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Varese Sarabande: Christopher Young - WILSON'S HEART
Sebastian Schwittay antwortete auf ronin1975s Thema in Scores & Veröffentlichungen
Ausgezeichneter Score - bin zwar erst zur Hälfte durch, aber bislang ist in fast jedem Track was Spannendes zu finden. Das brutale, von Synkopen durchzogene "Dancing in Black Blood", die VAGRANT-artigen Effektcollagen von präpariertem Klavier in "Plombage", das Viertelton-Switching in "Not Well At All", der experimentell verfremdete Orchestersatz in "Swiss Skull Saw", die schöne Variation aufs Hauptthema in "Pedicle Graft"... Einzig "Dental Phantoms" würde ich bislang rausnehmen, da tut sich nicht viel. Und das Hauptthema in Track 1, nun ja... ein bisschen konventionell geraten ist es schon, aber angesichts der wirklich spannenden restlichen Musik finde ich das verschmerzbar. -
MORTAL ENGINES von Tom Holkenborg
Sebastian Schwittay antwortete auf TheRealNeos Thema in Scores & Veröffentlichungen
Im FRIGHTENERS-Trailer gab's ja damals Silvestri, DEATH BECOMES HER. Würde mich interessieren, ob er für den Film tatsächlich mal vorgesehen war. -
Varese Sarabande: Christopher Young - WILSON'S HEART
Sebastian Schwittay antwortete auf ronin1975s Thema in Scores & Veröffentlichungen
Wird aber am 1. Juni sicher auch gleich auf Spotify sein, oder? -
Marco Beltrami im Star-Wars-Universum?
Sebastian Schwittay antwortete auf TheRealNeos Thema in Filmmusik Diskussion
Es ist einfach schön und erfrischend, nicht nur eine Bösewicht-, sondern auch eine Nebenfigur zum Protagonisten eines eigenen STAR WARS-Films zu machen. Sowas per se abzulehnen, atmet den beengt-kanonischen Geist spießiger Fans, die sich lieber die tausendste Variation auf Han Solo oder Obi-Wan Kenobi anschauen, anstatt sich einfach mal auf randständigere Aspekte des Filmuniversums einzulassen. Sorry, aber ich bleibe da bei meinem "beschränkt", denn das ist es einfach. (Das alles lässt sich ja auch schön auf die Filmkultur generell übertragen: Kanon, Kanon, Kanon. Nur das Altbekannte, nur die großen Franchises, bloß nix Neues oder Abseitiges. Und selbst innerhalb der Franchises wird die kleinste Devianz mit Shitstorms gestraft, siehe THE LAST JEDI...) -
Marco Beltrami im Star-Wars-Universum?
Sebastian Schwittay antwortete auf TheRealNeos Thema in Filmmusik Diskussion
Die von mir zitierte Textpassage lässt das aber schon erkennen. Wäre ja auch nicht das erste Mal, dass bimbamdingdong im Brustton der Überzeugung kundtut, dass nur Helden und positive Charaktere Haupt- bzw. Identifikationsfiguren in Filmen sein können. Ersetze in meinem Beitrag meinetwegen "euren" durch "deinen". -
Marco Beltrami im Star-Wars-Universum?
Sebastian Schwittay antwortete auf TheRealNeos Thema in Filmmusik Diskussion
Klar, wer interessiert sich schon für Bösewichte? Mann Mann, manchmal finde ich euren Zugang zu Filmen schon etwas beschränkt... -
Der 25. Bond-Film...Regie: Cary Joji Fukunaga...Musik: ?
Sebastian Schwittay antwortete auf TheRealNeos Thema in Filmmusik Diskussion
Sehe ich völlig anders. Wahnsinns-Score mit einer Extraportion Cold-War-Espionage-Feeling. Passt perfekt zu Bond, auch wenn es vorher (gerade in den Barry-Scores) nie so stark zum Tragen kam. -
Marco Beltrami im Star-Wars-Universum?
Sebastian Schwittay antwortete auf TheRealNeos Thema in Filmmusik Diskussion
LOGAN fand ich zuletzt zwar ziemlich daneben, aber ja, einen gewissen qualitativen Standard kann man von Mangold schon erwarten. Beltrami kann ich mir aber trotz aller Liebe nicht vorstellen, sein Stil ist den Produzenten sicher nicht 'smooth' genug. Die werden sich wohl GODS OF EGYPT anhören, da das thematisch noch am nächsten ist, und dann feststellen, dass das insgesamt doch deutlich zu kratzig und modern für einen Williams-orientierten SW-Sound ist. -
Der 25. Bond-Film...Regie: Cary Joji Fukunaga...Musik: ?
