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Sony Classical: John Ottman - X-MEN: DAYS OF FUTURE PAST


ronin1975
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Das stimmt, das kenn ich. Aber dann ist man eben auch nur noch Dienstleister und nicht mehr Künstler.

 

Hollywood-Komponisten sind wenn sie für einen Film komponieren in erster Linie Dienstleister und nur am Rande Künstler. Rede doch auch mal mit ein paar von ihnen ...

John Williams lässt sich vom Studioboss auch nicht reinreden. John Williams lässt den Studioboss vom Sicherheitsdienst des Studios entfernen. Der könnte sowas bringen, der Williams, als einziger in Hollywood.

 

John hat das nie gemacht ... aber Elmer Bernstein :D ... am nächsten Tag wurde er natürlich gefeuert und ersetzt. Die wenigsten Komponisten können sich aber soetwas leisten ;)

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Habe gerade nach langer Zeit mal wieder FANTASTIC FOUR durchgehört und finde nach wie vor, dass Ottman bislang eigentlich noch nie besonders beeindruckende Musik komponiert hat - seine melodischen Einfälle, wie etwa das FF-Thema, sind blass, naiv und muten wie die Kompositionen eines Teenagers an. Der Reiz, den viele an seinen Kompositionen finden, kann nur an der überwiegenden Konzentration auf orchestrale Klangfarben und dem daraus resultierenden, traditionelleren Klangbild liegen - und wenn das jetzt aktuell auch noch mit RCP-Stilismen verwässert wird, kann ich mir gut vorstellen, dass da einfach nichts mehr übrig bleibt, was noch aufhorchen lassen könnte.

 

 

Sebastian, eine Frage: Hast Du auch noch andere Ottmans in Deinem Repertoire? Ich frage deshalb, weil Du Dir - als einer, der im Board oft bekundet hat, dass er diesem ganzen Teenie-Blockbuster-Sch..und mit einigem Unverständnis gegenübersteht - nach langer Zeit ausgerechnet FANTASTIC FOUR zum Ottman-Probelauschen ausgesucht hast. Oder geschah dies, weil Du in dem Score eine gewisse Nähe zu dem X-MEN-Klangbild vermutest?

 

Als Empfehlung für einen kuschligen Ottman-Nachmittag/Abend würde ich Dir eher Werke wie bspw. KISS KISS BANG BANG, VALKYRIE, APT PUPIL, ARAC ATTACK (wunderbare Hommage an die Monsterfilmchen der 50'er) oder CRUEL INTENTIONS ans Herzen, allesamt Musiken, die einen durchaus engagierten und vielschichtigen Komponisten zeigen.

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Ich glaub er meint die Episode SCARLET LETTER, da hat Bernstein aber erst nach seiner Ablehnung einen maliziösen Brief an Hauptdarstellerin und Produzentin Demi Moore geschrieben. An sich sind die Leute ja Professionals, die eine hohe Toleranzschwelle mitbringen (müssen), Williams ist wohl ein paarmal "gewalked" nachdem er ein Gespräch mit dem Regisseur hatte (bestes Beispiel: SUPERMAN II), Barry mit Sicherheit auch, Goldsmith hat zumeist hinterher geätzt (siehe Ridley Scott, "why should i forgive him?" oder auch seine laut Regisseursbericht sachten Druckmittel im Falle POWDER, seinen Score zurückzuziehen, wenn es nicht nach seiner Facon geht) und viele Fälle werden wohl auch gar nicht so bekannt. Sehr gut in disem Zusammenhang:

 

http://www.amazon.de/Torn-Music-Rejected-Selected-History/dp/1935247050

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Gast BlasterBeam

Noch interessanter in diesem Zusammenhang ist die Kundenrezension eines "Kaito" zum aktuellen Godzilla score. Wurde mir empfohlen, als ich dem Torn Music-Link gefolgt bin.

http://www.amazon.de/gp/aw/cr/B00JL0B0Q8/ref=mw_dp_cr

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THE USUAL SUSPECTS.

