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vor 11 Minuten schrieb Angus Gunn:

Das ist mir auch aufgefallen. Ich habe hier die alte DVD, die nur die deutsche Kinofassung enthält. Bei dieser Verfolgungsjagd gibt es auch ein paar Sekunden vorher schon einen sehr merkwürdigen Schnitt. Ich denke aber, das sind keine beabsichtigten Kürzung, sondern Filmrisse. Da fehlen einfach ein paar Sekunden in der Kopie. Das sieht man auch an den Verschmutzungen rund um die Schnittstellen und die holprigen Tonsprünge. Ich finde dieses authentische Zelluloid-Flair allerdings gerade bei solchen Filmen sehr angenehm. Und die deutschen Vorspanntitel haben auch ihr ganz eigenes Flair, selbst wenn es in diesem Fall der Titel einer späteren Wiederaufführung ist (Buddy fängt nur große Fische).

Könnte echt sein, weil das alles andere als professionell ausschaut und das wäre eigentlich nicht normal für die Cuts in den Hill/Spencer-Filmen. Normal merkt man da als Zuschauer nichts, wenn was geschnitten wurde. Echt schade wegen dem Film, da es hier echt mal richtige erwachsene Handlung in einem Spencer Film gibt, ohne aber auf die normalen Elemente zu verzichten. Das gelingt hier sehr gut. Aber ja, glaube echt, dass du und Sebastian Recht haben mit dem Filmriss.

 

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BETWEEN HEAVEN AND HELL (Richard Fleischer, USA 1956)

Das Moralstück über die Läuterung eines rassistischen Großgrundbesitzers während des Pazifikkriegs gehört nicht zu Richard Fleischers stärksten Filmen (insbesondere nicht im Vergleich zum großartigen, ein Jahr zuvor entstandenen VIOLENT SATURDAY, der seine narrativen Nebenschauplätze - Familie, Generationenkonflikt, Religion - noch viel kunstvoller mit der Genre-Haupthandlung verwebt), aber die tolle CinemaScope-Fotografie und eine der kernigsten Dies-Irae-Verarbeitungen der Hollywood-Filmmusik der 50er/60er Jahre (oscarnominiert: Hugo Friedhofer) reißen es dann doch heraus und verankern den Film nachhaltiger im Gedächtnis. 

 

HOLLOW MAN (Paul Verhoeven, USA 2000)

Ich habe HOLLOW MAN lange unterschätzt. Ein Wiedersehen nach acht Jahren hat ihn nun allerdings ins Spitzenfeld meiner Verhoeven-Favoritenliste katapultiert. Neben SHOWGIRLS ist das vielleicht Verhoevens physischster, gewaltigster und gewalttätigster Hollywoodfilm: seine Sci-Fi-Satiren empfinde ich in ihrer extremen Stilisierung zwar nicht minder brutal, aber doch ein gutes Stück distanzierter zu einer alltäglich-körperlichen Realitätserfahrung, wie sie HOLLOW MAN vor allem auch durch die sexuelle Thematik berührt. In diesem Kontext ist der Film vielleicht Verhoevens „bewussteste“ Hollywoodarbeit, oder zumindest diejenige, die den ‚sexual predatorism‘ des Verhoeven’schen Übermenschen am deutlichsten pathologisiert. Ein Film, scharf wie eine Klinge, und in manchen Aspekten ähnlich einschneidend-schmerzhaft wie ELLE, mit dem er ein ausgezeichnetes Double Feature abgeben würde. (Nicht unerwähnt bleiben soll natürlich die letzte modernistische Musik des großen Jerry Goldsmith, der Verhoevens Hollywood-Abschiedsvorstellung mit einem expressionistischen, Blechbläsercluster-reichen Ausdruckstanz penetriert, wie man ihn bei Goldsmith klangästhetisch eher in unbequemen 70er-Thrillern wie THE CASSANDRA CROSSING oder COMA vermuten würde.)

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vor 22 Stunden schrieb Sebastian Schwittay:

Boisset ist immer was Feines! Unter seinen kleineren Politkrimis mag ich LE SAUT DE L'ANGE (deutsch "Kommando Cobra") am liebsten. Gibt es allerdings leider nur auf VHS. 

Ist das der mit der Kletterei auf der Autokinoleinwand?  Den habe ich mal gesehen, ist aber schon 20 Jahre her. Bei Boisset klaffen bei mir sowieso noch riesige Lücken, aber es fehlt ja auch noch eine Menge von ihm auf dem DVD-Markt.

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Bei mir war in den letzten Wochen Star Wars dran.. ich hab nämlich angefangen, alle Filme in der Reihenfolge der Geschichte zu gucken. Da ich irgendwie vergessen habe, die Rezis hier zu posten, ist es nun mal etwas mehr Text. Sorry dafür..

Star Wars: Episode 1: The Phanton Menace

Was ich gut finde, wie sich der Stil im Laufe des Films ändert. Zu Beginn wirkt er fast wie eine Parodie, da er einfach zu viele lustige Szenen beinhaltet. Doch mit dem Auftauchen von Anakin verändert er sich langsam. Es kommen mehr ernste Szenen dazu und auch die Gefahr ist etwas mehr spürbar, obwohl sie im Laufe des Films nie wirklich vorhanden ist. Als es dann richtig politisch wird, ist der Film angekommen in seiner Entwicklung und da entfernt er sich von dem kindlichen Beginn fast komplett. Einzig Jar Jar Binks und seine Landsleute sorgen noch für den einen oder anderen Humor. Trotz allem hatte ich Episode 1 stärker in Erinnerung. Was mich etwas enttäuschte, war die schauspielerische Leistung. Natalie Portman überzeugt nur als Padme, aber fehlt es an Ausstrahlung. Dabei ist sie eine so talentierte Schauspielerin. Jake Lloyd hat fast keine überzeugende Szene. Meiner Meinung fehlte ihm das Talent, um Anakin glaubhaft darzustellen. Das wirkt bei ihm nur bemüht. Liam Neeson spielt hier auch nur auf Autopilot, aber schafft es wenigstens die ruhigen ernsteren Szenen mehr Klasse zu verleihen. Einzig Evan McGregory scheint hier alles gegeben zu haben. Dem machte die Rolle als Obi Wan so richtig Spaß. Die Effekte fand ich übrigens gelungen, denn die hatte ich schwächer in Erinnerung. Keine Ahnung, aber vielleicht wurden die nochmal überarbeitet. Ich konnte wenigstens nichts an denen aussetzen. Die Musik von John Williams ist halt John Williams. Toll fand ich die düsteren Chormomente bei Darth Mauls Antreffen auf Tatooine. Auch gut fand ich, dass das Podrennen fast komplett ohne Musik auskam. Das war die richtige Entscheidung, da sonst eh gefühlt in fast jeder Szene Musik zu hören war. Etwas zu viel meiner Meinung nach.
Okay, trotz der Schwächen wurde ich immer noch sehr gut unterhalten und darum geht es ja in den Star Wars-Filmen. Damit wurde das Ziel erreicht.

