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Soundtrack Board

Sebastian Schwittay

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Alle Inhalte von Sebastian Schwittay

  1. Nun, Clouser ist ja auch eher Industrial-Musiker, weiß nicht, ob der in avantgardistischen Kompositionstechniken so firm ist bzw. das nötige Fingerspitzengefühl dafür mitbringt. Immerhin verlangt sowas ja nach der Fähigkeit, entsprechende Partituren anzufertigen, in denen die ganzen unorthodoxen Spieltechniken exakt notiert sind: (Aus Jonny Greenwoods THERE WILL BE BLOOD)
  2. Und Souchaks letzter Screenshot ist aus AIR FORCE ONE - mit Paul Guilfoyle ganz vorne.
  3. Erschien immerhin bei FSM, wenn ich mich nicht täusche - somit dürften ihn schon einige kennen, die Kendalls Neuerscheinungen regelmäßig kaufen. Ich selbst kenne ihn nicht.
  4. Krabat - Annette Focks_________________________________________13 (-) Twilight - Carter Burwell_________________________________________10 Masters of the Universe - Bill Conti________________________________12 The Yakuza - Dave Grusin________________________________________7 An American Tail - James Horner__________________________________10 Islands in the Stream - Jerry Goldsmith_____________________________13 (+) Star Wars Episode II: Attack of the Clones - John Williams_____________15 S.W.A.T. - Elliot Goldenthal_____________________________________15 (+) Zu ISLANDS IN THE STREAM hat Jonas alles Wichtige gesagt. Ein brillanter, impressionistischer Score, der mit der Untermalung der Hai-Attacke auch einen der wirkungsvollsten Actiontracks in Goldsmiths gesamtem Schaffen bereit hält.
  5. Großartig, genau mein Interessensgebiet! Bin mal gespannt, was da zur Avantgarde in der Horrorfilm-Musik gesagt wird, und ob auch manche Komponisten, die sich in diesem Bereich verdient gemacht haben, Gegenstand von Untersuchungen sein werden (Goldsmith mit MEPHISTO WALTZ oder ALIEN, Corigliano mit ALTERED STATES, etc.). Wird im Auge behalten!
  6. Gerade den Film gesehen - herrlich, absolut herrlich, eine groteske, fast barocke Horrorshow mit liebevoll gestalteten Geister- und Dämonen-Figuren, von verschleierten Gespenster-Frauen bishin zu roten Teufelchen, die zu 50er-Jahre-Rock'n'Roll kleine, grinsende Püppchen bemalen, ist alles dabei. Habe mich seit Raimis DRAG ME TO HELL nicht mehr so amüsiert bei einem Horrorfilm, für Genre-Freunde (und Freunde des bunt-grotesken "Geisterbahn-Horrors") ein echtes Fest! Die Musik von Joseph Bishara empfand ich als extrem erfrischend: fast durchgehend atonal, nur für Streicher und präpariertes Klavier (geschlagene/gerissene/gezupfte Klaviersaiten). Erinnerte nicht nur an Penderecki, sondern durchaus auch an John Zorn, John Cage und George Crumb ("Black Angels"). [ame=http://www.youtube.com/watch?v=k3QnJsKMZxE&feature=related]‪Crumb - Black Angels, I Departure [w/ score]‬‏ - YouTube[/ame] Wenn der Score erscheint, wird er sofort gekauft.
  7. Aber gab es das nicht gerade auch schon bei Schubert? Die Idee einer "unendlichen Melodie" stammt ja eher aus Schuberts Dunstkreis - ich denke da an die Umsetzungen dieses Gedankens in seiner Unvollendeten, aber auch in nicht-sinfonsichen Werken wie dem Streichquintett C-Dur (2. Satz). Hält diese These einer intersubjektiven Überprüfung stand? Ich glaube, das nimmt jeder irgendwie anders war. Epik und größte innere Spannung ohne übertriebenes Tam-Tam erzeugt in meinen Ohren auch schon Schubert. Ist das tatsächlich Bruckners Verdienst? Ich weiß es gerade selbst nicht genau... Das mit der auf Registern basierenden Instrumentierung stimmt so natürlich absolut, ebenso die häufige Verwendung eher barocker Satztechniken. Wenn ich mich aber mit grundlegenden Formfragen der Sinfonie beschäftige, komme ich dennoch zu dem Schluss, dass das meiste von dem, was ihr Bruckner zuschreibt, schon bei Schubert angelegt (und entwickelt) ist.
