halt tatsächlich eher am "Geklimpere" - wie ich es öfter gelesen habe -, also am modernen Einsatz des Solo-Klaviers. Unfassbar, wie unbeliebt dieses bürgerlichste aller Instrumente doch ist...
  3. Was bei ONE BATTLE AFTER ANOTHER aber nicht der Fall ist - der Score wurde von Film- und Musikkritikern weltweit gelobt, und Greenwood wurde von seinen Kollegen, also von professionellen Filmkomponisten, für den Oscar nominiert. Wenn die Musik "nicht passen" würde oder "schädlich" für den Film wäre, wäre das nicht passiert. Mir ist schon klar, dass im nächsten Schritt der Zuschauer-vs.-Kritiker-Diskurs aufgemacht wird (oder Zuschauer vs. Professionelle, wie auch immer), aber der lenkt halt auch nur von der Problematik der mangelnden Offenheit des Mainstreams ab.
  4. Der große ungarische Komponist György Kurtág wird heute 100 Jahre alt, und weilt immer noch unter uns! Kurtág hat größtenteils solistische und Kammermusik komponiert, aber auch einige wenige Orchesterkompositionen, von denen "Stele für großes Orchester" (1994) sein vielleicht bekanntestes ist. Für mich eins der schönsten und sinnlichsten Werke des späten 20. Jahrhunderts. Ein unheimliches, und auch sehr filmisches Stück! Für Filmmusik-Freunde mit Horror-Faible (@Osthunter!) ein gefundenes Fressen. Highlights sind die gespenstischen Glissando- und Pitch-Bending-Figuren der Holzbläser und Streicher im ersten Satz (1:55), oder die unheimlich verklingenden Quintolen des Orchesters im gesamten dritten Satz - wer denkt hier nicht an ALIEN?
  5. Ah, mir werden hier in deiner Playlist nur 100 Tracks angezeigt. Dann wird das wohl ein Darstellungsproblem in der Spotify-Einbindung sein. Es bricht mir immer wieder das Herz, wenn moderne und modernistische Elemente in der Filmmusik auf derartiges Unverständnis (und schließlich auch auf Ablehnung) stoßen. Hat uns der große Goldsmith mit seinen Meisterwerken nicht den Weg gezeigt, in den sich Filmmusik - auch - entwickeln kann? Greenwood entwirft für die Paul-Thomas-Anderson-Filme derart aufregende Klangwelten, dass Goldsmith, würde er noch leben, sicherlich applaudieren würde.
  6. Ist ONE BATTLE AFTER ANOTHER wirklich so unbeliebt? Nur eine Stimme bisher? Und @piksieben nimmt sie nicht mal in seine Playlist auf... Schöner und emotionaler wurde Filmmusik für mich vergangenes Jahr nicht - ich würde sogar sagen, eine der schönsten Einzelkompositionen in Greenwoods Karriere:
  7. Da fehlt aber eins der größten Highlights des vergangenen Jahres in deiner Playlist...
  8. Genau 30 Scores haben es in Runde 2 geschafft (alles mit 4 Stimmen oder mehr). Punktladung! Die Auswahl erscheint mir jedoch teilweise etwas "random". Viele sehr unbekannte Sachen dabei - Musiken, die sonst erfahrungsgemäß bereits in Runde 1 herausgeflogen wären. Ich selbst hätte gerne noch den schönen ETERNITY von David Fleming in die nächste Runde gebracht, das ärgert mich etwas. Und Christopher Young hat es auch nicht geschafft... Was war da denn los? Aber gut, so ist es nun. WÄHLT HIER NUN BITTE EURE 10 FAVORITEN. Die zweite Runde läuft bis Mittwoch, den 25. Februar, 23:59 Uhr.
  9. Hallo Markus! Auch mal wieder da!
  10. Ohje, ich habe gerade so viel um die Ohren, dass ich völlig vergessen habe, noch selbst abzustimmen und die zweite Runde zu starten. Tut mir echt leid... Morgen startet die zweite Runde!
