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Sebastian Schwittay

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Alle Inhalte von Sebastian Schwittay

  1. Der Score kam damals zur gleichen Zeit wie Goldenthals S.W.A.T. bei Varèse raus... im August 2003. Lief drei, vier mal, und wurde dann ganz schnell vom Goldenthal verdrängt. Ziemlich schwerfälliger Silvestri, dem auch die modernen Beats nicht sonderlich gut stehen (die Goldenthal-Konkurrenz arbeitet die zeitgemäßen Elemente fünf Klassen interessanter ein).
  2. Die Wiedersichtung in jüngerer Zeit - im Kontext von Wokeness und Co. - war sicher förderlich. Ich fand es schon spannend, wie Verhoeven hier einen Film über einen fiesen Vergewaltiger im Gewand eines teuren CGI-Blockbusters versteckt. Schöne Schmuggelware. Ach ja: welcome back! ❤️
  3. Scott Cooper ist einer der interessantesten Genre-Autorenfilmer der letzten Jahre. Sein Horrorfilm ANTLERS von 2021 war ziemlich super, der Western HOSTILES klang ebenfalls interessant, leider noch nicht gesehen. Allein, dass ein Regisseur in so verschiedenen Genres glänzt, und nicht nur die eigene "Marke" im Blick hat, ist ja heute schon ein (ziemlich altmodisches) Qualitätsmerkmal. Und Komponisten-Geschmack beweist er auch.
  4. Sicher nicht. Der letzte modernistische Score in Goldsmiths Karriere, passagenweise von ungekannter Härte im Spätwerk. Die Szene, in der Kim Dickens die Blutkonserven auf dem Boden verspritzt, ist mit der Musik schlicht brillant. Der Film ist m.E. auch ziemlich stark - vielleicht der unterschätzteste Verhoeven. Auf Letterboxd schrieb ich mal: https://boxd.it/16GJ07
  5. Ein hübscher Schuss TWILIGHT'S LAST GLEAMING, der mit diesem Track noch reinkommt. Mochte das Stück im Film auch immer sehr.
  6. Neues Spotlight: "Yona's Theme" aus Marco Beltramis SNOWPIERCER für Solo-Violine, Zymbal und Streicher. https://www.youtube.com/watch?v=YBha6yjd9dg&t=24s
  7. Schade. Von LA TRIBU gibt es ja sonst auch nicht mehr... Ich muss mir diese Universal France CD mal zulegen, dieser Track mit 3:49 dürfte dann wohl die Abspannmusik sein (der Main Title geht im Film nur knapp 1:50).
  8. Hm, schade, weder LA CAGE (1975) noch LA TRIBU (1991) sind drauf. Oder übersehe ich etwas? Dieses rhythmisch geprägte, nervöse Thema, das er in beiden Filmen in der Main-Title-Sequenz benutzt, mag ich sehr. Von LA TRIBU gibt es ja auf dem Boisset-Sampler von Universal France einen Track, von LA CAGE gibt es bislang noch gar nichts, richtig?
  9. Nur Samples offenbar, kein Orchester. Interessant, dass das Ding so wenig Musikbudget hatte.
  10. Bisher wurden 20 Scores nominiert: THE BATMAN, Michael Giacchino CHARLOTTE, Michelino Bisceglia CRIMES OF THE FUTURE, Howard Shore DC LEAGUE OF SUPER-PETS, Steve Jablonsky DEATH ON THE NILE, Patrick Doyle DOCTOR STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS, Danny Elfman DRAGON BALL SUPER: SUPER HERO, Naoki Sato GHOSTBOOK, Naoki Sato JURASSIC WORLD: DOMINION, Michael Giacchino LIGHTYEAR, Michael Giacchino THE LORD OF THE RINGS: THE RINGS OF POWER, Bear McCreary MIA AND ME: THE HERO OF CENTOPIA, Christoph Zirngibl MOONFALL, Thomas Wander, Harald Kloser MS. MARVEL, Laura Karpman NOPE, Michael Abels THE NORTHMAN, Robin Carolan, Sebastian Gainsborough POLAR BEAR, Harry Gregson-Williams PREHISTORIC PLANET: SEASON 1, Anže Rozman, Kara Talve, Hans Zimmer THOR: LOVE AND THUNDER, Michael Giacchino UNCHARTED, Ramin Djawadi -------------------------------------------------------------------- Die Nominierungsphase endet am 31. Januar 2023. Bitte immer folgendermaßen nominieren: FILMTITEL, Komponist Also Filmtitel in Großbuchstaben, dann ein Komma und dann den Namen des Komponisten in normaler Schrift.
