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Gast

Insgesamt wollte ich eigentlich nur darauf hinaus, dass dieser Stil überlaufen ist, mir auf die Nerven geht und meine Jobchancen verringert :)

 

Das ist auch in der Tat schade. Was wohl der Tod einer jeden Kunst und jedes guten Systems ist, wenn eine Monokultur Einzug erhält. Aber ich finde, dass gerade dieses Jahr auch den "Trend" Lügen straft. Insofern bin ich da ganz zufrieden.  :)

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Hansi kann auch anders. Seinen Oscar hat er nicht umsonst für "König der Löwen" bekommen. Das war echt super gemacht und alles andere als typischer Hansi-Stil. Okay, das war 1994, aber auch seine Musik zu "The Ring" fand ich originell. Da hatte er dieses kratzige Cello drin gehabt und das Pianomotiv. Auch kein typischer Trailerstil.

 

DaVinci Code, Illuminati, Fluch der Karibik etc. sind dann wieder komplett in dem Stil geschrieben worden. Bei DARK KNIGHT hat auch James Newton Howard mitgewirkt und dessen Stil hat das ganze natürlich auch geprägt.

Aber wenn ich mir Transformers anhöre, sind da so viele Ähnlichkeiten wie bei Gladiator oder Fluch der Karibik. Die Musik von Transformers stammt von Steve Jablonsky - einer von Zimmers Zunft und der finde ich kopiert ihn mitunter am stärksten. Auch die meisten anderen von Remote Control kopieren ihn. Okay, die lernen ja auch direkt von ihm. Aber da findet man dann natürlich auch die meisten Hans Zimmer 2, Hans Zimmer 3 usw..

 

Aber am Ende gebe ich BVBFan recht - kann's auch nicht mehr hören ;)

Auf SoundCloud mal nen mir unbekannten Filmkomponisten anhören und.....schon wieder Trailermusik.....

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Vielen Dank für die Antworten!  :)

Ich muss gerade an ein Frequenzprinzip in der Biologie denken, dessen Zusammenhang mit nicht mehr einfallen will. Jedenfalls gab es dabei eine Alles-oder-Nichts Regel, die besagt, dass eine Frequenz durch mehr "Power" eben nicht in den Spitzen erhöht, sonder die Abstände der Ausschläge verändern bzw. verkürzen, sodass ein anderer Effekt bzw. Charakter entsteht. Aus der Physik ist mir ein ähnliche Prinzip (vermutlich selben Ursprungs) bekannt. Muss ich mal näher schauen, finde ja in Sachen Musiktheorie die physikalischen Grundlagen am faszinierendsten. Kein Wunder also, dass ich mir eher Einstein als Mutti auf den Oberarm tätowieren lassen würde.  ^_^

 
Interessante Debatte zur Instrumentation!
 
Von mir nur eine kurze Anmerkung zu Babis' Verdopplungs-Frage: Man unterscheidet in der Dynamik normalerweise zwischen (quantitativer, physikalisch messbarer) Lautheit und (qualitativer) Lautstärke, welche Klangcharakter, Durchdringung, Verschmelzungspotenzial etc. betrifft. Das heißt konkret: Verdoppelt man die Anzahl der Hörner von zwei auf vier, verändert sich die Lautheit, wohingegen die Lautstärke zwar ebenfalls zunimmt, aber pro Verdopplung stetig weniger wächst. 
 
Beide Eigenschaften stehen also bis zu einem gewissen Grad in Relation. Die Kunst beginnt da, wo man beide Größen voneinander entkoppelt, also bspw. die Lautheit konstant hält und die Lautstärke steigert. Das am häufigsten genannte Literaturbeispiel wäre hierfür das "Rheingold"-Vorspiel, das fast durchgängig im Piano steht, aber durch die schichtweise Überlagerung der Orchesterstimmen sukzessive an Lautstärke gewinnt. Natürlich steigt dabei bis zu einem gewissen Grad auch die absolute Lautheit - der imposante Effekt stellt sich jedoch vor allem durch die Maximierung der Lautstärke ein.
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Steht da doch auch. ;)

 

Ich mache jetzt erstmal eine Cola auf diesen Thread auf. Schön, wie wir uns erst sehr auseinander bewegt haben, um zum Schluss wieder zueinander zu kommen. Beruhigend zu wissen, dass nicht nur ich als Außenstehender ein Gefühl von Übersättigung habe und dass es anscheinend einige Nachwuchskomponisten gibt, die einen anderen Weg gehen wollen.

