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Alien Raiders

Eine Gruppe von Leuten überfällt bei Ladenschluß einen Supermarkt und nimmt schließlich Geiseln.Jedoch wollen sie kein Geld sondern suchen jemanden oder besser gesagt etwas. Spannender Sci-Fi Horror mit guten Darstellern (Tony Lameida aus 24), ordentlichen Effekten. Mehr wie eine extraharte TwilightZone Episode als ein richtiger Film.7 von 10.

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Gast Musikhörer
wasn das fürn Film? SPLINTER klingt ähnlich, is das aber nicht oder?

Ne Splinter is was anderes. Aber da wir schon dabei sind.

Splinter fand ich eigentlich ziemlich spannend. Nix neues, aber sehr sehr wirkungsvoll inszeniert! Knüppelhart teils und einfach sauspannend.

Und schön handgemachte Effekte.

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gibts den in BRD auf DVD schon oder lief der im Kino?

grad gesehen: VALKYRIE

solider Geschichtsunterricht... hatte ich irgendwie mehr erwartet. Nen paar Sachen sind ja nun rausgefallen aus der Schnittfassung, die ich 2007 in Berlin gesehen hatte... hätt ich drinbehalten... aber naja, die wollten den Film halt net so lang...

Oscarmaterial war der Film aber letztlich nicht find ich... höchstens Schnitt...

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Auf DVD ausgeliehen:

- WANTED!

Nun ja, wenn man es als nichts ernst zu nehmende Action-"Fantasy" betrachtet, ein durchaus gelungenenes und unterhaltsames Spektakel. Ob man sich an computeranimierten slow-motion Kopfschüssen am laufenden Band stört, muss jeder für sich entscheiden. Die an sich so völlig bizarr-absurde Handlung lässt trotz Blutfontänen und spritzender Gehirnmasse nicht wirklich Gewaltverherrlichungs-Gefahr vermuten. Das finale Gemetzel klaut zwar fleissig aus Vorbildern wie "Matrix", "Equilibrium" oder "Total Recall", sorgt aber dank der enorm dynamischen Inszenierung für offene Münder. Der unvermeidliche "Twist" ist nun nicht sooo überraschend, aber ganz erträglich - ebenso wie die Schauspieler, Morgan Freeman, Terence Stamp und Angelina Jolie lassen das ganze nicht zum "StarPower" Vehikel absaufen, sondern agieren vergleichsweise zurückhaltend, der mir unbekannte Hauptdarsteller macht seine Sache gut.

Meine Wertung:

5/6 - gelungener und unterhaltsamer no-brain-actioner für Hartgesottene

- Tropic Thunder

Ein typischer Ben Stiller-Film: Parodien und Gags am Fliessband, deren Niveau-Bandbreite von "kaum erträglich" und "peinlich" über "nett" und "gelungen" bis zu "fast genial" reicht. Ich fühlte mich gelegentlich an "Galaxy Quest" erinnert - aufgrund der ähnlichen Prämisse (Schauspieler müssen ihre Rollen "leben", um zu "überleben") - aber natürlich hier in einem ganz anderen Szenario.

"Simple Jack" wird mir auf jeden Fall in Erinnerung bleiben....ebenso wie der köstliche Cameo-Auftritt von Tobey Maguire am Anfang... :music:

Ich empfand den Film aber insgesamt als zu lang - Komödien dieser Art müssen kurz und knackig sein - den hätte man auf 85 min runterkürzen sollen. In "Zoolander" hat Stiller das richtig gemacht.

Meine Wertung:

4/6 - gute Stiller Parodie "typischer" Machart

- Feast (uncut)

Herrlich schräger und selbstironischer low-budget Monster/Splatter-Horror. Sollte man ungekürzt "geniessen". Ich habe mich köstlich amüsiert. Über den Inhalt will ich nichts verraten, den er ist nicht wirklich originell und die Story alles andere als innovativ, aber darauf kommt es hier auch nicht an.

