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Soundtrack Board

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Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Howard:

Achtet ihr bei sowas eigentlich auf zertifizierte IMAX-Kinos oder ist (euch) das egal? Ist ja auch immer wieder so ein Thema bei den Produktionen von Nolan. Bisher hab ich darauf nie geachtet. Gibt aber Leute die schwören, das wären Unterschiede wie Tag und Nacht.

Also hier in Indien wo ich derzeit wohne kostet Imax 2,50 euro. Da schau ich mir eigentlich alles was in Imax gedreht ist auch an. Da wird selbst sowas Dröges wie Tron Ares geil (oder Mortal Kombat 2 hatte eine der tollsten Sequenzen, die ich seit langem gesehen hatte… das war im Imax mit dem Bild und Megasound schon toll). im Rest der Welt ist mir Imax schlicht zu teuer. Das is den Aufpreis dann doch nicht wert.

ich hatte mal in London Dune 2 in 70mm Filmprojektion mit Laserkino verglichen und da fand ich die Filmprojektion die schönere Variante. Nervig war allerdings, dass man grad bei Untertiteln dann sehen konnte, dass Film leicht vibriert. Das störte mich dann etwas. Filmrollenwechsel haben zwar witzigen Nostalgiefaktor, stören mich aber bei neuen Filmen auch…
Am Ende hängts vom Kino an sich halt auch ab. Gibt auch gute und schlechte Imaxe oder auch nicht mal besonders grosse.

godzilla minus one im BFi London war schon mega…

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Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb TheRealNeo:

Ist ja die Frage, wie man Epik im Film oder musikalisch definiert.

Was man ausgehend vom Film sagen ist, dass Nolan nicht die großen epischen Bilder bei Schlachten oder bei der Auseinandersetzung mit Monstern sucht, sondern immer sehr nah an den Figuren bleibt. Somit schränkt er dahingehend auch schon etwas eine musikalische Größe oder Epik ein, wie manch einer sich das vielleicht wünschen oder vorstellen würde.

Ganz genau. Der Film fokussiert sich sehr dominant auf die menschlichen Figuren und soll weit weg von Fantasy und mystischen Wesen sein. 
Da ist natürlich auch die Musik anders fokussiert und ich sage mal „kompakt“.

Geschrieben

Ich habe den Film in 70mm IMAX gesehen und den Score vorher 2mal komplett durchgehört. Was einige von euch in der ersten Hälfte des Hörerlebnisses als anstrengend empfanden, fällt im Film ehrlich gesagt gar nicht weiter auf (underscoring von Dialogen). Bei einigen Stellen wiederum passt der Score sehr gut. Besonders im letzten Akt, auch wenn ich mir von meinem Landsmann Göransson etwas anderes gewünscht hätte. Aber es funktioniert. Dann gab es aber auch Stellen (z.B. die Troy sequence, Track 9), wo mich die Musik richtig nervte, weil‘s einfach too much war und nicht zur Szene passte.

Zum Film selbst, er ist ziemlich farblos (typisch Nolan halt) und sehr laut (sound mixing ist teils echt off). 😬 Und für mich waren die ersten 100 Minuten, obwohl immer etwas passierte, ziemlich langweilig (ich kenne aber auch die Geschichte sehr gut—vielleicht lag es daran). ABER, der final act ist extremely satisfying, wenn alle Handlungsstränge und Erzählungsebenen zusammenlaufen. Kurz: wer Nolan kennt und schätzt wird den Film sicherlich mögen. Wer mit Nolan Probleme hat wird sicherlich auch kein Fan mit “The Odyssey”. 

Also ja, das Score-Album hätte man kürzen können und sich wirklich nur auf die besten parts konzentrieren sollen. Aber wer entscheidet das—Geschmäcker sind—wie wir hier sehen—eben verschieden. 

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Geschrieben

Ich hab die Odyssee gestern gesehen, und ich wurde gut unterhalten. Das mit dem sehr laut kann ich bestätigen, teilweise haben wegen der Bässe die Sitze vibriert, und es war nichtmal ein IMAX- oder Atmos-Saal.