  11. Zustimmung. Würde auch sagen: Abels' bester Score bisher. Die Spotify-Veröffentlichung müsste man trotzdem ordentlich kürzen. Als 35-Minuten-Album à la Varèse würde das viel besser wirken...
  12. Da SIGNS Anfang August seinen 20. Geburtstag gefeiert hat, hier ein Blick auf "The Hand of Fate Part II" aus James Newton Howards Score - die vielleicht schönste musikalische Schlusssequenz aller Shyamalan-Filme. Einmal das Drei-Noten-Motiv für die "Signs", mit dem der Track eröffnet (ambivalent erst vor Dur-, dann vor Moll-Fläche der Streicher)... ... dann das erhebende "Fate"-Thema auf dem Höhepunkt des Tracks (1:21 - 2:02), das Mel Gibsons 'reconnection with god' darstellt. Schön bildlich umgesetzt in der stufenweise aufsteigenden Struktur des Themas (gen Himmel). Der letzte Sprung der Melodie von Takt 12 zu 13 ist eine reine Oktave (Gibsons Figur ist wieder "im Reinen" mit Gott). https://www.youtube.com/watch?v=DJSvxgPVunc&t=81s
  13. Schönes neues Design. Gibt's auch hier wieder einen Dark-Modus?
  14. Ja, das ist schade. Wobei ich ihn mir wahrscheinlich eh nicht auf CD zulegen würde, dafür hat's mich dann doch nicht genug gekickt. COSMOPOLIS war bislang der letzte Cronenberg-Shore, der mich richtig begeistert hat.
  15. Hat den gar niemand gehört hier? Eine überraschend zeitgeistige Angelegenheit - viel spacige Elektronik, treibend-pulsierende Dancefloor-Momente und dröhnende Soundcollagen. Shore ist immer noch gut am Puls der Zeit mit seinen 76 Jahren. Eine Mischung aus COSMOPOLIS und dem wabernden Collagen-Sound von eXistenZ, wenn man will. Über 40 Minuten trägt es nicht, aber eine handvoll interessanter Tracks kann man sich schon rausziehen. Interessant finde ich die Bezüge zum Allegretto-Thema aus Beethovens Siebter im Blechchoral-Motiv (Titeltrack ab 0:55). Ob das eine bewusste Anspielung ist? Der Film kommt ja leider erst im November...
  16. Kann man auch mal nominieren, da zumindest das Hauptthema recht prägnant daherkommt. Zwischendrin viel Gewaber, aber ein paar Tracks (erster und letzter, sowie noch zwei, drei weitere) kann man durchaus mitnehmen. CRIMES OF THE FUTURE, Howard Shore
  17. Und da aktuell ein neuer PREDATOR-Film ansteht: das legendär gewordene Hauptthema aus Alan Silvestris PREDATOR (1987). Charakteristisch die oktatonische Melodie der Blechbläser, sowie das prägnante, militaristische Triolen-Ostinato des Synclavier (mit zusätzlichem Wumms der tiefen Streicher, der Pauke/Basstrommel und des Klaviers auf den Akzenten). https://www.youtube.com/watch?v=oXnAxydhZ8M&t=90s
  18. Nachträglich zum 20. Jubiläum von MINORITY REPORT: "Sean's Theme", eins der meiner Meinung nach elegantesten und emotionalsten Themen aus John Williams' Karriere. Die gewandte Ausharmonisierung der Melodie hat fast Bach'sche Qualität, wie ich finde. Transkribiert ist die Klavierstimme. https://www.youtube.com/watch?v=gJI-O_Ero98&t=23s
  19. Wobei es aber - und da werde ich nicht müde, es zu betonen - auch aus neuerer Zeit noch haufenweise spannende, unveröffentlichte Filmmusik gibt. Es muss nicht immer nur das Golden Age sein - Lücken gibt es überall. Was würde ich mich freuen, wenn endlich mal Howard Shores starker SINGLE WHITE FEMALE veröffentlicht werden würde, um mal ein Beispiel aus den 90ern anzuführen. James Newton Howards FLATLINERS oder Elliot Goldenthals BATMAN & ROBIN sind auch noch nicht erhältlich. Selbst Klassiker wie Michael Kamens HIGHLANDER fristen ein Schattendasein in der Bootleg-Hölle. In diesem Sinne: verkehrt läuft's überall.
