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Sebastian Schwittay

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Alle Inhalte von Sebastian Schwittay

  1. Ich sehe THE MATRIX eher als Höhe- bzw. Endpunkt einer Entwicklung, wie ich sie vor einigen Monaten schon hier beschrieben hatte. Die Krönung einer modernistischen Tendenz, die in den Joel-Silver-Produktionen der 90er Jahre öfter durch Michael Kamen und Elliot Goldenthal vertreten war, bzw. von diesen beiden auch im Mainstream etabliert wurde. Das reicht von DIE HARD 2, über DEMOLITION MAN und andere Goldenthal-Scores, bishin zu Frizzell (Teile von DANTE'S PEAK) und eben Davis, der als Orchestrator von Anfang an in diesem Dunstkreis gewirkt hat. Im neuen Jahrtausend hat sich das dann alles schnell verflüchtigt, im Angesicht von Zimmers GLADIATOR und der steigenden Popularität ethnisch-minimaler Tendenzen à la Thomas Newman. Viel Einfluss hatte THE MATRIX tatsächlich nicht mehr - was aber nicht an der Musik selbst, sondern an der sich ändernden Ästhetik in der Zeit nach 9/11 lag.
  2. SPHERE - Elliot Goldenthal - 19 (+1) JESUS LIEBT MICH - Marcel Barsotti - 11 SEBASTIAN - Jerry Goldsmith - 09 BAD BOYS - Mark Mancina - 12 (-1) EL CID - Miklós Rózsa - 14 SILVERADO - Bruce Broughton - 16 THE AVIATOR - Howard Shore - 13 (+1) X-MEN: DARK PHOENIX - Hans Zimmer - 04
  3. SPHERE - Elliot Goldenthal - 15 (+1) JESUS LIEBT MICH - Marcel Barsotti - 10 SEBASTIAN - Jerry Goldsmith - 09 BAD BOYS - Mark Mancina - 11 (-1) EL CID - Miklós Rózsa - 13 SILVERADO - Bruce Broughton - 15 THE AVIATOR - Howard Shore - 12 (+1) X-MEN: DARK PHOENIX - Hans Zimmer - 08
  4. Die alte deutsche MCP-DVD ist wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Die britische DVD von Network scheint etwas besser zu sein: sehr günstig auf Amazon... Der Film ist toll, wie fast alles von Richard Franklin...
  5. Tolle Neuigkeiten: mit CRASH erhält einer der faszinierendsten und besten Filme von David Cronenberg endlich sein HD-Debüt. Voraussichtlich ab Dezember als Bluray und 4K-UHD-Bluray von Turbine. https://bluray-disc.de/blu-ray-news/filme/128680-weltpremiere_des_cronenbergfilms_crash_auf_bluray_und_ultra_hd_bluray_angekuendigt
  6. Bei mir war es der erste Goldenthal. Und nach EVENT HORIZON und AIR FORCE ONE auch eine meiner ersten Filmmusik-CDs überhaupt. Hat mich sofort sehr fasziniert. Allerdings war ich auch etwas irritiert, dass mit "Pandora's Fanfare" ein nicht im Film verwendeter Track das Album eröffnete - und "Water Snake" hat mich dann auch recht sprachlos zurückgelassen. Aber der Grundstein der Goldenthal-Sucht war damit gelegt. Bald darauf ging es mit BATMAN FOREVER weiter, allerdings nur im Film, den ich wegen der Musik rauf- und runtergenudelt habe. Das Score-Album von Atlantic Records habe ich nirgendwo finden können, und gelang erst etwas später - dank des Internets - in meine Sammlung...
  7. SPHERE - Elliot Goldenthal - 12 (+1) JESUS LIEBT MICH - Marcel Barsotti - 10 SEBASTIAN - Jerry Goldsmith - 10 BAD BOYS - Mark Mancina - 13 (-1) EL CID - Miklós Rózsa - 12 THE POLAR EXPRESS - Alan Silvestri - 16 SILVERADO - Bruce Broughton - 12 THE AVIATOR - Howard Shore 11 (+1) THE AVIATOR ist natürlich was ganz Feines. Ein formal strenges, neobarockes Konzept, dass die zwanghaft-obsessive Persönlichkeit Howard Hughes' perfekt in Noten fasst.
  8. Zu befürchten ist das leider. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass da doch noch was kommt von Varèse...
