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Alle Inhalte von Sebastian Schwittay
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Mann ist jetzt also auf Harry Gregson-Williams und Atticus Ross umgestiegen? Wenn er meint....
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Meine neueste DVD / Blu-ray
Sebastian Schwittay antwortete auf Scorechasers Thema in Film & Fernsehen
BD-Updates: BLUE VELVET (David Lynch, 1986) THE WILD BUNCH (Sam Peckinpah, 1969) Sowie auf VHS: COBB (Ron Shelton, 1994) -
Filmmusikveranstaltungen (Konzerte, Panels, etc)
Sebastian Schwittay antwortete auf Thomas Nofzs Thema in Filmmusik Diskussion
Das Prager Goldsmith/Goldenthal-Konzert am Mittwoch - mit Nic Raine am Dirigentenpult - war trotz einiger kleiner Makel ein echtes Erlebnis. Der erste Teil des Konzerts war Goldsmith gewidmet und bot neben den üblichen Verdächtigen (Main Themes aus BASIC INSTINCT, CHINATOWN, ALIEN und PATTON, Suiten aus THE OMEN und GREMLINS) auch eine neu arrangierte Suite aus THE MUMMY, sowie das choral-orchestrale "Requiem for a General" aus THE SALAMANDER. Gerade letzteres haben die Prager - ganz den Erwartungen entsprechend - vorzüglich präsentiert, so haben sie ja schließlich vor zwei Jahren schon die Neueinspielung des Scores aus der Taufe gehoben. Aber auch ALIEN (hiervon die "End Credits") war, was klangliche Balance und Spieltechnik anbelangt, ein Glanzstück. THE MUMMY war ordentlich, wobei hier die etwas hallige Akustik des Saals einige temporeichere Passagen zum Teil stark "verschwimmen" ließ - auch spieltechnisch waren einige Schnitzer dabei: der brachiale fortissimo-Einstieg des Themas zu Beginn von "Imhotep" war arg zögernd und schwachbrüstig gespielt, ebenso bekam der Perkussionist den Schellenkranz-Rhythmus zu Beginn von "The Caravan" nicht hin, weshalb er einfach nur die regelmäßigen Hauptschläge des 4/4-Taktes schlug. Schon etwas peinlich. Ansonsten boten die Prager aber eine durchaus gute Vorstellung. Außerdem im Programm waren "The Mission" aus THE SUM OF ALL FEARS und eine Kurzsuite aus THE WIND AND THE LION. _ _ _ _ Nach einer Pause ging es dann weiter mit dem Goldenthal-Programm, welches vom "Gotham City Boogie" aus BATMAN FOREVER fulminant eröffnet wurde. In den Proben klang das Stück noch arg verhaspelt, im Konzert selbst waren die Musiker dann aber hochkonzentriert und haben das schwierige Stück beachtlich gemeistert. Weiter ging es mit einer Suite aus INTERVIEW WITH THE VAMPIRE, bei der insbesondere der Jungen-Chor in "Libera Me" eine wirklich CD-reife Performance hingelegt hat - großartig! Auch die Solo-Mezzosopranistin Christina Johnston (im selben Stück) war wunderbar. Die bewegteren und sehr lauten Passagen litten wieder unter der halligen Saal-Akustik (insbesondere "Abduction & Absolution" und "Louis' Revenge"), dafür kamen die transparenteren, kammermusikalisch gearbeiteten Actionpassagen, in denen Instrumentengruppen eher kontrastierend, einzelne Instrumente teils auch solistisch gesetzt sind ("Lestat´s Tarantella", "Claudia´s Allegro Agitato") naturgemäß besser zur Geltung. Schön, dass für die Performance auch ein echtes Cymbalon zur Verfügung stand - das Cembalo war leider nur ein Keyboard. Die folgende Suite aus COBB (Weltpremiere) war zwar etwas lang (die "Cooperstown Aria" wurde mehrfach eingearbeitet), enthielt aber auch die beiden grandiosen Scherzi des Scores, das "Sour Mash Scherzo" und "Reno' Ho". Die Performance von letzterem zählte für mich zu den unvergesslichen Höhepunkten des Abends. Die Interpretation des Stücks war besonders scharf akzentuiert, die Bartók-Pizzicati der tiefen Streicher und die klirrenden Amboss-Schläge dürften so manch konservativ eingestellten Konzertbesucher durchaus aufgekratzt haben. Fazit hierzu: geil! Die Darbietung der Suite aus TITUS war leider etwas durchwachsen, wenngleich das Orchester die komplizierte Polyphonie in "Arrows of the Gods" durchaus recht ansehnlich in den Griff bekommen hat. Mit "Apian Stomp" hatten die Musiker dagegen größere Probleme - die synkopisch gesetzten Bläser kamen an einigen Stellen aus dem Takt und spielten nicht synchron, was zu einem eher chaotischen Höreindruck führte. Ich kenne die Musik in- und auswendig, daher konnte ich immer noch gut folgen. Jemanden, der diese Musik an diesem Abend zum ersten Mal gehört hat und auch generell eher unerfahren