Zum Inhalt springen
Soundtrack Board

Eigener Anspruch und Filmmusik im Wandel der Zeit


Thomas Müthing
 Teilen

Empfohlene Beiträge

Bei allem respekt gegenüber goldsmith, aber auch er hat den druck in späteren jahren zunehmend gespürt und viele sind der meinung, dass seine späteren arbeiten nicht annähernd an seine frühen heranreichen. Auch wäre eine zeitliche einordnung dieses statements interessant.

Witzig finde ich, dass goldsmith selber oft unter der perspektivlosigkeit seiner fans im hinblick auf arbeitsbedingungen gelitten hat. Ich erinnere mich hier an das interview der alien anthology, wo er schildert, dass er briefe erhielt mit dem vorwurf "sorry, du wiederholst dich". Dabei war es nicht goldsmith, der die musik aus freud im film belassen hat und im zuge der enthüllungen zur entstehung des films/scores würde ihm heute wohl keiner mehr so einen brief schreiben ;)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Goldsmith hat sich in den Neunzigern (v.a.) einen abgeklärten Altersstil zugelegt, der es ihm ermöglichte, "weniger Noten zu schreiben" (wie er selbst einmal gesagt hat). Das Zitat stammt aus Tony Thomas 2. Buch von 1991. Trotzdem sind ihm immer wieder Scores gelungen, die die jüngere Konkurrenz haben alt aussehen lassen (siehe das Brian Tyler-Beispiel).

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Goldsmith mag das mit dem altersstil so interpretiert haben aber wenn man es mal nüchtern betrachtet hat auch er sich angepasst an sich verändernde bedingungen. Kein komponist oder jedwede andere art von kreativem dienstleister bleibt im geschäft ohne sich anzupassen. Es wäre im übrigen hochinteressant zu sehen, wie sich goldsmith heute schlagen würde angesichts von remote control, test screenings und dergleichen. Williams arbeitet im prinzip ja auch nur deshalb noch im filmbereich, weil spielberg filme macht aber bei goldsmith hätte es so einen antrieb nicht gegeben. Wer weiß, vielleicht hätte er sich komplett der e musik gewidmet.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

@Sayarin: Lustig, denn genau das Umgekehrte ist der Fall: Bei jedem Anflug einer Kritik fallen sofort die Liebhaber des jeweiligen Komponisten über den Kritiker her.

Da hat er aber durchaus Recht, Fredie... "Leben und leben lassen" ist durchaus ein schönes Motto, wenn es alle befolgen würden. Kannst du dich an meine Ausführungen zu Greenwoods THERE WILL BE BLOOD in der Hall of Fame erinnern? Die "subjektiven Hörer" fielen wie ein Rudel bissiger Hunde über mich her und hielten mir vor, dass ich mich viel zu wissenschaftlich mit der Musik auseinandersetze.

Da frage ich mich dann wirklich, wieso sich die Kritiker zurückhalten müssen, die armen "Herz-Hörer", die jede Objektivität verdammen, dagegen die Sau rauslassen dürfen.

Aber einige hier, insbesondere thomas, tun so, als hätten diese Dinge GAR KEINEN EINFLUSS oder als ob es nie irgendwelche änderungen gegeben hätte und immer der komponist schuld am ergebnis wäre. Und wieder andere tun so, als ob einige komponisten darüber stehen würden.

Du meinst eben immer, dass ein Filmkomponist nicht in der Lage ist, sich Projekten, bei denen schlechte Arbeitsbedingungen herrschen, zu entziehen. Genau das können die meisten - ein James Newton Howard, ein Danny Elfman, ein Alan Silvestri, ja sogar ein Patrick Doyle dürften mittlerweile alle so viel Kohle auf der hohen Kante haben, dass sie einen dummen Blockbuster mehr oder weniger gar nicht mehr brauchen. Elliot Goldenthal schafft es ja auch, sich zurückzuziehen und nur noch ganz ausgewählte Projekte zu vertonen... und der Mann hat in seiner Karriere weniger vertont und verdient als ein JNH.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Ein Filmmusikkomponist, der keine Filmmusik komponiert, ist für mich als Filmmusikenthusiasten fast so uninteressant wie ein Filmmusikkomponist, der nur mittelmässige Filmmusiken komponiert.