Meine Wertung:

6/6 - erstklassiger Splatter-Kracher mit Humor, herrlich schrägen Figuren und viel Selbstironie :konfused:

gruss

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TRES DIAS

Spanischer Weltuntergangsfilm. In 3 Tagen wird ein Meteor die Welt vernichten. Eine Oma und ihr Sohn fahren aufs Land um die letzten Stunden mit ihren Enkeln zu verbringen, doch als sie dort ankommen erfahren sie, dass die Kids wegen kaputtem TV nichts von der Apokalypse mitbekommen haben. Doch die letzten Tage den Schein zu wahren, dass nichts besonderes los ist wird immer schwieriger und ein Kindermörder, der mit Oma und Co. noch eine Rechnung offen hat bricht aus dem Gefängnis aus um seine Rache vor dem Untergang noch ausleben zu können...

düsterer Film, der sehr toll anfängt, trotz kleinen Budgets ein beklemmendes Szenario entwickelt. Die wenigen Effektszenen sind sehr gut.

Dass der Film im letzten Drittel in einen 0815 Slasherthriller mündet ist etwas merkwürdig, wenn auch hervorragend umgesetzt. Letztlich fragt man sich ein wenig, was das mit dem Untergang zu tun hat, na soll wohl einen fragen lassen, womit Menschen ihre letzten Tage verbringen wollen...

trotz dem schwachen inhaltlichen Teil am Ende ein hervorragend gemachter Film, Kamera, Sound, Effekte und der etwas unübliche Score lohnen sich auf jeden Fall. Düstere Kost. Warum der allerdings in Spanien ab 18 ist? Blut sieht man eigentlich nicht, wenn auch tote Kinder vorkommen...

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W. (Oliver Stone)

Nicht Stones bester Film, aber sein bester seit langem. Amüsante Polit-Satire, die sich sehr unverkrampft an das Thema Bush heranwagt und dabei erfreulich ideologiefrei daherkommt. Allzu kritisches Kino à la NIXON oder JFK sollte man nicht erwarten - eher eine lockere, augenzwinkernde "Abrechnung" mit einem trampligen Cowboy, der für die Politik einfach nicht geschaffen war...

CHANGELING (Clint Eastwood)

Auch nicht unbedingt Eastwoods Bester, aber dennoch ein recht spannender, morbider Thriller mit ausgezeichnetem Set-Design - das L.A. der 20er ist wirklich phänomenal gut dargestellt worden. Score fand ich eher aufdringlich und kitschig.

VALKYRIE (Bryan Singer)

Durchaus guter, faktentreuer und besonders schön fotografierter Geschichts-Thriller. Steht der gelungenen deutschen TV-Verfilmung mit Sebastian Koch eigentlich in nichts nach.

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TROPIC THUNDER (Ben Stiller)

Naja, naja... allzu begeistert war ich nicht. Die erste halbe Stunde war ja mit ihren diversen Anspielungen und Seitenhieben teilweise ganz nett, aber danach verflacht der Film zu einem mitunter so dämlichen, nervenzerrenden und überlauten Kalauer-Feuerwerk, dass es echt keinen Spaß mehr macht. Die Oscar-Nominierung für Robert Downey Jr. halte ich ehrlich gesagt auch für übertrieben - der hat schon weitaus Interessanteres gespielt.

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Gerade eben bei rbb zuendegegangen:

Die Verurteilten mit Tim Robbins und Morgan Freeman.

Letzterer ist für mich ein Garant für - mindestens - sehenswerte Filme.

Und dieser Film ist mehr als sehenswert:

Wie da die Themen Freundschaft und Hoffnung mittels des Handlungsrahmens "Gefängnis" beleuchtet wurden: Obwohl es ein Quasi-Happy-End gab musste ich mir danach doch die Augen reiben, so aufgerüttelt war ich.

Ein wunderschöner und leiser Film, bei dem mir auch die Musik positiv auffiel, auch wenn ich leider nicht erkennen konnte, vom wem sie stammt.