Star Wars: Episode 2: Attack of the Clones

Nach der Episode 1, die teilweise noch wie eine Art Fanservice wirkte und erst in der zeiten Hälfte ihre Stärken hatte und den eher wie ein Märchen wirkenden Episode 4-6, geht nun Star Wars in das nächste Level. Klar mancher Dialog wirkt holprig und schauspielerisch ist auch der Teil keine Offenbarung, was besonders bei der normalerweise großartigen Natalie Portman überrascht, aber die Geschichte funktioniert. Es wird politisch, Obi Wan darf Detektiv spielen und eine wunderbare Romanze bilden hier den Kernpunkt einer Story, die alles verändern wird. Das sorgt für so viel Vielseitigkeit, die ich sehr begrüße. Teilweise merkt man hier nicht, dass das gerade ein Star Wars-Film ist. Dazu wird auch der Humor sehr stark zurückgefahren. Für die einzigen Humor-Momente sorgt nur mal wieder C3PO und R2D2, die aber gleichzeitig auch die schwächsten Momente im Film sind, auch wenn ich schon lachen musste, als der Kopf und der Körper von C3PO sich getrennt haben und sich wo anderes wiedergefunden haben. Was ich auch mag ist zum Beispiel auch die Szenen, in der Anakin und Padme ihre Gefühle für sich entdecken. Ich bin halt ein Romantiker. Großartig, als Anakin zum ersten Mal die böse Macht in sich spürt, als er den Tod seiner Mutter rächt. Die Verfolgungsjagd mit der Attentäterin ist ebenfalls ein wahres Highlight, aber auch das Finale ist spannend und mitreißend inszeniert und endlich mal gibt es in einem Star Wars-Film keine Weltraumschlachten. Sehr gut gemacht ist es auch, wie Yoda am Ende des Films als Retter von Obi Wan und Anakin auftaucht und es langsam aufgebaut wird, dass auch er endlich mal zum Schwert greift. Man kann viel sagen über George Lucas, aber dass er die Prequels anders machen wollte als 4-6, das rechne ich ihm sehr hoch an und für mich gelang ihm das auch.
Musikalisch wirkt auch John Williams hier interessanter als noch in Episode 1. Die Musik wirkt wilder, chaotischer in den Action-Momenten und es ist auch mal eine E-Gitarre zu hören. Dazu hat er mit dem Liebesthema für Anakin und Padme für mich sein bestes Thema im Star Wars-Franchise geschrieben.
Das sind alles die Gründe, warum der Teil mein Lieblings-Star Wars-Teil ist und mit Episode 3 folgt dann auch sogleich mein zweitliebster Film aus dem Franchise.

Star Wars: Episode 3: Revenge of the Sith

Es ist beeindruckend, mit welcher Dichte hier George Lucas diese Geschichte inszeniert hat. Den Humor hat er außer sehr wenigen lockeren Sprüchen komplett verbannt und das musste so sein. Die Zeit der Witze ist vorbei, denn das dunkelste Kapitel der Star Wars Geschichte hat begonnen und dabei ist dieses Teil auch nach mehrmaligen Anschauen immer noch extrem spannend und vor allem auch interessant von der Story her. Ich finde es auch beachtlich, wie konsequent und auch mutig hier Lucas die Order 66 betreibt. Die ganze Inszenierung dieser Order inklusive der Musik ist meiner Meinung nach einer der besten Szenen in der Star Wars Geschichte. ja, auuch wenn er die folgende Tat nicht zeigt, ist es schon ein Schock, wenn Lord Vader dann auch noch sein Lichtschwert gegen die Jünglinge zückt. Jeder weiß, was nun passiert, daher muss es nicht gezeigt werden. Auch wenn wir Anakins Mord an die Kinder nicht sehen, wird trotzdem später noch ein Jüngling im Kampf gegen die Klone getötet. Auch der spätere Kampf von Obi Wan gegen Lord Vader und Yoda gegen Darth Sidious ist meiner Meinung nach fast perfekt inszeniert, auch wenn ich es nicht so toll fine, dass da aus dem Nichts das "Duel of the Fates"-Stück 1:1 recht unpassend eingebaut wurde. Da hätte ich Williams seinen "Battle of the Heroes"-Stil weiterführen lassen. So wirkte das fast wie ein Fremdkörper. Aber das ist nur Meckern auf höchsten Niveau.
So im Ganzen hätte ich ehrlich gesagt diese Konsequenz in der Geschichte Lucas nie zugetraut, aber der Verlauf der vorherigen Filme deutete das schon an und es musste einfach so werden. Alles andere wäre eine große Enttäuschung gewesen. Schauspielerisch fand ich hier wieder mal Evan McGregor sehr gut, dessen Obi Wan mein Lieblingscharakter aus dem Star Wars Franchise ist. Ebenfalls gut fand ich Hayden Christensen, der es überzeugend darstellt, wie er langsam der dunklen Macht verfällt, was übrigens absolut nachvollziehbar geschieht.
Zur Musik hab ich schon was geschrieben, auch wenn ich mir ein paar mehr Momente der Stille gewünscht hätte, so dass die Musik noch mehr Wirkung bekam, wenn sie einsetzte.
Ja, ich muss mich korrigieren. Episode 2 ist nun gemeinsam mit Episode 3 mein liebster Star Wars Film.

Kleine Bonus-Info: Ich schaue die Filme ja auf Disney+ an, obwohl ich Episode 2 auf DVD habe, und die schauen da verdammt gut aus. In Sachen Bild und auch Special-Effekte wirkt das so, als ob die Filme gerade erst rausgekommen wären. Die haben sie also heftig und mit viel Liebe zum Detail renoviert.

Solo: A Star Wars Story

Zuerst muss ich ehrlich sagen, dass ich dachte, dass sie vergessen haben, ein paar zusätzliche Glühbirnen zu kaufen, denn der Film wirkt zu großen Teilen zu dunkel. Keine Ahnung, was sich die Macher dabei gedacht haben, aber ich war froh über jeden Sonnenschein im Film. Ansonsten störte diese Dunkelheit nicht die einfache und überraschungsarme aber doch unterhaltsamen Story. Sie machte schon Spaß, auch wenn es kein großer Wurf war, in keinerlei Hinsicht. Was hier auf jedem Fall fehlte, war ein charismatischer Bösewicht, der auch gefährlich wirkte. Paul Bettany versucht zwar alles mit seinem Charakter, aber der ist einfach wie ein typischer tausendmal gesehener Schmugglerchef geschrieben worden. Ich würde ihn fast schon langweilig nennen. Bettany versuchte wie gesagt alles, aber war gegen die Charaktizierung hoffnungslos verloren. Der restliche Cast war okay, und darunter fällt auch Alden Ehrenreich. Ich muss aber zugeben, dass ich Han Solo nur an der Synchronstimme erkannt habe, welche mich sehr an Wolfgang Pampel (Synchronstimme von Harrison Ford) erinnerte. Es war aber nicht Pampel, sondern (ich musste nachschauen) Florian Clyde. Für mich ein unbekannter Name. Das Problem dabei ist aber, dass die Stimme nicht zu dem Schauspieler passte. Da hätten sie dann vielleicht doch eine passendere Stimme suchen sollen. Dann wäre aber das Problem gewesen, dass der Schauspieler für mich seine einzige Ähnlichkeit zu Han verlieren würde. Daher keine Ahnung, welche Entscheidung dann richtig gewesen wäre.
Die Musik von John Powell war solide und passte zum Film. Es fühlte sich aber im Film so an, dass er hier etwas mehr als die Hälfte nur Material von John Williams adaptierte. Das Hauptthema von Williams fand ich aber gut und auch das Thema von Powell für dieses andere war gut anzuhören. Mehr prägnantes neues Material gab es aber meiner Meinung nicht.
Fazit ist schnell gemacht: Trotz der eindeutigen Schwächen (Schaltet öfters das Licht an und zeigt einen böseren Bösewicht) war das doch ein unterhaltsamer Film, der hätte besser sein können, aber naja was solls. So passte er auch.

Dann geht es irgendwann mit "Roque One" weiter, auf den ich mich schon freue.. der einzige für mich unbekannte Star Wars-Film, auf den ich mich freue.

 

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Am 26.4.2020 um 20:41 schrieb Angus Gunn:

Ist das der mit der Kletterei auf der Autokinoleinwand?

