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Ich höre gerade folgendes Album...(Teil 2)
nordfriesede antwortete auf Marcus Stöhrs Thema in Filmmusik Diskussion
Eigentlich traurig das John Scotts eigenes JOS Records Label keine weiteren Veröffentlichungen herausgebracht hat. Bobbengan spricht von 10 bis 15 vorproduzierten Scores, die ohne weiteres veröffentlicht werden könnten. Bei youtube hat er diese in Suiten zusammengestellt und es gibt einige schöne Sachen zu entdecken. Auch für Stummfilme hat John Scott einiges komponiert und eingespielt. Bobbengan hat auch eine wunderschöne Suite von Christopher Gunnings Firelight - Suite für Violine und Orchester zusammengestellt. Einfach nur schöner Wohlklang: -
Ich höre gerade folgendes Album...(Teil 2)
Osthunter antwortete auf Marcus Stöhrs Thema in Filmmusik Diskussion
Über John Scotts Werke, die mich oft an Symphonie-Werke erinnern, wird leider kaum gesprochen. Für mich einer der am stärksten unterschätzten Komponisten überhaupt. Hier mal ein Ausschnitt aus 'Cousteau: Parc Oceanic': - Heute
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Mistermaffay folgt jetzt dem Inhalt: Caldera: KRAMER VS. KRAMER (David Shire)
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Caldera: KRAMER VS. KRAMER (David Shire)
Mistermaffay antwortete auf Caldera Recordss Thema in Scores & Veröffentlichungen
Mehr David Shire ist immer gut -
Caldera: KRAMER VS. KRAMER (David Shire)
Caldera Records erstellte ein Thema in Scores & Veröffentlichungen
Caldera Records proudly presents David Shire’s unused score for the 1970s classic “Kramer vs. Kramer.” The late 1970s were hectic for David Shire professionally and stressful in his personal life. He and his wife, Talia Shire, separated, and it was while going through divorce proceedings that he was asked by producer Stanley Jaffe to write the original music for “Kramer vs. Kramer,” a film that deals in excruciating detail with the pain and horror of a relationship coming to an end and a son getting lost in the ensuing divorce battle. Yet the composer was apprehensive, as he says: “I told the producer that I thought the picture was great and obviously moved me. But I thought that a score would actually harm the film by pushing the drama over the top. I told him I would try anyway.” Shire developed a score for strings, woodwinds, and brass. He carefully spotted the film: there would be long stretches without music. Silence was meant to convey the characters’ isolation. Still, during test screenings, audiences and the producer found that the music pushed the film over the edge. Jaffe removed piece after piece. David Shire’s instinct had been correct. His score was not used. One year before his experience on “Kramer vs. Kramer,” Shire had been nominated for a Primetime Emmy for his musical contribution to the celebrated television film “The Defection of Simas Kudirka.” It is one of his proudest achievements, and for good reason: he developed an outstanding theme for the titular young man that elaborately captures his charm (sometimes bordering on naivety), and which Shire weaves in and out of the score. There are shades of that melody even in the more tense, dissonant suspense pieces that underscore the threat posed by the KGB. Five years later, in 1982, Shire was hired to provide the score for “The World According to Garp,” an adaptation of John Irving’s bestselling quasi-Bildungsroman. It was one of the first prominent big screen roles for Robin Williams and his first dramatic role, one that required him to show his full emotional range. It is difficult for any