mit moderner Musik ist, dürfte das jedoch überfordert haben. Das getragene "Finale" wurde letztendlich aber wieder tadellos zu Gehör gebracht. Am Ende des Konzerts stand schließlich das "Adagio" aus ALIEN³, das Goldenthal selbst dirigierte. Ein begnadeter Dirigent ist Goldenthal nicht (wobei seine ausladenden Bewegungen immer noch leidenschaftlicher wirkten als Nic Raines minimalistische Taktangabe) - er wirkte zudem recht aufgeregt. Dennoch war die Performance absolut zufriedenstellend, die emotionale Wirkung des Stücks ungebrochen. Wurde dann auch zurecht mit standing ovations belohnt. _ _ _ _ Für mich persönlich der krönende Abschluss des Abends: ein kurzes Gespräch mit Goldenthal über seine Musik zu IN DREAMS, ein Autogramm und ein paar schöne Fotos mit ihm. Da ging dann letztendlich ein lang gehegter Traum in Erfüllung. I´m happy! -
Veröffentlichung Mondo: LOOPER - Nathan Johnson als Doppel-LP
Sebastian Schwittay antwortete auf Stempels Thema in Scores & Veröffentlichungen
2001 wäre aber die noch wesentlich stärkere Musik. (Auch wenn ich LOOPER durchaus schätze.) -
Der große Gruß- und Geburtstagsthread
Sebastian Schwittay antwortete auf ein Thema in Neuigkeiten / Feedback / Begrüßung
Alles Gute euch beiden, Hannes und Lukas! -
Eure Errungenschaften im September 2014
Sebastian Schwittay antwortete auf Lukes Thema in Filmmusik Diskussion
Sehr günstig, für umgerechnet knapp 7 Euro, im Prager Multimedia-Megastore "Bontonland" erstanden: [amazon=B003151VL8][/amazon] Hatte ich bislang nur als iTunes-Release. (Ansonsten ist die Filmmusik-Auswahl dort leider äußerst mager.) -
Filmmusikveranstaltungen (Konzerte, Panels, etc)
Sebastian Schwittay antwortete auf Thomas Nofzs Thema in Filmmusik Diskussion
https://www.facebook.com/FilmMusicPrague/photos/pb.187511367960646.-2207520000.1411428925./832440696801040/?type=3&theater Einige Fotos von Goldenthal, der heute in Prag angekommen ist. Scheinbar hab ich ihn knapp verpasst, am späten Nachmittag war ich nämlich auch vorm Nationalmuseum. -
Soso - nix gewusst.
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Wo hat sich denn im Gynäkologenschild der Witz versteckt?
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Meine neueste DVD / Blu-ray
Sebastian Schwittay antwortete auf Scorechasers Thema in Film & Fernsehen
Mal schauen.... NOAH (Darren Aronofsky, 2014) -
Die haben beide schon einen deutschen Starttermin, BIRDMAN sogar schon im Januar.
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Hab mich jetzt mal durch die Trailer der potenziellen Oscar-Kandidaten geschaut, und neben der Keaton-Hommage BIRDMAN freue ich mich bislang auf den hier am meisten:
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STAR WARS: THE FORCE AWAKENS (DAS ERWACHEN DER MACHT) von J.J. Abrams
Sebastian Schwittay antwortete auf Souchaks Thema in Film & Fernsehen
.... und im Modell der EVENT HORIZON ist ein X-Wing-Jäger verbaut. -
The Music of 007 - James Bond scores & songs
Sebastian Schwittay antwortete auf Souchaks Thema in Filmmusik Diskussion
Kamens LICENCE TO KILL finde ich unverzichtbar. Eine der besten Musiken der Reihe. -
Ich höre gerade folgendes Album (Klassische Musik & Orchester)
Sebastian Schwittay antwortete auf ein Thema in Klassische Musik & Orchester
Du meinst, dass einfach nur zwei Paukisten besetzt wurden? Ist ja an sich nichts Ungewöhnliches - solistisch-konzertant ist der Einsatz des Schlagwerks in Williams' Score eigentlich nicht, auch wenn die Percussion natürlich eine wichtige Rolle spielt. -
Eure Errungenschaften (Klassische Musik & Orchester)
Sebastian Schwittay antwortete auf scorefuns Thema in Klassische Musik & Orchester
Ich besitze zwar die Gesamtaufnahme, habe mir jetzt aber auch mal günstig den Querschnitt meiner Lieblingsoper der Postmoderne zugelegt: NIXON IN CHINA - Highlights (John Adams) -
Ich höre gerade folgendes Album...(Teil 2)
Sebastian Schwittay antwortete auf Marcus Stöhrs Thema in Filmmusik Diskussion
THE WILD war der letzte Silvestri, der mir nach Erscheinen wirklich wochenlang große Freude bereitet hat. Eine frische, temporeiche, äußerst unterhaltsame Musik in gut editierter Form (knapp über 30 Minuten Score). Danach kam der schlimme Absturz - vom lustlosen NIGHT AT THE MUSEUM über die Totalausfälle G.I. JOE und THE A-TEAM, bishin zum blassen Marvel-Scoring der jüngsten Vergangenheit. A CHRISTMAS CHAROL war ein Lichtblick, aber selbst der hat mir nicht annähernd so viel Spaß gemacht wie THE WILD. Gehe mit deiner Einschätzung zum Score absolut d'accord, Leto. -
