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Soundtrack Board

Sebastian Schwittay

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Alle Inhalte von Sebastian Schwittay

  1. Beste Filmmusiken 2015 - THE DUKE OF BURGUNDY (Cat´s Eyes) - THE HATEFUL EIGHT (Ennio Morricone) - SICARIO (Jóhann Jóhannson) - CREED (Ludwig Goransson) - CRIMSON PEAK (Fernando Velásquez) Beste Einzeltracks 2015 - "The Duke of Burgundy" (Opening Credits) aus THE DUKE OF BURGUNDY - "Black Madonna" (Cor Anglais Version) aus THE DUKE OF BURGUNDY - "Convoy" aus SICARIO - "L´Inferno Bianco" aus THE HATEFUL EIGHT - "Creed Suite" aus CREED - "As the Jurassic World Turns" aus JURASSIC WORLD Filmmusik-Enttäuschungen 2015 - BRIDGE OF SPIES (Thomas Newman) - JUPITER ASCENDING (Michael Giacchino) - THE REVENANT (Ryuichi Sakamoto, Alva Noto) - SPOTLIGHT (Howard Shore) - MAD MAX: FURY ROAD (Junkie XL) - STAR WARS: THE FORCE AWAKENS (John Williams) Bester Komponist 2015 keine Ahnung - vielleicht Ennio Morricone, weil er viele Filmmusikfans eiskalt erwischt hat Beste Newcomer 2015 - Cat´s Eyes - Ludwig Goransson Bestes Re- oder Archival-Release 2015 OLD BOYFRIENDS (David Shire, Intrada) Filmmusik-Label 2015 Intrada Beste Filme 2015 (Top 5) - ES IST SCHWER, EIN GOTT ZU SEIN (Aleksej German) - THE VISIT (M. Night Shyamalan) - SICARIO (Denis Villeneuve) - THE LOBSTER (Yorgos Lanthimos) - CRIMSON PEAK (Guillermo del Toro) Kino-Reinfälle 2015 - STAR WARS: THE FORCE AWAKENS (J.J. Abrams) - KNIGHT OF CUPS (Terrence Malick) - ICH SEH, ICH SEH (Severin Fiala, Veronika Franz) - STEVE JOBS (Danny Boyle) - THE REVENANT (Alejandro González Inárritu) Sonderpreis für eine besondere Leistung Aleksej Germans Film-Trip ES IST SCHWER EIN GOTT ZU SEIN - jahrzehntelang in Produktion, und am Ende der Odyssee steht ein kinematografisches Monstrum, wie es die Welt noch nicht gesehen hat Filmmusik-Geheimtipp 2015 THE DUKE OF BURGUNDY (Cat´s Eyes) Filmmusikalische Hoffnungen für 2016 - HIGH-RISE (Clint Mansell) - mehr guten Beltrami ---------------------- FAZIT Filmmusikalische Feinkost kam 2015 von den europäischen Outsidern, die Hollywood-Elite hat (zumindest mich) durchgehend enttäuscht. Am verstörendsten für mich: die Filmmusik-Nerds feiern blind und ergeben alles, was vorgeblich in die Kerbe "verlorener" großorchestraler Kinomagie haut - neue, erfrischende Ansätze scheinen es dieser Tage so schwer zu haben wie nie zuvor. Passt immerhin gut in die Zeit: in der Kölner Philharmonie wird neuerdings ausgebuht, was man nicht kennt, und die Angst vor kultureller Überfremdung treibt die hässlichsten Blüten seit 1933. Stay tuned for 2016.
  2. Nun, der Score hat drei davon. Das Hauptthema, das Thema für Bek und Zaya, sowie das Thema für Hathor. Die beiden letzteren sind zwar im Verlauf des Scores nicht unmittelbar eingängig und werden auch öfter eher angerissen als voll ausgespielt - aber dafür gibt es ja am Ende des Albums zwei göttliche Konzertversionen davon. Darüber hinaus gibt es noch Motive für Set, sowie ein, zwei weitere, die ich in Unkenntnis des Films noch nicht genauer zuordnen konnte. In jedem Fall außerordentlich reichhaltige Themen- und Motivarbeit. Der Vergleich mit großen Monumentalfilm-Scores war hier ausnahmsweise mal kein hohles Marketing-Bla-Bla, sondern durchaus zutreffend. Ich schätze mal, das waren die drei letzten Tracks? "God of the Impossible", "Bek and Zaya´s Theme" und "Hathor´s Theme" formen ein beeindruckendes Tryptichon und sind vielleicht das herrlichste, was mir seit über einem Jahr filmmusikalisch zu Gehör gekommen ist. Beltrami verbindet hier kompositorischen Anspruch mit Leidenschaft und einer vollen Ladung Herzblut - das, was ich im neuen STAR WARS so schmerzlich vermisst habe. Einfach toll! Der Score inspiriert mich momentan sogar zur Aufarbeitung der Götter-und-Krieger-Filme der letzten Jahre - von CLASH OF THE TITANS über die 300-Fortsetzung bishin zu IMMORTALS. Kannte ich alles noch nicht. Und man will ja auf GODS OF EGYPT vorbereitet sein.