Sebastian Schwittay antwortete auf TheRealNeos Thema in Filmmusik Diskussion
Experimente bei Bond (und generell auch in anderen Franchises) sind immer gut - siehe GOLDENEYE. Fände Rahman diesbezüglich auch sehr erfrischend. -
Wie kann einem der Name denn komplett entgangen sein? Hast du in den frühen 2000ern keine Filmmusik gehört? REIGN OF FIRE, JOHNNY ENGLISH...? Zu "Adventures of Han": das Thema ist kein Kracher, aber die Verarbeitung und Variation immerhin Williams-typisch hochwertig und hübsch anzuhören. Das Seitenthema (ab 0:38 im Track) finde ich außerdem weitaus schöner und interessanter als das Hauptthema...
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Was ist eigentlich... #4: Kontrapunkt?
Sebastian Schwittay antwortete auf Mephistos Thema in Musiklexikon
Dann will ich nichts gesagt haben. Gegen die vielen Hörbeispiele hatte ich auch gar nichts einzuwenden - eher noch gegen die umfangreiche Hinführung zu den Begriffen "Stimme" und "Melodie/Harmonie". Da ich Kontrapunkt als lineares Phänomen begreife, hätte ich Melodiestimmen einfach als "Linien" bezeichnet, die sich entlang einer horizontalen Zeitachse bewegen - ein Kontrapunkt ist demnach eine ergänzende Linie ober- oder unterhalb der Hauptlinie bzw. Hauptmelodie. Gerade bei Goldsmith kommt diese Linearität immer wunderbar zur Geltung, vor allem in seinen Hauptthemen, etwa beim zweiten oder dritten Durchgang oder bei einer Wiederholung. Schön der Streicherkontrapunkt in der Pausenmusik von TORA! TORA! TORA!, der das Hauptthema in den Hörnern sogar noch übertönt (im Video ab 26:45): Auch einer meiner Favoriten: der Streicherkontrapunkt zum GREMLINS-Thema (Hauptthema liegt in den Bläsern) - visuell schön zu sehen hier ab 6:06, wo die Kamera gerade beim Einsetzen des Kontrapunkts über die Streicher fährt: -
Varese Sarabande: Christopher Young - WILSON'S HEART
Sebastian Schwittay antwortete auf ronin1975s Thema in Scores & Veröffentlichungen
Naja, die Suspense- und Horrorpassagen im Mittelteil vielleicht - das Thema im ersten und letzten Track klingt in seiner "Epicness" ganz und gar nach modernem Videospiel (und nach PRIEST). -
Wie hätte man es denn anders formulieren sollen? Wird doch so gut deutlich, dass er sowohl "music composed" als auch "music adapted" hat. Meine Vorfreude auf den Score und auf den Williams-Anteil ist mittlerweile etwas gedämpft. Das Williams-Thema finde ich doch eher blass, unpersönlich und harmonisch arg einfach. Klingt eher nach Silvestri oder Ottman als nach Williams. Hoffentlich holt er da in der Konzertfassung harmonisch/instrumentatorisch mehr raus...
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So "verkopft" fand ich Goldenthal ja ehrlich gesagt nie. In seinen dramatischen Steigerungssätzen (TITUS, A TIME TO KILL) und den dunkel-romantischen Adagios (INTERVIEW WITH THE VAMPIRE, COBB) kam durchgehend der extrem emotional fokussierte Komponist durch, der mit seinem Stil wunderbar in den Hollywood-Sound der 90er gepasst hat. Schade, dass er von Filmmusikhörern immer noch auf die paar (!) Avantgarde-Momente in ALIEN 3, SPHERE und IN DREAMS reduziert wird. Letztendlich finde ich da den frühen Goldsmith der 60er und 70er, North, Rosenman und sogar manchen Williams in den ästhetischen Konzepten weitaus akademischer und intellektueller als die affektiven "Borderline"-Scores von Goldenthal.