Die Musik war recht unauffällig ehrlich gesagt, und die war meines Erachtens auch diesmal etwas weiter im Hintergrund als es bei Tenet der Fall war. Bei Tenet konnte man bei der lauten Musik teilweise die Dialoge nicht mehr verstehen. 

Ich werde mir den Score beizeiten zu Gemüte führen, aber nach gestern würde ich jetzt schon sagen, eine deutlich reduzierte Playlist dürfte den Anhörgenuss deutlich verbessern, zwei bis drei Stunden davon werde ich sicher nicht allzu oft hören. 

Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb Auriculae:

Also ja, das Score-Album hätte man kürzen können und sich wirklich nur auf die besten parts konzentrieren sollen. Aber wer entscheidet das—Geschmäcker sind—wie wir hier sehen—eben verschieden. 

Das wird ja eigentlich gar nicht mehr entschieden... man haut einfach den complete Score raus... fertig. Weniger Arbeit für alle... aber gut, dann gibts so ein Album wie SCREAM 7, wo dann die Hälfte fehlt und die Zusammenstellung einfach nicht rund ist... Da lob ich wieder Pemberton bei HAIL MARY, complete score raus, aber eine 60min Playlist bei Spotify dazugegeben...  das war super so! Dann sind alle happy... (btw, man kann den complete HAIL MARY Score auf Amazon Prime mit Video vom schlafenden Rocky anhören, zur Entspannung.... hahah... cute...)

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Geschrieben

Kurz mal off-topic wegen @ronin1975

Wer entscheidet eigentlich, dass es eine Playlist oder den Complete Score, z.B. im Stream gibt?

Und wer entscheidet über die passenden Tracks? Ist in diesem Stadium ein Komponist noch involviert?

Räumt man im Business sich als Komponist Rechte ein? 
Als Composer erhalte ich ja eine Auftragsarbeit und gebe die Rechte (nicht meine Urheberrechte!) an das Studio ab. So denke ich zumindest.

Räumt man sich beim „Auftragsarbeitsvertrag“ bereits das Recht ein, dass man entscheiden darf, was in den Stream kommt? Also stellt der Komponist doch die Tracks für danach zusammen, mit irgendwelchen Sachbearbeitern des Studios?

Solche Interna wären mal gut zu wissen. 

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Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb Stese:

Kurz mal off-topic wegen @ronin1975

Wer entscheidet eigentlich, dass es eine Playlist oder den Complete Score, z.B. im Stream gibt?

Und wer entscheidet über die passenden Tracks? Ist in diesem Stadium ein Komponist noch involviert?

Räumt man im Business sich als Komponist Rechte ein? 
Als Composer erhalte ich ja eine Auftragsarbeit und gebe die Rechte (nicht meine Urheberrechte!) an das Studio ab. So denke ich zumindest.

Räumt man sich beim „Auftragsarbeitsvertrag“ bereits das Recht ein, dass man entscheiden darf, was in den Stream kommt? Also stellt der Komponist doch die Tracks für danach zusammen, mit irgendwelchen Sachbearbeitern des Studios?

Solche Interna wären mal gut zu wissen. 

Ich weiß es nur für National Treasure: Book of Secrets. Da war Trevor Rabin für die Albumzusammenstellung mit verantwortlich. Da sehr spät entschieden wurde, dass es ein Album geben soll, war leider nicht mehr genügend Zeit, ein vollwertiges Album zusammenzustellen. Daher gibt es den Score leider nur Digital mit einer sehr kurzen Laufzeit von ca. 22 Minuten.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Stese:

Kurz mal off-topic wegen @ronin1975

Wer entscheidet eigentlich, dass es eine Playlist oder den Complete Score, z.B. im Stream gibt?

Und wer entscheidet über die passenden Tracks? Ist in diesem Stadium ein Komponist noch involviert?

Räumt man im Business sich als Komponist Rechte ein? 
Als Composer erhalte ich ja eine Auftragsarbeit und gebe die Rechte (nicht meine Urheberrechte!) an das Studio ab. So denke ich zumindest.