Da waren jetzt alle und für alle was dabei, oder?

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Du meinst eben immer, dass ein Filmkomponist nicht in der Lage ist, sich Projekten, bei denen schlechte Arbeitsbedingungen herrschen, zu entziehen. Genau das können die meisten - ein James Newton Howard, ein Danny Elfman, ein Alan Silvestri, ja sogar ein Patrick Doyle dürften mittlerweile alle so viel Kohle auf der hohen Kante haben, dass sie einen dummen Blockbuster mehr oder weniger gar nicht mehr brauchen. Elliot Goldenthal schafft es ja auch, sich zurückzuziehen und nur noch ganz ausgewählte Projekte zu vertonen... und der Mann hat in seiner Karriere weniger vertont und verdient als ein JNH.

Eben. Was immer man z.B. über John Barry sagen mag, so hat er immer, wenn ihm temp tracks "unterstellt" wurden, gesagt: Das ist die Musik, die sie wollen? - Ja - Dann suchen Sie sich bitte jemand anderen.

Wir reden hier nicht über Leute, die sich ihren Unterhalt vom Munde absparen müssen, sondern von solchen, die bestens bedient sind oder sogar schon ausgesorgt haben. Wenn die kein Rückgrat zeigen könnem, wer dann?

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Da hat er aber durchaus Recht, Fredie... "Leben und leben lassen" ist durchaus ein schönes Motto, wenn es alle befolgen würden. Kannst du dich an meine Ausführungen zu Greenwoods THERE WILL BE BLOOD in der Hall of Fame erinnern? Die "subjektiven Hörer" fielen wie ein Rudel bissiger Hunde über mich her und hielten mir vor, dass ich mich viel zu wissenschaftlich mit der Musik auseinandersetze.

Da frage ich mich dann wirklich, wieso sich die Kritiker zurückhalten müssen, die armen "Herz-Hörer", die jede Objektivität verdammen, dagegen die Sau rauslassen dürfen.

Seb, du weisst selber: der Ton macht die Musik. Wenn hier von "Mainstream-Fanboys" geredet wird, von "keine Ahnung von Musik und Musikgeschichte haben" palabert wird und der gemeine Herz-Hörer als Fan zweiter Klasse herabgestuft wird, der es sich echt wagt, einen Djawadi oder Jablonsky zu lieben... nein danke.

Seb, ich respektiere euer Fachwissen wirklich, ich selber bin ja kein Laie, was das angeht. Allerdings ist die Art und Weise, wie hier teilweise mit Leuten umgegangen wird, die nun einmal nicht soviel Ahnung von Musiktheorie haben und halt auf RCP Sound abfahren, nicht besonders prickelnd.

Ich stehe zu RCP, auch wenns in den letzten Jahren nicht so berauschende Ergebnisse gab.

Ich steh zu Trailermusik, egal wie aufgepumpt und -geblasen sie ist.

Mein Idol ist und bleibt Hans Zimmer, auch wenn er nie die Klasse eines Williams oder Goldsmith erreicht.

Das alles hat auch persönliche Gründe, ja, auch privater Natur. Gründe, die einfach nur aus reinen Emotionen bestehen. Erinnerungen, Erlebnissen etc.

Wo es halt einfach FEHL AM PLATZ ist, die Musik (und wenn sie auch qualitativ nicht hochwertig ist) für sich mies zu machen. Kritiker können sich gerne auslassen, ich lese Kritiken auch - und hab vor Jahren selbst rezensiert (Metalbereich). Aber: wie hier teilweise missioniert wird, geht mir auf den Keks.

Sorry, nix für ungut. Aber das musste mal raus.

Ist ja auch nicht mehr ganz neu, das Thema.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Schöner Post, aber du bist auf meinen Beitrag überhaupt nicht eingegangen.