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Ich mache jetzt erstmal eine Cola auf diesen Thread auf. Schön, wie wir uns erst sehr auseinander bewegt haben, um zum Schluss wieder zueinander zu kommen. Beruhigend zu wissen, dass nicht nur ich als Außenstehender ein Gefühl von Übersättigung habe und dass es anscheinend einige Nachwuchskomponisten gibt, die einen anderen Weg gehen wollen.

 

Prost :)

 

 

 

 
Interessante Debatte zur Instrumentation!
 
Von mir nur eine kurze Anmerkung zu Babis' Verdopplungs-Frage: Man unterscheidet in der Dynamik normalerweise zwischen (quantitativer, physikalisch messbarer) Lautheit und (qualitativer) Lautstärke, welche Klangcharakter, Durchdringung, Verschmelzungspotenzial etc. betrifft. Das heißt konkret: Verdoppelt man die Anzahl der Hörner von zwei auf vier, verändert sich die Lautheit, wohingegen die Lautstärke zwar ebenfalls zunimmt, aber pro Verdopplung stetig weniger wächst. 
 
Beide Eigenschaften stehen also bis zu einem gewissen Grad in Relation. Die Kunst beginnt da, wo man beide Größen voneinander entkoppelt, also bspw. die Lautheit konstant hält und die Lautstärke steigert. Das am häufigsten genannte Literaturbeispiel wäre hierfür das "Rheingold"-Vorspiel, das fast durchgängig im Piano steht, aber durch die schichtweise Überlagerung der Orchesterstimmen sukzessive an Lautstärke gewinnt. Natürlich steigt dabei bis zu einem gewissen Grad auch die absolute Lautheit - der imposante Effekt stellt sich jedoch vor allem durch die Maximierung der Lautstärke ein.

 

 

Irgendwie komme ich mit deiner Erklärung nicht ganz mit.

Lautheit, ist die empfundene Lautstärke und ein psychoakustisches Phänomen. Das Lautheitsempfinden ist nicht bei jedem Menschen gleich und abhängig vom Frequenzgang des Stücks/Signals. Der Mensch hört bei höheren Frequenzen viel besser als bei niedrigeren. Wir werden eine Trompete die ein Signal bei 4Khz spielt, immer lauter wahrnehmen als eine Tuba die bei 500Hz spielt. Selbst wenn beide den selben, messbaren Schalldruck erzeugen.

 

Verdoppeln wir ein Signal. Also machen aus zwei Hörnern vier, dann sind 6dBSPL Pegelanstieg messbar. Und wenn ich in Akustik richtig aufgepasst habe, dann habe ich bei einem Pegelanstieg von 10dB, den Eindruck einer doppelten Lautstärke. Also muss eines der Hörner etwas lauter spielen. Eine Signalverdopplung reicht da nicht,

 

 

Kannst du deinen zweiten Absatz mal genauer erläutern? Der ergibt für mich irgendwie keinen Sinn....

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Ich will es einmal versuchen - zugegebenermaßen war die Darstellung arg verkürzt und dadurch am Ende wohl gänzlich unverständlich:

 

Lautheit ist die mess- und objektivierbare Wahrnehmung des Schalldrucks durch den Menschen (darstellbar auf der Sone-Skala). Nach der Sone-skala entspricht Sone x 2 einer Verdoppelung der wahrgenommenen Lautheit. Physikalisch handelt es sich also bei der Lautheit, ebenso wie bei der Lautstärke, um eine psychoakustische, also die wahrnehmung betreffende Größe. Über das Schallamplitude-Frequenz-Empfinden gibt hingegen die Lautstärke (darstellbar auf der Phon-Skala) Auskunft. Die Wahrnehmungsunterschiede des menschlichen Ohrs ergeben sich dabei, wie von Dir schon angedeutet, aus der unterschiedlichen Empfindlichkeit für verschiedene Frequenzen, wobei die größte Sensibilität um 4 khz festzstellen ist. Dein Trompeten-Beispiel berührt also - akustisch - die Lautstärke. 

 

In Bezug auf den Instrumentationskontext verstehen sich beide Begriffe jedoch etwas anders, auch in ihrer Wertigkeit. Wichtiger als der absolute Schallpegel und dessen wahrnehmung sind für die instrumenatorische "Mischung" im Orchester zumeist das Frequenzspektrum eines Instruments, zumal in unterschiedlichen Lagen und Dynamikbereichen. Hier kommen dann die üblichen, physikalisch wertlosen Begriffe wie Farbintensität, Klangcharakter etc. ins Spiel.