Räumt man sich beim „Auftragsarbeitsvertrag“ bereits das Recht ein, dass man entscheiden darf, was in den Stream kommt? Also stellt der Komponist doch die Tracks für danach zusammen, mit irgendwelchen Sachbearbeitern des Studios?

Solche Interna wären mal gut zu wissen. 

Meine Vermutung ist, dass es, wie bei vielen Verträgen von Fall zu Fall abhängt.

Vermutlich sogar auch, wie "wichtig" dem entsprechenden Komponisten, das finale Werk dann ist. 

Bei einer "reinen" Auftragsarbeit einzig und alleine des Geldes wegen, ist dem Komponisten oder der Komponistin vielleicht sogar komplett egal, ob und in welcher Form die Musik abseits des Films veröffentlicht wird. 

Andererseits gibt es ja auch verschiedene Beispiele (Bear McCreary fällt mir spontan ein) der - meine ich noch zu erinnern - ein eigenes Label gegründet hat, um gewisse Serien- und Filmsoundtracks von sich zu veröffentlichen. 

Je "inflationärer" das Medium - und da zähle ich Streaminganbietet jeder Coleur hinzu, auch wenn ich andererseits froh bin dass es diese legalen Möglichkeiten Unmengen von Musik zu entdecken und konsumieren inzwischen gibt - umso weniger Einfluss haben vermutlich Komponisten ob und in welchem Umfang die Scores erscheinen.

Ein anderer Aspekt ist vermutlich auch, welche Bedeutung / Ansehen der entsprechende Komponist bzw Komponistin genießt und Mitspracherechte eingeräumt bekommt in Vertragsverhandlungen.

Geschrieben

Dazu kommen ja die re-use fees… ich meine mich zu erinnern, daß es heute so ist, daß man bei der Erstveröffentlichung den complete score abgedeckt hat. Wenn man aber sagt ‚ich bring nur 45min davon raus‘ und dann is das Ding so‘n Hit, daß das Label den complete noch nachschieben will, dann muss man für das neue Material nochmal abdrücken.

Also haut man lieber gleich den complete score raus… man kann sich ja dann gerade im Stream die Highlights selber zusammenstellen. Wozu also die Mühe noch machen? 

Goldsmith hat das früher auf jeden Fall selber zusammengestellt/abgesegnet.

Williams macht das anscheinend ja immer noch, wobei ich mir das immer gar nicht vorstellen kann, daß er sich dann zur Abnahme nochmal die ganze CD anhört usw… hat da sicherlich wen, dem er das überlässt…

 

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Geschrieben

So, gerade frisch aus dem Kino raus und ich habe mich mit meiner Meinung bisher bewusst zurückgehalten. Manchen würde es auch vielleicht mal gut tun, zuerst den Film zu schauen bevor man seine Meinung zu einem Filmsoundtrack äussert. :)

Zuerst zum Film: Was für eine Wucht!

Matt Damon lieferte hier wirklich eines seiner besten Rollen und überhaupt war die schauspielerische Leistung sehr gut. Ich habe schon einige Filme über 2.5h gesehen, aber hier verging die Zeit wie im nu. Es war zu keiner Minute langweilig. Tolle Aufnahmen, solide Story (kenne das Buch nicht, darum hier bewusst zurückhaltend), mega Sound (wenn auch hier und da etwas zu überdreht), tolle Kostüme und ein gelungener Soundtrack.

Ja: Ich fand den Soundtrack top! 