Ja, genau. Völlig unfassbare Szene, und einer der unfassbarsten Bösewicht-Abgänge der Filmgeschichte. ❤️ 

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ROGUE ONE: A STAR WARS STORY

Ich muss zugeben, dass ich zwar kein Star Wars-Fan bin, aber mich sehr auf diesen Film gefreut habe, weil ich gehört habe, dass er mal was anderes aus dem Star Wars-Universum ist. Jetzt bin ich froh, dass sich meine Hoffnungen bestätigt haben.
Es ist
ein spannender, düsterer und vor allem auch ernster Sci-Fi-Film mit durch die Bank interessanten Charakteren. Selbst die sonst so üblichen Schlachten bei Star Wars wirken hier bedrohlicher durch die ernstere Inszenierung. Es gibt zwar den einen oder anderen Dialogwitz, aber dieser ist sehr gut dosiert und daher stört er auch nicht die Ernsthaftigkeit des Films. Ich könnte ihn auch als Kriegsfilm beschreiben, denn teilweise fühlt er sich so an.
Ach ja, und mit einem gut aufspielenden Ben Mendelsohn bekam ich auch einen tollen charismatischen Bösewicht. Zu erwähnen gilt es hier auch noch Feliciity Jones, denn sie gefiel mir auch außerordentlich gut in ihrer Rolle. Der restliche Cast war es meiner Meinung nach auch gelungen, die Charaktere zum Leben zu erwecken und ihnen ein Profil zu geben. Okay, eine Schwäche hat der Film dann doch: Die CGI-Version von Peter Cushing und der jungen Carrie Fisher. Die waren nicht 100% gelungen, aber sie mussten halt dabei sein.
Die Musik hat natürlich Anleihen an dem Star Wars-Stil, aber Michael Giacchino durfte trotzdem so eigenständig wie möglich komponieren. Sein Hauptthema find ich wirklich gelungen, und auch toll finde ich es, wie er die alten Themen von John Williams in seiner Musik einbaut und sie teilweise leicht variiert einsetzt. Ein toller Score, den ich ehrlich gesagt, noch nie ganz gehört habe, aber das wird sich ändern.
Gut, "Rogue One" ist trotz der anderen Herangehensweise in der Story und der Inszenierung immer noch ein deutlicher Bestandteil des Star Wars-Universum, aber teilweise spürte ich das als Zuschauer gar nicht. Das ist meiner Meinung nach der größte Pluspunkt des Films. Die Macher durften hier mutig sein und mal was anderes ausprobieren. Für mich ein Erfolg, denn so kurz nach dem Film muss ich sagen, dass "Rogue One" eine sehr gute Chance hat, mein liebster Star Wars-Film zu werden.

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COLOR OUT OF SPACE (Richard Stanley, USA/Portugal/Malaysia 2019)

Diesen für Richard-Stanley-Verhältnisse enttäuschenden Film (über eine Familie, deren Grundstück von einem lila leuchtenden, außerirdischen Mutagen verseucht wird) rettet leider auch ein wahnsinniger Nicolas Cage à la BAD LIEUTENANT und MANDY nicht. Stanley macht in seiner Lovecraft-Verfilmung einen riesigen motivischen Bezugsrahmen auf, zitiert sich im Minutentakt durch die Geschichte der Esoterik, kommt über Anspielungen aber nie heraus und belässt die mythologische Ebene seines Films durchgehend im vagen Dekor. Im Zusammenspiel mit der konventionellen Dezimierungsdramaturgie ergibt sich ein Eindruck von Beliebig- und Lustlosigkeit, wie ich sie dem Regisseur von Filmen wie HARDWARE und DUST DEVIL eigentlich nicht zugetraut hätte. Ein kleiner Reinfall, schade. 

 

Viel erquicklicher gestaltete sich dagegen mein Re-Watch von: 

THE ISLAND OF DR. MOREAU (John Frankenheimer, Richard Stanley, USA 1996)

Der Moment, in dem der Wahnsinn eines Filmstoffes auf die Produktion überspringt und unbeabsichtigte Meisterwerke entstehen lässt. Die von Richard Stanley begonnene und von John Frankenheimer im Chaos beendete DR. MOREAU-Adaption ist ein zum erratischen filmischen Knubbel mutiertes Kleinod, nah am avantgardistischen Theaterstück, das einerseits völlig aus der Zeit fällt, andererseits die dem Hollywood-Jahrzehnt inhärente Bizarrerie regelrecht destilliert. Die Würfel fallen selten so passend, und Richard Stanley sollte eigentlich stolz sein, an einem derart abseitig-schönen system error Hollywoods beteiligt gewesen zu sein.

Toll, toll, und nochmal toll! ❤️ 

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vor 43 Minuten schrieb horner1980:

ROGUE ONE: A STAR WARS STORY

Ich muss zugeben, dass ich zwar kein Star Wars-Fan bin, aber mich sehr auf diesen Film gefreut habe, weil ich gehört habe, dass er mal was anderes aus dem Star Wars-Universum ist. Jetzt bin ich froh, dass sich meine Hoffnungen bestätigt haben.
Es ist
ein spannender, düsterer und vor allem auch ernster Sci-Fi-Film mit durch die Bank interessanten Charakteren. Selbst die sonst so üblichen Schlachten bei Star Wars wirken hier bedrohlicher durch die ernstere Inszenierung. Es gibt zwar den einen oder anderen Dialogwitz, aber dieser ist sehr gut dosiert und daher stört er auch nicht die Ernsthaftigkeit des Films. Ich könnte ihn auch als Kriegsfilm beschreiben, denn teilweise fühlt er sich so an.
Ach ja, und mit einem gut aufspielenden Ben Mendelsohn bekam ich auch einen tollen charismatischen Bösewicht. Zu erwähnen gilt es hier auch noch Feliciity Jones, denn sie gefiel mir auch außerordentlich gut in ihrer Rolle. Der restliche Cast war es meiner Meinung nach auch gelungen, die Charaktere zum Leben zu erwecken und ihnen ein Profil zu geben. Okay, eine Schwäche hat der Film dann doch: Die CGI-Version von Peter Cushing und der jungen Carrie Fisher. Die waren nicht 100% gelungen, aber sie mussten halt dabei sein.
Die Musik hat natürlich Anleihen an dem Star Wars-Stil, aber Michael Giacchino durfte trotzdem so eigenständig wie möglich komponieren. Sein Hauptthema find ich wirklich gelungen, und auch toll finde ich es, wie er die alten Themen von John Williams in seiner Musik einbaut und sie teilweise leicht variiert einsetzt. Ein toller Score, den ich ehrlich gesagt, noch nie ganz gehört habe, aber das wird sich ändern.
Gut, "Rogue One" ist trotz der anderen Herangehensweise in der Story und der Inszenierung immer noch ein deutlicher Bestandteil des Star Wars-Universum, aber teilweise spürte ich das als Zuschauer gar nicht. Das ist meiner Meinung nach der größte Pluspunkt des Films. Die Macher durften hier mutig sein und mal was anderes ausprobieren. Für mich ein Erfolg, denn so kurz nach dem Film muss ich sagen, dass "Rogue One" eine sehr gute Chance hat, mein liebster Star Wars-Film zu werden.

Mein liebster Star Wars Film von den Neuen. Teil 9 hab ich nicht gesehen und werde ich auch nicht mehr, da mir nach Teil 7 und 8 völlig egal ist, wie das Ganze nun ausgeht. Rogue One erinnert mich an die Computerspiele aus den 90igern. Man hat ne Mission die trotz aller Hindernisse ausgeführt werden muss. Schön straight forward. Toller Film, genau aus den von dir genannten Gründen.