composer to find just the right tonal balance for a film that veers between satire, romance, tragedy and broad comedy, with dream sequences interspersed throughout. David Shire managed to find the balance, though: his music being a complex, intricate composition that plays with the conventions of both diegetic and non-diegetic soundtracks throughout. We are grateful to Warner Bros. for allowing us to release over 20 minutes of the latter score. The 70th CD-release of Caldera Records features a detailed booklet text by Stephan Eicke and elegant artwork by Luis Miguel Rojas. The CD was mastered by Richard Moore and produced by Stephan Eicke and David Shire. C6070 Music Composed and Conducted by David Shire Album Produced by Stephan Eicke, David Shire Executive Producers for Caldera Records: John Elborg, Stephan Eicke Album Art Direction and Design by Luis Miguel Rojas Kramer vs. Kramer 1. Main Title (Version II) (1:27) 2. Alternate Main Title (1:29) 3. Do-nut Breakfast (1:37) 4. Ted Clears Apartment (0:57) 5. Ted & Billy / Finding Joanna’s Picture / Finding Joanna’s Picture (2:36) 6. Run to Hospital / End of Juice Spill Scene / Phone Ringing / Mommy in Window (1:39) 7. Job Montage (0:47) 8. Billy Runs to Joanna / At Ted’s Door / Ted Angry (2:32) 9. End Title (1:39) 10. Alternate End Title (1:42) The Defection of Simas Kudirka 11. Main Title (0:53) 12. Flashback & Soccer Game (1:37) 13. “Is This True?” (1:25) 14. “First Approach” (2:11) 15. Radio Room (0:54) 16. “Jump to Freedom” (1:57) 17. “You Must Go Back” (1:12) 18. “No!” (1:47) 19. In the Cell (3:22) 20. “On Your Soccer Team” (0:40) 21. “Simas, Come Home” (2:23) 22. Reunion (1:08) 23. Finale and End Credits (2:23) The World According to Garp 24. Main Title (2:16) 25. Roof Sequence / “And Then He Died” (2:59) 26. Chase Chaser (1:25) 27. Story Montage (3:08) 28. Swordfight (1:40) 29. Western Source (1:17) 30. Baby Presentation (1:16) 31. Assassination / Car Scene (2:14) 32. “I’m Flying” / End Credits (3:10) Bonus: 33. Piano Demo for Garp (2:59) For more information and sound clips, please visit: https://www.caldera-records.com/kramer-vs-kramer - Gestern
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Veröffentlichung Intrada: JAWS - John Williams (2CD & 3CD)
Mistermaffay antwortete auf Stempels Thema in Scores & Veröffentlichungen
Ich habe nun die klangliche Qualität der 2015er Intrada mit der neuen Version vergleichen: Die 2015er Veröffentlichung klingt besser. Man hat hier (mit demselben Ausgangsmaterial) mal wieder verschlimmbessert und gefettfingert. Traurig! Aber nun kann sich zumindest jeder diesen historisch relevanten Score zu vernünftigen Preisen einkaufen.- 51 Antworten
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- veröffentlichung
- intrada
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PROJECT HAIL MARY - Daniel Pemberton
Scorist antwortete auf TheRealNeos Thema in Scores & Veröffentlichungen
Als großer Fan der Vorlage, war ich von dem Film auch mehr als begeistert. Vor allem im IMAX ein großartiges Erlebnis. Immer wieder schön, wenn eine Romanverfilmung dem Buch in nichts nachsteht. Die Deluxe-Vinyl musste ich direkt vorbestellen, als ich die Ankündigung gesehen habe. Pemberton gehört schon die letzten zehn Jahre zu den Top 10 meiner meistgehörten Komponisten. "1998. The New Mac." aus dem Steve Jobs Film hatte ich damals ewig als Klingelton. Bei ihm weiß man nie, was einen erwartet. Freue mich immer wieder, wenn es was neues von ihm gibt. -
Ich höre gerade folgendes Album...(Teil 2)
Lars Potreck antwortete auf Marcus Stöhrs Thema in Filmmusik Diskussion