Ludwig hat genau das geliefert, was ein solcher epischer Film braucht. Raue, archaische Klänge, ohne das grosse emotionale Drama à la Hans Zimmer. Ich mag Hans Zimmer sehr, aber hier wäre sein Stil meiner Meinung nach fehl am Platz gewesen. Für mich wirkt es, als hätte man beim Score etwas Ähnliches wie bei «The Northman» erreichen wollen – nur weniger nordisch und dafür deutlich griechischer. Der Soundtrack trägt den Film hervorragend. Er drängt sich nicht permanent in den Vordergrund, ist in gewissen Momenten aber sehr präsent. Meiner Meinung nach jedoch nie zu stark – mit Ausnahme von «Troy», wobei man dort die Spannung wohl ganz bewusst noch einmal zusätzlich zuspitzen wollte. Und dennoch gab es auch schöne Themen wie in "Penelope", "Ithaca",  "Odysseus" oder im finale "Chasing the Escaping Sun". 

Für mich funktioniert der Score im Film hervorragend. Jetzt wo ich den Film gesehen habe, versteh ich den Soundtrack auch besser und kann ihn nun besser als Musikalbum geniessen. Der Song von James Blake gefällt mir hingegen weniger.

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Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb neo:

So, gerade frisch aus dem Kino raus und ich habe mich mit meiner Meinung bisher bewusst zurückgehalten. Manchen würde es auch vielleicht mal gut tun, zuerst den Film zu schauen bevor man seine Meinung zu einem Filmsoundtrack äussert. :)

Zuerst zum Film: Was für eine Wucht!

Matt Damon lieferte hier wirklich eines seiner besten Rollen und überhaupt war die schauspielerische Leistung sehr gut. Ich habe schon einige Filme über 2.5h gesehen, aber hier verging die Zeit wie im nu. Es war zu keiner Minute langweilig. Tolle Aufnahmen, solide Story (kenne das Buch nicht, darum hier bewusst zurückhaltend), mega Sound (wenn auch hier und da etwas zu überdreht), tolle Kostüme und ein gelungener Soundtrack.

Ja: Ich fand den Soundtrack top! 

Ludwig hat genau das geliefert, was ein solcher epischer Film braucht. Raue, archaische Klänge, ohne das grosse emotionale Drama à la Hans Zimmer. Ich mag Hans Zimmer sehr, aber hier wäre sein Stil meiner Meinung nach fehl am Platz gewesen. Für mich wirkt es, als hätte man beim Score etwas Ähnliches wie bei «The Northman» erreichen wollen – nur weniger nordisch und dafür deutlich griechischer. Der Soundtrack trägt den Film hervorragend. Er drängt sich nicht permanent in den Vordergrund, ist in gewissen Momenten aber sehr präsent. Meiner Meinung nach jedoch nie zu stark – mit Ausnahme von «Troy», wobei man dort die Spannung wohl ganz bewusst noch einmal zusätzlich zuspitzen wollte. Und dennoch gab es auch schöne Themen wie in "Penelope", "Ithaca",  "Odysseus" oder im finale "Chasing the Escaping Sun". 

Für mich funktioniert der Score im Film hervorragend. Jetzt wo ich den Film gesehen habe, versteh ich den Soundtrack auch besser und kann ihn nun besser als Musikalbum geniessen. Der Song von James Blake gefällt mir hingegen weniger.

Das ist letztlich das einzig entscheidende, denn der Film bildet schlicht die Grundlage für die Musik. Ob die Musik dann für jeden einzelnen auch separat als Höralbum funktioniert ist rein subjektiv. Die Musik kann objektiv perfekt für den Film sein, aber subjektiv nicht für jeden als Höralbum taugen. Ganz ehrlich, der Durschnittskinogänger würde wahrscheinlich behaupten, dass Filmmusik überhaupt nicht als Höralbum taugt.

Ich kann nachvollziehen, was Du mit verstehen meinst. Wie schon oft erzählt, hatte The Bourne Identity zuerst für mich überhaupt nicht gezündet. Als ich dann aber den Film sah und die Musik "in Aktion" erlebte, hat irgendwas Klick gemacht in mir. Auf einmal fand ich die Musik richtig geil. Ausschlaggebend war damals das Stück Escape from Embassy. Problematisch ist natürlich immer auch, dass man oft schon mit einer entsprechenden Erwartungshaltung rangeht. Nicht mal von der Qualität her, sondern schon rein stilistisch. Somit ist man oft auch einfach selbst schuld.