Bei mir verdichtet sich immer mehr, dass ich Morgan Freeman und - natürlich - Tom Hanks zu den besten aktuell agierenden Schauspielern zählen muss. Aber im vorliegenden Film hat Tim Robbins (nie vorher gehört) auch eine hervorragende Rolle gespielt.

Diesen Film füge ich dann einfach mal zur Liste meiner bevorzugten Filme. Nun sind es eben derer 11...

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Ein wunderschöner und leiser Film, bei dem mir auch die Musik positiv auffiel, auch wenn ich leider nicht erkennen konnte, vom wem sie stammt.

Die Musik stammt von Thomas Newman.

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TROPIC THUNDER (Ben Stiller)

Naja, naja... allzu begeistert war ich nicht. Die erste halbe Stunde war ja mit ihren diversen Anspielungen und Seitenhieben teilweise ganz nett, aber danach verflacht der Film zu einem mitunter so dämlichen, nervenzerrenden und überlauten Kalauer-Feuerwerk, dass es echt keinen Spaß mehr macht. Die Oscar-Nominierung für Robert Downey Jr. halte ich ehrlich gesagt auch für übertrieben - der hat schon weitaus Interessanteres gespielt.

Hatte den im Kino gesehen,fand den aucu nicht soooo dolle.

Gestern gesehen....Benjamin Button.

Mit einem Wort"großartig"....einer der besten Filme die ich in letzter Zeit sah und tieftraurig.Oscar Nominierungen gehen vollkommen in Ordnung....was ist doch Brad Pitt für ein großartiger Charaktermime,bei allem Trubel um ihn und Miss Jolie geriet das leider allzu oft in Vergessenheit.

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Brad Pitt und Charaktermime... den ganzen Film eine Ausdruckslosigkeit ohne Gleichen, da passte die schlechte CGI-Animation wunderbar dazu... also die anderen 11 Nominierungen meinetwegen (ok, Drehbuch is auch ne Frechheit, so wie das abgeschrieben ist von FORREST GUMP... gibts nen witziges Vergleichsvideo im Netz!), aber Brad Pitt? Also echt nicht... da kannste ja gleich Tom Cruise in VALKYRIE einen geben...

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Gast FilmmusikOnkel
Brad Pitt und Charaktermime... den ganzen Film eine Ausdruckslosigkeit ohne Gleichen, da passte die schlechte CGI-Animation wunderbar dazu... also die anderen 11 Nominierungen meinetwegen (ok, Drehbuch is auch ne Frechheit, so wie das abgeschrieben ist von FORREST GUMP... gibts nen witziges Vergleichsvideo im Netz!), aber Brad Pitt? Also echt nicht... da kannste ja gleich Tom Cruise in VALKYRIE einen geben...
Du sprichst mir aus der Seele. Nicht was die Leistung in diesen beiden Filmen angeht, die hab ich nicht gesehen und werd ich auch nicht ansehen, da mich beide Filme Null interessieren (nebenbei bemerkt kann ein Tom Cruise einem Sebastian Koch sicher nicht mal ansatzweise das Wasser reichen, genauso wie der Singer-Film gegenüber dem ARD-Film von vor zwei Jahren) sondern im Bezug auf die Schauspiel-"Klasse" der Herren Cruise und Pitt. Mal abgesehen davon, daß Cruise als Vorstandsmitglied, Mitentscheider und Lautsprecher einer menschenverachtenden uterdrückerischen und schon vom Gründer mit Zielsetzung der Unterwanderung und Ablösung der Demokratischen Gesellschaft beauftragten Sekte Scientology alles andere als so eine historische Rolle in einem Unterdrückungsregime (obwohl Staufffenberg keine Lichtgestalt war) spielen sollte, ist der Schauspiel-Legasteniker Cruise doch alles andere als ein guter Schauspieler. Er passt mit seinem immergleichen stoischen Mimik als Type in sowas wie "Cocktail" rein. Oder Brad Pitt? Das ehemalie Jeans-Arsch-Model hats schauspielerisch auch nicht besonders drauf, zwar nicht ganz so talentfrei wie Cruise, aber auch eher als Type aufgehoben, etwa wie in "Burn after Reading" oder den "Ocean's 11"-Filmen. Getoppft werden Beide nur noch vom Schauspiel-Milchbubi Numero Uno, Matt Damon, der zwar ein guter Drehbuchautor ist, als Schauspieler aber im Grunde von Film zu Film sein braves Milchbubi-Gesicht spazierenträgt.