Eure Reaktionen sind teilweise genau so aggressiv wie die der anderen. Da wird Gift und Galle gespritzt, wenn man es wagt, etwas gegen Zimmer zu sagen und es werden - wie oben geschrieben - konstruktive, analytische Beiträge verteufelt. Missionieren darf nicht sein, aber das, was die Gegenseite treibt, ist okay? Falls ja, wird hier wirklich eine seltsame Auffassung von Fairness vertreten.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Wo es halt einfach FEHL AM PLATZ ist, die Musik (und wenn sie auch qualitativ nicht hochwertig ist) für sich mies zu machen. Kritiker können sich gerne auslassen, ich lese Kritiken auch - und hab vor Jahren selbst rezensiert (Metalbereich). Aber: wie hier teilweise missioniert wird, geht mir auf den Keks.

Lass mich raten: "Kritiken" sind vor allem dann erlaubt, wenn sie sich mit der persönlichen Meinung decken?;

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Und hier haben wir sie wieder die große Schlacht zwischen "Gut" und "Böse" ... Oder besser "subjektiv" vs. "objektiv".

Wie schon angesprochen von Fredie hatten wir das schon tausendfach hier im Board. So oft, dass ich kein Popcorn mehr habe, um mich nun genussvoll zurückzulehnen und die gegenseitigen Argumente zu verfolgen ;). Verzeiht, kleiner Scherz am Rande.

Es ist für beide Seiten schwer, die andere "leben" zu lassen, weil immer wieder eine der Parteien in Richtung der anderen schießt. Mal mehr, mal weniger respektvoll.

Und dieses "ja, aber ihr habt" lese ich nun von beiden Seiten, weil es eben von beiden Seiten kommt. Allerdings werden hier auch alle über einen Kamm geschoren. "alle objektiven hauen immer wieder auf alle subjektiven ein" .. "ja, aber nur, weil ihr auch keinen Respekt habt" ...

Also so kocht es immer wieder hoch, weil eben keine der beiden Seiten nachgeben möchte und der anderen immer weitere Argumente um die Ohren wirft, bis es irgendwann persönlich wird.

Seltsame Sache, wenn man bedenkt, dass uns eigentlich vereinen sollte, dass wir alle dieselbe Musiksparte (Filmmusik) mögen. Wenn auch mit unterschiedlichen Sichtweisen auf diese.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

@Seb: Okay, ich persönlich kann mit Kritik an Zimmer gut umgehen, ich weiß - und das sag ich auch nicht zum ersten Mal - dass er und sein Team erhebliche Schwächen in der Umsetzung musikalischer Ideen und der Ausnutzung von musikalischen Mittelchen hat.

Ich sprach auch von mir - und in keinen anderen Namen. Wieso auch? Wir hatten uns schon öfters privat unterhalten über solche Problematiken.

Ich persönlich empfinde diesen Thread für mich als unnötiges Missionieren. Ich selber käme nicht direkt auf die Idee, einen musikwissenschaftlichen Kritiker umkrempeln zu wollen - das ist so gut wie nicht möglich. Nur lass ich - wie auch ihr - halt ein paar Sachen nicht einfach so für mich im Raum stehen. Ich weiß eure Arbeit sehr zu schätzen - siehe dein Gedächtnis-Spätsommer z.B.

Musiktheorie steht wie ein Fels in der Brandung - weswegen es eh schwer ist - zumindest für mich - dagegen zu wettern. Geht auch schlecht. :D

Emotionen sind unterschiedlich - und verwischen die Wissenschaft. Was viele Theoretiker anprangern, da das Subjektive angeblich den Blick fürs Wesendliche verschließt...und das lässt natürlich sofort den Puls hochrasen...

@sami: Natürlich. Immer und überall. *ironie modus aus* Ich ertrage Kritiken, aber das zigste Rumhacken auf persönlicher Musik geht mir irgendwann auch auf den Senkel, das muss ich doch zugeben. Weil es eh immer wieder diesselben Argumente sind, die zum Teil ja nicht einmal mehr sachlich, sondern auf eine verhöhnende Art und Weise verpackt werden - ich erinnere an unschöne Bezeichnungen wie "Nichtskönner" oder "Stümper"... da platzt auch dem geduldigesten und kritikfähigsten Menschen der Kragen. Ja, es soll noch Leute mit Gefühlen geben. ;)

Naja, ich lass es besser hier sein. Anne schrieb es so schön: eigentlich ein Unding, dass man sich hier wieder zum 1000 Male über ein gefühlt 1000 jähriges Thema unterhält... in diesem Sinne: schönen Abend noch, ich klink mich wieder aus. Ich weiß grad eh nicht, wie ich meine Gedanken in Worte fassen kann...

