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Soundtrack Board

Sebastian Schwittay

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Alle Inhalte von Sebastian Schwittay

  1. Mein Lieblingshorrorscore und zugleich auch mein absoluter Genre-Favorit in Sachen Goldsmith: The Mephisto Waltz (Jerry Goldsmith) Kenne keine Musik, die verstörender, beunruhigender und atmosphärischer ist, als diese. Für mich eines der großen Goldsmith-Meisterwerke! Des Weiteren: Event Horizon (Michael Kamen, Orbital) War damals meine erste Filmmusik - hat mich als 12-jähriger das Fürchten gelehrt, und tut es heute auch noch. In Dreams (Elliot Goldenthal) Neben PET SEMATARY meine liebste Horror-Arbeit Goldenthals - das düstere, vielschichtige Klanggewitter in "Appellatron" gehört für mich zum Unheimlichsten, was Goldenthal je geschrieben hat. Und wenn es doch noch ein paar mehr als drei sein dürfen: SALEM´S LOT (Christopher Gordon) und ALTERED STATES (John Corigliano).
  2. Ein guter, gewohnt filigran ausgearbeiter Williams-Score ohne großartige konzeptionelle Überraschungen - wenngleich der virtuose Klavierpart in "Snowy´s Theme" schon was ganz, ganz Feines ist und zu den schönsten Kompositionen bzw. Einzel-Tracks des Jahres zählt. Ich würde insgesamt glatte 4 von 6 Sternen vergeben, also genau so viel wie für SOUL SURFER. Damit sticht er zwar nicht als der Score des Jahres hervor, gehört aber ganz eindeutig zu den bisher Besten des Jahres.
  3. Das meiste Beltrami-Material ist tatsächlich aus SCREAM (nicht aus SCREAM 3, der ist nach HALLOWEEN H:20 entstanden). Eines der prägnantesten Beispiele: die Suspense-Musik in der Eröffnungsszene, in der der Junge mit Hockeyschläger durch das verwüstete Haus schleicht, ist aus der Eröffnungsszene aus SCREAM - auf der Club-Ausgabe Track 2, "The Cue from Hell".
  4. Habe mein Exemplar Ende letzter Woche bekommen und mein Cover ist absolut in Ordnung, kein unsauberer Druck, keine Farbfehler. Glück gehabt.
  5. Au weia, so hab ich ihn echt noch nie gehört... seine Stimme klingt auch ganz anders als sonst. Klingt teils fast so, als könne er seine eigene Sprache nicht mehr, klingt irgendwie nach Akzent. Was ist mit dem denn passiert? Anscheinend hat er wirklich zu viel gehabt... Meine Güte, erstes Video, 3:07 - 3:10... was in Gottes Namen?
  6. Sehr schade. Aber immerhin wenigstens ein Download-Release...
  7. Tolle Suite, Thomas - die von dir ausgewählten Momente bestätigen auch durchaus das, was BigMac festgestellt hat. Die vielen Scherzo-Passagen der Musik erinnern durchaus an INDIANA JONES AND THE LAST CRUSADE.
  8. Ja, eines der Hauptmotive aus OTHELLO (prägnant zu hören am Ende der "Tarantella") hat er später zum Hauptthema von SPHERE gemacht...
  9. OLDBOY ist ein Meisterwerk. Ich kenne darüber hinaus nur LADY VENGEANCE und finde den schlimm überschätzt.
  10. Bin gerade etwas verunsichert bzgl. eines Instruments in einem meiner Lieblings-Goldsmith-Scores, THE MEPHISTO WALTZ. Ich müsste dringend wissen, welches Instrument im folgenden Video bei 7:01 bzw. 7:05 diesen verstörenden, "stöhnenden" Klang produziert. In meiner FilmmusikWelt-Rezension von 2003 schrieb ich, es sei ein Widderhorn bzw. eine jüdische Schofar (ein aus dem Horn eines Widders oder einer Kudu-Antilope gefertigtes Instrument), es kann aber auch ein Serpent sein. http://www.youtube.com/watch?v=6YhmlfLVp9Y Das Instrument ertönt im Score noch einige weitere Male, u.a. auch als Zusatz-Effekt im "Main Title" oder auch zu Beginn von "The Hospital". Kennt sich hier irgendjemand gut genug mit Schofar und Serpent aus und kann diesen Klang zuordnen? Mitte Dezember beginne ich mit der Arbeit an einer experimentellen Filmmusik, und bräuchte dafür dieses Instrument.
  11. Also tatsächlich so, wie ich vermutet habe: keine breit auskomponierten, sanglichen/eingängigen Themen, ergo nichts zum Mitsummen. Diese eher motivische Herangehensweise ist mir ja immer sehr recht. Hoffe, dass ich das Album im Laufe der kommenden Woche auch endlich zu Gehör bekomme.
