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Soundtrack Board

Sebastian Schwittay

Mitglied
  • Gesamte Inhalte

    10.100
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

Über Sebastian Schwittay

Bezeichnung

  • Titel
    alter Forumshase

Kontaktinformationen

  • E-Mail
    sschwittay@googlemail.com
  • Website URL
    oddandexcluded.wordpress.com

Profilinformation

  • Geschlecht
    Male
  • Wohnort
    Heidelberg / Mainz
  • Interests
    Filmmusik, Film, klassische Musik (v.a. des 20. Jahrhunderts), Kunst und Kultur, Geschichte, Architektur

Soundtrack Board

  • Lieblingskomponist
    Elliot Goldenthal, Jerry Goldsmith, Christopher Gordon, Michael Kamen, David Shire, Alex North, Marco Beltrami
  • Anzahl Soundtracks & Scores
    ca. 1000

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Leistungen von Sebastian Schwittay

Alter Forumshase

Alter Forumshase (4/4)

2,8Tsd

Reputation in der Community

  1. Wundert mich! Allein der arythmisch anmutende Beginn von "Traffic Jam" und der Übergang zum operatischen Bösewichttema ab 0:18 ist doch schon ultra kunstvoll gestaltet. Und "Copter Chase": abgesehen davon, dass ein durchgehender 7/8 nicht unbedingt Standard fürs 2000er-Actionscoring war, ist der Track ja auch unglaublich akademisch-formalistisch gestaltet mit seinen (absteigenden) Terrassen-förmigen Strukturen. Dazu kommt die Beltrami-typisch modernistische Orchestrierung, der ziemlich solide Kontrapunkt und eine - das muss man schon sagen - ziemlich radikal anmutende "Mechanik" des Satzes, der wirklich alles Menschliche ausgetrieben zu sein scheint. Ein hysterisches Perpetuum mobile, könnte man sagen, und eine schöne Fortführung seiner Maschinenmusik aus TERMINATOR 3 oder HELLBOY ("Fireproof").
  2. Welche Musik besteht denn aus "reinen Ostinati"? Das müsste dann ja eine reine Schlagwerk-Komposition sein. Ich weiß schon, worauf du hinaus willst. Ich begreife "Ostinato" allerdings nicht so pejorativ-abwertend wie weite Teile der deutschen Filmmusikkritik. Es ist einfach eine effiziente Vertonungsstrategie.
  3. Naja, ein Ostinato-Actionscore eben, wie ihn Goldsmith mit CAPRICORN ONE zum ersten Mal formuliert hat und dann in den 80ern populär wurde. Das war schon ein Schritt in die Ökonomisierung von Actionfilmmusik. Stark gemacht, keine Frage, ich möchte ALIENS oder ähnliche Scores keinesfalls herabwürdigen. Aber was Goldenthal gemacht hat, war dieser ganzen Sphäre halt in gewisser Weise enthoben.
  4. Bei den meisten Beispielen sprechen wir von feineren Unterschieden, die sicher auch die Grenze zum Subjektiven berühren (elaborierterer Orchestersatz bei Goldsmith als bei Silvestri, thematisches Material in BTTF 3 besonders griffig, etc.). Aber der Unterschied zwischen ALIENS und ALIEN³ ist doch schon eklatant. ALIENS ist ein stark gemachter, aber ökonomischer Hollywood-Score, während ALIEN³ regelrecht kunstmusikalische Ansprüche an den Sound des Franchises stellt - sowohl das Gesamtkonzept als auch die verfrickelte Avantgarde-Schreibe lassen erkennen, dass da ein junger Konzertkomponist am Werk war, den Hollywood nur ganz peripher interessiert. Wie gut das dann trotzdem als FILMmusik funktioniert und wie "ikonisch" viele Sounds von Goldenthal für die Reihe geworden sind, ist dabei natürlich erstaunlich. Als autonome Musik würde ich ALIEN³ daher schon nochmal auf eine andere Stufe stellen als ALIENS, der viele Ideen auch einfach von Goldsmith übernommen hat (Echoplex-Ideen, Pendelmotive, etc.).