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Und hier haben wir sie wieder die große Schlacht zwischen "Gut" und "Böse" ... Oder besser "subjektiv" vs. "objektiv".

Wie schon angesprochen von Fredie hatten wir das schon tausendfach hier im Board. So oft, dass ich kein Popcorn mehr habe, um mich nun genussvoll zurückzulehnen und die gegenseitigen Argumente zu verfolgen

Na, dann lehn' Dich vor und diskutiere mit :)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Emotionen sind unterschiedlich - und verwischen die Wissenschaft. Was viele Theoretiker anprangern, da das Subjektive angeblich den Blick fürs Wesendliche verschließt...und das lässt natürlich sofort den Puls hochrasen...

Das war nicht wirklich Thema. Du scheinst die vorangegangene Diskussion bestenfalls überflogen zu haben auf der Suche nach aus dem Zusammenhang gerissenen Sätzen, die DEINE Wahrnehmung bestätigen.

@sami: Natürlich. Immer und überall. *ironie modus aus* Ich ertrage Kritiken, aber das zigste Rumhacken auf persönlicher Musik geht mir irgendwann auch auf den Senkel, das muss ich doch zugeben. Weil es eh immer wieder diesselben Argumente sind, die zum Teil ja nicht einmal mehr sachlich, sondern auf eine verhöhnende Art und Weise verpackt werden - ich erinnere an unschöne Bezeichnungen wie "Nichtskönner" oder "Stümper"... da platzt auch dem geduldigesten und kritikfähigsten Menschen der Kragen. Ja, es soll noch Leute mit Gefühlen geben. ;)

"Persönlicher" Musik? Sollen andere nun raten, was Sayarin mag und nachzählen, wie oft seine /ihre Favoriten schon verunglimpft wurde, um sich im Zweifelsfall zurückzuhalten? Oder einfach mal die Klappe halten, da Useranzahl X sowieso Migräne bekommt, wenn das Wort "Kritik" auftaucht?

Das klingt alles eher impraktikabel. Ich persönlich werde den Thread nicht künstlich am laufen halten - irgendwann hat sich die Debatte auch erschöpft - aber warum nun interessierte Poster nicht diskutieren sollen, damit sich andere nicht aus für sie sicher richtigen und wichtigen Gründen auf den Schlips getreten fühlen...erklär's uns.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

ich habe es schon mal geschrieben, das problem ist nicht dass kritisiert wird, das problem ist wie kritisiert wird. ich kann mich nicht erinnern, in den kritiken zu Social Network und There Will Be Blood gelesen zu haben, dass deren komponisten talentfrei und nixkönner sind. oder dass niemand vor musikalischer grauenhaftigkeit weiß, ob er über die musik lachen oder weinen soll. auch kamen nicht solche bemerkungen wie, wer weiß ob er es überhaupt besser könnte. und betitelungen wie kritiklose alleskonsumierer kommen auch nur von der "anspruchsvollen" hörerseite.

ihr verlangt immer, dass wir die kompositorischen mängel, die ihr uns an den werken dann immer erläutert, erkennen und akzeptieren sollen und das tun wir ja auch. wenn wir dann aber erläutern, warum uns die musik dennoch gefällt, wird nicht mehr hingehört, weils ja unwichtig ist. wenn wir uns bekehren lassen, ist alles ok und wenn nicht sind wir dumme kritiklose alleshörer oder was?

sicherlich wird sehr oft mit großartig und meisterwerk von unserer seite aus rumgeworfen, aber meistens ist es auch NUR FÜR UNS ein meisterwerk und hat somit keine allgemeingültigkeit. wenn ich Gone In 60 Seconds für mich als meisterwerk bezeichne, weiß ich trotzdem, dass es von der komposition her noch schlechter als 08/15 ist.