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vor 15 Stunden schrieb horner1980:

Die Musik hat natürlich Anleihen an dem Star Wars-Stil, aber Michael Giacchino durfte trotzdem so eigenständig wie möglich komponieren. Sein Hauptthema find ich wirklich gelungen, und auch toll finde ich es, wie er die alten Themen von John Williams in seiner Musik einbaut und sie teilweise leicht variiert einsetzt. Ein toller Score, den ich ehrlich gesagt, noch nie ganz gehört habe, aber das wird sich ändern.

Rogue One ist unter den neuen Filmen für mich der einzige gelungene und auch der einzige, den man auch noch einmal sehen möchte. Schlechte Quote, einer aus fünf Filmen.

Mit Hauptthema meinst du sicher Jyns Thema. Das hat Giacchino laut eigener Aussage aus diesem kleinen Motiv bei Williams abgeleitet, hier bei 3:31

 

und ein tolles unveröffentlichtes Stück aus Giacchinos Score

 

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Bei mir ging es weiter mit Star Wars.. mittlerweile brauch ich nur noch einen Film, dann hab ich alle durch, aber meine Meinung über die neuen Teile poste ich dann, wenn ich alle drei Teile geschaut habe, daher hier erst einmal mein Re-Watch von 4-6

Star Wars: Episode IV: A New Hope
Okay, zuerst muss ich sagen, dass ich ihn schlechter in Erinnerung hatte, denn heute fand ich ihn im Gegensatz zu den letzten Male doch besser. Dazu empfand ich ihn nicht mehr so zäh wie beim letzten Mal. Er gefiel mir. Ich fand ihn zwar storytechnisch recht einfach, aber er hatte einen recht soliden Fluss in Sachen Tempo und entwickelte auch die eine oder andere spannende Szene, obwohl ich den Film schon einige Male gesehen habe.
Was das Alter angeht: Obwohl die Version auf Disney+ die gemasterte Version war (Perfektes HD-Bild und teils bessere Effekte sowie die Greedy shot first-Veränderung und die Jabba-Szene), merkte ich dem Film immer noch an, dass er über 40 Jahre alt ist. Manche Szenen wirken schon etwas altbacken für mich, aber das ist normal, wenn man halt bedenkt, wie alt der Film eben schon ist. Einer dieser altbackenen Szenen war der Kampf von Ben Kenobi und Darth Vader, den ich schon beim ersten Mal so Mitte der 90er etwas enttäuschend fand. Er wirkte damals und auch heute noch für mich so, als würden sich zwei alte Männer im Schwertkampf versuchen. Es muss ja keine Turneinlage sein, aber mehr Tempo und damit auch mehr Dynamik hätte der Szene schon sehr gut getan. Besonders der ganze Aufbau der vorherigen Szenen von Obi Wan und Vader erhöhte die Spannung auf das Aufeinandertreffen und dann kam sowas. Für mich war das eine der schwächsten Szenen im ganzen Star Wars-Franchise.
Charaktermäßig find ich vor allem Han Solo, Leia und R2D2 immer noch am liebsten. Sie führten mich wieder mal durch den Film. Vor allem Harrison Ford, da ich ihn eh besonders gerne mag, der irgendwie gefühlt auch damals schon Harrison Ford spielte. Irgendwie gleichen sich charaktermäßig viele seiner Rollen in Filmen, in denen die Unterhaltung groß geschrieben wird. Es passt aber dann auch zu der Rolle, die er da eben spielt und damit auch zum Film.
Kommen wir zur Musik: Okay, ich bin kein Fan von der Star Wars-Musik und vor allem nicht vom Hauptthema, welches ja sehr oft in der neuen Hoffnung vorkommt. Daher nur mal, was mir positiv auffiel: Ich fand es gut, als die Musik bei den ersten Versuchen die Raumstation zu vernichten, aussetzte und dann erst beim finalen Versuch wieder mitmachte. Das hatte eine gute Wirkung auf mich als Zuschauer. Ansonsten war ich jedes Mal froh, wenn das Macht-Thema einsetzte, was hier aber irgendwie eher wie ein Thema für Luke wirkte. Ich mag das Thema einfach. Ich war jedes Mal froh, wenn das Hauptthema nicht zu hören war. Das hat sich eben irgendwie mit der Zeit bei mir tot gehört.
Kurz vor dem Abschluss muss ich natürlich sagen, dass mir bewusst ist, wie wichtig der Film für die Filmgeschichte ist und was hier Lucas für die damalige Zeit tricktechnisch möglich gemacht hatte und das ist auf jedem Fall sehr eindrucksvoll, auch heute noch. Das rechne ihm auch sehr an.
Fazit: Ich bin zwar immer noch kein Fan und find den hier immer noch nicht als einer der besten Star Wars-Filme, aber ich wurde doch gut unterhalten und das ist es ja, auf das es ankommt.

Star Wars: Episode V: The Empire Strikes Back
Er bleibt weiterhin als "Sehr gut" in Erinnerung und wäre sogar besser, wenn nicht C3PO noch mehr beweisen würde, warum er für mich der nervigste Star Wars-Charakter ist. Damit zerstört er so manch guten Moment. Aber ansonsten ist der Film sehr unterhaltsam und hat dazu auch ein recht gutes Tempo. Die Musik passt auch, auch wenn John Williams wieder mal sehr frei im Verteilen der Themen war. So kam das Macht-Thema nun auch in einer Szene ohne Luke und als Thema für die Rebellen zum Einsatz. Ja, gefiel mir, auch wenn er für mich nicht der beste Teil der Reihe ist. 

Star Wars: Episode VI: The Return Of The Jedi
Der Beginn auf Tatooine fand ich eher schwach. Das Design der Figuren wirkten da teilweise wie aus einer Jim Henson-Produktion. Das nahm dem ganzen sehr die Ernsthaftigkeit der Szenen und vermittelte eher das Gefühl einen Fantasyfilm zu schauen. Auch der Tod von Bobba Fett, obwohl der nun doch überlebt hat und bald seinen Einsatz in der einen Star Wars-Serie haben wird, fand ich viel zu unspektakulär und fast schon lächerlich.
Danach wurde es dann besser, auch weil dann die Ewoks auftauchten, die ich sehr mag. Leider wurde aber in dem Film fast zu keiner Sekunde nicht mehr die Intensivität und Spannung der vorherigen Teile erreicht. Das Finale war dann wieder gut, auch wenn hier nur der Kampf von Darth Vader mit Luke überzeugte. Beim Rest fehlte mir erneut die Spannung und mehr Tempo. Bei der Musik gefiel mir das Ewoks-Thema, der düstere Chor beim Palpatine und das Feierthema (Special Edition) am Ende des Films.Der Rest war wie gehabt.
Ja, wie gesagt, den Film hatte ich besser in Erinnerung. Mehr Intensivität und damit auch mehr Spannung hätten ihn gut gestanden. Unterhaltsam ist er aber immer noch.

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DER KNABE AUF DEM DELPHIN (1957)

Zwischen einem wohlhabenden Antiquitätensammler (Clifton Webb) und dem Archäologen Calder (Alan Ladd) entstehen Rivalitäten um eine wertvolle Statue, die die Schwammtaucherin Phaedra (Loren) vor der Küste von Hydra im Meer gefunden hat. Phaedra, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, ist in erster Linie am Geld interessiert und gibt zunächst vor, sich nicht an den Fundort erinnern zu können, um zu verhindern dass Calder die Statue  dem griechischen Volk übergibt. Bis sie sich in ihn verliebt. 