Neenee, "Schauspieler" ist was anderes und "Klasse-Schauspieler" erst recht als diese drei Herren. Da sind ein George Clooney oder auch ein Leonardo di Caprio aus ganz anderem Holz gestrickt. Man vergleiche nur mal exemplarisch das Schauspiel von di Caprio in "Departed" mit dem von Damon.

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Du sprichst mir aus der Seele. Nicht was die Leistung in diesen beiden Filmen angeht, die hab ich nicht gesehen und werd ich auch nicht ansehen, da mich beide Filme Null interessieren (nebenbei bemerkt kann ein Tom Cruise einem Sebastian Koch sicher nicht mal ansatzweise das Wasser reichen, genauso wie der Singer-Film gegenüber dem ARD-Film von vor zwei Jahren) sondern im Bezug auf die Schauspiel-"Klasse" der Herren Cruise und Pitt. Mal abgesehen davon, daß Cruise als Vorstandsmitglied, Mitentscheider und Lautsprecher einer menschenverachtenden uterdrückerischen und schon vom Gründer mit Zielsetzung der Unterwanderung und Ablösung der Demokratischen Gesellschaft beauftragten Sekte Scientology alles andere als so eine historische Rolle in einem Unterdrückungsregime (obwohl Staufffenberg keine Lichtgestalt war) spielen sollte, ist der Schauspiel-Legasteniker Cruise doch alles andere als ein guter Schauspieler. Er passt mit seinem immergleichen stoischen Mimik als Type in sowas wie "Cocktail" rein. Oder Brad Pitt? Das ehemalie Jeans-Arsch-Model hats schauspielerisch auch nicht besonders drauf, zwar nicht ganz so talentfrei wie Cruise, aber auch eher als Type aufgehoben, etwa wie in "Burn after Reading" oder den "Ocean's 11"-Filmen. Getoppft werden Beide nur noch vom Schauspiel-Milchbubi Numero Uno, Matt Damon, der zwar ein guter Drehbuchautor ist, als Schauspieler aber im Grunde von Film zu Film sein braves Milchbubi-Gesicht spazierenträgt.

Neenee, "Schauspieler" ist was anderes und "Klasse-Schauspieler" erst recht als diese drei Herren. Da sind ein George Clooney oder auch ein Leonardo di Caprio aus ganz anderem Holz gestrickt. Man vergleiche nur mal exemplarisch das Schauspiel von di Caprio in "Departed" mit dem von Damon.

Da hast du wohl eindeutig nicht die richtigen Filme mit den beiden Herren Cruise und Pitt gesehen.

Besondere schauspielerische Leistungen von Pitt kann man in Sieben, Fight Club oder eben Benjamin Button beobachten.

Tom Cruise`s Glanzleistung ist bis jetzt wohl Eyes Wide Shut. Ein Meisterwerk, in dem er von Kubrick zum Äußersten getrieben wurde. Aber auch in Walküre hat er mich voll überzeugt.

Warum Stauffenberg keine Lichtgestalt gewesen sein soll, solltest du auch mal etwas näher erläutern.

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Brad Pitt und Charaktermime... den ganzen Film eine Ausdruckslosigkeit ohne Gleichen, da passte die schlechte CGI-Animation wunderbar dazu...

Leider muss ich dir da Recht geben, obwohl der Film selbst ganz fantastisch ist, spielt Brad Pitt arg blass und ausdruckslos ohne jegliche Ausstrahlung. Neben Tilda Swinton, die die Ausdrucksstärke und Ausstrahlung in Person ist, wirkt Pitt in den Szenen mit ihr, besonders langweilig. Während des gesamten Films verzieht er fast nicht eine Miene

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Zwar hätte ich mir auch einen anderen Darsteller für dir Rolle vorstellen können, aber aus meiner Sicht macht Pitt doch eine ordentliche Figur, sein minimalistisches und zurückhaltendes Spiel passt doch recht gut zur Figur.