oder ist es verboten, solche musik als persönliches meisterwerk zu sehen? und wenn mir dann SACHLICH (also ohne schnippische bemerkung oder ähnliches) erklärt wird warum es eine schlechte komposition ist und vielleicht dann auch noch meine begründung berücksichtigt wird, dann macht diskutieren spaß. ansonsten entsteht nur wieder sowas wie hier.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Und hier haben wir sie wieder die große Schlacht zwischen "Gut" und "Böse" ... Oder besser "subjektiv" vs. "objektiv".

Wie schon angesprochen von Fredie hatten wir das schon tausendfach hier im Board. So oft, dass ich kein Popcorn mehr habe, um mich nun genussvoll zurückzulehnen und die gegenseitigen Argumente zu verfolgen ;). Verzeiht, kleiner Scherz am Rande.

Meiner Meinung nach darf (soll?) man subjektive Vorliebe und objektive Eigenschaften besprechen. Aber ich finde es ermüdend, wenn nur noch gekränkte Fan-Freude auf ach-so-seriöse Musik-Analyse trifft: Es gibt hier keine Lösung für alle und keine Argumentation, mi der die andere Seite überzeugt werden kann, nur arrogante Sticheleien und defensives Gestammel.

Ich habe kein Problem, mir die künstlerischen Begrenzungen von Scores erklären zu lassen, die ich (wegen des dazugehörigen Films oder meiner Affenliebe zu dem Komponisten) trotzdem mag - THE LOST WORLD, TO LIVE AND DIE IN L.A. oder Beltramis MESRINE sind sicher keine Meisterwerke der Filmkomposition. Aber was ich überhaupt und gar nicht mag, ist dieses Gesetz des Dschungels, das sich hier manchmal durchsetzt: Wer hier Schwäche zeigt, hat schon verloren.

Die einen sagen "Ist mir egal, find ich geil!", die anderen kontern letztlich mit "Du hast ja auch keine Ahnung." Konstruktiv geht anders, oder?

P.S.: Lars, ein Meisterwerk sollte auch objektive Meriten haben, ein "persönlicher Lieblingsscore" nicht.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Was ich ja nicht verstehe, ist, wie man jeden Schmu in den Himmel loben kann. Da fehlt mir die Reibung, da ist mir zuviel Monokultur, die letztendlich dafür sorgt, dass die Qualität flöten geht.

Alarm, alarm - Fanboy unterwegs.

Was ich aber auch nicht verstehe, ist, wie man oft genug Musik bewertet, als hätte man nen Stock im Arsch. Objektivität ist gut und schön, aber dient der Sache doch auch nur dann, wenn damit letztendlich der Faktum Mensch bedient wird - der in einem solchen Fall ja die Qualität für seine Emotion braucht. Oftmals lesen sich Kritiken wie Vorlesungen prähistorischer Archäologie, die abends um 18.00Uhr nach einem anstrengenden Tag gehalten werden. Öde und trocken. Andere Kritiken wiederum lesen sich wie die pure Intention, kein gutes Haar am Werk zu lassen. Mit Vorsatz also jedes Detail übersehen zu lassen, jede gute Seite zu ignorieren.

Vorsicht, hier kommt Monsieur Kritik, berufen von Gott, damit geadelte Musik sich über unsere Seelen ergieße. (Alles andere ist Bullshit - Nachzulesen auf dem Verpackungszettel)

Vielleicht sollte nicht die Entstehung des Werkes eine Rolle bei der Bewertung spielen, wohl doch aber die Intention, die damit verbunden ist. Macht die Musik nicht besser, wohl aber die Arbeit an der Musik.

Was ich nicht verstehe - und ich scheine wirklich heuer auf den Kopf gefallen zu sein - ist, wie man sich immer in Extremen wälzen kann. Klar, manchmal muss es etwas objektiver sein, manchmal eben etwas subjektiver. Kommt halt drauf an, ob man in einer Vorlesung sitzt, in der Kneipe beim Fussball Spiel oder bei Mutti auf dem Sofa. Wer darauf pocht, immer das gleiche Maß der Beurteilung auch im Diskurs vorbringen zu müssen, der vergisst doch die Komponente Mensch. Oder anders: das Publikum.