  5. Ja, durchaus. Selbst das nicht verwendete Material, das auf der LaLaLand-Expandierung von DIE HARD 3 zur Geltung kommt, strahlt trotz einiger toller Momente eine gewisse Müdigkeit aus. Kamen hatte zu dem Zeitpunkt wohl einfach keine Lust mehr auf solche Filme. Beltramis Ansatz wirkt dagegen bissig und ambitioniert, ist voller musikalischer Setpieces ("Traffic Jam", "Copter Chase", "The F-35"), hat ein prägnantes, opernhaftes Bösewicht-Thema und integriert Kamens motivisches Material äußerst gekonnt in Beltramis eigenes Idiom. IMO einer der besten Blockbuster-Scores der 2000er Jahre.
  6. Ich finde Williams' Oliver-Stone-Scores in ihrer Albumfassung völlig ausreichend. Das ist Filmmusik, die in der Filmform nicht eigenständig funktioniert, nur als editierte Album- oder Konzertfassung.
  7. Musikalische Steigerung: STAR WARS (Williams) > THE EMPIRE STRIKES BACK (Williams) RAIDERS OF THE LOST ARK (Williams) > INDIANA JONES AND THE TEMPLE OF DOOM (Williams) GREMLINS (Goldsmith) > GREMLINS 2: THE NEW BATCH (Goldsmith) ALIENS (Horner) > ALIEN³ (Goldenthal) BATMAN (Elfman) > BATMAN RETURNS (Elfman) A NIGHTMARE ON ELM STREET (Bernstein) > A NIGHTMARE ON ELM STREET 2 (Young) BACK TO THE FUTURE 2 (Silvestri) > BACK TO THE FUTURE 3 (Silvestri) SPIDER-MAN (Elfman) > SPIDER-MAN 2 (Elfman) DIE HARD WITH A VENGEANCE (Kamen) > LIVE FREE OR DIE HARD (Beltrami) THE TERMINATOR (Fiedel) > TERMINATOR 2: JUDGMENT DAY (Fiedel) > TERMINATOR 3: RISE OF THE MACHINES (Beltrami) SCREAM 2 (Beltrami) > SCREAM 3 (Beltrami) FEAR STREET PART 1 (Beltrami) > FEAR STREET PART 2 (Beltrami) Musikalischer Abfall: ALIEN (Goldsmith) > ALIENS (Horner) ALIEN³ (Goldenthal) > ALIEN: RESURRECTION (Frizzell) FIRST BLOOD (Goldsmith) > RAMBO: FIRST BLOOD PART II (Goldsmith) > RAMBO III (Goldsmith) MISSION: IMPOSSIBLE (Elfman) > MISSION: IMPOSSIBLE II (Zimmer) THE LOST WORLD (Williams) > JURASSIC PARK III (Davis) POLTERGEIST (Goldsmith) > POLTERGEIST II: THE OTHER SIDE (Goldsmith) DIE HARD 2 (Kamen) > DIE HARD WITH A VENGEANCE (Kamen) BACK TO THE FUTURE (Silvestri) > BACK TO THE FUTURE 2 (Silvestri) THE MUMMY (Goldsmith) > THE MUMMY RETURNS (Silvestri) > THE MUMMY: TOMB OF THE DRAGON EMPEROR (Edelman) THE SILENCE OF THE LAMBS (Shore) > HANNIBAL (Zimmer) MAD MAX (May) > MAD MAX 2: THE ROAD WARRIOR (May) Ebenbürtig: JURASSIC PARK (Williams) = THE LOST WORLD (Williams) THE OMEN (Goldsmith) = DAMIEN: OMEN II (Goldsmith) = THE FINAL CONFLICT (Goldsmith) BATMAN RETURNS (Elfman) = BATMAN FOREVER (Goldenthal) DIE HARD (Kamen) = DIE HARD 2 (Kamen) PREDATOR (Silvestri) = PREDATOR 2 (Silvestri)
  8. So langsam scheint es sich zu stabilisieren für Greenwood. Ein Glück... Fleming war ja gut angesagt im letzten Jahr, mit gleich drei Scores, die auch hier nominiert wurden. ETERNITY fand ich echt schön, ANACONDA hingegen völlig generisch. In AMERICANA muss ich am Wochenende noch reinhören.