Seine schauspielerisch überzeugendsten Leistungen liefert er für mich aber immer noch in 12 MONKEYS und FIGHT CLUB ab.

Und was Tilda Swinton betrifft, wer kann schon neben ihr bestehen, dass ist natürlich ein ganz anderes Kaliber.

Was an den Special Effects schlecht sein soll verstehe ich auch nicht so ganz, Pitt als alter Mann beispielsweise fand ich sehr überzeugend und beeindruckend umgesetzt, zudem werden sie ganz in den Dienst der Geschichte gestellt zwar nicht so komplett unsichtbar wie in ZODIAC aber trotzdem unaufdringlich und atmosphärisch stimmig.

Das es gewisse parallelen zu FORREST GUMP gibt ist auch kein Wunder, Stichwort Co-Drehbuchautor Eric Roth, aber von einem Abklatsch kann doch keine Rede sein.

Für mich ist BEJAMIN BUTTON das erste große Kinohighlight in diesem Jahr, zwar streift der Film manchmal haarscharf am Kitsch vorbei und hat im Mittelteil vielleicht auch kleinere Längen aber das sollte niemanden davon abhalten sich diesen tollen Film anzusehen, mich hat der Film jedenfalls gefangen genommen und mitten in seine kuriose Geschichte katapultiert.

David Fincher beschwört mit langem Atem und epischer Breite das große Erzählkino vergangener Tage und das, wie ich finde, sehr eindrucksvoll.

Ein Film den man auf jeden Fall auf der großen Leinwand erleben sollte.

Was die Musik betrifft hat man mit Alexandre Desplat genau den richtigen Komponisten für diesen Stoff verpflichtet, in seiner unaufdringlichen Art wirkt der Score meiner Ansicht nach nahezu perfekt im Film und verleiht der Geschichte noch zusätzlich eine besondere Aura der Gelassenheit, eine Art schwebende Zeitlosigkeit wie ein sanftes dahingleiten in Raum und Zeit.

Die Period Stücke, vornehmlich Jazz, sind sorgfältig eingearbeitet, sehr schön in der Szene beim nächtlichen Treffen zwischen Benjamin und Daisy bei dem sie voller Enthusiasmus von ihrem Tanzensemble schwärmt, dass fand ich sehr stimmungsvoll.

Mein Fazit: THE CURIOUS CASE OF BEJAMIN BUTTON ist ein sehr gelungener Film von David Fincher, der aber seinen visionären FIGHT CLUB und den reifen ZODIAC nicht übertrifft.

Bearbeitet von Kusanagi
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Gerade im Kino gesehen:

SAW V

Na ja, irgendwie ist das der erste Teil, bei dem ich deutliche Ermüdungserscheinungen feststellen konnte. Die Vorgänger waren zwar auch allesamt schwächer als der erste Film, aber hier fiel den Machern wirklich gar nichts Neues mehr ein, das Muster wird 1:1 beibehalten und auch die "Auflösung" am Ende ist doch ziemlich öde, weil sehr vorhersehbar, zudem werden die "Zufälle" immer unglaubwürdiger. Was ich erst kürzlich über Michael-Bay-Filme gesagt habe (null Inhalt, zusammengehalten von grossen Explosionen) trifft im Grunde mittlerweile auch auf SAW zu, SAW V ist der erste Film der Reihe für mich, bei dem die Handlung wirklich egal ist, es geht nur noch darum, möglichst spektakuläre Fallen zu entwerfen, die "Handlung" dazwischen dient nur als Überbrückung zur nächsten Falle.

Das klingt jetzt zwar alles ziemlich hart, aber im Vergleich, muss ich sagen, habe ich schon schlechtere Fortsetzungen einer so langen Reihe gesehen, HALLOWEEN V oder FRIDAY THE 13TH V zum Beispiel...:)

Aber der Film hat sein Geld gemacht, SAW VI steht ja schon auf der Matte und solange die Filme noch so gut laufen, wird wohl auch kein Ende abzusehen sein.

