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Soundtrack Board

Sebastian Schwittay

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Alle Inhalte von Sebastian Schwittay

  1. Kommt am 29. August! Mit folgender Ausstattung:
  2. THE SATAN BUG (siehe Beitrag über mir) dauert scheinbar noch ein wenig. Hoffentlich kommt er dieses Jahr noch. Dafür gibt es am 15. September endlich die Nr. 6 der "Edition Deutsche Vita" von Subkultur:
  3. Der kleine, sehenswerte kanadische Reißer THE PIT (Die Grube des Grauens) von 1981 kommt in den USA auf Blu-Ray. In Deutschland gibt es den nur auf Video. Quelle: http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=10824
  4. THE VILLAGE ist aber in seinem Charakter viel geradliniger und glatter - ein recht typischer Hollywood-Film eigentlich. Da hat man nie das Gefühl, das irgendetwas entgleist oder seltsame Abzweigungen macht. Ein sehr homogener Film, der nicht aneckt. UNBREAKABLE mag ich auch ganz gerne, insbesondere im Kontrast zu THE SIXTH SENSE. Trotzdem finde ich, dass Shyamalans interessanteste Phase erst Mitte der 2000er Jahre anfängt (ungefähr ab LADY IN THE WATER, den ich erst vor kurzem richtig schätzen gelernt habe). Die beiden Multiplex-Filme mal außen vor gelassen.
  5. Naja, das was du als "nicht funktionierend" beschreibst, finde ich gerade sehr reizvoll. Und das meinte ich auch mit dem seltsamen Pendeln zwischen Melancholie, Bedrohung und Humor. Das war ja auch eines der wesentlichen Merkmale von THE VISIT. Es unterminiert den Horror ständig, haut einen durchaus etwas raus, aber erkundet damit eben auch Pfade abseits der üblichen Genrefilm-Konventionen - Konventionen, die leider meistens darauf aus sind, nur eine Lesart und eine Grundstimmung zuzulassen. Ich finde, Shyamalan hat mit seinen letzten beiden Horrorfilmen gut gezeigt, wie sich das Genre noch weiterentwickeln könnte. Oder sagen wir: wie man es wieder attraktiver gestalten könnte. (Dieser off-beat-Charakter von THE HAPPENING und THE VISIT ist ja eigentlich ein Rückgriff auf die 70er.)
  6. Muss man die wirklich alle gesehen haben? Anyway. Auf den neuen SEVEN-Film bin ich vorsichtig gespannt, werde ich mir wohl auch im Kino anschauen. Egal, ob da jetzt das alte Thema dabei ist oder nicht. Für mich ist das jetzt kein unbedingtes Qualitätsmerkmal.
  7. THE HAPPENING und THE VISIT fand ich beide ziemlich großartig. Gerade ersterer ist geradezu grotesk unterschätzt. Was der für eine höchst seltsame, zwischen Melancholie, Bedrohung und Ironie pendelnde Stimmung heraufbeschwört, ist schon unglaublich. Mit solchen Filmen scheint Shyamalan dem Mainstream-Publikum weit voraus zu sein.
  8. Cooles Cover schon mal. Höre nachher mal rein - bin gespannt.
  9. Seit heute Mittag ist es wieder sehr schnell und läuft problemlos.
  10. Immer mittwochs? Dann schaue ich diese Woche mal rein.
  11. Ja, seit gestern Abend funktioniert so gut wie gar nichts mehr. Auch wenn ich von diesen Dingen wenig bis gar keine Ahnung habe: würde es was bringen, wenn der Server-Neustart (siehe 28.7.) täglich vorgenommen würde? Oder eben, falls nicht, ein ganz neuer Anbieter?
  12. ENDLICH! Einer meiner liebsten Shores - im Thread zu den Fugen in der Filmmusik hatte ich ja gerade gestern Abend noch das brachiale Polizei-Fugato vorgestellt. Als wenn ich's geahnt hätte. Mein Filmmusik-Release des Jahres!
  13. Sind nicht fast alle retrospektiv betrachteten Filme in erster Linie "Zeitdokument", mit denen man sich kulturwissenschaftlich/zeitgeschichtlich "informiert"? Wo liegt da z.B. der Unterschied zum deutschen Stummfilm der 1910er und 1920er Jahre, wo der Unterschied zum Nachkriegskino? Und wieso ist ein Film wie der von Mikesch dann weder aus beruflicher Perspekive noch für die private Auseinandersetzung interessant? Ich fand den Film in seiner Umkehrung von sexuellen Identitäten, der Subversivität und der Underground-Ästhetik in jedem Fall sehr spannend. Sicher, ein Zeitdokument (Sadomaso im feministischen Diskurs der 80er) - aber die ganze Gender-Diskussion ist ja nach wie vor sehr aktuell.
  14. Jetzt ist es wieder schneller, danke!
  15. Echte Fugen sind in der Filmmusik außerordentlich selten. Meist verwenden die Komponisten nur eine Fugato-Technik, ohne jedoch formal wirklich konsequent zu arbeiten. Auch in THE FORCE AWAKENS gibt es nur Fugato-Passagen. Die "Shark Cage Fugue" aus JAWS ist da schon etwas profunder auskomponiert. Meine Lieblinge in diesem Bereich stammen von Howard Shore: "Icarus" aus THE AVIATOR (geht schon in Richtung echte Fuge), und das martialische Fugato aus SE7EN, wenn die Polizei zu Victor, dem Sloth-Opfer, aufbricht.
  16. Leider immer noch extrem langsam. Ein Thread braucht bei mir ca. 10 bis 15 Sekunden, bis er geladen ist.