Aktuell höre ich Steve Jablonskys Musik aus dem Film The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning. Da die Unrated Version bei uns ja kürzlich komplett auf Deutsch auf Blu-ray erschienen ist, habe ich mir den Film gestern Abend angeschaut. Hatte bisher nur die geschnittene R-Rated Fassung auf DVD. Ein sehr brutaler, eklig verstörender Film, der super atmosphärisch und unterhaltsam ist. Dazu trägt auch Steve Jablonskys überwiegend orchestraler Score im RCP Stil bei. Wobei auch Elektronik und Sound Design vorkommen. Die Musik ist agressiv, brutal und verstörend (manche würden sagen verstörend schlecht 🤣). Gruselig ist sie nicht und originell schon gar nicht. Sie ist aber sehr effektiv und atmosphärisch, wenn auch auf kompositorisch stumpfe Weise. Jablosnky hat sogar ein prägnantes Motiv komponiert, das gleichzeitig melancholisch wie bedrohlich wirkt. Auch der "Quietsch Sound" ist äußerst effektiv eingesetzt. In der Actionmusik dominiert ein prägnanter Percussion Rhythmus. Ich würde sagen, die Musik ist eher ein Action Slasher Score, wie es der Film ja auch ist. Insgesamt ein absolut cooler Film, auch Dank des Scores. -
Trekfan folgt jetzt dem Inhalt: Quartet Records: THE IPCRESS FILE (Re-Recording) (John Barry)
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Ich kenne den Film, die Musik und das alte Album sehr gut. Notwendig war diese Aufnahme sicher nicht. Aber wie Jose von Quartet die Tage geschrieben hat "There’s no secret to it—we simply invest our own money, knowing that we probably won’t get it all back." Es ist ihr Geld und sie gehen damit ins Risiko und sie spielen neu ein, was sie sich wünschen. Aber seien wir ehrlich, bei Kickstartern ist es nicht viel anders. Die Auswahl der Scores hat auch dort viel mit den Präferenzen der Macher zu tun. Oder wie viele hätten sich tatsächlich für den Skinner oder aktuell den Schumann entschieden? Hier waren es jetzt 25 Musiker für einen recht überschaubaren Score. Wenn ich die Möglichkeit hätte, eine Aufnahme zu finanzieren, würde ich einen ähnlichen Score wählen. Schätzungsweise auch an die 25 Musiker und an die 25 Minuten Musik. Jerry Fieldings wunderbare Musik zu Noon Wine für Sam Peckinpah. Für mich eine große diskographische Lücke, die Originalaufnahmen sicher verloren.
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Alhambra: A.F. Lavagnino´s BEATRICE CENCI
Stefan Schlegel antwortete auf Stefan Schlegels Thema in Scores & Veröffentlichungen
Ich weiß natürlich nicht, welche Fassung des Films Du vor längerer Zeit gesehen hast. Es kursierten in Deutschland ja früher auf Video und sogar auf DVD unterschiedliche und zum Teil stark gekürzte Fassungen (die FSK 16-Version), wobei das gerade auch die Folterszenen betraf. Siehe hier den Vergleich bei Schnittberichte: https://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=1550019 -
Alhambra: A.F. Lavagnino´s BEATRICE CENCI
Angus Gunn antwortete auf Stefan Schlegels Thema in Scores & Veröffentlichungen
Danke für die Einschätzung. Ich urteile nicht, ich vermute bloß. Den Film habe ich vor längerer Zeit mal gesehen, und da ist wenig hängengeblieben von der musikalischen Untermalung. Na, vielleicht versuche ich es doch noch mit dem Album. -
Alhambra: A.F. Lavagnino´s BEATRICE CENCI
scorefun antwortete auf Stefan Schlegels Thema in Scores & Veröffentlichungen
Ich sehe das genauso wie Stefan- die reine Suspense hält sich sehr in Grenzen - das Album läuft relativ flüssig durch -
https://www.discogs.com/master/1164574-Deak-Ferance-Roger-Conrad-Omaggio-A-Joe-DAmato-E-Marcello-Giombini Es gab Zwei Auflagen. Eine in Rot und eine in Gelb.