Das klingt nach einer romantischen Schmonzette, und im Grunde ist das auch nicht verkehrt. Aber der Film ist so hinreißend fotografiert, die Bildkompositionen so stimmig, dass er den Zuschauer schon in den ersten Minuten mit unwiederstehlichem Traumfabrik-Charme einzulullen vermag. Hugo Friedhofers Musik gehört sicher zu den schönsten Filmkompositionen überhaupt und war für mich der Grund mir endlich auch mal diesen Film zu Gemüte zu führen. Schon der Titelsong (der auf einem griechischen Lied basiert)  ist einfach entwaffnend, und auch die Tauchszenen verdanken ihren märchenhaft-entrückten Charakter zu einem erheblichen Teil der Filmmusik. Klassisches, optisch anmutiges Hollywood-Kino.

Und noch ein wichtiger Hinweis zur Fassung:  Es ist nicht egal, welche Veröffentlichung man sich besorgt. Mein erster Versuch vor ein paar Wochen war die deutsche DVD von KSM, und ich mußte nach 15 Minuten abbrechen. Zwar im richtigen Format, aber dunkel, unscharf und in den Farben ausgebleicht. DeLuxe Color war das nicht. Also habe ich mir die amerikanische BD geholt, und erst hier erstrahlt der Film so, wie er sein sollte. Also Finger weg von der KSM-DVD, die zur Zeit aber sowieso vergriffen ist. 

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Soo die Star Wars-Film-Reise ist nun beendet, denn in den letzten Tagen waren auch die drei neuen Filme dran

Star Wars: Episode VII – The Force Awakens

Im Grunde ist das in sehr vielen Elementen ein Quasi-Remake von Episode 4. Vieles gleicht sich hier: Die Bösen haben wieder die Oberhand; es gibt einen Bösen, der eine familiäre Bindung zu den Helden hat; eine wichtige Nachricht muss von A nach B gebracht werden; ein neuer Jedi wird entdeckt; einer der alten Helden stirbt und es gibt einen neuen Todesstern, der nun ein Todesplanet ist. Dieser wird dazu fast in der selben Machart vernichtet wie in "A New Hope".
Das alles hätte sich sehr negativ auf den Film auswirken können und gäbe den Anlass, den Film Scheiße zu finden, aber durch den neueren flotten Regie-Stil, die tollen Kamerafahrten, den besseren und auch mit mehr Tiefe ausgearbeitenen Charakteren und einigen sehr positiven frischen Ideen (Finn) entwickelt sich hier für mich ein Film, den ich wahrhaftig großartig finde.
Die Schauspieler fand ich auch sehr gut, allen voran Adam Driver, wenn er halt mal die Maske vom Kopf hatte. Daisy Ridley empfinde ich auch als eine sehr gute Wahl für Rey, genau wie John Boyega und Oscar Isaac in ihren Rollen. Harrison Ford war seltsamerweise bei den Actionszenen sehr gut drauf und die schienen ihm auch Spaß gemacht zu haben, aber bei den dramatischen Szenen spielte er deutlich auf Autopilot. Schade, denn er kann normal mehr und hätte da den Szenen mehr Impact geben können. Schön fand ich es, dass J.J. Abrams, wie in jedem seiner Projekte, seinen Schauspieler aus seinen Serien eine Rolle gab. So hat es mich gefreut, Greg Grunberg wieder mal zu sehen, den ich seit "Felicity", für mich Abrams beste Serie, kenne, aber auch Ken Leung aus "Lost" hab ich sofort erkannt.
Okay, zur Musik: John Williams hat hier für mich einen guten und vor allem auch passenden Score geschrieben. Was ich hier gut fand, dass er, wenigstens hab ich das im Film so rausgehört, nur sehr selten auf den Stil seiner vorherigen Star Wars-Scores zurückgegriffen hat. Der Score wirkte wie der Film sehr frisch durch einen gefühlt anderen Ansatz. Die beiden Themen für Rey und ich vermute für Po finde ich richtig gut und gehen wunderbar ins Ohr, auch wenn ich beim Rey-Thema immer wieder an Harry Potter denken muss.
Ja, ein großartiger Film, der für mich die Teile 4-6 in den Schatten stellt, aber nicht so gut ist wie "Rogue One", aber doch etwas besser als Episode 2 und 3. Ja, ich bin gerade selber etwas überrascht deswegen
.

Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi

Sehr gute Weiterführung des siebten Teils, auch wenn ich ihn insgesamt doch etwas schwächer fand. Die Hintergrundstory von Luke und Kylo und auch die Verbindung von Rey und Kylo waren sehr interessant. Es gab da sehr gute Einblicke in die Psyche eines Charakters, was für Star Wars-Verhältnisse in dieser gut ausgearbeiteten Form ungewöhnlich ist. Die Darstellung von Luke finde ich auch gelungen, wie auch sein Ende. Das hatte Tiefgang und ich muss ehrlich zugeben: Noch nie waren die Charaktere in Star Wars so gut geschrieben wie in "7", "8", "Rogue One" und ein klein wenig in "Solo". Denke das ist auch das größte Plus der neuen Filme. Gut, dass Leia ebenfalls die Macht hat, war mir schon klar, denn das hat sich in den alten Filmen doch etwas angedeutet. Nun gab es halt die Auflösung, dass meine Vermutung stimmte. Ansonsten fand ich die Szenen im Casino etwas befremdlich für die Star Wars-Welt, aber deswegen auch wieder gut, weil es eben was Neues war. Auch die mich berührende Story von Rose mochte ich, genau wie ihren Charakter. Ich kann ehrlich nicht verstehen, warum so viele sie nicht mögen. Anscheinend brauchen manche immer irgendjemanden, den sie hassen können. Ansonsten waren wieder die Actionsequenzen sehr originell gefilmt. Es wirkte wieder wie ein echter dreckiger Krieg, was bei den vorherigen Filmen (1-6) nur ein klein wenig der Fall war. Auch die visuelle Idee mit den roten Salzwolken im Finale war beeindruckend gemacht. Die Musik von Johnnyboy fand ich auch gelungen. Fans des Machtthemas kommen in dem Film sehr oft auf ihre Kosten. ;) Auch wie er das Finale vertont hat, fand ich toll und hier besonders der Kampf von Luke und Kylo.
Ja, eine gute Fortsetzung, die etwas schwächer war als der vorherige Teil, den ich irgendwie etwas flüssiger in der Inszenierung fand. Teil 8 war dann doch ein kleines bißchen holprig, wenigstens fühlte er sich für mich so an. Ansonsten aber ein guter Film.