  17. THE NEON DEMON (Nicolas Winding Refn) Meine vom Trailer geschürten Befürchtungen haben sich glücklicherweise nicht bestätigt. In der ersten Hälfte hangelt sich Refns Film noch an den Konventionen kritischer Milieu-Schilderungen entlang (alles so ähnlich schon mal gesehen in BLACK SWAN, MULHOLLAND DRIVE, SUSPIRIA, etc.), bleibt in erwart- und vorhersehbaren dramaturgischen Gefilden und zeichnet ein zurückhaltendes Porträt von Sterilität und Leblosigkeit im Model-Business - nur um dann im letzten Drittel recht unvermittelt ins Nekrophile, Kannibalistische und Okkulte zu eskalieren. Hier schien Refn sichtbar vom europäischen Horrorkino der 70er angetan, v.a. von den blutfetischistischen Motiven bei Jean Rollin. Hat mir insgesamt sehr gefallen - bei der Zweitsichtung erwies sich dann auch die etwas unspektakuläre erste Filmhälfte als durchaus effektives und andeutungsreiches Präludium zum bluttriefenden Exzess. Letztlich bislang mein zweitliebster Refn nach ONLY GOD FORGIVES. Und noch ein Heimerlebnis in Sachen "Quality TV": TRUE DETECTIVE (1. Staffel) Nach unzähligen Enttäuschungen habe ich mich mal wieder auf ein Serienformat eingelassen. Trotz standardisierter Hard-Boiled-Motivik und konventioneller Dramaturgie hatte ich über sieben Folgen durchaus meinen Spaß: das morbide Südstaaten-Setting mit seinen undurchsichtigen, okkulten Abgründen ist faszinierend, die Charaktere kontrastieren spannungsreich miteinander und die Weiträumigkeit der Erzählung (Ermittlungen zu Ritualmorden von 1995 bis 2012) erinnerte mich positiv an meinen Fincher-Favoriten ZODIAC. Leider - und irgendeinen Haken musste es ja wieder geben - macht dann die letzte Folge ziemlich viel kaputt: die Macher deuten in der zweiten Staffelhälfte ein umfassendes konspiratives Geflecht bis in höchste administrative Ämter an, und lassen all dies in einem unspannenden, lustlos abgefrühstückten Finale versanden, das einen klischeehaft gezeichneten, degenerierten Serienkiller zum "Gesicht" der Morde macht, ohne dabei die vorher so enthusiastisch gesponnenen Fäden der Verschwörung noch einmal zusammenlaufen zu lassen. Die Erkenntnis, dass noch lange nicht alle Hintermänner ans Licht gezerrt wurden, nimmt etwa eine Dialogzeile ein - danach wird pathetisch resümiert. Das Licht gewinne langsam die Oberhand. Toll. So einfach macht man sich das also als Serien-Creator. Nä, ich bin dann mal wieder bedient. Die nächsten fünf Jahre nix mehr mit Serien.
  18. DER BUNKER (Nikias Chryssos, 2015) Sowie, um endlich mal den zweiten Teil nachzuholen: GHOSTBUSTERS 1 & 2 (Ivan Reitman, 1984/89)
  19. Bei mir ähnlich. Meine dennoch immer mal wieder gehörten Barrys: DEADFALL, A VIEW TO A KILL, MERCURY RISING. Mit WOLVES hatte ich's nie so.
  20. Einer der vielleicht ungewöhnlichsten und aufregendsten deutschen Filme der 80er Jahre: VERFÜHRUNG: DIE GRAUSAME FRAU (Elfi Mikesch, Monika Treut, BRD 1985)
  21. Das "Dies Irae" war zu diesem Zeitpunkt durchaus schon feste filmmusikalische "Tradition", gerade in Horrorfilmen. Siehe z.B. Goldsmiths MEPHISTO WALTZ (1971).
  22. Auch wenn ich ihn ebenfalls nicht persönlich kannte: ein unschönes, einschneidendes Gefühl, solch ein langjähriges Board-Mitglied zu verlieren. Mein herzliches Beileid den Angehörigen. RIP, Hubert.
  23. Gerade bei Williams und Horner kann man aber (in den meisten Fällen) von bewusst konzipierten Albumpräsentationen ausgehen. Selbst wenn da mal ein paar Stücke nicht zur Verfügung stehen, folgt man bei der Zusammenstellung immer klaren musikdramaturgischen Prinzipien. Andernfalls gäbe es ja auch nicht die Williams-typischen Konzertfassungen, die an ganz bestimmten Stellen in den Hörfluss eingegliedert werden. Die sinfonischen Prinzipien, die gerade Williams bei der CD-Zusammenstellung verfolgt, lassen sich schwer wegdiskutieren. Zu "Carmen's Test Flight": gab es das musikalische Material in diesem Track nicht schon auf dem alten Album in ganz ähnlicher Form?
  24. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, worauf du hinaus willst. Ich habe in den GHOSTBUSTERS reingehört, weil es andernorts ein paar positive Stimmen gab und Shapiro zuletzt mit TRUMBO was durchaus Feines auf die Beine gestellt hat. X-MEN: APOCALYPSE habe ich eine Chance gegeben, weil er allgemein gut ankam. Hätte ich alles bleiben lassen können, aber manchmal hat man halt am Wochenende etwas Ruhe und kann diversen Kram nebenher laufen lassen.
  25. Üblicherweise wird dem "Filmmusikalischen" (oder dem Werk eines Filmkomponisten) schon eher ein "rein" klassisches Werk gegenübergestellt. Es sei denn, es sind Motto-Konzerte à la "Filmkomponisten komponieren für den Konzertsaal".
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