  8. Krabat - Annette Focks__________________________________________15 (-) Masters of the Universe - Bill Conti_________________________________11 Les Rivières Pourpres - Bruno Coulais______________________________18 S.W.A.T. - Elliot Goldenthal______________________________________17 (+) The Matrix - Don Davis___________________________________________10 (+) Largo Winch - Alexandre Desplat___________________________________4 The 'Burbs - Jerry Goldsmith______________________________________16 Arthur et les Minimoys - Eric Serra _________________________________18 Gerade der erste MATRIX-Score besticht noch mit einer kompromisslosen Modernität, die in der zweiten und insbesondere dritten Musik immer mehr konventionellem Bombast weicht. Als eine der prägnantesten und rabiatesten Filmmusiken der 90er bekommt THE MATRIX von mir ein dickes Plus - das Minus bekäme dagegen MATRIX REVOLUTIONS, der das ursprünglich so konsequent modernistische, kantige Klangkonzept der Reihe stark aufweicht und mit oberflächlich-pathetischem Pomp verwässert. Die Abstufung zwischen den drei Scores, die Leonard vorgeschlagen hat, würde ich auch machen: ein sinkendes Niveau in chronologischer Reihenfolge. Zu S.W.A.T. habe ich schon Einiges gesagt - und KRABAT ist nun leider der schwächste mir bekannte Score der Liste. Hangelt sich einfach zu stark an gängigen Genre-Trends entlang, ohne besonders erfrischende Akzente zu setzen. Sorry, Anne.
  9. @Jonas und Gerrit: Gut, Mahler habe ich tatsächlich vergessen, Haydn ebenso. Bei Franz Schubert gibt´s zumindest in seinen beiden letzten Sinfonien wichtige neue Impulse. Was dagegen Bruckner der sinfonischen Form Bahnbrechendes abgewonnen haben soll (außer sie schrecklich in die Länge zu ziehen), hat sich mir bis heute nicht erschlossen.
  10. Für mich gibt es auf diesem Planeten mehr miese Musik als gute - und daher auch weitaus mehr Komponisten, die ich total uninteressant finde, als solche, die mich tief berühren. Kommt halt drauf an, wie wählerisch man ist. Meine Vorlieben haben sich im Lauf der Jahre eben sehr stark eingegrenzt.
  11. Ich bin kein Gegner von Neueinspielungen in Sachen Filmmusik - aber meine grundsätzlichen Bedenken werde ich wohl nie mehr ablegen, dafür habe ich einfach zu schlechte Erfahrungen gemacht, insbesondere bei Neueinspielungen vieler meiner Lieblingsscores. Wenn ich mir etwa die verhallte Neuaufnahme von Goldsmiths TORA! TORA! TORA! mit dem Royal Scottish National Orchestra anhöre, läuft es mir noch heute kalt den Rücken runter. Details in der Instrumentierung, ja sogar ganze Einzelstimmen, die in der Originalaufnahme durch entsprechende Mikrofonierung extrem in der Vordergrund geholt wurden, sind hier kaum noch hörbar. Besonders problematisch ist auch die Neueinspielung von ausgeprägt modernistisch-experimentellen Musiken. "Candles in the Wind" aus Goldenthals ALIEN³ ist z.B. kaum noch exakt reproduzierbar, da hier auch aleatorische Elemente in die Komposition hineinspielen, die in einer Neueinspielung gar nicht mehr wiederholt werden können. Entsprechend klingt auch Cliff Eidelmans Aufnahme auf dem ALIEN-Sampler von Varèse: nicht schlecht, aber eben "nur" eine Interpretation, die grob (!) die Struktur des Originals trifft, aber im Detail ganz anders rüberkommt als die Filmversion. Von Samples und Synthesizer-Stimmen fange ich jetzt gar nicht erst an: die sind in manchen Scores nämlich so speziell und organisch mit den orchestralen Teilen verknüpft (siehe Goldsmiths DAMNATION ALLEY), das eine relativ originalgetreue Neueinspielung beinahe unmöglich wird. Man könnte sich die Frage stellen, ob Filmmusik überhaupt eine Musik ist, die verschiedene Interpretationen nötig hat. Wenn man es ganz leidenschaftlos betrachtet, ist es einfach nur Funktionsmusik, die einmal eingespielt wird und dann unter den Film gelegt wird. Fertig, aus. Das rückt die Filmmusik natürlich weit weg vom Anspruch ernsthafter Kunstmusik, macht sie zur Ware. Nicht gut, ich weiß. Meine Meinung: bei Filmmusik, die ohne größere Probleme mehr oder weniger exakt zu reproduzieren ist, ist gegen Neueinspielungen nichts einzuwenden. Eine Neueinspielung von Goldsmiths avantgardistischem MEPHISTO WALTZ würde mir dagegen wohl nicht ins Haus kommen, da das Gebotene wohl eine ganz neue Musik wäre, die bis auf ihre Leitmotive (Dies irae, Liszt-Walzer) kaum noch wiederzuerkennen wäre.