Star Wars: Episode IX - The Rise of Skywalker

Zuerst ist es ein würdiges Finale gewesen, auch wenn es der schwächste Teil der neuen Trilogie ist. Klar, es war ein wenig zu viel des guten mit den gefühlt tausenden Sternenzerstörer und dann der ebenso großen Verstärkung und auch Rose, die ich im letzten Teil noch so toll fand, hatte viel zu wenig Screentime, wo sie doch im 8. Teil eine große Rolle spielte und eigentlich zum festen Team von Finn und Poe gehören musste. Ich hab aber gelesen, dass einige Fans sie so gar nicht mochten, daher ich hoffe nicht, dass das der Grund für ihre Degradierung in die hinteren Plätze war. Dafür gab es mit Zorii Bliss einen wunderbaren neuen Charakter, gespielt von Keri Russel, eine Schauspielerin, die ich seit J.J. Abrams-Serie "Felicity" sehr mag. Wäre cool, wenn sie ihr einen Film oder vor mir aus eine Serie geben würde. Weiteres bekanntes Gesicht aus dem J.J. Abrams-Universum war Dominic Monaghan (Lost). Auch bekannt aus "Lord of the Rings". Ansonsten waren die neuen Charaktere, bis auf vielleicht noch D-O, nach dem Motto "Einmal gesehen und wieder vergessen". Das war aber nicht weiter schlimm, da die Reihe genug Charaktere hatte.
Zur Handlung: Die Story verlor nicht das Interessante und hatte auch genug Tempo. Auch der Twist mit der Herkunft von Rey war gut weitergesponnen, da ich mir schon dachte, dass Kylo im achten Teil nicht die ganze Wahrheit Rey erzählte. Ich muss aber zugeben, dass ich Palpatine nicht unbedingt gebraucht hätte, jedoch war seine Anwesenheit ein gar nicht mal so schlechter Schachzug, da damit am Ende ein bekanntes Gesicht als das absolute Böse dargestellt wurde. Ich hätte es aber vielleicht anders gelöst und nicht gleich zu Beginn verraten, dass er wieder da ist, sondern damit noch vielleicht bis zur Hälfte gewartet. Natürlich hätte ich ihn dann auch aus sämtlichen Trailern verbannt. Das hätte die Wirkung seines Auftauchens noch mehr verstärkt. Ansonsten hätte dem Film ein wenig mehr Intensivität gut getan. Es blieb zwar spannend, aber als Finale einer Familiengeschichte hätte es ruhig noch mehr sein dürfen. Sehr gut fand ich den letzten Kampf von Rey und Kylo, denn da war die Intensivität noch sehr hoch. Auch der Wandel von Kylo zurück zu Ben war für mich überzeugend, denn niemals unterschätze die Kraft einer Mutter. Die Musik von John Williams war wie immer passend. Mehr fällt mir dazu nicht ein. Das Beste war sein kurzes Cameo. ;)
Also ja, für mich ein gutes Finale, auch wenn es ruhig hätte besser sein können, aber das ist meiner Meinung nur Meckern auf einem recht hohen Niveau.

 

Außerdem gab es zwei Mal Patrick Swayze:

Tall Tale (Pecos Bill – Ein unglaubliches Abenteuer im Wilden Westen)

Ein richtig wunderbarer Abenteuerfilm im Wilden Westen. Die Story hat Tempo, das Herz am richtigen Fleck und einen tollen Humor. Dazu gibt es einen Cast, der eindeutig mit viel Freude an der Arbeit war, allen voran Patrick Swayze und Oliver Platt. Den beiden zuzuschauen, machte ganz besonders viel Spaß. Auch schön war es Nick Stahl wiederzusehen, der mich in "The Man Without a Face" so beeindruckt hatte. Ein weiteres bekanntes Gesicht aus einem Film mit der Musik von James Horner durfte ich entdecken: Stephen Lang, der Böse aus Avatar. Hier spielte er den warmherzigen und hart arbeitenden Vater des Hauptcharakters. Schön ihn auch mal in so einer Rolle gesehen zu haben.
Ich merkte dem Film auch sehr an, dass hinter der Kamera eine echte Legende stand: Janusz Kamiński, der zwei Jahre zuvor für "Schindlers Liste" den Oscar bekam. Hier zeigte er aber auch sein Können, in dem er die Landschaft, die Umgebung sehr schön mit seinen Bildern einfing.
Der Score von Randy Edelman gefiel mir auch sehr, auch wenn ich schon merkte, dass er auch hier manchmal etwas dünn klang. Nur fand ich es hier schon besser als bei anderen Scores von ihm. Das könnte auch an der Orchestration von Mark McKenzie und Greig McRitchie liegen und ich würde mal stark behaupten, dass das auch der Grund ist.
Ja, ein wirklich wunderbarer Familienfilm, der sehr viel Spaß machte.

Dirty Dancing


Manche Filme gewinnen dazu, wenn man sie nach einem gewissen Abstand anschaut und da gehört "Dirty Dancing" auf jedem Fall dazu. Ich mochte den Film ja früher schon sehr, hatte sogar die VHS zu Hause, aber dann verlor ich ihn aus den Augen und so dauerte es eben so lange, bis ich mal wieder die Motivation fand, ihn mir anzuschauen. Er ist sehr gut gealtert und erst jetzt ist mir die Botschaft des Films bewusst geworden. Es geht in dem Film gar nicht so sehr um die Liebe, sondern es geht darum, für etwas einzustehen, an das man glaubt und auch für andere da zu sein und das auch mal ohne an die Folgen zu denken.
Das macht den Film meiner Meinung nach noch besser. Ansonsten alles wie gehabt: Die Chereographie der Tänze ist beeindruckend. Die Chemie zwischen Jennifer Grey und Patrick Swayze ist für mich perfekt. Da stimmt alles, was ja für die Story sehr wichtig ist. Ach ja Patrick Swayze: Er ist das Herzstück des Films. Anfangs wirkt er noch etwas arrogant und viel zu cool, aber das ist nur Fassade. Für ihn sind seine Freunde das Wichtigste. Für sie würde er alles geben. Ich glaube, dass diese Rolle Swayze sehr ähnelt. Er liebte ja das Tanzen und das spürte ich als Zuschauer. Seine Begeisterung in diesen Szenen und auch die Trainingssequenzen waren von ihm und auch von Grey sehr überzeugend gespielt. Ich glaube, dass er alles in die Rolle gesteckt hat, was er zur Verfügung hatte. Mit Grey hatte er auch die perfekte Partnerin in diesem Film, meiner Meinung nach. Unter dem Cast konnte ich auch noch Kelly Bishop entdecken. Sie spielte die Mutter von "Baby". Ich kenne sie auch als Mutter, aber aus der Serie "Gilmore Girls". Hier in "Diry Dancing" war sie doch etwas netter und aufgeschlossener. ;) 
Ansonsten stimmte hier aber auch die Inszenierung. Die damalige Zeit war gut getroffen. Gut, die 80er Songs wirkten ein wenig befremdlich, aber wenigstens konnte ich bei "She's like the wind" dann auch mal hören, ob die Synchronstimme von Swayze, die er übrigens auch bei Pecos Bill hatte, zu ihm passte und ja, das tat sie. Sie hatte schon gute Ähnlichkeit mit Swayzes richtiger Stimme. Ich denke, daher durfte Wolfgang Müller, so der Name des Synchronsprechers ihn auch öfters sprechen.
Der Rest der Musik war sehr gut, obwohl die neuproduzierten Songs wie gesagt eher in die 80er gehörten. Ach ja, und ich hab sogar für ein paar Minuten den Score von John Morris gehört, aber ich glaube mehr gab es gar nicht von ihm, außer noch einer Instrumentalfassung von "Time of my Life". Fand ich aber okay, da die Songs hier gut eingesetzt waren.
Ja, das war ein schöner ReWatch. Vielleicht sollte ich demnächst auch mal wieder Pretty Woman anschauen. Der ist ähnlich lange her. 

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GHOST WORLD

Herrlich sarkastischer Film über das Erwachsenwerden mit einem überragenden Cast, allen voran Thor Birch, Scarlett Johansson und Steve Buscemi.
Die Story dreht sich um Edin (Birch), die eine gewisse Neugier für die Außenseiter in ihrer Umgebung hat un
d das ganze "Süießbürgertum" ankotzt. Dabei merkt sie aber nicht, dass sich ihre beste Freundin Rebekka (Johansson) sich nach dem normalen Leben sehnt, besonders nach dem Ende der Highschool. Ihre beste Freundin findet dann auch schnell einen Job und will mit Edin endlich ihre Zukunftspläne in die Tat umsetzen. Edin schafft es aber nicht, sich von ihrem Abneigung für das normale Leben abzuwenden, und diesen nächsten Schritt (Job, gemeinsame Wohnung) zu widmen. Lieber freundet sie sich mit Seymour (Buscemi in einer seiner für mich besten Rollen) an, den sie anfangs für einen Trottel hält und ihn sogar zu Beginn einen sehr üblen Streich spielt, aber ihm dann immer mehr hilft, dass er die Leere in seinem Leben füllt.
Das ist in etwa die Story des Films, welche natürlich nicht so harmonisch bleibt. Die Musik stammt hier von David Kitay und mir gefällt sie. Sie besteht aus Streichern und Piano.
Das alles ist ein wirklich ganz großartiger Film, den ich nur empfehlen kann.

