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Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Sebastian Schwittay:

Ich mag den altertümlichen, fast mittelalterlichen Touch des Themas. Die Kirchentonart dorisch, sowie die Kadenz-hafte Wirkung (das Thema wendet sich sofort auf den Ton zurück, auf dem es angefangen hat) lassen es für mich wie ein ehrwürdiges Grals- oder Kreuzritterthema klingen. Habe da sofort alte französische Burgen und Klöster vor dem inneren Auge. Hätte ich bei dem Stoff nicht erwartet!

Toll auch die Highlights der Harfe, der anmutsvolle Einsatz der Blechsektion bei 2:13, und vor allem natürlich diese mystische Dissonanz kurz vor Schluss bei 3:37. Eine tolle erste Konzertfassung, ich bin begeistert!

Dorian hätte ich nach Gehör auch geschätzt. Hörst du aber auch in welcher Tonart es geschrieben ist?

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Sebastian Schwittay:

Naja, dorisch auf e. Zumindest fängt es so an. 

Dorisch (und auch die anderen Kirchentonarten) kannst du ja auf jeden Ton aufbauen - deshalb hatte ich gefragt :) 

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb Trekfan:

Aufnahmen mit Williams als Dirigenten seines neuen Scores

https://www.facebook.com/reel/1204949038330929

 

Was mir an dem Videoclip enorm gut gefällt, ist dieses treibende Streicherthema (und auch von Blechbläsern) sowohl das Musikthema an sich, als auch (fast noch mehr) die treibende Art des Stückes, insbesondere passend (wenn es im Film auch so vorkommt) als im Clip um den auf dem Feld stehenden Mann ringsum um ihn herum das hohe Gras wie von Geisterhand heruntergedrückt wird, da passt dieses mysteriöse streichergetriebene energische Musikthema super drauf.

Was mich am Videoclip erschreckt hat (ja, ich weiß, daß der Mann sehr alt ist und daß er sehr krank war und möglicherweise wie spekuliert zwei Schlaganfälle hatte), war dieser auf mich nicht gesund sondern eher krank wirkende Gesichtsausdruck von John Williams, insbesondere, die auf mich starr aufgerissenen „leer“ wirkenden Augen, ja das hat mich echt total erschreckt und traurig gemacht.

Geschrieben

Ausschnitte aus zwei weiteren Tracks: "believe..." und "celestial..."

Das Thema in "celestial..." ab 1:55 im Video dürfte das zweite (oder vielleicht das eigentliche Haupt-)Thema sein, das so ein bisschen nach dem Archimedes-Thema aus DIAL OF DESTINY klingt. Hat man schon im Paris-Instagram-Clip gehört, als Spielberg auf die Bühne geht.

Geschrieben

Nach Steven Spielbergs Vorstellung sollte die Filmmusik in Disclosure Day den Bildern und der Handlung dienend untergeordnet sein und die Dramaturgie subtil unterstützen. Close Encounters of the Third Kind betrachtete er hingegen als „opernhaft“ angelegt, weil die Musik dort nicht nur begleitet, sondern die emotionale und narrative Führung des Films wesentlich mitbestimmt. Nähere Details könnt Ihr diesem spannenden Gespräch entnehmen. 
 

 

 

Geschrieben
Am 6.6.2026 um 15:03 schrieb Sebastian Schwittay:

Ausschnitte aus zwei weiteren Tracks: "believe..." und "celestial..."

Das Thema in "celestial..." ab 1:55 im Video dürfte das zweite (oder vielleicht das eigentliche Haupt-)Thema sein, das so ein bisschen nach dem Archimedes-Thema aus DIAL OF DESTINY klingt. Hat man schon im Paris-Instagram-Clip gehört, als Spielberg auf die Bühne geht.

Am 6.6.2026 um 21:04 schrieb Howard:

Bezweifle, dass das echt ist. Das ist Werbung für einen Telegramkanal und vermutlich KI-generiert aus irgendwelchem anderen Zeug von Williams.

 

Das ist doch jetzt wirklich die perfekte Gelegenheit, das Potential generativer Musik-KI zu testen:  Ich halte einen vorzeitigen Leak des Albums über dunkle Kanäle für nicht unwahrscheinlich und vermutlich sind die beiden Ausschnitte tatsächlich authentisch (ich hoffe es sogar!). Falls sie aber doch von Suno und Co. generiert wurden, wäre das ziemlich beängstigend, da sie sogar uns mit unserer langjährigen Erfahrung und Expertise in diesem Feld erfolgreich glauben machen, sie seien vom letzten noch lebenden Großmeister der Filmmusik komponiert worden. Als Musiker und Komponist finde ich diese Vorstellung maximal verstörend. 