  20. Etwas verspätet das neueste Spotlight zum dreißigsten Geburtstag von ALIEN³: das Liebesthema aus Goldenthals Score, das auf dem Album mit Knabensopran zu hören ist ("Lento"). https://www.youtube.com/watch?v=tbXN96n5mLY (Die Bilder sind übrigens in Originalgröße darstellbar, wenn man draufklickt. Sage ich nur zur Sicherheit, da die letzten hier im Seitenlayout etwas unscharf aussehen.)
  21. Danke! Ja, Young hatte uns beim Hollywood Music Workshop sogar einen ganzen Packen von seinen Scores als Studienmaterial zur Verfügung gestellt. Von THE VAGRANT immerhin den "Main Title", allerdings in sehr schlechtem Scan... man braucht etwas Fantasie, um es zu entziffern. Musste dann etwas rumprobieren, bis im Sequencer alles richtig klang. Das Akkordeon ist z.B. seltsamerweise in anderer Tonhöhe notiert als in der Aufnahme, zumindest an einigen Stellen.
  22. Wurde von Holts Score denn schon alles veröffentlicht? Vielleicht kommen die Elemente, von denen sie spricht, erst in den nächsten Folgen...
  23. Danke dir! Es war der viel beschworene, "milde" Verlauf. 3 Tage recht hohes Fieber, fieser Husten, tagelange Schlaflosigkeit. Von den Sorgen, die man sich ständig macht, ganz zu schweigen. Ganz erholt fühle ich mich noch nicht nach 10 Tagen... Ich hoffe sehr, dass alles restlos verfliegt.
  24. Letzte Woche habe ich mich vom Corona-Krankenbett aus mit Christopher Youngs THE VAGRANT beschäftigt. Immer noch mein Lieblingsscore von Young, und auch der Film mit Bill Paxton ist ein großer Spaß. Hoffentlich kommt davon irgendwann mal eine deutsche Bluray oder (wenigstens) eine DVD. Young arbeitet in seiner Musik mit gesampelten Ostinato-Figuren eines Streichquartetts, Chorstimmen, verschiedener Percussion und "schrägen" Akkordeon- und Melodica-Einsätzen. Diese Baustein-artigen Figuren - in der Partitur als "Vamps" bezeichnet - variiert und erweitert Young ständig weiter, was besonders in der Titelmusik schön zur Geltung kommt. Vier dieser Ideen, die den "Main Title dominieren, habe ich mal in Noten gefasst. Ideen 1-3: Streichquartett+Stimmen (Hauptmotiv), Atmen+Percussion, "Walzermotiv" mit Klavier Idee 4: "Tango"-Motiv für Streichquartett, Akkordeon und Melodica Hier der "Main Title" auf YouTube (diesmal ohne Timecodes, die vier Figuren sind ganz gut zu identifizieren, glaube ich^^) : https://www.youtube.com/watch?v=MN8GAT3TvR4
  25. Der Titel ist in der Tat total Banane. Da wollte wohl irgendein PR-Fuzzi ganz besonders hip und kreativ sein, und den ernsthaften, klassischen Hintergrund Horners (die Endung "-ist", wie in Modernist oder Klassizist) mit den großen Hollywood-Emotionen zusammenbringen. Ein peinlich gescheiterter Versuch - es wirkt einfach nur gestelzt.
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