Will heißen: wenn wirklich hochklassige Musik näher gebracht werden soll, dann muss man eben ab und an auf das ein bis andere Argument objektiver Natur verzichten und es aufschieben(!), denn dann erreicht man auch die weniger betuchte Hörerschaft, so man sie denn erreichen will.

Oder anders ausgedrückt: wenn der gesunde Brokkoli nicht schmeckt, dann ist es doch an der mit besserem Wissen ausgestatteten Mutter, die Gabel in ein Flugzeug zu wandeln, damit der Brocken leichter zu schlucken ist. Die Vorlesung inhaltlicher Stoffe alleine macht das heimtückische Gemüse auch nicht rosiger. Net wahr? :blink:

Extreme sind Mist. Aus dem Parteiprogramm Volksfront Mitte.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Will heißen: wenn wirklich hochklassige Musik näher gebracht werden soll, dann muss man eben ab und an auf das ein bis andere Argument objektiver Natur verzichten

Die Logik dieses Satzes verschliesst sich mir: Das soll heissen, mit "Boaah, eh, geil" preise ich einen guten Score an, weil der Leser/Mitforianer den Satz "Hervorragende Musiik aus den und den Gründen" zu langweilig findet? DANN erricht Kritik ein Nullniveau, das dem Gegenstand auch nicht gerecht wird.

Beim FM Dienst haben wir versucht, Lesbarkeit mit sachlichen Argumenten zu verknüpfen, in Lobeshymnen wie in Verrissen. Die Mischung macht's. Das heisst aber nicht, dass man sich auf jeden Jargon einlassen muss.

Die Konfrontation von zwei Extremen kann überdies sehr nützlich sein, weil daraus auch neues Denken und Kreativitä entstehen. Immer Mitte - immer Friede, Freude, Eierkuchen - ist langweilig. Deshalb kann die Farbe einer "Partei der Mitte" nur eine sein: Grau. ;)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Die Konfrontation von zwei Extremen kann überdies sehr nützlich sein, weil daraus auch neues Denken und Kreativitä entstehen. Immer Mitte - immer Friede, Freude, Eierkuchen - ist langweilig. Deshalb kann die Farbe einer "Partei der Mitte" nur eine sein: Grau. ;)

Klingt logisch, stimmt aber nur, wenn beide Seiten interessiert, gesprächs- und kompromissbereit sind. Konfrontationen zwischen Autonomen und NPD-Anhängern münden ja auch nicht in wertvollen gesellschaftlichen Erkenntnissen und Verbesserungen, sondern enden in der Notaufnahme oder der U-Haft-Zelle. :mellow:

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Ich persönlich empfinde diesen Thread für mich als unnötiges Missionieren.

Ich erinnere daran, dass dieser Thread ursprünglich ein Teil des "Now Playing" Threads war, und die Diskussion von den Fans losgetreten wurde, die sich auf den Schlips getreten fühlten. Soviel zum Thema: Leben und leben lassen. ;)

Klingt logisch, stimmt aber nur, wenn beide Seiten interessiert, gesprächs- und kompromissbereit sind. Konfrontationen zwischen Autonomen und NPD-Anhängern münden ja auch nicht in wertvollen gesellschaftlichen Erkenntnissen und Verbesserungen, sondern enden in der Notaufnahme oder der U-Haft-Zelle. :mellow:

Natürlich nützen sie: Sie schaffen Aufmerksamkeit für Probleme der Gesellschaft. Ob man diese Methoden nund billigt oder nicht.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Natürlich nützen sie: Sie schaffen Aufmerksamkeit für Probleme der Gesellschaft. Ob man diese Methoden nund billigt oder nicht.

Aufmerksamkeit hat der Dauerbrenner "Mein persönlicher Geschmack vs. objektiv messbare Qualität" hier aber schon genug.