  • Thanks 1
Geschrieben

Ab 1:55 hört man immerhin das "Archimedes-Thema" in einer ziemlich authentisch klingenden Variation – und dass das Thema echt ist, beweist ja der Paris-Instagram-Clip sowie die Dolby Promo. Hast du beide gesehen und gehört, @Howard?

Würde mich schon wundern, wenn eine KI ein bestehendes Thema so gut und ausdrucksvoll variieren könnte. 

Zusatzinfo aus dem JWFan-Forum: 

- "ScoreWorld is Bart Oss IIRC. Notorious leaker."

- "Only posting this here because they posted two of Ben Wallfisch’s Twister's cues before that album was officially announced / released back in 2024."

Also offensichtlich ein Raubkopierer, der irgendwie bereits ans Album gekommen ist und das nun über Telegram überteuert ungeduldigen Fans andrehen will. 

  • Thanks 1
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Sebastian Schwittay:

Ab 1:55 hört man immerhin das "Archimedes-Thema" in einer ziemlich authentisch klingenden Variation – und dass das Thema echt ist, beweist ja der Paris-Instagram-Clip sowie die Dolby Promo. Hast du beide gesehen und gehört, @Howard?

Würde mich schon wundern, wenn eine KI ein bestehendes Thema so gut und ausdrucksvoll variieren könnte. 

Zusatzinfo aus dem JWFan-Forum: 

- "ScoreWorld is Bart Oss IIRC. Notorious leaker."

- "Only posting this here because they posted two of Ben Wallfisch’s Twister's cues before that album was officially announced / released back in 2024."

Also offensichtlich ein Raubkopierer, der irgendwie bereits ans Album gekommen ist und das nun über Telegram überteuert ungeduldigen Fans andrehen will. 

Ja davon gehe ich ebenfalls aus. Kann durchaus einer vom Tonstudio oder Label sein. 

  • Like 1
Geschrieben

Album ist ja nun schon durchgesickert - ich rate allerdings von einem Hördurchgang ab, da stark komprimiert. 

Habe kurz reingehört, die Tracks oben waren echt, und - was mir wichtig war - es gibt zumindest zwei vollwertige Actiontracks: "chase..." und "unseen...". Ersterer schön modernistisch à la WAR OF THE WORLDS (mit haufenweise Akzenten der muted trumpets), der andere rhythmisch-treibend à la MINORITY REPORT. Macht Laune! :) 

  • Thanks 2
Geschrieben

Ich war heute Mittag mit meiner Frau im IMAX in „Disclosure Day“ und wir waren begeistert, vor allem aber „geschafft“, denn der Film ist ein echtes Brett von Film. Wahnsinnig intensiv, extrem packend, fesselnd und spannend mit außergewöhnlichen Einfällen und Szenen und man wird regelrecht in die Handlung hineingezogen und mitgerissen vom Film. 

In jedem Fall eine Großtat von Spielberg, atemberaubendes großes Kino mit zweieinhalb Stunden, die im Flug vergehen und Einen alles Andere drum herum vergessen lassen.

Regie, Buch, Kamera, Trickeffekte sind im tatsächlichen und im doppelten Wortsinne phantastisch und schauspielerisch ist „Disclosure Day“ eine Wucht, von vor allem Emily Blunt und Colin Firth.

Ach ja, je weniger man im Vorfeld vom Film und von seiner Handlung weiß, wie das bei mir und meiner Frau der Fall war, dann umso besser, denn umso größer die What-the-fuck-Momente, die der Film auf mehrerlei Art und Ebenen bietet.

 

Was den Score angeht: mal wieder ein wunderschöner Ohrwurm von Maestro John Williams :) dieses eine besondere Motiv und Thema. Und mal wieder eine Großtat von Maestro John Williams.

Wobei sich der Score dem Film eher unterordnet, eher dem Film dienlich ist in der Begleitung und sachten Verstärkung von Emotionen und dem Spannungaufbau und ansonsten eher in den Hintergrund tritt bis auf wenige Ausnahmen, in denen der Score hie und da auch mal kurz wirklich glänzen darf. Also eigentlich so, wie Filmmusik auch per Definition sein sollte, einem Film im Hintergrund zu dienen.