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Alhambra: A.F. Lavagnino´s BEATRICE CENCI
Stefan Schlegel antwortete auf Stefan Schlegels Thema in Scores & Veröffentlichungen
Kennst Du denn den Film in der deutschen Fassung (DIE NACKTE UND DER KARDINAL) oder urteilst Du mehr aus dem Bauch raus? Die düstere Spannungsmusik erklingt hauptsächlich in der langen Mordszene, auf der CD ist das zusammengefaßt in Track 8. Die Folterszenen (Track 9, 10, 11) sind hingegen durchweg melodisch und finde ich persönlich musikalisch sehr berührend. Hier hätte man in der Tat auch eine ganz andere Art von Musik erwarten können. Für meinen Geschmack ist daher insgesamt gesehen doch weitaus mehr Elegisches denn Spannungsmusik im Score drin - sonst hätte ich die CD wohl nicht produziert. Ich finde, daß es über die funktionale Routine einiger zur gleichen Zeit entstandenen Italo-Western-Musiken von Lavagnino schon ziemlich hinausgeht. -
Angus Gunn folgt jetzt dem Inhalt: Quartet Records: THE IPCRESS FILE (Re-Recording) (John Barry) und Alhambra: A.F. Lavagnino´s BEATRICE CENCI
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Alhambra: A.F. Lavagnino´s BEATRICE CENCI
Angus Gunn antwortete auf Stefan Schlegels Thema in Scores & Veröffentlichungen
Ich bin da weniger euphorisch. Sicher, das Cenci-Thema ist hübsch anzuhören, aber ich erwarte auch eine Menge düsterer Suspense-Klänge, die ohne Filmzusammenhang wenig ergiebig sind. Die Beispiele klingen für mich eher nach einer mäßigen Routine-Arbeit von Lavagnino. Nur eine Vermutung, aber ich lasse mich da gerne eines besseren belehren. -
Caldera: THE MIRROR CRACK'D (John Cameron)
Angus Gunn antwortete auf Caldera Recordss Thema in Scores & Veröffentlichungen
Bei Screenarchives habe ich doch noch ein Exemplar erwischt. Finde ich überraschend, dass dieser Titel so gut läuft. Diese starbesetzten, britischen Christie-Verfilmungen genießen scheinbar nach wie vor hohes Ansehen.- 5 Antworten
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- agatha christie
- angela lansbury
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(und 5 weitere)
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Danke für die Infos. Hört sich nach einem passionierten Fan-Projekt an, und sowas finde ich erstmal sehr begrüßenswert. Von der Existenz dieser Vinyl-Scheibe wußte ich bisher garnichts.
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Das Album läuft bei mir jetzt schon einige Durchgänge. Ein sehr sehr cooler Actionscore, aber stellenweise auch ein einziger Flickenteppich. Man hört raus, dass Rabin ein durchgängiges musikalisches Konzept hatte, dieses durch die weiteren Komponisten aber leicht "aufgeweicht" wurde. Die Musik ist ein lauter "energiegeladener Elektro-Rockmusik-Orchestermix mit vielen Gitarren- und Electric Cello Passagen von Martin Tillman. Die Hip Hop Beats von Dr. Dre für die Mike/Marcus Szenen sind nicht auf dem Album. Trotz der vielen Köche ist das Endresultat recht einheitlich geworden. Ich habe letztens nochmal den Film gesehen und der Score kommt da schon richtig geil. Die Action, so wie Michael Bay sie inszenierte, rockt mit der Musik gewaltig. Man wollte diesmal kein prägnant thematischen Score. Für Mike/Marcus wollte man einen prägnanten Hip Hop Beat und ließ Mark Mancinas Original Thema sowie sein Thema für Teil 2 daher außen vor. Nur in 2 Stücken hat Rabin das Thema für Teil 2 leicht eingearbeitet. Rabin selbst hat dafür mehrere prägnante Motive geschrieben, wobei das eingängigste das für den Bösewicht Tapia ist. Mir gefällt sein Gitarren Motiv sehr, da es gleichzeitig gefährlich wie melancholisch klingt. Eine sehr prägnante Gitarren Melodie. Rabin hat noch ein zweites prägnantes Motiv, ja fast Thema, für die Bad Boys geschrieben, welches heroisch melancholisch anmutet. Die Actionmusik enthält oft vereinzelte Motive für das Cello, die E-Gitarre und die Drums gespielt von Rabins Stammschlagzeuger Lou Molino. Als ich damals den Film im Kino schaute war ich vom Score eher enttäuscht, weil ich auf prägnante eingängie Themen gehofft habe, wie von Rabin gewohnt und wie in Teil 1 geliefert. Im Laufe der Jahre ist der Score bei mir aber stark gewachsen. Das fängt schon mit Paul LInfords Opening Track an. Super eingängies Motiv, welches den Anfnag des Films ausgezeichnet untermalt. Das rockt einfach. Ein weiteres prägnantes