Ich möchte ausserdem darauf hinweisen, dass es in der aktuellen Diskussion nicht nur Fans gibt, die sich auf den Schlips getreten fühlen, sondern auch Leute, die mit Gusto und erkennbarer (Schaden-)Freude auf jeden Schlips oder jedes Schlips-ähnliche Textil treten, das in Reichweite kommt.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Meinst Du damit wen bestimmtes? ^_^

Ich will mich da noch nicht festlegen. :P

Die Logik dieses Satzes verschliesst sich mir: Das soll heissen, mit "Boaah, eh, geil" preise ich einen guten Score an, weil der Leser/Mitforianer den Satz "Hervorragende Musiik aus den und den Gründen" zu langweilig findet? DANN erricht Kritik ein Nullniveau, das dem Gegenstand auch nicht gerecht wird.

Nein, nein, so war es eben nicht gemeint. Du rutscht da ja wieder von einem ins andere Extrem. Ich meine so etwas wie: "Der Score könnte bei dem ein oder anderen Zeit brauchen, aber wenn ihr auf diesen und diesen Aspekt achtet, dann könnte es euch gefallen." Und wenn der Köder dann einmal ausgelegt worden ist, dann geht es weiter im Takt (wie Mama immer zu pflegen sagte) und man kann sich gegenseitig in einem Diskurs, in einem Austausch am Werke entlang hangeln.

Es bezieht sich auch darauf, dass der Adel gerne mal in seiner eigenen Suppe kocht und verächtlich auf die Bauern schaut. Und der Bauer in seiner Strohhütte schaut verächtlich auf die Steuereintreiber, die im Namen des Adels unterwegs sind. Da kommt keine Freude auf. Ich sage: laden wir doch alle an den gemeinsamen Tisch, essen Kartoffelbrei und Kaviar, und finden uns in der Mitte...

Beim FM Dienst haben wir versucht, Lesbarkeit mit sachlichen Argumenten zu verknüpfen, in Lobeshymnen wie in Verrissen. Die Mischung macht's. Das heisst aber nicht, dass man sich auf jeden Jargon einlassen muss.

Sehr schön. So war es bei mir auch gemeint.

In diesem Forum hat man darüber hinaus aber noch den Vorteil, ein Medium mit direkter Antwortmöglichkeit zu haben. Es gibt also Gespräche und unmittelbaren Austausch, dass man da vielleicht noch ne Schippe (von beiden Seiten) Flexibilität drauflegen kann - wenn man denn Lust hat.

Die Konfrontation von zwei Extremen kann überdies sehr nützlich sein, weil daraus auch neues Denken und Kreativitä entstehen. Immer Mitte - immer Friede, Freude, Eierkuchen - ist langweilig. Deshalb kann die Farbe einer "Partei der Mitte" nur eine sein: Grau. ;)

Ich will ja auch die Extreme nicht ausblenden, sondern beide auf die zwei Seiten einer Waage legen, damit es eben keinen Ausschlag in die ein oder andere Richtung gibt, als würde ein Erwachsener mit einem Kind zu wippen versuchen.

Für mich ist die Mitte eben die Mischung, mit viel Spielraum in jede Richtung.

Oder um es noch mal auf den Punkt zu bringen: ab und an würde ein bisschen Diplomatie (natürlich von jedermann, von mir, von allen Seiten) der Sache ganz gut tun, damit man eben nicht immer zum xten Mal auf BlaBlubb herumreitet. Ja mei, dann gibt man eben auch mal kurz nach oder verändert seine Argumentation oder verpackt sie anders. So würde ich ein Forum als funktionell und sachdienlich bezeichnen.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Dein Kommentar

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Konto hast, melde Dich jetzt an, um unter Deinem Benutzernamen zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

 Teilen

×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Wir nutzen auf unserer Webseite Cookies, um Ihnen einen optimalen Service zu bieten. Wenn Sie weiter auf unserer Seite surfen, stimmen Sie der Cookie-Verwendung und der Verarbeitung von personenbezogenen Daten über Formulare zu. Zu unserer Datenschutzerklärung: Datenschutzerklärung