 

Genau!

Obwohl da thematisch Einiges an BASIC INSTINCT-ivem mitschwingt.

 

ist ein sehr interessantes buch. es zeigt wie eitel doch einige komponisten sind und welche machenschaften filmproduzenten anwenden, um ihren willen durchzusetzen.

 

Lars, ich glaube, beinahe alle großen und legendären Komponisten der (Film)Musikgeschichte waren eitle Gesellen. Anders hätten sie wohl in diesem Business nicht überlebt, vor allem nicht, wenn sie aus (eitler) Überzeugung heraus nicht auch mal um ihre Musik gekämpft hätten. :)

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Gast BlasterBeam

Thomas,

ein Ego gehört schon dazu. Wenn ich als Komponist etwas, zu halbherziges in die Tasten hauen würde, dann dürfte man mir das nicht einmal zum kostenlosen Download anbieten ;-).

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Genau!

Obwohl da thematisch Einiges an BASIC INSTINCT-ivem mitschwingt.

 

 

Lars, ich glaube, beinahe alle großen und legendären Komponisten der (Film)Musikgeschichte waren eitle Gesellen. Anders hätten sie wohl in diesem Business nicht überlebt, vor allem nicht, wenn sie aus (eitler) Überzeugung heraus nicht auch mal um ihre Musik gekämpft hätten. :)

ich meine ja auch eher, wenns um vorab entscheidungen ging, zbsp. welcher filmmusikstil. da wollten einige partout nicht von ihrer üblichen vorgehensweise abweichen und meinten sie wüssten's besser.

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Ich hätte - um mal zum eigentlichen Thema zurückzufinden - von Ronin gerne erklärt bekommen, wann und wie sich Nolan und Singer über Filmmusik unterhalten haben. Das halte ich immer noch für einen Mythos und ein Feigenblatt.

 

Auch interessant: Wenn man diesen Thread zurückverfolgt, fingen Singer und Ottman das Projekt offenbar als dicke Freunde an und beendeten es... eher reserviert. Was ist denn da bitte passiert?

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das hat mir John selbst ja erzählt, vor ein paar Monaten halt... im übrigen geht das bei den beiden immer so, erst Freunde und am Ende redet man erstmal 6 Monate nicht mehr miteinander...  wenn halt kreative Köpfe aufeinanderknallen... und am Ende ist John auch Realist und weiss, dass Kunst dann doch weniger gefragt ist und man eben Dienstleister ist... das solltest man doch von Hollywood mittlerweile verstanden haben.

 

des weiteren muss ich dich Souchak leider enttäuschen, dass ich mir mer Details dir nicht dienen kann, denn die erzählt mir John unter Freunden sozusagen und haben weder auf einem öffentlich Board was zu suchen, noch gehen sie irgendwen anderes wen an...

 

ich hoffe ja aber er schreibt da irgendwann mal nen Buch drüber :-)

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des weiteren muss ich dich Souchak leider enttäuschen, dass ich mir mer Details dir nicht dienen kann, denn die erzählt mir John unter Freunden sozusagen und haben weder auf einem öffentlich Board was zu suchen, noch gehen sie irgendwen anderes wen an...

 

Hmmm, dann solltest Du aber insgesamt diskreter sein.

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also ich finde solche informationen immer recht interessant, auch wenn sie nur oberflächlich sind. wir sind ja immer schnell dabei den komponisten für das musikalische übel im film verantwortlich zu machen. und wenn dann jemand mit "genaueren" informationen kommt, find ich das immer aufschlussreich. da muss man vielleicht auch etwas vertrauen aufbringen, dass das auch stimmt was derjenige erzählt, auch wenns nicht ins detail geht.

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da muss man vielleicht auch etwas vertrauen aufbringen, dass das auch stimmt was derjenige erzählt, auch wenns nicht ins detail geht.

 

Vertrauen ist eine feine Sache, aber ich mag es nicht, wenn man mir nur jeden zweiten Satz oder eine Kapitel-Überschrift übermittelt und sich bei Nachfragen dann auf die ach so sensible Natur der Details zurückzieht. Dann will ich lieber keine Andeutungen.