  9. Zumal die Albumfassung auch einen starken Fokus auf die romantisch-lautmalerischen und die melodischen Minimal-Elemente der Musik legt ("The Gift", "Pandora's Fanfare", "Event Entry", "Wave", "Andante"). Die Avantgarde-Elemente konzentrieren sich eigentlich nur auf zwei bis drei Tracks ("Water Snake", "Manifest³", und jeweils die letzte Minute von "Manifest Fire" und "Terror Adagio"). Somit ein recht eingängiges Album, das auch Avantgarde-Skeptiker nicht überfordern dürfte.
  10. Lohnt sich definitiv, auch das alte 35-Minuten-Album. Den Film mochte ich auch immer sehr. In der Auflösung und in den "philosophischen" Teilen vielleicht etwas verschwurbelt, aber als Horrorfilm doch sehr effektiv und beklemmend, auch durch die Musik. Levinson gelingt es auch enorm gut, Panikreaktionen zu inszenieren, etwa auf phobische Reize wie Enge, Wassereinbruch, Quallen und Schlangen, etc. . So intensiv habe ich das bisher nur in wenigen Filmen gesehen.
  11. SPHERE (Elliot Goldenthal) In den letzten Tagen habe ich mir endlich mal die Komplettfassung vorgenommen, die schon seit einigen Jahren in Fan-Kreisen kursiert. Und es ist wirklich atemberaubend, wie durchgehend brillant und einfallsreich die Musik gestaltet ist, selbst über die vollen 100 Minuten. Vieles war mir noch aus dem Film bekannt, wie die maritim-minimalistische "Reisemusik" zu Beginn ("Helicopter to Ship") oder die Vertonung der ersten Code-Entschlüsselung ("Jerry Speaks"), mit ihren schillernd-aufreizenden Klängen à la "Tracking Simon Phoenix" / DEMOLITION MAN. Andere Teile der Musik wiederum habe ich ganz neu entdeckt, etwa die lang auskomponierten, avantgardistischen Passagen für die Angriffe der Meerestiere ("Jellyfish Attack" inkl. seines wunderschönen Präludiums, oder "Squid Attack"). Besonders beeindruckt hat mich das 6-minütige "The Lab", für die Sequenz, in der Sharon Stone die Wasserschlangen zum eingesperrten Dustin Hoffman ins Labor leitet. Auf dem alten Varèse-Album war hieraus nur ein kurzer, ca. 20-sekündiger Ausschnitt im Track "Water Snake" zu hören, hier entfaltet sich nun über 6 Minuten ein alptraumhafter, im besten Sinne haarsträubender Avantgarde-Satz aus verschiedensten perkussiven Effekten (Klaviersaiten, col-legno-Streicher, stereophone Steel Drums) und atonalen Bläserfiguren à la Lutoslawski - dabei nie formlos, sondern gekonnt zugespitzt und mit großem dramatischem Effekt. Überhaupt: Goldenthals Musik zu SPHERE ist eine der übersehenen filmmusikalischen Großtaten des Jahrzehnts, vielleicht sogar eine der ausdrucksstärksten, lautmalerischsten Unterwasser-Filmmusiken aller Zeiten. Unfassbar fantasievoll übersetzt Goldenthal jeden Aspekt der Tiefsee in teils wunderschöne, teils beängstigende instrumentale Bilder, inspiriert sowohl vom französischen Impressionismus wie auch von osteuropäischer Avantgarde und Minimalismus. Ein Meisterwerk - und ich freue mich nun sehr auf die Möglichkeit einer Deluxe Edition.
  12. WOLF TOTEM - James Horner - 14 GODZILLA KING OF MONSTERS - Bear McCreary - 20 (+1) JESUS LIEBT MICH - Marcel Barsotti - 11 SEBASTIAN - Jerry Goldsmith - 11 (+1) BAD BOYS - Mark Mancina - 15 (-1) EL CID - Miklós Rózsa - 12 THE POLAR EXPRESS - Alan Silvestri - 11 SILVERADO - Bruce Broughton - 10 Neu: SPHERE (Elliot Goldenthal) WOLF TOTEM - James Horner - 14 SPHERE - Elliot Goldenthal - 10 JESUS LIEBT MICH - Marcel Barsotti - 11 SEBASTIAN - Jerry Goldsmith - 11 BAD BOYS - Mark Mancina - 15 EL CID - Miklós Rózsa - 12 THE POLAR EXPRESS - Alan Silvestri - 11 SILVERADO - Bruce Broughton - 10
  13. Wäre ja toll, wenn von PLANET OF THE APES oder THE CHAIRMAN nochmal hervorragendes Quellenmaterial aufgetaucht wäre - aber POTA war ja in der Varèse-Edition von '97 schon ziemlich komplett...