  12. Goldenthal hat halt auch eine sehr tiefe, raue Stimme - wenn er spricht, wirkt er oft ein bisschen, als wenn die Nacht davor durchgesoffen hätte. Ich war jetzt zwar leider nicht dabei in Ghent, kann natürlich auch sein, dass er wirklich betrunken war. Nur mit wem hätte er sich denn zulaufen lassen sollen? Mit seiner Frau? Mit Desplat?
  13. CONTAGION (Steven Soderbergh) Erwartet: einen halbgaren OUTBREAK-Verschnitt mit glanzvollem Cast. Bekommen: einen der stimmigsten und spannendsten Viren-/Epidemie-Thriller seit gefühlt drei Jahrzehnten. Mittels fragmentarisch-episodenhafter Narration und einem komplexen Figuren- und Handlungsgeflecht inszeniert Soderbergh auf hochspannende Weise die weltweite Ausbreitung eines Killer-Erregers - und das zum Teil durchaus schonungslos und beklemmend-realistisch. Selten traut es sich ein Regisseur, einen Glamour-Star wie Gwyneth Paltrow bereits in den ersten Filmminuten zuckend und erbrechend ableben und mit geöffneter Schädeldecke auf dem Seziertisch landen zu lassen. Ehe man sich versieht, liegen dann auch schon die nächsten Weltstars in kalten Massengräbern - die Leichensäcke sind den Behörden zu diesem Zeitpunkt schon ausgegangen. Fazit: Auf Soderbergh ist Verlass - ebenso wie auf sein hervorragendes Darsteller-Ensemble und seinen Komponisten Cliff Martinez, der das düstere Szenario mit einer treibenden, unbequemen, höchst wirkungsvollen Mischung aus elektronischer Minimal Music und getragenen Orchesterpassagen untermalt. Sollte man sich nicht entgehen lassen. MARGIN CALL (J.C. Chandor) Blendend gespieltes Psycho-Drama in den Chef-Etagen eines großen New Yorker Kreditinstitutes, kurz vor dem endgültigen Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008. Der Film wirft einen entlarvenden Blick in ein Gewerbe, das in seiner unkontrollierbaren Komplexität zwangsläufig zum Scheitern verurteilt ist. Die "Verantwortlichen", die Banker-Chefs (gespielt von Jeremy Irons, Kevin Spacey und Simon Baker) werden demnach auch nicht einseitig dämonisiert, sondern viel eher als überforderte Diener eines chronisch instabilen, kränkelnden Systems dargestellt - ein System, aus dem ein Ausstieg schon lange nicht mehr möglich ist. Und so bleibt am Ende nur Resignation und ein pessimistisches, dunkles Ende, mit einem ausgelaugten, von Zweifeln zerfressenen Kevin Spacey, der seinen Hund halb heulend im Garten seiner Ex-Frau beerdigt - bevor es am nächsten Tag weitergeht mit dem kalten Geschäft der selbstzweckhaften Sinnlosigkeit. Sicher kein Film für Entertainment-Süchtige - kritische Geister sollten aber einen Blick riskieren. VATERLANDSVERRÄTER (Annekatrin Hendel) Erhellendes und spannendes Porträt über den DDR-Schriftsteller Paul Gratzik, der 20 Jahre lang als Stasi-IM tätig war, dann jedoch das Handtuch warf und selbst zum Bespitzelungs-Opfer wurde. Meine ausführliche Kritik zur Doku über den schroffen Eremiten und Freigeist Gratzik gibt´s hier: http://www.negativ-film.de/2011/10/vaterlandsverrater.html
  14. Stimmt, eigentlich total überbewertet, dieser schräge Typ und seine schräge Musik... Da gibt es wahrlich Besseres. (...) Deine Suite ist trotzdem gelungen, Kompliment.
  15. Was an Desplats POTTER-Scores, THE KING´S SPEECH und THE TREE OF LIFE auszeichnungswürdig ist, erschließt sich mir eben absolut nicht. Gerade der Malick-Film schreit doch förmlich nach einer ambitionierten, außergewöhnlichen Vertonung. Von Desplat gibt es in letzter Zeit leider mehr Enttäuschungen als Überraschungen - mit dem GHOST WRITER ist sein letzter guter Score auch schon wieder fast 2 Jahre her.
  16. Von den genannten auf jeden Fall BACK TO THE FUTURE - darüber hinaus DIE HARD (Teil 4 existiert für mich filmisch nicht) und ALIEN (Teil 4 exisitiert für mich filmisch und musikalisch nicht).
