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Universal Republic: James Newton Howard - THE HUNGER GAMES: CATCHING FIRE (DIE TRIBUTE VON PANEM: CATCHING FIRE)


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Ich katalogisiere das nicht, aber gib mal "Interview", "Hans Zimmer" und den jeweiligen Filmtitel ein und du wirst reich belohnt werden!

 

Finde ich prinzipiell sehr gut. Man erfährt viel zu wenig über die Filmmusik in Interviews mit den Komponisten. Da muss man schon Glück haben wenn auf der DVD ein Making of über die Filmmusik dabei ist.

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Gutes Argument, aber auch etwas unfair: Neben Williams ist Zimmer der prominenteste Komponist, ob der sich nun in bester Werbenutten-Manier vor jedes Mikro drängelt, Kontakt zu Fans und Filmmusik-Leuten hält oder lediglich als "asset" vertraglich zu einem gewissen Mass an PR-Einsatz verpflichtet ist, kann wohl niemand endgültig sagen.

 

Und mit seltenen Ausnahmen (JNH im Interview mit mir über seinen MICHAEL CLAYTON-Score: "Nicht schlecht, aber die Oscar-Nominierung hab ich wirklich nicht nachvollziehen können") reden Komponisten selten davon, wie fad und abgezirkelt ihr neustes Werk ist...

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Ich finde ehrlich gesagt Hans Zimmers Interviews auch nicht so schlecht. Was er sagt, kann ich nachvollziehen. Beispielsweise finde ich den Entwicklungsprozess des Joker-1-Ton-Motivs sehr interessant, wenn auch moralisch etwas zweifelhaft, genauso, wie eben Heath Ledgers Darstellung. Auch die Gedanken hinter dem Bane-Thema erscheint mir schlüssig. Ich glaube tatsächlich, dass sich Zimmer doch recht viele Gedanken macht, wie er Motive und Themen anlegt.

 

Und was das Superhelden-Franchise angeht, so liegt wohl die Verpflichtung von Zimmer für Superman am Ehesten an Nolans Einfluss. Zumindest vermute ich das. Was Zimmer vielleicht an dem Thema Superhelden-Filme so interessiert, ist, wie in Kill Bill ausführlich besprochen, die Mythologie. Vielleicht auch die Psychologie. Für die Batman-Trilogie trifft das in jedem Fall zu, denke ich. Superhelden haben halt oft mit inneren Konflikten zu kämpfen (zumindest in den heutigen Filmen). Und aus seinen Interviews wage ich zu hören, dass dies für ihn ein sehr interessantes Thema ist...

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Über die musikalische Faktur sollte er sich aber auch mal Gedanken machen - konzeptionell sind einige seiner Scores (insbesondere für Nolan) ja ganz solide, teils besser als JNHs aktuelle Schlaftabletten, aber handwerklich/musikalisch ist das teilweise wirklich unter aller Kanone.

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HULK und seine SPIDER-MAN-Scores waren doch von nahezu erlesener Qualität, wenn man das mal mit aktuelleren Comicfilm-Arbeiten von Silvestri, Jackman oder Tyler vergleicht.

 

Wieder so eine eher wacklige Argumentation: Abgesehen davon, dass ich ganz persönlich Wegwerf-Bemerkungen wie "wenn man das mal mit aktuelleren Comicfilm-Arbeiten von Silvestri, Jackman oder Tyler vergleicht" sehr subjektiv und etwas billig finde - wenn man die genannten Arbeiten mit tollen Musiken ihrer Zeit vergleicht, ist da objektiv wenig wirklich "erlesen".

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Ich verstehe was Sebastian mit der Aussage meint, denn für mich klingen die aktuelleren Comicfilm-Arbeiten von Silvestri, Jackman oder Tyler ziemlich "billig" und "schwach".

 

Aber das ist wenig fair: Dass Filmmusik nicht mehr so klingt wie 1980,  1967 oder 1958, sagt nix über nix aus. Ich sage nicht, dass die aktuellen Superheldenfilmmusiken toll sind, sondern lediglich, dass sich im genannten Fall Elfmans Musiken mit den Musiken ihrer Zeit vergleichen lassen muss.

 

 

P.S.: Wer sich von Mainstream-Scores enttäuschen lässt, ist etwas ignorant und irgendwie echt selber schuld.

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Ich finde bei Elfman eigentlich eher die Batman-Scores erwähnenswert, wenn es um Superheldenmusik geht. Spiderman würde mir da jetzt nicht als erstes ins Gedächtnis kommen, auch wenn ich den Soundtrack nicht schlecht fand.