 

wir sind ja immer schnell dabei den komponisten für das musikalische übel im film verantwortlich zu machen.

 

Komisch, mein Erfahrungswert, auch auf dem Board, ist da anders: Schuld sind immer die Produzenten, die Regisseure und Studiobosse, die natürlich keine Ahnung von guter Filmmusik haben und den armen, armen Komponisten ihren Willen aufzwingen.

 

Die Realität ist doch: Fast alle Filmkomponisten sind Dienstleister, die auch auf den eigenen Marktwert und Kassenstand gucken. Das ist menschlich auch nachvollziehbar, aber künstlerisch sehr, sehr bedauerlich.

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das stimmt wohl... aber bei so grossen Filmen ist doch klar, dass Kreativität und Kunst in Hollywood nur sekundär ist... erstaunlich wie überhaupt Filme oder gar gute Filme da zustande kommen... was da an Chaos, Egos und Zeitdruck herrscht ist keine Freude... nach allem was ich jede Woche von John so höre hab ich die Traumvorstellung jemals dort zu arbeiten ehrlich gesagt aufgegeben... das wär echt kein Job für mich... hahaha...

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Komisch, mein Erfahrungswert, auch auf dem Board, ist da anders: Schuld sind immer die Produzenten, die Regisseure und Studiobosse, die natürlich keine Ahnung von guter Filmmusik haben und den armen, armen Komponisten ihren Willen aufzwingen.

 

es ist doch aber auch so. es gibt doch zig making ofs in denen zu sehen ist, wer da alles im komponistenstudio sitzt. und das ist nicht nur in hollywood so. im musik making of zum bollywood film Gajini sieht man, wie hauptdarsteller aamir khan erstmal ordentlich seinen senf bei der songaufnahme dazugibt. er hat ihn weder geschrieben noch performed er ihn im film. aber er mischt ordentlich bei der diskussion mit und gibt a.r. rahman tips und tricks. von bruckheimer brauchen wir gar nicht erst anfangen. da gibts ja zig belege. und er ist ganz sicher nicht der einzige, der das so abzieht. und in dem buch, das sami verlinkt hat, kann man auch etliche beispiele lesen.

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Interessant fand ich vor allem, dass selbst ein so kleines Filmchen wie JOURNEY OF NATTY GANN die beteiligten Komponisten auf Trab gehalten hat, wie ein Großauftrag: Bernstein wurde nach hundertfachen detailkrämerischen Rewrites gefeuert und warnte Horner vor Regissuer Kagan - Horner hat dem Vernehmen nach Kagan irgendwann aus dem Studio geschmissen.  

 

David Shire wurde zu Studiochef Katzenberg für ein Screening von HOMEWARD BOUND eingeladen, hinterher heftigst beglückwünscht hinterher und erhielt eine halbe Stunde später den Anruf, er sei gefeuert.

 

John Barry drehte sich in Restaurants immer weg, wenn ihm Robert Redford oder Barbra Streisand über den Weg liefen.

 

Ein gesundheitlich bereits angeschlagener Goldsmith verabschiedete sich zum Ende seiner Karriere kommentarlos aus THE KID und DOMESTIC DISTURBANCES, sobald man ihm nach bereits erfolgter Absprache ein neues Musikkonzept überhelfen wollte usw.

 

Gibt auch weitaus kuriosere Geschichten, aber ihr sollt es ja selbst kaufen... ;)

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Gast BlasterBeam

Handzeichen: Wer will die allgemeine Diskussion über Komponisten-Arbeit und Streit über Musik in einem Extra-Thread sehen?

Wäre eine temporäre Entlastung, aber im neuen Thread gäbe es dann sofort wieder eine bona fide Filmdiskussion, die dann auch nicht mehr passt. Hopeless moving, fearless branching: sollten die Mods entscheiden.

Handzeichen für welchen Thread in welcher Sektion auch immer.

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