 

was Dein Beispiel mit der Verdoppelung der Hörner mit dem Resultat der Erhöhung des Schalldruckpegels um 6 db betrifft: völlig richtig, das entspricht noch keineswegs der doppelten Lautheit, aber ich habe ja auch nirgendwo behauptet, dass die Verdopplung von Instrumenten die Lautheit verdoppelt. :)

 

Wo genau ist denn der zweite Absatz bzw. das Literaturbeispiel unverständlich? Im "Rheingold"-Vorspiel wird der (faktisch undurchfürbare, lediglich angestrebte) Versuch unternommen, die Lautheit durch fast durchgängig konstantes Piano niedrig zu halten, während im Verlauf des Satzes weitere Instrumente in verschiedenen Lagen hinzutreten, was die Klangdichte ebenso wie die Klangfarbenintesität steigert. Dass dabei (entgegen dem dynamischen Vorsatz) Schalldruckpegel und Lautheit ansteigen, ist, wie gesagt, nicht zu vermeiden. Von der wahrnehmung her - wenn auch physikalisch möglicherweise nicht - steigt die "Stärke" weit mehr als der tatsächliche Schalldruck.

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Wo genau ist denn der zweite Absatz bzw. das Literaturbeispiel unverständlich? Im "Rheingold"-Vorspiel wird der (faktisch undurchfürbare, lediglich angestrebte) Versuch unternommen, die Lautheit durch fast durchgängig konstantes Piano niedrig zu halten, während im Verlauf des Satzes weitere Instrumente in verschiedenen Lagen hinzutreten, was die Klangdichte ebenso wie die Klangfarbenintesität steigert. Dass dabei (entgegen dem dynamischen Vorsatz) Schalldruckpegel und Lautheit ansteigen, ist, wie gesagt, nicht zu vermeiden. Von der wahrnehmung her - wenn auch physikalisch möglicherweise nicht - steigt die "Stärke" weit mehr als der tatsächliche Schalldruck.

 

 

Aber Dynamik ist ja nicht gleich Lautheit. Deshalb ist es ja klar, dass die Lautheit ansteigt (also nix mit entgegen dem dynamischen Vorsatz). Das eine ist ein musikalischer Parameter, das andere eine physikalische Größe. Wie du ja selbser andeutest, hängt die Lautheit von mehr als nur der Dynamik ab... was doch auch irgendwie das Beispiel hinfällig macht? Es wird nicht der Versuch gemacht die Lautheit niedrig zu halten.

Ich werd das Gefühl nicht los, dass wir gerade total einfache Sachverhalte unnötig kompliziert machen :D

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Aber Dynamik ist ja nicht gleich Lautheit. Deshalb ist es ja klar, dass die Lautheit ansteigt (also nix mit entgegen dem dynamischen Vorsatz). Das eine ist ein musikalischer Parameter, das andere eine physikalische Größe. Wie du ja selbser andeutest, hängt die Lautheit von mehr als nur der Dynamik ab... was doch auch irgendwie das Beispiel hinfällig macht? Es wird nicht der Versuch gemacht die Lautheit niedrig zu halten.

Ich werd das Gefühl nicht los, dass wir gerade total einfache Sachverhalte unnötig kompliziert machen :D

Dass Dynamik nicht mit Lautheit gleichzusetzen ist, ist klar, aber die am nächsten liegende Art und Weise, Lautheit zu verändern, besteht in der Variation der Dynamik und in einem weiteren Schritt dann in Besetzungsveränderungen wie Verdopplungen. Da ist dann, je nach Zusammenhang, manchmal die Lautheit, mal die Lautstärke die entscheidende Größe.

Mir ging es hier im Wesentlichen um eine Präzisierung der Begrifflichkeiten, da in dieser Diskussion (teils auch im Powell-Thread) an manchen Stellen der eine Terminus verwendet wurde, wo der andere vielleicht angemessener gewesen wäre. Das "Rheingold"-Beispiel sollte dabei nur zur Verdeutlichung dienen - insofern würde ich es auch nicht als hinfällig bezeichnen, zumal es, wie eingangs erwähnt, zur Verdeutlichung der Entkopplung von Lautheit und Lautstärke auch nicht auf meinem Mist gewachsen ist. :)

Unnötige Komplizierungen und Missverständnisse begannen vermutlich da, wo der eine - ich - aus der Instrumentationstheorie und der andere - Paul - physikalisch argumentiert hat.