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A MONSTER BOY 

Nach dem sehr coolen, lustigen, schrillen SAVE THE GREEN PLANET hat der Regisseur doch 10 Jahre gebraucht wieder einen Film zu machen und ging diesmal einen anderen Weg: Ein ultra düsteres "Familien"Drama mit viel Action, SEHR viel Blut und sehr viel Drama.

Ein kleiner Junge wird gekidnappt und wächst dann bei der Bande sadistischer Gangster auf, versucht nicht so zu werden wie diese wirklich fürchterlichen Menschen und hat ständig Visionen von einem grossen Monster im Keller... dass das nicht lange gut gehen kann, ist abzusehen...

Puh, also so manchmal fragt man sich schon, was in koreanischen Filmemachern vorgeht, sich sowas auszudenken. Von der ersten Minute geht es düster los, schockierende Gewalt, freudlose Bilder, freudlose Menschen, und bis ganz zum Schluss bleibt einem auch echt nichts erspart (wie der Blinde im Auto den Geruch seiner Peiniger wiedererkennt... ohgott ey... das macht keinen Spass die Szene). Packend gespielt, toll inszeniert, schonungslos und durch und durch unerfreulich. Egal wie spannend, wie mitreissend die Action, Twists, die alles nur noch schlimmer machen... das über 2.10h verlangt einem echt viel ab... David Fincher meets Paul Verhoeven... obwohl SAVE... ja ne Comedy war, war der auch schon ganz blutig... man hätt es wissen müssen. Der Regisseur scheint irgendwie was verarbeiten zu müssen mit diesen Exzessen.

grundsätzlich eine tolle Idee finde ich, dass man die Bösewichter einer jeden Actionstory als Protagonisten hat, man stets bei ihnen bleibt, die Cops ihnen auf den Fersen nur Beiwerk... und nie verfällt der Film in das Klischee "eigentlich sind die doch alle ganz nett!"... nee, alles brutale, schonungslose Unmenschen, angeführt von einem emotionslosen Killer... dazwischen ein Kind/Teenager in Gefahr und eine angekettete Hausfrau, die nach all den Jahren es auch nicht mehr anders kennt und nicht mehr rauswill...

faszinierend und spannend, mit vielen Shootouts, sehr spannenden Katz und Maus Szenen, Autojagden und brutalen Schlägereien und Messerkämpfen... dass das alles ein in sich greifenden Werk ergibt ist schon ne Kunst, aber ich fragte mich schon die ganze Zeit "Wer will sowas eigentlich sehen?", man kann sich und will sich ja auch mit niemanden identifizieren, und der Junge lädt auch nicht dazu ein, zwischen wahnsinniger Realität und realem Wahnsinn gefangen kann aus dem ja auch schwer ein netter Schuljunge werden... nach 2.10h ist man echt völlig durch und braucht erstmal was Lustiges danach.

Ähnlich wie I SAW THE DEVIL wird hier ein Südkorea, der untersten Sorte gezeigt. Und das scheint den Koreanern ja zu gefallen, der Film war ein Hit, gewann x Preise, vor allem für die Darsteller... aber puh, das muss man echt abkönnen...  insgesamt 4 Sterne, aber ich fürchte, den schau ich mir nie wieder an... das war mir echt zu düster. I SAW THE DEVIL hat ja wenigstens (anfangs) noch richtig GOOD VS EVIL und stellt dem Zuschauer Fragen, warum man die Gewalt des einen abscheulich findet und die des anderen lustig... hier gehts nur in eine Richtung: Und zwar bergab. Ich konnt auch gar nicht mehr mitzählen wieviele Tote es am Ende eigentlich gab... Who will survive and what will be left of them?

PS: Nach dem Abspann kommt doch tatsächlich noch eine einzige, freudvolle Szene... 🙂

Immerhin hat der Regisseur danach nur 3 Jahre gebraucht für seinen nächsten Film... 1987... um den Aufstand der Studenten und die Demokratisierung in SK... soll auch super sein und is sicherlich wieder ebenso düster, aber sollte wenigstens mit einem Happy End daherkommen... 

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vor 10 Minuten schrieb ronin1975:

Immerhin hat der Regisseur danach nur 3 Jahre gebraucht für seinen nächsten Film... 1987... um den Aufstand der Studenten und die Demokratisierung in SK... soll auch super sein und is sicherlich wieder ebenso düster, aber sollte wenigstens mit einem Happy End daherkommen... 

Den will ich mir noch importieren. Der Trailer sieht gut aus und der Score ist auch spitze. Tolles Hauptthema.

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JUST MERCY ist ein sehr starker Film, basierend auf einer wahre Begebenheit mit Michael B. Jordan, Jamie Foxx und Brie Larson.

Der Film ist besonders in Anbetracht der derzeitigen Vorkommnisse in den USA mehr als aktuell und behandelt relevanten Themen wie Rassismus, Ungerechtigkeit, Erniedrigung und Todesstrafe. Diese Themen sind schon des öfteren von Filmemachern aufgegriffen worden, aber hier ist es besonders unbegreiflich und beschämend, dass die Unschuld eines Mannes so wenig bedeutet. Es ist befremdlich, dass in einer freien Demokratie, die immer wieder von "alle Menschen seien gleich" prädigt, solche Ungerechtigkeiten und Vorurteile derart oft vorkommen. 

Ich kann den Film jedem nur empfehlen, er ist gut geschrieben und spannend inszeniert. Der Score bietet auch ein paar wirklich gute Momente.

Prädikat: Besonders Wertvoll! 10/10

 

 

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Mission Impossible: Fallout

Nach Ende des Films muss ich mich fragen, was in Sachen Stil bei diesem MI-Teil anders gewesen sein sollte als beim Teil davor, ausgenommen die Musik, zu der ich noch später im Text kommen werde.Ich hab da ehrlich gesagt keine Antwort darauf.Es war eindeutig McQuarrie, der hier Regie führte. Das bewies die Verfolgungsjagd ohne Musik, aber auch die amüsante und gut durchdachte, wenn auch vorhersehbare Story. Keine Ahnung, was hier anders gewesen soll.
Zum Film: Er war sehr gut, aber nicht so gut wie zum Beispiel der Teil davor. Keine Ahnung, aber warum, aber ich fand "Rogue Nation" besser als "Fallout" und damit steht bei mir "Fallout" nur an dritter Stelle, denn auf Platz 1 ist bei mir immer noch der dritte Teil.
Was mir hier aber wieder mal besonders gefiel: Die Chemie zwischen Pegg, Rhames und Cruise. Die ist seit dem dritten Teil da und sie funktioniert immer noch wunderbar und ich denke das ist das größte Plus dieser Filme, wenigstens für mich. Die Actionszenen waren wie immer toll. Nur einmal dachte ich mir, ob das nun wirklich sein muss, dass gerade, wenn sie vom Flugzeug runterspringen wollen, ein Gewitter zu sehen und natürlich wird einer von den beiden getroffen. Das war für mich etwas zu "over the Top" und hätte nicht sein müssen. Im Grunde ist es mir eh fast egal, wie gut Actionszenen sind, denn brauchen vor allem eines: Charaktere gibt, die einem nicht egal sind und das Gute hierbei ist, dass sie mir hier nicht egal sind.
Ich fand es gut, dass wieder Ilsa auftauchte, der beste neue Charakter, den McQuarrie in diesem Franchise gebracht hat. Das hier wieder mal kein wirklich charismatischer Bösewicht zu sehen war, fand ich nicht soo schlimm, aber wäre mal wieder gut, wenn es doch wieder einen geben würde.
Nun komme ich zur Schwachstelle des Films: Lorne Balfe. In den ruhigen, den eher leisen Momenten des Films hat sein Score noch ganz okay funktioniert. Auch manchmal wenn er nicht das volle Orchester einsetzte oder beim Großteil des Einsatzes des Schifrin-Materials fand ich es ganz nett, aber beim Rest war seine Musik eher unbefriedigend für mich. Zum Beispiel fand ich, bis auf wenigen Stellen, die Bongos eher ablenkend eingesetzt. Sie harmonierten an manchen Stellen nicht mit dem Rest des Scores, ganz besonders in der ersten Hälfte des Films. Das lenkte dann etwas von der Handlung ab, da die Musik ja auch nicht gerade leise zu hören war. Doch waren sie fast alleine eingesetzt, war es dann aber okay, aber mehr auch nicht. Schade fand ich, dass bei einer der Szenen, in denen ich als Zuschauer die Ehre bekam, nur seine Musik zu hören, er leider auch nicht überzeugte und einmal dachte ich mir "Really", als er einfach so einen Chormoment einsetzt, als Ethan von einem Haus zum anderen sprang. Das fand ich ein wenig lächerlich. Es ist zwar sein bisher bester Action-Score, mit Abstand, aber auch dieser ist nicht wirklich etwas, was meinem Geschmack entspricht. Mir muss ja nicht alles gefallen und der Score hat ja genug Fans. Da braucht es keinen weiteren. 😉
Ja, es war eine in großen Teilen gelungene Fortsetzung der Geschichte aus "Rogue Nation" und der aus dem dritten Teil, auch wenn ich mir immer noch überlege, warum McQuarrie erst so ein großes TamTam macht und sagt: "Ich werde den Film anders inszenieren als den letzten" und dann doch fast ein typischer McQuarrie-Film dabei rauskommt. Damit hab ich den nun auch mal geschaut.