 

Aber ich denke auch, dass es eine andere Zeit ist. Elfman hat seiner Zeit viel Wert auf die Komposition gelegt. Zimmer ist eben tatsächlich eher Sounddesigner mit orchestralem Überbau. Ich arbeite selbst manchmal mit Zebra2 und muss schon sagen, dass das eine absolute Kunst für sich ist, da annehmbare Klänge zu erzeugen. Da braucht man so viel Hintergrundwissen und Erfahrung. Da kann ich wirklich nur ehrfürchtig aufblicken...

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Ich sage [...] lediglich, dass sich im genannten Fall Elfmans Musiken mit den Musiken ihrer Zeit vergleichen lassen muss.

 

Also mit den Comicfilm-Scores von 2002 bis 2004. So ein großer stilistischer Wandel hat da bis heute nicht stattgefunden. Von daher kann man Elfmans SPIDER-MAN-Scores oder seinen HULK durchaus mit den aktuellen Vertonungen vergleichen. Und da überzeugt bei Elfman - bei stilistisch sehr ähnlicher Herangehensweise - ein ausgefeilter thematisch-motivischer Überbau und eine filigrane Detailarbeit, die man so bei Silvestri, Tyler, Jackman, und eigentlich auch Zimmer (immerhin hat der hin und wieder originelle Konzepte) nicht findet.

 

Ich erinnere bspw. an die clevere Konzeption und hervorragende Verarbeitung des Doc-Ock-Motivs aus SPIDER-MAN 2.

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Da wir uns ja längst im Offtopic-Land verfahren haben - wenn Dir Elfmans spätere Superhelden-Soundtracks gut gefallen, ist Dir das absolut gegönnt. Aber wenn ich die genannten Soundtracks Ottmans X2, Giacchinos THE INCREDIBLES, Beltramis BLADE II oder HELLBOY gegenüberstelle, finde ich Elfman eher fad und kalkuliert.

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Da wirfst du jetzt aber ganz andere Scores in die Runde - ich dachte, es geht um Arbeiten wie AVENGERS, THOR 1 und 2, X-MEN ORIGINS und Co. Dass es dagegen HELLBOY oder THE INCREDIBLES mit Elfmans Superhelden-Scores der letzten Dekade aufnehmen können, ist klar.

 

Darüber hinaus lasse ich dich ja auch gut finden, was du willst. Mir ging es eher um eine objektivere Qualitätsbeurteilung, zu der ich ja auch die entsprechenden Argumente geliefert habe.

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Und da überzeugt bei Elfman - bei stilistisch sehr ähnlicher Herangehensweise - ein ausgefeilter thematisch-motivischer Überbau und eine filigrane Detailarbeit, die man so bei Silvestri, Tyler, Jackman, und eigentlich auch Zimmer (immerhin hat der hin und wieder originelle Konzepte) nicht findet.

 

 

Mit der filigranen Detailarbeit wäre ich wirklich vorsichtig. Ich denke, sie liegt tatsächlich nur anders gewichtet. Zimmer selbst sagt, dass er eigentlich den ganzen lieben langen Tag nichts anderes macht, als Sounds zu kreieren. Wer das Video noch nicht kennt:

http://www.youtube.com/watch?v=4rBMb2oijyo

schaut es euch mal an. und wenn ihr einen plugin-fähigen einfachen Sequenzer haben solltet, ladet euch einfach mal die Freeware Zebralette (abgespeckte Version von Zebra2) herunter und setzt euch da mal ran. Und versucht mal, etwas brauchbares hinzubekommen. Das ist echt kein Spaß. Da braucht es viel Energie und Erfahrung. Sonst passiert da gar nichts.

 

Ich denke, unter diesem Aspekt muss man tatsächlich die Remote-Control-Szene generell betrachten (zu der ja JNH inzwischen auch ein bisschen gehört). Die meisten von denen sind "kompositorische Diletanten", für das klassische Ohr. Aber man kann sie, meiner Ansicht nach, nicht danach bewerten. Ich denke, dass ihr Anspruch tatsächlich nicht das Erreichen einer thematischen Vielfalt a la Korngold oder Williams ist, sondern eben eher eine möglich große klangliche Vielfalt zu erzeugen.

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Da wirfst du jetzt aber ganz andere Scores in die Runde - ich dachte, es geht um Arbeiten wie AVENGERS, THOR 1 und 2, X-MEN ORIGINS und Co. Dass es dagegen HELLBOY oder THE INCREDIBLES mit Elfmans Superhelden-Scores der letzten Dekade aufnehmen können, ist klar.