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Nach dem letzten Semester in dem ich mich ausführlicher als bisher mit Orchestrierung beschäftigen durfte, muss ich meine Meinung zu den Werkzeugen des Komponisten etwas anpassen. Für mich ist ein neues Kompositionsmittel in den Mittelpunkt meines musikalischen Schaffens gerückt. Die eigene Stimme. Das Komponieren mittels Stimme ist total wichtig und für mich unverzichtbar geworden. Singt man das was man im Kopf hat merkt man viel schneller was funktioniert und was nicht. Singbarkeit ist gut mit Spielbarkeit einer Melodie auf einem Instrument zu vergleichen. Außerdem arbeitet man dadurch unglaublich instinktiv. Was man singend komponiert fühlt sich echt an. Es ist pur, kommt direkt aus einem heraus.

Mein Kompositionsprozess hat sich dahin gehend verändert, dass ich oft umherlaufe und Melodie, Begleit - und Gegenstimmen vor mich her singe. So vermeidet man sich direkt ans Klavier zu setzen und das zu spielen was einem in der Hand liegt. Zu schnell kommt man so in den Prozess des Probierens. Für einige Komponisten ist es sicher auch kein Problem das was man im Kopf hat direkt auf dem Klavier zu spielen. Ich persöhnlich kann das nicht und denke auch das es große Vorteile hat das was man im Kopf hat direkt zu hören. Aus dem Kopf aus dem Mund. Direkt aus dem Kopf alles aufzuschreiben machen sicher die wenigsten Komponisten. Sogar Strawinsky hat mal zugegeben das er alles am Klavier spielt. Er musste eben auch einfach hören was er schreiben möchte.

Komponieren läuft bei mir also seit geraumer Zeit folgendermaßen ab: Aus dem Kopf, über die Stimmbänder nach draußen, ans Klavier und spielen, dann in die DAW und ein Particell per Klavier skizzieren und aufnehmen, dann orchestrieren, dann aufschreiben. Das aufschreiben kann auch situationsabhänig parallel zum orchestrieren in der DAW erfolgen.

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Ich habe kürzlich bei einem Kickstarter-Projekt namens "99 Dollar Orchestra" (siehe hier) mitgemacht, bei dem man ab einer Spende von 99 Dollar eine kurze Recording Session mit einem 30-köpfigen Orchester als Dankeschön bekommt - Partitur muss man dafür einsenden. 99 Dollar Spende geben einen 7-Minuten-Slot, bei dem etwa 30-90 Sekunden Musik aufgenommen und einem dann in einzelnen Spuren zugesendet werden. Mixen muss man das Ganze selbst.

 

Ich habe etwas mehr gespendet und einen 21-Minuten-Slot bekommen und habe nun die Chance, bis Ende April ein ca. 2-minütiges Stück für das Orchester zu komponieren und einzusenden. Die vorgegebene Besetzung (bzw. die Aufteilung) finde ich allerdings etwas seltsam und frage mal in die Runde, was ihr so davon haltet:

 

1 Piccolo-Flöte

1 Oboe

1 Klarinette in B

1 Fagott

 

2 Trompeten

4 Hörner (!)

2 Posaunen

1 Bassposaune

 

17 Streicher (5, 4, 3, 4, 1)

 

 

Insbesondere das Ungleichgewicht zwischen Holz- und Blechbläser-Sektion macht mir doch etwas Sorgen. Wieso neun Blechbläser gegen vier Holzbläser? Und wieso gleich vier Hörner? Meint ihr, es ist ok, zwei Hörner einfach komplett pausieren zu lassen? Will ja schließlich keinen HOW TO TRAIN YOUR DRAGON 3 schreiben. B)

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Interessantes Projekt, hätte defitiniv auch Lust da mitzumachen, wenn das in dieser Form nochmal angeboten wird.

 

Die Idee, zwei Hörner wegzulassen finde ich gut, weil dadurch der durch die Holz- und Streicheranzahl enstehende Kammerorchestercharakter bestehen bleibt. Vielleicht würde ich auch noch die Posaunen verringern.

Finde es aber ehrlich gesagt auch seltsam, dass überhaupt kein Schlagwerk vertreten ist, mit Pauke wäre das Ganze meiner Meinung nach optimal gewesen.