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Geschrieben (bearbeitet)
vor 10 Minuten schrieb Lars Potreck:

Das ist letztlich das einzig entscheidende, denn der Film bildet schlicht die Grundlage für die Musik. Ob die Musik dann für jeden einzelnen auch separat als Höralbum funktioniert ist rein subjektiv. Die Musik kann objektiv perfekt für den Film sein, aber subjektiv nicht für jeden als Höralbum taugen. Ganz ehrlich, der Durschnittskinogänger würde wahrscheinlich behaupten, dass Filmmusik überhaupt nicht als Höralbum taugt.

Ich kann nachvollziehen, was Du mit verstehen meinst. Wie schon oft erzählt, hatte The Bourne Identity zuerst für mich überhaupt nicht gezündet. Als ich dann aber den Film sah und die Musik "in Aktion" erlebte, hat irgendwas Klick gemacht in mir. Auf einmal fand ich die Musik richtig geil. Ausschlaggebend war damals das Stück Escape from Embassy. Problematisch ist natürlich immer auch, dass man oft schon mit einer entsprechenden Erwartungshaltung rangeht. Nicht mal von der Qualität her, sondern schon rein stilistisch. Somit ist man oft auch einfach selbst schuld.

Das trifft es auf den Punkt. Danke. :D Mit verstehen meine ich halt auch, warum etwas so klingt wie es klingt. Soundtracks haben meiner Meinung nach viel mit Stimmung zutun (mehr noch als normale Pop, Rock, ... Mainstream Alben) und vielleicht passt dieser halt nicht zu jeder Stimmung die man gerade hat. Bei der Fahrt nach Hause zum Beispiel habe ich mir das Album nochmals angehört (also ein Teil davon, wäre sonst eine lange Heimfahrt :P), und da fand es nochmals richtig gut anzuhören. Beim ersten mal war ich auch etwas anders angetan, aber auch nur, weil ich wie du schon sagtest, etwas anderes erwartet habe. Nun da ich den Film kenne, wollte ich den "erwarteten" Score gar nicht mehr. Einige sehen den Score vielleicht mehr als Sounddesign, ich sehe ihn mehr als kreatives, archaisches Kunststück. Nach fauler Synth klang es für mich auch nicht und vorallem nicht so repetiv wie sein Star Wars: The Mandalorian and Grogu.

Bearbeitet von neo
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Geschrieben

Ich kann leider nicht dafür sprechen, wie die Musik im Film wirkt. Ich war leider noch nicht im Kino.

Ich habe mir jedoch die Musik im Streaming 2-3mal zu Gemüte geführt und bin ein wenig ratlos. Teile der Musik sind ganz interessant. Bestimmt wirken sie in der räumlichen Auflösung bestimmt gut bei einem guten Stereoanlagen Equipment, aber für mich versinkt die Musik eher in Richtung Sounddesign und wirkt auf Dauer regelrecht dröge. 

Das ging mir schon ein bißchen bei seinem Oppenheimer so. Also den Kaufbutton bei Mutant Records werde ich mit Sicherheit nicht drücken.

Im Vergleich dazu hat mich Göransson Musik zu Mandalorian & Grogu mehr angesprochen. Die Musiken zu seinen Creed Filmen habe ich leider nicht mehr im Ohr.

Man fragt sich, warum Goldsmith für seinen Synthesizer Einsatz im nachhinein so gerügt wird. Ich könnte mir gut vorstellen,  dass gerade die elektronischen Sounds, die Göransson in seinem Odyssee verwendet, nicht die Zeit überstehen werden und bei einer zeitlosen Drama-/Sagenverfilmung auch schnell "dated" klingen werden. 

 

Geschrieben

Ich mag viele Scores von Ludwig Göransson sehr. Mit THE ODYSSEY habe ich mir allerdings schwergetan. Nach einer Analyse des Scores habe ich schließlich sechs interessante Tracks gefunden. Besonders spannend finde ich den Klang der antiken Instrumente.