Stück ist Steve Jablonskys Musik für die Causeway Verfolgungsjagd, im Film wie auch auf dem Album. Eins meiner Lieblings Suspense Stücke ist Tapia and Syd Ocean. Ich mag den Anfang mit Elektronik und wie dann die Gitarre und das Cello hinzukommen und das Motiv des Bösewichts spielen sehr. Ebenfalls sehr prägnant. Und hier Rabins Thema für die Bad Boys. Einfach, aber prägnant. Ein weiterer Titel, der mir sehr gefällt ist Syd's Cover Is Blown. Ich mag den Suspens Aufbau zu Anfang und wie dann langsam in die "energiegeladene" Action übergegangen wird. In der Szene kommt die Musik richtig gut. Ein für mich zentrales Stück des Scores ist der Titel Tapia Has Syd, welches auch gleichzeitig den "Flickenteppich" aufzeigt. Die Musik ändert in dem Stück mehrmals die Richtung und auch wenn dies nicht meine bevorzugte Version ist, klingt sie doch sehr cool und ist im Film super effektiv. Ich hätte für die Szene tatsächlich Version 2 genommen. Das Stück ist von Rabin durchkomponiert und verwendet ausführlich sein Bad Boys Motiv/Thema. Das Stück ist einfach die rundere Sache für mich. Ein klassischer Rabin Track. Das Actionbrett des Scores ist Tapia Attack. Laut, wild und energiegeladen. Untermalt die fantastische Actionszene ausgezeichnet. Auch hier gefällt mir wieder der langsame Aufbau. Zuerst Suspense, die sich immer weiter steigert bis die Action dann explodiert. Da hat Rabin ganze Arbeit geleistet. Die Verfolgunsjagd zwischen Hummer und Jeep hat dann auch nochmal eine coole prägnante motivische Actionmusik bekommen. Hier kommt dann Rabins The One durch. Der Rock Part ist 1:1 daraus. Am Ende gibt es dann nochmal ein klassisches Rabin Motiv/Thema. Toller Track. Ich bin sehr glücklich, dass der Score endlich eine offzielle Veröffentlichung erhalten hat. Er ist komplett anders als Teil und dennoch finde ich ihn perfekt für den Film. Passt einfach zu Michael Bays wilder abgedrehter Inszenierung. Wobei ich auch verstehen kann, wenn man mit dem Musikstil nichts anfangen kann, ja ihn sogar schrecklich findet. Der Klang des Albums ist ausgezeichnet. Klar und detailliert und die Actionmusik hat ordentlich Druck. Da geht nix unter im "Musikmatsch". Auch die Alternates sind hörenswert. Wer den Score im Film mochte, wird denke ich auch das Album mögen.
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Jonny Greenwood - ONE BATTLE AFTER ANOTHER
Sebastian Schwittay antwortete auf Sebastian Schwittays Thema in Scores & Veröffentlichungen
Dann nehmen wir wohl vor allem den Film sehr unterschiedlich wahr. Ich finde ihn meisterhaft und so emotional mitreißend wie lange keinen Hollywood-Film mehr. Bei "Unsympathen" würde ich auch nicht mitgehen, die Protagonisten sind eher vom Leben gezeichnete Verlierer. Selbst die Sean-Penn-Figur tut mir leid, da sie ja im Grunde auch nur auf der Suche nach einer (Ersatz-)Familie ist. Wunderbarer Film, meiner Meinung nach zurecht mit Oscars überschüttet. Seit dem Oscar-Siegeszug schlägt ihm aber auch sehr viel Ablehnung entgegen, wahrscheinlich weil ihn jetzt auch viele Menschen sehen, die ihn sonst eher nicht angeschaut hätten. In seiner Zielgruppe - bei einem cineastisch orientierten Publikum - war er ja im Spätsommer und Herbst unglaublich erfolgreich und bekam fast nur Lob. -
Mein Track der Woche:
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Ich habe mir die CD nun geholt. Ich mag den Score sehr. Cooler "stumpfer" Orchester/Elektro Beats Actionscore. Der Klang ist fantastisch. Klar und detailliert. Fairerweise muss man sagen, dass der Score eher davon lebt, wenn man ihn am Stück hört. Einzelne "Anspieltips" gibt es außer My Name is Lincoln nicht wirklich. Was aber auch nicht schlimm ist. Das Hauptthema wird auch erst in dem Track voll ausgespielt, ansonsten immmer nur durch Streicher, Vocals oder Klavier angedeutet, was aber dramaturgisch auch Sinn macht. Die Actionmusik hat ein paar wirklich coole Elektro/Perussion Rhythmen zu bieten. Man muss diesen Scorestil schon mögen. Jablonsky knüpft musikalisch da an, wo mit Bad Boys II begonnen wurde. Nur ist The Island thematisch/motivisch dann doch etwas prägnanter ausgefallen. Für mich lohnt sich die erweiterte Fassung sehr, aber das reguläre Album präsentiert den Score auch völlig ausreichend. Wenn man den Score aber mag, kann man hier durchaus zugreifen, schon allein wegen des Klangs.