 

Wünsche dir jedenfalls viel Glück und bin gespannt darauf, wie du die zwei Minuten gestaltest, sofern du das hier veröffentlichen möchtest :)

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In der Tat eine merkwürdige Besetzung, da Du anscheinend auf keine große Flöte, geschweige denn eine Alt-Flöte zurückgreifen kannst. Auch das fehlende Schalgwerk würde mich etwas stören. Harfe und Klavier wären wahrscheinlich auch etwas zuviel verlangt. Ich schätze mal, dass die Instrumente ein wenig zusammengewürfelt sind, da vielleicht nicht genug Musiker im Bereich Holz und Schlagzeug bereit waren, da mitzumachen. Dafür sollte man dann aber die Hörner nicht strafen - im Gegenteil, bei der weit verbreiteten Ansicht, Horn wäre ausschließlich ein heroisches Krachmacherinstrument könntest Du jetzt einmal ausgiebig mit dieser Gruppe arbeiten, sie kanonisch einsetzen, zwei stopfen und zwei offen spielen lassen, mit den Posaunen immerhin fast ein oktatonisches Cluster erstellen und mal ehrlich - ein richtig schöner leiser sanfter Hornakkord, der sich in die Streicher mischt, ist schon was Feines. Nimm' es lieber als Herausforderung, anstatt verschnupft zu sein. Das Horn bietet viele tolle Einsatzmöglichkeiten.

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Ahhhh, sehr gut! Hatte das Projekt auch verfolgt, mich dann aber dagegen entschieden jetzt zuzugreifen (einfach weil ich grad keine 99$ übrig habe). 

Für Leonard gibt es aber gute Nachrichten: Die Leute vom Kickstarter-Projekt hatten zu Anfang mal gesagt, dass wenn die Resonanz gut ist, sie das Projekt dauerhaft etablieren wollen. 

Und @ Mephisto: Das hatte Sebastian nur falsch geschrieben (oder falsch verstanden). Es gibt einen Flötenspieler, der wahlweise große Flöte oder Picc. spielt (oder wechselt) - so hab ich das jedenfalls verstanden.

Ich finde die Besetzung auch nicht optimal... die Veranstalter hatten im Vorhinein gefragt, was sie nehmen sollen - Folgendes stand zur Auswahl:

1)   Fl (picc), Ob, Cl in Bb, 3 trumpets, 4 horns, 2 trombones, 1 Bass Trombone, 17 Strings

2)   Fl (picc), 2 trumpets, 4 horns, 2 trombones, 1 Bass Trombone, 20 Strings

3)   3 trumpets, 6 horns, 2 trombones, 1 bass trombone, 18 Strings

4)   8 horns, 4 trombones, 1 bass trombone, 17 Strings

5)   1 Fl (picc), 2 trumpets, 2 horns, 25 Strings

 

Ich finde alle nicht optimal... mal nur aus Interesse: Was hättet ihr genommen? Meiner Meinung nach hätte man (trotz des Limits von 30 Musikern) eine bessere Besetzung finden können... offenbar wollte man aber diese "Filmmusik/Epic"-Schiene ansprechen.

Mir ist da überall zu viel Blech drin und ich hätte ungern komplett auf die Holzbläser verzichtet... wahrscheinlich wäre ich deshalb trotzdem schweren Herzens mit der 1 gegangen.

 

Und Sebastian, ich würde auch für alles schreiben... zu mal man im Mixing ja noch einiges rausholen kann. War letztens in nem Musical des Staatstheaters hier und die haben (wohl auch platzbedingt, da an einer Ausweichspielstätte) statt mit ganzem Orchester nur mit (ungefähr... ist ausm Gedächtnis) 3/2/2/2/1 Streichern gespielt, dafür aber mit 3 Posaunen (2 Tenor, 1 Bass), mehreren Hörnern (bin mir grad nicht mehr sicher ob 2 oder 4; glaube sogar 4) etc. Durch entsprechende Verstärkung klang es aber gar nicht so schlecht wie zunächst befürchtet... (Auch wenn Musical-Sachen ja normalerweise eh ein wenig anders besetzt sind...)

Wenn man die Gegebenheiten vorher kennt, kann man auch für die Besetzung des 99$-Orchestra was schönes komponieren :)

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Ah, sehr gut. Danke Nick.

 

Finde eigentlich alle Besetzungen seltsam.