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DOUBT (John Patrick Shanley)

Absolut großartiges, göttlich gespieltes Drama über einen Priester (Philip Seymour Hoffman), der an einer katholischen Schule von einer ultra-konservativen Ordensschwester (Meryl Streep) des Kindesmissbrauchs bezichtigt wird. Seit NOTES ON A SCANDAL habe ich kein so abgründiges, psychologisch dichtes Darsteller-Duell mehr gesehen, das, obwohl es doch so "leise" ist, solch kolossale Wirkung entfaltet. Die fantastische Meryl Streep jagt einem teils richtige Schrecken ein (in ihrem Blick blitzt nicht selten der pure Wahnsinn hervor), ebenso überzeugt Nebendarstellerin Viola Davis als verzweifelte Mutter des angeblich missbrauchten, farbigen Schülers.

Wunderbar auch die psychologisierende Kameraführung Roger Deakins´, der durch geschickt gesetzte Asymmetrien verstörende Akzente setzt. Auch Howard Shores Musik wirkt im Film wesentlich (!) besser als allein für sich genommen, fast ein ähnlicher Fall wie Horners HOUSE OF SAND AND FOG.

Fazit: Ein Koloss von einem Drama, messerscharf geschrieben und überragend gespielt. Neben REVOLUTIONARY ROAD das Beste, was es momentan im Kino zu sehen gibt.

@ FilmmusikOnkel:

Ich empfehle dir Andrew Dominiks großartigen Western-Abgesang THE ASSASSINATION OF JESSE JAMES BY THE COWARD ROBERT FORD aus dem letzten Jahr - das neben dem bereits angeführten FIGHT CLUB wohl beste Beispiel für die schauspielerischen Fähigkeiten Brad Pitts.

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Warum Stauffenberg keine Lichtgestalt gewesen sein soll, solltest du auch mal etwas näher erläutern.

Darf ich das mal übernehmen? :)

Nun, zunächst weil Stauffenberg mit den anderen Verschwörern für den Fall, dass das Attentat Erfolg gehabt hätte, sicher keinen freiheitlich- demokratischen Staat in unserem Sinne gegründet hätte - denn das wäre historisch unmöglich gewesen, und ein Demokrat war er ohnehin eher nicht. Zweitens weil er zunächst von Hitlers Aufstieg ganz kräftig profitiert und sich erst spät, nämlich nach seiner Verwundung, dem Widerstand angeschlossen hat. Drittens weil seine Motive höchstwahrscheinlich weniger in der Beseitigung des menschenverachtenden Nazi- Regimes und der Judenverfolgung bestanden, sondern eher in der militärischen Notwendigkeit, mit den vorrückenden Aliierten einen Friedensvertrag auszuhandeln - das war aber mit Hitler unmöglich, der in strategischem Irrsinn "bis zum letzten Mann" kämpfen lassen wollte. Das primäre Ziel der Verschwörer war demzufolge die Erhaltung eines souveränen deutschen Staates und die Vermeidung einer Kapitulation mit unklaren Folgen - man hatte noch schlechte Erinnerungen an den ersten Weltkrieg und seine Folgen für Deutschland. Für übersteigerten Patriotismus sprechen auch Stauffenbergs letzte Worte: "Es lebe das heilige Deutschland". Im politischen Spektrum müsste man ihn möglicherweise weiter rechts einstufen als man das einer "Lichtgestalt" eigentlich zubilligen möchte. Schließlich und endlich kann darüber spekuliert werden, ob Stauffenberg durch das Attentat in eine bedeutende Regierungsposition rücken wollte. Als Schwerversehrter hatte er unter Hitler sicher keine Beförderungen mehr zu erwarten, und nach einer bereits absehbaren Niederlage wäre unter den Aliierten wohl auch keine große Karriere mehr möglich gewesen.