  3. Wie soll ich denn eine Blu-Ray auf die Festplatte rippen, wenn ich kein Blu-Ray-Laufwerk in meinem PC bzw. Laptop habe?
  4. Das liegt aber vor allem an unserer (pop-)kulturellen Wahrnehmung des Instruments, die in erster Linie mit süßlichem Herzschmerz verbunden wird. Hör dir mal Schostakowitschs erstes Violinkonzert an - da hat die Violine überhaupt gar keine romantische Konnotation mehr. In der jüdischen Folklore (von der übrigens sowohl SCHINDLER´S LIST als auch das oben genannte Schostakowitsch-Konzert inspiriert ist) ist die Violine dann auch alles andere als ein "romantisches" Instrument, sondern ganz selbstverständliche Klangfarbe ohne jeden romantischen oder sonstwie artifiziellen Hintergrund.
  5. Kurzer Off-Topic-Exkurs: Bei Filmen finde ich die Form des Mediabooks (oder der Dual-Format-Edition) außerordentlich praktisch. Gerade als Student hab ich den stationären Blu-Ray-Player nicht immer in Reichweite und bin oft auch mal einige Tage nur mit dem Laptop unterwegs. Wenn ich dann für ein Seminar den Film "mobil" brauche, bin ich sehr dankbar, wenn ich neben der hochauflösenden Fassung auch noch die DVD für den Laptop im Set habe.
  6. Ja, bei SoundtrackCollector ist nur eine LP mit einer Neueinspielung gelistet. Schade mit den 4 Tracks, jetzt hatte ich mich schon gefreut.
  7. Von den drei zusätzlichen Tracks auf der Homepage sind nur zwei actionlastiger ("Bulls on Parade" und "Eye See You"). Der dritte, "Hathor Reveals Horus", ist eher sanftes Underscoring.
  8. Cool, GOD TOLD ME TO. Den gab´s bisher noch gar nicht auf CD, oder?
  9. Die oben abgebildete Seite ist übrigens aus "Channeling Zaya" (0:51 - 1:30). Die Holzbläser (oben) scheinen auf der Albumversion jedoch nicht dabei zu sein - das Solo-Cello (unten) spielt die Melodielinie allein.
  10. Naja, das Film-und-TV-Forum ist sicher das wichtigere und öfter besuchte Forum als "Mitglieder-Reviews" oder ein Sammelbecken für alte Board-Umfragen.
  11. Ich verstehe nicht, wieso das Forum "Soundtrack-Board-Schätze" nicht weiterhin ein Unterforum des Filmmusik-Forums sein kann und jetzt die Startseite noch unübersichtlicher macht. Wenn es unbedingt so bleiben soll, wäre ich auch für eine Position ganz unten. Sind immerhin alles nur Spielereien.
  12. Musik ist die ultimativ ephemere Kunstform, da lässt sich eigentlich gar nix anfassen. Höchstens die Partitur. Und wenn man den physischen Eindruck der Musik, also das akustische Erlebnis des echten, direkt erzeugten Schalls sucht, sollte man ins Konzert gehen. In der Ära der CD/LP gab es nicht mehr "Musik zum Anfassen" als heute.
  13. Den Oscar für den besten Film 2006 hätte INLAND EMPIRE gewinnen müssen. Das war der einzige, echte Meilenstein dieses schwachen Jahres. (Ok, CHILDREN OF MEN war auch noch gut.)
  14. Für Außenstehende mag TENTACOLI nach einer obskuren Angelegenheit klingen, im Tierhorror-Genre ist das aber ein echter (Camp-)Klassiker. Da greifen durchaus viele Fans zu.
  15. Ich würde das einfach als Bestandteil dieser episch-erhabenen Melodielinie sehen, die ab 0:21 ansetzt. Ähnlichkeiten zu Bond ergeben sich vielleicht ganz vage durch den chromatischen An- und Abstieg, aber das gibt es ja in unzähligen Wendungen (v.a. im Jazz). Welchen Sinn sollte so eine Referenz auch machen? Viel deutlicher ist der Track übrigens, in seiner Harmonik und den Minimalismen, von Philip Glass inspiriert - denke mal, da lag irgendwas in der Art im Temp Track.
