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vor 2 Stunden schrieb theiss1979:

Sebastian schreibt oben selber, dass ihn die Musik weder gestört noch mitgerissen hat - ergo: Aufgabe voll erfüllt - ein Soundtrack darf im Film weder stören noch den Zuschauer anderweitig von der Handlung ablenken. 

Wenn das für dich so ist, bitte. Ich habe meine (eher gegenteilige) Position ja schon öfter formuliert: ich finde reinen Funktionalismus in der Filmmusik uninteressant und bin eher ein Befürworter ästhetisch orientierter Filmvertonung. Viel wichtiger als die Tatsache, dass eine Musik "funktioniert", finde ich, dass die Musik dem Film eine eigenständige ästhetische Dimension hinzufügt. Dieser Ästhetizismus geht natürlich mit einem "Auffallen" im Film einher. Ich möchte Filmmusik, die aufgrund ihrer Ästhetik auffällt und eine wahrnehmbare, eigene Rolle im Film spielt. Eine Musik, die mich weder "stört" noch mitreißt, hat für mein Empfinden im Film versagt - und versagt dann, logischerweise, auch meist als Hörerlebnis. 

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Ich kann deine Meinung sehr gut nachvollziehen. Interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Auffassung von Filmmusik sein kann.

 

Kleiner Zusatz: Beim reinen Hören des Soundtracks macht es tatsächlich einen Unterschied, ob man den Film gesehen hat oder nicht.

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vor 11 Stunden schrieb Sebastian Schwittay:

Wenn das für dich so ist, bitte. Ich habe meine (eher gegenteilige) Position ja schon öfter formuliert: ich finde reinen Funktionalismus in der Filmmusik uninteressant und bin eher ein Befürworter ästhetisch orientierter Filmvertonung. Viel wichtiger als die Tatsache, dass eine Musik "funktioniert", finde ich, dass die Musik dem Film eine eigenständige ästhetische Dimension hinzufügt. Dieser Ästhetizismus geht natürlich mit einem "Auffallen" im Film einher. Ich möchte Filmmusik, die aufgrund ihrer Ästhetik auffällt und eine wahrnehmbare, eigene Rolle im Film spielt. Eine Musik, die mich weder "stört" noch mitreißt, hat für mein Empfinden im Film versagt - und versagt dann, logischerweise, auch meist als Hörerlebnis. 

nur ist ästhetik letztlich nur ein instrument, dass der funktionalität im film dient. eine ästhetik, die auffällt, jedoch die funktionalität im film stört oder auch nicht bereichert, kann keine option sein. ich kann eh nicht verstehen, weshalb die funktion der filmmusik sehr oft nur als kleinster gemeinsamer nenner gesehen wird oder generell nur eine sehr untergeordnete stellung hat. letztendlich läuft alles auf funktionalität raus. selbst musik, die im film stört oder nicht weiter auffält, erfüllt zumindest als höralbum eine gewisse funktionalität. wie diese dann aussieht, hängt ja von jedem selbst ab. funtionalität ist meiner meinung nach das a und o, ansonsten bräuchte ich sie nicht im film und als höralbum bräuchte ichs mir auch nicht anhören.

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Mich hat der Film umgehauen! Und da war Zimmers/Walfischs Musik ein nicht geringer Faktor. Für moch kamen  die episch bedrückenden Bildern erst durch die Musik richtig zur Geltung. Die Musik hat für mein Empfinden dieses bedrückend unangenehme Grundgefühl erst richtig herausgearbeitet und dadurch dem Film durchaus eine neue Dimension gegeben. Und sie ist mir auch deutlich aufgefallen im Film, was auch gut ist!

Für mein Empfinden: Aufgabe erfüllt!

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Am ‎21‎.‎10‎.‎2017 um 20:14 schrieb Boneking:

Wallfisch und Zimmer haben mit ihrem dräuenden Sounds eigentlich nur die Welt, in der Blade Runner spielt, vertont. Aber nicht die Charaktere. Das ist, finde ich, der Schwachpunkt an dem Score....

Gerade das finde ich an dem Score so gut. In einer völlig überbevölkerten Welt zählt das Individuum nicht und hat auch kein eigenes Thema. Lediglich der Ameisenbau als ganzes.
Mir hat der Score ein paar mal Gänsehaut gegeben.

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Wenn man von Johann Johannssons Sicario- und Arrival-Soundtracks ausgeht, ist der neue Blade Runner-Soundtrack wohl eher auch für sich stehend / ohne den Film hörbar.