Bin jedenfalls auf den Score übermorgen auf Spotify mitm Kopfhörer auf der Couch sehr neugierig, um den Musikscore deutlicher hören und genießen zu können, denn z.B. die Musik der „chase“ ging weitgehend im lauten Krach der Autoverfolgungs-Action unter und war quasi bestenfalls fragmentarisch aus dem Actionkrach wirklich rauszuhören, was heute häufiger der Fall war.

 

Und dem Film werd ich morgen einen weiteren Kinobesuch abstatten. Für mich jedenfalls Film des Jahres, der den von mir zuvor begeistert dreimal im Kino gesehenen starken und lustigen neuen Guy Ritchie Film „In the Grey“ einen Platz 1 nach hinten geschoben hat.

 

Es gibt aber auch einen Aspekt vom Film „Disclosure Day“, den ich eher kritisiere bzw. eher kritischer empfinde, aber das würde hier zu spoilern bedeuten und das werde ich nicht, auch weil es hier im Forum keine den Text unsichtbar machenden Spoilertags gibt (zumindest hab ich keine gefunden).

Geschrieben
Am 10.6.2026 um 12:20 schrieb Sebastian Schwittay:

Album ist ja nun schon durchgesickert - ich rate allerdings von einem Hördurchgang ab, da stark komprimiert. 

Habe kurz reingehört, die Tracks oben waren echt, und - was mir wichtig war - es gibt zumindest zwei vollwertige Actiontracks: "chase..." und "unseen...". Ersterer schön modernistisch à la WAR OF THE WORLDS (mit haufenweise Akzenten der muted trumpets), der andere rhythmisch-treibend à la MINORITY REPORT. Macht Laune! :) 

Ich habe nun einmal komplett durchgehört:

Der Score erinnert mich stark an ARTIFICIAL INTELLIGENCE  -> plätschert die meiste Zeit nur so dahin - hin und wieder kommen dann ein paar zackigere Momente hinzu (à la WAR OF THE WORLDS). Und dann noch das schöne Hauptthema, das aber selten aufblitzt. 
 

Grundsätzlich ist die Musik m.E. im unteren mittleren Bereich des Schaffens des Maestros zu verorten (bezogen auf die musikalische Qualität, Bedeutsamkeit und Einprägsamkeit). 

Geschrieben
vor 21 Stunden schrieb bimbamdingdong:

Ich war heute Mittag mit meiner Frau im IMAX in „Disclosure Day“ und wir waren begeistert, vor allem aber „geschafft“, denn der Film ist ein echtes Brett von Film. Wahnsinnig intensiv, extrem packend, fesselnd und spannend mit außergewöhnlichen Einfällen und Szenen und man wird regelrecht in die Handlung hineingezogen und mitgerissen vom Film. 

In jedem Fall eine Großtat von Spielberg, atemberaubendes großes Kino mit zweieinhalb Stunden, die im Flug vergehen und Einen alles Andere drum herum vergessen lassen.

Regie, Buch, Kamera, Trickeffekte sind im tatsächlichen und im doppelten Wortsinne phantastisch und schauspielerisch ist „Disclosure Day“ eine Wucht, von vor allem Emily Blunt und Colin Firth.

Ach ja, je weniger man im Vorfeld vom Film und von seiner Handlung weiß, wie das bei mir und meiner Frau der Fall war, dann umso besser, denn umso größer die What-the-fuck-Momente, die der Film auf mehrerlei Art und Ebenen bietet.

 

Was den Score angeht: mal wieder ein wunderschöner Ohrwurm von Maestro John Williams :) dieses eine besondere Motiv und Thema. Und mal wieder eine Großtat von Maestro John Williams.

Wobei sich der Score dem Film eher unterordnet, eher dem Film dienlich ist in der Begleitung und sachten Verstärkung von Emotionen und dem Spannungaufbau und ansonsten eher in den Hintergrund tritt bis auf wenige Ausnahmen, in denen der Score hie und da auch mal kurz wirklich glänzen darf. Also eigentlich so, wie Filmmusik auch per Definition sein sollte, einem Film im Hintergrund zu dienen.