Trotz dieser Kritikpunkte und der offenen Fragen bleibt sein Attentat natürlich zweifellos ein Zeichen von Mut und Widerstand gegen ein unmenschliches System. Insofern ist der Name Stauffenberg ganz eindeutig ein Symbol für Licht in einer dunklen Zeit. Aber kein realer Mensch ist ganz hell oder ganz dunkel - und in einer solchen Zeit wie 1944 sowieso nicht.

Ich finde Brad Pitt sehr wandlungsfähig, und ich fand seine Leistungen in "Sieben", "Kalifornia", "Fight Club", "12 Monkeys", "Snatch" und auch "Burn after Reading" überzeugend. Von Tom Cruise bin ich schauspielerisch nicht sooo überzeugt - ich lasse mich da von Fachleuten aber gern eines Besseren belehren. Vielleicht liegt's auch ganz subjektiv daran, dass er mir unsympathisch ist und dass mich die meisten seiner Filme nicht ansprechen. In "Interview mit dem Vampir" war IMHO Pitt einen Tick überzeugender als Cruise - aber der Film gehört auch nicht so zu meinen Favs.

Alex

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meinetwegen in FIGHT CLUB is Pitt ganz in Ordnung, aber auch nichts unglaublich beeindruckendes... neben Edward Norton und Helena Bonham Carter steht er ja wohl weit zurück. In SIEBEN kann ich nichts besonderes an ihm finden und BB erst recht nicht, zumal ihm das Drehbuch doch auch keine Szene gab in der er etwas besonderes zeigen durfte. Nur schön nackisch am Strand rumliegen... mehr glanzvolles hab ich da von ihm nicht gesehen. Der Rest is ja wohlgemerkt CGI...

Und Tom Cruise hat in bisher noch keinem Film überzeugend gespielt. Sorry, der schaut immer gleich doof aus der Wäsche. Genau wie Kevin Costner... der kann auch nur einen Gesichtsausdruck. Allen 3 Herren (von denen aber unbestreitbar Brad Pitt der Talentierteste ist und ausserdem sich die interessantesten Filme aussucht) allerdings Oscars für besonders beeindruckende Leistungen jemals hinterherzuwerfen ist ein Scherz.

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[...]

Ich finde Brad Pitt sehr wandlungsfähig, und ich fand seine Leistungen in "Sieben", "Kalifornia", "Fight Club", "12 Monkeys", "Snatch" und auch "Burn after Reading" überzeugend. Von Tom Cruise bin ich schauspielerisch nicht sooo überzeugt - ich lasse mich da von Fachleuten aber gern eines Besseren belehren. Vielleicht liegt's auch ganz subjektiv daran, dass er mir unsympathisch ist und dass mich die meisten seiner Filme nicht ansprechen. In "Interview mit dem Vampir" war IMHO Pitt einen Tick überzeugender als Cruise - aber der Film gehört auch nicht so zu meinen Favs.

Alex

Stimmt, KALIFORNIA und SNATCH hatte ich noch vergessen.

THE ASSASSINATION OF JESSE JAMES BY THE COWARD ROBERT FORD habe ich allerdings noch nicht gesehen, muss ich bald mal nachholen.

Bei Tom Cruise fällt mir zumindest eine Rolle ein in der er mich 100% überzeugen konnte, und zwar THE COLOR OF MONEY (Die Farbe des Geldes) von 1986.

Dort spielt er an der Seite von Paul Newman einen jungen talentierten Neuner-Ball Heißsporn, hier war er für mich perfekt besetzt.

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Ich sehe mir ja eher selten Filme im TV an - gestern eine Ausnahme:

20:15 Uhr auf RTL2: "John Q" mit Denzel Washington (den ich ansonsten sehr schätze)

Inhalt: Denzel spielt einen Industriearbeiter, dessen Sohn eine schwere Herzerkrankung erleidet. Nur einen Herztransplantation kann sein Leben retten. Doch die Krankenkasse zahlt diese extrem teure Operation nicht. In seiner Verzweiflung stürmt er das Krankenhaus mit einer Waffe, nimmt Geiseln und will den Arzt mit Gewalt zwingen, die OP durchzuführen...