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community Eure Errungenschaften (Filmmusik)
Lars Potreck antwortete auf Alexander Grodzinskis Thema in Filmmusik Diskussion
Urban Legends: Final Cut - John Ottman Frankenstein - Alexander Desplat Set It Off - Christopher Young Diplomatic Situation - Liu Ye Telefon/Hide In Plain Sight - Lalo Schifrin/Leonard Rosenman The Suspect - Michael Kamen The Island (Expanded) - Steve Jablonsky Bad Boys (30th Anniversary Expanded) - Mark Mancina Bad Boys II - Trevor Rabin Tinker Bell - Joel McNeely -
Jonny Greenwood - ONE BATTLE AFTER ANOTHER
Lars Potreck antwortete auf Sebastian Schwittays Thema in Scores & Veröffentlichungen
Das ist für mich das "Problem" der Musik im Film. Ich stimme Dir definitiv zu, dass diese Musik dem Film eine zusätzliche Komponente gibt, die ihm nicht dient. Man hätte sie auch weglassen können und ich wäre vom Film als Zuschauer genauso "ergriffen". Die Emotionalität der Vater Tocher Beziehung kam weder filmisch noch musikalisch bei mir an. Die Figuren waren mir alle völlig egal, auch weil sie überwiegend mit einer "Fick Dich Fresse" durch den Film gelaufen sind. Das der Flm ein Familienfilm sein will, kommt zwar durch, nur versagt er auf emotionaler Ebene für mich vollkommen. Und die Musik hilft da auch nicht aus. Für mich ist gute Filmmusik, die dem Film eine zusätzlich emotionale Dimension gibt und ihm dadurch dient und somit beim Zuschauer etwas erreicht wird, was ohne die Musik nicht gelänge. Auch die Ocean Waves Szene ist so ein Fall. Ich verstehe durchaus, was die Musik zu Ausdruck bringen soll und DiCaprio versucht das auch schauspielerisch rüberzubringen, nur ist das bei mir als Zuschauer emotional schlicht nicht angekommen. DiCaprio wirkt da leider eher unfreiwillig komisch und die Musik völlig entkoppelt von der Szene. Und nicht nur in dieser Szene. Bei der Musik habe ich ständig gedacht...coole interessante Musik, gefällt mir. Nur hat sie mir als Zuschauer in Bezug auf das Gezeigte einfach nichts gegeben. Auch hier hätte man die Musik weglassen können und die Szene wäre emotional genauso bei mir angekommen wie mit Musik. Es gibt ja durchaus Stücke, die für mich in den Szenen tatsächlich funktionieren. Dazu gehören die ersten 5 Stücke auf dem Album. Der ganze Beginn des Films bis zur Geburt Willas hat für mich musikalisch funktioniert, nur halt von den Figuren her nicht. Meine Güte, der Film hatte aber auch nur Unsympathen zu bieten. Da hat es Musik natürlich sehr schwer, beim Zuschauer positive Emotionen für diese Figuren zu erzeugen. Greenwood hat es versucht und zum Glück ohne musikalisch zu überziehen, aber wenn das Drehbuch die Figuren im Stich lässt, kann auch Musik nicht mehr viel retten. Zimmer hat es in Interstellar mit der Holzhammermethode versucht, und das ging für mich noch mehr in die Hose, weil hier selbst die Musik mich nicht angesprochen hat. Da mit dem Jon Brion Stück ist sehr interessant. Wie gesagt, die Szene gefiel mir insgesamt sehr gut, nur verpufft die Wirkung am Ende für mich, weil der emotionale Aspekt der Vater Tochter Beziehung filmisch über die ganze Lauflänge für mich nicht vorhanden war. Es wirkt wie ein heile Welt Ende hinten rangeklatscht. Zu keinem Zeitpunkt des Films kam in mir der Wunsch auf, dass er seine Tochter finden soll und am Ende alles gut wird. Es war mir einfach egal. Und das ist für einen Film, der auch ein Familienfilm sein will, absolut fatal. Das alles ändert aber nichts daran, dass mir der Score ansich sehr gut gefällt, auch in Albumform. Selbst die Songs waren gut gewählt. -