  12. In ALIEN³ isses ein schwarzer Rottweiler...
  13. Ganz klares "Nay" - die Frau kocht einfach zu oft die gleiche süßlich-pappige Soße.
  14. Was für ein unglaublich doofes, geschmackloses Cover... Naja, mich interessiert weder Film noch Score.
  15. Über IMDb nun sehr einfach herauszufinden, aber ich schummle nicht...
  16. Der einzige Film, den ich mit einem derart bärtigen Jeff Daniels kenne, ist THE SQUID AND THE WHALE von Noah Baumbach. Der vielleicht?
  17. Das letzte Bild erinnert mich an FARGO, das vorletzte aber nicht...
  18. Krabat - Annette Focks__________________________________________15 Masters of the Universe - Bill Conti_________________________________10 Les Rivières Pourpres - Bruno Coulais_______________________________17 S.W.A.T. - Elliot Goldenthal______________________________________17 (+) Largo Winch - Alexandre Desplat__________________________________4 The 'Burbs - Jerry Goldsmith______________________________________14 (+) Arthur et les Minimoys - Eric Serra ________________________________16 A Nightmare on Elm Street - Steve Jablonsky________________________2 (-)
  19. Ich konnte leider nur etwas über 2 Stunden zuhören, aber das, was ich da gehört habe, war wirklich prima, gut recherchiert und hochinteressant. Einige der Einspielungen waren auch ziemlich gut, wenngleich ich insgesamt kein so großer Fan der Box bin... War jedenfalls eine tolle Sache, und man hat gemerkt, dass ihr da eine Menge Herzblut reingesteckt habt. Dickes Lob!
  20. Toller Fund, Jonas, insbesondere das MEPHISTO WALTZ-Video!
  21. Dann bin ich Anhänger des dritten Großmeisters der Sinfonie, Dmitri Schostakowitsch. Sowohl mit Beethoven als auch mit Mozart bin ich nie warmgeworden, zumindest nicht mit ihrem sinfonischen Schaffen. Bei Beethoven faszinieren mich eigentlich nur die Streichquartette. Aber Beethovens Siebte ist schon fein, besonders natürlich das Allegretto. Ein weiteres Beispiel für eine prägnante Verwendung im Film: IRRÉVERSIBLE (Gaspar Noé).
  22. Wäre meine zweite Vermutung gewesen, wollte ich aber nicht gleich posten... Schade.
  23. Hmm, THE MUMMY?
  24. Krabat - Annette Focks___________________________________________12 The Three Burials Of Melquiades Estrada - Marco Beltrami______________16 Les Rivières Pourpres - Bruno Coulais_______________________________17 S.W.A.T. - Elliot Goldenthal______________________________________15 (+) Largo Winch - Alexandre Desplat___________________________________3 The Expendables - Brian Tyler_____________________________________2 (-) Arthur et les Minimoys - Eric Serra _________________________________12 Harry Potter and the Prisoner of Azkaban - John Williams_______________18 (+)
  25. Mich würde mal interessieren, was genau bei DANTE´S PEAK von ihm ist und was von James Newton Howard. Laut Album-Credits ist nur das "Theme" von James Newton Howard (wobei es ja zwei Themen gibt, ein Liebesthema in "On the Porch" und das eigentliche Hauptthema für den Vulkan). Außerdem klingen einige Actionpassagen ziemlich stark nach JNH, v.a. "The Rescue".
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