Bin jedenfalls auf den Score übermorgen auf Spotify mitm Kopfhörer auf der Couch sehr neugierig, um den Musikscore deutlicher hören und genießen zu können, denn z.B. die Musik der „chase“ ging weitgehend im lauten Krach der Autoverfolgungs-Action unter und war quasi bestenfalls fragmentarisch aus dem Actionkrach wirklich rauszuhören, was heute häufiger der Fall war.

 

Und dem Film werd ich morgen einen weiteren Kinobesuch abstatten. Für mich jedenfalls Film des Jahres, der den von mir zuvor begeistert dreimal im Kino gesehenen starken und lustigen neuen Guy Ritchie Film „In the Grey“ einen Platz 1 nach hinten geschoben hat.

 

Es gibt aber auch einen Aspekt vom Film „Disclosure Day“, den ich eher kritisiere bzw. eher kritischer empfinde, aber das würde hier zu spoilern bedeuten und das werde ich nicht, auch weil es hier im Forum keine den Text unsichtbar machenden Spoilertags gibt (zumindest hab ich keine gefunden).

 

Sodele, ich war jetzt heute ein zweites Mal (diesmal allein) im IMAX-Kino in Spielbergs „Disclosure Day“ und muß sagen, daß mir Film und Score heute noch besser gefielen, als gestern schon bei unserer Erstsichtung des Films.

Der Score wird ja erst morgen freigeschaltet auf Spotify aber ich konnte heute im Film genauere Eindrücke des Filmscores gewinnen, indem ich mich noch mehr auf die Musik konzentriert hab.

Der Score ist auf jeden Fall ein weiteres Meisterwerk von Maestro John Williams und zählt für mich (trotz viel Underscoring im Film) zweifellos zu den besten Scores von John Williams und es freut mich sehr, daß nicht „The Fabelmanns“ als filmkompositorischer Schlußpunkt bzw. als filmkompositorisches Denkmal von Williams stehen bleiben wird, sondern daß (sofern John Williams nicht noch, was ich ihm und uns sehr wünschen würde, als 100Jähriger Scores für Spielberg komponieren sollte), zumindest mal „Disclosure Day“, als ein mehr als würdiger Schlußpunkt seines Filmmusik-Schaffens stünde.

Was ich nach zwei Kinosichtungen des Films über die Filmmusik zu „Disclosure Day“ sagen kann, ist, daß der wunderschöne (im Film wiederkehrende) Ohrwurm ein echter Williams-Ohrwurm ist und obendrein ein besonders nobles Musikstück, insbesondere wenn es vom Solo-Horn und den Streichern getragen wird. Und wenn es (im Film) zart von einer Frauenstimme gesummt wird, „kommt“ es besonders inniglich schön und hat was „outer-worldly“-haftes an sich, was ja zum Filminhalt paßt.

Ansonsten läßt sich anhand der Filmsichtung über den Score im Film sagen, daß der Score vor allem von den Streichern getragen wird.

Zum Blech hingegen ist zu sagen, daß das Blech eigentlich vor allem nur dann im Film zu hören ist, wenn eine Verfolgung tobt (dann vor allem spitze Trompetenklänge, knarzende Posaunen und  tiefe Tuben (im Stile von etwa den Actionverfolgungstracks in „Jurassic Park 2 - The Lost) World“)), oder wenn im Film „Disclosure Day“ Gefahr dräut durch die Verschwörer und die Bedrohung durch die Verschwörer sich aufbaut, dann vor allem im tiefen Blech wabernd.

Das Horn wiederum darf eigentlich, abgesehen vom oben erwähnten „Ohrwurm“, vor allem in der träumerisch schönen Musik einer längeren von Spielberg im Film „Disclosure Day“ verbildlichten offenbarerischen Sequenz glänzen und (imusikalisch  in der Art in etwa so wie in „The BFG“, als der BFG und das Kind in die upside-down-Traumwelt übertreten) so richtig traumwandlerisch schön zart und leichtfüßig gemeinsam mit den Streichern gradezu schweben, ja fliegen.

P.S. Hübsch im Film übrigens der Einfall (und der Effekt daraus) von Spielberg und/oder Williams in der Seqzenz im Transportwaggon die hochkant aufgestellten und mit Spannseilen gesichterten Klaviere bei Vibrationen des Waggons auch in dissonant dräuenden einzelnen Klaviertönen akkustisch darzustellen. 

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