  16. Es ist ein Production Still der Eröffnungsszene, der Einstellungswinkel differiert vielleicht um 15°. Ansonsten das gleiche Bildmotiv.
  17. Recht unterhaltsam fand ich den ja auch immer - aber unter den zehn besten seiner Art? Finde ich übertrieben. Intradas Wiederveröffentlichung ist ja leider mal wieder so ein Klopper, der gegen jedes Maß- und Dramaturgie-Empfinden verstößt. Und unnötig obendrein, hatte die alte Intrada-CD doch schon stolze 76 Minuten an Bord.
  18. Ich mochte ihn sehr. Einer der sympathischsten Nebendarsteller, die Hollywood je gesehen hat. Gerade vor einigen Tagen erst den schönen ...TICK...TICK...TICK... (1970) von Ralph Nelson gesehen, wo er einen weißen Sheriff spielt, der das Amt an einen Schwarzen übergeben muss, sich aber konsequent gegen den rassistischen Mob der Kleinstadt stellt. Bye, George. RIP.
  19. Hmm, EXECUTIVE DECISION ist auf 70 Minuten auch nicht interessanter als VOLCANO. In den Morricone und den Price muss ich bei Gelegenheit mal reinhören.
  20. Film ist ja nun massiv gefloppt. Hat am Startwochenende nur 14 Millionen eingespielt. Proyas wandte sich in einem offenen Brief an die Filmkritiker, die seinen Film verrissen haben, und beschimpft sie als "deranged idiots". Gegen Ende verflacht es leider kurzfristig und wird tatsächlich zum Krawall. Konkret sind das die Tracks "Elevator Music" und "Obelisk Fight, Pt. 1". Davor gibt es mit "Chaos" und "Set Confronts Ra" nochmal zwei eher substanzlose Tracks, was insgesamt zu einem rund 15-minütigen qualitativen Einbruch im letzten Teil des Albumschnitts führt. Die vier angesprochenen Tracks würde ich daher auch unbedingt rauseditieren. Ansonsten ist das Actionscoring m.M.n. aber über weite Teile ganz ausgezeichnet und detailreich ausgestaltet. "Set vs. Horus", eine Auftürmung gequälter Dissonanzen, ist mein Favorit - "Snakes on a Plain" ist dann knackige Wüstenaction im MUMMY-Modus und in "Obelisk Fight, Pt. 2" frönt Beltrami seiner jüngst entdeckten Lust an musikalischen "Einsturzfiguren" - vgl. hierzu die Musik zum Helikopterabsturz in A GOOD DAY TO DIE HARD. Anyway, mein leicht gekürzter Albumschnitt sieht folgendermaßen aus: 1. Gods of Egypt Prelude 2. Bek and Zaya 3. Market Chase 4. Coronation 5. Set vs. Horus 6. Hathor's Bedroom 7. Bek Steals the Eye 8. Shot Through the Heart 9. Wings and a Prayer 10. Osiris' Garden 11. Snakes on a Plain 12. Toth's Library 13. Straight Out of Egypt 14. Chanelling Zaya 15. Return of the Mistress of the West 16. Obelisk Fight, Pt. 2 17. God of the Impossible 18. Bek and Zaya's Theme 19. Hathor's Theme
  21. Hast du den Film gesehen? Ist quasi ein Still aus der (großartigen) Eröffnungssequenz und eins der schönsten Bildmotive des Films. Könnte mir ehrlich gesagt kein besseres Motiv für das Cover vorstellen.
  22. Meinst du das Cover? Das sieht doch großartig aus.
  23. Als alleiniger Besitzer der FSM-Ausgabe kenne ich die Tsunami-CD zwar nicht und weiß nicht, wie die klingt, aber: MORITURI ist echt was ganz Feines und leider viel zu unbekannt - vielleicht das knackigste Prä-APES-Actionscoring von Goldsmith. Unbedingt mitmachen!
  24. Ja, sehr schade, dass das allgemein so gesehen wird. Ich würde schon sagen, dass THE HATEFUL EIGHT (zusammen mit SICARIO) die wirkungsvollste Filmmusik unter den Nominierten war - und der Gewinn somit absolut in Ordnung geht. Sehr geärgert hat es mich übrigens, dass Jennifer Jason Leigh nicht für ihre wahnwitzige Darstellung ausgezeichnet wurde. Stattdessen wurde es (mal wieder) jemand aus einem Hooper-Film. Mann, wie sehr mich dieser Kerl mit seinen flachen Sonntag-Nachmittags-Filmchen mittlerweile nervt!
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