An sich bin ich auch ein Johannsson-Fan, und das seit seit seinem allerersten Album "Englabörn" von 2002 - als noch gar nicht abzusehen war, dass er mal groß ins Filmbusiness kommt. Allerdings finde ich seine früheren Werke auch reichhaltiger, interessanter als z.B. sein letztes Album "Orphee", das recht in Miniaturen verharrt.

Benjamin Wallfischs (feat. H.Zimmer) Soundtrack finde ich eine feine moderne Abstraktion des damaligen Vangelis-Sounds. Ich kann damit auch viel mehr anfangen als z.B. mit Zimmers Dunkirk-Soundtrack, der für mich kompositorisch zu schlicht ist, und der Sound als möglicher Ausgleich spricht mich nicht sonderlich an. Der Blade Runner 2049-Score ist zwar kompositorisch auch keine Offenbarung, aber der Sound lässt mich definitiv abtauchen. Der Soundtrack ist ein sehr gutes Dark Ambient-Album - und bringt mehr als in diesem Genre üblich Komposition ein.

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Das Zitat stammt aus dem Hans Zimmer-Thread:

Am 21.9.2017 um 11:24 schrieb sinus:

Vangelis war damals hot und wurde für den Film verpflichtet und genauso ist es nun bei Hansi. ...ist die Entscheidung nachvollziehbar, dass Zimmer/Wallfisch evtl. doch den gewünschten Sounds liefern können.

So why wasn’t Vangelis asked to score Blade Runner 2049 in the first place, and, more pressingly, what has happened to the musician who has defined sci-fi soundtracks for decades? The 74-year-old had a professional – and pragmatic – answer to why he wasn’t revisiting his most famous work for Villeneuve’s revamp. Speaking to NPR last year, he explained: “You can never repeat certain things. It’s only once in lifetime. It’s like doing another Chariots of Fire, it’s impossible.” It makes sense that Villeneuve wouldn’t want to risk treading old ground, even if he did, ultimately, want a score that was a natural successor to Vangelis’s original. While the conductor was the darling of the record and film industry for decades, in recent years he has purposefully drifted from the spotlight.
www.telegraph.co.uk/films/2017/10/04/blade-runner-2049-vangelis-missing-soundtrack

Inwieweit noch eine Rolle spielte, dass sich Ridley Scott (der ja Executive Producer bei Blade Runner 2049 war) und Vangelis beim ersten Blade Runner verkracht hatten, da Vangelis wohl ständig Deadlines riss (und mit der Veröffentlichung seines Soundtracks nach Nachproduktion erst 11 Jahre später, 1993, soweit war), weiß man auch nicht.

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vor 7 Stunden schrieb Ewigmorgig:

...

Inwieweit noch eine Rolle spielte, dass sich Ridley Scott (der ja Executive Producer bei Blade Runner 2049 war) und Vangelis beim ersten Blade Runner verkracht hatten, da Vangelis wohl ständig Deadlines riss (und mit der Veröffentlichung seines Soundtracks nach Nachproduktion erst 11 Jahre später, 1993, soweit war), weiß man auch nicht.

Bei 1492 Conquest of Paradise haben die beiden wieder (erfolgreich?!?) zusammen gearbeitet. Der Krach aus dem ersten Blade Runner sollte hier eigentlich keine Rolle mehr spielen.

Zudem hat sich Ridley doch so zimelich mit jedem Komponisten (Goldsmith, Zimmer) schon in den Flicken gehabt. Das ist doch auch nix Neues.

Gruß Jafar

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vor 1 Stunde schrieb Jafar:

Bei 1492 Conquest of Paradise haben die beiden wieder (erfolgreich?!?) zusammen gearbeitet. Der Krach aus dem ersten Blade Runner sollte hier eigentlich keine Rolle mehr spielen.

Zudem hat sich Ridley doch so zimelich mit jedem Komponisten (Goldsmith, Zimmer) schon in den Flicken gehabt. Das ist doch auch nix Neues.

Gruß Jafar

Alles klar... Ich wusste gar nicht, dass 1492 von Ridley Scott ist :)  Hab den Film bisher noch nicht gesehen.

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fand den Film umwerfend. Und bei Gott im lautesten Kino der Welt gesehen... mir tun einen Tag später immer noch die Ohren weg und dabei wars nicht mal nen Actionfilm. Die Musik war ja auch echt IMMER bis zum Anschlag aufgedreht. 