 

Was ich ja geschrieben habe: Der Vergleich von angeblich oder tatsächlich tollen Scores von annodazumal mit vermeintlich miesen Arbeiten von heute ist eher unfair. Du würdest ja, sagen wir mal: Elfmans HULK auch nicht mit Williams' SUPERMAN vergleichen, oder?

 

Und natürlich gewinnen viele eher passabel-durchschnittliche Arbeiten von vor 10 oder 20 Jahren, wenn man sie mit dem meist laschen Orchester-Imitat und eher schmalen Inspirationsgrad aktueller Mainstream-Werke vergleicht - das hat aber eben nicht nur mit schlechteren/fauleren Komponisten zu tun, sondern auch mit den heute völlig anderen musikalischen Anforderungen durch Filmemacher und Publikum. DAS ist doch die spannende Diskussion, die wir hier nicht oder zu selten führen - dass und wie sich Sehgewohnheiten und Musik-Geschmack (und -wahrnehmung) verändert haben. Darüber kann man auch mal reden, ohne gleich den spitz gereckten Zeigefinger oder nostalgisches Wehklagen zu benutzen.

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Mit der filigranen Detailarbeit wäre ich wirklich vorsichtig. Ich denke, sie liegt tatsächlich nur anders gewichtet. Zimmer selbst sagt, dass er eigentlich den ganzen lieben langen Tag nichts anderes macht, als Sounds zu kreieren. Wer das Video noch nicht kennt:

http://www.youtube.com/watch?v=4rBMb2oijyo

schaut es euch mal an. und wenn ihr einen plugin-fähigen einfachen Sequenzer haben solltet, ladet euch einfach mal die Freeware Zebralette (abgespeckte Version von Zebra2) herunter und setzt euch da mal ran. Und versucht mal, etwas brauchbares hinzubekommen. Das ist echt kein Spaß. Da braucht es viel Energie und Erfahrung. Sonst passiert da gar nichts.

 

Ich denke, unter diesem Aspekt muss man tatsächlich die Remote-Control-Szene generell betrachten (zu der ja JNH inzwischen auch ein bisschen gehört). Die meisten von denen sind "kompositorische Diletanten", für das klassische Ohr. Aber man kann sie, meiner Ansicht nach, nicht danach bewerten. Ich denke, dass ihr Anspruch tatsächlich nicht das Erreichen einer thematischen Vielfalt a la Korngold oder Williams ist, sondern eben eher eine möglich große klangliche Vielfalt zu erzeugen.

 

 

Nur hat das mit Musik und Musikhandwerk nur noch punktuell wenig zu tun. Es wird aber als solche verkauft - ich finde es deshalb schwierig, die Abwesenheit musikalischer Kernqualitäten aus der Diskussion völlig rauszuhalten.

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Ich denke, dass ihr Anspruch tatsächlich nicht das Erreichen einer thematischen Vielfalt a la Korngold oder Williams ist, sondern eben eher eine möglich große klangliche Vielfalt zu erzeugen.

 

"Klangliche Vielfalt" sehe ich gerade bei Zimmers Musiken beim besten Willen nicht. Nahezu nirgends. Interessante Konzepte zuweilen, ja (INCEPTION, THE DARK KNIGHT), aber filigran gestaltete Klanglandschaften wirklich nicht.

 

Du würdest ja, sagen wir mal: Elfmans HULK auch nicht mit Williams' SUPERMAN vergleichen, oder?

 

Nein. Aber den HULK vergleiche ich mit AVENGERS und Tylers THOR, da sehe ich (wie gesagt) kein Problem drin.

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"Klangliche Vielfalt" sehe ich gerade bei Zimmers Musiken beim besten Willen nicht. Nahezu nirgends. Interessante Konzepte zuweilen, ja (INCEPTION, THE DARK KNIGHT), aber filigran gestaltete Klanglandschaften wirklich nicht.

 

TDKR mal konzentriert durchgehört?

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Definiere bitte "filigran"

 

Diversität von Klangfarben und Registern, Wechsel zwischen Dichte und Ausdünnung des Satzes, Vielfältigkeit instrumentaler Spieltechniken, usw.. Bei Zimmers BATMAN-Scores höre ich schlecht gemachte, enervierende Schichtungen künstlicher Sounds, die mir die Freude an interessanten Konzepten leider gleich wieder zunichte machen. Ich mag INCEPTION und THE DARK KNIGHT RISES im Konzept, "auf dem Papier" sozusagen, durchaus gerne - so lange ich sie nicht anhören muss.

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