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Da mir "Battle in the Snow" und "The Asteroid Field" bei THE EMPIRE STRIKES BACK am meisten bedeuten - sind ja auch zweifellos die Highlights des Scores - , kann ich mir das neue Album leider nicht mit Freude anhören. Gerade bei diesen beiden Tracks ist der Dynamikumfang stark beschnitten und der Mix furchtbar dumpf. So dumpf und verhangen, dass man das tiefe Klavier zu Beginn von "Battle in the Snow" kaum noch als solches identifizieren kann. Andere Tracks ("Yoda's Theme", "The Imperial March") wurden tatsächlich verbessert und klingen detailierter und klarer als auf den alten Releases. Für mich aber nur ein schwacher Trost, da mich die Gassenhauer immer weit weniger interessiert haben als die oben genannten Tracks. (Wie es bei den anderen Scores aussieht, habe ich noch nicht nachhören können - A NEW HOPE klang für mich jedoch schon immer annehmbar. Einzig bei RETURN OF THE JEDI erhoffe ich mir einige Verbesserungen.)
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Was ist eigentlich... #4: Kontrapunkt?
Sebastian Schwittay antwortete auf Mephistos Thema in Musiklexikon
Vielen Dank für die Mühe, Gerrit. Trotzdem finde ich, dass hier das eingetreten ist, vor dem ich im anderen Thread schon gewarnt hatte: Das Ganze ist eine wirklich ausführliche, musikwissenschaftliche Einführung geworden (und als solche natürlich auch gut und schlüssig), aber eben keine kurze, bündige, lexikalische Erklärung des Begriffs. Selbst ich muss mir da konzentriert eine halbe Stunde Zeit nehmen, um alles zu verstehen - ich könnte mir vorstellen, dass das für die weniger musikalisch vorgebildeten User ein noch größerer Brocken ist, der vielleicht eher einschüchtert als zur Auseinandersetzung motiviert. -
Das ist immer eine Frage des Kontextes. Dissonanzen definieren sich eigentlich erst durch ihre Abgrenzung zum Konsonanten, also zu "angenehm klingenden" Intervallen wie Terz, Quinte oder Quarte. Kleine Sekunde oder Tritonus sind dagegen dissonante Intervalle, die in der tonalen Musik entsprechend gezielt eingesetzt werden, um Spannungen zu erzeugen. Die atonale Musik kennt das Prinzip der Dissonanz eigentlich nicht mehr, da sie sich jenseits der Strukturen tonaler (Grundton-Quint-)Beziehungen bewegt bzw. diese auflöst. Die Dissonanz definiert sich aber letztlich nur durch ihr Gegenteil, durch die Konsonanz bzw. durch die harmonischen Quint-Beziehungen der tonalen Musik. Man könnte fast sagen, dass die Wirkung des Dissonanten in der atonalen Musik vollkommen verpufft, weil die Dissonanz-Konsonanz-Polarität aufgelöst ist. Kein Yin ohne Yang, kein oben ohne unten, kein Himmel ohne Hölle, usw. Insgesamt ist das wohl auch der Grund für das Scheitern der musikalischen Avantgarden, der Zwölftonmusik und allen anderen atonalen Spielarten. Goldenthal und die postmodernen Komponisten seit den 1960ern haben die Symbiose beider Welten angestrebt - auch aus meiner Sicht das Ideal. Wahrscheinlich. Goldenthal hatte nie die Fanbase eines James Horner, und damit auch nie eine ausreichende Menge an Filmmusik-Nerds, die seine Musiken zerpflückt haben. Im deutschsprachigen Raum sind mir bis heute nur 1-2 weitere Leute bekannt, die sich dermaßen für Goldenthal begeistern, dass sie sein komplettes Werk en detail studieren. Ist einfach die Nische der Nische.
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Der beliebteste Kino-Soundtrack 2018 / Nominierungen
Sebastian Schwittay antwortete auf Stempels Thema in 2018
Bisher wurden 13 Scores nominiert: BLACK PANTHER, Ludwig Göransson ISLE OF DOGS, Alexandre Desplat JIM KNOPF UND LUKAS DER LOKOMOTIVFÜHRER, Ralf Wengenmayr DIE KLEINE HEXE, Diego Baldenweg MATHILDE, Marco Beltrami MAX AND ME, Mark McKenzie READY PLAYER ONE, Alan Silvestri RED SPARROW, James Newton Howard SGT. STUBBY: AN AMERICAN HERO, Patrick Doyle SUPER FURBALL, Panu Aaltio WALDLUST: EINE TATORT SINFONIE, Martina Eisenreich A WRINKLE IN TIME, Ramin Djawadi YOU WERE NEVER REALLY HERE, Jonny Greenwood -------------------------------------------------------------------- Die Nominierungsphase endet am 31. Januar 2019. Bitte immer folgendermaßen nominieren: FILMTITEL, Komponist Also Filmtitel in Großbuchstaben, dann ein Komma und dann den Namen des Komponisten in normaler Schrift.