Meine Favoriten sind die Tracks:

2. Ithaca (5:42)
4. Telemachus (4:00)
8. Menelaus, Husband of Helen (3:50)
16. 7 Years (2:17)
17. Another Name (1:52)
22. Chasing the Escaping Sun (3:22)

 

Bei THE MANDALORIAN AND GROGU ist es dagegen ganz anders. Dort begeistert mich der gesamte Soundtrack. 🤩 Es wäre großartig, wenn die CD auch verfügbar wäre. Die Veröffentlichungspolitik von Walt Disney Records lässt da einiges zu wünschen übrig. 😉

  • Like 1
Geschrieben

Bin spät dran, aber meine schlimmsten Befürchtungen haben sich leider bewahrheitet: mehr bemüht-kreatives Sounddesign als musikalische Substanz mit Wiedererkennungswert. Was für eine vergeudete Chance für wirklich großartige Filmmusik... immer dasselbe bei Nolan-Projekten. Diese Art primitiv-reduktionistische Vertonung des eigentlich so viele musikalische Möglichkeiten bietenden Sujets nimmt mir wirklich jede Lust, mir so eine Art Film anzusehen und drei Stunden Lebenszeit zu verschwenden. Schon aufgrund der (vermutlich bewusst eingesetzten) stimmungsbedingten Dissonanzen finde ich weite Teile der Musik schwer erträglich. Einen Kinobesuch werde ich mir ersparen. Filmmischer Höhepunkt dieses Jahr war für mich ohnehin Backrooms.   

Geschrieben

Der Film hat jetzt meine Meinung zum Score nicht verändert... fand die ersten 2h war die Musik kaum von Soundeffekten zu unterscheiden und spielte quasi gar keine Rolle... hätt man dann auch gleich weglassen können. Positiv finde ich daran ja schon, dass Nolan einen nicht zudröhnte mit Musik wie so oft sonst... in der letzten Stunde kommt ja dann das Melodische durch und wenn auch hübsch und eingängig, so ist das dann doch so 0815 von der Komposition und vom Einsatz, das hätt dann auch jeder gekonnt... wirkte ein wenig wie Schmalspur Zimmer. Das antike Instrument klingt für mich schlicht wie ein Duduk, das kann man jetzt schönreden und toll finden, dass das rekreiert wurde, aber es klingt am Ende halt einfach wie DAS Instrument, das immer für solche Filme zum Einsatz kommen muss... und ja, der Ansatz "Ein Orchester gab es damals nicht", aber Synthesizer dann anscheinend schon, ist wirklich total bescheuert in seiner Begründung. Grundsätzlich stört das mich aber natürlich nicht.

Film fand ich in Ordnung, jetzt nicht irre toll, aber war nie langweilig und ne gute Geschichte ist es ja. Trotzdem hab ich das mit dem Zyklopen eigentlich gar nicht verstanden, was da vor sich geht und nach dem gefühlt hundersten Mal, wenn die Soldaten wieder in Panik zum Boot zurückrennen und wieder ein Batzen gekillt oder verspeist wurden, stellte sich schon auch Redundanz ein 

Spoiler

und den "Odysseus Wick"-Schluss fand ich unnötig und wie gewohnt nicht sonderlich gut inszeniert von Nolan. Trotz der an sich ja metaphorischen Story wars ja aber auch irgendwie eine nette Homage an Harryhausen Filme (nur das Monster nach dem Strudel... was war denn das für ein Designfail???)...

also auf jeden Fall sehenswert, mal was Anderes, der teuerste Arthouse Film wohl und gute Unterhaltung, aber sehen muss ich den nicht nochmal... (fand Damon ehrlich gesagt fehlbesetzt.. ich nahm den das alles einfach nicht ab).

  • Like 2
  • Confused 1
Geschrieben

Um meine Reaktion zu erklären...

