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Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb Mike Rumpf:

Ich hätte diese Parallelen auch nie erkannt, für mich auch ein "Allerwelts-Minütchen", das es so vermutlich in x unterschiedlichen Filmmusiken irgendwie so ähnlich gibt. Ist wirklich nicht so entscheidend, was die Musik angeht. Habe momentan nicht so viel Zeit ins Kino zu gehen. Die Musik selbst ist mir dem ersten Eindruck nach etwas zu sehr ein Pastiche aus vielen anderen Williams-Kompositionen, bei der ich ständige irgendwelchen Assoziationen herjage, sei es Amistad, A.I., E.T. oder Close Encounters. Die Themen sind aber sehr schön. Muss dem Ganzen aber sicher noch etwas Zeit geben.

Ja, das stimmt. Da ist vieles verwurstet: A.I., WAR OF THE WORLDS, ANGELA‘S ASHES, WAR HORSE, E.T.,…. und natürlich etwas Desplat ;) 

Horner hätte man dafür früher gerügt - aber bei Williams ist es OK, dass eine recht uninspirierte Selbstkopie stattfindet? Nein, das gilt es auch hier zu rügen. 
ABER die meisten sind vermutlich froh, dass es von dem 94(!) jährigen Großmeister überhaupt noch was gibt - und ich gehöre dazu. 

Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb Mike Rumpf:

Ich hätte diese Parallelen auch nie erkannt, für mich auch ein "Allerwelts-Minütchen", das es so vermutlich in x unterschiedlichen Filmmusiken irgendwie so ähnlich gibt. 

Wobei das minimalistisch-statische eigentlich schon charakteristisch ist für viele Desplat-Tracks - eine Eigenart, die ich bekanntermaßen gar nicht mag, weshalb ich ja auch Desplat oft ablehnend gegenüber stehe. Man hätte z.B. aus ET APRÈS durchaus auch zwei oder drei andere Tracks nehmen können, in denen dieses "Allerwelts-Minütchen" kaum verändert ebenfalls vorkommt. Das ist also jetzt nicht nur auf diesen einen von mir oben genannten Track beschränkt, sondern kommt in dem Score wirklich öfters vor, genauso der Synthie-Bass. Wenn man also den Score gut kennt oder der einem sogar gefällt, dann dürfte einem die Übernahme natürlich schon auffallen. Keine Frage.
Ich hingegen kann bei ET APRÈS nur mit dem ganz netten Hauptthema im ersten und letzten Track ein bißchen was anfangen, der Rest liegt mir musikalisch nun mal nicht, aber das dürfte an sich klar sein.

Geschrieben

Echt, meint ihr wirklich ? Für heutige Verhältnisse wo mit temp tracks schon sehr häufig gearbeitet wird ist der Fall hier schon sehr klar und eindeutig. Da bestehen für mich keine Zweifel. Da wird einer der Monteure den Cue von Desplat eingesetzt haben und das wird gepasst haben.

Geschrieben

Die Cutterin erzählt in einem Interview, dass das temp tracken mit Spielberg sehr schwierig, aber sehr spassig ist. Und sie darf alles benutzen ausser anderer Musik von Williams.

  • Thanks 1
Geschrieben
Am 19.6.2026 um 10:05 schrieb TheRealNeo:

 

Ich mag die Score Snacks von Malte Hemmerich ganz gerne und finde es oft auch erhellend und interessant. Aber genau mit der Einschätzung stimme ich tatsächlich nicht wirklich überein.

Geschrieben
Am 26.6.2026 um 17:48 schrieb Lars Potreck:

Wenn eine Musik enen mittelalterlichen Touch hat, kann sie dann zetlos sein? Durch diesen bestimmten Touch wird sie doch gerade in einer bestimmten Zeitepoche verortet.

Ich finde tatsächlich schon, da sich das "zeitlos", meiner Interpretation nach, nicht auf die Klangfarbe oder typischen Instrument / Tonfolgen / Melodiestrukturen einer musikalischen Epoche oder Region  an der sich bedient wurde bezieht sondern ob das Musikstück an sich zeitlos ist, da es über Generationen hinweg Menschen beeindruckt und von vielen als hervorragend eingeschätzt wird.

  • Like 1
Geschrieben
vor 19 Minuten schrieb Nightwalker:

Ich finde tatsächlich schon, da sich das "zeitlos", meiner Interpretation nach, nicht auf die Klangfarbe oder typischen Instrument / Tonfolgen / Melodiestrukturen einer musikalischen Epoche oder Region  an der sich bedient wurde bezieht sondern ob das Musikstück an sich zeitlos ist, da es über Generationen hinweg Menschen beeindruckt und von vielen als hervorragend eingeschätzt wird.