  14. Arrghh, gerade wollte ich schreiben... War leider im März auch nicht schnell genug.
  15. Der Film ist ein kleines Meisterwerk. Die BD muss ich mir auch noch zulegen.
  16. Oh - wenig populäres, extrem düsteres Ding. Ich muss zugeben, ich höre das erste viel öfter... Aber toll ist das zweite VK trotzdem. Meine momentane Top 5: - THE CHALLENGE (Jerry Goldsmith) - war bislang einer meiner seltenst gehörten Goldsmiths, was sich nun - dank eines Wiedersehens mit John Frankenheimers tollem Film - geändert hat... - OLD BOYFRIENDS (David Shire) - THE ABYSS (Alan Silvestri) - KING OF KINGS (Miklós Rózsa) - PROPHECY (Leonard Rosenman)
  17. Indem man sich anmeldet. Young war im Sommer 2015 Kursleiter beim Hollywood Music Workshop in Baden bei Wien. Seine Schwerpunkte sind ja Moderne und Avantgarde (20. Jahrhundert), was mir natürlich sehr gelegen kam. Ich war dann auch sein "Penderecki friend", weil wir beide große Penderecki-Fans sind und wir uns in den 10 Tagen recht ausführlich über unsere Vorbilder ausgetauscht haben. War schon eine coole Woche. https://www.flickr.com/photos/99551636@N07/24029997495/in/album-72157662187712269/ (Bei der Musik-Aufnahme am Ende des Workshops habe ich dann auch mein eigenes kleines Avantgarde-Stück für ein Filmprojekt aufgenommen, mit Young als Supervisor. Er meinte vorher zum Streichorchester sinngemäß: "Gebt bitte alles!" ). Seine experimentelle elektronische Musik für INVADERS FROM MARS wurde abgelehnt, und durch elektronische Musik von David Storrs ersetzt. Nur die orchestralen Passagen seiner Musik wurden im Film verwendet. Er selbst meinte, das wäre der Moment gewesen, an dem ihm das erste Mal wirklich klar wurde, dass er sich stärker anpassen muss, um in Hollywood überleben zu können. Glücklicherweise hatte er in den Folgejahren noch öfter Gelegenheit, seltsame kleine Filme zu vertonen, die ein experimentelles Konzept erlaubten. THE VAGRANT (1992) zum Beispiel...
  18. Ah, danke. Auch von mir ein herzliches "Welcome back"! Schön, dass du wieder da bist.
  19. Die Musik zum Helikopter-Angriff auf das Mutterschiff ist schon sehr kraftvoll und packend. Die hätte man damals ruhig noch auf das Album mit rauf nehmen können. Welcher Track ist das denn hier?
  20. Wer am Freitag zufällig in Frankfurt ist und abends noch nichts vor hat: ich stelle im Kino des Deutschen Filmmuseums mal wieder einen Film vor - diesmal THE ILLUSTRATED MAN von Jack Smight, mit der Musik von Goldsmith: Deutsche Fassung, 35mm-Technicolor-Kopie.
  21. Schön, dass sich mal wieder jemand aus dem Profimusiker-Bereich hierher verirrt. Was spielst du? Und: Herzlich Willkommen!
  22. Alles ziemlich auf den Punkt gebracht. Allerdings: für Session-Orchester reicht es halt meistens. Die haben ihre Click Tracks, und brauchen den Dirigenten eh höchstens als Orientierung im Hintergrund. Ein klassisches Konzertdirigat ist dagegen was völlig anderes - und das beherrschen halt in der Regel auch nur die, die regelmäßig in dieser Sparte komponieren bzw. einem Orchester in diesem Bereich vorstehen. Gegen die professionelle Routine eines Williams stinken die Session-Komponisten natürlich reihenweise ab...
  23. Ist das bei 2:41 ein Zitat aus "Arrival at Tatooine" aus EPISODE 1?
  24. Hieß lange Zeit RADEGUND. Den Titel hätte er auch lieber behalten sollen, jetzt klingt's wieder nach beliebigem Arthouse-Schlock. Dezent gespannt bin ich trotzdem, scheint es doch immerhin der erste Malick seit langem zu sein, der wieder ein klassisches Narrativ vorzuweisen hat, und somit die Chance auf irgendeine Form dramatischer Entwicklung besteht - im Gegensatz zum ätherischen Dauer-Bekifftsein seiner Filme seit THE TREE OF LIFE.
  25. Ok, um es kurz zu machen: bitte einfach die Scores vorstellen, die man toll findet. Egal wo, egal wie. Danke.
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