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Ich finde Fallout völlig überschätzt. Irgendwie ist Mission:Impossible für mich damit restlos im Franchise-Fandienst-Nirvana à là Marvel angekommen, wo ich kein Interesse mehr für Figuren und Handlung aufbringe. Rogue Nation wurde zumindest noch durch die stilvolle Filmmusik zusammengehalten. Lorne Balfe ist dem Film dann überhaupt nicht gewachsen mit seiner für mich weitgehend austauschbaren Vertonung. Klar sieht man das Geld, das in die Produktion geflossen ist. Da  sind schon aufwändige Action-Szenen dabei. Aber was hilft das, wenn das Drehbuch nur noch ausgelutschte Floskeln des Genres bemüht und überhaupt keine frische Idee mehr zu bieten hat?

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Der geniale Film und mehrfacher Oscar-Gewinner (Bester Film, bester internationaler Film, beste Regie, bestes Originaldrehbuch, bester Schnitt und bestes Production Designesign) PARASITE ist jetzt auf Amazon Prime frei verfügbar. Wer ihn noch nicht gesehen hat, dem sei dieses Meisterstück besonders ans Herz gelegt. 

 

 

 

Prädikat: Besonders Wertvoll.

10/10

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finde es immer wieder interessant wie die Geschmäcker auseinander gehen.

Ich stehe total auf "abgefu**" Filme. Parasite habe ich sofort bei Apple gekauft als dieser verfügbar war.

Nach dem schauen war ich sprachlos. Ich persönliche habe lange nicht mehr so einen langweiligen Film mit schlechten Dialogen gesehen.

Meine Bewertung war daher nur eine 1/10 bei imdb. Hatte mir viel erhofft und mich mega drauf gefreut. Aber leider überhaupt nicht meins. 

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Ganz so schlimm war es bei mir nicht - aber auch ich würde diesem Film niemals so eine hohe Wertung geben. Das Thema ist nichts neues, ich sehe an dem Film auch nichts, was das Rad in irgendeiner Weise neu erfindet. Er sieht schön aus, Kamera und Schnitt gefielen mir... aber ich denke, der Film kam einfach nur zur richtigen Zeit, da sind ja alle drauf abgefahren in Hollywood. Erschließt sich mir nach wie vor aber noch nicht ganz, warum.

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vor 18 Minuten schrieb Siddl:

... da sind ja alle drauf abgefahren in Hollywood. 

Nicht nur in Hollywood ... auch hier in Europa ... ich zum Beispiel! :D 

Ich kann total nachvollziehen warum sie auf den Film abgefahren sind, weil er einfach genial ist. Die Charakterzeichnungen, das Tempo, die genialen Dialoge, der Film lässt die Geschichte atmen. Es kommt selten vor, dass nach einer Filmsichtung ein "Wow-Erlebnis!" habe ... hier war es nach langer Zeit wieder der Fall. 

Heuer habe ich mit JUST MERCY wieder eine "Wow-Erfahrung!" gehabt ... der Film wird bei den Oscars nächstes Jahr bestimmt groß gehandelt werden. Ich sehe Jamie Foxx eine goldene Statue in der Kategorie bester Hauptdarsteller mit nach Hause nehmen ... und das zurecht! ;) 

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Ich habe mir gestern Abend auch Parasite auf Amazon Prime angeschaut. Ein koreanischer Film durch und durch. Die Thematik ist sicherlich nicht neu, aber wie sie erzählt wird hab ichs noch nicht gesehen. Ich hab den Film im Original mit Untertiteln geschaut. Fand die Dialoge vollkommen in Ordnung. Die Untertitel waren auch keine 1:1 Wiedergabe der deutschen Synchro sondern waren wohl tatsächlich der Originalsprache angelehnt. Da ich etliche koreanische Serien auf Netflix schaue kann ich nur sagen, dass es typisch koreanische Dialoge waren. Schauspielerisch war das erste Sahne. Den Mix aus Komödie, etwas Satire, Thriller und Drama fand ich logisch miteinander kombiniert und er hat wunderbar bei mir funktinoniert. Die Wendungen waren alle überraschend. Was mir gefiel war auch, dass man als Zuschauer immer mit seinen Sympathien zwischen den Familien schwankte. Ein klares "schwarz/weiß" gab es nicht. Hinzu kam ein toller Score sowie dessen Einsatz. Die Lobpreisungen sind sicherlich nicht unverdient, nur hat der Regisseur ja nicht erst mit diesem Film tolle Arbeit abgeliefert. Das gerade jetzt ein koreanischer Film Oscars bekommen hat, scheint mir auch eher aktuelle Hollywood Mode zu sein.

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Gestern Abend habe ich mir "The Lighthouse" bei Apple ausgeliehen.

Grund dafür war ganz einfach, dass ich DaFoe liebe, schwarz-weiß und die See :D

Ich kann mir noch nicht ganz ausmalen wie ich den Film fand. Ich glaube aber ziemlich genial. Die schauspielerische Leistung war unglaublich gut. Von beiden. Hatte Robert gar nicht auf dem Schirm als "guten" Schauspieler. Hat mich aber wirklich überzeugt.

Die Story, die Kamera und der Score haben mir echt gut gefallen. Gerade der Score passt mMn richtig gut zu den Bildern, auch wenn kein wirkliches Thema vorhanden ist welches hängenbleibt.

Rate euch auf jeden Fall den Film nicht zu leise zu schauen. Gerade ein Sound wird euch die ganze Nacht in den Ohren bleiben :D So war es bei mir und meiner Freundin^^

Muss ihn aber nochmal schauen um wirklich sagen zu können, wie ich ihn nun fand. Stand jetzt würde ich sagen eine 8/10 bei imdb.

Wer also auf eine Mischung zwischen Horror, Stummfilm und echt gutem Sound Editing steht, muss hier reinschauen :) 

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