Leider fand ich die Musik wirklich schwach... klar baut sie Atmosphäre auf, aber die hab ich durch die beeindruckenden Bilder doch schon genug. Eigentlich vermittelt mir die Musik nichts, was ich nicht auch sehe. Per se hab ich nichts gegen den Sounddesign Ansatz, aber auch da kann man motivisch arbeiten oder wenigstens mit Klängen etc, aber auch das wird nirgends gemacht. Streckenweise wirkte das auf mich nur so, als hätten die 2 halt nen paar Stunden "Musik" aufgenommen und in den Schneideraum geschickt und der Cutter hat halt irgendwas draufgelegt... ein wirkliches Konzept ausser ala Nolan die Musik voll aufzudrehen hab ich echt nicht vernommen.

Nun denn, hätte schlimmer sein können... es tat dem Film keinen Abbruch. Wirklich grosses Kino, das man gesehen haben muss (auch wenn es ja wirklich unzählige Plotholes gibt, die man sich nur durch laaaanges Nachdenken irgendwie stopfen kann, wenn überhaupt...).

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Hat eigentlich irgendwer die DoppelCD? Und was is an der nun gross anders als der Einzelausgabe?

gibts hier in Japan ohne Weiteres und kostet 15 euro...

da aber Tracktitel fehlen frag ich mich welche Ausgabe das denn ist?

in D gibts ja auch so eine...

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Ich habe meine direkt wieder storniert bei dem Blade Runner Store aus den Staaten und mich noch herzlich über die Veröffentlichungspolitik ausgelassen. Aber als Antwort kam nur dass sie nichts von einem Amazon Release wüssten. Die Stornierung wurde ohne Probleme übernommen. Lt. Trackliste dürfte es keinen Unterschied zwischen den Veröffentlichungen geben.

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Am 22.11.2017 um 09:18 schrieb MonacoFranz:

Interessant, bei mir hieß es, Vorbestellungen könnten nicht storniert werden, mittlerweile ist die CD auch unterwegs. 

Ich habe mich auch ganz schön ausgelassen wie das mit der Limitierung von 2 Versionen sein kann. Eine Frechheit die Ihresgleichen sucht!. CD kam jetzt auch über Amazon. Wesentlich günstiger und schneller. Wenn einer die Version vom BladeRunner Store bekommen sollte, ein Bild wäre cool, nur um zu sehen wo die Unterschiede liegen. :-)

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Am 5.10.2017 um 20:25 schrieb sbprofi:

Hallo nochmal zusammen, kann mir hier jemand im Forum sagen, warum sich der Komponist Jóhann Jóhannsson aus dem Projekt Blade Runner 2049 zurückgezogen hat

Regisseur Denis Villeneuve hatte sich im September noch geäußert dazu:

“Jóhann Jóhannsson is one of my favorite composers alive today. He’s a very strong artist. But the movie needed something different, and I needed to go back to something closer to Vangelis. Jóhann and I decided that I will need to go in another direction — that’s what I will say. I hope I have the chance to work with him again because I think he’s really a fantastic composer.”

http://www.indiewire.com/2017/09/blade-runner-2049-soundtrack-johann-johannson-1201882380

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das Making of Buch ist auch mega ausführlich in allen Bereichen... nur die Musik wird ausgespart... :-(

naja, denke auch mal allen Beteiligten war Johannssons Stil dann doch zu wenig Blade Runner und wahrscheinlich auch nicht laut genug. So gut der Film auch ist, kann mir vorstellen, man vertraute nicht darauf, dass er mit "leiserer" Musik den Zuschauer wachhielt und bombardierte einen dann lieber mit voller Lautstärke...

erschreckend finde ich bei wie vielen Normal-Zuschauern das positiv ankam. Bei keinem anderen Film dieses Jahr hab ich von so vielen Freunden gehört "Man, die Musik war mega gut in BR2049!"... garantiert sagten die das alle nur, weil die Musik unüberhörbar war und nicht weil die irgendwie gut war...

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Hab den Score nun das zweite Mal konzentriert ganz gehört. Zwar habe ich den Film noch nicht gesehen, denke aber, dass die Musik diesem sehr dienlich ist. Jeder Track atmet den Duft des Vangelischen Originals und könnte auch im Original von 1982 enthalten sein. Insofern haben Zimmer und Wallfisch ihre Aufgabe erfüllt. Zugegebenermaßen "rutscht" die Musik auf Tonträger nicht so gut durch wie das Original, muss sich aber auch nicht dahinter verstecken. Es sei denn, man erwartet eine eigenständigere Musik, die nicht so sehr an Vangelis Musik erinnern soll. Wenn man Klangflächen mag, sollte man durchaus mal ein Ohr riskieren!

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