Das Hauptthema ist sehr schön. Von der ersten Note an hört man Williams raus. Es ist zwar durchaus "ausladend", aber ich bekomme nicht den Eindruck, dass dies unnötig so ausladend ist. Das Thema ist eine absolut runde Sache. Es ist zurückhaltend und dennoch ausdruckstark ohne die Emotionen zu überstrapazieren. Auch was die Instrumentierung angeht. Da wird nicht auf Teufel komm raus die letzte Emotion aus den Noten gequetscht. "Ein "ikonischer Klassiker" ist es jetzt nicht meiner Meinung nach (was es ja auch nicht sein muss), aber wie Du schon sagst, als sehr gutes Thema bzw. ausgezeichnet Thema wird es vielleicht durchaus überdauern. Auch weil es vielleicht das letzte Thema für einen Spielfilm von ihm sein wird.

  • Like 1
Geschrieben

Ich hatte tatsächlich die Interpretation allgemein auf den Begriff "zeitlos" angewendet - nicht konkret auf die aktuelle Diskussion hier 😊 sorry, falls das zu einem Missverständnis führte

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Lars Potreck:

Das Hauptthema ist sehr schön. Von der ersten Note an hört man Williams raus. Es ist zwar durchaus "ausladend", aber ich bekomme nicht den Eindruck, dass dies unnötig so ausladend ist. Das Thema ist eine absolut runde Sache. Es ist zurückhaltend und dennoch ausdruckstark ohne die Emotionen zu überstrapazieren. Auch was die Instrumentierung angeht. Da wird nicht auf Teufel komm raus die letzte Emotion aus den Noten gequetscht. "Ein "ikonischer Klassiker" ist es jetzt nicht meiner Meinung nach (was es ja auch nicht sein muss), aber wie Du schon sagst, als sehr gutes Thema bzw. ausgezeichnet Thema wird es vielleicht durchaus überdauern. Auch weil es vielleicht das letzte Thema für einen Spielfilm von ihm sein wird.

Ich kann mich dem nur anschließen. Hast es auch schön formuliert :). Ein Klassiker wird dieses Stück vielleicht nie werden, aber es ist wunderschön und mehr als „nice to have“. Es berührt mich durchaus und macht mich ganz rührselig wenn ich darüber nachdenke, dass es vielleicht das letzte Werk dieses Genies ist. 

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb Lars Potreck:

Das Hauptthema ist sehr schön. Von der ersten Note an hört man Williams raus. Es ist zwar durchaus "ausladend", aber ich bekomme nicht den Eindruck, dass dies unnötig so ausladend ist. Das Thema ist eine absolut runde Sache. Es ist zurückhaltend und dennoch ausdruckstark ohne die Emotionen zu überstrapazieren. Auch was die Instrumentierung angeht. Da wird nicht auf Teufel komm raus die letzte Emotion aus den Noten gequetscht. "Ein "ikonischer Klassiker" ist es jetzt nicht meiner Meinung nach (was es ja auch nicht sein muss), aber wie Du schon sagst, als sehr gutes Thema bzw. ausgezeichnet Thema wird es vielleicht durchaus überdauern. Auch weil es vielleicht das letzte Thema für einen Spielfilm von ihm sein wird.

Welches Thema ist denn mit "Hauptthema" gemeint?

Der Film hat zwei zentrale Themen, das "Listen"- und das "Memory"-Thema, wobei keinem von beiden die Rolle eines echten Hauptthemas zukommt. (Weiterhin gibt es das "Empathy"-Thema, das "Believe"-Thema, ein sehr zurückhaltendes Thema für Daniel, sowie mehrere Motive wie die dunkle Blechbläser-Figur für Noah Scanlon oder das Minimal-Music-Streichermotiv...)

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Sebastian Schwittay:

Welches Thema ist denn mit "Hauptthema" gemeint?

Der Film hat zwei zentrale Themen, das "Listen"- und das "Memory"-Thema, wobei keinem von beiden die Rolle eines echten Hauptthemas zukommt. (Weiterhin gibt es das "Empathy"-Thema, das "Believe"-Thema, ein sehr zurückhaltendes Thema für Daniel, sowie mehrere Motive wie die dunkle Blechbläser-Figur für Noah Scanlon oder das Minimal-Music-Streichermotiv...)

Ich meine damit das „Listen“ Thema. Es kommt (zumindest im Film) noch am öftesten vor - wird, wenn ich es richtig begriffen habe, mit den Aliens assoziiert 

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Mistermaffay:

Ich meine damit das „Listen“ Thema. Es kommt (zumindest im Film) noch am öftesten vor - wird, wenn ich es richtig begriffen habe, mit den Aliens assoziiert 

Es wird dreimal kurz angespielt, wenn im Film die Tiere auftauchen (Kardinal, Hirsche, Fuchs) + die Konzertfassung in den End Credits.

Das "Memory"-Thema kommt allerdings genauso oft vor, und ist als Thema für Emily Blunts Figur auch viel prägender für die emotionalen Momente des Films. 

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