Jonny Greenwood - ONE BATTLE AFTER ANOTHER
Sebastian Schwittay antwortete auf Sebastian Schwittays Thema in Scores & Veröffentlichungen
Ich finde dieses Pochen auf die Funktionalität zwar befremdlich (weißt du ja), aber die lange Flucht-Sequenz in Baktan Cross wird vom treibenden Greenwood-Stück ("Ocean Waves" in der Langfassung) doch unglaublich aufgepeitscht; das Stück vermittelt die Paranoia und gehetzte Panik der DiCaprio-Figur perfekt, und ist damit auch weitgehend "funktional" deutbar. Auch der "Sisters of the Brave Beaver"-Track beim DNA-Test: das ist oktatonische Spannungsmusik, und damit durchaus funktional, siehe die lange Tradition oktatonischer Action- und Suspense-Filmmusik im jüngeren Hollywood-Kino (PREDATOR, THE RELIC, STARSHIP TROOPERS...). Aber wie gesagt: statt von "Funktionalität" würde ich eher von "Dimensionierung" sprechen. Das macht gute Filmmusik aus: sie gibt dem Film eine zusätzliche, ästhetische und/oder emotionale Dimension, die dem Film nicht dient, sondern ihm etwas hinzufügt, was er ohne die Musik nicht hätte. Ästhetisch: der Greenwood-Sound ist unglaublich charakteristisch und distinkt, vor allem durch die modalen Harmonien, die Art und Weise, wie Greenwood einzelne Dur-Akkorde setzt, oder die prägnante kammermusikalische Instrumentierung. Greenwood verleiht dem Film - wie allen Anderson-Filmen - einen wiedererkennbaren auditiven Stil. Emotional: die drängende Schmerzlichkeit, die den Kern des Scores - das "Baby Charlene"-Thema - ausmacht. Das ist das Thema für die väterliche Liebe zur Tochter und vertont fast alle wichtigen emotionalen Szenen des Films. Was wäre die ganze Jagd am Ende ohne das Baby-Charlene-Thema? Alles Emotionale im Film kreist um diese thematische Idee, die sich verzweifelt durch Moll-Akkorde wühlt, und dabei immer wieder kurz (!) einen warmen Dur-Akkord erreicht, so als ob DiCaprio seine Tochter für einen flüchtigen Moment zu fassen bekäme (Track 4: 0:23, 0:50, 1:16, usw.). Das ist so unfassbar traurig und emotional, dass es mir selbst nach der vierten Sichtung immer wieder die Tränen in die Augen treibt, wenn das Thema im Mittelpunkt steht. Der Film ist schließlich auch ein Familienfilm - das scheinen viele misszuverstehen. Die politische Dimension ist nur der Background, vor dem die Geschichte spielt, und entsprechend "satirisch" vertont Greenwood die (post-)revolutionären Wirren. Heißt: die atonalen Klavierpassagen, die Spielereien, die zahlreichen musikalischen Irritationsmomente als Ausdruck des Chaos, in dem sich die Vater-Tochter-Beziehung bewähren muss. Das hat schon Konzept, und ist nicht nur um seiner selbst Willen "ungewöhnlich". Das Stück ist nicht von Greenwood, sondern von Jon Brion ("Global Bully", ein Library Track, den Brion von einem früheren Filmmusikprojekt übrig hatte und nie verwendet hat). Tatsächlich frage ich mich, wieso Anderson nicht einfach bei Greenwood ein Stück in diesem Gestus in Auftrag gegeben hat. Stilistisch fällt das Brion-Stück aus dem Rahmen, es bricht mit dem Greenwood-Sound. Aber macht ja auch irgendwie Sinn nach der Aussöhnung und der emotionalen Rekonstruktion der Familie.