  9. Und selbst das verstehe ich nicht. Das erste Stück des Films ist das ultra-fette und laute "One Battle After Another", das direkt einen Power-Akzent im Film setzt (und später noch zwei weitere Male an wichtigen Stellen im Film erklingt). Das ist doch Filmmusik, wie man sie sich wünscht: groß, laut, emotional direkt.
  10. Dabei lief FRANKENSTEIN ja nicht mal im Kino... ONE BATTLE AFTER ANOTHER war immerhin ein echter Kinohit des Spätsommers und Herbstes, also gehört haben den Score sicher irgendwie alle. Glaube, die Leute reiben sich halt tatsächlich eher am "Geklimpere" - wie ich es öfter gelesen habe -, also am modernen Einsatz des Solo-Klaviers. Unfassbar, wie unbeliebt dieses bürgerlichste aller Instrumente doch ist...
  11. Was bei ONE BATTLE AFTER ANOTHER aber nicht der Fall ist - der Score wurde von Film- und Musikkritikern weltweit gelobt, und Greenwood wurde von seinen Kollegen, also von professionellen Filmkomponisten, für den Oscar nominiert. Wenn die Musik "nicht passen" würde oder "schädlich" für den Film wäre, wäre das nicht passiert. Mir ist schon klar, dass im nächsten Schritt der Zuschauer-vs.-Kritiker-Diskurs aufgemacht wird (oder Zuschauer vs. Professionelle, wie auch immer), aber der lenkt halt auch nur von der Problematik der mangelnden Offenheit des Mainstreams ab.
  12. Der große ungarische Komponist György Kurtág wird heute 100 Jahre alt, und weilt immer noch unter uns! Kurtág hat größtenteils solistische und Kammermusik komponiert, aber auch einige wenige Orchesterkompositionen, von denen "Stele für großes Orchester" (1994) sein vielleicht bekanntestes ist. Für mich eins der schönsten und sinnlichsten Werke des späten 20. Jahrhunderts. Ein unheimliches, und auch sehr filmisches Stück! Für Filmmusik-Freunde mit Horror-Faible (@Osthunter!) ein gefundenes Fressen. Highlights sind die gespenstischen Glissando- und Pitch-Bending-Figuren der Holzbläser und Streicher im ersten Satz (1:55), oder die unheimlich verklingenden Quintolen des Orchesters im gesamten dritten Satz - wer denkt hier nicht an ALIEN?
  13. Ah, mir werden hier in deiner Playlist nur 100 Tracks angezeigt. Dann wird das wohl ein Darstellungsproblem in der Spotify-Einbindung sein. Es bricht mir immer wieder das Herz, wenn moderne und modernistische Elemente in der Filmmusik auf derartiges Unverständnis (und schließlich auch auf Ablehnung) stoßen. Hat uns der große Goldsmith mit seinen Meisterwerken nicht den Weg gezeigt, in den sich Filmmusik - auch - entwickeln kann? Greenwood entwirft für die Paul-Thomas-Anderson-Filme derart aufregende Klangwelten, dass Goldsmith, würde er noch leben, sicherlich applaudieren würde.
  14. Ist ONE BATTLE AFTER ANOTHER wirklich so unbeliebt? Nur eine Stimme bisher? Und @piksieben nimmt sie nicht mal in seine Playlist auf... Schöner und emotionaler wurde Filmmusik für mich vergangenes Jahr nicht - ich würde sogar sagen, eine der schönsten Einzelkompositionen in Greenwoods Karriere:
  15. Da fehlt aber eins der größten Highlights des vergangenen Jahres in deiner Playlist...
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