Meine neueste DVD / Blu-ray
Sebastian Schwittay antwortete auf Scorechasers Thema in Film & Fernsehen
Seit langem gesucht (genauer seit einem Uni-Seminar zum irischen Film), jetzt für wenig Geld in einem kleinen Frankfurter Second-Hand-Laden gefunden: THE FIELD (Jim Sheridan, 1990) -
Milan: AT FILM FEST GENT (Cliff Martinez)
Sebastian Schwittay antwortete auf Alexander Grodzinskis Thema in Scores & Veröffentlichungen
Das ist doch sicher was für Souchak. -
Marco Beltrami vertont THE DROP
Sebastian Schwittay antwortete auf Soundtrack Composers Thema in Scores & Veröffentlichungen
Scheint zwar viel atmosphärisches Spannungsscoring dabei zu sein, aber die orchestralen Elemente klingen wirklich gut und sehr differenziert ausgearbeitet. Anspieltipp: der jeweils letzte Track auf der Soundcloud- und Beltrami-Seite. -
Ein großer Fan der Spätromantik war ich noch nie, aber in den 40ern und 50ern war bei Filmmusikaufnahmen wenigstens noch ein sehr trockenes Klangbild ohne viel Hall en vogue. Aber stimmt schon: einen reduzierten MALTESE FALCON von Adolph Deutsch oder einen spröden Herrmann ziehe ich eigentlich jedem Alfred-Newman-Score vor.
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- How to Train Your Dragon 2
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Höre das Cellokonzert gerade zum ersten Mal - sehr schön, wenn auch der Kontrast der drei Sätze untereinander nicht sehr stark ausgeprägt ist. Die ersten beiden Sätze haben eher getragenen und introspektiven Charakter, der dritte Satz ist bewegter, wirkt aber ebenfalls schwermütig. Kontrapunktisch und harmonisch ist das Stück weitaus reichhaltiger und aufregender als die meisten von Shores aktuellen Filmmusiken. Stilistisch vergleichbar (besonders in der kontrapunktischen Struktur) wäre unter den Filmmusiken am ehesten THE AVIATOR. Inspiration war übrigens die Architektur dreier italienischer Gärten - daher auch der Titel "Mythic Gardens".
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Ich bin ein klarer Fan von subtilen Ansätzen, aber Subtilität schließt ja nicht musikalischen Gehalt aus. Bei MAPS TO THE STARS hatte ich aber genau diesen Eindruck: ein reiner Ambient-Score, der sich viel zu stark zurücknimmt und dabei völlig stagniert. Das Album scheint übrigens tatsächlich zwei, drei Stücke (meist für Streichquartett) zu enthalten, in dem musikalische Ideen etwas ausführlicher verarbeitet werden. "Love is Stronger than Death" kam zumindest ganz sicher nicht im Film vor und macht einen guten Eindruck.
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Bei diesem Fazit bleibe ich für mich auch. Die Musik kultiviert ein Klangideal, das mir beim Anhören auf Dauer unangenehm ist. Ich habe irgendwann einfach nur noch das Gefühl, dass die Musik meine Gehörgänge wie dicke Watte ausstopft. Ähnlich "unschöne" Hörerlebnisse sind für mich - neben vielem von Hans Zimmer - sämtliche von Howard Shores Musiken für die LORD OF THE RINGS-Reihe. Die kann ich sogar noch weniger ab als den aktuellen Powell. Ich bevorzuge ein transparentes Klangbild, bei dem jederzeit alle Stimmen klar trennbar sind und einzeln wahrgenommen werden können. Und das ist eben nicht nur eine Sache der Aufnahme, sondern auch der Komposition. Und dieser durchsichtige, ökonomische Satz hat meiner Meinung nach auch künstlerisch einen höheren Anspruch (und damit für mich eine höhere Wertigkeit), da wenige Möglichkeiten zur Verhüllung (von Form, kontrapunktischen Linien, etc.) bestehen und der Komponist dadurch tendenziell exakter und stringenter arbeitet - sei es kontrapunktisch (Goldsmith) oder Effekt-orientiert (Kamen). Hauptsache die Ökonomie des Orchestersatzes stimmt.
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Film gestern gesehen und ich frage mich, wie man mit dem Score eine ganze CD füllen kann. Da muss eine Menge nicht verwendetes Material auf dem Album sein. Zumindest im Film fand ich die Musik auch nicht wirklich interessant. Ein wenig sphärisches New-Age-Underscoring und ein paar minimalistische Passagen für Solo-Streicher und Klavier. Über eine rein filmdienliche Untermalung kommt das nicht hinaus.
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