Ich muss gestehen, ich war hin- und hergerissen. Toll gespielt, einserseits bewegend, z.T. auch durchaus spannend inszeniert, mit einem grandiosen und prominenten Ensemble bis in die Nebenrollen - andererseits teilweise kaum erträglicher Sozial-Kitsch und rührselige Tränendrüsen-Dramaturgie unterster Schublade.

Die soziale Brisanz mit dem realen Hintergrund der Krankenversicherungsproblematik in den USA so ins Bewusstsein der Zuschauer rufen zu wollen, ist ja sicher ehrenwert und löblich - aber zwischen "gut gemeint" und "gut gemacht" gibt es eben doch einen Unterschied.

Vielleicht bin ich auch zu empfindlich, aber so gnadenlos emotional manipulierender Sozialkitsch wie in diesem Film schiesst dann doch übers Ziel hinaus.

Eine Anmerkung noch zur Musik: Hier wurde mir einmal mehr drastisch vor Augen geführt, warum ich nach wie vor "traditionelle" Filmmusik gegenüber den immer mehr in Mode kommenden Songs bevorzuge - am Anfang des Films gibt es eine Szene, in der Denzel in seiner Kirchengemeinde Spenden erhält und seinen Hausrat verkauft, um das Geld zusammen zu bekommen. Dazu spielte irgendein so grausam kitschig-manipulierender Song (keine Ahnung von wem) - die Wirkung war unerträglich. Die ganze Szenenfolge wurde derart "verkitscht", ich war kurz davor, den Fernseher abzuschalten.

Meine Wertung: 3/6 - sicher gut gemeinter, aber zuweilen kaum erträglicher Sozialkitsch (und Denzel Washington ist als "Unterschicht-Arbeiter" ungefähr so (un)glaubhaft wie Tom Cruise als Unterschicht-Vater in "War of the Worlds")

Bearbeitet von Leto
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grad BOLT gesehen... war wirklich nett, letztlich werden alle Punkte eines solchen Films brav runtergespielt, aber war dank lustigen Gesichtsausdrücken und ulkiger Figuren schon sehr gelungen. Deutlich besser als KUNG FU PANDA. Oscar nun ja...

Vom 3-D war ich aber doch eigentlich enttäuscht. Das Bild ist plastisch, gut, aber macht es das besser? Ich finde auch nicht, dass das in irgendeiner Weise sonderlich genutzt wird. Beim Trailer von JOURNEY TO THE CENTER OF THE EARTH 3-D hatte ich mich wesentlich mehr über das 3-D amüsiert (und es funktionierte dort schon viel besser als auf der rot-grün-3-D-Fassung, die es auf der US-DVD gibt!). Einerseits is ja ok dass sie nicht ständig was einem ins Gesicht werfen, andererseits wozu dann überhaupt? Ich denke mal dass das 3-D nur wirklich bei Horrorfilmen Spass machen wird, MY BLOODY VALENTINE soll da ja wirklich grandios scheusslich mit umgehen und FINAL DESTINATION 4 wird da sicher auch derbe geschmacklos. Aber nur um eine Tiefe im Bild zu haben, dafür muss man nicht auch noch Aufpreis bezahlen finde ich. Kann mir nicht vorstellen, dass das die Massen auf ewig ins Kino lockt, meinem Vater würde der Unterschied zwischen 2D und 3D-Fassung wahrscheinlich nicht mal auffallen... lol. Für CGI-Filme ala BOLT (und den ganzen Trailern die noch kamen inkl. einem völlig unkomischen CARS-Kurzfilm (mit immerhin cooler Musik von BT) ) hat das für mich aber erstaunlich wenig Reiz nun gehabt. Auch gabs vom Publikum so gut wie nie Reaktionen darauf.

Musik war ja phantastisch von Powell, das Disney Album aber ein totaler Witz. Wer hat das denn zusammengestellt??? Her mit der Academy Promo...

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