 

Optimal wäre meiner Meinung nach das hier gewesen: 1.1.1.1 - 2.2.2.1 - pk - hp - 5.4.3.4.1

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Danke für eure Tipps. :) Ich denke, ich werde die Besetzung dann doch mal ausnutzen und für die vier Hörner vielleicht einfach mal etwas polyphoner schreiben. Muss ja auch nicht immer im fortissimo sein. ;)

 

 

Wünsche dir jedenfalls viel Glück und bin gespannt darauf, wie du die zwei Minuten gestaltest, sofern du das hier veröffentlichen möchtest :)

 

Werde euch das Ganze natürlich nicht vorenthalten, wenn es fertig ist. Ich hoffe nur, ich blamiere mich nicht - ist immerhin mein erster Ausflug in eine größere Besetzung. :)

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Finde ich gut, dass Du alles nutzen willst. Kannst es ja wie Anton von Webern machen, der in seinen Orchesterstücken auch eine dritte Posaune für nur einen einzigen Ton hingesetzt hat! :D

 

Aber jetzt wo ich die alternativen Besetzungen gesehen habe, finde ich es tatsächlich sehr ärgerlich, dass es keine ausgewogene Besetzung gibt und zweifache Holzbläser katetorisch ausgeschlossen waren...schade.

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Schönes Projekt! Ich würde es ebenfalls eher als eine tolle Herausforderung sehen für diese Besetzung zu schreiben. Eine gute Übung um Vordergrund und Hintergrund zu trainieren. Viel Spaß dabei! Bin auf die Ergebnisse gespannt!

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Optimal wäre meiner Meinung nach das hier gewesen: 1.1.1.1 - 2.2.2.1 - pk - hp - 5.4.3.4.1

 

 

Pauke und Harfe verstehe ich ja noch, aber was bedeutet der Rest?

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Pauke und Harfe verstehe ich ja noch, aber was bedeutet der Rest?

Das ist die Kurzschreibweise für eine Orchesterbesetzung. Wie Sebastian schon schrieb - einfach nach der Partiturreihenfolge: Holzbläser - Blechbläser - Pauke - Schlagwerk - Harfe/Klavier/Celesta - Streicher.

In dem konkreten Beispiel also:

1 Flöte, 1 Oboe, 1 Klarinette, 1 Fagott

2 Hörner, 2 Trompeten, 2 Posaunen, 1 Tuba

Pauke, Harfe

5 erste Geigen, 4 zweite, 3 Bratschen, 4 Celli, 1 Kontrabass

 

Oft werden die Streicher aber gar nicht genau angegeben (sondern nur Str. geschrieben).

Im Detail gibt es allerdings verschiedene Schreibweisen.

Werden auxiliary instruments (mir fällt leider grad kein deutsches Wort ein :D - gemeint sind Piccolo, Englisch Horn, Bassklarinette, Kontrafagott etc.) fest besetzt, sieht das z.B. so aus:

2+1, 2+1, 2+1, 2+1 - 4 , 2, 3, 1 - Pk, Schlgzg, Hf - Str

(also 2 Spieler spielen große Flöten, einer Piccolo; 2 spielen Oboe, 1 Englisch Horn etc... Wechselt ein Spieler innerhalb eines Stückes - spielt z.B. der zweite Flötist mal Piccolo und mal große Flöte - wird oft 2d1 geschrieben.)

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I see. Danke. Bezogen auf Leonards Auflistung: Warum wäre es denn bei einem solchen Kammerorchester optimal, nur drei Bratschen zu haben (im Gegensatz zu vier II. Violinen)? Und warum doppelt so viel Blech wie Holz?

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Das war ja die eingangs erwähnte Frage von Sebastian - in der Tat ein wenig merkwürdig, aber ich denke auch; hier wird mehr auf "epicness" Wert gelegt. Soll halt wenn schon dann fett klingen, naja so fett wie möglich jedenfalls. Zimmer kannste damit auch nicht wirklich machen... jedenfalls nicht so, wie die meisten's im Kopp haben.

Trotzdem denke ich, das gerade mit so einer Besetzung auch viel angestellt werden kann - eine schöne Herausforderung :)

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Interessantes Projekt, merkwürdige Zusammensetzung des Orchesters :D ... Was ich sicher vermissen würde, ist Fagott, Tuba, Klavier und eventuell Pauken! 

 

Auf der anderen Seite ist es bestimmt eine herrliche Herausforderung für diese Besetzung zu schreiben! Sebastian, leg Dich ins Zeug und zeig uns was man aus so einer Mannschaft herausholen kann. Ich erwarte Nichts weniger als ein kleines Meisterwerk von Dir! (ohne zu scherzen!) ;)

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