  17. Konnte leider doch nicht dabei sein... aber mich hätte sowieso nur Elliot Goldenthal interessiert. Die Verleihung scheint ja wieder ein Witz gewesen zu sein - INCEPTION bester Score, Desplat bester Komponist, au wei...
  18. Ich verstehe nicht, warum Beltrami nicht Bond-kompatibel sein soll - sein Actionscoring hat den nötigen Schmiss und die nötige motivische Geradlinigkeit. Wenn er statt des DIE HARD-Motivs in LIVE FREE OR DIE HARD das Bond-Thema variiert hätte, wäre das ein perfekter Bond-Actionscore. Außerdem verstehe ich nicht, was du mit folgendem Satz meinst: "... mit der kombination aus jazz und großsinfonischen elementen, denen beltrami weder fähig noch willens zu sein scheint" --- Beltrami also nicht fähig zu Jazz, nicht fähig zu großsinfonischem Satz, oder zur Kombination aus beidem? Eigentlich ist alles unsinnig, er kann alles. Hat er ja in HELLBOY unter Beweis gestellt. Und was einen synthetischen Bond-Score betrifft: bei GOLDENEYE hat es funktioniert. Mit dieser Meinung stehe ich zwar recht alleine da, aber gerade die Einbruchs- und Fluchtszene in der russischen Fabrik in der Eröffnungssequenz ist mit Serras düsteren Synthesizer-Rhythmus-Experimenten, wie ich finde, perfekt untermalt.
  19. Ah, REAL STEEL schon auf YouTube, sehr gut... dann suche ich mir die netten Tracks raus und zieh mir die von iTunes.
  20. Kannst du das auch begründen? Ein LIVE FREE OR DIE HARD in einem Bond-Film wäre weitaus interessanter als die letzten Arnold-Arbeiten. Die Chemical Brothers oder Trent Reznor, das wäre auch eine interessante Möglichkeit. Hauptsache etwas Frisches - Serras GOLDENEYE war auch absolut nicht übel. Im Gegenteil: die Bond-Zeit zwischen 1987 und 1997 war deshalb so interessant, weil bei jedem der vier Filme zwischen 1987 und 1997 ein anderer Komponist dran war. Barry, Kamen, Serra, Arnold - pure Abwechslung, jedes Mal ein anderes Konzept. Und was ist mittlerweile? Bond-Einheits-Sound, bei jedem Film mehr oder minder dasselbe.
  21. Ja, Beltrami wäre was... Bond-Thema im 7/8-Takt, hach...
  22. Es ging nur um die Themen, da ich auf deine Anmerkung bzgl. der "themenlosen Zeit" reagiert habe. Dass CAPTAIN AMERICA abgesehen vom Hauptthema ("Captain´s March") nicht viel zu bieten hat, ist klar. Dass aber SOUL SURFER, DON´T BE AFRAID OF THE DARK, INSIDIOUS und THE ARTIST nur im Film wirken, stimmt absolut nicht, das kann man so einfach nicht stehen lassen. Zumindest die Beltramis und THE ARTIST dürften TINTIN absolut ebenbürtig sein. Ich wundere mich übrigens, dass du THE ARTIST und INSIDIOUS schon gehört hast...
  23. Hab´s mir gerade auch mal angehört - wie man nur so dreist "Journey to the Island" aus JURASSIC PARK verwursten kann (Motive, Harfen- und Holzbläser-Läufe sind im Einleitungsteil des Stücks teils exakt kopiert), ist mir schleierhaft. Darüber hinaus auch einfach nur eine reine Stilkopie und damit leider eher belanglos.
  24. Absolute Zustimmung. Ich kann Arnolds immer gleiche Bond-Vertonungs-Schemata nicht mehr hören. Die Bond-Reihe benötigt dringend frischen musikalischen Wind!
  25. Csongor, drei Sätze... und bei allen dreien gibt es (dezenten) Einspruch. Auf den meisten Klassik-CDs von Sony Classical ist das Logo drauf - warum sollte es hier nicht drauf sein? Finde das auch absolut nicht unpassend. Themenlos... Dieses Jahr gab es mit den Themen aus SOUL SURFER, DON´T BE AFRAID OF THE DARK und sogar CAPTAIN AMERICA schon mal drei durchaus eingängige Themen, die sich sogar im Konzertsaal prima machen würden. Letzteres wirkte bei "Hollywood in Vienna" ja schon richtig gut, besser als auf CD. Wie gesagt: Beltrami, Bishara, Bource, höchstwahrscheinlich auch Gordon. "Gerettet" hat Williams das Jahr nicht, höchstens bereichert. Diese Williams-Verehrung hat schon beinahe einen monotheistischen Touch, sorry...
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