  11. Mittlerweile sind - wohl im Zuge der Oscarnominierungen - die längeren Filmversionen der meisten Tracks aufgetaucht. Wild! Und die Harfen-Version von "Trio for Willa", die ich echt gerne auf dem Album gehabt hätte:
  12. Da ein breites Ausdrucksspektrum für mich ein ganz wichtiges Qualitätskriterium ist (Romantik, Modernismus, Fokus mal auf Klangfarbe, mal auf Rhythmus, mal auf Melodie usw.), würde ich Jerry Goldsmiths ALIEN nennen. Ist halt leider nicht in der Form realisiert worden, wie es hätte sein sollen. Scores, die nur einen Stil oder Ausdrucksmodus kennen, würde ich hingegen eher ausschließen wollen. Einen komplett spätromantischen Score wie THE SEA HAWK beträfe das genauso wie einen PLANET OF THE APES.
  13. Ich bin kein Fan von Michael Manns Filmen, aber derzeit juckt es mir in den Fingern, endlich mal seine Filmographie zu vervollständigen. Jüngst habe ich zwei Filme gesehen, die ich noch nicht kannte, und die ich - trotz der ideologischen Probleme, die ich mit seinen Weltentwürfen habe - zu seinen besseren Filmen zählen würde: THIEF (1981) "With my wife, with my kids, that's my whole life. [...] Little hoochie coo, drop of energy, wham-bam, magic sand... There's something sacred there." Robert Proskys Loblied auf die Familie präsentiert THIEFs unangenehm chauvinistischen Blick auf die Welt – und damit den Charakter sämtlicher Michael-Mann-Filme – in a nutshell. Frauen und Kinder sind dazu da, Männern Energie zu geben; sie sind Erfüllungsgehilfen männlichen Glücks und männlicher Ambition. Tuesday Welds Frauenfigur ist letztlich auch nur dazu da, James Caans Männerknast-Geschichten zuzuhören. Die Frau als Erholungsstätte, als Publikum, als Empfängerin, als Mülleimer – nie jedoch individuell gezeichnet, nie mit einem Willen ausgestattet, der der tristen Welt der Männergeschäfte etwas Eigenes entgegensetzen könnte. Trotzdem: visuell ist THIEF Manns schönster Film, und er hat – auch nicht selbstverständlich für den Regisseur – ein überzeugend stringentes Musikkonzept. Zu einem großen oder gar philosophischen Film wird THIEF dadurch natürlich nicht. MANHUNTER (1986) Bunte Sonnenuntergänge und stressige Forensik – MANHUNTERs Einfluss auf amerikanische Tatortermittlungs-Serien wie „CSI“ und „Law and Order“ ist nicht zu unterschätzen. Das Herz des Films ist sicherlich Tom Noonans Killerfigur und sein Verhältnis zur blinden Joan Allen – hier blitzt eine zärtliche Schönheit auf, wie sie in Manns Schaffen nur selten zu erleben ist. Das Vorgehen des Killers – die ermordeten Familien als Spiegel fürs eigene Ego zu missbrauchen – ist natürlich ein Mann-Motiv par excellence, aber es bleibt so abstrakt eingebettet in eine spannende und durchaus bewegende Geschichte, dass MANHUNTER wohl als die erträglichste Ausformung des Mann’schen Machismo gesehen werden kann.
  14. Danke für die tolle Gesamtdarstellung, @Osthunter! Ich finde die Musik auch sehr stark und höre immer mal wieder Auszüge daraus - komplett am Stück funktioniert es aufgrund der Länge und der extremen Dunkelheit der Musik nicht so gut. Ich muss hier unbedingt noch eine längere 45-Minuten-Suite zusammenstellen. Ich beschäftige mich seit letztem Jahr intensiver mit den Filmmusiken von Alfred Schnittke, und ich finde es faszinierend, wieviele Gemeinsamkeiten es zwischen Schnittke und Youngs Zugang bei NOSFERATU gibt. Das sehr kompakte, Baukasten-ähnliche Kompositionsprinzip, die überlappende Polyphonie, die Verwendung der Orgel... Tatsächlich hat ja auch Frank Strobel die Schnittke-Musiken dirigiert bzw. neu eingespielt.
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