Ich finde so Aussagen wie "hätte man auch gleich weglassen können" oder "gewohnt nicht sonderlich gut inszeniert von Nolan" einfach völlig überzogen und unnötig herablassend.
Direkt immer die 0815-Keule zu schwingen nur weil ein Konzept, was für viele funktioniert, einem nicht so schmeckt und sich damit über andere zu stellen und die eigentlichen Macher wirkt provokativ und hochnässig, aber nicht wirklich konstruktiv.

Und wenn man die Musik in den ersten zwei Stunden nicht von Soundeffekten unterscheiden kann, dann ist es wohl einfach nicht etwas für einen. 
Und immer wieder die PR-Aussage, dass es damals kein Orchester gab usw. totzureiten führt halt auch nirgendwohin.

Man muss den Score und den Film auf keinen Fall gut finden oder mögen, aber das kann man auch argumentativ so verpacken, ohne sich über andere zu stellen und über was herzuziehen oder Leistungen von Leuten kleinzureden.

  • Like 4
Geschrieben

Letztlich zeigt sich in den Bewertungen doch nur, dass es rein subjektiv nach Geschmack geht. Es wäre auch anmaßend angeblich "objektiv beurteilen" zu wollen, ob der Score langweilig ist, nicht/zum Film passt oder nicht/auf CD was taugt. Für mich klingt der Score wie der Film (den Trailern nach) und zumindest die vorherigen Nolan Filme aussehen. Kühl, steril und funktional. Andere werden durch die Musik total ergriffen sein. Niemand kann objektiv beurteilen, was von beidem nun tatsächlich zutrifft.

  • Like 3
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Lars Potreck:

Letztlich zeigt sich in den Bewertungen doch nur, dass es rein subjektiv nach Geschmack geht. Es wäre auch anmaßend angeblich "objektiv beurteilen" zu wollen, ob der Score langweilig ist, nicht/zum Film passt oder nicht/auf CD was taugt. Für mich klingt der Score wie der Film (den Trailern nach) und zumindest die vorherigen Nolan Filme aussehen. Kühl, steril und funktional. Andere werden durch die Musik total ergriffen sein. Niemand kann objektiv beurteilen, was von beidem nun tatsächlich zutrifft.

Ich finde, du hast das sehr schön auf den Punkt gebracht. Göransson understood the assignment einen Nolan Film zu vertonen („kühl, steril und funktional“ beschreiben es sehr gut). Dass Göransson auch anders kann beweist er ja unter anderen Regisseuren und in anderen Projekten. Ich kann mit dem Score—bis auf einige wenige Tracks—auch nur wenig anfangen, aber das ging mir bisher bei allen Nolan-Scores so. (Eben genauso wie ich seine Filme empfinde—und trotzdem schaue ich sie mir an). Es funktioniert eben in erster Linie als FILMmusik, wie hier immer so schön gesagt wird. 

  • Like 1
Geschrieben
Am 26.7.2026 um 15:33 schrieb TheRealNeo:

Um meine Reaktion zu erklären...

Ich finde so Aussagen wie "hätte man auch gleich weglassen können" oder "gewohnt nicht sonderlich gut inszeniert von Nolan" einfach völlig überzogen und unnötig herablassend.
Direkt immer die 0815-Keule zu schwingen nur weil ein Konzept, was für viele funktioniert, einem nicht so schmeckt und sich damit über andere zu stellen und die eigentlichen Macher wirkt provokativ und hochnässig…

Das lässt sich aber anhand von Beispielvideos, Analysen beweisen…

muss man nur mal auf youtube schauen...

oder sich mal die Autojagd in Tenet genau anschauen, Shot für Shot… wo kommt denn da das dritte Auto auf einmal her? Das ist einfach visuell schlecht bis gar nicht erzählt. Und von Dark Knight muss man gar nicht anfangen… So Actionszenen können nun mal andere Regisseure WEIT besser…

Geschrieben

Also Anschlussfehler findest aber wie Sand am Meer in filmen...das hat am Ende aber dann nicht unbedingt was mit Regie-Können zu tun und fällt auch nicht auf, wenn man nicht Frame für Frame vorgeht.

Weiß auch nicht, ob ich mir von einem YouTuber das erklären lassen will...

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